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Dokumentenidentifikation DE3936123A1 04.10.1990
Titel Transferdruckverfahren
Anmelder Sanyo-Kokusaku Pulp Co., Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Omote, Hisahiro;
Yoshikawa, Masahiro;
Takano, Masahide, Higashi-matsuyama, Saitama, JP
Vertreter ter Meer, N., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Müller, F., Dipl.-Ing., 8000 München; Steinmeister, H., Dipl.-Ing.; Wiebusch, M., Pat.-Anwälte, 4800 Bielefeld
DE-Anmeldedatum 30.10.1989
DE-Aktenzeichen 3936123
Offenlegungstag 04.10.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.10.1990
IPC-Hauptklasse B44C 1/16
IPC-Nebenklasse G03F 3/10   
Zusammenfassung Ein Transferdruckverfahren zur Bildübertragung wird beschrieben, bei dem zur Erzeugung eines Farbandrucks die farbgetrennten Bilder auf der jeweiligen gefärbten lichtempfindlichen Schicht eines lichtempfindlichen Materials aus einer wärmeempfindlichen Klebstoffschicht und einer gefärbten lichtempfindlichen Schicht nacheinander auf die Trennschicht eines Trägermaterials, von dem sich die wärmeempfindliche Klebstoffschicht ablösen läßt, aufgebracht werden, und durch die Übertragung der farbgetrennten Bilder zusammen mit den Klebstoffschichten auf dieses Bildsubstrat unter wiederholter gleichzeitiger Anwendung von Wärme und Druck ein Mehrfarbenbild auf einem analog aufgebauten Bildsubstrat hergestellt wird, und anschließend das Bildsubstrat mit dem erzeugten Mehrfarbenbild zusätzlich einem weiteren Wärmebehandlungsschritt unterworfen wird.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Transferdruckverfahren für mehrfarbige Bilder erzeugende Materialien und insbesondere ein Farbandruckverfahren zur Farbprüfung bei der Photogravüre.

Beim Farbdruck ist es notwendig, das Endergebnis des Druckvorgangs zwecks Kontrolle von Farbe, Farbtönen oder zur Abstimmung mit dem Auftraggeber schon vor der Beendigung des Drucks unmittelbar vor der Herstellung der Druckplatte, d. h. auf der Stufe des Halbtonpositivs oder Halbtonnegativs, zu prüfen.

Zu diesem Zweck wird ein Farbprüfdruck hergestellt und überprüft. Für die Herstellung dieses Farbandrucks werden bisher das Überdruckverfahren, das Overlay- Verfahren und das Übertragungsverfahren angewandt. Beim Überdruckverfahren werden die jeweiligen gefärbten lichtempfindlichen Flüssigkeiten nacheinander auf eine weiße Trägerbahn aufgebracht, und der Druck von den Originalplatten mit den jeweiligen separierten Farben wird bis zur Herstellung des Mehrfarbendrucks wiederholt. Bei dem Overlay-Verfahren werden Drucke von den Originalplatten mit den jeweiligen separierten Farben auf transparenten Trägern, die mit farbigen, den jeweiligen Druckfarben entsprechenden lichtempfindlichen Flüssigkeiten beschichtet sind, erstellt und durch Übereinanderlegen der Einzelbilder für den Prüfvorgang benutzt.

Die Erfindung betrifft ein Übertragungsverfahren oder Transferverfahren, wie es in den JP-OS Sho 61-2 86 850, Sho 61-2 86 858 etc. beschrieben ist. Bei diesem Verfahren wird ein lichtempfindliches Material, welches eine wärmeempfindliche Klebstoffschicht und eine darüberliegende farbige lichtempfindliche Schicht auf der abhäsiven Oberfläche eines Trägers aufweist, wobei die wärmeempfindliche Klebstoffschicht sich vom abhäsiven Träger ablösen läßt, belichtet und die erzeugte Bildoberfläche des Bildträgers nach dem Entwicklungsvorgang auf eine zur Bildaufnahme vorgesehene Zwischenschicht übertragen, welche nur mit einer wärmeempfindlichen Klebstoffschicht auf der abhäsiven Oberfläche des Trägers versehen ist, von der die wärmeempfindliche Klebstoffschicht ablösbar ist. Durch die wiederholte gleichzeitige Anwendung von Wärme und Druck werden die Bilder des Bildträgers zusammen mit den Haftschichten nacheinander auf die zur Bildaufnahme vorgesehene Zwischenschicht übertragen, um ein Mehrfarbenbild zu erzeugen. Danach wird das erzeugte Mehrfarbenbild auf der Zwischenschicht auf eine beliebige, für die Aufnahme der Bilder gewählte Oberfläche übertragen, wobei durch gleichzeitige Anwendung von Wärme und Druck das Mehrfarbenbild erzeugt wird.

Beispielsweise werden jeweils gelbe, magentafarbene, cyanfarbene und schwarze Farbbilder erzeugt, wobei die vier erwähnten lichtempfindlichen Materialien nacheinander (in beliebiger Reihenfolge) auf eine zur Aufnahme des Bildes vorgesehene Zwischenschicht übertragen werden und so ein Mehrfarbendruck entsteht. Weiterhin wird, um den Farbandruck dem gedruckten Endprodukt anzugleichen, die genannte Zwischenschicht mit dem erzeugten Mehrfarbenbild auf eine beliebige zur Aufnahme des Bildes gewählte Oberfläche, z. B. beschichtetes Papier, Künstlerpapier, Zeitungspapier oder ähnliches, aufgebracht, und bei gleichzeitiger Anwendung von Wärme und Druck wird der Mehrfarbendruck auf einer beliebigen Oberfläche erzeugt. Des weiteren ist es möglich, wenn die zur Aufnahme des Bildes bestimmte Oberfläche ein Material ist, das die wärmeempfindlichen Haftschichten und die farbigen lichtempfindlichen Schichten der Bildträger mit den jeweiligen Farben direkt aufnehmen kann, die Bildübertragung ohne die Verwendung der Zwischenschicht durchzuführen.

Wenn die Bildübertragung in dieser Weise erfolgt, ist jedoch die Haftung zwischen der bildtragenden Schicht und der zur Aufnahme des Bildes bestimmten Oberfläche ein entscheidender Faktor. Ist die Haftung gering, entstehen Fehlstellen zwischen den Bildabzügen der jeweiligen Farben, die zur Verringerung der Bilddichte und Schärfe sowie Farbsättigung des Endproduktes führen. Außerdem wird die Farbreproduzierbarkeit des übertragenen Bildes verschlechtert, da sich die Rasterpunkte vergrößern (dot gain becoming large). Methoden zur Verbesserung der Haftung sind zum einen die Aufbringung dickerer wärmeempfindlicher Klebstoffschichten oder zum anderen die Modifizierung des Materials, wie z. B. die Verwendung von weicheren wärmeempfindlichen Klebstoffschichten. Im ersten Fall jedoch, wenn das für die Bildaufnahme bestimmte Material Papier ist, kann das erzeugte Bild nicht die Unebenheiten des Papiers reproduzieren, so daß das gedruckte Endprodukt sich vom Original unterscheidet. Im letzteren Fall können Probleme im Verfahrensablauf auftreten, wie etwa Blockieren.

Eine weitere Möglichkeit, die Haftung bei der Bildübertragung zu verbessern, besteht darin, höhere Drücke oder Temperaturen anzuwenden. Da jedoch sowohl der Bildträger als auch die zur Bildaufnahme bestimmte Oberfläche aus weichen Materialien bestehen, können Probleme, wie Bildverformungen bei höherem Druck oder höheren Temperaturen unter Verwendung einer Heizwalze, das Verrutschen der Oberflächen gegeneinander oder Faltenbildung beim Transport über die Heizwalzen während des Übertragungsvorgangs auftreten. Es ist deshalb ein Verfahren vorstellbar, bei dem die Bildträger nacheinander auf dieselbe zur Bildaufnahme verwendete Zwischenschicht unter entsprechendem Druck und entsprechender Temperatur aufgebracht werden, um ein Verrutschen zu verhindern, und so das mehrfarbige Bild erzeugt wird und danach bei der Übertragung auf den zur Bildaufnahme bestimmten Träger, wie etwa Papier, hohe Drücke und Temperaturen angewendet werden. Bei dieser Methode werden jedoch viele Fehlstellen zwischen den einzelnen Farbschichten erzeugt, da eine Vielzahl von Farben auf die Zwischenschicht übertragen werden müssen. Die Luft aus diesen Blasen kann nur schwer von der Oberfläche der Zwischenschicht entweichen, da der Träger der Zwischenschicht auf der zur Bildaufnahme bestimmten Oberfläche befestigt wird. Beim Transport durch die Heizwalzen erfolgt dann die Faltenbildung auf der Oberfläche, die das Bild aufnehmen soll, da dann hohe Drücke und hohe Temperaturen angewendet werden. Daher ist dieses Verfahren für ein zufriedenstellendes Ergebnis ungeeignet.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Übertragungsverfahren zu entwickeln, das bei guter Reproduzierbarkeit eine gute Haftung der einzelnen farbigen Bildschichten ohne Fehlstellenbildung und ohne Verrutschen oder Faltenbildung zur Erzeugung eines originalgetreuen Mehrfarbenbildes ermöglicht.

Diese Aufgabe wird durch das erfindungsgemäße Transferdruckverfahren nach Anspruch 1 gelöst. Der Unteranspruch beinhaltet eine bevorzugte Ausführungsform der vorliegenden Erfindung.

Gegenstand der Erfindung ist daher ein Transferverfahren, bei dem zusätzlich zu dem konventionellen Verfahren die zur Bildaufnahme gewählte Oberfläche mit dem darauf erzeugten Bild einer weiteren Wärmebehandlung unterworfen wird. Bei diesem Verfahren werden die Bildübertragungsschritte nacheinander unter gleichzeitiger Anwendung von Druck und Wärme mit Hilfe einer Heizwalze entsprechend dem Stand der Technik durchgeführt. Nach der Übertragung auf die endgültige zur Bildaufnahme bestimmte Oberfläche wird diese mit dem darauf erzeugten mehrfarbigen Bild nach dem Entfernen des Trägers der bildtragenden Bahn beim Übertragen vom ursprünglichen Bildträger auf die endgültige zur Bildaufnahme bestimmte Oberfläche oder nach Entfernen des Trägers der bildtragenden Zwischenschicht einer Wärmebehandlung unterzogen, wozu ein Trockner, Fixierer (Infrarotstrahler) oder ähnliches, verwendet wird.

Das Übertragungsverfahren sei im folgenden näher erläutert.

1) Ähnlich wie bei den konventionellen Verfahren wird zunächst das lichtempfindliche Material belichtet und entwickelt, um eine Vielzahl von bildtragenden Blättern zu erhalten. Dann werden die Bildträger nacheinander auf eine zur Bildaufnahme bestimmte Zwischenschicht aufgetragen, um ein mehrfarbiges Bild zu ergeben. Zu diesem Zeitpunkt ist, da die Bilder einzeln aufeinanderfolgend übertragen werden, die Genauigkeit beim Übertragungsvorgang von äußerster Wichtigkeit. Die Übertragung wird zu diesem Zeitpunkt stark durch die Übertragungsdrücke und Temperaturen beeinflußt. Wenn Druck oder Temperatur während des Übertragungsvorgangs erhöht würden, würde die Haftung zwischen der Vorlage und der zur Bildaufnahme bestimmten Oberfläche verbessert, und die Verbesserung in der Schärfe und die naturgetreue Reproduktion des Bildes (Rasterpunktes) wäre möglich, aber die Gefahr des Verrutschens der verschiedenen Bildträger würde größer werden. Deshalb wird die Übertragung durchgeführt, indem man entsprechende Übertragungsdrücke und Übertragungstemperaturen in einem Bereich anwendet, in dem das Verrutschen der Bildträgerbahnen beim Übertragungsprozeß nicht auftritt. Die direkte Übertragung auf das zur Bildaufnahme bestimmte Substrat ohne Zwischenschicht erfolgt unter ähnlichen Bedingungen.

2) Nach der Übertragung des mehrfarbigen Bildes auf das endgültige zur Bildaufnahme gewünschte Substrat nach Methode 1) wird das Substrat mit dem übertragenen mehrfarbigen Bild nach dem Entfernen des Trägers der bildtragenden Bahn beim Übertragen vom ursprünglichen Bildträger auf die endgültige zur Bildaufnahme bestimmte Oberfläche oder nach Entfernen des Trägers von der bildtragenden Zwischenschicht einer Wärmebehandlung unterworfen, wobei ein Trockner, Fixierer (Infrarotstrahler) oder ähnliches verwendet wird. Die Temperatur bei dieser Wärmebehandlung liegt nicht niedriger als 60°C, bevorzugt nicht niedriger als 80°C. Durch die Anwendung dieser Wärmebehandlung wird die mit der gefärbten lichtempfindlichen Schicht zusammen auf das Bildsubstrat übertragene wärmeempfindliche Klebstoffschicht verschmolzen, so daß die Haftung der übertragenen Schichten, d. h. der gefärbten lichtempfindlichen Schicht und der wärmeempfindlichen Klebstoffschicht, verbessert wird und die Lücken zwischen den übertragenen Schichten der jeweiligen Farben und der übertragenen Schicht und dem Bildsubstrat gänzlich verschwinden. Folglich gibt es keine Fehlstellen (no round trips of light) unter den Bildern zwischen den übertragenen Schichten der jeweiligen Farben und zwischen der übertragenen Schicht und dem Bildsubstrat, wodurch neben einer Verbesserung der Bilddichte die Rasterpunktgröße abnimmt und die Bildschärfe zunimmt. Außerdem wird durch die verbesserte Haftung zwischen übertragener Schicht und Bildsubstrat die Oberflächenstruktur des Bildsubstrats naturgetreu reproduziert, so daß eine gute Ähnlichkeit mit dem gedruckten Endprodukt erzielt wird.

Wird die Wärmebehandlung durchgeführt, ohne dabei den Träger der Bildträgerbahn oder der bildaufnehmenden Zwischenschicht zu entfernen, kann die Luft aus den gebildeten Blasen zwischen den einzelnen übertragenen Schichten nicht entweichen und führt zur Schaumbildung, oder in den Fällen, in denen die Trennschicht des Trägers der Bildträgerbahn oder der bildaufnehmenden Zwischenschicht mattiert oder ähnliches ist, kann die Wärmebehandlung keine naturgetreue Reproduktion der Oberflächenstruktur des endgültigen Bildsubstrats erzielen, die abhängt von den bei der Methode 1) angewandten Übertragungsbedingungen oder der Art des endgültigen Bildsubstrats. Aus diesen Gründen ist die Anwendung der Wärmebehandlung nach der Ablösung des Trägers der Bildträgerbahn oder der Zwischenschicht bevorzugt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen näher erläutert. Die Erfindung beschränkt sich nicht auf die in den Beispielen verwendeten Träger, Trennschichten, wärmeempfindlichen Klebstoffschichten, gefärbten lichtempfindlichen Schichten, Übertragungsbedingungen, Wärmebehandlungsverfahren usw.

Beispiel 1 A. Bilderzeugende Materialien (Flüssigkeit für die Bildung der Trennschicht) Acrylpolyol (Thermolac U-245B, hergestellt von Soken Kagaku Co., Ltd.) 45 Gew.-Teile Isocyanat (Takenate D-110N, hergestellt von Takeda Yakuhin Co., Ltd) 20 Gew.-Teile Siliziumdioxid (Mizukasil P-572H, hergestellt von Mizusawa Kagaku Co., Ltd.) 5 Gew.-Teile Toluol 100 Gew.-Teile Ethylacetat 100 Gew.-Teile Ethylcellosolve 50 Gew.-Teile


(Flüssigkeit für die Erzeugung der wärmeempfindlichen Klebstoffschicht) Polyesterharz (Bironal MA-14, hergestellt von Toyobo Co., Ltd.) 20 Gew.-Teile Isopropylalkohol 40 Gew.-Teile Wasser 40 Gew.-Teile


(Flüssigkeit für die Herstellung der gefärbten lichtempfindlichen Schicht) 10% wäßrige Lösung eines SBQ-modifizierten PVA modifiziert mit 1,25 mol% einer N-Methylstilbazolgruppe, mittlerer Polymerisationsgrad 1700, Verseifungsgrad 88%) 100 Gew.-Teile Pigmentdispersion (20%ige wäßrige Ruß-Dispersion) 4 Gew.-Teile Wasser 100 Gew.-Teile Isopropylalkohol 10 Gew.-Teile


Die Flüssigkeit für die Bildung der Trennschicht wird mit einem Meyer-Stab (Meyer-Bar) auf eine Seite einer biaxial verstreckten Polyethylenterephthalatfolie mit einer Dicke von 100 µm, die vorher durch Glimmentladung vorbehandelt worden ist, aufgetragen und eine Minute bei 100°C getrocknet, wodurch eine Trennschicht mit einer Dicke von etwa 3 µm gebildet wird. Dann wird diese Beschichtung während 24 Stunden einer Wärmebehandlung bei 100°C zur vollständigen Aushärtung unterworfen. Daraufhin wird dann die Flüssigkeit zur Erzeugung der wärmeempfindlichen Klebstoffschicht mit einem Meyer-Stab aufgetragen und eine Minute bei 100°C getrocknet, so daß eine wärmeempfindliche Klebstoffschicht von etwa 1,5 µm Dicke entsteht. Anschließend wird die Flüssigkeit für die Herstellung der gefärbten lichtempfindlichen Schicht mit einem Meyer- Stab aufgetragen und eine Minute bei 100°C getrocknet, so daß eine gefärbte lichtempfindliche Schicht mit einer Dicke von etwa 2 µm entsteht. In dieser Weise erhält man ein Material zur Erzeugung von Bildern in Schwarz.

Sodann wurden weitere Materialien für die Erzeugung von Bildern in Cyan, Magenta und Gelb unter Verwendung von Phthalocyaninblau, Permanentcarmin FB und Permanentgelb HR anstelle von Ruß in der oben genannten Flüssigkeit für die Herstellung der gefärbten lichtempfindlichen Schicht hergestellt.

Die Pigmentdispersionen werden erhalten, indem man folgende Formulierungen drei Stunden in einer Farbmühle dispergiert:

Pigment 60 Teile Nichtionisches Tensid (hauptsächlich Polyethylenglycolalkylphenylether) 1 Teil Wasser 240 Teile

B. Zwischenschicht zur Bildaufnahme

Die genannte Flüssigkeit für die Herstellung der Trennschicht wird mit einem Meyer-Stab auf einer Seite einer biaxial verstreckten Polyethylenterephthalatfolie mit einer Dicke von 125 µm aufgetragen, der zuvor durch Glimmentladung behandelt worden ist, und während einer Minute bei 100°C getrocknet, so daß man eine Trennschicht mit einer Dicke von 3 µm erhält. Diese Beschichtung wird 24 Stunden bei 100°C wärmebehandelt, um eine vollständige Aushärtung zu erzielen. Auf diese Schicht wird dann die genannte Flüssigkeit zur Herstellung einer wärmeempfindlichen Klebstoffschicht mit einem Meyer-Stab aufgetragen und zwei Minuten bei 100°C getrocknet, um eine wärmeempfindliche Klebstoffschicht einer Dicke 3 µm herzustellen, die als Zwischenschicht zur Aufnahme von Bildern dient.

Verfahren 1

Ein Halbton-Negativfilm, oberflächenbeschichtet mit der gefärbten lichtempfindlichen Schicht des zuvor beschriebenen Materials für die Erzeugung eines Bildes in Schwarz, wurde unter Vakuum mit einer Druckplatte für Schwarz (Indian ink) in engen Kontakt gebracht und 30 Sekunden mit einer 2-kW-Quecksilber- Hochdruckdampflampe aus einem Meter Entfernung belichtet. Danach wurde die unbelichtete Fläche mit Wasser (Raumtemperatur) gewaschen, das mit einem Druck von 9,8 N/cm² (1 kg/cm²) aus einer Düse aufgesprüht wurde. Die Platte wurde 20 Sekunden in warmer Luft (50°C) getrocknet und so ein Positivbild in Schwarz zur Herstellung eines Bildträgers in Schwarz erzeugt. Nach der gleichen Methode wurden auch die entsprechenden Bildträgerbahnen für die jeweiligen Farben Cyan, Magenta und Gelb aus den entsprechenden farbgetrennten Negativfilmen hergestellt.

Danach wurde die Bildoberfläche der nach obigem Verfahren hergestellten Bildträgerbahn in der Farbe Schwarz auf die wärmeempfindliche Klebstoffschicht der genannten Zwischenschicht für die Bildaufnahme übertragen und über eine Anzahl Walzen bei einer Temperatur von 105°C und einem Druck von 19,6 N/cm² (2 kg/cm²) und einer Geschwindigkeit von 40 cm/min. geführt, um die Wärme- und Druckbehandlung durchzuführen. Anschließend wurde, um den Träger der Bildträgerbahn (Polyethylenterephthalatfolie) zu entfernen, das gefärbte Positivbild und die wärmeempfindliche Klebstoffschicht, aufgebracht auf die wärmeempfindliche Klebstoffschicht der Zwischenschicht, gemeinsam von der Oberfläche der Trennschicht des Bildträgers abgezogen. Die Trennschicht der Bildträgerbahn wurde also auf dem Träger aus der Polyethylenterephthalatfolie zurückgelassen und nicht übertragen. Des weiteren wurde auf das schwarzgefärbte Positivbild und die wärmeempfindliche Klebstoffschicht, die wie beschrieben auf die Zwischenschicht aufgebracht wurden, die Bildträgerbahnen der einzelnen Farben nacheinander in der Reihenfolge Gelb, Magenta, Cyan mittels der gleichen Methode und der gleichen Bedingungen auf die Zwischenschicht aufgebracht, um ein mehrfarbiges Bild zu erzeugen.

Verfahren 2

Die Bildoberfläche mit dem erzeugten mehrfarbigen Bild der Zwischenschicht und ein beschichtetes Papier (SK Coat 104,7 g/m², hergestellt von Sanyo-Kokusaku Pulp Co., Ltd.) wurden übereinander gelegt und zur Durchführung der Wärme- und Druckbehandlung durch eine Anzahl Walzen, die auf 110°C geheizt waren, bei einem Druck von 19,6 N/cm² (2 kg/cm²) und einer Geschwindigkeit von 40 cm/min geführt. Nach der Entfernung der Polyethylenterephthalatfolie (des Trägers der Zwischenschicht) ist somit ein Vierfarben-Positivbild zusammen mit der wärmeempfindlichen Klebstoffschicht der Zwischenschicht auf das beschichtete Papier übertragen worden.

Verfahren 3

Das so erzeugte Vierfarbenbild auf beschichtetem Papier wurde einer Wärmebehandlung bei 155°C mit Infrarotstrahlern unterworfen.

Das Flächenverhältnis der Halbton-Rasterpunkte, welches mit der folgenden Gleichung von Murrag-Davies berechnet wird:

Flächenverhältnis von Rasterpunkten (%)=100×(1-10-DT/n)/(1-10-Ds/n)

(worin n =1, Ds den Wert für die Farbdichte, wenn der Weißgrad des Papiers gleich 0 gesetzt wird und DT den Wert der Rasterpunktdichte für den Weißgrad des Papiers 0 bedeuten);die Farbdichte (bestimmt mit einem Reflexionsdichtemesser, Macbeth RD-918) und die Farbsättigung (Sättigung=√) von vier Bildern, mit folgenden Farbtönen (bestimmt mit einem Farbdifferenzmesser Minolta CR-121 unter Verwendung einer D65-Lichtquelle): A (L: 99,8 a: 57,6 b: 97,4), B (L: 82,5 a: -66,4 b: 78,2), C (L: 53,7 a: -8,3 b: -2,3), D (L: 65,7 a: 43,8 b: 18,0) haben die folgenden in Tabelle 1 zusammengefaßten Werte:

Das auf beschichtetes Papier übertragene Bild, das einer Wärmebehandlung (Verfahren 3) nach den Verfahren 1 und 2 unterworfen wurde, wie in Tabelle 1, zeigte kein Verrutschen der jeweiligen Farben, und die Rasterpunktvergrößerung nahm ab, während die Farbdichte und Farbsättigung bei allen Farben zunahm, so daß ein durch ein Übertragungsverfahren erzeugtes Bild entstand, das eine naturgetreue Abbildung des Originals mit verbesserter Schärfe ergab.

In Tabelle 2 und 3 sind die Ergebnisse weiterer Beispiele gezeigt.

In den Beispielen 2 bis 3 wurden die Verfahrensschritte 1 und 2 analog zu denen von Beispiel 1 durchgeführt.

Tabelle 3



Wie sich deutlich anhand der Ergebnisse der Beispiele zeigt, erzeugt das erfindungsgemäße Bildübertragungsverfahren einen Farbprüfdruck mit großer Ähnlichkeit zum Endprodukt, welches außerdem eine naturgetreue Abbildung des Originals mit verbesserter Bildschärfe im Vergleich zu den mit konventionellen Methoden hergestellten Farbbildern ergibt.


Anspruch[de]
  1. 1. Transferdruckverfahren zur Bildübertragung, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung eines Farbandrucks die farbgetrennten Bilder auf der jeweiligen gefärbten lichtempfindlichen Schicht eines lichtempfindlichen Materials aus einer wärmeempfindlichen Klebstoffschicht und einer gefärbten lichtempfindlichen Schicht nacheinander auf die Trennschicht eines Trägermaterials, von dem sich die wärmeempfindliche Klebstoffschicht ablösen läßt, aufgebracht werden, und durch Übertragung der farbgetrennten Bilder zusammen mit den Klebstoffschichten auf dieses Bildsubstrat unter wiederholter gleichzeitiger Anwendung von Wärme und Druck ein Mehrfarbenbild auf einem analog aufgebauten Bildsubstrat hergestellt wird, und anschließend das Bildsubstrat mit dem erzeugten Mehrfarbenbild zusätzlich einem weiteren Wärmebehandlungsschritt unterworfen wird.
  2. 2. Verfahren zur Bildübertragung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Wärmebehandlung mittels Heizvorrichtungen, wie z. B. Infrarotstrahlern, Heißluftgebläsetrocknern, Dampftrocknern etc., erfolgt.






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