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Dokumentenidentifikation DE3908962A1 27.09.1990
Titel Kupplungsvorrichtung an landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Erntemaschinen
Anmelder Maschinenfabriken Bernard Krone GmbH, 4441 Spelle, DE
Erfinder Krone, Bernard, 4441 Spelle, DE;
Ahler, Wilhelm, 4424 Stadtlohn, DE
DE-Anmeldedatum 18.03.1989
DE-Aktenzeichen 3908962
Offenlegungstag 27.09.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.09.1990
IPC-Hauptklasse A01B 59/00
IPC-Nebenklasse B60D 1/04   
Zusammenfassung Es handelt sich um eine Kupplungsvorrichtung an landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Erntemaschinen wie beispielsweise Feldhäcksler o. dgl. zum Anhängen eines weiteren Fahrzeuges, insbesondere eines Einachsanhängers als Wechselwagen, mit einem mittels Hubkraft in Führungen höhenbeweglichen und zur Aufnahme einer Anhängerdeichselzugöse ausgebildeten Zughaken mit fest zugeordnetem Zuführschild, der in seiner oberen Position innerhalb seiner Führungen selbsttätig mittels einer federbelasteten Fangvorrichtung lösbar arretierbar ist, und bei der die die Hubkraft bewirkende Kolben-Zylinderanordnung einfachwirkend ausgebildet ist und das Zuführschild drehbeweglich an dem Zughaken oder an dessen beweglichen Innenführungsteil auf einer Achse befestigt und sowohl die Kolben-Zylinderanordnung als auch das Zuführschild gleichzeitig von einem gemeinsamen Federspeicher ausfahrbar bzw. schwenkbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kupplungsvorrichtung an landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Erntemaschinen, wie beispielsweise Feldhäcksler od. dgl., in einer Ausbildung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine bekannte Kupplungsvorrichtung dieser Art wird mittels einer Schraubverbindung an das Heckteil eines Feldhäckslers angeschraubt. Die eigentliche Kupplungsvorrichtung besteht aus zwei Rechteck- oder Quadratrohren als Führungen, die verschieblich ineinander passen und die in vertikaler Ausrichtung über eine am äußeren Führungsrohr fest angeschweißte Flanschplatte anschraubbar sind. Etwa in Erdbodennähe befindet sich an dem inneren Führungsrohr ein Zughaken mit seitlich fest angeschweißten Blechsegmenten als Zuführschild. Der Zughaken wird mit Hilfe einer doppeltwirkenden Kolben- Zylinderanordnung (Hydraulikzylinder), der sich innerhalb der Führungen befindet, wobei der Zylinderteil mit dem äußeren Führungsrohr und der Kolbenteil mit dem inneren Führungsrohr beweglich verbunden sind, in vertikaler Richtung bewegt. In seiner oberen Stellung fährt der Zughaken gegen ein entgegen der Fahrtrichtung des Feldhäckslers ausgerichtetes Nasenstück welches fest mit dem äußeren Führungsrohr verschweißt ist.

Hierbei wird eine angehängte Zugöse eines Anhängers im Zughaken gesichert. Damit die Stützlast des Anhängers nicht ständig bei der Fahrt bzw. im Stand in der Kolben-Zylinderanordnung hängt, sind jeweils im unteren Bereich an den Seiten des äußeren Führungsrohres federbelastete Fanghaken vorhanden, die einen Querbolzen am inneren Führungsrohr in der oberen Stellung des Fanghakens aufnehmen. Die Stützlast wird dann von den Fanghaken auf den Feldhäcksler übertragen. Beim Abhängen der Zugöse müssen zunächst die Fanghaken über die Kolben-Zylinderanordnung entlastet werden, so daß diese von Hand über ein Zugseil, Gestänge od. dgl. aus dem Bereich des Querbolzens geklappt werden. Danach kann der Zughaken über die Kolben-Zylinderanordnung abgesenkt und aus der Zugöse ausgehakt werden.

Der bekannten Kupplungsvorrichtung haftet der Nachteil an, daß die Kolben-Zylinderanordnung doppeltwirkend ausgebildet sein muß, das heißt, es müssen zwei Anschlußleitungen vom Schlepper bis zur Kupplungsvorrichtung am Feldhäcksler geführt werden. Ferner muß am Schlepper ein doppeltwirkendes Steuerventil vorhanden und frei sein. Eine Vielzahl von Schleppern ist heute jedoch noch mit nur einem einfachwirkenden Steuerventil ausgerüstet.

Als weiterer Nachteil ist bei dieser Kupplungsvorrichtung eine zusätzlich mit eigenen Federn ausgerüstete Fangvorrichtung zur Entlastung der Kolben-Zylinderanordnung erforderlich und das Zuführschild am Zughaken ist durch seine starre Anordnung nicht ausreichend für eine sichere Zuführung der Zugöse zum Zughaken.

Insgesamt gesehen läßt sich diese Kupplungsvorrichtung nur dort einsetzen, wo das Zugfahrzeug eine entsprechende Hydraulikanlage aufweist.

Man hat hier auch bereits versucht, Abhilfe zu schaffen, indem man einer einfachwirkenden Kolben-Zylinderanordnung innerhalb der Führungsrohre außerhalb Zugfedern zuordnet, die für das Absenken des Zughakens ohne Last sorgen. Eine derartige Ausführungsform baut sehr groß, da die Zugfedern entsprechend der Hublänge der Kolben-Zylinderanordnung von ca. 0,3 m sehr lang ausgebildet sein müssen und deshalb außerhalb der Führungsrohre ungeschützt angebracht werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Kupplungsvorrichtung an landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Erntemaschinen zu schaffen, die mit einer einfachwirkenden Kolben-Zylinderanordnung bestückt, sehr klein und kompakt aufgebaut und mit einem verbessert ausgebildeten Zuführbereich zum gezielten Zuführen einer Anhängeöse zum Zughaken ausgebildet ist.

Die Erfindung löst diese Aufgabe ausgehend von einer Kupplungsvorrichtung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 durch die im kennzeichnenden Teil dieses Anspruchs angegebenen Merkmale. Hinsichtlich wesentlicher weiterer Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 2 bis 11 verwiesen.

Unter Beibehaltung zweier verschieblich ineinander passender Rechteck- oder Quadratrohre als Führungen, in deren Innern eine einfachwirkende Kolben-Zylinderanordnung und ein Federspeicher, hier vorzugsweise eine Gasfeder, geschützt gegen Beschädigungen von außen, untergebracht sind und durch ein schwenkbeweglich, ständig mit Federkraft beaufschlagtes, aufgehängtes Zuführschild für eine Zuführung einer Anhängerdeichselzugöse bei der Rückwärtsfahrt mit einem Zugfahrzeug, wird hier eine Kupplungsvorrichtung geschaffen, die einerseits sehr kompakt ausgebildet ist und bei der andererseits der Einführbereich der Zugöse zum Zughaken hin derart gestaltet wird, daß eine sichere und auch für ungeübte Bedienungspersonen schnelle Anhängung von Wechselfahrzeugen möglich ist. Ein weiterer Vorteil besteht darin, daß das Zuführschild gleichzeitig den Zughaken in seiner oberen Position arretiert, so daß die Stützlast des Anhängers nicht ständig die Kolben-Zylinderanordnung der Kupplungsvorrichtung belastet. Die Ausbildung und die drehbewegliche Aufhängung des Zuführschildes hat in der oberen Position des Zughakens, also in vertikaler bzw. annähernd vertikaler Ausrichtung wiederum den Vorteil, daß auf Grund von Ausklinkungen ein großer Einschlagwinkel zwischen der Kupplungsvorrichtung und der Zugdeichsel eines Anhängers erreichbar ist.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung näher veranschaulicht ist. In den Zeichnungen zeigen:

Fig. 1 ein Ausführungsbeispiel einer Fahrzeug- und Erntemaschinenkombination mit erfindungsgemäßer Kupplungsvorrichtung in der Seitenansicht;

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemäßen Kupplungsvorrichtung in einer Aufnahmeposition in der Fahrtrichtungsebene ausgerichtet und in einer Schnittdarstellung nach der Linie II-II in Fig. 4;

Fig. 3 eine Schnittdarstellung gemäß Fig. 2 in der Anhängeposition während der Fahrt oder im Stand;

Fig. 4 eine Draufsicht gemäß Fig. 3;

Fig. 5 eine Teilansicht, insbesondere das Zuführschild in Richtung des Pfeiles A in Fig. 2 und 3;

Fig. 6 eine schematische Darstellung eines hydraulischen Drosselventils.

Die in der Fig. 1 veranschaulichte Fahrzeug- und Erntemaschinenkombination 1 besteht aus einem Schlepper 2 als Zugfahrzeug, einem angehängten Feldhäcksler 3 als Maschine zum Ernten von landwirtschaftlichen Erntegütern wie beispielsweise Halmgut od. dgl. und aus einem Einachsanhänger als Wechselwagen 4 zum Abtransport des von dem Feldhäcksler 3 verarbeiteten Ernteguts. An einer handelsüblichen Anhängekupplung 5 des Schleppers 2 wird über eine Deichsel 6 der Feldhäcksler 3 am Schlepper 2 angehängt und von diesem antriebsmäßig über eine Gelenkwelle 7 versorgt. Schlepper 2 und Feldhäcksler 3 bleiben bei der Arbeit eine verbundene Einheit, an der abwechselnd über eine erfindungsgemäße Kupplungsvorrichtung 8 ein Wechselwagen 4 angehängt wird. Damit die gesamte Fahrzeug- und Erntemaschinenkombination 1 von einer Bedienungsperson, nämlich dem Schlepperfahrer, im Einmannverfahren geführt werden kann, ist die Kupplungsvorrichtung 8 besonders ausgebildet. Mit ihr muß beispielsweise eine in Erdbodennähe auf einem Abstellschuh 9 abgestellte Fahrzeugdeichsel 10 eines Wechselwagens 4 in der Anhängerdeichselzugöse 11 ohne Fremdhilfe von Schlepperfahrer aus anfahr- und aufnehmbar sein.

Die Kupplungsvorrichtung 8 besteht deshalb, wie insbesondere in den Fig. 2, 3 und 4 dargestellt, aus einem Zughaken 12, der mit einem höhenbeweglichen Innenführungsteil 13 eine Baueinheit bildet. Das Innenführungsteil 13 ist wiederum in einem Außenführungsteil 14 geführt. Am Außenführungsteil 14 befinden sich Fußstücke 15 mit Bohrungen 16, mit denen es am Heckteil 17 einer Erntemaschine mittels Schraubverbindungen od. dgl. fest verbunden werden kann. Oben auf dem Außenführungsteil 14 befindet sich ein Deckelblech 18, welches an zwei Seiten über den Rand des Außenführungsteils 14 übersteht und mit mehreren Bohrungen 19, 20, 21, 22 und 23 sowie mit einem Langloch 24 versehen ist. Die mit dem Außenführungsteil 14 beispielsweise durch Verschweißung fest mit diesem verbundenen Gewindebolzen 25, 26, 27 werden in den Bohrungen 19 des Deckelbleches 18 aufgenommen und bilden mit Hilfe der Muttern 28 eine lösbare Verbindung. An dem Deckelblech 18 werden eine Kolben-Zylinderanordnung 29 und ein Federspeicher 30 aufgehängt. Hierbei ist die Kolben-Zylinderanordnung 29 mittels einer Schraube 31, die durch die Bohrung 20 im Deckelblech 18 geführt und in den Boden des Zylinderteils der Kolben-Zylinderanordnung 29 in einer Gewindebohrung einschraubbar und mit einer Kontermutter 32 auf ein bestimmtes Längenmaß - l - feststellbar ist, befestigt. Der Federspeicher 30 ist vorzugsweise als Gasfeder ausgebildet, da diese eine geringe Abmessung und eine günstige, flache Kennlinie aufweist. Er wird mit einem Mutterstück 33 und einer Schraube 34 pendelnd am Deckelblech 18 aufgehängt. Das Mutterstück 33 wird einseitig auf ein Gewindestück am Bodenteil des Federspeichers 30 aufgeschraubt und mit dem freien Ende mit der Schraube 34, die durch die Bohrung 21 im Deckelblech 18 gesteckt wird, verbunden. Eine Versorgungsleitung 35 für die Kolben-Zylinderanordnung 29 mit Druckmittel wird mit Spiel durch die Bohrung 22 geführt. Die Kolben-Zylinderanordnung 29 und der Federspeicher 30 werden auf diese Art günstig in dem Freiraum innerhalb des Innenführungs- und Außenführungsteils 13, 14 untergebracht und vor Beschädigungen von außen geschützt. Durch Lösen der Muttern 28 können alle Teile für Wartungsaufgaben od. dgl. zusammen am Deckelblech 18 hängend aus dem Innenführungs- und Außenführungsteil 13, 14 herausgezogen werden. Dem am Fußende des Innenführungsteils 13 befindlichen Zughaken 12 ist nun ein drehbar beweglich aufgehängtes Zuführschild 36 zugeordnet. Dieses Zuführschild 36 besteht aus einer Schildplatte 37 als Hauptteil, an der zwei Winkelhebel 38, 39 im Abstand - A - jedoch aus der Ansicht Fig. 2 und 3 deckungsgleich fest angebracht sind. Jeweils im Winkelbereich 40 und im Bereich der freien Enden befinden sich paarweise miteinander fluchtende Querbohrungen 41 und 42 im Abstand - B - in den Winkelhebeln 38, 39. Seitlich und unterhalb des Zughakens 12 sind feste mit Bohrungen 43, 44 versehene Laschen 45, 46 angebracht, die mit dem Zughaken 12 zusammen einen Führungsbügel 47 für eine Achse 48 bilden. Mit Hilfe der Achse 48 ist das gesamte Zuführschild 36 über die Winkelhebel 38, 39 am Zughaken 12 drehbeweglich installiert. Zur Sicherung sind Spannhülsen 49 in Querbohrungen der Achse 48 vorgesehen.

Der Zughaken 12 mit dem Innenführungsteil 13 und dem Zuführschild 36 wird gemäß Fig. 2 an der Kolbenstange 29&min; der Kolben-Zylinderanordnung 29 aufgehängt. Das am Ende der Kolbenstange 29&min; befindliche Gewindestück durchdringt den Zughaken 12 in einer Bohrung 50 und wird beidseitig über Muttern 51, 52 fest verspannt. Bei geöffneter Versorgungsleitung 35 zum Tank der Druckmittelversorgungseinrichtung des Schleppers 2 fährt der Federspeicher 30 durch seinen Kolben 30&min; die Kolben-Zylinderanordnung 29 mit den an der Kolbenstange 29&min; befestigten Teilen in eine Stellung gemäß Fig. 2. Der Kolben 30&min; des Federspeichers 30 durchdringt hierbei ebenfalls den Zughaken 12 in einer Bohrung 53 mit Spiel und drückt auf ein als Schraube ausgebildetes Achsstück 54, welches eine Querverbindung der Winkelhebel 38, 39 in den Querbohrungen 41, 42 darstellt.

Da der Kolben 30&min; auch bei ganz ausgefahrener Kolben-Zylinderanordnung 29 das Zuführschild 36 auf der Achse 48 über einen Hebelarm mit der Länge - Abstandsmaß B - entgegen dem Uhrzeigersinn dreht, liegt insbesondere die Schildplatte 37 ständig an einem am Außenführungsteil 14 fest angeschweißten und in der Fahrtrichtungsebene - F - ausgerichteten Nasenstück 55 an. Die Schildplatte 37 nimmt hierdurch oben eine Schrägstellung in Richtung einer anzuhängenden Anhängerdeichselzugöse 11 ein. Der untere Teil der Schildplatte 37 im Bereich seiner Ausklinkungen 56, 57 ist durch die Schrägstellung bezogen auf den Aufnahmedorn 12&min; des Zughakens 12 zur sicheren Anhängerdeichselzugösenzuführung sehr eng gehalten.

Befindet sich nun eine Anhängerdeichselzugöse 11 auf dem Aufnahmedorn 12&min; des Zughakens 12, so wird vom Schlepperfahrer aus über ein Stellventil am Schlepper 2 über die Versorgungsleitung 35 Druckmittel in die Kolben-Zylinderanordnung 29, die im Ausführungsbeispiel als Zugzylinder ausgebildet ist, gegeben, so daß ihr Kolben 29&min; einfährt und hierbei die Schildplatte 37 des Zuführschildes 36 solange an dem Nasenstück 55 entlanggleitet, bis sie sich auf Grund eines Längsschlitzes 58 in ihrem mittleren Bereich um das Nasenstück 55 legen kann (Pos. Fig. 3).

Bei der Schwenkbewegung des Zuführschildes 36 in Richtung zum Nasenstück 55 wird gleichzeitig von diesem bzw. von einem an diesem angeordneten Vorsprung 59 ein Auslösehebel 60, der auf einem Gewindebolzen 61 am Außenführungsteil 14 gelagert und in dem Langloch 24 im Deckelblech 18 pendelnd geführt ist, in seine Ausgangslage -Fig. 3 - bewegt. Durch Wegnahme des Druckes aus der Versorgungsleitung 35 hängt sich das Zuführschild 36 auf dem Nasenstück 55 auf und wird durch einen Nocken 62 am Nasenstück 55 und durch die ständige Druckkraft des Federspeichers 30 auf die Winkelhebel 38, 39 in dieser Position gehalten. Der untere Teil 63 des Nasenstückes 55 gelangt hierbei so dicht an den Aufnahmedorn 12&min; des Zughakens 12, daß die Anhängerdeichselzugöse 11 gesichert ist und nicht mehr vom Zughaken 12 los kommt. Bei der Fahrt oder im Stand wird so die gesamte Stützlast von dem Wechselwagen 4 am Zughaken 12 von der Schildplatte 37 auf das Nasenstück 55 und damit auf das Außenführungsteil 14 am ziehenden Fahrzeug, beispielsweise einem Feldhäcksler 3 übertragen. Die Kolben-Zylinderanordnung 29 wird so bei angehängtem Wechselwagen 4 vollständig entlastet und ihre Lebensdauer erheblich verbessert. In der Anhängestellung gemäß Fig. 3 weisen sich die Ausklinkungen 56, 57 aus der Schildplatte 37 vorteilhaft aus. Es ergibt sich ein optimaler Einschlagwinkel zwischen der Kupplungsvorrichtung 8 und der Fahrzeugdeichsel 10 des Wechselwagens 4.

Damit die Kupplungsvorrichtung 8 auch vom Schlepperfahrer einsehbar ist, befindet sich an dem Deckelblech 18 eine Spiegelstange 64 mit einem Spiegel 65. Die Spiegelstange 64 wird mit einer Schraubverbindung in der Bohrung 23 befestigt. Verstärkungseisen 14&min; lassen eine dünnwandige Ausführungsform des Außenführungsteils 14 zu.

Das Abstellen des Wechselwagens 4 mit dem Abstellschuh 9 auf dem Erdboden erfolgt in der Weise, daß zunächst vom Schlepperfahrer die Kolben-Zylinderanordnung 29 mit Druckmittel beaufschlagt wird, so daß der Zughaken 12 soweit aufgehoben wird, daß die Schildplatte 37 mit Hilfe des Auslösehebels 60 vom Schlepperfahrer über ein Zugseil 66 od. dgl. entgegen der Kraft des Federspeichers 30 über den Nocken 62 am Nasenstück 55 nach hinten gekippt werden kann. Durch langsames Wegnehmen des Druckes in der Kolben- Zylinderanordnung 29 kann dann die Fahrzeugdeichsel 10 abgesenkt werden. Sobald der Zughaken 12 aus der Anhängerdeichselzugöse 11 ausgehängt ist, kann ein neues Anhängemanöver mit einem weiteren Wechselwagen beginnen. Das Zuführschild 36 sorgt hierbei für eine gezielte Aufnahme einer Anhängerdeichselzugöse bei der Rückwärtsfahrt des Feldhäckslers 3.

Zur Bedienungserleichterung der Kupplungsvorrichtung 8 durch den Schlepperfahrer ist in der Versorgungsleitung 35 der Kolben-Zylinderanordnung 29 gemäß Fig. 6 ein handelsübliches Drosselrückschlagventil 67 eingebaut. Das Drosselrückschlagventil 67 verhindert ein zu schnelles Absenken des Zughakens 12, wenn dieser vom Wechselwagen 4 über die Anhängerdeichselzugöse 11 mit der vollen Stützlast belastet ist. Beschädigungen der Kupplungsvorrichtung durch schlagartiges Absenken werden vermieden. Beim Anheben des Zughakens 12 soll dann wiederum möglichst schnell angehoben werden können.

Beim Absenken des Zughakens 12 fließt das Druckmittel zum Tank zurücklaufend in Richtung Pfeil R und muß durch eine Drossel 68. Die Absenkgeschwindigkeit verlangsamt sich. Beim Anheben wird Druckmittel in Richtung Pfeil S zugeführt. Über ein Rückschlagventil 69 kann nun der volle Leitungsquerschnitt in Durchflußrichtung ausgenutzt werden. Die Kolben-Zylinderanordnung 29 wird schnell eingefahren.

Vorzugsweise ist das Drosselrückschlagventil 67 in der Versorgungsleitung als ansteuer- und einstellbares, druckabhängiges Ventil ausgebildet. Der Druckmitteldurchlaß in der Drossel 68 wird hierbei über eine Steuerleitung 70 und einen Steuerkolben (nicht dargestellt) druckabhängig geregelt. Das hat den Vorteil, daß beim Absenken der Zughaken 12 mit großer Stützlast vom Wechselwagen 4 die Drossel 68 mehr schließt. Wird die Stützlast durch Abstellen der Deichsel 10 mit dem Abstellschuh 9 auf dem Erdboden aufgehoben, so öffnet die Drossel 68 und der Zughaken 12 fährt mit höherer Absenkgeschwindigkeit aus der Anhängerdeichselzugöse 11 heraus. Ebenfalls ist die Absenkgeschwindigkeit des Zughakens 12 ohne Stützlast von Anfang an höher. Von Vorteil ist hierbei, daß beim An- und Abkuppeln Lohn- und Maschinenkosten durch Zeitgewinn eingespart werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Kupplungsvorrichtung an landwirtschaftlichen Fahrzeugen oder Erntemaschinen wie beispielsweise Feldhäcksler (3) od. dgl. zum Anhängen eines weiteren Fahrzeuges, insbesondere eines Einachsanhängers (4) als Wechselwagen, mit einem mittels Hubkraft in Führungen höhenbeweglichen und zur Aufnahme einer Anhängerdeichselzugöse (11) ausgebildeten Zughaken (12) mit fest zugeordnetem Zuführschild (36), der in seiner oberen Position innerhalb seiner Führungen selbsttätig mittels einer federbelasteten Fangvorrichtung lösbar arretierbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die die Hubkraft bewirkende Kolben- Zylinderanordnung (29) einfachwirkend ausgebildet ist und das Zuführschild (36) drehbeweglich an dem Zughaken (12) oder an dessen beweglichen Innenführungsteil (13) auf einer Achse (48) befestigt und sowohl die Kolben-Zylinderanordnung (29) als auch das Zuführschild (36) gleichzeitig von einem gemeinsamen Federspeicher (30) ausfahrbar bzw. schwenkbar ist.
  2. 2. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführschild (36) derart ausgebildet ist, daß es in der oberen Position den Zughaken (12) arretiert und die Stützlast des angehängten Wechselwagens (4) auf das ziehende Fahrzeug beispielsweise einer Erntemaschine überträgt.
  3. 3. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Zuführschild (36) im mittleren Teil einen Längsschlitz (58) aufweist, in welchem beim Anheben des Zughakens (12) ein am feststehenden Außenführungsteil (14) befindliches Nasenstück (55) zur Sicherung der Anhängerdeichselzugöse (11) eines Fahrzeuges und zur Arretierung des Zughakens (12) einführbar ist.
  4. 4. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Federspeicher (30) auf Grund seiner Spannkraft das Zuführschild (36) ständig um die Achse (48) in Richtung zum Nasenstück (55) dreht und hierbei in der angehobenen Position des Zughakens (12) gleichzeitig über das Zuführschild (36) bzw. einem dem Zuführschild (36) zugeordneten Vorsprung (59) den Auslösehebel (60) in seine Ausgangsposition (Fig. 3) hält.
  5. 5. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Federspeicher (30) als Gasfeder ausgebildet ist.
  6. 6. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die eigentliche Schildplatte (37) des Zuführschildes (36) unten und außen Ausklinkungen (56, 57) aufweist.
  7. 7. Kupplungsvorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausklinkungen (56, 57) etwa zur oberen oberen Spitze des Aufnahmedorns (12&min;) des Zughakens (12) reichen.
  8. 8. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der einfach wirkenden Kolben- Zylinderanordnung (29) in der Versorgungsleitung (35) ein Drosselrückschlagventil vorgeordnet ist.
  9. 9. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der Kolben-Zylinderanordnung (29) in der Versorgungsleitung (35) ein ansteuer- und einstellbares, druckabhängiges Drosselrückschlagventil vorgeordnet ist.
  10. 10. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die Kolben-Zylinderanordnung (29) als auch der Federspeicher (30) sich innerhalb des beweglichen Innenführungsteils (13) und dem feststehenden Außenführungsteil (14) befinden.
  11. 11. Kupplungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Kolben-Zylinderanordnung (29) und der Federspeicher (30) an dem Deckelblech (18) aufgehängt und zusammen mit diesem aus dem Innenführungsteil (13) herausgezogen werden können.






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