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Dokumentenidentifikation DE3429400C2 28.02.1991
Titel Werkstückzustelleinrichtung für eine Werkzeugmaschine mit rotierendem Werkzeug zum Bearbeiten von Zahnrädern
Anmelder Honda Giken Kogyo K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Miyatake, Satoshi, Kawagoe, Saitama, JP;
Abe, Mitsuo, Kiyose, Tokio/Tokyo, JP;
Kume, Masao, Tokio/Tokyo, JP;
Yomenura, Shigehiro;
Umino, Hiroshi, Sayama, Saitama, JP
Vertreter Mitscherlich, H., Dipl.-Ing.; Gunschmann, K., Dipl.-Ing.; Körber, W., Dipl.-Ing. Dr.rer.nat.; Schmidt-Evers, J., Dipl.-Ing.; Melzer, W., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 09.08.1984
DE-Aktenzeichen 3429400
Offenlegungstag 21.03.1985
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 28.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.1991
IPC-Hauptklasse B24B 49/16
IPC-Nebenklasse B23F 23/00   

Beschreibung[de]

Die Erfindung geht aus von einer Werkzeugmaschine mit den im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Merkmalen, wie sie aus der DD-PS 1 47 216 bekannt sind, und hat eine Werkstückzustelleinrichtung dafür zum Gegenstand.

Bei Schleifmaschinen zum Schleifen von Zahnrädern, sind bisher Maschinen benutzt worden, die eine Schleifscheibe mit schrägverlaufenden Zähnen an deren äußerer Umfangsfläche haben und die in Eingriff mit den Zahnradzähnen gehalten werden. Vor dem Schleifen der Zahnradzähne wird das Zahnrad in Richtung auf die Schleifscheibe mittels eines Zuführungsmotors oder dergl. ausgelenkt, und die Zahnradzähne werden dann in Eingriff mit den schrägverlaufenden Zähnen auf der Schleifscheibe gebracht. In Fällen, in denen das zu schleifende Zahnrad eine exzentrische Form hat oder unregelmäßige Zwischenräume zwischen den Zahnradzähnen aufweist, werden die Zahnradzähne übermäßig stark geschliffen. Im allgemeinen liegt die Toleranz, die beim Stand der Technik als ausreichend für Zahnradzähne akzeptiert wird, in einem Bereich von 0,05 mm bis 0,1 mm. Es hat sich außerdem bei der Massenherstellung von Zahnrädern bestätigt, daß die Exzentrizität des Durchmessers des Zahnfußkreises der Zahnräder, die als eine Bezugsgröße dient, dann, wenn die Zahnradzahnoberflächen geschliffen werden, diese zum Zwecke eines guten Nutzeffekts beim Schleifen innerhalb eines Toleranzbereiches unterhalb ungefähr 0,5 mm liegen sollte. Unter der Annahme, daß die Zahnfußkreis-Exzentrizität und die unregelmäßigen Zahnzwischenräume insgesamt als eine Äquivalentexzentrizität ε ausgedrückt werden, muß jede Zahnradzahnoberfläche einen Schleiftoleranzwert von 2 ε aufweisen. Zum Beispiel hat ein Zahnrad, welches eine Äquivalentexzentrizität ε von 0,05 aufgrund einer exzentrischen Zahnradform und ungleicher Zahnzwischenräume aufweist, eine Exzentrizität von 2 ε von 0,1 über alles, was vergleichbar mit einer normalen Schleiftoleranz ist.

Die Äquivalentexzentrizität wird anhand eines Beispiels mehr ins einzelne gehend beschrieben.

Beim Schleifen eines Zahnrades ist es allgemein üblich, eine Schleifscheibe und das Zahnrad, die zueinander senkrecht stehende Rotationsachsen haben, in Eingriff miteinander zu bringen und dann eine Kupplung auf einer Welle zum Drehen des Zahnrades zu lösen, um die Phasen der Schleifscheibe und des Zahnrades aneinander anzupassen. Das Zahnrad kann sich nun mit der Drehung der Schleifscheibe drehen. Wenn ein Zuführungsmotor erregt wird, wird das Zahnrad vorwärts in Richtung des Eingriffs mit der Schleifscheibe bewegt, bis kein Spielraum mehr zwischen dem Zahnrad und der Schleifscheibe zustandekommt, woraufhin die Kupplung wieder eingekuppelt wird, um die Schleifscheibe und das Zahnrad in Synchronismus miteinander zu drehen.

Fig. 1 und Fig. 2 der Zeichnung zeigen verschiedene Bedingungen, unter denen das Zentrum eines Werkstücks oder Zahnrades W nicht mit dem Zentrum der Rotation des Werkstückes übereinstimmt. Im einzelnen ist in Fig. 1(a) das Zentrum der Gravitation GC des Zahnrades W aus dessen Zentrum der Rotation WC des Zahnrades W in einer Richtung hin zu einem Punkt verschoben, in dem das Zahnrad mit der Schleifscheibe T kämmt. Wenn das Zahnrad W um 90° aus der Position gemäß Fig. 1(a) gedreht wird, nimmt das Zahnrad die in Fig. 1(b) gezeigte Position ein. In der in Fig. 1(b) gezeigten Position wird eine Dicke des Zahnrades W, welche mit einer Exzentrizität des Zahnrades W korrespondiert, übermäßig stark durch Schleifkanten der Schleifscheibe T abgeschliffen. Wenn das Zahnrad W weiter um 180° aus der Position gemäß Fig. 1(b) gedreht wird, wird eine andere Dicke des Zahnrades W äquivalent zu der Exzentrizität davon durch die Schleifscheibe T abgeschliffen.

In dem Zustand gemäß Fig. 2(a) ist das Gravitationszentrum GC des Zahnrades W aus dem Zentrum der Rotation WC des Zahnrades W derart in einer Richtung verschoben, daß es winkelmäßig um 90°C von einem Punkt der kämmenden Berührung zwischen dem Zahnrad W und der Schleifscheibe T entfernt ist. Wenn das Zahnrad W winkelmäßig um 180° aus der Position in Fig. 2(a) zu der Position gemäß Fig. 2(b) bewegt wird, wird eine Dicke korrespondierend mit dem abgeschatteten Bereich in Fig. 3 oder 2 ε durch die Schleifscheibe T abgeschliffen.

Daher erfordert dies, falls das Zentrum der Gravitation GC des Zahnrades W aus dem Zentrum von deren Rotation WC in einer Richtung mit einem winkelmäßigen Abstand von 90° von dem Punkt der kämmenden Berührung mit der Schleifscheibe T verschoben ist, dann für die Schleifscheibe T, daß das Zahnrad W eine Schleiftoleranz aufweist, die mit Rücksicht auf den kämmenden Zustand, der in Fig. 1 gezeigt ist, zweimal so groß wie zuvor ist. Anders ausgedrückt heißt das, daß in Fällen, in denen mit derselben Toleranz wie der in Fig. 2 gezeigten zu schleifen ist, und falls das Zahnrad W und die Schleifscheibe T in Eingriff miteinander gehalten werden, wie dies in Fig. 1 gezeigt ist, dann das Zahnrad W bis zu dem Ausmaß exzentrisch sein kann, das das Zweifache von dem in Fig. 1 gezeigten ist. Daher kann der Schleifvorgang einfacher unter der Bedingung gemäß Fig. 1 als unter der Bedingung gemäß Fig. 2 bewirkt werden.

Bei dem Gegenstand der eingangs genannten DD-PS 1 47 216 geht es im Gegensatz hierzu darum, die Leistung von Teilwälzschleifmaschinen zu erhöhen. Die soeben dargestellte Problematik ist davon nicht berührt.

Der Erfindung liegt demgegenüber die Aufgabe zugrunde, eine Werkstückzustelleinrichtung für eine Werkzeugmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art so weiterzubilden, daß auch bei eine Exzentrizität aufweisenden Zahnradrohlingen enge Bearbeitungstoleranzen eingehalten werden können.

Die Aufgabe wird durch den Gegenstand des Anspruchs 1 gelöst.

Dem liegt die folgende Erkenntnis zu Grunde:

In Fällen, in denen die Äquivalentexzentrizität groß ist, ist der Schleifwiderstand für eine Schleifscheibe durch ein Zahnrad, das zu schleifen ist, erhöht, was zu einer Erhöhung der Last eines Motors führt, der die Schleifscheibe dreht. Daher wird die Drehzahl des Motors verändert, um den Strom zu erhöhen, der den Motor erregt. Wie in Fig. 4 gezeigt, hat sich bestätigt, daß der maximale Schleifwiderstand nicht notwendigerweise entwickelt wird, wenn das Zentrum der Schleifkante der Schleifscheibe mit dem Punkt der Exzentrizität des Zahnrades ausgerichtet ist. Vielmehr wird der Punkt des maximalen Schleifwiderstandes hinter der Richtung der Exzentrizität des Zahnrades unter dem Einfluß einer Zahnradzuführungsbewegung zusätzlich zu der Exzentrizität des Zahnrades verschoben. Daher wird eine Kupplung zum Verbinden des Zahnrades mit einer Antriebsquelle mit einer Zeitverzögerung in Eingriff gebracht, die mit einer bestimmten Anzahl von Zahnradzähnen korrespondiert, nachdem der Antriebsstrom für den Schleifscheibendrehmotor maximal ist. Anders ausgedrückt heißt dies, daß die Anzahl der Zähne Zw des Zahnrades gezählt wird und daß die Kupplung mit einer Zeitverzögerung entsprechend n Zahnradzähnen nach dem Zahnradzahn, der mit dem Spitzenwert des Antriebsstroms für den Schleifscheibendrehmotor korrespondiert, in Eingriff gebracht wird. Durch diese Art und Weise des Einrückens der Kupplung werden die Schleifscheibe und das Zahnrad daran gehindert, zumindest unter der Bedingung, die in Fig. 2 gezeigt ist, miteinander in Eingriff zu treten, und das Zahnrad wird die vorgesehene Schleiftoleranz aufweisen.

Die Unteransprüche sind auf vorteilhafte Ausführungsformen der Werkstückzustelleinrichtung gerichtet.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden anhand der Figuren beschrieben.

Fig. 1(a) zeigt eine schematische Darstellung eines zu schleifenden Zahnrades und einer Schleifscheibe.

Fig. 1(b) zeigt eine Darstellung ähnlich der in Fig. 1(a), wobei das Zahnrad um 90° aus der Position gemäß Fig. 1(a) herausgedreht ist.

Fig. 1(c) zeigt eine Darstellung ähnlich der in Fig. 1(a), wobei das Zahnrad um 180° aus der Position gemäß Fig. 1(b) herausgedreht ist.

Fig. 2(a) zeigt eine schematische Darstellung eines zu schleifenden Zahnrades und einer Schleifscheibe.

Fig. 2(b) zeigt eine Darstellung ähnlich der in Fig. 2(a), wobei das Zahnrad um 180° aus der in Fig. 2(a) gezeigten Position herausgedreht ist.

Fig. 3 zeigt eine vergrößerte Teilansicht des Zahnrades gemäß Fig. 2(b), wobei eine einzuhaltende Schleiftoleranz verdeutlicht ist.

Fig. 4 zeigt ein Diagramm, das eine Kurve der Korrelation zwischen einem Schleifwiderstand, der durch eine Exzentrizität des Zahnrades hervorgerufen wird, und einer Zahnradzuführungszeit zu dem Zeitpunkt, zu dem die Schleifscheibe und das Zahnrad miteinander zum Kämmen kommen, darstellt.

Fig. 5 zeigt eine perspektivische, isometrische Ansicht einer Zahnradschleifmaschine mit einer Werkstückeinstellzurichtung.

Fig. 6 zeigt ein Blockschaltbild einer Steuerschaltungsanordnung, die in der in Fig. 5 gezeigten Zahnradschleifmaschine enthalten ist.

Fig. 7 zeigt ein Diagramm der Impulsformen von Ausgangssignalen aus einem Lastdetektor, einer Gattersteuerschaltung und einem Zähler.

Fig. 5 zeigt eine Zahnradschleifmaschine, die eine Werkstückzustelleinrichtung umfaßt. Die Zahnradschleifmaschine enthält ein Maschinenbett 10, das einen Zuführungstisch 12 trägt, der mittels eines Zuführungsmotors 14 in Richtung eines Doppelpfeils A vor- und zurückbewegbar ist.

Auf dem Zuführungstisch 12 ist ein Querverschiebetisch 16 montiert, der mittels eines Querverschiebemotors 18 in Richtung eines Doppelpfeils B senkrecht zum Doppelpfeil A vor- und zurückbewegbar ist. Auf dem Querverschiebetisch 16 ist ein Zahnrad 20 abnehmbar montiert, das mittels eines Werkstückdrehmotors 22 drehbar ist.

Auf dem Maschinenbett 10 ist ein Ständer 24 angeordnet, der mit den Richtungen ausgerichtet ist, in welchen der Zuführungstisch 12 bewegbar ist. Der Ständer 24 trägt einen Drehtisch 26, der auf der Seitenwand des ersteren montiert ist und mittels eines Motors (nicht gezeigt) in den Richtungen eines Doppelpfeils C drehbar ist, der in dem Ständer 24 untergebracht ist. Auf dem Drehtisch 26 ist bewegbar ein Verschiebetisch 28 montiert. Der Verschiebetisch 28 ist mittels eines Verschiebemotors 30 in Richtungen eines Doppelpfeils D bewegbar, wobei der Verschiebetisch 28 eine Schleifscheibendreheinheit 32 trägt. Die Schleifscheibendreheinheit 32 ist aus einem Schleifscheibendrehmotor 34 und einer Schleifscheibe 36, mit zahlreichen Rillen, in deren äußerer Umfangsoberfläche zusammengesetzt.

Wie in Fig. 6 gezeigt, wird die Schleifscheibe 36 von einer drehbaren Welle 40 getragen, die an ihrem einen Ende ein Zahnrad 42 großen Durchmessers aufweist, das in Eingriff mit einem Zahnrad 44 kleineren Durchmessers gehalten wird, welches direkt mit dem Schleifscheibendrehmotor 34 gekoppelt ist.

Das zu schleifende Zahnrad 20 ist an einem Ende einer drehbaren Welle 46 angebracht, die an ihrem anderen Ende über eine Kupplung 48 ein Zahnrad 50 großen Durchmessers trägt. Das Zahnrad 50 wird in Eingriff mit einem Zahnrad kleineren Durchmessers 52 gehalten, das durch den Werkstückdrehmotor 22 angetrieben wird.

Das Stromversorgungssystem zum Liefern einer elektrischen Energie an den Schleifscheibendrehmotor 34 enthält einen Lastdetektor 54, dessen Ausgangsklemme mit einer der Eingangsklemmen eines Komparators 56 verbunden ist, dessen andere Eingangsklemme mit einem vorbestimmten Referenzsignal versorgt wird. Der Komparator 56 hat eine Ausgangsklemme, die mit einer Gattersteuerschaltung 60 verbunden ist, welche durch den Strom gesteuert wird, der dem Schleifscheibendrehmotor 34 zugeführt wird. Wie in Fig. 7 gezeigt, stellt der Komparator 56 fest, ob der Strom für den Schleifscheibendrehmotor 34 größer als ein vorbestimmter Strom (das Referenzsignal, das dem Komparator 56 zugeführt wird) ist oder nicht ist, und er liefert ein Ausgangssignal an die Gattersteuerschaltung 60. Diese hat eine Ausgangsklemme, die mit einer Eingangsklemme eines UND- Gliedes 62 verbunden ist. Die Gattersteuerschaltung 60 spricht auf ein Ausgangssignal des Komparators 56 zum Liefern eines Ausgangssignals für das UND-Glied 62 an, wenn das Ausgangssignal aus dem Komparator 56 einen Spitzenwert erreicht. Die andere Eingangsklemme des UND- Gliedes 62 ist mit der Ausgangsklemme eines Näherungssensors 64 verbunden, der in Nachbarschaft zu dem Zahnrad 20 zum Erfassen der Zahnradzähne desselben angeordnet ist. Das UND-Glied 62 hat eine Ausgangsklemme, die mit einem Zähler 66 verbunden ist. Dieser wird mit einem Signal beliefert, um das Zahnrad 20 und die Schleifscheibe 36 in einen gegenseitigen Eingriff zu einem Zeitpunkt miteinander zu bringen, der geringfügig von dem Zeitpunkt aus verzögert ist, zu dem ein Schleifwiderstand sein Maximum hat. Im einzelnen würden, wenn das Ausgangssignal aus dem UND-Glied 62 direkt an die Kupplung 48 geliefert würde, das Zahnrad 20 und die Schleifscheibe 36 miteinander in Eingriff gebracht, wenn der Schleifwiderstand maximal ist. Um dies zu vermeiden, wird das Ausgangssignal aus dem UND-Glied 62 mit einer geringfügigen zeitlichen Verzögerung entsprechend nZahnradzähnen des Zahnrades 20 geliefert. Der Zähler 66 hat eine Ausgangsklemme, die über einen Verstärker (nicht gezeigt) mit einer Eingangsklemme eines ODER-Gliedes 58 verbunden ist. Die andere Eingangsklemme des ODER-Gliedes 58 ist mit einer Gattersteuerschaltung 67 verbunden, die ein Ausgangssignal zu einer vorbestimmten Zeit abgibt, nachdem ein Eingreifsignal für die Schleifscheibe 36 und das Zahnrad 20 an den Zuführungsmotor 14 geliefert worden ist, und zwar bei Nichtvorhandensein eines Ausgangssignals, das größer als das Referenzsignal aus dem Komparator 56 ist. Der Komparator 56 kann eine weitere Ausgangsklemme haben, die mit dem ODER-Glied 58, zum Öffnen desselben aufgrund des Ablaufes einer vorbestimmten Zeit in dem Fall, daß das Eingangssignal für den Komparator 56 kleiner als das diesem zugeführte Referenzsignal ist, verbunden ist. Das ODER-Glied 58 hat eine Ausgangsklemme, die über einen Verstärker 68 mit der Kupplung 48 verbunden ist.

Im folgenden wird die Betriebsweise der zuvor beschriebenen Anordnung erläutert.

Die Schleifscheibe 36 und das Zahnrad 20 werden, wenn sie sich drehen, zunächst in Abhängigkeit von der Erregung des Zuführungsmotors 14 in Eingriff miteinander gebracht. Zu diesem Zeitpunkt verursacht die Drehung des Zuführungsmotors 14, daß der Zuführungstisch 12 in der betreffenden Richtung des Doppelpfeils A vorbewegt wird, bis die Schleifscheibe 36 und das Zahnrad 20 miteinander in Eingriff gebracht sind. Dann wird die Kupplung 48gelöst, um das Zahnrad 20 sich frei mit der Schleifscheibe 36 drehen zu lassen. Die Kupplung 48 kann manuell gelöst werden. Wenn eine Äquivalentexzentrizität ε des Zahnrades 20 verhältnismäßig klein ist und die Geschwindigkeit von dessen Vorwärtsbewegung zu diesem Zeitpunkt niedrig ist, wird der Strom für den Schleifscheibendrehmotor 34 nicht nennenswert erhöht. Wenn kein Strom größer als das Referenzsignal, das dem Komparator 56 zugeführt wird, eine vorbestimmte Zeit, nachdem das Eingreifsignal dem Zuführungsmotor 14 zugeführt worden ist, fließt, erzeugt der Komparator 56 kein Ausgangssignal. Daher liefert die Gattersteuerschaltung 67 ein Signal an das ODER- Glied 58, das geöffnet wird, um ein Ausgangssignal zu erzeugen, das durch den Verstärker 68 verstärkt wird, um die Kupplung 48 einzukuppeln.

Wenn das Zahnrad eine größere Äquivalentexzentrizität ε hat, wird die Last der Schleifscheibe 36 periodisch verändert, was bewirkt, daß der Strom, der dem Schleifscheibendrehmotor 34 zugeführt wird, entsprechend geändert wird, wobei dieser Strom außerdem dem Komparator 56 zugeführt wird. Wenn ein Strom für den Schleifscheibendrehmotor 34 fließt, der größer als die Referenzsignalstromstärke ist, liefert der Komparator 56 sein Ausgangssignal an die Gattersteuerschaltung 60, die, nachdem erfaßt worden ist, daß das Ausgangssignal von dem Komparator 56 einen Spitzenwert erreicht, ein Ausgangssignal für ein gegebenes Zeitintervall an das UND- Glied 62 abgibt. Das UND-Glied 62 wird außerdem mit einem Signal aus dem Näherungssensor 64 beliefert, das für die Zahnradzähne des Zahnrades 20 repräsentativ ist. Als Ergebnis wird das UND-Glied 62 geöffnet, um ein Gattersignal an den Zähler 66 zu liefern. Der Zähler 66 wird außerdem mit einem Setzsignal versorgt, das den n-ten Zahnradzahn kennzeichnet. Der Zähler 66 zählt Signale aus dem UND-Glied 62, die die Zahnradzähne des Zahnrades 20 kennzeichnen, welche mit den Spitzenströmen korrespondieren, die dem Schleifscheibendrehmotor 34 zugeführt werden. Wenn der Zählstand in dem Zähler 66 das Setzsignal erreicht, gibt der Zähler ein Ausgangssignal an das ODER-Glied 58 ab, von welchem das Signal über den Verstärker 68 an die Kupplung 48 (vergl. Fig. 7) geliefert wird. Der n-te Zahnradzahn wird in Abhängigkeit von der Geschwindigkeit der Zahnradzuführung, der Massenträgheit der Schleifscheibe 36 und dem Typ des Schleifscheibendrehmotors 34 bestimmt. Es wurde experimentiell bestätigt, daß n vorzugsweise in dem Bereich von 9/10 bis 19/20 der Gesamtzahl Zw von Zahnradzähnen des Zahnrades 20 liegt.

Das Ausgangssignal aus dem ODER-Glied 58 wird durch den Verstärker 68 verstärkt, und die Kupplung 48 wird durch das verstärkte Signal aus dem Verstärker 68 eingekuppelt, um zu bewirken, daß eine Drehkraft aus dem Werkstückdrehmotor 22 von dem Zahnrad 52 zu dem Zahnrad 50 übertragen wird, wobei die Drehzahl vermindert wird. Das Zahnrad 20 wird nun mittels des Werkstückdrehmotors 22 über die Kupplung 48 und die Zahnräder 52, 50 gedreht, wodurch sich die Schleifscheibe 36 und das Zahnrad 20 in Synchronismus miteinander drehen. Da zu diesem Zeitpunkt die Kupplung 48 eingekuppelt ist, wenn der Zahnradzahn, der n Zahnradzähne hinter dem Zahnradzahn liegt, welcher mit dem Spitzenstrom korrespondiert, der dem Schleifscheibendrehmotor 34 zugeführt wird, in Eingriff mit der Schleifscheibe 36 gebracht ist, kann die Äquivalentexzentrizität des Zahnrades 20 in bezug auf die Schleifscheibe auf einem Minimum gehalten werden.

Es wird somit der Eingreifzustand der sich drehenden Schleifscheibe und des Zahnrades, welches mit dieser in Eingriff gehalten wird, als eine elektrische Größe erfaßt, und die Schleifscheibe und das Zahnrad werden durch Antreiben des Zahnrades zu dem Zeitpunkt, zu dem der Zahnradzahn, der mit dem größten elektrischen Wert korrespondiert, wenn diese erfaßt wird, außer Eingriff mit der Schleifscheibe ist, in eine synchrone Drehung versetzt. Dementsprechend kann die Toleranz des Zahnrades, das durch eine Schleifscheibe zu schleifen ist, auf einen möglichen kleinen Grad reduziert werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Werkstückzustelleinrichtung für eine Werkzeugmaschine mit rotierendem Werkzeug (36) zum Bearbeiten von Zahnrädern (20), mit

    einem Werkzeugantrieb (34),

    einem Werkstückantrieb (22) zum Drehen des zu bearbeitenden Zahnrads (20) über eine Kupplung (48), derart, daß sich das Zahnrad (20) im Betrieb in Eingriff mit dem Werkzeug (36) befindet, so daß sich Zahnrad (20) und Werkzeug (36) synchron drehen, und

    einem Detektor (54) zum Erkennen einer Erhöhung der Last des Werkzeugantriebs (34),

    gekennzeichnet durch

    einen Sensor (64), der bei jedem an ihm vorbeilaufenden Zahn des Zahnrads (20) ein Signal abgibt, und

    einen Schaltkreis, der, wenn von dem Detektor (54) eine Lasterhöhung erfaßt ist, nach einer Zeitverzögerung, die einer vorgegebenen Anzahl (n) von Zähnen des Zahnrads (20) entspricht, die Kupplung (48) löst.
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Detektor (54) die elektrische Antriebsenergie zum Werkzeugantrieb (34) auswertet.
  3. 3. Einrichtung nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Komparator (56), der das Ausgangssignal des Detektors (54) und ein einer Mindestlast entsprechendes Bezugssignal miteinander vergleicht.
  4. 4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schaltkreis aufweist

    eine Gattersteuerschaltung (60), die abhängig vom Ausgangssignal des Detektors (54) ein Ausgangssignal abgibt,

    ein UND-Glied (62), das die Ausgangssignale des Sensors (64) und der Gattersteuerschaltung (60) empfängt, und

    einen Zähler (66), der abhängig vom Ausgangssignal des UND- Glieds (62) ein Ausgangssignal zur Betätigung der Kupplung (48) abgibt.
  5. 5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (64) ein Näherungssensor ist.
  6. 6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die der Zeitverzögerung entsprechende Anzahl (n) der Zähne im Bereich von 9/10 bis 19/20 der Gesamtzahl (Zw) der Zähne des Zahnrads (20) liegt.






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