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Dokumentenidentifikation DE3737528C2 14.03.1991
Titel Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen
Anmelder Asahi Seimitsu K.K., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Tanaka, Masahiro, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 8000 München; Delfs, K., Dipl.-Ing.; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Niebuhr, H., Dipl.-Phys. Dr.phil.habil., 2000 Hamburg; Glawe, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 05.11.1987
DE-Aktenzeichen 3737528
Offenlegungstag 01.06.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.03.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.03.1991
IPC-Hauptklasse B43L 13/06

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen, die im Zeichenkopf einer Zeichenmaschine enthalten ist und die aufweist: eine tragende Grundplatte, die im Zeichenkopf vorgesehen ist, eine Linealschwenkwelle, die drehbar an der tragenden Grundplatte gehalten ist, ein drehbares Glied mit einem Drehradius, das konzentrisch und einteilig mit der Linealschwenkwelle drehbar ist, ein Zugglied, das zwei Enden aufweist, an seinem einem Ende mit dem drehbaren Glied verbunden ist und eine elastische Zugkraft hat, einen Mitnehmer, der in Richtung des Drehradius des drehbaren Gliedes stellungsjustierbar vorgesehen ist, wobei das eine Ende des Zuggliedes über den Mitnehmer mit dem drehbaren Glied verbunden ist.

Im Zeichenkopf der Zeichenmaschine ist die Anordnung im allgemeinen so vorgesehen, daß die Linealschwenkwelle drehbar in dem Lager der das Zeichenlineal tragenden Grundplatte gehalten wird, daß die Linealschwenkwelle das Griffstück und die Zeichenlineal-Befestigungsplatte beide einteilig am oberen bzw. unteren Ende hat, so daß das Griffstück benutzt werden kann, um das Zeichenlineal zu schwenken. Weil das Zeichenlineal sich von seiner Schwenkwelle aus wie ein Arm in eine Richtung erstreckt, führt ein Leergewicht oder eine Totlast des Zeichenlineals in einer solchen Anordnung zu einer unausgeglichenen Last, die, soweit das Zeichenlineal frei geschwenkt werden kann, ungünstig auf die Linealschwenkwelle wirkt, wenn das Zeichenbrett geneigt aufgestellt ist. Ein Drehmoment aufgrund eines solchen Totgewichts des Zeichenlineals ist Null, wenn ein Schwerpunkt des Zeichenlineals genau senkrecht über dem Griffstück ist und wenn dieser Schwerpunkt genau senkrecht unter genanntem Griffstück ist, während das Drehmoment allmählich wächst, wenn der Schwerpunkt des Zeichenlineals aus der Position genau über dem Griffstück zur Horizontalen geschwenkt wird, und in diesem Augenblick erreicht das Drehmoment seinen Höchstwert. Wenn der Schwerpunkt weiter aus der Horizontalen in die Position genau senkrecht unter dem Griffstück geschwenkt wird, verringert sich das auf dem Totgewicht des Zeichenlineals beruhende Drehmoment allmählich bis Null. Dementsprechend würde das Zeichenlineal unbeabsichtigt aufgrund des Totgewichtes des Zeichenlineals nach unten geschwenkt, wenn das Zeichenlineal nicht positiv vom Griffstück gehalten wird.

Es ist bekannt, das durch das Totgewicht erzeugte Drehmoment durch die Kraft einer Zugfeder zu kompensieren, was aber bei großen Lineallängen zu sehr starken Kräften im Bereich der Schwenkwelle führt. Um diese Kräfte aufzunehmen, ist es bekannt, ein Zahnradgetriebe vorzusehen, wobei die Zugfeder mit einem Ende an einem radial verstellbaren Mitnehmer eines Zahnrades angeordnet ist (DE-OS 35 01 020). Diese Konstruktion ist sehr kompliziert.

Bei einer Gewichtsausgleichsvorrichtung der eingangs genannten Art (US-PS 45 87 742) ist der Aufbau wesentlich einfacher, da das nicht an einem unverdrehbaren Teil des Zeichenkopfes befestigte Ende des Zuggliedes direkt am drehbaren Glied befestigt ist. Dabei treten dann aber die genannten Probleme einer sehr großen Lagerbelastung auf die Schwenkwelle bzw. die damit verbundenen Teile auf.

Die Aufgabe der Erfindung besteht in der Schaffung einer Vorrichtung der eingangs genannten Art, bei der die Lager der Schwenkwelle auf einfache und wirksame Weise entlastet werden können.

Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß sie aufweist: einen Gegenhaltemechanismus, der auf der tragenden Grundplatte vorgesehen ist und zwei Enden aufweist, von denen eines mit dem anderen Ende des Zuggliedes verbunden ist, und dessen anderes Ende sich unter der elastischen Zugkraft des Zuggliedes gegen das drehbare Glied stützt.

Eine vorteilhafte Ausführungsform zeichnet sich dadurch aus, daß der Gegenhaltemechanismus ein einteiliges Glied umfaßt, dessen anderes Ende sich gegen die Peripherie des drehbaren Gliedes stützt.

In der nach der vorliegenden Erfindung aufgebauten Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen wird ein Drehmoment, das ein vom Totgewicht des Zeichenlineals entwickeltes Drehmoment ausgleicht, von dem eine Zugelastizität aufweisenden Zugglied auf das drehbare Glied ausübt, das konzentrisch und gemeinsam mit der Linealschwenkwelle drehbar ist, während die Zugelastizität des genannten Zuggliedes über den Gegenhaltemechanismus auf dasselbe drehbare Glied ausgeübt wird, und zwar um so die Zugelastizität des Zuggliedes auszugleichen, damit die sich in der Linealschwenkwelle als Folge des Gewichtsausgleichs entwickelnde unausgeglichende Kraft ausgeglichen oder reduziert werden kann. Darüber hinaus kann eine dem Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen dienende Kraft leicht entsprechend der Neigung des Zeichenbrettes zwischen Horizontaler und Vertikaler oder bei einem Austausch mit unterschiedlich schweren Zeichenlinealen angepaßt werden, indem die Stellung des Mitnehmers in bezug auf das Drehzentrum des drehbaren Gliedes in Richtung von dessen Radius justiert wird. Wenn der Mitnehmer zum Beispiel im Zentrum der Linealschwenkwelle steht, kann die Zugfeder nicht verhindern, daß das Zeichenlineal geschwenkt wird, und wenn der Mitnehmer von der Linealschwenkwelle fortbewegt wird, wächst die auf das drehbare Glied wirkende Zugkraft der Zugfeder entsprechend. Bei zweckmäßiger Ausführung hat die Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen gemäß dieser Erfindung die weitere wichtige Eigenschaft, daß die Kraft, die aus der Kombination der in der Rastenscheibe des Rastmechanismus gebildeten Einschnitte mit der Rastklinke dieses Mechanismus, die von einem ausgewählten dieser Einschnitte aufzunehmen ist, um das Zeichenlineal in vorbestimmten Winkelabständen zu verriegeln, so eingestellt werden kann, daß sie von der dem Gewichtsausgleich des Zeichenlineals dienenden Kraft aufrechterhalten werden kann. Diese Eigenschaft ermöglicht die Minimierung der Weite und Tiefe der genannten Einschnitte ebenso wie der Rastkraft der genannten Rastklinke. Zum Beispiel kann leicht eine Reduzierung des Winkelabstands auf der Rastenscheibe von früher üblicherweise 15° auf 5° erreicht werden, und auch die Dicke der Teilscheibe sowie die Raststärke der Rastklinke kann reduziert werden.

Als eine weitere wichtige Eigenschaft der gemäß der vorliegenden Erfindung aufgebauten Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenstäben, ist der längs der Linealschwenkwelle vorgesehene, der Verriegelung des Zeichenlineals in vorbestimmten Winkelabständen dienende Hebel des Rastmechanismus so gebogen, daß er ohne jede mechanische Beeinflussung des oder durch den Mitnehmer arbeiten kann. Diese Eigenschaft ermöglicht es, das Universal-Parallellineal so auszubilden, daß der Hebel des Rastmechanismus und der Mitnehmer der um die Linealschwenkwelle herum angeordneten Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen ohne gegenseitige mechanische Beeinflussung effektiv funktionieren können.

Fig. 1 ist eine schematische Draufsicht, die einen wichtigen Teil eines Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäß aufgebauten Vorrichtung darstellt;

Fig. 2 ist ein Längsschnitt des genannten wichtigen Teiles;

Fig. 3 bis 5 sind schematische Zeichnungen, deren Abfolge die Funktionsweise des genannten wichtigen Teiles darstellt;

Fig. 6 ist eine schematische Draufsicht, die einen wichtigen Teil eines anderen Ausführungsbeispiels der erfindungsgemäß aufgebauten Vorrichtung darstellt;

Fig. 7 ist ein Längsschnitt des von Fig. 6 gezeigten wichtigen Teiles; und

Fig. 8 bis 10 sind schematische Zeichnungen, deren Abfolge die Funktionsweise des von Fig. 7 gezeigten wichtigen Teiles darstellt.

Eine Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen gemäß der vorliegenden Erfindung wird beispielhaft unter Bezugnahme auf die beigegebene Zeichnung detaillierter beschrieben. In Fig. 1 und 2 bezeichnet Bezugsziffer 1 ein nicht drehbares Glied gemäß der vorliegenden Erfindung, das einem Griffkopf als tragende Grundplatte dient, der mit einem Glied, wie zum Beispiel einem Läufer oder Rollwagen, das parallel zur Oberfläche des Zeichenbrettes beweglich ist, verbunden ist. Ein Lager der tragenden Grundplatte 1 hält drehbar die hohle Linealschwenkwelle 2. Ein drehbares Glied 3 gemäß dieser Erfindung ist mit Schrauben einteilig an einem oberen Teil der Welle 2 befestigt, und eine Zeichenlineal-Grundplatte 4 ist ebenfalls mit Schrauben einteilig an einem unteren Teil der Welle 2 befestigt. Das drehbare Glied 3 hat ein Griffstück 5, das an ihm einteilig an seinem oberen Teil befestigt ist und die Zeichenlineal-Grundplatte 4 hat eine Zeichenlineal-Befestigungsplatte 6, die an einem Vorderende von ihr befestigt ist, so daß der genannte Griff 5 das von der Zeichenlineal- Befestigungsplatte 6 getragene Zeichenlineal verschwenken kann. Ein Winkelmesser 7, der geeignet ist, bei Bedarf vermittels eines Klemmhebels 8 an die tragende Grundplatte 1 geklemmt zu werden, ist mit einem an der Zeichenlineal- Grundplatte 4 befestigten Nonius 9 fluchtend drehbar an dem Lager befestigt. Zu dem Winkelmesser 7 gehören des weiteren eine Zeichenlineal-Klemmplatte 10 und eine Rastenscheibe 11, die beide einteilig an ihm befestigt sind. Die Zeichenlineal- Klemmplatte 10 kann bei Bedarf in nicht gezeigter Weise vermittels des Zeichenlineal-Klemmhebels an die Zeichenlineal- Grundplatte 4 geklemmt werden. Die Rastenscheibe 11 hat in gleichwinkligen Abständen Einschnitte, so daß ein Rastzahn 12 in einen beliebigen der genannten Einschnitte einrasten kann, und dadurch wird die genannte Rastenscheibe 11 gegenüber der Zeichenlineal-Grundplatte 4 fixiert. Der Rastzahn 12 ist funktionell mit einem entlang einer unteren Fläche der Zeichenlineal-Grundplatte 4 beweglichen Verriegelungsteil 13 verbunden, wobei sich ein Hebel 14 durch das Innere der Welle 2 und entsprechend des drehbaren Gliedes 3 erstreckt und ein Hebel 15 seitlich des Griffes 5 vorgesehen ist, so daß er wahlweise in die Rastenscheibe 11 eingerastet und aus ihr ausgerastet werden kann. Bezugsziffern 16, 17 bezeichnen Gehäuseteile, die einteilig mit der Zeichenlineal-Befestigungsplatte 6 drehbar sind, und ein Teil des Gehäuseteils 16, das über dem Nonius 9 liegt, ist mit einer Lupe 18 versehen. Bezugsziffer 19 bezeichnet eine Zeichenlineal-Befestigungsschraube.

Das drehbare Glied 3 umschließt erfindungsgemäß eine Gewindespindel 20 mit radial sich erstreckender Achse, die mit einem Drehknopf 21 gedreht werden kann, und einen Mitnehmer 22, der geeignet ist, radial beweglich mit genannter Gewindespindel 20 zusammenzuwirken. In dem Ausführungsbeispiel, wie es gezeigt wird, ist die Gewindespindel 20 innerhalb des Hohlraumes des drehbaren Gliedes 3 vorgesehen und so ausgebildet, daß sie mit dem Mitnehmer 22 innerhalb des genannten Hohlraums zusammenwirkt. Ein stiftartiger Vorsprung des Mitnehmers 22 erstreckt sich nach oben durch einen länglichen Schlitz im drehbaren Glied 3 und kann sich frei zwischen einer nahe am Drehzentrum des drehbaren Gliedes 3 gelegenen und einer entfernten Stellung entsprechend den Drehungen der Gewindespindel 20 hin- und herbewegen. Ein Zapfen 24 eines Gegenhalte-Mechanismus 23 ragt erfindungsgemäß an einem in einer Verlängerung der Gewindespindel 20 gelegenen Punkt von der tragenden Grundplatte 1 auf, und dort ist ein Zugglied 25 vorgesehen, das eine elastische Zugkraft zwischen dem Zapfen 24 und dem Mitnehmer 22 ausübt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel besteht das Zugglied 25 aus einer Feder 26 und einem Draht 27, der durch ein Drahtverankerungsglied 28&min;, das von dem drehbaren Glied 3 an einem dessen Drehzentrum benachbarten Punkt aufragt, verankert ist, so daß der stiftartige Vorsprung des bei Drehung des drehbaren Gliedes 3 mitgedrehten Mitnehmers 22 mit einem Mittelteil des Drahtes 27 in Berührung kommt und dadurch am Zugglied 25 mit einer dem Drehradius des genannten Vorsprungs entsprechenden Zugkraft zieht. Während der Gegenhaltemechanismus 23 eine einfache Struktur haben kann, insbesondere ein einteiliges, stabartiges Glied sein kann, das längs der Longitudinal-Richtung der Gewindespindel 20 steuerbar beweglich ist und sich an einem Ende an einer Seite des drehbaren Gliedes 3 abstützt und am anderen Ende mit dem Zugglied 25 verbunden ist, besteht der Gegenhaltemechanismus 23 entsprechend dem vorliegenden Ausführungsbeispiel aus einem Gliedermechanismus, zu dem ein Paar von Verriegelungshebeln 31, 32 gehört, das von einer Koppel 30 betätigt wird, um sich um Zapfen 28 bzw. 29 schwenkend parallel zueinander zu bewegen, einem Gegenhaltehebel 33, der an einem Ende des Verriegelungshebels 32 befestigt ist, um längs der Gewindespindel 20 beweglich zu sein, einer Rolle 34, die an einem Vorderende des genannten Gegenhaltehebels 33 vorgesehen ist, um ständig an die Peripherie des drehbaren Gliedes 3 angedrückt zu werden, und dem Zugglied 25, das an einem Ende des Verriegelungshebels 31 verankert ist, so daß die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 auf das drehbare Glied 3 ausgeübt werden kann.

Der Mitnehmer 22 des drehbaren Teiles 3, das im Einklang mit dem Zeichenlineal (oder der Zeichenlineal-Befestigungsplatte 6) geschwenkt wird, das Zugglied 25 und der Gegenhaltehebel 33 des Gegenhaltemechanismus 23 sind relativ zueinander so gestellt, wie in Abfolge von Fig. 3 bis 5 dargestellt. Im einzelnen nimmt der Mitnehmer 22 eine dem Zugglied 25 nächstgelegene Stellung auf dem Radius des drehbaren Gliedes 3 ein, wenn ein Schwerpunkt des Zeichenlineals genau senkrecht über dem drehbaren Glied ist, wie man dies in Fig. 3 sieht, in der das Zugglied 25 und der Gegenhaltehebel 33 längs einer Geraden liegen, die das Drehzentrum des drehbaren Gliedes 3 schneidet; die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 übt dabei kein Drehmoment auf das drehbare Glied 3 aus, und so befindet sich eine solche Stellung im Ausgleich mit der durch das Drehmoment Null gekennzeichneten Stellung des Totgewichtes des Zeichenlineals 6&min;. Wird nun das Zeichenlineal zusammen mit dem Mitnehmer 22 aus der vertikalen Position um einen Winkel von 90° in die horizontale Position geschwenkt, wie dies in Fig. 4 gezeigt wird, vergrößert das Zugglied 25, ausgehend von der in Fig. 3 gezeigten, vorigen Position, allmählich den Zugwinkel um einen Zapfen, an dem das Zugglied 25 mit dem Gegenhaltemechanismus 23 verbunden ist, und übt so auf das drehbare Glied 3 ein Drehmoment gegen das auf dem Totgewicht des Zeichenlineals beruhende aus. Sowohl der Zugwinkel, als auch das auf das drehbare Glied 3 ausgeübte Drehmoment erreichen ihre Höchstwerte in der Lage nach Fig. 4, in der der Schwerpunkt des Zeichenlineals auf der Horizontalen liegt, so daß sie das auf dem Totgewicht des Zeichenlineals beruhende Drehmoment ausgleichen. In dieser Lage überträgt der Gegenhaltehebel 33 die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 radial auf die Peripherie des drehbaren Gliedes 3, so daß irgendwelche auf das drehbare Glied 3 möglicherweise ausgeübten unausgeglichenen Kräfte effektiv reduziert werden. Wird das Zeichenlineal nun weiter aus der horizontalen Position in die vertikale Position genau unter dem drehbaren Glied geschwenkt, wird der Zugwinkel des Zuggliedes 25 allmählich kleiner. In der Position nach Fig. 5, in der der Schwerpunkt des Zeichenlineals die Position genau unter dem drehbaren Glied erreicht hat, ist der Mitnehmer 22 in der fernsten Position, aber das Zugglied 25 und der Gegenhaltehebel 33 liegen auf einer Linie längs des Durchmessers des drehbaren Gliedes 3, so daß die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 ausgeglichen ist; kein Drehmoment wird auf das drehbare Glied 3 ausgeübt, und dieser Zustand ist ausgeglichen mit dem Zustand des auf dem Totgewicht des Zeichenlineals 6 beruhenden Drehmoments Null.

Jetzt wird ein anderes gemäß der vorliegenden Erfindung konstruiertes Ausführungsbeispiel der Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen detailliert unter Bezugnahme auf Fig. 6 bis 10 beschrieben. Bezugsziffer 1 bezeichnet ein nicht drehbares Glied gemäß der vorliegenden Erfindung, das einem Griffkopf als tragende Grundplatte dient, der mit einem Glied, wie zum Beispiel einem Läufer oder einem Rollwagen, das parallel zur Oberfläche des Zeichenbrettes beweglich ist, verbunden ist. Ein Lager 1a der tragenden Grundplatte 1 hält drehbar eine hohle Linealschwenkwelle 2. Ein drehbares Glied 3 gemäß dieser Erfindung ist mit Schrauben 3a einteilig an einem oberen Ende der Welle 2 befestigt, und eine Zeichenlineal-Grundplatte 4 ist mit Schrauben einteilig an einem unteren Teil der Welle 2 befestigt. Es sollte hier erwähnt werden, daß die Welle 2 und das drehbare Glied 3 einteilig zueinander sind, was ihre Dreh-Funktionen angeht. Dementsprechend ist es nicht erforderlich, zwischen der Welle 2 und dem drehbaren Glied 3 zu unterscheiden, und der Ausdruck "drehbares Glied" sollte als ein die Welle 2 einschließendes Glied angesehen werden. Das drehbare Glied 3 hat ein Griffstück 5, das an ihm einteilig an seinem oberen Ende befestigt ist, und die Zeichenlineal-Grundplatte 4 hat eine Zeichenlineal-Befestigungsplatte 6, die an einem Vorderende von ihr befestigt ist, so daß der genannte Griff 5 das von der Zeichenlineal-Befestigungsplatte 6 getragene Zeichenlineal verschwenken kann. Ein Winkelmesser 7, der, wann immer das erforderlich ist, vermittels eines Klemmhebels 8 an die tragende Grundplatte 1 geklemmt werden kann, ist drehbar um den unteren Teil des Lagers 1a befestigt, so daß auf der Peripherie des Winkelmessers vorgesehene Winkelmesser-Einteilungen den Einteilungen eines Nonius 9 gegenüberliegen, der mit Schrauben 9c und dazwischen gesetzten Distanzstücken 9a, 9b auf der Zeichenlineal-Grundplatte 4 befestigt ist. Bezugsziffer 7a bezeichnet eine Platte für einen Winkelmesser- Grundlinien-Index, die einteilig befestigt ist auf der tragenden Grundplatte 1, gegenüber der inneren Peripherie der Winkelmesser-Einteilungen auf dem Winkelmesser 7, so daß der Drehwinkel des Winkelmessers 7 gegenüber der tragenden Grundplatte 1 mittels dieser Winkelmesser-Grundlinien-Index- Platte 7a erkannt werden kann. Zu dem Winkelmesser 7 gehören des weiteren eine Zeichenlineal-Klemmplatte 10 und eine Rastenscheibe 11, die beide einteilig an ihm befestigt sind. Die Zeichenlineal-Klemmplatte 10 kann bei Bedarf vermittels eines Zeichenlineal-Klemmhebels 10a an die Zeichenlineal- Grundplatte 4 geklemmt werden. Die Rastenscheibe 11 hat in gleichwinkligen Abständen Einschnitte, so daß ein Rastenzahn 12 in einen beliebigen dieser Einschnitte einrasten kann, und dadurch wird die genannte Rastenscheibe 11 gegenüber der Zeichenlineal-Grundplatte 4 fixiert. Die Weite eines jeden Einschnittes 11a in der Rastenscheibe 11 und der Abstand zwischen den Einschnitten können für effektives Stanzen bis etwa auf die minimale Dicke der Rastenscheibe 11 reduziert werden; zum Beispiel kann der typischerweise 15° betragende Winkel zwischen den Einschnitten auf 5° oder weniger reduziert werden. Die Rastfestigkeit der Einschnitte 11a und der Rastklinke 12 kann so eingestellt werden, daß sich ein Ausrasten ereignet, wenn eine auf dem Totgewicht des Zeichenstabes beruhende Kraft ihr Maximum erreicht. Der Rastzahn 12 ist funktionell mit einem entlang einer unteren Fläche der Zeichenlineal-Grundplatte 4 beweglichen Verriegelungsteil 13 verbunden, wobei sich ein Hebel 14 durch das Innere der Welle 2 und entsprechend des drehbaren Gliedes 3 erstreckt und ein Hebel 15 seitlich des Griffes 5 vorgesehen ist, so daß er wahlweise in die Rastenscheibe 11 eingerastet und aus ihr ausgerastet werden kann. Der Hebel 14 greift an seinem unteren Ende 14a in das Verriegelungsstück 13 und an seinem oberen Ende 14b in den Hebel 15 ein. Bezugsziffer 13a bezeichnet ein Federglied, das stets eine Federkraft auf das Verriegelungsstück 13 ausübt, um die genannte Rastklinke 12 in irgendeinen der genannten Einschnitte 11a einrasten zu lassen. Der Hebel 14 hat einen seinem oberen Ende benachbarten, gebogenen Teil 14c, wobei er schwenkbar in einem Teil 2a reduzierten Durchmessers im oberen Teil der Welle 2 beweglich ist, der mit dem Hebel 15 zusammenwirkt. Bezugsziffer 16, 17 bezeichnen Gehäuseteile, die einteilig mit der Zeichenlineal- Befestigungsplatte 6 drehbar sind, und ein Teil des Gehäuseteiles 16, das über dem Nonius 9 liegt, ist mit einer Lupe 18 versehen. Bezugsziffer 19 bezeichnet eine Zeichenlineal- Befestigungsschraube.

Das drehbare Glied 3 umschließt erfindungsgemäß eine Gewindespindel 20 mit radial sich erstreckender Achse, die mit einem Drehknopf 21 gedreht werden kann, und einen Mitnehmer 22, der radial beweglich mit der Gewindespindel 20 zusammenwirkt. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel ist die Gewindespindel 20 in einem Führungsrahmen 3b innerhalb des drehbaren Gliedes 3 vorgesehen und so ausgebildet, daß sie mit dem Mitnehmer 22 zusammenwirkt. So kann sich der Mitnehmer in radialer Richtung frei zwischen einer nahe am Drehzentrum des drehbaren Gliedes 3 gelegenen und einer entfernten Stellung hin- und herbewegen, wenn die Gewindespindel gedreht wird. Ein Vorderende eines sich durch eine seitliche Öffnung 3c des drehbaren Gliedes 3 erstreckenden Verbindungsgliedes 27 ist verbunden mit dem unteren Ende des Mitnehmers 22, und eine Federverankerung 28&min; ist am hinteren Ende des Verbindungsgliedes 27 vorgesehen. Ein Zapfen 24 eines Gegenhaltemechanismus 23 ragt erfindungsgemäß von der tragenden Grundplatte 1 auf an einem Punkt längs einer sich quer zur Gewindespindel 20 erstreckenden Linie, und es ist mit dem Zapfen 24 und der Federverankerung 28 des Verbindungsgliedes 27 ein Zugglied 25 verbunden, das eine elastische Zugkraft erzeugt.

In diesem Ausführungsbeispiel besteht das Zugglied 25 aus einer Spiralfeder, die durch den Mitnehmer 22 über das Verbindungsglied 27 gespannt werden kann, so daß ihre Zugkraft, die von dem Drehradius des mit dem drehbaren Glied 3 mitgedrehten Mitnehmers 22 abhängt, auf den Gegenhaltemechanismus 23 ausgeübt werden kann. Der Gegenhaltemechanismus 23 besteht aus einem einteiligen Glied in der Form einer gebogenen Stange, das sich längs des Zuggliedes 25 erstreckt und dessen Bewegung durch die Führungsstifte 23a, 23b beschränkt wird. Ein Ende des Gegenhaltemechanismus ist nach unten gebogen und endet in einem drehbaren Kontaktglied 26, wie zum Beispiel einem Lager, das seinerseits radial gegen einen Kontaktring 3d, der ein unteres Seitenteil des drehbaren Gliedes 3 bildet, gedrückt wird.

Der Mitnehmer 22 des drehbaren Gliedes 3, der im Einklang mit dem Zeichenlineal (der Zeichenlineal-Befestigungsplatte 6) schwenkbar ist, und das Zugglied 25 sind relativ zueinander so gestellt, wie es in Abfolge von Fig. 8 bis 10 dargestellt ist. Im einzelnen nimmt der Mitnehmer 22 eine dem Zugglied 25 nächstgelegene Stellung auf dem Radius des drehbaren Gliedes 3 ein, wenn ein Schwerpunkt des Zeichenlineals S genau senkrecht über dem drehbaren Glied ist und kein auf dem Totgewicht des Zeichenlineals beruhendes Drehmoment auf das drehbare Glied 3 ausgeübt wird, wie man in Fig. 8 sieht, in der das Zugglied 25 und das Kontaktglied 26 längs einer Geraden liegen, die das Drehzentrum 0 des drehbaren Gliedes 3 schneidet; die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 übt kein Drehmoment auf das drehbare Glied 3 aus, und dieser Zustand ist ausgeglichen mit dem beschriebenen Zustand eines wegen des Totgewichtes des Zeichenlineals S bestehenden Drehmoments Null. Wird nun das Zeichenlineal zusammmen mit dem Mitnehmer 22 aus der vertikalen Position um einen Winkel von 90° in die horizontale Position geschwenkt, wie in Fig. 9 gezeigt ist, vergrößert das Zugglied 25, ausgehend von der in Fig. 8 gezeigten vorigen Position, allmählich den Zugwinkel um ein Gelenk 24, an dem das Zugglied 25 mit dem Gegenhaltemechanismus 23 verbunden ist, und übt so auf das drehbare Glied 3 ein Drehmoment gegen das auf dem Totgewicht des Zeichenlineals beruhende aus. Sowohl der Zugwinkel, als auch das auf das drehbare Glied 3 ausgeübte Drehmoment erreichen ihre Höchstwerte in der Lage nach Fig. 9, in der der Schwerpunkt des Zeichenlineals auf der Horizontalen liegt, so daß sie das auf dem Totgewicht des Zeichenlineals beruhende Drehmoment ausgleichen. In dieser Lage überträgt das Kontaktglied 26 die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 in Richtung eines Radius des drehbaren Gliedes 3 auf die Peripherie des drehbaren Gliedes 3, so daß irgendwelche auf das drehbare Glied 3 möglicherweise ausgeübten unausgeglichenen Kräfte effektiv reduziert werden. Wird das Zeichenlineal nun weiter aus der horizontalen Position in die vertikale Position genau unter dem drehbaren Glied geschwenkt, wird der Zugwinkel des Zuggliedes 25 allmählich kleiner. In der Position nach Fig. 10, in der der Schwerpunkt des Zeichenlineals die Position genau unter dem drehbaren Glied erreicht hat, ist der Mitnehmer 22 in der fernsten Position, aber das Zugglied 25 und das Kontaktglied 26 liegen auf einer Linie längs des Durchmessers des drehbaren Gliedes 3 wie in der Lage nach Fig. 8, so daß die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 ausgeglichen ist; kein Drehmoment wird auf das drehbare Glied 3 ausgeübt, und dieser Zustand ist ausgeglichen mit dem Zustand des auf dem Totgewicht des Zeichenlineals S beruhenden Drehmomentes Null.

Die elastische Zugkraft des Zuggliedes 25 wächst, wenn der Mitnehmer 22 radial vom Zentrum des drehbaren Gliedes 3 entfernt wird, und so kann der Mitnehmer 22 steuerbar radial vom Zentrum des drehbaren Gliedes 3 entfernt werden, um das Zeichenlineal gut ausbalanciert zu halten, gleichgültig, wie die Stellung des Zeichenbrettes ist, die zwischen der horizontalen und der vertikalen Stellung unterschiedlich liegen mag.


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zum Gewichtsausgleich von Zeichenlinealen, die im Zeichenkopf einer Zeichenmaschine enthalten ist und die aufweist:
    1. - eine tragende Grundplatte (1), die im Zeichenkopf vorgesehen ist,
    2. - eine Linealschwenkwelle (2), die drehbar an der tragenden Grundplatte (1) gehalten ist,
    3. - ein drehbares Glied (3) mit einem Drehradius, das konzentrisch und einteilig mit der Linealschwenkwelle (2) drehbar ist,
    4. - ein Zugglied (25), das zwei Enden aufweist, an seinem einem Ende mit dem drehbaren Glied (3) verbunden ist und eine elastische Zugkraft hat, und
    5. - einen Mitnehmer (22), der in Richtung des Drehradius des drehbaren Gliedes (3) stellungsjustierbar vorgesehen ist, wobei das eine Ende des Zuggliedes (25) über den Mitnehmer (22) mit dem drehbaren Glied (3) verbunden ist,
  2. dadurch gekennzeichnet, daß sie weiter aufweist:
    1. - einen Gegenhaltemechanismus (23, 30, 31, 32, 33), der auf der tragenden Grundplatte (1) vorgesehen ist und zwei Enden aufweist, von denen eines mit dem anderen Ende des Zuggliedes (25) verbunden ist, und dessen anderes Ende sich unter der elastischen Zugkraft des Zuggliedes (25) gegen das drehbare Glied (3) stützt.
  3. 2. Gewichtsausgleichsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegenhaltemechanismus ein einteiliges Glied (23) umfaßt, dessen anderes Ende sich gegen die Peripherie des drehbaren Gliedes (3) stützt.






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