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Dokumentenidentifikation DE3926525A1 14.02.1991
Titel Luftwebmaschine mit einem Webblatt und im Webblatt angeordnetem Schußeintragskanal
Anmelder Lindauer Dornier GmbH, 8990 Lindau, DE
Erfinder Ludwig, Hubertus, 8990 Bodolz, DE
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 8990 Lindau
DE-Anmeldedatum 10.08.1989
DE-Aktenzeichen 3926525
Offenlegungstag 14.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.02.1991
IPC-Hauptklasse D03D 47/30
IPC-Nebenklasse D03J 1/22   
Zusammenfassung Beschrieben wird eine Luftwebmaschine mit einem Webblatt und im Webblatt angeordnetem Schußeintragskanal, wobei vor dem Webblatt ein Breithaltertisch angeordnet ist.
Es liegt hier die Aufgabe zugrunde, feinste Garne mit großer Schußdichte betriebssicher zu verarbeiten bei Beibehaltung einer ausgezeichneten Warenqualität.
Hierzu ist es vorgesehen, daß im Bereich der vorderen Gewebeumlenkung am Breithaltertisch ein Ausbreitelement angeordnet ist, welches mindestens am Randbereich der Gewebebreite der Warenbahn angeordnet ist.
In weiterer Ausgestaltung ist es vorgesehen, nicht nur am vorderen Einlauf des Breithaltetisches, sondern auch an dessen hinterem Auslauf ein Ausbreitelement anzuordnen.

Beschreibung[de]

Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine Luftwebmaschine mit einem Webblatt und im Webblatt angeordnetem Schußeintragskanal, wobei vor dem Webblatt ein Breithaltertisch angeordnet ist.

Luftwebmaschinen der eingangs genannten Art werden verwendet, um besonders hochwertige Gewebe herzustellen. Der Trend in der Herstellung geht zu immer feineren Geweben hin, d.h. zu Geweben mit feinem Garn und großer Schußdichte. Hierbei ist es bereits bekannt, den Breithaltertisch möglichst weit in den Schußeintragskanal hineinragen zu lassen.

Bei der Verarbeitung dieser Gewebe hat es sich doch gezeigt, daß sich besonders im Randbereich der Ware ein starker sogenannter Wareneinsprung stattfindet. D. h. im Randbereich zieht sich die Ware unter Verminderung der Webbreite in unerwünschter Weise zusammen, so daß das Laufverhalten - bedingt durch Kettfadenbrüche im Randbereich - beeinträchtigt wird. Dadurch wird auch die Warenqualität und damit der Nutzeffekt und die Wirtschaftlichkeit der Maschine vermindert. Aus den genannten Gründen war es daher nicht möglich, eine Obergrenze hinsichtlich der Feinheit des Garnes und der Schußdichte zu überschreiten.

Der vorliegenden Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Luftwebmaschine der eingangs genannten Art so weiterzubilden, daß feinste Garne mit großer Schußdichte betriebssicher verarbeitet werden können, wobei eine ausgezeichnete Warenqualität behalten werden soll.

Zur Lösung der gestellten Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der vorderen Gewebeumlenkung am Breithaltertisch ein Ausbreitelement angeordnet ist, welches mindestens am Randbereich Gewebebreite der Warenbahn angeordnet ist.

Kern der vorliegenden Erfindung ist, daß durch die Verwendung eines erfindungsgemässen Ausbreitelements der Abstand zwischen dem Bindepunkt des Gewebes und dem Eingriffspunkt des Breithalters in das Gewebe verkürzt wird.

Es wurde nämlich erkannt, daß herkömmliche Breithalter erst nach Durchlauf eines gewissen Umschlingungswinkels einen Ausbreiteffekt gewährleisten. D. h., das Gewebe, welches vom Bindepunkt ausgehend in den Breithalter hineinläuft, hat hierbei eine gewisse Strecke ohne Führung und Ausbreitwirkung zurückzulegen, so daß in diesem Bereich das Gewebe einspringt.

Erfindungsgemäß ist nun gerade in diesem Bereich ein Ausbreitelement vorhanden, welches diese Einsprunglänge so drastisch verkürzt, daß ein Einsprungeffekt im wesentlichen nicht mehr stattfindet.

Erfindungsgemäß wird somit der Ausbreitpunkt vorverlegt, der sich bei Breithaltern nach dem Stand der Technik erst nach einem gewissen Umschlingungswinkel am Breithalter einstellte, wobei dieser Umschlingungswinkel im Bereich von etw 60-90° lag, daß dieser Ausbreitpunkt wird nun durch Anordnung des erfindungsgemässen Ausbreitelements dicht in Richtung auf den Bindepunkt verlegt wird, so daß es zu diesem unerwünschten Einsprung im wesentlichen nicht mehr kommt.

Damit ist es nun erstmals möglich, mit höchster Warenqualität feine Gewebe mit hoher Schußdichte zu verarbeiten.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist ferner vorgesehen, daß ein erfindungsgemäßes Ausbreitelement nicht nur am vorderen Einlauf des Breithaltertisches, sondern auch am hinteren Auslauf des Breithaltertisches angeordnet ist.

Durch die Anordnung eines hinteren Ausbreitelements wird der Breithalter entlastet. Die Entlastungswirkung besteht darin, daß an der Auslaufkante ebenfalls ein Ausbreitelement angeordnet ist, welches eine Führungsfunktion in Richtung auf die Breite des Gewebes hat, so daß das Gewebe hier ausgebreitet wird und nicht in unerwünschter Weise einspringt. Dadurch wird vermieden, daß insbesondere bei der Anwendung von Nadelbreithaltern die radial herausstehenden Nadeln des Breithalters beim Austritt aus dem Gewebe Löcher in das Gewebe hineinreissen.

Ein derartiger Effekt findet ohnedies nur bei feinsten Geweben und hohen Schußdichten statt, so daß mit der Anbringung eines auslaufseitigen Ausbreitelements auch hier eine wesentliche Verbesserung erreicht wird.

Mit der gegebenen technischen Lehre nach der vorliegenden Erfindung wird ein wesentlicher Vorteil erreicht, wie nachfolgend beschrieben wird.

Das Ausbreitelement hat den Zweck, eine Ausbreitung des Gewebes im Bereich der Gewebeumlenkung am Breithaltertisch zu gewährleisten.

Der Umlenkeffekt besteht darin, daß das im wesentlichen in Kettrichtung auf den Breithaltertisch auftreffende Gewebe im Bereich der Gewebeumlenkung des Breithalters, d. h. also an einer Umlenkkante des Breithaltertisches derart umgelenkt wird, daß ein Ausbreiteffekt stattfindet, der dem nicht erwünschten Einsprung entgegenwirkt.

Dieser Ausbreiteffekt über das erfindungsgemäße Ausbreitelement ist über mehrere Ausführungsformen möglich.

Eine erste bevorzugte Ausführungsform sieht vor, daß das Ausbreitelement ein feststehendes Element ist, welches in Form eines Stabes ausgebildet ist, welcher an seiner Oberfläche mit entsprechenden Profilführungselementen versehen ist.

Derartige Profilführungselemente können verschiedenartig ausgebildet sein.

Diese Profilführungen können also Führungsrippen, Führungsnuten oder aufgesetzte Führungselemente sein, die nicht werkstoffeinstückig mit dem Stab verbunden sind.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung eines Ausbreitelements nach der vorliegenden Erfindung sieht vor, daß das Ausbreitelement als Gewindestange ausgebildet ist, wobei die Gewindesteigung und die Richtung der Gewindesteigung so gewählt ist, daß es zu dem gewünschten Ausbreiteffekt kommt.

Die Gewindesteigung kann daher in breiten Grenzen variiert werden.

Wichtig ist nur, daß man dem unerwünschten, breitenvermindernden Einsprung entgegenwirkt, und die Ausbreitrichtung nach außen in Richtung zur Gewebekante ersetzt.

Als Gewindeform sind hierbei beliebige bekannte Gewinde möglich, wie z. B. metrische Gewinde, Feingewinde, Gewinde mit dreiecksförmiger Flanke und dergleichen mehr.

Hierbei ist es von der vorliegenden Erfindung umfaßt, daß die Gewindeflanken zwar schräg zur Kettrichtung, jedoch selbst gerade ausgebildet sind; in einer zweiten Ausführungsform ist es vorgesehen, daß ebenfalls die Gewindeflanken schräg zur Kettrichtung, jedoch gekrümmt sind, wodurch eine Veränderung des Ausbreiteffekts erreicht wird.

Hierbei wird es bevorzugt, wenn das Gewinde möglichst fein ist , weil hierdurch viele Angriffspunkte für das auf das Ausbreitelement auflaufende Gewebe gewährleistet wird.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung wird es im übrigen bevorzugt, wenn die Profilführungsfunktion des Ausbreitelements über die Länge des Ausbreitelements hinweg gesehen veränderbar ist.

Hierbei wird es bevorzugt, wenn im äußeren Randbereich des Ausbreitelements, d. h. also im Randbereich des Gewebes, eine höhere Führungsfunktion oder eine bessere Führungsfunktion vorgesehen wird, als vergleichsweise in der Mitte des Gewebes.

Bekannterweise soll ja der unerwünschte Einsprung im Randbereich des Gewebes weitgehendst eliminiert werden. Hierzu ist Voraussetzung, daß der Ausbreiteffekt des Ausbreitelements im Randbereich groß ist, wobei der Ausbreiteffekt in den sonstigen Bereichen des Ausbreitelements nicht so stark ausgebildet sein muß.

Aus diesem Grund können daher auch die Profilelemente des Ausbreitelements im Randbereich mit einer besseren oder stärkeren Führung ausgebildet sein, als vergleichsweise die Profilelemente in anderen Bereichen des Ausbreitelements.

Für die Länge des Ausbreitelements gibt es ebenfalls verschiedene Ausführungsformen.

Eine erste Ausführungsform sieht vor, daß das Ausbreitelement selbst nur im Randbereich des Gewebes angeordnet ist, daß aber in den sonstigen Umlenkbereichen des Breithaltertisches, insbesondere in der Gewebemitte, kein Ausbreitelement angeordnet ist.

Eine zweite Ausführungsform sieht vor, daß das Ausbreitelement über die gesamte Gewebbreite sich erstreckt, wobei - entsprechend der obenstehenden Darlegung - entweder ein gleichbleibender Führungseffekt über die gesamte Länge gegeben ist oder ein sich über die Länge verändernder Führungseffekt.

Der Erfindungsgegenstand der vorliegenden Erfindung ergibt sich nicht nur aus dem Gegenstand der einzelnen Patentansprüche, sondern auch aus der Kombination der einzelnen Patentansprüche untereinander.

Alle in den Unterlagen - einschließlich der Zusammenfassung -offenbarten Angaben und Merkmale, insbesondere die in den Zeichnungen dargestellte räumliche Ausbildung werden als erfindungswesentlich beansprucht, soweit sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von mehreren Ausführungswege darstellenden Zeichnungen näher erläutert. Hierbei gehen aus den Zeichnungen und ihrer Beschreibung weitere erfindungswesentliche Merkmale und Vorteile der Erfindung hervor.

In Fig. 1 ist schematisiert die Seitenansicht einer Luftwebmaschine dargestellt, wobei die Anschlagsposition dargestellt ist.

Fig. 2 zeigt die Draufsicht auf die Gewebeausbreitorgane bei einer Webmaschine nach Fig. 1.

Fig. 3 zeigt schematisiert im Schnitt eine zweite Ausführungsform eines Breithalters.

Fig. 4 zeigt schematisiert in Draufsicht den Ausbreiteffekt durch das erfindungsgemäße Ausbreitelement.

Fig. 5 zeigt schematisiert die Gewindeform einer anderen Ausführungsform eines Ausbreitelements.

Fig. 6 zeigt schematisiert eine weitere Gewindeform eines Ausbreitelements.

In Fig. 1 ist ein Webblattzahn 1 gezeigt, in dem ein Schußeintragskanal 2 angeordnet ist. Im Bereich des Schußeintragskanals 2 laufen die Kettfäden 5 zusammen und bilden dort das Gewebe 9 im Bereich des Bindepunktes 3.

Jenseits des Bindepunktes 3 ist ein Breithaltertisch 7 maschinenfest oder auch schwenkbar an der Webmaschine angeordnet.

Nach einem älteren Schutzrecht des Anmelders ist hierbei der Breithaltertisch 7 mit einem Vorsprung 8 bis in den Schußeintragskanal 2 verlängert.

Dies ist jedoch für die vorliegende Erfindung nicht beschränkend, denn wichtig bei der vorliegenden Erfindung ist nur, daß im Einlaufbereich des Breithaltertisches 7, d. h. im Bereich der Umlenkkante, ein Ausbreitelement 20 angeordnet ist.

Die Funktion dieses Ausbreitelements 20 wird später noch näher beschrieben.

Im Breithaltertisch 7 ist ferner ein Nadelzylinder 14 drehbar gelagert, der sich im Uhrzeigersinn dreht. Die Nadeln des Nadelzylinders 14 greifen in das Gewebe ein, wobei bekannterweise ein Führungseffekt, d. h. ein Breithaltereffekt , auf das Gewebe erst im Winkelbereich 22 erfolgt.

Erfindungsgemäss wird dieser Winkelbereich 22 nun durch Anordnung des einlaufseitigen Ausbreitelements 20 verringert.

Das Gewebe läuft über den Nadelzylinder 14 in Pfeilrichtung 13 einem Warenabzug zu.

In der Fig. 1 ist nun als Ergänzung zum Erfindungsgedanken dargestellt, daß auch im Auslaufbereich des Breithaltertisches ein Ausbreitelement 21 angeordnet ist, so daß der Gewebedurchlauf 19 am Auslauf des Nadelzylinders noch einmal ausgebreitet wird.

Statt des hier beschriebenen Nadelbreithalters 15 können selbstverständlich andere Breithaltertypen verwendet werden, wie z. B. Stabbreithalter und dgl. bekannte Breithaltertypen mehr.

In Fig. 2 ist dieser Ausbreiteffekt durch das einlaufseitig angeordnete Ausbreitelement 20 näher dargestellt.

Hierbei ist erkennbar, daß die Kettfäden jenseits des Bindepunktes 3 auf den Breithaltertisch 7 gelangen und daß im Bereich des Vortuches 23 ein ansich unerwünschter Einsprung 25 stattfindet.

Dieser Einsprung wird nun durch Anordnung des erfindungsgemässen Ausbreitelements 20 praktisch beseitigt.

Hierbei ist erkennbar, daß der Einsprung schräg auf das Ausbreitelement 20 gelangt, welches Ausbreitelement 20 mit seinem Oberflächenprofil eine Ausbreitwirkung in Pfeilrichtung 33 (Richtung der Gewebekante) ausführt.

Die Funktion der Hilfskante 24 wird hierbei nicht beeinträchtigt.

Es ist erkennbar, daß jenseits des Nadelzylinders 14 ebenfalls ein auslaufseitig angeordnetes Ausbreitelement 21 angeordnet ist, welches den gleichen Ausbreiteffekt gewährleistet. Hierbei ist erkennbar, daß im Bereich des Gewebedurchlaufs 19 ebenfalls ein auslaufseitiger Einsprung 34 stattfindet, der durch das auslaufseitige Ausbreitelement 21 beseitigt wird.

In Fig. 3 ist eine andere Ausführungsform eines Breithalters gezeigt, nämlich ein Stabbreithalter 26, wobei zunächst der Stabbreithalter 26 beschrieben wird. Der Stabbreithalter besteht hierbei aus einem Breithaltertisch 17, wobei ein Deckel 16 an einem Unterteil 17 über eine nicht näher dargestellte Befestigung 18 angebracht ist.

Hierdurch wird ein zweigeteilter Stabbreithalter 26 gebildet.

Im Innenraum ist ein Breithalterstab 27 angeordnet.

Die Kante 11 des Vorsprungs 8 des Breithaltertisches 7 reicht hierbei in den Schußeintragskanal 2 hinein und wird etwa in der Mitte des Schußeintragskanals zentriert.

Im übrigen gelten die gleichen Verhältnisse auch in der Fig. 1.

Erfindungsgemäß ist nun im Bereich der einlaufseitigen Umlenkkante am Breithaltertisch das erfindungsgemäße Ausbreitelement 20 angeordnet.

Zusätzlich kann auch noch an der auslaufseitigen Umlenkkante des Breithaltertisches ein auslaufseitiges Ausbreitelement 21 angeordnet sein.

Der Ausbreiteffekt ist in Fig. 4 näher dargestellt, wobei es auf die besondere Art des hinter dem Ausbreitelement 20 angeordneten Breithalters es nicht darauf ankommt.

Aus Fig. 4 ist erkennbar, daß das Gewebe 9 aus einem Garn besteht, wobei das Garn beliebiger Art sein kann. Aus zeichnerischen Darstellungsgründen wurde das Garn hier zick-zack-artig gezeichnet, um den Durchlauf über das Ausbreitelement 20 besser zeichnerisch darstellen zu können.

Das Vortuch 23 läuft somit in Richtung der Kettfäden gerade auf das Ausbreitelement 20 auf, wobei aus Vereinfachungsgründen der sich randseitig ergebende Einsprung 25 hier nicht dargestellt ist.

Beim Einlaufbereich 31 auf das Ausbreitelement 20 erfolgt ein Umlenkeffekt in Pfeilrichtung 33 (Fig. 2); d.h. das Gewebe wird in Richtung der Gewebekante (Pfeilrichtung 33 in Fig. 2) ausgebreitet.

Der Ausbreiteffekt erfolgt dadurch, daß das Gewebe von den schrägen Profilflanken 28 geführt wird, wobei die Profilflanken 28 eine Steigung 29 zur Vertikalen einnehmen.

D. h. der Ausbreiteffekt muß immer so gewählt werden, daß er dem Einsprung 25 der Ware entgegenwirkt.

An der linken Gewebekante muß daher eine spiegelbildliche Anordnung, wie in Fig. 4 dargestellt, verwendet werden.

Im Auslaufbereich 32 ist damit das Gewebe ausgebreitet und gelangt dann in dieser ausgebreiteten Form auf den Nadelzylinder 14.

In Fig. 5 ist dargestellt, daß nicht nur geradlinige, schräge Profilflanken 28 verwendet werden können, sondern ebenfalls gekrümmte Profilflanken 35 oder geradlinig oder gekrümmte Profilflanken 36 (Fig. 6), wobei die Dichte der Profilflanken in Pfeilrichtung 33 (d. h. in Richtung zum Geweberand) zunehmend ausgebildet sein kann.

Damit wird im Randbereich ein stärkerer Ausbreiteffekt erreicht als in Bereichen entfernt vom Randbereich.

Wie eingangs ausgeführt, besteht eine einfache Ausführungsform zur Ausbildung des Ausbreitelements darin, daß das Ausbreitelement als Gewindestab ausgebildet ist und die Profilflanken 28 damit beispielsweise ein metrisches Gewinde oder ein Feingewinde sind. Versuche des Anmelders haben ergeben, daß aus Platzgründen ein Gewindestab mit einem Durchmesser von 3 mm und einem Gewinde M3 verwendet wird, wobei am rechten Geweberand ein Rechtsgewinde und am linken Geweberand ein Linksgewinde verwendet wird.

Entsprechend muß auch die Gewindeform bei dem auslaufseitigen Ausbreitelement 21 gewählt werden, d. h. es muß entsprechend dem gewünschten Ausbreiteffekt ein Links- oder ein Rechtsgewinde verwendet werden.

Eingangs wurde beschrieben, daß es sich hier um ein feststehendes Ausbreitelement handelt, welches fest in den Umlenkkanten des Breithaltertisches angeordnet ist.

Weiterbildungen der vorliegenden Erfindung sehen auch vor, daß derartige Ausbreitelemente drehbar in entsprechenden Aufnahmen des Breithaltertisches angeordnet sind, oder daß drehbare Profilflanken vorgesehen sind, z. B. auf einer Achse drehbar gelagerte Rollen, Räder oder andere profilgebende Organe.

In einer Weiterbildung der vorliegenden Erfindung ist es vorgesehen, daß das Ausbreitelement 20,21 drehend angetrieben ist, wobei wichtig ist, daß beispielsweise bei einem Rechtsgewinde, wie es an der rechten Kante wäre, der Antrieb dieses Ausbreitelements linksdrehend erfolgt, so daß ein Austrageffekt in Richtung zur Gewebekante erfolgt. D. h. eine Gewindeflanke, welche das Gewebe im Einlaufbereich 31 empfängt, bewegt sich spiralförmig in Richtung zum Randbereich hin, wodurch der Ausbreiteffekt noch verstärkt wird.

Zeichnungs-Legende

1 Webblattzahn

2 Schußeintragskanal

3 Bindepunkt

5 Kettfaden

6 Kettfaden

7 Breithaltertisch

8 Vorsprung

9 Gewebe

11 Linie

13 Pfeilrichtung

14 Nadelzylinder

15 Nadelbreithalter

16 Deckel

17 Unterteil

18 Befestigung

19 Gewebedurchlauf

20 Ausbreitelement (vorderes)

21 Ausbreitelement (hinteres)

22 Winkelbereich

23 Vortuch

24 Hilfskante

25 Einsprung

26 Stabbreithalter

27 Breithalterstab

28 Profilflanke

29 Steigung

30 Garn

31 Einlaufbereich

32 Auslaufbereich

33 Pfeilrichtung

34 Einsprung

35 Profilflanke

36 Profilflanke


Anspruch[de]
  1. 1. Luftwebmaschine mit einem Webblatt und im Webblatt angeordnetem Schußeintragskanal, wobei vor dem Webblatt ein Breithaltertisch angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der vorderen Gewebeumlenkung am Breithaltertisch (7) ein Ausbreitungselement (20) angeordnet ist, welches mindestens am Randbereich der Gewebebreite der Warenbahn angeordnet ist.
  2. 2. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) ein feststehendes Element ist, welches in Form eines Stabes ausgebildet ist, welcher an seiner Oberfläche mit entsprechenden Profilführungselementen versehen ist.
  3. 3. Luftwebmaschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilführungselemente als Führungsrippen, Führungsnuten oder als aufgesetzte Führungselemente, die nicht werkstoffeinstückig mit dem Stab verbunden sind, ausgebildet sind.
  4. 4. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) als Gewindestange ausgebildet ist.
  5. 5. Luftwebmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindeflanken schräg zur Kettrichtung, aber selbst gerade, ausgebildet sind oder die Gewindeflanken schräg zur Kettrichtung und gekrümmt vorgesehen sind.
  6. 6. Luftwebmaschine nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilführungsfunktion des Ausbreitelements (20) über die Länge des Ausbreitelements hinweggesehen veränderbar ist.
  7. 7. Luftwebmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß im äußeren Randbereich des Ausbreitelements (20), d. h. im Randbereich des Gewebes (9), eine höhere oder bessere Führungsfunktion vorgesehen wird, als vergleichsweise in der Mitte des Gewebes (9).
  8. 8. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) nur im Randbereich des Gewebes (9) angeordnet ist.
  9. 9. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20) sich über die gesamte Gewebebreite erstreckt mit einem gleichbleibenden oder sich verändernden Führungseffekt über die Länge des Ausbreitelements (20) gesehen.
  10. 10. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein Ausbreitelement (20) nicht nur am vorderen Einlauf des Breithaltertisches (7) sondern auch am hinteren Auslauf des Breithaltertisches (7) angeordnet ist.
  11. 11. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20, 21) drehbar in entsprechenden Aufnahmen des Breithaltertisches (7) angeordnet ist oder daß drehbare Profilflanken (28, 35, 36) vorgesehen sind, z. B. auf einer Achse gelagerte Rollen, Räder oder andere profilgebende Organe.
  12. 12. Luftwebmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausbreitelement (20, 21) drehend angetrieben ist mit einer Drehrichtung spiralförmig zum jeweiligen Randbereich hin.






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