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Dokumentenidentifikation DE3907105A1 13.09.1990
Titel Radlagerung für angetriebene Räder
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Hofmann, Heinrich, 8720 Schweinfurt, DE;
Tröster, Manfred, 8730 Bad Kissingen, DE
DE-Anmeldedatum 04.03.1989
DE-Aktenzeichen 3907105
Offenlegungstag 13.09.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.09.1990
IPC-Hauptklasse B60B 27/00
IPC-Nebenklasse B60B 35/18   
Zusammenfassung Bei einer Radlagerung für angetriebene Räder, bestehend aus Außenring, Nabe und Außenteil einer Gelenkglocke, wobei die beiden letzten jeweils mit einem Innenring integriert sind, soll mit einfachen Mitteln eine hoch belastbare, sichere und spielfreie Verbindung der Teile erreicht werden. Dies geschieht dadurch, daß eine Verzahnung 6 an der äußeren Stirnseite der Nabe 2 angebracht ist und daß in diese Verzahnung 6 ein plastisch verformter Wulst 7 des Befestigungszapfens 5 des Außenteils 4 eingedrückt ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Radlagerung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Radlagerung der angegebenen Art ist aus der EP-PS 59 339 ersichtlich. Hier wird in die Zähne der Nabe eine ebenfalls mit Zähnen versehene Zwischenscheibe, die über eine Mutter auf den Befestigungszapfen aufgeschraubt ist, eingedrückt. Es handelt sich hier um eine aufwendige und aus vielen Teilen bestehende Einheit, die außerdem wegen der Lösbarkeit der Mutter nicht sicher ist.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Radlagerung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 zu verbessern, wobei sich bei einem sogenannten Dreiringlager bzw. einem Lager für ein angetriebenes Rad eine bezüglich Biegemoment und Drehmoment hoch belastbare, sichere und spielfreie Verbindung zwischen Nabe und Außenteil mit einfachen Mitteln ergibt.

Die Lösung dieser Erfindung wird im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben. Der Anspruch 2 enthält eine bevorzugte Ausführungsform.

Dadurch, daß in die schräg angeordnete Verzahnung der gehärteten Nabe ein durch plastische Verformung des Befestigungszapfens entstehender Wulst eingedrückt ist, entsteht mit einfachen Mitteln eine hoch belastbare Verbindung. Der Wulst fließt nämlich je nach Größe der aufgebrachten Verformungskräfte tief in die Freiräume zwischen den gehärteten Zähnen, wodurch sich eine gute formschlüssige Verbindung ergibt.

Da die ineinander greifenden Abschnitte groß und zahlreich sind, kann auch bei auftretenden Stößen keine Rückverformung stattfinden, weswegen die Verbindung sicher ist. Bei der plastischen Verformung kann auch kein Spalt zwischen den Zähnen der Nabe und dem Wulst entstehen, so däß sich eine spielfreie Verbindung in Umfangs- und auch in Axialrichtung ergibt. Der Befestigungszapfen kann mit einem großen Querschnitt versehen sein, so daß sich zusammen mit den relativ groß ausführbaren Haltewulst eine hochbelastbare Verbindung zwischen Nabe und Außenteil ergibt.

Diese Verbindung kann noch dadurch erhöht werden, daß nach einer bevorzugten Ausführung im Bereich der Trennstelle zwischen Nabe und Außenteil eine gestufte Zentrierung vorgesehen ist. Neben der erforderlichen Zentrierung der Teile bewirkt diese Maßnahme nämlich eine zusätzliche Befestigung der Teile aneinander, wenn wie üblich ein Preßsitz im Stufenbereich vorhanden ist. Diese Stufen vereinfachen auch die Montage, denn der axiale Verschiebeweg von Nabe und Außenteil zueinander wird beim Zusammenbau wesentlich reduziert.

Insgesamt ergibt sich mit den aufgezeigten Merkmalen eine hoch belastbare Radlagereinheit, die mit einfachen Mitteln hergestellt und montiert werden kann, und zwar, obwohl der Innenring des Lagers zweiteilig ist. Dies ist deshalb wichtig, weil damit wesentlich mehr Wälzkörper ins Lager eingeführt werden können als bei einem einteiligen Innenring. Dies führt auch an dieser Stelle zu einer hohen Belastbarkeit. Damit werden die z. B. bei Kurvenfahrt auftretenden hohen Biege- und Spreizmomente auf die Nabe und die Glocke sicher übertragen. Außerdem ergibt sich bereits vor der Anformung der Wulstes eine Abdichtung des Wälzkörperraumes.

Die Erfindung wird anhand einer Figur näher erläutert.

Diese zeigt einen Teilquerschnitt durch eine erfindungsgemäße Lagerung.

Gemäß der Figur besteht die Radlagerung aus einem Außenring 1 mit Befestigungsflansch 1&min;, einer Nabe 2, die eine Laufbahn 2&min; für die eine Kugelreihe 3 umfaßt, und dem Außenteil 4 einer Gelenkglocke, die die andere Laufbahn 4&min; der zweiten Kugelreihe 5 aufweist. Der Außenteil 4 besitzt einen Befestigungszapfen 5 und die Nabe 2 eine gehärtete Verzahnung 6. Beim abschließenden Montageschritt wird durch plastische Verformung des Befestigungszapfens 5 ein Wulst 7 angeformt, der sich teilweise in die Freiräume zwischen der Verzahnung 6 erstreckt und so eine drehfeste, formschlüssige Verbindung zwischen dem Außenteil 4 und der Nabe 2 ergibt.

Zwischen der Nabe 2 und dem Zapfen 5 ist weiterhin eine Zentrierung 8 mit drei Stufen angebracht. Dadurch erfolgt eine genaue, für die Belastbarkeit des zweireihigen Wälzlagers wichtige genaue Zuordnung der Laufbahnen 2&min; und 4&min; zueinander. Außerdem werden die Teile 2 und 4 sowohl in radialer als auch bei der erforderlichen Preßpassung in den Stufen in axialer Richtung zusätzlich miteinander verbunden.


Anspruch[de]
  1. 1. Radlagerung für angetriebene Räder, bestehend aus einem Außenring, mindestens einer Reihe von Wälzkörpern, einer Nabe, an der ein Innenring integriert ist, und einem Außenteil einer Gelenkglocke mit einem die Nabe durchdringenden Befestigungszapfen, an dem der zweite Innenring integriert ist, wobei die Nabe zur drehfesten Verbindung mit dem Außenteil eine schräg angeordnete Verzahnung besitzt, dadurch gekennzeichnet, daß die Verzahnung (6) an der äußeren Stirnseite der eine hohe Festigkeit aufweisenden Nabe (2) angebracht ist und in die Verzahnung (6) ein plastisch verformter Wulst (7) des Befestigungszapfens (5) eingedrückt ist.
  2. 2. Radlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der stirnseitigen Trennstelle zwischen Nabe (2) und den Zapfen (5) des Außenteils (4) eine gestufte Zentrierung (8) vorgesehen ist.






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