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Dokumentenidentifikation DE3920993A1 03.01.1991
Titel Magazinfeder
Anmelder Dr. Werner Röhrs GmbH & Co KG, 8972 Sonthofen, DE
Erfinder Fuchs, Franz, 8970 Untermaiselstein, DE;
Röhrs, Werner, Dr., 8972 Sonthofen, DE
DE-Anmeldedatum 27.06.1989
DE-Aktenzeichen 3920993
Offenlegungstag 03.01.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 03.01.1991
IPC-Hauptklasse F16F 3/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Magazinfeder, welche in der Zuführtechnik des allgemeinen Maschinenbaus in Magazinen Anwendung findet. Um den Federraum und den Federwerkstoff optimal zu nutzen, ist die Magazinfeder aus gebogenen, lose geschichteten Blattfedern (1 u. 2) zusammengesetzt, welche untereinander zu Federelementen in einer Hülse (3) gepaart sind. Ein Federelement besteht aus zwei Federblättern (1 u. 2). Ein Federblatt (1) besitzt gerade Enden, das andere Federblatt (2) aufgekantete Federenden, wodurch sie sich bei Einfederung gegenseitig fixieren. Die Aufkantungshöhe (h) der Blattfederenden ist dabei kleiner ausgeführt als die Dicke des Federblattes (2), d. h. die Blocklänge Lc der Magazinfeder entspricht der Anzahl (n) der Federblätter (1 u. 2) mal Materialdicke.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Magazinfeder gleichen Querschnitts aus Federbandstahl, Federdraht oder Kunststoff, die durch Biege- oder Niettechnik herstellbar ist, für den allgemeinen Maschinenbau, insbesondere für Magazine in der Zuführtechnik.

Derartige Magazinfedern haben die Aufgabe, ein gefülltes Magazin in der Zuführtechnik mit einer vorgegebenen flachen Federkennlinie, bei Bedarf sicher zu entleeren.

Es ist bekannt, zur Erfüllung dieser Erfordernisse rechteckig gewundene Schraubendruckfedern aus Federdraht, oder gefaltete bzw. zusammengenietete Blattfedern mit erforderlicher Steigung zu verwenden.

Derartige Magazinfedern haben den Nachteil, daß der zur Verfügung stehende Einbauraum in bezug auf die Federspeicherenergie nicht optimal genutzt wird, d. h. das Blockvolumen der Magazinfeder ist in der Regel immer erheblich kleiner als das vorhandene Einbauvolumen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Magazinfeder zu schaffen, die den vorhandenen Einbauraum für ein größtmögliches Arbeitsvermögen maximal nutzt.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die in einem Gehäuse geführte Magazinfeder aus lose geschichteten, gebogenen Blattfedern besteht, welche untereinander so gepaart sind, daß ein Federblatt mit geraden Enden mit einem solchen mit aufgekanteten Enden je ein in sich geführtes Federelement bildet, wobei die Aufkantungshöhe der Federenden kleiner als die Materialstärke des Federblattes ausgeführt ist, wodurch die Blocklänge der Magazinfeder der Anzahl der Federblätter mal Materialstärke entspricht.

Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß durch die Ausführung der Federblattenden und die Anordnung der Federblätter die Magazinfeder und der Federraum voll nutzbar ist, d. h. es geht kein Federwerkstoff und Einbauraum verloren.

Einige Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in den Zeichnungen dargestellt und werden im folgenden näher beschrieben, ohne darauf beschränkt zu sein.

Es zeigen

Fig. 1 eine hülsengeführte Magazinfeder mit losen Federelementen in Vorderansicht bei der Vorspannlänge Lv,

Fig. 2 wie Fig. 1, jedoch bei der Blocklänge Lc,

Fig. 3 die Draufsicht der hülsengeführten Magazinfeder nach dem Schnitt A-B,

Fig. 4 eine säulengeführte Magazinfeder mit losen Federelementen in Vorderansicht bei der Vorspannlänge Lv,

Fig. 5 wie Fig. 4, jedoch bei der Blocklänge Lc,

Fig. 6 die Draufsicht der säulengeführten Magazinfeder nach dem Schnitt C-D,

Fig. 7 eine hülsengeführte Magazinfeder mit zusammengeschweißten Federelementen in Vorderansicht bei der Vorspannlänge Lv,

Fig. 8 wie Fig. 7, jedoch bei der Blocklänge Lc,

Fig. 9 die Draufsicht der hülsengeführten Magazinfeder mit zusammengeschweißten Federelementen nach dem Schnitt E-F.

Die Magazinfeder nach Fig. 1 bis Fig. 9 ist im allgemeinen aus Federbandstahl, Federdraht oder auch aus Kunststoff mit gleicher Querschnittsform herstellbar. In allen gezeigten Ausführungsbeispielen sind die Federblätter 1, 2, 7, 8 und 9 so gebogen, daß die Federkennlinie linear ist, d. h. die höchste Biegebeanspruchung liegt in Federblattmitte und nimmt nach außen zu ab. Das bedeutet, daß die Federblätter, wie in den Ausführungsbeispielen dargestellt, in der Mitte kreisförmig gebogen sind und die tangential anschließenden Federenden gerade auslaufen.

In dem Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bis Fig. 3 ist die Magazinfeder in der Hülse 3 geführt und aus lose gepaarten Federblättern 1 und 2 zusammengesetzt. Die Federblätter 1 besitzen gerade auslaufende Federenden und sind mit den an ihren Enden aufgekanteten Federblättern 2 zu Federelementen gepaart. Damit die Blocklänge Lc der Magazinfeder gemäß Fig. 2 der Anzahl "n" der Federblätter mal Materialstärke "t" entspricht, darf die Aufkantungshöhe "h" an den Federenden der Federblätter 2 nicht größer sein als die Materialstärke "t". Um den vollen Federhub "sh" zu erreichen und die Magazinfeder bei der Blockkraft "Fc" gegen Überlastung zu schützen, ist es deshalb zweckmäßig, die Aufkantungshöhe "h" etwas kleiner auszuführen als die Materialstärke "t".

Der erreichbare Federhub "sh" bei einer solchen Magazinfeder ist die Differenz zwischen der Vorspannlänge Lv und der Blocklänge Lc. Bei dieser Bauart der Magazinfeder wird der Federwerkstoff und der zur Verfügung stehende Einbauraum optimal genutzt.

Die Fig. 4 bis 6 zeigen eine säulengeführte Magazinfeder, die sich in ihrem Aufbau gegenüber der vorher beschriebenen Magazinfeder nur dadurch unterscheidet, daß alle Federblätter 7 untereinander gleich ausgeführt sind. Die Federblätter 7 sind an ihren Enden mit einer aufgekanteten verzahnungsähnlichen Kontur 4 versehen, welche bei Federblattpaarung fixierend ineinander greift. In Federblattmitte sind die Federblätter an den Außenkanten mit einer Nase 5 ausgeführt. Diese Nasen 5 passen in die Führungsnut des Säulengestells 6 und bewirken mit diesem eine führungssichere Verbindung. Selbstverständlich sind die Federblätter 7 auch ohne Nase herstellbar. In einem solchen Fall ist für die Magazinfeder eine Hülsenführung 3 vorzusehen.

Die Fig. 7 bis 9 zeigen eine Magazinfeder, bei welcher die Federblätter 8 und 9 in der Mitte mittels Schweißpunkt 10 und an ihren nicht federnden Enden mit einer Punktschweißung zu einer zusammenhängenden Feder verbunden sind. Zwecks besserer Krafteinteilung in die unteren Blattfedern 8 sind die obenliegenden Blattfedern 9 geringfügig kürzer ausgeführt. Diese Ausführungsart der Magazinfeder hat gegenüber den vorher beschriebenen Magazinfedern den Vorteil, daß sie montagefreundlicher ist. Der Nachteil solcher Federn liegt jedoch in der schlechteren Raumausnutzung, da die zusammengeschweißten Federenden nicht mit zur Federarbeit herangezogen werden können und durch die Schweißpunktverbindung 10 in Federblattmitte gegebenenfalls Bruchgefahr besteht. Die Verbindung der einzelnen Federblätter untereinander könnte auch durch eine geeignete Niet- oder Klebetechnik erfolgen. Ferner ist es auch möglich, die losen Federelemente, bestehend aus den Federblätter 1 und 2 bzw. 7, untereinander auf diese Weise zu einer zusammenhängenden Feder zu verbinden. In diesem Fall müßten die Federblätter 1 und 2 bzw. 7 ein zusammenhängendes Federelement bilden. Das ist möglich, indem die Federblätter unterschiedlich so gewölbt sind, daß sie sich beim Zusammenfügen gegenseitig verspannen.


Anspruch[de]
  1. 1. Magazinfeder gleichen Querschnitts aus Federbandstahl, Federdraht oder Kunststoff, die durch Biege- oder Niet- technik herstellbar ist, für den allgemeinen Maschinenbau, insbesondere für Magazine in der Zuführtechnik dadurch gekennzeichnet, daß die in einem Gehäuse (3) geführte Magazinfeder aus lose geschichteten, gebogenen Blattfedern (1 u. 2) besteht, welche untereinander so gepaart sind, daß ein Federblatt mit geraden Enden (1) mit einem solchen mit aufgekanteten Enden (2) je ein in sich geführtes Federelement bildet, wobei die Aufkantungshöhe (h) der Federenden kleiner als die Materialstärke (t) des Federblattes (2) ausgeführt ist, wodurch die Blocklänge (Lc) der Magazinfeder der Anzahl (n) der Federblätter (1 u. 2) mal Materialstärke (t) entspricht.
  2. 2. Magazinfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß alle Blattfedern (7) untereinander gleich ausgeführt sind und an ihren Federenden eine aufgekantete verzahnungsähnliche Kontur (4) besitzen, welche bei Federblättpaarung fixierend ineinander greift.
  3. 3. Magazinfeder nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß alle Blattfedern (7) in Blattmitte beidseitig oder auch nur einseitig an den Außenkanten eine Nase (5) besitzen, welche die Blattfedern in einer Nut des Säulengestelles (6) führt.
  4. 4. Magazinfeder nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Federelemente, bestehend aus Federblatt (8 u. 9) an ihren nicht federnden Enden mittels Schweiß- oder Klebetechnik zusammengefügt sind.
  5. 5. Magazinfeder nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen Federelemente, bestehend aus Federblatt (1, 2 u. 7 bzw. 8 u. 9) untereinander in Federblattmitte mit einem Schweißpunkt (10) oder einer anderen nicht auftragenden Verbindungstechnik verbunden sind.






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