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Dokumentenidentifikation DE4010680A1 22.11.1990
Titel Beschriftungsmethode mittels Folienschablonen
Anmelder Drischler, Roland, 6090 Rüsselsheim, DE
Erfinder Drischler, Roland, 6090 Rüsselsheim, DE
DE-Anmeldedatum 03.04.1990
DE-Aktenzeichen 4010680
Offenlegungstag 22.11.1990
Veröffentlichungstag im Patentblatt 22.11.1990
IPC-Hauptklasse B43L 13/20
Zusammenfassung Bei Farbbeschriftungen glatter Flächen mittels Schablonen treten Fixierungsstege auf, die im nachhinein ausgebessert werden müssen. Die Zeichenkonturen sind oft unscharf. Bei gleichen Zeichen innerhalb eines Wortes muß Zeichen für Zeichen bearbeitet werden. Die neue Methode sollte günstig, einfach und schnell gute Ergebnisse bieten.
Das Problem wird durch klebende Aufbringung einer Folienschablone gelöst. Mit dem Außenbereich nicht verbundene Schablonenteile werden durch eine Fixierfolie, die erst nach Aufbringung entfernt wird, positioniert.
Das Verfahren kann bei dauerhaften Beschriftungen glatter Flächen angewendet werden. Beispielsweise bei Fahrzeugen, Geräten oder Verpackungen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Folienschablonenbeschriftungsmethode, um glatte Flächen mittels Farbauftrag zu beschriften oder zu bezeichnen.

Die Verwendung von Beschriftungsschablonen aus Metall oder Hartpapier ist bekannt. Nachteile dabei sind die Fixierungsstege (Zeichnung 1), die mangelnde Schärfe der Konturen, sowie die Tatsache, daß jedes Zeichen erneut fixiert und lackiert werden muß.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, unterschiedliche Zeichenfolgen schnell, sauber, kostengünstig, für jedermann machbar und ohne Fixierungsstege auf glatte Flächen aufzubringen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Verwendung von Folienschablonen folgender Beschaffenheit gelöst (Zeichnung 2).

In die Schablonenfolie ist die Kontur des beliebigen Zeichens eingeschnitten. An der Unterseite befindet sich eine Befestigungsfolie z. B. Kleber. Diese Schablonenfolie haftet auf einer Trägerfolie, deren Beschaffenheit ein leichtes Entfernen (Abziehen) von der Schablonenfolie ermöglicht. Die Trägerfolie dient lediglich zum Schutz der Folienschablonenbefestigungsschicht.

Eine mechanische Abziehhilfe wie zum Beispiel eine Teilung der Trägerfolie (3) oder eine Teilung der Trägerfolie mit Überlappung (4) ist vorteilhaft.

Durch einfaches Umknicken kann dann die Trägerfolie abgezogen werden.

Fixierungsfolie

Die Fixierungsfolie haftet auf der Schablonenfolie. Sie ermöglicht ein genaues Positionieren der Zeichenkonturen, so daß beispielsweise die Innenkontur eines O an der richtigen Stelle aufgebracht werden kann.

Die Fixierungsfolie ist ebenfalls mit einer Haftungsschicht an der Unterseite versehen, die zwar eine ausreichende Befestigung auf der Schablonenfolie ermöglicht, aber auch ein leichtes Entfernen (Abziehen) von der Schablonenfolie gewährleistet. Ein Einschnitt mit Überlappung (4) ist dabei vorteilhaft.

Außenabmaße

Die Außenabmaße der Schablone sind entsprechend der gewünschten Zeichenabstände untereinander gewählt, sodaß man bei fugendichter Aneinanderreihung der Einzelschablonen, sowohl nebeneinander, als auch übereinander, das gewünschte Schriftbild erreicht, siehe Zeichnung 5.

Der Winkel a ist dabei beliebig z. B. 75 Grad Normschrift. Bei geradlinigen Beschriftungen müssen die Kanten parallel zur jeweils gegenüberliegenden Seite sein.

Möglich ist jedoch auch eine kreisförmige Anordnung, Zeichnung 6. Wobei die Schablonen dann die Form von Kreissegmenten haben müssen.

Einzelne Schablonen können jedoch auch Zeichenfolgen und/oder Zeichenanordnungen enthalten, wie beispielsweise Worte, Silben, Sätze oder Firmenzeichen.

Schablonenhaftungsschicht

Die Beschaffenheit der Schablonenhaftungsschicht richtet sich nach der zu beschriftenden Fläche. So kann man für Metalle andere Haftungsmittel verwenden als für Lacke.

Benutzung
  • 1. Die zu beschriftende Fläche wird gereinigt.
  • 2. Die Schutzschicht wird von der Schablonenschicht abgezogen.
  • 3. Die Schablone wird auf die gereinigte Fläche aufgebracht.
  • 4. Weitere Schablonen werden an die bereits aufgeklebte Schablone angereiht.
  • 5. Die Fixierungsschichten werden abgezogen.
  • 6. Die zu lackierenden Teile werden von der Fläche wieder abgezogen.
  • 7. Die verbleibenden Schablonenteile werden auf die Fläche angedrückt.
  • 8. Die Farbe wird wie üblich aufgebracht.
  • 9. Nach entsprechender Trocknung der Farbe werden die Schablonenteile von der Fläche abgezogen; die Farbbeschriftung bleibt.
Besondere Anforderungen

Das Schablonenmaterial muß den verwendeten Farben (Lösungsmittel) Stand halten.

Die Schablonenhaftungsschicht darf auf der Fläche keine Beschädigungen bzw. Rückstände hinterlassen.

Das für die Schablonenzeichen charakteristische Zeichen muß auf der Fixierungsschicht erkennbar sein.

Verschiedenes

Die Schablonen können für verschiedene Schriftformen und -größen hergestellt werden.

Die Zeichenabstände können konstant aber auch proportional gewählt werden.

Die zu entfernenden Schablonenfolienteile können mit der Fixierungsfolie fest verbunden sein, sodaß sie beim Lösen der Fixierungsfolie gleich entfernt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Folienschablone zur Lackbeschriftung glatter Flächen, dadurch gekennzeichnet, daß die Schablone aus 3 aufeinander haftenden Folien besteht, die ein genaues Positionieren der Schablonenteile auf der Fläche ermöglichen.
  2. 2. Außenabmessungen der Folienschablone, dadurch gekennzeichnet, daß fugendichtes Aneinanderreihen unterschiedlicher Schablonen, die gewünschte Zeichenabfolge ergeben.






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