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Dokumentenidentifikation DE3314836C2 28.02.1991
Titel Handhabungssystem, insbesondere für kleine Lasten und/oder begrenzte Zugriffswege
Anmelder Schaper, Hans-Hermann, 7513 Stutensee, DE
Erfinder Schaper, Hans-Hermann, 7513 Stutensee, DE
Vertreter Geitz, H., Dr.-Ing., Pat.-Anw., 7500 Karlsruhe
DE-Anmeldedatum 23.04.1983
DE-Aktenzeichen 3314836
Offenlegungstag 25.10.1984
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.1991
IPC-Hauptklasse B25J 17/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein insbesondere für kleine Lasten und/oder begrenzte Zugriffswege bestimmtes Handhabungssystem mit mehreren Verstelleinheiten zum Bewegen eines Greifers jeweils in einer Richtung bzw. um eine Achse und bei dem der Greifer einem in einer Längsführung einer Translationseinheit mittels eines Linearantriebs hin- und herbewegbaren Schlitten zugeordnet und gegenüber letzterem durch von dem Linearantrieb der Translationseinheit unabhängige Antriebe, die am Schlitten angeordnet sind, um zwei im Winkel zueinander verlaufende Achsen bewegbar ist.

Ein aus mehreren Verstelleinheiten zum Erzeugen jeweils einer translatorischen oder rotatorischen Bewegung eines Greifers als Arbeitsmittel in einer Richtung bzw. um eine Achse aufgebautes Handhabungssystem der vorstehend angegebenen Art ist aus der DE-OS 25 37 800 bekannt. Dabei sind die Verstelleinheiten mit austauschbar zueinanderpassenden Verbindungseinrichtungen versehen und somit unter Weglassung der einen oder anderen, für den jeweiligen Bestimmungszweck nicht benötigten Verstelleinheit miteinander kombinierbar.

Bei dem vorbekannten Handhabungssystem handelt es sich um einen modular aufgebauten und an den jeweiligen Bedarfsfall gut anpaßbaren Manipulator, der auch in einfacher Weise auf veränderte Bedürfnisse umrüstbar ist.

Verbesserungsbedürftig erscheint der vorbekannte Manipulator allerdings insbesondere hinsichtlich der räumlichen Bewegbarkeit seines Arbeitsmittels. Diesem Bedürfnis soll durch die Erfindung Rechnung getragen und ein insoweit verbessertes, im Aufbau aber gleichwohl einfaches Handhabungssystem geschaffen werden.

Diese Aufgabe ist bei einem Handhabungssystem nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 dadurch gelöst, daß der Greifer dreh- und schwenkbar an einem vom Schlitten der Translationseinheit entfernten Ende eines seinerseits an den Schlitten schwenkbar angelenkten Unterarms angelenkt ist und daß ein Schwenk- und Drehantrieb für den Greifer in bekannter Weise ein Differentialgetriebe mit zwei einander gegenüberliegend und um die Greiferschwenkachse drehbar gelagerten Kegelrädern umfaßt, die unabhängig voneinander wahlweise rechts- oder linksdrehend angetrieben sind und gemeinsam mit einem zwischen ihnen aufgenommenen dritten Kegelrad in Zahneingriff stehen, das um eine rechtwinklig zur Greiferschwenkachse verlaufende Achse drehbar gelagert und mit dem der sich in der Zahnraddrehachse forterstreckende Greifer dreh- und axialfest verbunden ist, und daß die beiden drehbar um die Greiferschwenkachse gelagerten Kegelräder mittels der am Schlitten der Translationseinheit angeordneten Antriebsmotoren über in Parallelebenen zueinander verlaufende Umschlingungstriebe angetrieben sind.

Angesichts der Anlenkung des Greifers an einen seinerseits am Schlitten einer Translationseinheit angelenkten Unterarm ist die Bewegbarkeit des Greifers gegenüber der des Arbeitsmittels bei dem vorbekannten System wesentlich verbessert. In Verbindung mit anderen Verstelleinheiten, wie beispielsweise einer quer zur Längsführung der Translationseinheit verfahrbaren Grundeinheit, einer auf dieser aufgenommenen Hubeinheit sowie einer zwischen letzterer und der Translationseinheit angeordneten Rotationseinheit, gelingt es bei dem Handhabungssystem nach der Erfindung innerhalb eines vorbestimmten Arbeitsraums mit dem räumlich bewegbaren Greifer jeden beliebigen Punkt präzise anzufahren.

Aus der FR-PS 23 85 185 ist zwar bereits ein Manipulator mit einem teleskopartig in einer Richtung verfahrbaren Ausleger und einem über mehrere jeweils gelenkig aneinander angelenkte Glieder mit dem Ausleger verbundenen Arbeitsmittel bekannt, aber dabei handelt es sich um einen schweren Gelenk-Manipulator mit in den einzelnen Gelenken bzw. zwischen dem Arbeitsmittel und dem letzterem benachbarten Armteil angeordneten Antriebsmotoren zum Erzeugen von Bewegungen des Arbeitsmittels um jeweils eine Achse. Der bauliche Aufwand eines derartigen Gelenk-Manipulators ist beträchtlich.

Demgegenüber ist bei der Erfindung der in der oben erläuterten Weise mit einem Differentialgetriebe ausgestattete Schwenk- und Drehantrieb für den zwischen einer Greif- und Öffnungslage betätigbaren Greifer vorgesehen. Angesichts dieser Ausbildung des Schwenk- und Drehantriebs für den Greifer führt eine gleichsinnige Drehung der beiden einander gegenüberliegenden Zahnräder des Differentialgetriebes zu einem Verschwenken des Greifers um seine Anlenkachse, hingegen eine gegensinnige Drehung der genannten Zahnräder zur Drehung des Greifers um seine mit der Drehachse des dritten Kegelrades zusammenfallende Längsachse. Durch entsprechende Betätigung der einander gegenüberliegenden Kegelräder des Differentialgetriebes sind mithin Greiferbewegungen im gesamten Greiferschwenkbereich bei gleichzeitiger Greiferdrehung um die Greiferlängsachse realisierbar.

Es ist zwar auch schon in der US-PS 36 65 148 ein Manipulator mit im Anlenkbereich eines als Schweißzange ausgebildeten Arbeitsmittels angeordneten Differentialgetriebe beschrieben, aber dieses Differentialgetriebe ist am Ende eines verfahrbaren Auslegers angeordnet und angesichts des Fehlens eines gegenüber dem Ausleger verschwenkbaren Unterarms unproblematisch antreibbar. Demgegenüber werden bei der Erfindung die beiden drehbar um die Greiferschwenkachse gelagerten Kegelräder mittels am Schlitten der Translationseinheit angeordneter Antriebsmotoren über in Parallelebenen zueinander verlaufende Umschlingungstriebe angetrieben, bei denen es sich zweckmäßigerweise um Profilriemen oder jedenfalls um so ausgebildete Antriebsmittel handeln kann, daß die Antriebsbewegungen schlupffrei übertragen werden.

Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der an einem Ende des Schlittens der Translationseinheit angelenkte Unterarm mittels eines Getriebemotors, der an dem vom Unterarm entfernten Ende des Schlittens angeflanscht ist, über einen sich längs durch den Schlitten hindurcherstreckenden Umschlingungstrieb angetrieben wird. Mit Vorteil kann dieser Umschlingungstrieb zwei im Abstand voneinander in Parallelebenen gleichsinnig und synchron umlaufende Umschlingungsmittel aufweisen, bei denen es sich wiederum insbesondere um Profilriemen handeln kann.

Eine gleichfalls vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß die in Parallelebenen umlaufenden Umschlingungstriebe des Schwenk- und Drehantriebs des Greifers über um die Anlenkachse des Unterarms an den Schlitten der Translationseinheit frei drehend gelagerte Umlenkscheiben geführt sind, die ihrerseits über je einen weiteren Umschlingungstrieb angetrieben werden, wobei diese weiteren Umschlingungstriebe sich ebenfalls in Parallellage zueinander durch den Schlitten hindurcherstrecken und über am Schlitten einander gegenüberliegend angeordnete Treibscheiben, deren Drehachsen miteinander fluchten, motorisch angetrieben und mit den Abtriebswellen von einander gegenüberliegend am Schlitten der Translationseinheit angeordneten Antriebsmotoren für den Greiferschwenk- und Drehantrieb drehfest verbunden sind.

Eine ebenfalls vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß der an dem vom Schlitten der Translationseinheit entfernten Ende des Unterarms angelenkte Greifer mittels eines Bowdenzugs, der sich durch den Schlitten, den daran angelenkten Unterarm und das im Bereich der Greiferschwenkachse angeordnete Differentialgetriebe hindurcherstreckt, zwischen seiner Öffnungs- und Schließlage betätigbar ist. Zur Betätigung dieses Bowdenzugs kann dem Getriebemotor für die Unterarmbetätigung gegenüberliegend am Schlitten der Translationseinheit ein Antriebsmotor angeordnet sein, dessen Abtriebswelle zweckmäßigerweise mit der Abtriebswelle des Getriebemotors für die Unterarmbetätigung fluchtet. Der Bowdenzug kann sich dann, in einer Draufsicht gesehen, in einer Symmetrieebene des Schlittens erstrecken.

Anhand der Zeichnung soll nachstehend der grundsätzliche Aufbau des erfindungsgemäßen Handhabungssystems anhand eines Ausführungsbeispiels erläutert werden. In schematischen Ansichten zeigt

Fig. 1 den grundsätzlichen Aufbau einer Ausführungsform des erfindungsgemäßen Handhabungssystems in einer seitlichen Ansicht,

Fig. 2 eine Draufsicht auf das Handhabungssystem nach Fig. 1,

Fig. 3 verschiedene Schwenklagen des Unterarms, der seinerseits an einem den Oberarm der Translationseinheit bildenden Schlitten schwenkbar angelenkt ist und an dessen von diesem Schlitten entfernten Ende der Greifer angelenkt ist,

Fig. 4 verschiedene Schwenklagen des Greifers gegenüber dem am Schlitten der Translationseinheit angelenkten Unterarm,

Fig. 5 in einer Ansicht ähnlich Fig. 2 Einzelheiten der Antriebe zum Betätigen des Greifers und des Unterarms und

Fig. 6 in einer Ansicht ähnlich Fig. 1 Einzelheiten der Rotationseinheit und der Hubeinheit.

Das als Ausführungsbeispiel veranschaulichte Handhabungssystem ist modular aus einer Anzahl miteinander kombinierbarer Einheiten in solcher Weise aufgebaut, daß in Anpassung an den jeweiligen Bedürfnisfall nur die zur Abdeckung der geforderten Bewegungsvorgänge notwendigen Einheiten Verwendung finden.

So besteht das insbesondere in den Fig. 1 und 2 veranschaulichte Handhabungssystem 10 aus einer Grundeinheit 11, einer auf dieser aufgenommenen Hubeinheit 12, einer am oberen Ende der Hubeinheit angeordneten Rotationseinheit 13 und einer auf dieser aufgenommenen Translationseinheit 14. Die Grundeinheit 11 besitzt eine Geradführung und einen auf dieser aufgenommenen, nicht gezeigten Schlitten, der mittels eines der Geradführung zugeordneten Linearantriebs, von dem lediglich der Motor 15 in Fig. 2 gezeigt ist, in den durch die Pfeile 16, 16&min; angedeuteten Richtungen längs der Geradführung hin- und herbewegbar ist.

Auf dem Schlitten der Grundeinheit 11 ist ein Gehäuseblock 17 der Hubeinheit 12 angeordnet, aus dem eine sich nach oben erstreckende Hubsäule 18 herauswächst, die in unten noch zu beschreibender Weise eine Hubbewegung in Richtung des Doppelpfeils 19 ausführen kann. Am oberen Ende der Hubsäule 18 ist die Rotationseinheit 13 angeflanscht, die ihrerseits eine Längsführung 20 der Translationseinheit 14 aufnimmt, in der ein mittels eines Linearantriebs, von dem lediglich der Antriebsmotor 21 dargestellt ist, hin- und herbewegbar geführter Schlitten 22 aufgenommen ist. Die Rotationseinheit 13 ist mit einem unten noch zu beschreibenden Drehantrieb versehen und ermöglicht ein Verschwenken der Längsführung 20 der Translationseinheit um eine mit der Hubachse 24 der Hubeinheit 12 zusammenfallende Drehachse nach beiden Drehrichtungen, wie der Doppel- Drehpfeil 25 in den Fig. 1 und 2 andeutet.

An einem Ende des in der Längsführung 20 der Translationseinheit 14 in Richtung der Längsführung axialbeweglich entsprechend dem Doppelpfeil 26 in Fig. 1 hin- und herbewegbaren Schlitten 22 ist ein um eine horizontal verlaufende Achse 27 schwenkbarer Unterarm 28 angelenkt, an dessen vom Schlitten 22 entfernten Ende ein um eine ebenfalls horizontal verlaufende Achse 29 schwenkbarer und darüber hinaus um eine Längsachse 30 rechts- oder linksdrehend gelagerter Greifer 31 als eigentliches Arbeitswerkzeug angelenkt ist. Die Drehbarkeit des Greifers 31 um die Greiferlängsachse 30 veranschaulicht der Doppel-Drehpfeil 32, während die Schwenkbarkeit des Greifers 31 um seine horizontale Anlenkachse 29 am Unterarm 28 aus der in den Fig. 1 und 2 ersichtlichen Mittellage um 90° nach jeder Seite in Fig. 4 durch den Doppelpfeil 33 angedeutet ist. Fig. 3 zeigt den Unterarm 28 mit dem Greifer 31 in Öffnungsstellung in einer Strecklage zu dem hin- und herbewegbar geführten Schlitten 22 der Translationseinheit sowie die gegenüber dieser Strecklage möglichen Verschwenkungen des Unterarms 28 um die horizontale Anlenkachse 27 am Schlitten 22 der Translationseinheit um 90° nach jeder Seite, wie der Doppelpfeil 34 andeutet.

Die Translationseinheit 14 ist mit einem Linearantrieb für die hin- und hergehende Bewegung des in der Längsführung 20 aufgenommenen Schlittens 22 ausgerüstet. Dieser Linearantrieb besteht aus einer sich in Führungsrichtung durch die Längsführung 20 hindurcherstreckenden Antriebsspindel, die in der Längsführung axialfest angeordnet ist und von einem an dem einen Ende der Längsführung angeordneten Antriebsmotor 21 über hier im einzelnen nicht interessierende Mittel rechts- oder linksdrehend angetrieben wird, ferner aus einer auf der Antriebsspindel aufgenommenen und mit deren Gewinde zusammenwirkenden Spindelmutter, die mit dem in der Längsführung hin- und herbewegbar geführten Schlitten der Translationseinheit axial- und drehfest verbunden ist. Darüber hinaus sind in der Nähe des vom Greifer 31 entfernten Endes des Schlittens 22 insgesamt vier Antriebsmotoren zum Betätigen des am anderen Ende des Schlittens angelenkten Unterarms 28 einerseits und des Greifers 31 andererseits angeordnet.

So wird der um die Schwenkachse 27 am Schlitten 22 angelenkte Unterarm 28 zwischen den in Fig. 3 veranschaulichten Schwenklagen mittels eines am Schlitten der Längsführung angeflanschten Getriebemotors 35 über einen Umschlingungstrieb angetrieben. Auf der Abtriebswelle 36 des Getriebemotors ist eine Treibscheibe 37 drehfest aufgenommen, die sich quer zur Längserstreckung der Längsführung 20 der Translationseinheit 14 in den hin- und herbewegbar geführten Schlitten 22 hineinerstreckt. Mit der Anlenkachse 27 des Unterarms 28 an den Schlitten 22 als Drehachse sind im Bereich der genannten Anlenkachse zwei Umlenkscheiben 38, 38&min; in axialem Abstande symmetrisch zu einer Längsachse durch den Schlitten angeordnet. Auf diesen Umlenkscheiben und der mit der Abtriebswelle des Getriebemotors verbundenen Treibscheibe 37 sind zwei in Parallellagen zueinander verlaufende, synchron angetriebene Profilriemen 39, 39&min; geführt. Es ist ersichtlich, daß bei einer Drehung der Treibscheibe 37 nach der einen oder anderen Seite der Unterarm 28 eine entsprechende Schwenkbewegung ausführt, wie dies der Pfeil 34 in Fig. 3 andeutet.

Der Schwenk- und Drehantrieb des Greifers 31 umfaßt ein an dem von der Schwenkachse 27 entfernten Ende des Unterarms 28 angeordnetes Differentialgetriebe 40, das einander gegenüberliegend zwei Kegelräder 41, 41&min; umfaßt, deren Drehachsen mit der Greiferschwenkachse 29 am Unterarm fluchten. Auf der vom Unterarm entfernten Seite ist zwischen den genannten Kegelrädern 41, 41&min; ein weiteres Kegelrad 42 aufgenommen, mit dem der Greifer 31 axial- und drehfest in der Weise verbunden ist, daß sich die Greiferlängsachse 30 in der Drehachse dieses Zahnrades 42 forterstreckt. Mit den beiden einander gegenüberliegenden Kegelrädern 41, 41&min;, deren Drehachsen mit der Schwenkachse 29 fluchten, sind Zahnscheiben 43, 43&min; fest verbunden, auf denen je ein Profilriemen 44, 44&min; geführt ist. Andererseits sind diese Profilriemen über je eine um die Anlenkachse 27 des Unterarms 28 an den Schlitten 22 freidrehbar gelagerte Doppelscheibe 45, 45&min; geführt. Der Antrieb erfolgt über zwei einander gegenüberliegend mit fluchtenden Abtriebswellen am Schlitten angeordnete Antriebsmotoren 46, 46&min; mit je einer Treibscheibe 47, 47&min;, über die je ein die Antriebsverbindung zu den genannten Doppelscheiben 45, 45&min; im Bereich der Anlenkachse 27 vermittelnder Profilriemen 48, 48&min; geführt ist. Die Antriebsmotoren 46, 46&min; zum Erzeugen der Schwenk- und Drehbewegungen des Greifers 31 und demgemäß auch die Doppelscheiben im Bereich der Schwenkachse 27 sind jeweils unabhängig voneinander betätigbar. Die Umschlingungstriebe zwischen den genannten Antriebsmotoren und den Doppelscheiben im Bereich der Anlenkachse 27 erstrecken sich beidseitig der beiden parallel zueinander verlaufenden Profilriemen 39, 39&min; zum Erzeugen der Schwenkbewegungen des Unterarms 28.

Es ist ersichtlich, daß über die im Bereich der Schwenkachse 27 und über die Doppelscheiben 45, 45&min; geführten Umschlingungstriebe die beiden um die Schwenkachse 29 drehbar gelagerten Kegelräder 41, 41&min; des Differentialgetriebes 40 in Abhängigkeit von der Drehrichtung des zugeordneten Motors 46, 46&min; antreibbar sind. Bei gleichsinnigem Antrieb beider Antriebsmotoren 46, 46&min; führt der Greifer 31 gemäß Fig. 4 eine Schwenkbewegung um seine Anlenkachse 29 aus, wie der Doppelpfeil 33 zeigt. Wenn die Antriebsmotoren 46, 46&min; gegensinnig mit gleichen Drehzahlen umlaufen, bleibt der Greifer in der Strecklage, führt jedoch um die Greiferlängsachse 30 eine Drehbewegung aus, wie der Pfeil 32 in den Fig. 1 und 2 andeutet. Wenn die beiden Antriebsmotoren mit unterschiedlichen Drehzahlen gleich- oder gegensinnig umlaufen, führt dies zu einander überlagerten Schwenk- und Drehbewegungen des Greifers.

Die Betätigung des Greifers zwischen der aus Fig. 1 ersichtlichen Schließlage in die in Fig. 3 dargestellte Öffnungsstellung erfolgt mittels eines Bowdenzugs 50, der sich axial durch den Schlitten 22 hindurcherstreckt und im Bereich der Anlenkachse 27 entsprechend der jeweiligen Schwenklage des Unterarms 28 umgelenkt ist, dann in Längsrichtung durch den Unterarm hindurchtritt und schließlich bei entsprechender Umlenkung in Abhängigkeit von der jeweiligen Greiferschwenklage durch das Differentialgetriebe 40 sich hindurcherstreckt und in im einzelnen hier nicht interessierender Weise an den betätigbaren Elementen des Greifers 31 befestigt ist. Das vom Greifer entfernte Ende dieses Bowdenzugs ist mit der Abtriebswelle 51 eines weiteren Antriebsmotors 52 verbunden, dessen Drehachse mit der Drehachse der Abtriebswelle 36 des die Unterarmbewegung vermittelnden Getriebemotors 35 fluchtet. Ein Zapfen 53 der Abtriebswelle 51 des zuletztgenannten Antriebsmotors 52 ragt axial in eine Mittelausnehmung 54 der mit dem Getriebemotor für die Unterarmverschwenkung verbundenen Treibscheibe 37 hinein und letztere ist über einen Umfangsbereich von mehr als 180° auf der zum Unterarm hinweisenden Seite mit einer Ausnehmung 55 versehen, durch die sich der Bowdenzug 50 hindurcherstreckt. Beim Betätigen des Greifers 31 zwischen seiner Schließ- und Öffnungslage wird der an den genannten Zapfen 53 der Abtriebswelle 51 des Motors 52 angeschlossene Bowdenzug 50 mehr oder weniger auf- bzw. abgespult.

Die auf der Hubsäule 18 der Hubeinheit 12 aufgenommene Rotationseinheit 13 besteht aus einem drehfest über einen Ringflansch mit einem vertikal bewegbaren Führungsrohr der Hubeinheit verbundenen Gehäuse 60 mit einer Hohlwelle 61, die mit der Hubachse 24 der Hubeinheit fluchtet und mittels im Gehäuse fest angeordneter Lager 62, 62&min; drehbar gelagert ist. Am oberen Ende der Hohlwelle ist ein Tragflansch 63 angeordnet, mit dem die Längsführung 20 der Translationseinheit 22 fest verbunden ist. Seitlich von der Hohlwelle 61 ist im Gehäuse 60 der Rotationseinheit 13 ein Getriebemotor 64 aufgenommen, der eine unterseitige Treibscheibe 65 besitzt und über eine entsprechende Zahnscheibe 66, die drehfest auf der drehbar gelagerten Hohlwelle 61 aufgenommen ist, und einen auf diesen Scheiben geführten Profilriemen 67 mit der Hohlwelle in Antriebsverbindung steht.

Die Hubeinheit 12 umfaßt einen auf der Grundeinheit aufgenommenen Gehäuseblock 17, von dem sich eine Hubsäule 18 vertikal nach oben erstreckt. Die Hubsäule besteht aus einem äußeren im Gehäuseblock fest gelagerten Führungsrohr 71, in dem in der Art einer Teleskopführung ein Innenrohr 72 drehfest, jedoch vertikal bewegbar aufgenommen ist. Ferner erstreckt sich durch das innere Führungsrohr 72 und unterseitig über dieses hinaus eine Gewindespindel 74, die im Bereich ihrer beiden Enden mittels je eines fest mit dem äußeren Führungsrohr 71 verbundenen Lagers 75, 75&min; drehbar gelagert ist. Die obere Spindellagerung 75 ist dabei in einem Lagerring 76 aufgenommen, der über eine Zugstange 77 axialfest mit einem die untere Lagerung 75&min;aufnehmenden und seinerseits fest mit dem äußeren Führungsrohr 71 verbundenen Lagerring 76&min; in der Weise verbunden ist, daß das innere Führungsrohr 72 gegenüber dem das obere Spindellager aufnehmenden Lagerring 76 axial frei bewegbar ist. In der Nähe des unteren Endes des inneren Führungsrohrs 72 ist in diesem dreh- und axialfest ein Zwischenring 78 angeordnet, mit dem wiederum dreh- und axialfest eine auf der Gewindespindel 74 geführte Spindelmutter 79 verbunden ist. Auf dem unteren Ende der Antriebsspindel sitzt eine Profilriemenscheibe 80 und der Drehantrieb der Spindel erfolgt unter Zwischenschaltung eines Profilriemens 81 über einen seitlich von den Führungsrohren im Gehäuseblock angeordneten Antriebsmotor 82.

Die ebenfalls mit einem Linearantrieb ausgerüstete Grundeinheit 11 ist in ähnlicher Weise wie die oben erläuterte Translationseinheit 14 mit einem eine motorisch angetriebene Antriebsspindel aufweisenden Linearantrieb ausgerüstet, der angesichts seines mit dem Linearantrieb der Translationseinheit ähnlichen Aufbaues nachstehend keiner Erläuterung bedarf.


Anspruch[de]
  1. 1. Handhabungssystem, insbesondere für kleine Lasten und/oder begrenzte Zugriffswege, mit mehreren Verstelleinheiten zum Bewegen eines Greifers jeweils in einer Richtung bzw. um eine Achse und bei dem der Greifer einem in einer Längsführung einer Translationseinheit mittels eines Linearantriebs hin- und herbewegbaren Schlitten zugeordnet sowie gegenüber letzterem durch von dem Linearantrieb der Translationseinheit unabhängige Antriebe, die am Schlitten angeordnet sind, um zwei im Winkel zueinander verlaufende Achsen bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Greifer (31) an einem vom Schlitten (22) der Translationseinheit (14) entfernten Ende eines seinerseits am Schlitten schwenkbar angelenkten Unterarms (28) angelenkt ist und daß ein Schwenk- und Drehantrieb für den Greifer in bekannter Weise ein Differentialgetriebe (40) mit zwei einander gegenüberliegend und um die Greiferschwenkachse (29) drehbar gelagerten Kegelrädern (41, 41&min;) umfaßt, die unabhängig voneinander wahlweise rechts- oder linksdrehend angetrieben sind und gemeinsam mit einem zwischen ihnen aufgenommenen dritten Kegelrad (42) in Zahneingriff stehen, das um eine rechtwinklig zur Greiferschwenkachse verlaufende Achse (30) drehbar gelagert und mit dem der sich in der Zahnraddrehachse forterstreckende Greifer dreh- und axialfest verbunden ist, und daß die beiden drehbar um die Greiferschwenkachse (29) gelagerten Kegelräder (41, 41&min;) mittels der Antriebsmotoren (46, 46&min;) über in Parallelebenen zueinander verlaufende Umschlingungstriebe (44, 44&min;) angetrieben sind.
  2. 2. Handhabungssystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der an einem Ende des Schlittens (22) der Translationseinheit (14) angelenkte Unterarm (28) mittels eines Getriebemotors (35), der an dem vom Unterarm entfernten Ende des Schlittens angeflanscht ist, über einen sich längs durch den Schlitten hindurcherstreckenden Umschlingungstrieb (39, 39&min;) angetrieben wird.
  3. 3. Handhabungssystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschlingungstrieb zwei im Abstand voneinander in Parallelebenen gleichsinnig und synchron umlaufende Umschlingungsmittel (39, 39&min;) umfaßt.
  4. 4. Handhabungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die in Parallelebenen umlaufenden Umschlingungstriebe (44, 44&min;) des Schwenk- und Drehantriebs des Greifers (31) über um die Anlenkachse (29) des Unterarms (28) an den Schlitten (22) der Translationseinheit frei drehend gelagerte Umlenkscheiben (45, 45&min;) geführt sind, die ihrerseits über je einen weiteren Umschlingungstrieb (48, 48&min;) angetrieben werden, wobei diese weiteren Umschlingungstriebe sich in Parallellage zueinander durch den Schlitten (22) hindurcherstrecken und über Treibscheiben (47, 47&min;) angetrieben werden, deren Drehachsen miteinander fluchten und die auf den Abtriebswellen einander gegenüberliegend am Schlitten angeordneter Antriebsmotoren (46, 46&min;) drehfest aufgenommen sind.
  5. 5. Handhabungssystem nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der an dem vom Schlitten (22) der Translationseinheit (14) entfernten Ende des Unterarms (28) angelenkte Greifer (31) mittels eines Bowdenzugs (50), der sich durch den Schlitten, den daran angelenkten Unterarm und das im Bereich der Greiferschwenkachse (29) angeordnete Differentialgetriebe (40) hindurcherstreckt, zwischen seiner Greif- und Öffnungslage betätigbar ist.
  6. 6. Handhabungssystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß ein Antriebsmotor (52) zur Betätigung des Bowdenzugs (50) den Getriebemotor (35) für die Betätigung des Unterarms (28) gegenüberliegend am Schlitten (22) der Translationseinheit (14) angeordnet ist.
  7. 7. Handhabungssystem nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Abtriebswellen (36, 51) des Getriebemotors (35) für die Betätigung des Unterarms (28) und des Antriebsmotors (52) zur Betätigung des Bowdenzugs (50) miteinander fluchten und daß der Bowdenzug sich, in einer Draufsicht gesehen, in einer Symmetrieebene des Schlittens (22) erstreckt.






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