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Dokumentenidentifikation DE3920299A1 03.01.1991
Titel Radlagerung für Kraftfahrzeuge
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Bayer, Oswald, 8729 Aidhausen, DE
DE-Anmeldedatum 21.06.1989
DE-Aktenzeichen 3920299
Offenlegungstag 03.01.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.1991
IPC-Hauptklasse B60B 27/00
IPC-Nebenklasse B60B 35/18   
Zusammenfassung Um mit einfachsten Mitteln eine platz- und gewichtsmäßig sowie herstellungsmäßig günstige Radlagerung zu erreichen, besitzt der Verbindungszapfen 6 des ersten Teils 3 der Lagerung an seinem freien Ende einen nachträglich angeformten Wulst 7, der einem Bohrungsabsatz 4'' des zweiten Teils 4 im Bereich des Befestigungsflansches 5 gegenübersteht.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Radlagerung für Kraftfahrzeuge nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Eine Lagerung der beschriebenen Art ist aus der EP-OS 59 339 ersichtlich. Hier ergibt sich zwar eine Lagerung, die einfach zusammengebaut werden kann, zur axialen Fixierung sind aber zusätzliche Teile erforderlich, die sowohl platz- als auch gewichtsmäßig ungünstig gestaltet sind. Die vorgesehene Befestigungsmutter erfordert nämlich einen längeren Zapfen mit Gewindeabschnitt.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine hochbelastbare Lagereinheit aufzuzeigen, die die obengenannten Nachteile nicht aufweist, und bei der mit einfachsten Mitteln eine platz- und gewichtsmäßig sowie herstellungsmäßig günstige Ausführung erreicht wird.

Die Lösung dieser Aufgabe ist im kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 angegeben. Die Ansprüche 2 bis 6 enthalten spezielle Ausgestaltungen.

Gemäß der Erfindung wird an Stelle der Mutter mit dem Gewindeabschnitt am Verbindungszapfen lediglich ein Wulst durch plastische Verformung erzeugt. Dieser liegt im Bereich des Befestigungsflansches an einem Bohrungsabsatz des zweiten Teils an und verhindert so das Auseinanderfallen der Teile. Dadurch ergibt sich ein kurzer und damit gewichtsmäßig günstiger Verbindungszapfen. Beim Herstellen des Wulstes wird der Druck zwar auf den mit einer Laufbahn versehenen zweiten Teil ausgeübt, dies erfolgt aber in einem Bereich, in dem sich der Befestigungsflansch befindet, weswegen hier ein sehr stabiler Abschnitt vorliegt. Die Folge davon ist, daß die aufgewandten Verformungskräfte keinen negativen Einfluß auf die vorher bereits hochgenau geschliffene Laufbahn des dazugehörigen Wälzkörpersatzes ausüben kann. Es ergibt sich damit eine leicht handhabbare und einbaubare Baueinheit, die hochbelastbar ist, denn alle Teile können wegen ihrer kompakten Gestalt einfach hergestellt und wegen der Zweiteiligkeit des Innenrings vor der Montage mit einer optimalen Zahl von Wälzkörpern ausgestattet werden, weswegen die Belastbarkeit auch in diesem Bereich sehr günstig ist. Bei nicht angetriebenen Rädern ergibt sich damit eine äußerst kompakte und leichte Einheit.

Trotz dieser Kompaktheit ergibt sich dabei eine belastungsmäßig günstige, lange Sitzfläche zwischen dem ersten und dem zweiten Teil im Bereich des Verbindungszapfens.

Bei diesem Grundaufbau erhält man mit einfachen Mitteln auch eine Ausführung für angetriebene Räder, wenn nach einer bevorzugten Ausführung auf der dem Wulst entgegengesetzte Seite ein an der Mantelfläche mit axialen Nuten versehene Verlängerung angebracht wird. Auch diese besitzt einen kleinen Außendurchmesser, auf dem der Innenteil der Gelenkglocke angeordnet wird. Dadurch ergibt sich eine günstige Trennbarkeit der Lager- und Gelenkteile. Dies ist deshalb oft erwünscht, weil beide Teile in verschiedenen Werkstätten hergestellt und erst beim Automobilbauer zusammengebracht werden.

Damit das zu übertragende Drehmoment bei angetriebenen Rädern mit Sicherheit auf die Räder weitergeleitet wird, ist es zweckmäßig, daß der zweite Teil im Bereich des Bohrungsabsatzes Vertiefungen oder Zähne besitzt. In diese wird dann der Wulst bei dessen Herstellung zumindest teilweise hineingedrückt. Es ergibt sich dann eine form- und kraftschlüssige Verbindung.

Eine weitere Möglichkeit zur Reduzierung des Gewichts besteht darin, in den Stirnseiten des Innenteils Aussparungen vorzusehen. Dadurch wird auch eine schmiedetechnisch günstige und spannungsmäßig optimale Kontur erreicht, die trotz Gewichtsreduzierung hochbelastbar bleibt.

Die Erfindung wird anhand von drei Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine nicht angetriebene Radlagerung gemäß der Erfindung

Fig. 2 zeigt einen Längsschnitt durch eine angetriebene Radlagerung gemäß der Erfindung

Fig. 3 zeigt eine Variante zu Fig. 2.

Gemäß Fig. 1 besteht die nicht angetriebene Radlagerung aus dem Außenring 1, zwei Schrägkugelreihen 2, einem ersten Teil 3 mit integrierter Laufbahn 3&min; und einem zweiten Teil 4 mit ebenfalls integrieter Laufbahn 4&min; sowie Befestigungsflansch 5. Der erste Teil 3 besitzt dabei einen Verbindungszapfen 6, der den zweiten Teil 4 im Bereich dessen Bohrungsfläche durchdringt. Am freien Ende des Verbindungszapfens 6befindet sich ein Wulst 7, der einem Bohrungsabsatz 4&min;&min; des zweiten Teils 4 hintergreift und so eine axiale Verbindung in einfacher und kompakter Weise mit dem ersten Teil 3 ergibt. Der Wulst 7 wird nach dem Zusammenbau der Teile 3 und 4 durch plastische Verformung hergestellt. Dabei werden Kräfte auf das Teil 4 ausgeübt. Zu einer unzulässigen Verformung kann es aber hier nicht kommen, da der Wulst 7 im Bereich des Befestigungsflansches 5 angeordnet ist, wo der Teil 4 eine große Formstabilität besitzt. Stabilitätsmäßig günstig ist auch noch, daß die Teile 3 und 4 im Bereich des Verbindungszapfens eine lange Sitzfläche 8 aufweisen. Die einfache Herstellung als Schmiedeteil wird dadurch erleichtert, daß der erste Teil 3 an seiner Stirnseite eine Aussparung 9 besitzt.

Bei angetriebenen Radlagerungen können die oben genannten Maßnahmen ebenfalls mit entsprechenden Vorteilen benutzt werden. Einzelheiten dazu sind aus den Fig. 2 und 3 ersichtlich. In Fig. 2 wird daher eine der Fig. 1 ähnliche Lagerung gezeigt. Zur Übertragung des Drehmoments ist hier aber am Teil 3 eine Verlängerung 10 erforderlich, die an der Mantelfläche mit Axialnuten 11 versehen ist. Letzteres ermöglicht die einfache drehfeste Montage des Innenteils 12 der nicht gezeigten Gelenkglocke an der Lagerung. Eine Variante dazu wird in Fig. 3 gezeigt. Hier ist an der Verlängerung 10 das Innenteil 12&min; der Gelenkglocke direkt angebracht. Dadurch wird die Herstellung und Montage weiter vereinfacht. Die sichere Übertragung des Drehmoments auf der anderen Seite wird dadurch bewirkt, daß im Bereich des Bohrungsabsatzes 4&min;&min; Zähne 13 vorgesehen sind, in die Teile des Wulstes (7) hineingedrückt werden. Dadurch ergibt sich auch hier eine formschlüssige Verbindung.


Anspruch[de]
  1. 1. Radlagerung für Kraftfahrzeuge bestehend aus einem Außenring, einem zweireihigen Wälzkörpersatz und einer zweigeteilten Nabe, wobei jeder Teil der Nabe eine integrierte Laufbahn besitzt und wobei ein erster Teil die Bohrung des mit einem Befestigungsflansch versehenen zweiten Teils mit einem Verbindungsszapfen durchdringt, dadurch gekennzeichnet, daß der Verbindungszapfen (6) an seinem freien Ende einen nachträglich angeformten Wulst (7) besitzt, der einem Bohrungsabsatz (4&min;&min;) des zweiten Teils (4) im Bereich des Befestigungsflansches (5) gegenübersteht.
  2. 2. Radlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei angetriebenen Rädern der erste Teil (6) auf der dem Wulst (7) entgegengesetzten axialen Seite eine an der Mantel- oder Bohrungsfläche mit Axialnuten (11) versehene Verlängerung (10) besitzt.
  3. 3. Radlagerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Verlängerung (10) der Innenteil (12) der Gelenkglocke sitzt.
  4. 4. Radlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß bei angetriebenen Rädern der erste Teil auf der dem Wulst entgegengesetzten axialen Seite eine Verlängerung besitzt, an der der Innenteil (12&min;) der Gelenkglocke integriert ist.
  5. 5. Radlagerung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Bohrungsabsatzes (4) Vertiefungen oder Zähne (13) vorgesehen sind.
  6. 6. Radlagerung nach Anspruch 1, 2, 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest im Bereich einer Stirnseite des ersten Teils (3) eine Aussparung (9) vorgesehen ist.






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