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Dokumentenidentifikation DE3018576C2 28.02.1991
Titel Steuereinrichtung für ein aus mehreren Fahrstühlen bestehendes Liftsystem mit Mikroprozessoren
Anmelder Elevator GmbH, Zug, CH
Erfinder Ekholm, Ralf Christian, Helsinki, SE
Vertreter Döring, R., Dr.-Ing., 3300 Braunschweig; Fricke, J., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 14.05.1980
DE-Aktenzeichen 3018576
Offenlegungstag 27.11.1980
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.1991
IPC-Hauptklasse B66B 1/18

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für ein aus mehreren Fahrstühlen bestehendes Liftsystem mit Mikroprozessoren.

Derartige Liftsysteme bestehen aus mehreren einzelnen Liften mit Fahrstuhl- bzw. Hubkörben, die über mehrere Etagen fahren und unterschiedliche Antriebsvorrichtungen besitzen. Der Benutzer auf einer bestimmten Etage fordert einen Fahrstuhl durch Druck auf einen Rufknopf an.

Für den Betrieb derartiger Liftsysteme sind verschiedene Steuereinrichtungen bekannt.

Die DE-OS 28 02 526 und die GB-PS 15 97 641 beschreiben eine Steuervorrichtung für Fahrstuhlanlagen mit einer konzentrierten Gruppensteuerungseinrichtung. Diese Gruppensteuerungseinrichtung koordiniert die diversen Rufe und entscheidet, welche Fahrstuhlkabine welche Operationen durchführt. Die außerdem vorgesehenen Kabinensteuereinrichtungen werden von der zentralen, konzentrierten Gruppensteuerungseinrichtung lediglich angewiesen, ob sie den Fahrstuhl aufwärts oder abwärts bewegen sollen. Versagt die Gruppensteuerungseinrichtung, so steht das gesamte Liftsystem still.

Auch aus der US-PS 41 14 730 ist eine Steuereinrichtung für ein Liftsystem mit einem Zentralprozessor bekannt. Dieser Zentralprozessor verteilt die ihm zugeführten äußeren Rufe entsprechend bestimmter Vorgaben und Möglichkeiten an einzelne untergeordnete Prozessoren. In der US-PS 40 81 059 wird ein gemeinsames Auswahlelement favorisiert, das die endgültige Steuerung eines Liftsystems übernimmt.

Um dem völligen Stillstand des Liftsystems bei Defekten entgegenzuwirken, ist außerdem vorgeschlagen worden, nach Ablauf vorgegebener Zeitspannen eine Reserve-Umkehrbetriebsweise einzuführen, bei der alle äußeren Rufe auf alle Lifte verteilt werden. Durch die jetzt unkoordinierte Bewegung der einzelnen Lifte entstehen jedoch erhebliche Wartezeiten durch mehrfaches Reagieren der einzelnen Fahrstühle auf jeden Ruf. Bestimmte Ausfälle können auch bei dieser Betriebsweise zum vollständigen Stillstand des Liftsystems führen.

Bekannt ist außerdem vor allem bei besonders großen, vielen Etagen bedienenden Liftsystemen eine Steuerung ähnlich dem Busverkehr. Jedem Lift werden bestimmte Etagen zugeordnet, beispielsweise bedient der erste Lift nur die Etagen 1, 5, 9 etc. und der zweite Lift nur die Etagen 2, 6, 10 etc. Bei Stillstand einiger Lifte aufgrund von Reparatur oder Wartung können dann einzelne Etagen überhaupt nicht mehr bedient werden.

Aufgabe der Erfindung ist es demgegenüber, die Zuverlässigkeit von Steuereinrichtungen für Liftsysteme dadurch zu verbessern, daß einem völligen Stillstand des Systems bei Defekten entgegenwirkt und bei Ausfall einer Kabine nicht nur auf einen Notbetrieb umgeschaltet wird, sondern die anderen Kabinen in möglichst vollem Umfang weiterbetrieben werden.

Diese Aufgabe wird durch eine Steuereinrichtung für ein aus mehreren Fahrstühlen bestehendes Liftsystem mit Mikroprozessoren gelöst, in dem

  • a) jedem Fahrstuhl eine separate Mikroprozessoren aufweisende Datenverarbeitungseinheit zugeordnet ist,
  • b) jede Datenverarbeitungseinheit des verbundenkontrollierten, aus mehreren Fahrstühlen bestehenden Liftsystems in Verbindung mit anderen Datenverarbeitungseinheiten den ihr zugeordneten Fahrstuhl und das Liftsystem steuert, wobei
  • c) die Datenverarbeitungseinheiten untereinander gleichrangig sind,
  • d) die Datenverarbeitungseinheiten Datenspeicher aufweisen,
  • e) den Datenspeichern einer jeden Datenverarbeitungseinheit die gleichen Daten betreffend äußere Rufe zugeführt werden,
  • f) jede Datenverarbeitungseinheit eines Systemschiene aufweist, an die eine oder mehrere der Mikroprozessoren, eine oder mehrere der Datenspeicher und eine oder mehrere Datenübertragungseinheiten angeschlossen sind, und in dem die Systemschiene jeder Datenverarbeitungseinheit über einen Optokoppler galvanisch isoliert an andere Schienen angeschlossen ist.


Gegenüber dem Stand der Technik ist mit der vorliegenden Erfindung die Steuerung in Datenverarbeitungseinheiten dezentralisiert, und zwar in eine Datenverarbeitungseinheit je Fahrstuhl. Fällt in diesem Falle eine Einheit aus, so können die übrigen Fahrstühle des Liftsystems weiterbetrieben werden, und zwar entsprechend der Erfindung ohne daß Änderungen im System durchgeführt werden müssen, ohne daß Reservesteuersysteme vorgesehen wären oder der Betrieb des Liftsystems insgesamt mehr als durch den Ausfall des einen Fahrstuhls bedingt verlangsamt werden müßte.

Beim Einsatz von Mikroprozessoren sind bisher im Vergleich mit der herkömmlichen Technik Probleme aufgetreten. Bei Liftsystemen werden die Mikroprozessoren nämlich unter relativ schwierigen Bedingungen betrieben. Die auftretenden Spannungen und Ströme sind verglichen mit den bestehenden Bedingungen sehr klein. Die Datenübertragung und die Datenverarbeitung gehen außerordentlich schnell vor sich. Dies hat zur Folge, daß es zur gegenseitigen Störung der Daten kommt. Dieses Problem läßt sich zwar generell lösen, indem man die Mikroprozessoren ordnungsgemäß von der Umgebung galvanisch isoliert. Zur Isolation benutzt man üblicherweise Relais oder sog. Optokoppler. Angesichts der beträchtlichen räumlichen Ausdehnung der Liftsysteme und der erheblichen Anzahl von Ankunfts- und Abfahrtsstellen und den vielen Verbindungen der äußeren Rufe zu den verschiedenen Steuereinheiten ist der Einsatz von Optokopplern in jeder Rufleitung vom wirtschaftlichen Standpunkt aus sehr ungünstig. Optokoppler sind entweder sehr teuer oder, sofern preisgünstigere Optokoppler eingesetzt werden, sehr störanfällig. Der Einsatz der Optokoppler in größerer Zahl in einem Liftsystem vergrößert die theoretische Defektwahrscheinlichkeit des ganzen Systems erheblich, so daß die Gesamtunterbrechungszeit bis zu mehreren Monaten anwachsen kann. Der alternative Einsatz Optokoppler höherer Qualität in großer Anzahl wird zu einer erheblichen Verteuerung der Steuereinrichtung.

Bei einem Einsatz von nur zwei Optokopplern pro äußerer und innerer Rufleitung werden bei einem Liftsystem mittlerer Größe mit beispielsweise 4 Fahrstühlen und 16 Etagen bereits zur Trennung der Rufleitungen für jeden Fahrstuhl 92, insgesamt 428 Optokopplern benötigt.

Durch die erfindungsgemäße Steuereinrichtung kann die Zahl der Optokoppler erheblich reduziert werden, ohne daß die Zuverlässigkeit des Liftsystems leidet.

Ein besonders zweckmäßiger Einsatz der Optokoppler wird dann erreicht, wenn jede Datenverarbeitungseinheit eine Systemschiene aufweist, an die eine oder mehrere der Mikroprozessoren, eine oder mehrere der Datenspeicher und eine oder mehrere Datenübertragungseinheiten angeschlossen sind, und wenn die Systemschiene jeder Datenverarbeitungseinheit über einen Optokoppler galvanisch isoliert an andere Schienen angeschlossen ist. Die Anzahl der benötigten Optokoppler (auch Optoisolatoren genannt) ist dann außerordentlich gering.

Durch die Dezentralisierung der Steuerung des Liftsystems bzw. der Liftbatterie ist die Steuereinrichtung auch bei Fehlfunktionen in einzelnen Einheiten in der Lage, weiterzuarbeiten, so daß die Operation des gesamten Liftsystems nicht mehr von der Zuverlässigkeit eines Teils abhängig ist.

Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß in die Datenspeicher der Datenverarbeitungseinheiten Steuerstrategien für gleichartige Schrittfolgen aller Lifte implementiert sind. Dadurch erhält man den Vorteil, daß alle Steuerungsvorgänge und -einheiten in dem Liftsystem identisch sind, was ihre Herstellung, Überprüfung und Wertung sehr einfach gestaltet.

Es kann zweckmäßig sein, wenn die Datenverarbeitungseinheiten eine gleichzeitige Steuerung des Liftsystems durchführen. Der dadurch gewonnene Vorteil besteht darin, daß bei Auftreten eines Fehlers in einem Teil des Liftsystems die Steuerung mit den vorhandenen Daten fortgesetzt werden kann, statt daß ein Neubeginn der Steuerung im Falle eines zentral kontrollierten Systems notwendig ist.

Vorteilhaft ist es, wenn allen Datenverarbeitungseinheiten aller Fahrstühle des Liftsystems alle äußeren Rufe zugeführt werden. Der Vorteil besteht darin, daß die Arbeitsweise des gesamten Liftsystems nicht durch getrennte äußere Rufgedächtnisse stillgelegt werden kann, in denen Fehler auftreten könnten.

Von Vorteil ist es, wenn die Datenübertragungseinheiten so miteinander verbunden sind, daß von jeder Datenverarbeitungseinheit der Fahrstühle wenigstens ein direkter Kommunikationsweg zu allen anderen Datenverarbeitungseinheiten der Fahrstühle führt. Dies hat den Vorteil, daß im Falle eines Fehlers in einer Datenübertragungseinheit wenigstens ein indirekter Kommunikationsweg von jeder Datenverarbeitungseinheit zu jeder anderen Datenverarbeitungseinheit verbleibt, zumindest bei Liftsystemen mit drei oder mehr Liften.

Zweckmäßigerweise zeichnet sich die Datenverarbeitungseinheit dadurch aus, daß die Datenverarbeitungseinheiten eine Reihe von Schritten auf der Basis ausführen, auf der über die Datenübertragungseinheiten Signale zu den anderen Datenverarbeitungseinheiten übertragen werden derart, daß Datenprozeßzyklen erzeugt werden, welche in allen Datenverarbeitungseinheiten der Steuereinrichtung die gleiche Länge besitzen.

Dies hat den Vorteil, daß die Lagekodierung in der Datenübertragung angewendet werden kann, wodurch die Zahl der zu übertragenden Daten vermindert wird. Dies vereinfacht das Überprüfen und die Wartung der Datenübertragungswege.

In bestimmten Fällen ist es von Vorteil, wenn in jeder der Datenverarbeitungseinheiten, welche Signale übertragen oder empfangen, das erste Signal bzw. das sog. Synchronisierungssignal übertragen werden kann, und daß dann, wenn die das Synchronisierungssignal aussendende Datenverarbeitungseinheit mit der Übertragung aufhört, eine beliebige andere Datenverarbeitungseinheit den nächsten Zyklus durch Aussenden weiterer Synchronisierungseinheiten zu den anderen Datenverarbeitungseinheiten ihrerseits starten kann.

Dies hat den Vorteil, daß im Fall, daß in einem Teil der Steuereinrichtung ein Fehler auftritt, das System dennoch weiterarbeitet und eine volle Synchronisierung aufrechterhält, auch wenn der Fehler genau dort auftritt, wo in dem betreffenden Augenblick die Synchronisierungssignale den anderen Datenverarbeitungseinheiten zugeleitet werden.

Weiterhin wird es bevorzugt, wenn während des Datenprozeßzyklus jede Datenverarbeitungseinheit eine Reihe von Schritten ausführt, bei denen während des Datenprozeßzyklus für jede Datenverarbeitungseinheit ein oder mehrere äußere Rufe ausgewählt werden.

In einer Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, daß jede Datenverarbeitungseinheit dann, wenn während der Ausführung der Schrittserie ein freier Ruf oder ein Ruf beobachtet wird, der mit einer Verbuchungsmarkierung von geringerer Geschwindigkeit im Vergleich mit der eigenen laufenden Situation versehen ist, eine andere Schrittserie ausführt derart, daß diese Datenverarbeitungseinheiten, welche bei der Ausführung der ersten Schrittserien noch nicht die in Frage stehenden äußeren Rufe registriert haben, ein Hinweis auf diese erhalten, solange sie die erste Schrittreihe ausführen und bevor sie bei der Ausführung an den Punkt gelangen, an dem der äußere Ruf zu beobachten ist.

Der Vorteil dieser Merkmale besteht darin, daß die Datenverarbeitungseinheit, welche die Informationen erhält, nicht irgendwelche Vergleiche in bezug auf die ankommende eingeschriebene Information anzustellen braucht. Sie braucht daher auch nicht darauf zu achten, welche Steuereinrichtung welche Informationen ausgesendet hat. Dies bedeutet, daß die Rufauswahl und das Verbuchungssystem (call selection and booking system) von der Größe des Liftsystems unabhängig sind.

Bei einer weiteren Ausführungsform ist vorgesehen, daß gleichzeitig mit der Ausführung der zweiten Schrittreihe die erste Schrittreihe ihren Fortgang nimmt, bis alle äußeren Rufe verarbeitet worden sind, oder bis alle Prüfvorgänge ausgeführt worden sind, und daß dann, wenn dabei zusätzliche äußere Rufe beobachtet werden, welche mit einer Verbuchungsmarkierung von niedrigerer Geschwindigkeit im Vergleich zu der der laufenden Situation festgestellt werden, die oben erwähnte zweite Schrittreihe für diesen zweiten Ruf wiederholt wird, jedoch in einer solchen Weise, daß bei jedem Zyklus die Signale eine niedrigere Geschwindigkeit als im vorhergehenden Zyklus aufweisen, wobei die Zahl der Zyklen regelmäßig klein, insbesondere zwei, drei oder vier ist.

Der Vorteil besteht darin, daß der Liftservice in einem Gebäude sich um einen Punkt herum zentriert, wo die Rufe am zahlreichsten auftreten.

Bei einem Ausführungsbeispiel der Erfindung ist vorgesehen, daß die Datenverarbeitungseinheiten gleichzeitig arbeiten und nach Durchlaufen der Datenprozeßzyklen alle die gleichen Informationen bezüglich der äußeren Rufe besitzen.

Das bedeutet nicht, daß die Einheiten synchron arbeiten müssen.

Es kann zweckmäßig sein, wenn die Datenübertragungseinheiten so miteinander verbunden sind, daß von jeder Datenverarbeitungseinheit wenigstens ein indirekter Kommunikationsweg zu allen anderen Datenverarbeitungseinheiten führt.

Dies bedeutet, daß die erforderliche Zahl der Datenübertragungswege gering bleibt.

Es kann auch zweckmäßig sein, wenn ein Zentralspeicher für die äußeren Rufe vorgesehen ist, der mit allen Datenverarbeitungseinheiten des Liftsystems verbunden ist.

Dadurch kann ein Konflikt zwischen unterschiedlichen Datenverarbeitungseinheiten zuverlässig vermieden werden.

Weiterhin kann es zweckmäßig sein, wenn jedem äußeren Ruf eine Wertung abhängig davon angefügt wird, wie viele in den Lift wollende Personen pro Etage das Überwachungssystem meldet.

Der Vorteil besteht darin, daß die Steuerstrategie für das Liftsystem exaktere Entscheidungen treffen kann, die eine raschere Beförderung im Schnitt jeder Person, die das Liftsystem benutzen will, bewirkt.

Weiterhin ist es vorteilhaft, wenn über den Optokoppler Daten von den Datenverarbeitungseinheiten an die Antriebseinrichtungen bzw. von den Antriebseinrichtungen zu den Datenverarbeitungseinheiten übertragen werden können, wobei der Optokoppler so ausgebildet ist, daß die Daten von den Antriebseinrichtungen eine Unterbrechung für die Datenverarbeitungseinheiten auslösen können.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. In den Figuren ist dabei wie üblich die Blockschaltdarstellung gewählt. Eine durchgezogene dicke Linie stellt dabei jeweils eine Mehrzahl von im wesentlichen äquivalenten Verbindungen dar, die nicht Daten in synchronisierter Zeit übertragen.

Verbindungen, auf denen Daten in zeitsynchronisierter Weise übertragen werden, sind in Form eines getrennten relativ schmalen Feldes wiedergegeben. Wenn es sich nur um einzelne oder sehr wenige Steuerleitung handelt, sind diese durch einzelne Linien wiedergegeben. Die Signalrichtung verläuft von links nach rechts oder von oben nach unten, sofern nicht in bestimmten Fällen anderes angegeben ist. In diesem Falle ist die abweichende Signalrichtung durch Pfeile deutlich angemerkt.

Im Interesse der Einfachheit sind auch die meisten Module in Blockschaltbildern wiedergegeben. Die Bezeichnung der Blöcke entspricht der allgemeinen Praxis. Dies ermöglicht einem Fachmann ein leichteres Verständnis, sowohl der grundsätzlichen Arbeitsweise eines jeden Blockes als auch der anderen Verbindungen sowie der zugehörigen Schaltkreise, die in dem Block nicht im einzelnen wiedergegeben sind.

Es zeigen:

Fig. 1 in vereinfachter Blockdarstellung ein Liftsystem;

Fig. 2 in vereinfachter Blockdarstellung die Datenverarbeitungseinheiten einer Steuervorrichtung für einen einzelnen Fahrstuhl des Liftsystems;

Fig. 3 das Schaltbild einer Rufadaptereinheit;

Fig. 4 das Schaltbild eines Eingangs-/Ausgangskreises;

Fig. 5 das Schaltbild eines Optokopplers;

Fig. 6 das Schaltbild einer Datenübertragungseinheit;

Fig. 7 das Schaltbild eines Mikroprozessors;

Fig. 8 das Schaltbild einer Speichereinheit;

Fig. 9 eine andere Darstellung des Schaltbildes eines Optokopplers;

Fig. 10 eine Übersicht des zeitlichen Ablaufs bei Rufauswahl und Datenübertragung;

Fig. 11 ein Flußdiagramm der Vorgänge bei der Steuerung des Liftsystems und

Fig. 12 eine andere Darstellung des Liftsystems.

Die vereinfachte Übersichtsdarstellung gemäß Fig. 1 zeigt ein Liftsystem mit einer Reihe von Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 für Fahrstuhlkörbe. Zugehörig zu den Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 sind mehrere Antriebseinrichtungen für die Fahrstuhlkörbe vorgesehen.

Für einen der Fahrstühle, nämlich den der Datenverarbeitungseinheit 1 zugeordneten Fahrstuhl, ist der Fahrstuhlkorb 6, das zugehörige Gegengewicht 7, eine der Seilscheiben 8 sowie innerhalb des Fahrstuhlkorbes 6 die Fahrstuhlkorbrufknöpfe und -anzeigen 9 dargestellt. Schematisch wiedergegeben sind auch die Rufknöpfe auf den Etagen, nämlich die Rufknöpfe 10 für Aufwärtsfahrt und die Rufknöpfe 11 für Abwärtsfahrt.

Die gleiche Fig. 1 zeigt außerdem, daß alle Rufe, die von einer Etage kommen, allen Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 für die Fahrstuhlkörbe 6 über eine gemeinsame Rufverbindungsleitung 12 zugeleitet werden.

Die inneren Rufe, die aus einem Fahrstuhlkorb 6 über die Fahrstuhlkorbrufknöpfe 9 kommen, sind mit den Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 des zugehörigen Fahrstuhlkorbes 6 durch eine Leitung 13 verbunden.

Die Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 eines jeden Fahrstuhlkorbes 6 bestehen aus 4 Hauptelementen, nämlich einem Mikroprozessor 14, einer Rufadaptereinheit 15, einer Datenübertragungseinheit 17 und einer Adaptereinheit 16 für die Antriebseinrichtung 4. Die Adaptereinheit 16 weist dabei mehrere Eingangs-/Ausgangseinheiten 29 auf, wie noch im Zusammenhang mit Fig. 2 erläutert wird.

Die Zahl der Datenübertragungseinheiten 17 hängt von der Zahl der Fahrstühle des Liftsystems ab. Von jeder Datenübertragungseinheit 17 führt dabei eine Verbindung zu jeder anderen Datenübertragungseinheit 17 in den anderen Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3.

Die Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 der Fahrstuhlkörbe 6 sind untereinander gleich. Fig. 2 zeigt vereinfacht eine solche, im weiteren Verlauf mit dem Bezugszeichen 18 versehene Datenverarbeitungseinheit.

Sie weist eine Systemschiene 21, eine andere Schiene 22 sowie einen Optokoppler 23 auf. Mit der Systemschiene 21 sind ein oder mehrere Mikroprozessoren 14 verbunden, die ihrerseits ein oder mehrere Mikroprozessoren 24 aufweisen können.

Weiterhin sind mit der Systemschiene 21 ein oder mehrere Datenspeicher 25 und eine oder mehrere Datenübertragungseinheiten 17 verbunden.

Mit der anderen Schiene 22, die auch als Liftschiene bezeichnet werden könnte, sind eine oder mehrere der Rufadaptereinheiten 15, eine oder mehrere Eingangs-/Ausgangseinheiten 28 zur Verbindung mit der Antriebseinrichtung 4 für den Fahrstuhlkorb 6 und eine davon getrennte Eingangs-/Ausgangseinheit 29 verbunden, die zu der entsprechenden Eingangs-/Ausgangseinheit 29 der anderen Datenverarbeitungseinheiten 18 führt.

Die Verbindungen der verschiedenen Einheiten zu den Schienen 21, 22 entspricht üblicher Praxis und wird durch die Hersteller der entsprechenden Schaltkreise vorgegeben.

Fig. 3 stellt vereinfacht eine der Rufadaptereinheiten 15 dar. Diese weist eine Signalauswahlschiene 31 für die Liftschiene 22, eine Signalgruppenauswahl 32 und eine Signalempfangsleitung 33, eine Signalübertragungsleitung 34 und eine Steuerleitung 35 für das Einschreiben auf.

Zwei Adapterkreise 36, 38 sind zum Anschluß an die Rufleitungen vorgesehen, die zu den Rufen 10, 11 führen. Diese Adapterkreise 36, 38 haben die Aufgabe, die ankommenden Rufe von den Rufknöpfen 9, 10, 11 zu empfangen und eine nachfolgende Überprüfung zu ermöglichen.

Diejenigen Leitungen, auf denen ein Ruf eingeschrieben worden ist, können dann identifiziert werden. Eine entsprechende Information wird über die Schiene 22 dem Mikroprozessor 24 zugeleitet.

Weiter sind Adapterkreise 37, 39 vorgesehen. In diesen kann der Inhalt des angekommenen Rufes gespeichert werden, nachdem er in dem Mikroprozessor 24 verarbeitet worden ist. Das Auslesen und Einspeichern erfolgt mit Hilfe der in der Fig. 3 dargestellten verschiedenen Schienen und Leitungen. Die Maßnahmen sind im einzelnen aus dem Stand der Technik bekannt und brauchen daher hier nicht detailliert dargestellt zu werden.

Fig. 4 zeigt die Eingangs-/Ausgangseinheit 28 im einzelnen. Neben verschiedenen Schienen und Leitungen, die bereits im Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert wurden, ist eine Frageleitung oder Unterbrechungsschiene 41 vorgesehen. Weiterhin weist die Eingangs-/Ausgangseinheit 28 eine Vorverarbeitungseinheit 42 für die Eingangskreise, einen Speicherkreis 43 für die Ausgänge und einen Speicherkreis 44 für die Eingänge auf.

Der Speicherkreis 44 ist so ausgebildet, daß er eine Überprüfung der Eingangsleitungen nacheinander ermöglicht, derart, daß bei dieser Überprüfung die aktiven Eingangsleitungen festgestellt werden.

Die Eingangs-/Ausgangseinheit 28 weist weiterhin in Verbindung mit den erwähnten Eingangsleitungen Schaltkreise zur Feststellung der Ankunftszeit der Signale auf. Dabei sind Einheiten 45, 46 und 47 vorgesehen, die eine sogenannte Unterbrechungsforderung an den Mikroprozessor 24 bilden und weitergeben. Eine Einheit 48 ermöglicht es dabei, daß die in der als Speicherkreis ausgebildeten Einheit 45 gespeicherte Unterbrechungsforderung wieder gelöscht wird. Die Einheit 46 führt nacheinander eine Überprüfung der Unterbrechungsforderungen durch, so daß die aktiven Leitungen für die Unterbrechungsforderung identifiziert werden können. Die Einheit 47 führt an den Leitungen für die Unterbrechungsforderungen eine sogenannte ODER-Operation durch, die aus dem Stand der Technik bekannt ist.

Fig. 5 zeigt den Optokoppler 23 im einzelnen. Dieser umfaßt Teilschienen der Systemschiene 21, einer Adressenschiene 52, einer Datenschiene 52 und einer Steuerschiene 53. Die Aufgabe des Optokopplers 23 besteht darin, die Datenverarbeitungsteile von den übrigen Steuer- und Antriebsteilen des Liftes galvanisch zu trennen. Hierzu weist der Optokoppler 23 galvanisch isolierende Einheiten 54 auf. Diese enthalten üblicherweise verwendete Optoisolatorkreise und zugehörige Komponenten. Der Optokoppler 23 ist mit dem Datenverarbeitungssystem verbunden und verwendet hierzu eine Unterbrechungslogik 55.

Der zur Unterbrechung benötigte Kode wird in der Kodierungseinheit 56 bestimmt. Der Prioritätskode für die Unterbrechung wird in einem Kreis 57 bestimmt. Die Kodierungseinheit 56 und der Kreis 57 entsprechen dem Stand der Technik.

Für das Unterbrechungssystem der Mikroprozessoren ist ein bekanntes System mittlerer Geschwindigkeit eingesetzt worden. Diejenigen Elemente, die unterbrochen werden können, sind kettenartig miteinander verbunden. Der Optokoppler 20 ist dann Teil dieser Kette. Sein inneres Unterbrechungssystem basiert auf programmierter Identifizierung. Auf eine nähere Erläuterung soll verzichtet werden, da sie zum Verständnis der Erfindung hier nicht beiträgt.

Die Signalgruppenauswahl 32 für die Lichtschiene 22 sieht zwei Leitungen für jede Einheit vor. Die Informationen für diese Leitungen werden in einer Einheit 58 aus den aktuellen Daten von der Adressenschiene 51 gewonnen, und zwar durch Demultiplexierung.

Zum Optokoppler 23 gehören außerdem Teile der bereits oben erwähnten Schienen bzw. Leitungen 31, 32, 33, 34, 35 und 41.

Fig. 6 zeigt Einzelheiten der Datenübertragungseinheit 17. Auch zu dieser gehören wiederum Teilabschnitte der Systemschiene 21, der Adressenschiene 51, der Datenschiene 52 und der Steuerschiene 53. In der Datenübertragungseinheit 17 sind diese Schienen mit der oben erwähnten Unterbrechungslogik 55 sowie mit der Kodierungseinheit 56 verbunden.

Mit den Schienen und Leitungen ist ein Umsetzer oder Konverter 61 für Reihen/Parallel- und Parallel/Reihen-Umsetzung verbunden. An diesen sind ein Kodetransformator 62, ein Signalfrequenzerzeuger 63 und ein Kristall 64 gebunden. An den Konverter 61 sind außerdem zwei Optokoppler 65 und 66 angeschlossen.

Die Datenübertragungseinheit 17 ist mit den Einrichtungen zur Prozeßunterbrechung des Systems auf ähnliche Weise verbunden wie die zuvor im Zusammenhang mit Fig. 5 beschriebene Einheit. Betreffend die Formulierung der Systemunterbrechungserfordernisse identifiziert der Kreis selbst intern direkt die Unterbrechungen der Übertragung und des Empfanges. Die aufgeführten Elemente im einzelnen sind Stand der Technik, ebenso das Datenübertragungsverfahren, das dem sogenannten Stromschleifenprinzip entspricht.

Fig. 7 zeigt einen Mikroprozessor 24. Die Systemschiene 21 ist mit einem zentralen Einheitenkreis 72 sowie den Hilfskreisen, dem Auslesespeicher 73 und einem Lese/Schreib-Speicher 75, einem die Unterbrechungsforderungen verarbeitenden Kreis 76 und einem als Reihenschaltung ausgebildeten, die übertragenen Daten weiterleitenden Kreis 77 verbunden. Die Anordnung ist derart, daß ein Zeitkreis sowie der Kreis 77 direkt Unterbrechungen in dem die Unterbrechungsforderungen verarbeitenden Kreis 76 induzieren. Diesem Kreis 76 liegen auch die Unterbrechungen aus den o. g. Einheiten 17, 28 und 29 vor, die mit dieser Unterbrechung in anderen Aspekten als für den Zeitablauf äquivalent sind.

Der Kreis 77 ist ebenfalls mit zwei Optokopplern 78 verbunden. Auch die Gestaltung dieser Einheit ist als solche bekannt.

Fig. 8 zeigt eine schematische Darstellung des Datenspeichers 25. Mit den hier durchlaufenden Teilen der Schienen des Systems sind Pufferkreise 81 und 82 verbunden. Hieran sind ein Auslesespeicher 83 sowie ein Lese/Schreib-Speicher 84 sowie Steuerkreise 85 angeschlossen. Die Steuerklasse 85 steuern die Pufferkreise 81 und 82 sowie die Speicher 83 und 84. Alle Kreise entsprechen dem Stand der Technik.

Fig. 9 zeigt einen Optokoppler 23, wiederum mit Teilen der Adressenschiene 51, der zugehörigen Datenschiene 52 und der Steuerschiene 53.

Die Symbole A0-A15 sind den Adressenleitungen der Adressenschiene 51 zugeordnet. Mit DB0 ist die erste Leitung der Datenschiene 53 und mit W und INT sind die beiden Steuerleitungen für die Steuerschiene 53 bezeichnet.

Weiterhin sind übereinstimmend mit der allgemeinen Praxis logische Symbole vorgesehen. Alle dargestellten Bauelemente und Schaltkreise sind bekannt und im Handel erhältlich. Die Symbole kennzeichnen ihre Typenbezeichnungen. Der Einfachheit halber sind Teile des Schaltkreises fortgelassen. Die benachbart der rechten Seite der Darstellung angeführten Signale werden den Adaptereinheiten aus den o. g. Figuren zugeführt. Das Signal EXP ist nur in dem weitergeführten System verwendet, wie es in der Figur auch mit C gekennzeichnet ist.

Die mit den Leitungen der Steuerschiene 53 verbundenen Leitungen entsprechen üblichen Prinzipien. Im Interesse der Klarheit ist eine Anzahl von Hilfskomponenten in der Figur nicht dargestellt. Vorgesehen sind Puffer- oder Invertorkreise 94, Kreise 95, die eine synchronisierte Adressierung mit dem Computer selbst gestatten und Kreise 96 zur Synchronisierung weiterer Aktivitäten des Computers. Die Einheiten 54 entsprechen den oben erwähnten Optokopplern. Der Kreis 97 ist eine Demultiplexeinheit.

In Fig. 10 ist der zeitliche Ablauf für die Rufauswahl und die Datenübertragung näher dargestellt. Die Zeitachse ist nach rechts aufgetragen. Nach oben ist die Numerierung der Etagen aufgetragen; die entsprechende Achse ist mit 108 bezeichnet.

Unterhalb dieser Achse 108 für die Etagen ist längs der Zeitachse in Form rechteckiger Blöcke jede einzelne Phase bzw. jeder einzelne Zyklus aufgetragen. Die für ihn vorgesehene Zeitdauer ist aus seiner Längserstreckung nach rechts zu entnehmen, wobei diese Achse teilweise unterbrochen dargestellt ist, da einige der Zyklen nicht im gleichen Maßstab dargestellt werden können.

Der Zyklus 101 ist für die Synchronisierung vorgesehen, der Zyklus 102 für die Spezialauswahl, der Zyklus 103 für die normale Auswahl, der Zyklus 104 für weitere Mitteilungen, der Zyklus 105 für die Durchführung eines Tests. Während des Zyklus 106 findet eine Rückstellung verschiedener Speicher und eine Löschung des Ruflichts statt. Dies wird im einzelnen noch weiter unten beschrieben. Die Gesamtlänge aller Zyklen einschließlich der Pausen, also der Datenverarbeitungsprozeß insgesamt, wird mit 107 als Bezugszeichen gekennzeichnet.

Nach oben ergibt sich noch während der Zyklen 102 und 103 jeweils ein Fortschreiten der Auswahl. Die sich daraus ergebenden Kurven sind mit 109 bzw. 110 wiedergegeben.

Fig. 11 zeigt ein Flußdiagramm der Steuerung des Liftsystems. Die einzelnen Schritte des Flußdiagramms besitzen die in der folgenden Liste angegebene Bedeutung:

147 Start

146 Ende oder Übertragung in Reserve

145 im Liftsystem enthalten?

143 eigene Synchronisation ausgesandt?

144 Übertragung der Synchronisation

142 Auswahl zulässig?

140 Situation mit Überfüllung?

141 Übergang zu Steuerbedingungen für Überfüllungssituationen

139 Verarbeitung von Rufen mit Priorität

138 ist ein passender Ruf gefunden?

137 Verarbeitung normaler Rufe

136 passender Ruf gefunden?

135 Übergang zu Steuerbedingungen bei geringem Verkehr

133 wird eine Rufeinschreibung angefordert?

134 Durchführung des Rufs

132 verschiedene Steuermitteilungen werden übertragen

131 Testsignale werden übertragen

130 die Lichtsignale an den Rufanlagen werden gesteuert

Fig. 12 zeigt eine schematische Übersicht über das gesamte Liftsystem. Die von links nach rechts aufgetragenen Ziffern 1-4 entsprechen den einzelnen Fahrstühlen, die von unten nach oben aufgetragenen Zeilen 0-11 entsprechen den Etagen.

Als Beispiele herausgegriffen sind noch ein Abwärtsruf 111, der vom Rufknopf 11 für Abwärtsfahrt abgegeben wird und ein Aufwärtsruf 112, der vom Rufknopf 10 für Aufwärtsfahrt in den Etagen 9 bzw. 10 abgegeben wird. Das Kästchen 113 zeigt den Fahrstuhl Nr. 1 zu Beginn der hier betrachteten beispielhaften Situation. Das Kästchen 114 zeigt die Lage des gleichen Fahrstuhles nach der ersten Schrittausführung durch die Datenverarbeitungseinheit 18. Das Kästchen 115 zeigt den gleichen Fahrstuhl nach dem zweiten Schritt, entsprechend die Kästchen 116 und 117 nach dem dritten bzw. vierten Schritt.

Im folgenden wird unter Bezugnahme auf das Flußdiagramm aus Fig. 11 die Arbeitsweise des Liftsystems aus Fig. 12 beispielhaft unter Berücksichtigung der übrigen Figuren erläutert.

Wird der Rufknopf 11 in der 9. Etage gedrückt, so daß der Abwärtsruf 111 abgegeben wird, so wird den Datenverarbeitungseinheiten 1, 2, 3 der einzelnen Fahrstühle während des nächsten Rufauslesezyklus dieser Ruf 111 über den Adapterkreis 36 vorgelegt.

Darauf läuft in jeder Datenverarbeitungseinheit 1, 2, 3 der gleiche Prozeß ab, bis zu jenem Moment, an dem in der nun folgenden Beschreibung ausdrücklich erwähnt wird, daß ein Unterschied beginnt.

Das Rufleseprogramm, das nacheinander die verschiedenen Etagen abfragt, stellt bei der 9. Etage einen Abwärtsruf (nämlich 111) fest. Diese Information wird daraufhin in den entsprechenden Ausgang des Adapterkreises 37, 39 (vgl. Fig. 3) eingeschrieben, wo der Ruf gespeichert bleibt.

Als nächstes wird in dem Datenspeicher 25 der Rufinhalt mit einer Marke versehen, die ihn als äußeren Ruf kennzeichnet, da es sich um einen solchen handelt und das Liftsystem im Liftmodus, nicht im Reservemodus arbeitet. Danach geht das Rufleseprogramm zur nächsten Etage über und so fort.

Die Rufverarbeitung des Liftsystems beginnt nun mit dem Datenverarbeitungsprozeß 107, und zwar mit dem Zyklus 101 für die Synchronisierung an seinem Beginn. Die Synchronisierung ist ein Signal, welches alle Fahrstühle zur simultanen Rufsuche in einen Schritt versetzt. Im Zyklus 102 zur Spezialauswahl werden zunächst nur Rufe mit höherer Priorität beachtet, die sich in einer Spezialstellung befinden. Danach wird zum Zyklus 103 mit der Auswahl für normale Rufe durchgeführt. In diesem Schritt prüft das Programm, in welcher Etage der Fahrstuhl (hier Kästchen 113) steht bzw. sofern sich der Fahrstuhl in Bewegung befindet, jene Etage, in der der Fahrstuhl noch einen Halt machen kann, die sogenannte voraussichtliche oder vermutliche Lage.

Befindet sich in der so ermittelten Etage kein Ruf, so bildet sich eine Warteverzögerung und die Überprüfung schreitet zur nächsten Etage fort (Kästchen 114), und so fort.

Die zwischen den Schritten eingeschobene Verzögerung steht fest. Dadurch führen alle Fahrstühle die Rufsuche mit der gleichen Geschwindigkeit aus. Das bedeutet, daß der dem Ruf 111 zunächstliegende Fahrstuhl (Kästchen 113) sich in der üblichen Situation befindet, in der er diesen freien Ruf feststellt und ihn für sich verbucht bzw. einschreibt. Dieses Einschreiben erfolgt derart, daß zunächst ein Eintrag in der eigenen Tafel oder Schablone gemacht wird, worauf die Einschreibinformationen dem Programm weitergegeben wird, damit es auch den anderen Fahrstühlen mitgeteilt werden kann. Schließlich wird der eingeschriebene Ruf dem Steuerprogramm für die Antriebseinrichtung 4 zugeleitet. Hier wird der Ruf weiterverarbeitet, d. h. z. B. bei einer stationären Situation wird ein Signal für die Antriebsrichtung und den Start des Motors erzeugt.

In diesem Moment beginnen die anderen Fahrstühle sich in ihrer Arbeitsweise von dem gerade betrachteten Fahrstuhl Nr. 1 (Kästchen 113) zu unterscheiden. Sie befinden sich in einem größeren Abstand von dem vorliegenden Ruf 111 und haben diesen daher noch nicht festgestellt.

Es soll daher nachfolgend die Arbeitsweise des Fahrstuhls Nr. 4 außen rechts betrachtet werden. Jenes Programm, welches vollständig unabhängig von der Empfangssituation arbeitet und Mitteilungen empfängt, erhält die Informationen über die Einschreibung vom Fahrstuhl Nr. 1. Dieses empfangene Signal bzw. diese Information wird nun interpretiert. Da sie einen Ruf betrifft, wird eine Datenübertragung in die Rufschalttafel des Datenspeichers 25 ausgeführt. Beim nächsten Durchlaufen des Programms findet die Datenverarbeitungseinheit 18 dieses Fahrstuhls die Feststellung, daß der hier betrachtete Ruf von einem anderen Fahrstuhl bereits verbucht worden ist. Dies hat die Folge, daß der Fahrstuhl Nr. 4 diesen Ruf nicht mehr beachtet und statt dessen seine Suche nach einem für ihn geeigneten Ruf fortsetzt. Diese Vorgänge laufen gleichzeitig bei allen Fahrstühlen mit Ausnahme des Fahrstuhls, der den Ruf tatsächlich bereits verbucht hat. Einige weitere Funktionen seien hier der Einfachheit halber nicht beschrieben.

Während des nächsten Datenverarbeitungsprozesses 107 mit dem hier zu betrachtenden Zyklus 102 bzw. 103 arbeiten die Fahrstühle in der gleichen Weise. Der Fahrstuhl, der die ausgesendeten Rufe 111 bzw. 112 ausgewählt hat, wenn das Auswahlprogramm an dem in Frage stehenden Etagenabschnitt ankommt (vgl. die Kurven 109, 110 in Fig. 10), erzeugt erneut ein Verbuchungssignal. In entsprechender Weise wird der Ruf dem Antriebsprogramm der Antriebseinrichtung 4 zugeleitet, während gleichzeitig die Verbuchungsinformation den anderen Fahrstühlen zugeleitet wird. Die anderen Fahrstühle verhalten sich so wie vorbeschrieben der Fahrstuhl Nr. 4.

Das Ergebnis ist, daß die endgültige Auswahl stets mit einer Genauigkeit eines oder einiger weniger Etagen und so spät wie möglich getroffen wird. Selbstverständlich umfaßt die Liftsystemsteuerung zusätzliche Überwachungen mit einer vorausberechnenden, korrigierenden oder äquivalenten Art, wobei alle Arbeitsvorgänge des Liftsystems effektiv überwacht werden können.

Bewegt sich der Fahrstuhl, der den Ruf verbucht hat, zu der Stelle, an der seine Verzögerung einsetzen muß, wird die Antriebssteuerung eingesetzt. Diese Ausrüstung und Maßnahmen entsprechen allgemeinen Mikroprozessorsteuerungen und brauchen nicht weiter beschrieben werden.

Ist die Verzögerung ausgelöst worden, sendet derjenige Fahrstuhl, der endgültig den Ruf verbucht hat, zur gleichen Zeit eine entsprechende Information zu den anderen Fahrstühlen. Das bedeutet, daß beim nächsten Durchgang der Rufleseprogramme durch die anderen Fahrstühle diese die Bemerkung des betreffenden Fahrstuhls vorfinden, daß der Ruf bereits verbucht worden ist. Dies entspricht einer intern übertragenen Mitteilung, die von dem Datenspeicher ausgeht.

Dadurch setzt der Zyklus 106 für die Rufe ein, welcher den externen Speicher in den betreffenden Rufleitungen auf Null zurückstellt. Das bedeutet, daß die betreffende Endstufe nicht mehr die Rufleitung erdet. Dies findet bei allen Fahrstühlen außer demjenigen statt, der den Ruf tatsächlich verbucht hat. Wenn dieser Fahrstuhl zum Stillstand kommt, wird das Ruflicht ausgelöscht, wobei das gleiche Programm des Zyklus' 106 verwendet wird.

Bezugszeichenliste für Akte 7077

1-3 Datenverarbeitungseinheiten

4 Antriebseinrichtung

6 Fahrstuhlkorb

7 Gegengewicht

8 Seilscheiben

9 Fahrstuhlkorbknöpfe und -anzeigen

10 Rufknöpfe f. Aufwärtsf.

11 Rufknöpfe f. Abwärtsf.

12 Rufverbindungsleitung

13 Leitung

14 Mikroprozessoren

15 Rufadaptereinheit

16 Adaptereinheit f. 4

17 Datenübertragungseinh.

18 Datenverarbeitungseinh.

21 Systemschiene

22 andere Schienen

23 Optokoppler

24 Mikroprozessoren

25 Datenspeicher

28, 29 Eingangs-/Ausgangseinheit

31 Signalauswahlschiene

32 Signalgruppenauswahl

33 Signalempfangsleitung

34 Signalübertragungsltg.

35 Steuerleitung

36-39 Adapterkreis

41 Unterbrechungsschiene

42 Vorverarbeitungseinheit

43, 44 Speicherkreis

45-48 Einheiten

51 Adressenschiene

52 Datenschiene

53 Steuerschiene

54 Einheiten

55 Unterbrechungslogik

56 Kodierungseinheit

57 Kreis

61 Konvertor

62 Kodetransformator

63 Signalfrequenzerzeuger

64 Kristall

61, 66 Optokoppler

72 zentraler Einheitenkreis

73 Auslesespeicher

75 Lese/Schreib-Speicher

76 Kreis

77 Kreis

78 Optokoppler

81, 82 Pufferkreis

83 Auslesespeicher

84 Lese/Schreib-Speicher

85 Steuerkreise

94 Konvertorkreis

95 Kreise

96 Kreise

97 Kreis

101-106 Zyklen

107 Datenverarbeitungsprozeß

108 Achse

109, 110 Kurven

111 Abwärtsruf

112 Aufwärtsruf

113-117 Kästchen

130-147 Schritte im Flußdiagramm


Anspruch[de]
  1. 1. Steuereinrichtung für ein aus mehreren Fahrstühlen bestehendes Liftsystem mit Mikroprozessoren, in dem
    1. a) jedem Fahrstuhl eine separate Mikroprozessoren aufweisende Datenverarbeitungseinheit (18) zugeordnet ist,
    2. b) jede Datenverarbeitungseinheit (18) des verbundenkontrollierten, aus mehreren Fahrstühlen bestehenden Liftsystems in Verbindung mit anderen Datenverarbeitungseinheiten (18) den ihr zugeordneten Fahrstuhl und das Liftsystem steuert, wobei
    3. c) die Datenverarbeitungseinheiten (18) untereinander gleichrangig sind,
    4. d) die Datenverarbeitungseinheiten (18) Datenspeicher (25) aufweisen,
    5. e) den Datenspeichern (25) einer jeden Datenverarbeitungseinheit (18) die gleichen Daten betreffend äußere Rufe zugeführt werden,
    6. f) jede Datenverarbeitungseinheit (18) eine Systemschiene (21) aufweist, an die eine oder mehrere der Mikroprozessoren (14), eine oder mehrere der Datenspeicher (25) und eine oder mehrere Datenübertragungseinheiten angeschlossen sind, und in dem die Systemschiene (21) jeder Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) über einen Optokoppler (23) galvanisch isoliert an andere Schienen (22) angeschlossen ist.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Datenspeicher (25) der Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) Steuerstrategien für gleichartige Schrittfolgen aller Lifte implementiert sind.
  3. 3. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) eine gleichzeitige Steuerung des Liftsystems durchführen.
  4. 4. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungseinheiten (17) so miteinander verbunden sind, daß von jeder Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) der Fahrstühle wenigstens ein direkter Kommunikationsweg zu allen anderen Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) der Fahrstühle führt.
  5. 5. Steuereinrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) eine Reihe von Schritten auf der Basis ausführen, auf der über die Datenübertragungseinheiten (17) Signale zu den anderen Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) übertragen werden derart, daß Datenverarbeitungsprozesse (107) erzeugt werden, welche in allen Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) der Steuereinrichtung die gleiche Länge besitzen.
  6. 6. Steuereinrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß in jeder der Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) welche Signale übertragen oder empfangen, das erste Signal bzw. das sog. Synchronisierungssignal (Zyklus 101) übertragen werden kann, und daß dann, wenn die das Synchronisierungssignal (Zyklus 101) aussendende Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) mit der Übertragung aufhört, eine beliebige andere Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) den nächsten Zyklus (102) durch Aussenden weiterer Synchronisierungssignale (Zyklus 101) zu den anderen Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) ihrerseits starten kann.
  7. 7. Steuereinrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß während der Datenverarbeitungsprozesse (107) jede Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) eine Reihe von Schritten ausführt, bei denen während des Datenverarbeitungsprozesses (107) für jede Datenverarbeitungseinheit oder mehrere äußere Rufe (111, 112) ausgewählt werden.
  8. 8. Steuereinrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jede Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) dann, wenn während der Ausführung der Schrittserie ein freier Ruf oder ein Ruf beobachtet wird, der mit einer Verbuchungsmarkierung von niedrigerer Priorität im Vergleich mit der eigenen laufenden Situation versehen ist, eine andere Schrittserie ausführt derart, daß diese Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) welche bei der Ausführung der ersten Schrittserien noch nicht die in Frage stehenden äußeren Rufe (111, 112) registriert haben, einen Hinweis auf diese erhalten, solange sie die erste Schrittreihe ausführen und bevor sie bei der Ausführung an den Punkt gelangen, an dem der äußere Ruf (111, 112) zu beachten ist.
  9. 9. Steuereinrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig mit der Ausführung der zweiten Schrittreihe die erste Schrittreihe ihren Fortgang nimmt, bis alle äußeren Rufe (111, 112) verarbeitet worden sind, oder bis alle Prüfvorgänge ausgeführt worden sind, und daß dann, wenn dabei zusätzliche äußere Rufe (111, 112) beobachtet werden, welche mit einer Verbuchungsmarkierung von niedrigerer Priorität im Vergleich zu der der laufenden Situation festgestellt werden, die oben erwähnte zweite Schrittreihe für diesen zweiten Ruf wiederholt wird, jedoch in einer solchen Weise, daß bei jedem Durchlaufen eines Zyklus die Signale eine niedrigere Priorität als im vorhergehenden Durchlauf aufweisen, wobei die Zahl der Durchläufe regelmäßig klein, insbesondere zwei, drei oder vier ist.
  10. 10. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) gleichzeitig arbeiten und nach Durchlaufen des Datenvereinbarungsprozesses (107) alle die gleichen Informationen bezüglich der äußeren Rufe besitzen.
  11. 11. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Datenübertragungseinheiten (17) so miteinander verbunden sind, daß von jeder Datenverarbeitungseinheit (1, 2, 3, 18) wenigstens ein indirekter Kommunikationsweg zu allen anderen Datenverarbeitungseinheiten (1, 2, 3, 18) führt.
  12. 12. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Zentralspeicher für die äußeren Rufe vorgesehen ist, der mit allen Datenübertragungseinheiten (17) des Liftsystems verbunden ist.
  13. 13. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jedem äußeren Ruf eine Wertung abhängig davon angefügt wird, wie viele in den Lift wollende Personen pro Etage das Überwachungssystem meldet.
  14. 14. Steuereinrichtung nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß über den Optokoppler (23) Daten von den Datenverarbeitungseinheiten (18) an die Antriebseinrichtungen (4) bzw. von den Antriebseinrichtungen (4) zu den Datenverarbeitungseinheiten (18) übertragen werden können, wobei der Optokoppler (23) so ausgebildet ist, daß die Daten von den Antriebseinrichtungen (4) eine Unterbrechung für die Datenverarbeitungseinheiten (18) auslösen können.






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