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Dokumentenidentifikation DE3532116C2 21.03.1991
Titel Schleifscheibenlagerung
Anmelder BHS-Dr.-Ing. Höfler Maschinenbau GmbH, 7505 Ettlingen, DE
Erfinder Löcht, Heinrich van de, Dipl.-Ing. Dr.-Ing., 7553 Muggensturm, DE;
Faulhaber, Friedrich, 7500 Karlsruhe, DE
Vertreter Eder, E., Dipl.-Ing.; Schieschke, K., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 09.09.1985
DE-Aktenzeichen 3532116
Offenlegungstag 19.03.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.03.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1991
IPC-Hauptklasse B24B 41/04

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Schleifscheibenlagerung an einer Schleifmaschine, mit einem Gehäuse mit zwei Lagern und einer in den beiden Lagern gelagerten Schleifspindel, auf welcher ein Schleifscheibenaufnahmeteil angeordnet ist, wobei die Schleifspindel an ihrem Außenumfang zwei im axialen Abstand voneinander angeordnete Lager zur Lagerung des Schleifscheibenaufnahmeteils aufweist.

Als Stand der Technik ist bereits eine derartige Schleifscheibenlagerung bekannt, bei welcher die Schleifspindel als Vollzapfen ausgebildet ist, auf welcher zwei Speziallager angeordnet sind (US-PS 27 35 240). Die Schleifscheibe wird durch ein Schleifscheibenaufnahmeteil gehaltert, welches an einer Seite einen Flansch aufweist. Auf der anderen Seite ist ein Gegenstück in Ringform mit Flansch vorgesehen, wobei über eine Schraubverbindung die Schleifscheibe zwischen den beiden Flanschen festgespannt wird.

Es ergibt sich damit eine sehr umständliche Montage bzw. Demontage der Schleifscheibe, was insbesondere dann von Nachteil ist, wenn diese Schleifscheibe zum funktionsgenauen Bearbeiten von Werkstücken noch abgerichtet werden muß. Ist eine derartige genaue Abrichtung der Schleifscheibe erfolgt, so muß nach Montage der Schleifscheibe auf der Schleifscheibenlagerung die gesamte Einheit nochmals justiert werden, um Lagerungenauigkeiten auszugleichen.

Zum Stand der Technik zählt weiterhin eine Vorrichtung zum Aufspannen von Werkzeugen auf eine drehbare Spindel (DE-OS 29 02 919). Hierbei findet eine Spannbuchse in Form einer doppelwandigen Hülse Anwendung, welche an beiden Enden geschlossen ist und eine Außen- sowie eine Innenwand und eine sehr schmale Ausnehmung dazwischen aufweist. In einem Randbereich dieser doppelwandigen Hülse ist ein Einfüllstutzen vorgesehen, durch welchen Druckmedium in den schmalen Innenraum der doppelwandigen Hülse gepreßt wird. Damit ergibt sich ein erheblicher baulicher Aufwand.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es demgegenüber, eine Schleifscheibenlagerung der eingangs genannten Art zu schaffen, welche eine leichte und schnelle Auswechselbarkeit der Schleifscheibe gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,

daß die Schleifspindel als Hülse ausgebildet und über an sich bekannte hydraulische Dehnspanndorne im Gehäuse gelagert ist,

daß die am Außenumfang der Hülse angeordneten Lager als Festlager mit ortsfesten Innenringen und dehnbaren Außenringen ausgebildet sind und

daß das Schleifscheibenaufnahmeteil und die Schleifspindel als Einheit über die Dehnspanndorne im Gehäuse montierbar sind.

Hierdurch ergibt sich der Vorteil, daß die gesamte Einheit, bestehend aus Schleifscheibe, Schleifscheibenaufnahmeteil sowie Schleifspindel auf einfache Weise, beispielsweise nach Abrichten der Schleifscheibe außerhalb der Maschine als komplette Gruppe über die an sich bekannten Dehnspanndorne im Gehäuse montiert bzw. aus diesem heraus demontiert werden können. Es wird damit eine erhebliche Zeitersparnis erzielt, ohne daß die Genauigkeit der Bearbeitung eines Werkstückes durch die abgerichtete Schleifscheibe hierunter leidet.

Damit ist ein Abrichten der Schleifspindel vorteilhafterweise außerhalb der Maschine möglich. Darüber hinaus ergibt sich als weiterer Vorteil, daß die bei jedem Lager entstehende sogenannte Temperaturdrift nicht über das Schleifscheibenaufnahmeteil in den Bereich der Schleifscheibe gelangt und damit sich dessen Bearbeitungsgenauigkeit nicht verringert.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung können die Dehnspanndorne im Gehäuse in Kugelkäfigen gelagert und axial verschiebbar sein, so daß die Schleifscheibe entsprechend axial justierbar ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung kann das Schleifscheibenaufnahmeteil als Hülse ausgebildet sein. Es kann hierbei im Bereich des einen Festlagers am Außenumfang als Riemenscheibe ausgebildet sein, welche über ein Übertragungselement mit einem Antrieb verbunden ist. Hierbei können das Gehäuse und die Vorderseite der Riemenscheibe im Bereich der Verzahnung jeweils mit einer Lagerstelle zur Ablage des Riemens versehen werden.

Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher beschrieben. Die Zeichnung zeigt eine schematische Seitenansicht der Schleifspindellagerung im Schnitt.

Nach der Erfindung weist ein Gehäuse 1 zwei Lager 2 und 3 auf. Im Inneren des Gehäuses 1 ist eine Schleifspindel 4 angeordnet, welche als Hülse ausgebildet ist. In den Lagern 2 und 3 sind über Kugelkäfige 12 und 13 hydraulische Dehnspanndorne 10 und 11 angeordnet, welche in die Innenbohrung der Schleifspindel 4 eingreifen und diese damit im Gehäuse 1 lagern.

Am Außenumfang der als Hülse ausgebildeten Schleifspindel 4 sind in axialem Abstand voneinander zwei Festlager 8 und 9 angeordnet, jeweils mit ortsfesten Innenringen und drehbaren Außenringen. Diese Festlager 8 und 9 lagern ein ebenfalls als Hülse ausgebildetes Schleifscheibenaufnahmeteil 5. Dieses Schleifscheibenaufnahmeteil 5 weist eine Schulter 7 auf, welche zur Anlage und zur Halterung einer Schleifscheibe 6 dient. Im Bereich des einen Festlagers weist das Schleifscheibenaufnahmeteil 5 am Außenumfang eine Verzahnung 14 auf. In diese Verzahnung 14 greift ein Zahnriemen 15, welcher seinerseits mit einem Ritzel 16 verbunden ist. Das Ritzel 16 wird durch einen Motor 19 angetrieben.

Das Gehäuse 1 weist im Bereich des einen Festlagers 8, d. h. im Bereich der Verzahnung 14, eine Lagerstelle 17 auf. Weiterhin weist das Ritzel 16 stirnseitig ebenfalls eine Lagerstelle 18 auf. Wird nun die Vorspannung der hydraulischen Dehnspanndorne 10 und 11 gelöst, so lassen sich diese aus dem Gehäuse 1 herausziehen, so daß die Schleifspindel 4 und das Schleifscheibenaufnahmeteil 5 zusammen mit der Schleifscheibe 6 auf einfache Weise aus dem Gehäuse herausgenommen werden kann. Hierbei läßt sich der Zahnriemen 15 nach links verschieben und auf den Lagerstellen 17 und 18 ablegen, so daß eine erhebliche Erleichterung der Montage gegeben ist. Statt des Zahnriemens können auch Flach- oder Keilriemen Anwendung finden.

Durch die spezielle Gestaltung der Schleifspindel 4 und des Schleifscheibenaufnahmeteils 5 jeweils in Hülsenform mit den dazwischen angeordneten Festlagern ergibt sich der Vorteil, daß eine unerwünschte Temperaturdrift von der Schleifscheibe 6 infolge mangelnder Temperaturkompensation weitestgehend vermieden wird, so daß die Genauigkeit des Bearbeitungsvorganges erhöht wird.

Ddurch, daß die Schleifspindel 4 zusammen mit dem Schleifscheibenaufnahmeteil 5 und der Schleifscheibe 6 eine gesonderte Baueinheit bilden, welche über die Dehnspanndorne 10 und 11 im Gehäuse 1 befestigbar sind, wird eine schnelle Montage bzw. Demontage dieser vorgenannten Einheit ermöglicht. Insgesamt ergibt sich damit eine einfach aufgebaute, aber in der Praxis sehr wirkungsvolle Schleifscheibenlagerung.


Anspruch[de]
  1. 1. Schleifscheibenlagerung an einer Schleifmaschine, mit einem Gehäuse mit zwei Lagern und einer in den beiden Lagern gelagerten Schleifspindel, auf welcher ein Schleifscheibenaufnahmeteil angeordnet ist, wobei die Schleifspindel an ihrem Außenumfang zwei im axialen Abstand voneinander angeordnete Lager zur Lagerung des Schleifscheibenaufnahmeteils aufweist, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Schleifspindel (4) als Hülse ausgebildet und über an sich bekannte hydraulische Dehnspanndorne (10, 11) im Gehäuse (1) gelagert ist,

    daß die am Außenumfang der Hülse angeordneten Lager (8, 9) als Festlager mit ortsfesten Innenringen und drehbaren Außenringen ausgebildet sind und

    daß das Schleifscheibenaufnahmeteil (5) und die Schleifspindel (4) als Einheit über die Dehnspanndorne (10, 11) im Gehäuse montierbar sind.
  2. 2. Schleifscheibenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Dehnspanndorne (10, 11) im Gehäuse (1) in Kugelkäfigen (12, 13) gelagert und axial verschiebbar sind.
  3. 3. Schleifscheibenlagerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleifscheibenaufnahmeteil (5) als Hülse ausgebildet ist.
  4. 4. Schleifscheibenlagerung nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schleifscheibenaufnahmeteil (5) im Bereich des einen Festlagers (8) am Außenumfang als Riemenscheibe (14) ausgebildet ist, welche über ein Übertragungselement mit einem Antrieb (19) verbunden ist.
  5. 5. Schleifscheibenlagerung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (1) und die Vorderseite der Riemenscheibe (16) im Bereich der Verzahnung jeweils mit einer Lagerstelle (17, 18) zur Ablage des Riemens (15) versehen ist.






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