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Dokumentenidentifikation DE2926449C3 13.09.1990
Titel Schalldämpfer für einen Bohrhammer, insbesondere einen Gesteinsbohrhammer
Anmelder Osakeyhtiö Tampella AB, Tampere, FI
Erfinder Kauppinen, Kari;
Ström, Rolf, Tampere, FI
Vertreter Jackisch, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 30.06.1979
DE-Aktenzeichen 2926449
Offenlegungstag 24.01.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 02.08.1984
Date of publication of amended patent 13.09.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.1990
IPC-Hauptklasse E21C 3/34
IPC-Nebenklasse B25D 17/12   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für einen Bohrhammer, insbesondere für einen Gesteinsbohrhammer, nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Es ist bei von Hand angetriebenen Schlagwerkzeugen bekannt, die auftretenden Erschütterungen zu dämpfen. Dazu ist am vorderen Ende des Werkzeuges ein hülsenförmiger Dämpfungsteil befestigt, der mit Gleitpassung auf dem Werkzeug, zum Beispiel auf einer Bohrstange, sitzt. Diese Anordnung setzt der Konstruktion des vorderen Endes des Werkzeuges aber Grenzen; sie muß die Teile für die Kupplung des hülsenförmigen Dämpfungsteiles aufweisen. Aus diesem Grunde eignet sich diese bekannte Vorrichtung nicht für Bohrhämmer. Sie ist auch nicht für solche Bohrhämmer geeignet, bei denen die Bohrstange durch eine mit Innengewinde versehene Verbindungsmuffe an den Schaftteil angeschlossen wird.

Messungen haben gezeigt, daß eine der größten Geräuschquellen in Gesteinsbohrhämmern der die Bewegungsenergie des Kolbens in das Gestein übertragende Schaftteil, die am Schaftteil befestigte Bohrstange und die den Schaftteil mit der Bohrstange verbindende Muffe sind.

Bei einem Preßlufthammer (US-PS 37 83 970) ist es bekannt, das Schlagwerkzeug im Bereich seines Austritts aus dem Hammergehäuse mit schalldämpfendem Material zu umgeben.

Der kritische Bereich jedoch, in dem das Schlagwerkzeug mit Axialschlägen beaufschlagt wird, ist von dem schalldämpfenden Material nicht überdeckt. Die Schalldämpfung ist daher nur ungenügend.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Schalldämpfer für einen Bohrhammer zu schaffen, mit dem das beim Betrieb auftretende starke Geräusch gedämpft werden kann, ohne daß Änderungen des vorderen Endes des Bohrhammers notwendig sind.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1 gelöst.

Der erfindungsgemäße Schalldämpfer weist die an der Vorderseite des Bohrhammers angeordnete, den unmittelbar aus dem Bohrhammer ragenden Bohrschaft umgebende Hülse auf, die aus schalldämpfendem Material besteht und an die Muffe anvulkanisiert ist. Die Stoßstelle zwischen dem Bohrschaft und der Bohrstange ist somit von schalldämpfendem Material überdeckt, so daß der an dieser Stelle auftretende Schall wirkungsvoll gedämpft wird. Ein mit dem erfindungsgemäßen Schalldämpfer ausgerüsteter Bohrhammer zeichnet sich somit durch eine hohe Schalldämpfung aus.

Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung erstreckt sich der rückwärtige Teil des hülsenförmigen Schalldämpfers bis zum vorderen Teil des Bohrhammers und ist vorzugsweise in Gleitkontakt mit dem Vorderteil des Bohrhammers gehalten. Dadurch dringt nur wenig Geräusch zwischen dem Bohrhammer und dem Schalldämpfer nach außen.

Weitere Merkmale zur Ausgestaltung der Erfindung ergeben sich aus den Ansprüchen.

Die Erfindung wird anhand einer in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsform näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 einen erfindungsgemäßen Schalldämpfer im Längsschnitt mit einem schematisch in Seitenansicht dargestellten Bohrhammer.

Fig. 2 den Schalldämpfer gemäß Fig. 1 jedoch mit einem anderen Anschluß des Schalldämpfers an den Bohrhammer.

Fig. 3 die rückwärtige Stirnfläche des Schalldämpfers vom Bohrhammer aus gesehen.

An einen Bohrhammer 3 ist ein von einem Motor 7 rotierend angetriebener Schaftteil 5 angeschlossen, mit dem eine Bohrstange 6 mittels einer mit Innengewinde versehenen Muffe 1 verbunden ist. Beim Ausführungsbeispiel besteht der Schalldämpfer aus einer an die Muffe 1 anvulkanisierten, massiven Hülse 2, die aus Gummi besteht und die bis zum vorderen Ende des Bohrhammers reicht. Beim Bohren legt sich die Hülse 2 dicht gegen die vordere Stirnfläche des Bohrhammers, die sogenannte Vordermutter 4, und gleitet an dieser.

Der Schalldämpfer kann mit seinem rückwärtigen Ende auf verschiedene Weise an die Vordermutter 4 angeschlossen werden. Beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 gleitet der Schalldämpfer mit seiner rückwärtigen Stirnfläche an der vorderen Strinfläche der Vordermutter 4. Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist die rückwärtige Stirnfläche des Schalldämpfers mit einem zylindrischen, von der Stirnfläche vorspringenden Zapfen 9 versehen, der mit einem solchen Spiel in eine Vertiefung in der vorderen Stirnfläche der Vordermutter eingreift, daß er sich in eine Laufspur bildenden Vertiefung drehen kann. Dadurch entsteht zwischen dem Schalldämpfer und dem Bohrhammer eine bessere Schalldämpfung als bei der Ausführung nach Fig. 1.

Der Schaftteil liegt mit einem Spiel 8 in der zylindrischen Bohrung im rückwärtigen Ende des Schalldämpfers 2. Der Schaftteil 5 läßt sich dadurch aus dem Schalldämpfer schrauben.

Für eine wirksame Schalldämpfung erstreckt sich der vordere Teil der zylindrischen Hülse 2 bis zum vorderen Ende der Muffe 1, wie in den Zeichnungen dargestellt.

Es ist nicht notwendig, daß die Hülse 2 vollständig aus Gummi besteht. In der Praxis ist es vorteilhaft, einen an die Muffe 1 anvulkanisierten Grundteil aus Gummi zu verwenden, auf den schallabsorbierendes Material, z. B. Steinwolle gelegt wird, das von einem massiven dichten Außenteil, z. B. ein ausreichend dickes Blech, umgeben ist, das stellenweise am Gummigrundteil befestigt ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Schalldämpfer für einen Bohrhammer, insbesondere einen Gesteinsbohrhammer, bei dem die Bohrstange (6) mittels einer Muffe (1) mit einem aus dem Vorderteil (4) des Hammers vorstehenden Bohrschaft (5) verbindbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalldämpfer aus einer außenseitig an die Verbindungsmuffe (1) anvulkanisierten Hülse (2) aus Gummi besteht, die sich über die ganze Länge der Verbindungsmuffe (1) erstreckt.
  2. 2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich das rückwärtige Ende des hülsenförmigen Schalldämpfers (2) bis zum vorderen Ende des Bohrhammers (3, 4) erstreckt und vorzugsweise in Gleitkontakt mit dem Vorderteil (4) des Bohrhammers gehalten ist.
  3. 3. Schalldämpfer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtige Strinfläche des Schalldämpfers (2) mit einem zylindrischen, rückspringenden Zapfen (9) versehen ist, der mit Paßspiel in eine Vertiefung in der vorderen Stirnfläche des Bohrhammers (3, 4) eingreift.






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