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Dokumentenidentifikation DE3312121C2 28.02.1991
Titel Biegeverfahren zur Herstellung von Ösen an Drahtverzugsmattenenden
Anmelder Ruhrkohle AG, 4300 Essen, DE
Erfinder Hopfgartner, Hans, Dipl.-Ing., 4134 Rheinberg, DE
Vertreter Hallermann, D., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 02.04.1983
DE-Aktenzeichen 3312121
Offenlegungstag 04.10.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.1991
IPC-Hauptklasse B21F 27/14

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Biegeverfahren zur Herstellung von an Drahtverzugmattenenden zur Aufnahme der benachbarten, zu Haken geformten Mattenenden erforderlichen Ösen, insbesondere an für den Grubenausbau verwendeten Drahtverzugmatten, wobei die zu Haken geformten Längsdrahtenden des benachbarten Mattenendes um ein geringes Maß gegen die senkrechte Ebene geneigt ausgebildet sind.

Nach der DE-OS 28 33 576 ist eine Verzug-Drahtmatte, insbesondere zum Verziehen von untertägigen Strecken, bekannt, die im wesentlichen aus senkrecht in einer Ebene zueinander angeordneten und miteinander verschweißten Längs- und Querdrähten besteht, wobei die Längsdrahtenden des einen Mattenendes als mit einem über die Mattenbreite reichenden Querdraht versehene Ösen ausgebildet sind, während die Längsdrahtenden des anderen Mattenendes hakenartig gebogen ausgebildet sind, wobei die Längsdrahtenden als gegen die senkrechte Ebene geneigte Haken ausgebildet sind.

Derartige Verzugdrahtmatten sind aufgrund ihres Verbundmechanismus geeignet, im verbundenen Zustand sowohl der Auflockerung des Gebirges frühzeitig entgegen zu wirken, um dessen Eigentragfähigkeit zu erhalten, als auch vom Beginn der Lastaufnahme an hochtragfähig und gleichzeitig anhaltend arbeitsvermögend zu sein. Der Ausbauwiderstand soll nämlich unter Funktionserhalt des Verzuges möglichst über die gesamte Standzeit des Grubenausbaus übertragen werden können, damit der Ausbaueffekt seitens des Verzuges erhalten bleibt und Streckenunterhaltungsarbeiten bzw. -reparaturen sich erübrigen.

Desweiteren ist eine derartige Verzug-Drahtmatte geeignet, sowohl bei Sprengvortrieb oder maschinellem Vortrieb als auch im Falle vorgespannt eingebrachten Unterstützungsausbaus universell verwendet zu werden.

Als nachteilig hat sich bei der Herstellung von solchen Drahtverzugmatten herausgestellt, daß die Ausbildung der Ösen unter mehrfacher Biegung der freien Längsdrahtenden, insbesondere in Verbindung mit dem bei den Ösen vorgesehenen Endquerdraht, ein sehr komplizierter, aufwendiger und somit kostspieliger Vorgang ist.

Von daher liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Biegeverfahren zur Herstellung der an einem Mattenende erforderlichen Ösen zu schaffen, welches einfach und kostengünstig ist und darüber hinaus hinsichtlich der Wirkung der Haken- und Ösenverbindung eine zusätzliche Stabilität zur Folge hat.

Diese Aufgabe wird in Verbindung mit den Oberbegriffsmerkmalen erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das an den Längsdrahtenden mit einem Endquerdraht versehene Mattenende zunächst so weit gebogen wird, bis der Endquerdraht am vorletzten Querdraht oder ohne einen solchen an den Längsdrähten zur Anlage kommt, und daß anschließend die so gebildeten Ösen um ein der Neigung der Haken des benachbarten Mattenendes entsprechendes Maß gegen die senkrechte Ebene gebogen werden.

Der auf diese Weise herzustellende Verbindungsmechanismus ermöglicht eine Mattenverbindung, die sämtliche Vorteile einer Draht-Verzugmatte hinsichtlich der frühtragenden und arbeitsvermögenden Ausbildung gewährleistet, die von der horizontalen bis vertikalen Ebene verpfändbar ist und die aufgrund des durch das einfache Herstellungsverfahren produzierten Verbindungselements eine einfache und einbringungsfreundliche Handhabung gewährleistet. Dieser Verbundmechanismus ist darüber hinaus so stabil und längsdrahtschonend, daß er beim Erreichen der Höchstbelastung nicht reißt, sondern unter Erzeugung hoher Widerstandskraft nachgiebig ist, solange die Schenkel der Haken in den Ösen im Eingriff bleiben. Je nach Länge der Schenkel kann so jede gewünschte Nachgiebigkeit im Verbundmechanismus vorgegeben werden, was jeder gewollten Mattendurchbiegung im Belastungsfall entspricht.

Ein Ausführungsbeispiel der durch das erfindungsgemäße Verfahren hergestellten Ösen an Drahtverzugmattenenden ist in der Zeichnung dargestellt und wird im folgenden näher erläutert.

Es zeigt

Fig. 1 eine teilweise Darstellung eines Drahtverzugmattenendes mit erfindungsgemäß durch das Biegeverfahren hergestellten Ösen und

Fig. 2 eine Mattenverbindung zweier teilweise dargestellter Drahtverzugmatten.

In der teilweisen Darstellung einer Drahtverzugmatte, die aus Längsdrähten 1 und Querdrähten 2 besteht, sind die zur Verbindung mit einer benachbarten Drahtverzugmatte erforderlichen Ösen 6 nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt worden.

Für das Herstellungsverfahren ist zunächst eine Verzugmatte erforderlich, die an den zu Ösen 6 zu formenden Längsdrahtenden mit einem Endquerdraht 3 endet. Das mit dem Endquerdraht 3 versehene Mattenende B wird zunächst in einem Biegevorgang gebogen, und zwar soweit, bis der Endquerdraht 3 an dem vorletzten Querdraht 2 oder ohne einen solchen an den Längsdrähten 1 anliegt. Anschließend werden die in einer senkrechten Ebene zur Verzugmatte gebogenen Ösen 6 um ein geringes Maß gegen die senkrechte Ebene gebogen. Das Maß des zweiten Biegevorganges ist abzustellen auf die in Fig. 2 dargestellten, in einer vollständigen Verbindung wiedergegebenen Haken 4 des anderen Mattenendes A, deren freie Enden ebenfalls gegen die senkrechte Ebene geneigt ausgebildet sind. Beim Verbinden der Mattenenden A und B miteinander werden die freien Schenkel 5 der Haken 4 zunächst über den durch das Biegeverfahren sich in bestimmter Lage ergebenden Einfachendquerdraht 3 oder Doppelendquerdraht 2, 3 geführt, und anschließend werden die freien Enden 5 der Haken 4 auf der Rückseite der Matte in die Öse 6 gesteckt. Eine derartige Verbindung von Verzugmatten erlaubt durch die in der Öse 6 widerlagernden Schenkel 5 und die auf dem Einfachendquerdraht 3 oder Doppelendquerdraht 2, 3 aufliegenden Haken 4 eine vorzügliche Vorpfändbarkeit der Matten, und zwar von der horizontalen bis zur vertikalen Ebene, d.h. in jeder Lage.


Anspruch[de]
  1. Biegeverfahren zur Herstellung von an Drahtverzugmattenenden zur Aufnahme der benachbarten, zu Haken geformten Mattenenden erforderlichen Ösen, insbesondere an für den Grubenausbau verwendeten Drahtverzugmatten, wobei die zu Haken geformten Längsdrahtenden des benachbarten Mattenendes um ein geringes Maß gegen die senkrechte Ebene geneigt ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das an den Längsdrahtenden mit einem Endquerdraht (3) versehene Mattenende (B) zunächst so weit gebogen wird, bis der Endquerdraht (3) am vorletzten Querdraht (2) oder ohne einen solchen an den Längsdrähten (1) zur Anlage kommt, und daß anschließend die so gebildeten Ösen (6) um ein der Neigung der Haken (4) des benachbarten Mattenendes (A) entsprechendes Maß gegen die senkrechte Ebene gebogen werden.






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