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Dokumentenidentifikation DE3923960A1 31.01.1991
Titel Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage
Anmelder Deutsche Telephonwerke und Kabelindustrie AG, 1000 Berlin, DE
Erfinder Weber, Rüdiger, Dr., 1000 Berlin, DE
DE-Anmeldedatum 17.07.1989
DE-Aktenzeichen 3923960
Offenlegungstag 31.01.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.01.1991
IPC-Hauptklasse H04Q 3/54
IPC-Nebenklasse H04M 3/42   
Zusammenfassung Für eine rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage mit systemeigenen und/oder nicht systemeigenen Endgeräte-Anschlüssen wird eine verteilte Anordnung von Rechnern vorgeschlagen, wobei die rechnergesteuerten Vermittlungs- und Steuerfunktionen auf die verschiedenen Rechner aufgeteilt werden. Auch den Schnittstellen zum Anschluß der nicht systemeigenen Endgeräte wird ein Rechner zugeordnet. Die Aufteilung der Rechnerfunktionen auf mehrere Kleinrechner gestattet eine wirtschaftlichere Fertigung.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage für den Anschluß von systemeigenen Endgeräten mit getrennten Leitungen für die Kommunikation und für die Zeichengabe und für über Schnittstellenanpassungen angeschlossene, nicht systemeigene Endgeräte mit gemeinsamen Leitungen für die Kommunikation und die Zeichengabe, und mit einem elektronischen Koppelnetz.

Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlagen verwenden als Steuerungseinheit einen zentralen Rechner (DE-PS 31 31 360). Da für sämtliche angeschlossenen Endgeräte eine gemeinsame Steuerrechnereinheit vorhanden ist, dient diese zur Verarbeitung der vermittlungstechnischen Daten, der Steuerung des Verbindungsaufbaues und der Signalisierung. Darüber hinaus werden die zentralen Steuerrechner zu Zwecken der Komfortanhebung genutzt, um spezielle Leistungsmerkmale den Benutzern bieten zu können.

Ein solcher Katalog von Leistungsmerkmalen umfaßt beispielsweise die Nutzung verschiedener Wahlverfahren bei Verwendung unterschiedlicher Endgeräte, Amtsberechtigungen, Anrufsignalisierung, Anrufzuordnung, Nachtschaltung, Ruhe vor dem Telefon, Wecken, Makeln, Gebührenerfassung, Wahlwiederholung, Wahl bei aufgelegtem Handapparat, Durchsagen, Lauthören sowie die Steuerung von zusätzlichen Einrichtungen, wie Türfreisprechen, Türöffnen, Fernwirkfunktionen und akustische Raumüberwachungseinrichtungen. Um einen solchen Katalog an Leistungsmerkmalen zusätzlich zu den normalen Telefondiensten und ggf. den Diensten des Fernkopierens, dem Bildschirmtext und der Datenübermittlung verarbeiten zu können und damit eine Leistungsgüte anbieten zu können, ist eine große Rechnerleistung erforderlich, die einen entsprechend aufwendigen und damit teueren Rechner erfordert.

Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage zu schaffen, die die aufgeführten Leistungs- und Dienstmerkmale bietet bei wirtschaftlich geringem Rechneraufwand und damit geringeren Herstellungskosten, und die zudem mittels Anpassungen erweiterbar ist ohne Änderung der zentralen Steuereinrichtung.

Diese Aufgabe ist durch die Erfindung gelöst, wie sie im kennzeichnenden Teil des ersten Patentanspruches dargestellt ist. Die Unteransprüche beschreiben weitere vorteilhafte Maßnahmen zur Lösung der Aufgabe, eine wirtschaftliche Kommunikationsanlage hoher Güte zu schaffen.

Aufgrund eines verteilten Rechnerkonzeptes für die Steuerung durch Aufteilen eines Zentralrechners auf mehrere verteilt angeordnete Kleinrechner in der Zentralsteuerung, in den angeschlossenen Systemtelefonen und in den Schnittstellenanpassungen ist gegenüber einem gemeinsamen zentralen Rechner ein erheblicher wirtschaftlicher Vorteil gegeben. Der wirtschaftliche Aufwand für z. B. acht Kleinrechner ist wesentlich geringer gegenüber dem Aufwand eines gemeinsamen zentralen Rechners und bietet zudem eine opitmalere Nutzung der Rechnereigenschaften.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand des Beispiels einer Kommunikationsanlage für zwei Amtsleitungen und sechs Endgeräten beschrieben. Es ist jedoch durch Vervielfältigung der Zeichengabesteuerung der Zentraleinheit und der Koppelnetzstruktur eine Erweiterung der Kommunikationsanlage ohne weiteres möglich, da die zeitkritischen Abwicklungen der Steuervorgänge an der Peripherie der Anlage, also in den Leitungsanpassungen und/oder den Endgeräten abgewickelt werden. Da dem einen Rechner der Zentralsteuerung keine zeitkritischen Steuerungsvorgänge obliegen, ist er in der Lage, auch Erweiterungen zu verwalten.

Die Erfindung ist in fünf Figuren dargestellt. Darin zeigt die

Fig. 1 das Blockschaltbild der Vermittlungseinheit einer Telekommunikationsanlage,

Fig. 2 das Blockschaltbild eines systemeigenen Endgerätes mit den Sonderfunktionen für akustische Raumüberwachung und für das Fernwirken,

Fig. 3 die Übersicht der Schnittstellenanpassungen für nicht systemeigene Endgeräte, die über a/b-Leitungen durch Impulswahl oder Mehrfrequenzwahl den Verbindungsaufbau steuern,

Fig. 4 die Zusammenschaltung der Schnittstellenanpassungen nach Fig. 3 mit der Vermittlungseinheit und

Fig. 5 eine Sonderdatenschnittstelle für Fernwirkfunktionen.

Die Telekommunikationsanlage im dargestellten Beispiel der Fig. 1 ist ein in sich geschlossenes Telefonsystem mit systemeigenen Endgeräten entsprechend der Fig. 2. Anstelle systemeigener Endgeräte sind auch herkömmliche Endgeräte über entsprechende Schnittstellenanpassungen (NAB, Fig. 3) anschließbar. Die Telekommunikationsanlage weist außer den Anschlüssen für z. B. sechs Endgeräte auch Anschlüsse für Amtsleitungen (AL) auf.

Die systemeigenen Endgeräte werden vierdrähtig mit der zentralen Vermittlungseinrichtung verbunden. Die Kommunikationsleitungen (a, b bzw. NAL) sind den Sprechkreisen vorbehalten, die zusätzlich durch Teilnehmeranpassungen (TANP) eine Zweidraht-Vierdraht-Umsetzung zum elektronischen Koppelnetz (KN) erfahren, um die kommenden und gehenden Belegungsrichtungen getrennt behandeln zu können.

Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, gezielt einem Teilnehmer während einer bestehenden Verbindung Hörtöne zu übermitteln.

Die Zeichengabeleitungen (c, d bzw. ZGL) der systemeigenen Endgeräte sind dem Datenaustausch vorbehalten. Diese Zeichengabeleitungen (ZGL) sind über Modems (GDN) mit der Zeichengabesteuerung (ZGS) und der Zentralsteuerung (ZS) gekoppelt.

Die zentrale Vermittlungseinheit der Telekommunikationsanlage setzt sich somit aus zwei Komplexen zusammen. Den einen Komplex bildet das elektronische Vierdraht-Analog- Koppelnetz (KN) mit seiner peripheren Beschaltung, den anderen Komplex stellt die Zeichengabebehandlung dar.

Das Koppelnetz (KN) schaltet Analogssignale über eine Raumstufe durch, wobei als Durchschaltelemente elektronische Koppelpunkte auf der Basis von Crosspoint-Arrays verwendet werden. Das Verhältnis von Durchlaßwiderstand zum Sperrwiderstand der elektronischen Koppelpunkte wird durch eine hochohmige Koppelnetzbeschaltung ausgeglichen, um die geforderte Nebensprechdämpfung zu gewährleisten. Hierzu ist eine Impedanzwandlung in den Teilnehmeranpassungen (TANP) vorgesehen.

Zur peripheren Beschaltung des Koppelnetzes (KN) zählen die Teilnehmeranpassungen (TANP), die die Zweidraht- Vierdraht-Wandlung der Sprechwege, die Impedanzwandlung und die Pegelanpassung umfassen, die Amtsschaltungs- (AS) und Amtsleitungsanpassungen (ALANP) und die Hörtongeneratoren (HTG). Die Amtsschaltungen (AS) dienen als Schnittstelle zwischen der Kommunikationsanlage und der öffentlichen Vermittlungsstelle und ermöglichen den Kennzeichenaustausch. Zudem ist in den Amtsschaltungen (AS) jeweils ein Prüfindikator für die Ferndiagnose vom Prüfplatz des öffentlichen Netzes vorhanden. Die Amtsschaltungen (AS) umfassen außerdem eine 16-kHz-Weiche, eine Ruferkennung, eine Schleifenüberwachung, einen Mehrfrequenz-Empfangsund Sendebaustein, einen Impulsgeber und einen Überspannungsschutz.- Die Amtsleistungsanpassungen (ALANP) haben praktisch dieselben Funktionen wie die oben beschriebenen Teilnehmeranpassungen (TANP). Sie sind vierdrähtig mit dem Koppelnetz (KN) verbunden.

Die Zeichengabe-Behandlung wird durch einen mikrocomputergesteuerten Systembus vorgenommen. Über den Bus wird zudem das Koppelnetz (KN) gesteuert und der Datenaustausch mit den Endgeräten abgewickelt.

Die Energieversorgung der gesamten Anlage einschließlich der Endgeräte wird durch eine Netzversorgung (NV) gewährleistet.

Zum Erreichen einer Vielzahl von Leistungsmerkmalen und einer hohen Güte sowie zur Kostensenkung bei der Herstellung der Telekommunikationsanlagen werden für die notwendige hohe Rechnerleistung anstelle des Einsatzes eines zentralen Rechners an zentraler Stelle mehrere einfache Rechner miteinander verknüpft. So ist in der Zentralsteuerung (ZS) ein Rechner eingesetzt, der nur bestimmte Steuerungsaufgaben durchführt und Befehle zu einem weiteren Rechner in der Zeichengabesteuerung (ZGS) und zu den Rechnern der Endgeräte weiterleitet.

Der Rechner der Zentralsteuerung (ZS) ist in einer Sprache programmiert, die eine relativ langsame Verarbeitung bewirkt. Aus diesem Grund werden die zeitkritischen Eigenschaften der Telekommunikationsanlage durch den Rechner in der Zeichengabesteuerung (ZGS) abgedeckt. Über die Zeichengabesteuerung (ZGS) werden die Nachrichten an die Endgeräte verteilt.

Die Rechner der Endgeräte haben die Aufgabe, eine Vorverarbeitung der Daten vorzunehmen. Die Daten werden blockgesichert übertragen. Wenn dabei Störungen auftreten, führt diese Blockübertragung nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage.

Die Steuerungsvorgänge werden am Beispiel eines Verbindungsaufbaues nachfolgend verdeutlicht. Durch die Betätigung des Gabelumschalters oder einer Funktionstaste der Tastatur des Endgerätes (Fig. 2) wird dessen Rechner (MC) aktiviert. Der Rechner (MC) umfaßt außer einem Mikrocomputer einen Datenspeicher und einen Programmspeicher. Über die endgeräteseitige Gleichstrom-Datenübertragung mit niedrigem Pegel (GDN) wird eine Datenverbindung über die zugeordnete Zeichengabeleitung (c, d bzw. ZGL) und dem anlageseitigen Modem (GDN) zur Zeichengabesteuerung (ZGS) aufgebaut. Um einen hohen Durchsatz zu erzielen, arbeitet die Steuerung im sogenannten Wettbewerbsverfahren. Das heißt, es sind bidirektionale Übertragungsleitungen zwischen den anlageseitigen Modems (GDN) und der Zeichengabesteuerung (ZGS) geschaltet. Für mögliche Kollisionen, wenn also zufällig in jeder Richtung eine Übertragung erfolgt, also die Zentrale eine Nachricht zum Endgerät sendet, z. B. einen ankommenden Ruf, und gleichzeitig das Endgerät einen abgehenden Ruf beantragt, ist im Rechner der Zeichengabesteuerung (ZGS) ein Protokoll definiert, das solche Kollisionen erkennt und behebt. Eine gleichzeitige Anforderung zweier Endgeräte wird nacheinander behandelt.

Bei erfolgreicher Übertragung wird die Nachricht quittiert, so daß der Benutzer aufgrund einer Zustandsanzeige des Endgerätes erkennt, daß die vermittlungstechnische Prozedur ausgeführt wurde und es somit nicht durch Wiederholen von Tastenbetätigung zu Kollisionen kommen kann. Diese Tastenbetätigungen am Endgerät führen über die Zeichengabesteuerung (ZGS) zu Reaktionen in der Zentralsteuerung (ZS). Da die Akzeptanz einer Kommunikationsanlage dadurch gegeben ist, daß auf eine Aktion des Benutzers eine unmittelbare Reaktion der Steuerung folgt, ist eine höchstmögliche Reaktionsgeschwindigkeit anzustreben. Dies ist erreicht, indem im Programm- und Datenspeicher der Endgeräte Texte für die Bedienerführung abgelegt sind. Mittels einer von der Zentralsteuerung gesendeten Hinweisadresse wird der entsprechende Text aufgerufen und von dem Rechner (MC) des Endgerätes an die alphanumerische Anzeige gegeben. Somit ist auch eine schnelle Aktualisierung der Anzeige ermöglicht, da nur die Hinweisadressen zu senden sind und nicht die umfangreicheren Texte selbst.

Bei mit Parametern versehenen Texten werden durch die Zentralsteuerung (ZS) die Hinweisadresse und der Parameter übertragen. In diesem Fall wird der Text aus dem Speicher des Endgerätes abgerufen und mit dem gesendeten Parameter zu einer Anzeige vereinigt, z. B. "Anruf von Sprechstelle 5".

Ein weiterer Vorteil der verteilt in der Anlage vorhandenen Rechner besteht darin, daß ein oder mehrere lokale Rechner der Endgeräte Textspeicherungen in verschiedenen Sprachen oder gemischt-sprachlich enthalten können oder nach Bedarf ohne großem Aufwand änderbar sind.

Die Telekommunikationsanlage ist für den Anschluß nicht systemeigener Endgeräte herkömmlicher Anschlußtechnik mit gemeinsamen Leitungen für die Kommunikation und die Zeichengabe, wie Standardapparate, schnurlose Telefone, Fernkopierer usw., nutzbar. Für diesen Zweck sind Schnittstellenanpassungen (NAB) vorgesehen (Fig. 3) . Die Anpassungen (NAB) werden mittels Stecker, Codierschalter und Umschalter (Fig. 3, 4) nach Bedarf eingeschleift. Die Schalterstellungen (Fig. 4) werden über die Mikrocomputersteuerung (Fig. 3) der Anpassungen der Zentralsteuerung (ZS, Fig. 1) übermittelt. Die Zentralsteuerung (ZS) erkennt somit den eigenen Systemzustand. Sind derartige Anpassungen nicht vorhanden, so werden über die Stecker die Verbindungen der Anschlüsse für systemeigene Endgeräte (NAL) direkt an die Ausgänge (A) des Koppelnetzes (KN) geschaltet.

Steuerungstechnisch verfügen die Anpassungen über eine eigene Mikrocomputersteuerung (Fig. 3), die über einen eigenen Zeichengabeanschluß (ZGA 7) mit der Zeichengabesteuerung (ZGS) verbunden ist.

Die Spannungsversorgung wird von der Netzversorgung (NV, Fig. 1) abgegriffen und als Ruf- (UR), Speicher- (US) und Betriebsspannung (UB) den Anpassungen bzw. deren Steuerung zugeführt. Ruf- und Schleifensignalisierungen (R, S) sowie Empfängersignale (E) werden von der Mikrocomputersteuerung in Signalfolgen bzw. Protokollstrukturen zur Verarbeitung durch die Zentralsteuerung (ZS) umgesetzt. Sind mehrere derartiger Anpassungsanschlüsse programmiert, so wird durch eine Protokollerweiterung ermöglicht, daß der Zentralsteuerung (ZS) mitgeteilt wird, von welchem Endgerät die Nachricht kommt.

Die systemeigenen Endgeräte können mit weiteren Sonderfunktionen ausgestattet sein. So z. B. einer akustischen Raumüberwachung, für die ein entsprechender Verstärker im Endgerät vorgesehen ist, dessen Aktivierung und Steuerung über den lokalen Rechner (MC) vorgenommen wird.

Bei Anschluß einer Türfreisprecheinrichtung mit einem Türöffner ist der zugeordneten Anpassungsschnittstelle (NAB 4) eine Verstärkerschaltung zugeordnet, die über einen entsprechenden Anschluß (VA) von der Mikrocomputersteuerung abgefragt wird.

Für Sonderfunktionen ist eine weitere Datenschnittstelle vorgesehen (Fig. 5), die aus der Zentralsteuerung (ZS) ausgelagert ist. Sie bietet die Möglichkeit von Fernwirkfunktionen, deren Schreib- und Lesebefehle innerhalb der Anlage durch jedes Endgerät steuerbar sind. Die Zeichengabe des Endgerätes wird über das zweite Modem (GDN2) vermittlungstechnisch über zwei Zeichengabeleitungen (e, f) der Sonderdatenschnittstelle zugeleitet, die die Abwicklung der Steuerung mittels einer mit einem Mikrocomputer versehenen Fernwirkübertragungssteuerung durchführt, wobei Aktoren eingestellt und/oder Sensoren abgefragt werden. Damit können beispielsweise Heizungen ferngesteuert werden, wobei die Fernwirkfunktion auch von einem fernen Ende, z. B. dem Urlaubsort, steuerbar ist, durch Nachsignalisierung mittels eines MFV-Handsenders. Ebenso sind Raumüberwachungsanlagen auf diese Weise abfragbar.

Eine Erweiterung der Telekommunikationsanlage bzw. deren Vergrößerung, z. B. Verdoppelung, ist aufgrund der Tatsache, daß die zeitkritischen Vermittlungs- und Steuerfunktionen der Peripherie der Anlage zugeordnet sind, mit relativ geringem Aufwand möglich. Die Zentralsteuerung (ZS) braucht lediglich die Erweiterung zu verwalten. Die Erweiterung kann somit hardwaremäßig in einfacher Weise durch Hinzufügen weiterer Koppelnetze (KN) und Zeichengabesteuerungen (ZGS) vorgenommen werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage für den Anschluß von systemeigenen Endgeräten mit getrennten Leitungen für die Kommunikation und für die Zeichengabe und für über Schnittstellenanpassungen angeschlossene, nicht systemeigene Endgeräte mit gemeinsamen Leitungen für die Kommunikation und die Zeichengabe, und mit einem elektronischen Koppelnetz, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuerung auf mehrere Rechner innerhalb der Kommunikationsanlage verteilt ist, wobei ein Rechner der Zentralsteuerung (ZS), ein Rechner der Zeichengabesteuerung (ZGS), ein Rechner allen Schnittstellenanpassungen (NAB) und jedem systemeigenen Endgerät ein Rechner zugeordnet sind und daß die zeitkritischen Vermittlungs- und Steuerfunktionen von dem Rechner der Zeichengabesteuerung (ZGS) verarbeitet werden.
  2. 2. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gemeinsame Rechner (MC-Steuerung) der Schnittstellenanpassungen (NAB) der Signalisierungsumsetzung von Ruf- und Schleifensignalen in die Protokollstruktur der Zentralsteuerung (ZS) dient.
  3. 3. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kommunikationsleitungen (a, b) der Endgeräte über Teilnehmeranpassungen (TANP) oder über die Schnittstellenanpassungen (NAB) vierdrähtig an das Koppelnetz (KN) geführt sind, wobei die Anpassungen (TANP, NAB) der Zweidraht-Vierdraht-Umsetzung der Sprechwege der Impedanzwandlung und der Pegelanpassung dienen.
  4. 4. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zeichengabeleitungen (ZGL) der systemeigenen Endgeräte zur Datenübertragung mittels niedrigem Pegel endgeräteund anlagenseitig über Modems (GDN) angeschlossen sind.
  5. 5. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Rechner (MC-Steuerung) der Schnittstellenanpassungen (NAB) der nicht systemeigenen Endgeräte direkt über einen Zeichengabeanschluß (ZGA 7) mit der Zeichengabesteuerung (ZGS) verbunden ist.
  6. 6. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zum Anschluß von Amtsleitungen (AL) je Leitung eine Amtsschaltungs- (AS) und eine Amtsleitungsanpassung (ALANP) vorhanden sind, wobei die Amtsschaltung (AS) die Leitungsüberwachung und die Impulsumsetzung für Wähl- und Gebührenimpulse umfaßt und der Amtsleitungsanpassung (ALANP) Aufgaben der Zweidraht-Vierdraht-Umsetzung der Sprechwege, der Impedanzwandlung und der Pegelanpassung sowie der Ferndiagnose obliegen.
  7. 7. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den anlageseitigen Modems (GDN) und der Zeichengabesteuerung (ZGS) und dem Rechner (MC-Steuerung) der Schnittstellenanpassungen (NAB) und der Zeichengabesteuerung (ZGS) jeweils bidirektionale Übertragungsleitungen geschaltet sind.
  8. 8. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlage durch Hinzufügen weiterer Zeichengabesteuerungen (ZGS) und Koppelfelder (KN) ohne hardwaremäßige Änderung der Zentralsteuerung (ZS) erweiterbar ist.
  9. 9. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Rechner (MC) der systemeigenen Endgeräte eine Vorverarbeitung der Daten vornehmen und diese blockgesichert weiterleiten und den Rechnern (MC) Daten- und Programmspeicher zugeordnet sind.
  10. 10. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß in die Speicher der systemeigenen Endgeräte Texte zur Bedienerführung eingeschrieben sind, die durch die Zentralsteuerung (ZS) aufgerufen und durch Parameter ergänzt dem Benutzer auf der alphanumerischen Anzeige des Endgerätes sichtbar gemacht werden.
  11. 11. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, daß in einem oder mehreren Endgeräten einer Kommunikationsanlage in den Datenspeichern mehrsprachige Texte abgelegt sind.
  12. 12. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß den systemeigenen Endgeräten Sonderfunktionen, wie Raumüberwachung, Türfreisprecheinrichtung und Fernwirkfunktionen zugeordnet sind, deren Steuerung durch den lokalen Rechner (MC) des Endgerätes vorgenommen und überwacht werden.
  13. 13. Rechnergesteuerte Telekommunikationsanlage nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß für die Fernwirkfunktion ein Endgerät mit einem zusätzlichen Modem (GDN2) für die Zeichengabe zur Fernwirkstation ausgestattet ist.






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