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Dokumentenidentifikation DE3820236A1 28.02.1991
Titel Aufgabevorrichtung von aus Plattenstapel gebildeten Paketen und Verfahren zum Bereitstellen der Pakete auf der Aufgabevorrichtung
Anmelder Astinfrance S.A.R.L., Soissons, Aisne, FR
Vertreter Lamprecht, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 14.06.1988
DE-Aktenzeichen 3820236
Offenlegungstag 28.02.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.02.1991
IPC-Hauptklasse B65H 1/22
IPC-Nebenklasse B65H 5/16   B65H 3/06   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Aufgabevorrichtung sowie ein Verfahren zur Bereitstellung von Stapeln aus flachen Platten für diese Aufgabevorrichtung.
Sie findet insbesondere Anwendung auf dem Gebiet der industriellen Kartonfertigung, wobei ausgehend von einem Stapel aufeinanderliegender Platten diese zu Bündeln oder Paketen geformt werden, um beispielshalber einer die Platten umformenden Maschine zugeführt zu werden.
Hierbei weist die selbsttätige Aufgabevorrichtung (1) nach der Erfindung
- ein Magazin (2) insbesondere mit einer Aufnahmeeinrichtung (3) und einer Rampe (4), die einen Plattenstapel (5) aufnehmen und auf die Rampe (4) setzen kann,
- eine Vorschubeinrichtung (8) für den Plattenstapel (5) zum Verschieben der Platten auf der Rampe (4) zum Anwendungsort und
- komplementäre rückhaltende Einrichtungen (13) für die Platten auf, durch die der Vorschub des Stapels (5) auf der Rampe (4) fortgesetzt und das Magazin (2) zur Aufnahme eines neuen aus Platten bestehenden Stapels (15) vorbereitet werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine selbsttätige Aufgabevorrichtung insbesondere eine derartige Vorrichtung, mit der ausgehend von einem Stapel aufliegender flacher Platten Plattenbündel oder -sätze geformt werden, um beispielshalber einer Umformungs- oder Bearbeitungsmaschine zugeführt zu werden, aber auch ein Verfahren, nach dem flache Plattenstapel der selbsttätigen Aufgabevorrichtung bereitgestellt werden.

Heutzutage werden häufig zur Herstellung von Verpackungskisten Seitenwände aus Wellpappe verwendet, die mehr oder weniger bearbeit worden sind.

Die Seitenwände aus Pappe werden von einer Wellpappenmaschine geschaffen, die fortlaufend ein Band abgibt, das anschließend zu rechteckigen Seitenwänden oder Flanken geschnitten wird, deren Abmessungen denen der herzustellenden Verpackungskiste mehr oder weniger entsprechen.

Es sind Schneidemaschinen bekannt, durch die Stapel aufliegender flacher Platten nach dem Zuschneiden des Bandes geformt werden können. Nach dem Stapeln werden die verschiedenen Seitenwände von anderen Umformungs- oder Bearbeitungsmaschinen wiederaufgenommen, die im allgemeinen in Serie liegen und die aufeinanderfolgenden Warenposten verarbeiten.

Durch die Umformungsmaschinen können insbesondere Zuschnitte zum Bilden der Klappen oder anderen Teilen der Verpackung oder zum Ausbilden von Rillen auf auf den Seitenwänden angefertigt werden, um das Aufbauen der Verpackung und Druckens zu erleichtern.

In einer großen Anzahl von Fällen wird die Speisung der Umformungsmaschinen manuell von der Bedienungsperson vorgenommen, die einen Stapel aufeinanderliegender flacher Platten bereitstellt, die dann von der Bedienungsperson der Umformungsmaschine übernommen werden, um von der Maschine dann die Verpackungskisten ausbilden zu lassen.

Darüber hinaus sind bei zunehmender Automatisierung in der Pappen- oder Kartonindustrie selbsttätige Aufgabevorrichtungen in Erscheinung getreten, durch die die Produktion schneller und mit weniger Personal durchgeführt werden kann.

Es ist eine Klasse von selbsttätigen Aufgabevorrichtungen bekannt, mit denen es möglich ist, aus einem Stapel flachliegender Platten Plattensätze in geringerer Zahl zu bilden, um diese beispielshalber dem Stapelanleger einer Umformungsmaschine zuzuführen.

Insbesondere ist eine selbsttätige Aufgabemaschine von Plattenbündeln ausgehend von einem Stapel aufeinanderliegender flacher Platten bekannt, die am Eingang ein Magazin mit als Aufnahmeeinrichtung dienender Rampe, um den Stapel aufeinanderliegender Platten aufzunehmen und sie derart auf die Rampe zu setzen, daß sie auf ihren Kanten stehen, und auch eine Vorschubeinrichtung des Stapels der hochkantigen Platten aufweist, um die Platten auf der Rampe der näheren Verwendung zuzuführen.

Auf dieser Ebene werden mit verschiedenen Einrichtungen hochkant stehende Plattensätze oder -bündel gebildet, indem beispielshalber ein derartiges endgestapeltes Plattenpaket allgemein vertikal verschoben und ein horizontaler Schub auf das hervorstehende Ende des uneben hohen Pakets ausgeübt wird, so daß das Paket flachgeschwenkt wird.

Hierbei sind jedoch die Arbeitstakte bei der Zuführung oder Einspeisung aufgrund der Bereitstellung als Packetstapel der flachliegenden Platten dieser Vorrichtung begrenzt. In der Tat arbeiten diese Systeme mit regelmäßigem Arbeitszyklus während der gesamten Benutzung des Stapels, der vorher in das Magazin gegeben wurde. Hiernach wird der Arbeitszyklus während der Zeit unterbrochen, während der das Magazin mit einem neuen Stapel aufeinanderliegender Platten beschickt wird.

Es ist Zielsetzung der Erfindung, eine selbsttätige Aufgabevorrichtung vorzuschlagen, die insbesondere geeignet ist zum Bilden von Plattenpaketen aus einem Stapel flacher aufeinanderliegender Platten, um diese einer Umformungsmaschine zuzuführen, und auch ein Verfahren zu schaffen, nach dem Stapel flacher aufeinanderliegender Platten der selbsttätigen Aufgabevorrichtung bereitgestellt werden, wodurch eine kontinuierliche Zuführung der Platten ermöglicht und jegliche Tot- oder Leerlaufzeit in den Arbeitszyklen der Beschickung der Maschinen vermieden wird, so daß die bei den bekannten Vorrichtungen auftretenden Nachteile überwunden werden.

Ein Merkmal der Erfindung ist, eine selbsttätige Aufgabevorrichtung und ein Verfahren zum Bereitstellen von Stapeln aus flachen aufeinanderliegenden Platten der Aufgabevorrichtung zu schaffen, durch die ermöglicht wird, während der verdeckten Zeit, d. h. in der Zeit während der Benutzung eines vorher in das Magazin eingegebenen Plattenstapels, einen neuen Plattenstapel vorzubereiten, so daß letzterer unmittelbar bei Beendigung des sich dort befindenden Stapels übernommen wird, so daß keine Zeit des Leerlauf mehr besteht.

Wenn somit die selbsttätige Aufgabevorrichtung beispielshalber einen Anleger der Umformungsmaschine versorgt, läßt sich ohne Unterbrechung aus einem Stapel flacher aufeinanderliegender Platten fortlaufend regelmäßige Plattenpakete bilden, um dem Anleger zugeführt zu werden.

Der Vorteil der Erfindung gegenüber den bekannten Verfahren beruht auf der Tatsache, daß Zeiteinsparungen auf der Herstellungsebene zustande kommen, die sich weiter auf die Herstellungskosten sowie auf den Herstellungstakt auswirken.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung, die jedoch nur der besseren Anschaulichkeit dient und den Erfindungsgedanken nicht begrenzen soll.

Nach der Erfindung weist die selbsttätige Aufgabevorrichtung, insbesondere zum Bilden von Plattenpaketen aus einem Stapel flacher Platten z. B. zum Beschicken einer Umformungsmaschine:

  • - ein Magazin, das insbesondere die Aufnahmeeinrichtung und eine geneigte Ebene oder Rampe zur Aufnahme und späteren Abstellen auf der Rampe darstellt,
  • - eine Vorschubeinrichtung des Plattenstapels zum Verschieben der Platten auf der Rampe zum Anwendungsort hin auf, wobei die Vorrichtung dadurch gekennzeichnet ist, daß sie über ergänzende Einrichtungen zum Halten der Platten verfügt, mit denen der Stapel auf der Rampe vorgeschoben und das Magazin vorbereitet werden kann, einen neuen Plattenstapel aufzunehmen.


Das Verfahren zum Bereitstellen von Stapeln flacher Platten der selbsttätigen Aufgabevorrichtung nach der Erfindung umfaßt:

  • - Beschicken mit einem Stapel aus flachen Platten auf der Ebene der Aufnahmeeinrichtung des Magazins und Abstellen auf der Rampe und
  • - Versetzen der Platten zum Anwendungsort mittels einer Vorschubeinrichtung, die auf den unteren Teil des Stapels einwirkt, wobei das Verfahren dadurch gekennzeichnet ist, daß vor dem vollständigen Entleeren sämtlicher Platten des Stapels die verbleibenden Platten des Stapels von einer komplementären rückbehaltenden Einrichtung gehalten und die Platten weiterhin zu ihrem Ort der Anwendung hin verschoben werden,
  • - daß das Magazin zur Aufnahme eines neuen Stapels repositioniert wird und
  • - daß das Magazin mit dem neuen Plattenstapel beschickt wird und danach die sich dort befindlichen Platten auf der Rampe abgesetzt werden.


Die Merkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit den Ansprüchen und Zeichnungen. Hierbei zeigen:

Fig. 1a bis 1c eine schematische Darstellung der verschiedenen Beschickungsphasen mit einem Stapel aus flachen aufeinanderliegenden Platten auf einer bekannten Aufgabevorrichtung,

Fig. 2a und 2b eine nach der Erfindung gestaltete selbsttätige Aufgabevorrichtung in dessen Arbeitsphasen zum Bilden von Plattenpaketen mit denen beispielshalber eine Umformungsmaschine beschickt wird,

Fig. 3a bis 3d die verschiedenen Phasen nach der Erfindung zum Wiedereinnehmen des Plattenstapels am Ort in der selbsttätigen Aufgabevorrichtung nach Fig. 2 und

Fig. 4a bis 4d die verschiedenen Phasen nach der Erfindung zum Beschicken eines neuen Plattenstapels nach dem Wiedereinnehmen nach den Fig. 3.

Die Erfindung richtet sich auf eine selbsttätige Aufgabevorrichtung sowie auf ein Verfahren zum Bereitstellen von Stapeln aus flachen Platten der selbsttätigen Aufgabevorrichtung.

Die Erfindung findet insbesondere Anwendung in der Kartonverarbeitungsindustrie. Auf diesem Gebiet werden den Umformungsmaschinen vorgeschaltet, die das Drucken und Zuschneiden der Kartonplatten zur Anfertigung der Verpackung durchführen, Wellpappenmaschinen mit einem Anlegermagazin verwendet, deren Beschickung von einer Aufgabevorrichtung gesichert wird, die die Kartonpakete als senkrechte Stapel von der Wellpappenmaschine aufnimmt.

Nach der Erfindung geht man von einem Beispiel der Anwendung aus, bei der die Beschickung eines Anlegers einer Umformungsmaschine vorgesehen ist. Die Erfindung läßt sich jedoch auch mit anderen Maschinenarten mit ähnlichen Kriterien verwenden.

Gleichermaßen richtet sie sich zwar insbesondere auf Kartonplatten, sie könnte jedoch auch für andere Materialien wie geschichteten Leichtwerkstoffen Anwendung finden.

Gegenwärtig sind verschiedene Ausführungen von Aufgabevorrichtungen bekannt, mit denen, ausgehend von einem Stapel aus ebenen aufeinanderliegenden Platten, eine Trennung durchgeführt und im Stapel ein Paket Platten entnommen werden kann, um damit die Umformungsmaschinen mit Platten zu beschicken.

Eine deartige bekannte Aufgabevorrichtung ist in den Fig. 1a bis 1c dargestellt. Hierbei besteht die selbsttätige Aufgabevorrichtung 1 im allgemeinen aus einem Magazin 2, der insbesondere über eine Aufnahmeeinrichtung 3 und eine Rampe 4 verfügt, wobei die Einrichtung 3 den Plattenstapel aufnehmen und auf der Rampe 4 absetzen kann.

Nach Fig. 1 weist die Aufnahmeeinrichtung 3 eine aufnehmende Plattform 6 und eine Bahntafel 7 auf, die am Gehäuse der selbsttätigen Aufgabevorrichtung bei 18 angelengt ist.

Nach einer Ausführungsform ist die aufnehmende Plattform 6 zweckmäßig aus einer als getrennt von einander und parallel zueinander liegende Gabeln gebildet, die an der Tafel 7 befestigt sind.

Es ist anzumerken, daß die aufnehmende Plattform selbstverständlich auch aus einer andersartigen herkömmlichen Hebevorrichtung wie eine Hebebühne oder ein Hebetisch bestehen kann, die bzw. der offensichtlich mit dem Vorbehalt vorgesehen ist, die Aufgabe des Wiederauf- oder -einnehmens des Stapels durch nachstehend beschriebene komplementäre Mittel des Wiedereinsetzen vorgesehen ist.

Um darüber hinaus die Einführung des Stapels 5 auf der Plattform 6 zu erleichtern, kann diese mit Rollen ausgestattet sein, die beiderseits der Gabeln angeordnet liegen.

Demgemäß wird, wie die Fig. 1a zeigt, der Stapel flacher aufeinanderliegender Platten durch eine bekannte Transport- oder Fördereinrichtung auf der Plattform 6 der Aufnahmeeinrichtung 3 zugeführt. Hiernach wird durch Schwenken der Tafel 7 um das Gelenk 18 der Stapel auf der Rampe abgestellt, was anhand der Fig. 1b veranschaulicht ist.

Um die Verschiebung des Stapels und folglich der diesen Stapel bildenden Platten auf der Rampe 4 zum Anwendungsort zu gestatten, verfügt die selbsttätige Aufgabevorrichtung 1 über eine Vorschubeinrichtung 8, die in dem vorliegenden Falle, wie die Fig. 1c veranschaulicht, im wesentlichen aus der Plattform 6 der Aufnahmeeinrichtung 3 besteht.

In der Tat sind die Gabeln der Plattform 6 in einer Ausführungsform in Längsrichtung zur Tafel 7 gleitend verschiebbar eingesetzt und werden von einer Bewegungseinrichtung, die in den Figuren nicht dargestellt ist, gesteuert. Somit ist das untere Teil des Stapels 5 der Wirkung der Gabeln 6 ausgesetzt, die nach deren Betätigung, den Stapel 5 auf die Rampe fahren lassen.

Die Fig. 2a und 2b zeigen eine bekannte Ausführung einer Aufgabevorrichtung, mit der ausgehend von einem Stapel 5 flacher aufeinanderliegender Platten Pakete 9 zum Beschicken eine Maschine wie beispielshalber eines Anlegerapparates gebildet werden können. Darüber hinaus ist die selbsttätige Vorrichtung 1 mit Einrichtungen versehen, die als Weiterentwicklung Gegenstand der Erfindung sind.

Hierbei weist das Verfahren zum Zusammenstellen der Platten zu Paketen 9 ausgehend von einem Plattenstapel 5 der Reihe nach folgende Verfahrensschritte auf:

  • - es werden eine Anzahl von hochgestellten Platten des Stapels 10 allgemein vertikal auf ungleiche Höhe gebracht, wobei die Platten das Paket 9 bilden, und dieser Vorgang beispielshalber durch Loshaken von der Rampe 4 erfolgt,
  • - es wird ein horizontaler Schub, wie dies beispielshalber der Pfeil 11 der Fig. 2a zeigt, auf das vorstehende Ende des ungleiche Höhe aufweisenden Pakets 9 gegeben, so daß diese flach gelegt werden, und
  • - es wird das umgelegte so gebildete Plattenpaket 9 zum Anwendungsort hin gemäß Fig. 2b abgeführt.


Es ist hinsichtlich der Fig. 2 anzumerken, daß vor dem Abführen des Pakets an den Anwendungsort der Stapel auf einem Ausrichter 12 eingerüttelt wird, um das Paket gegebenenfalls in die richtige Form zurückzuführen. Dieser Ausrichter oder Einrüttler 12 ist nach Fig. 2b aus- und einfahrbar, um das Paket vor der Ankunft des folgenden Pakets austreten zu lassen.

Bei den bisher bekannten Vorrichtungen dieser Art wird, wenn sämtliche den Stapel 5 bildenden Platten gänzlich zur Neige gegangen sind, der Arbeitsgang der Umformungsmaschine unterbrochen, um die selbsttätige Aufgabevorrichtung neu zu beschicken.

Tatsächlich kommt es zu einem Rückstellen der Vorschubeinrichtung 8 in die Ausgangsstellung, d. h. in diesem Falle der Gabeln 6, worauf das Magazin 2 geschwenkt wird, so daß es seine Ausgangsstellung zur Aufnahme wieder einnimmt, wie dies die Fig. 1a veranschaulicht. Hiernach kann der Arbeitszyklus wie in den Fig. 1a und 2b beschrieben von neuem beginnen.

Aufgabe der Erfindung ist, diesen Nachteil auszuräumen, indem jegliche Tot- oder Leerlaufzeit bei der Bereitstellung der flachen Platten vermieden wird.

In dieser Hinsicht weist die selbsttägige Vorrichtung 1 nach der Erfindung komplementäre rückhaltende Einrichtungen der Platten auf, durch die einerseits der Vorschub des Stapels 5 auf der Rampe 4 fortgeführt und andererseits das Magazin 2 zur Aufnahme eines neuen Plattenstapels insbesondere auf dem Niveau oder der Höhe der Aufnahmeeinrichtungen 3 des Magazins vorbereitet wird.

Nach der erfindungsgemäßen Ausführungsform gemäß der Fig. 3 und 4 sind die komplementären rückhaltenden Einrichtungen 13 in einer Verlegungsebene ausgelegt, um unter der Rampe 4 eingezogen werden können, wie dies die Fig. 2 und 4d zeigen, oder sie sind hervorstehend, wie die Fig. 3a bis 4c zeigen, um die Vorschubeinrichtungen 8 des Stapels 5 abzulösen, wenn dieser das Magazin 2 verläßt, und insbesondere dann, wenn der untere Teil 14 des Stapels das Ende der Tafel 7 des Magazins verläßt.

In dieser Hinsicht weist in der dargestellten Ausführungsform die Auslegeanordnung der komplementären rückhaltenden Einrichtungen 13 eine Ausgestaltung auf, entsprechend der diese zwischen den beweglichen Gabeln gleitend geführt werden können, die gleichfalls im wesentlichen die Vorschubeinrichtung 8 bilden.

Nach der Erfindung verläuft das Verfahren zum Bereitstellen von Stapeln aus flachen Platten der selbsttätigen Aufgabevorrichtung 1 wie folgt:

  • A) Wie bereits vorstehend anhand der Fig. 1a bis 2b beschrieben, wird bzw. werden zunächst:
    • a) ein Stapel 5 flacher aufeinanderliegender Platten auf der Höhe der Aufnahmeeinrichtung 3 des Magazins 2 zugeführt und auf der Rampe 4 abgesetzt, wozu insbesondere der Stapel 5 auf der Rampe 4 geschwenkt wird, um diese Platten auf ihre Kante zu legen, und
    • b) die Platten durch Vorschubmittel 8 zum Anwendungsort verschoben, die auf den unteren Teil oder die Unterseite 14 des Stapels 5 einwirken.
  • B) Hiernach und vor der vollständigen Entleerung sämtlicher Platten des Stapels 5 wird gemäß der Fig. 3a bis 3d wie folgt verfahren:
    • a) die vom Stapel 5 verbleibenden Platten werden mittels komplementärer zurückhaltender Einrichtungen 13 gehalten und die Platten werden weiterhin zum Anwendungsort weiterbewegt,
    • b) das Magazin 2 wird neu positioniert, um einen neuen Stapel 15 flachliegender Platten aufzunehmen, und
    • c) das Magazin 2 wird mit dem neuen Plattenstapel 15 beschickt und hiernach werden die Platten auf die Rampe 4 gegeben, die sich dort befinden.


Mit dieser Verfahrensweise kann die Leerlaufzeit auf einem Mindestmaß gehalten werden, wenn das Ende des ersten vorhandenen Stapels erreicht wird, um den Arbeitszyklus fortzusetzen. Um jedoch die Leerlauf- oder Totzeit nach der Erfindung gemäß der Fig. 4b und 4c vollständig auszuschalten, sind folgende ergänzende Vorgänge durchzuführen:

  • - Vorschieben des neuen Stapels 15 zum unteren Teil 14 des Stapels 5, auf den die komplementären rückhaltenden Mittel 13 einwirken, und
  • - Einziehen der komplementären rückhaltenden Mittel 13, um auf den somit neugebildeten Stapel mittels der Vorschubeinrichtung 8 im ganzen einzuwirken.


In den geschaffenen Ausführungsformen weist die Aufnahmeeinrichtung 3 des Schwenkmagazins 2 eine Baugruppe beweglicher Gabeln auf, die den Unterteil der Plattform 6 bilden, wobei die Vorschubeinrichtung 8 allgemein von der Gabeleinheit 6 als Ganzes gebildet wird.

Die Aufstell- oder Auslegungsfläche der komplementären rückhaltenden Einrichtungen 13 wird im wesentlichen von einer zweiten Baugruppe beweglicher Gabeln gebildet, die so ausgebildet sind, daß sie zwischen der ersten Gabelbaugruppe 6 gleitend bewegt werden kann.

Die erste Gabeleinheit 6 ist gleitend in der Tafel 7 des Schwenkmagazins 2 eingesetzt.

Auch die zweite Gabeleinheit 13 ist gegenüber der Rampe 4 querlaufend gleitend angeordnet, um deren Austreten zwischen den beweglichen Gabeln 6 der Vorschubeinrichtung 8 zu gestatten. Sie ist gegenüber der Rampe 4 längslaufend angeordnet, um ein Verschieben des Stapels 5 zu gestatten und an die Stelle der Vorschubeinrichtung 8 zu treten.

Die Fig. 3 und 4 zeigen den Ablauf der verschiedenen Arbeitsgänge, die vorstehend dargelegt wurden.

Hierbei zeigt die Fig. 3a den Einsatz der zweiten Gabeleinheit 13, die an die Stelle der Gabeln 6 der Vorschubeinrichtung 8 tritt. Das Austreten vollzieht sich praktisch senkrecht zur Rampe 4, was anhand des Pfeiles 16 angedeutet wird.

Das Austreten wird gesteuert von herkömmlichen Detektoren, die die Ankunft des Unterteils von Stapel 14 auf der Ebene des oberen Teils von Tafel 7 kontrolieren, die in die Ebene der Rampe 4 gekippt ist.

Wenn die rückhaltenden Mittel 13 vollständig ausgetreten sind (siehe insbesondere Fig. 3b), treten diese an die Stelle der Gabeleinheit 6 der Vorschubeinrichtung 8, um den Stapel 5 zu halten und dessen Vorschub weiter fortzusetzen, wie dies durch die Pfeile 17 veranschaulicht ist.

Die Fig. 3c zeigt, wenn das Magazin 3 vom Rest der Platten des Stapels 5 frei ist, d.h. wenn das untere Ende 14 des Stapels 5 sich der Tafel 7 entzieht, die Wiedereinnahme der Stellung des Magazins 2 und insbesondere das Schwenken der Tafel 7 um die Gelenkachse 18 sowie die Translationsbewegung zur Niederstellung der Plattform 6 der Aufnahmeeinrichtung 3. Diese Bewegungen sind in der Fig. 3c durch die jeweiligen Pfeile 19 und 20 schematisch veranschaulicht.

Die Fig. 3 d zeigt die Beschickung des Magazins 2 mit einem neuen Stapel 15 aus flachen aufeinanderliegenden Platten, ein Vorgang, der der anhand der Fig. 1a beschriebenen Erstbeschickung entspricht.

Die Fig. 4a zeigt die Aufstellung des neuen Stapels 15 auf der Rampe 4. Dieser Vorgang entspricht demjenigen, der anhand der Fig. 1b bereits dargelegt wurde, wobei jedoch in diesem Falle die Maschine weiterhin mit Platten vom Rest des Stapels 5 gespeist wird.

Die Fig. 4b zeigt die erste Etappe bei der Formierung eines aus dem Rest der Platten des Stapels 5 mit den neuen Platten des Stapels 15 gebildeten Stapels.

Hierzu läßt man den neuen Stapel 15 als Ganzes gemäß Pfeil 21 kraft der Vorschubeinrichtung 8 vorrücken, wonach man das obere Teil des neuen Stapels 15 aufspürt, wenn sich der Stapel 15 in der Nähe der komplementären rückhaltenden Einrichtungen 13 befindet. Das Aufspüren oder Erfassen wird hier mit dem Stande der Technik bekannten Mitteln vorgenommen.

Wenn das Erfassen stattfindet, werden von unten die komplementären Einrichtungen 13 in der Rampe 4 gemäß Fig. 4c eingezogen. Die Einrichtungen 13 werden durch eine Translationsbewegung ebenfalls in ihre Ausgangslage zurückgeführt.

Am Ende des Einziehvorgangs vollzieht sich, wie die Fig. 4d zeigt, mit dem neuen Stapel 15, an dessen Ende gegebenenfalls die verbleibenden Platten des Stapels 5 stehen, die Bereitstellung oder Versorgung der selbsttätigen Aufgabevorrichtung mit flachen Platten, und zwar ohne jegliche Leerlauf- oder Totzeit.

Selbstverständlich können auch insbesondere im Hinblick auf andere Verwendungs- und Anpassungszwecke zahlreiche Abwandlungen an der selbsttätigen Aufgabevorrichtung vorgenommen werden, ohne dabei vom Erfindungsgedanken abzugehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Selbsttägige Aufgabevorrichtung (1), von der insbesondere ausgehend von einem Plattenstapel (5, 15) Plattenbündel oder -pakete (9) gebildet werden, um einer Umformungsmaschine zugeführt zu werden, und die

    - ein Magazin (2), das insbesondere die Aufnahmeeinrichtung (3) und eine Rampe (4) darstellt, die zur Aufnahme des Plattenstapels geeignet sind, um diesen auf die Rampe (4) zu setzen, und

    - eine Vorschubeinrichtung (8) des Plattenstapels (5) aufweist, um die Platten auf der Rampe (4) zum Anwendungsort hin zu verschieben, dadurch gekennzeichnet, daß sie komplementäre rückhaltende Einrichtungen (13) für die Platten besitzt, durch die ermöglicht wird, daß der Vorschub des Stapels (5) auf der Rampe (4) fortgesetzt und das Magazin (2) vorbereitet werden kann, einen neuen Plattenstapel (15) aufzunehmen.
  2. 2. Selbsttätige Aufgabevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) sich in Form einer Verlegungsebene darstellen, die unter der Rampe (4) einziehbar oder praktisch senkrecht zu ihr ausfahrbar ist, um an die Stelle der Vorschubeinrichtung (8) des Stapels zu treten, wenn dieser das Magazin (2) verläßt.
  3. 3. Selbsttätige Aufgabevorrichtung nach Anspruch 2, in der die Aufnahmeeinrichtung (3) des Magazins (2) insbesondere eine Plattform (6) aufweist, die mit einer Baugruppe aus beweglichen Gabeln ausgestattet ist, die sich zumindest in die Plattform einfügen lassen, wobei die Vorschubeinrichtung (8) im wesentlichen aus dieser Gabelbaugruppe (6) besteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Verlegungsebene der komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) eine Ausgestaltung hat, daß sie zwischen der aus den beweglichen Gabeln bestehenden Baugruppe (6) gleitend bewegt werden kann.
  4. 4. Selbsttätige Aufgabevorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) in Form einer zweiten Baugruppe aus beweglichen Gabeln auftreten.
  5. 5. Selbsttätige Aufgabevorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Gabelbaugruppe (13) transversal zur Rampe (4), um sie zwischen den beweglichen Gabeln (6) der Vorschubeinrichtung (8) austreten zu lassen, und longitudinal zur Rampe (4) gleitend verschiebbar eingesetzt ist, um den Stapel (5, 15) verschieben zu lassen und an die Stelle der Vorschubeinrichtung (8) zu treten.
  6. 6. Verfahren zum Bereitstellen oder Versorgen einer selbsttätigen Aufgabevorrichtung (1) nach Anspruch 1 mit einem Stapel aus flachen Platten, worin

    - ein Stapel (5) aus flachen Platten der Aufnahmeeinrichtung des Magazins (2) zugeführt und auf die Rampe (4) gesetzt wird und

    - die Platten zum Anwendungsort durch Vorschubmittel (8) verschoben wird, die auf das Unterteil (14) des Stapels (5) einwirken, dadurch gekennzeichnet, daß vor der vollständigen Entleerung sämtlicher Platten des Stapels (5)

    - die verbleibenden Platten des Stapels (5) von komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) gehalten und die Verschiebung der Platten zum Anwendungsort hin fortgesetzt wird,

    - das Magazin (2) in eine neue Stellung gebracht wird, um einen neuen Stapel (15) flacher Platten aufzunehmen, und

    - das Magazin (2) mit dem neuen Plattenstapel (15) beschickt und auf die Rampe (4) nachfolgend auf die sich hier befindlichen Platten gesetzt wird.
  7. 7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der neue Stapel (15) zum unteren Teil (14) des Stapels vorgeschoben wird, auf den die komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) einwirken können, und daß die komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) eingezogen werden, so daß die Gesamtheit des so gebildeten Stapels erneut der Wirkung der Vorschubeinrichtung (8) ausgesetzt ist.
  8. 8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Oberteil des neuen Stapels ausfindig gemacht oder ermittelt wird, wenn dieser Stapel (15) in die Nähe der komplementären rückhaltenden Einrichtungen (13) gelangt, und daß die Einrichtungen (13) nach unten in der Rampe (4) eingezogen werden, so daß nur mit den auf der Rampe (4) stehenden Platten nur ein einziger Stapel gebildet wird.






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