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Dokumentenidentifikation DE3816966C2 21.03.1991
Titel Getränkeautomat
Anmelder The Coca-Cola Co., Atlanta, Ga., US
Erfinder Patton, Melissa F., Jonesboro, Ga., US;
Smazik, Kenneth G., Marietta, Ga., US
Vertreter Abitz, W., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.; Morf, D., Dr.; Gritschneder, M., Dipl.-Phys.; Frhr. von Wittgenstein, A., Dipl.-Chem. Dr.phil.nat., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 18.05.1988
DE-Aktenzeichen 3816966
Offenlegungstag 01.12.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 21.03.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1991
IPC-Hauptklasse G07F 13/02
IPC-Nebenklasse G07F 13/10   B67D 5/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Getränkeautomaten nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Bei einem aus der US 42 36 553 bekannten Getränkeautomat der gattungsgemäßen Art wird die Anzahl der Getränkeausgabevorgänge gespeichert, und zwar in Abhängigkeit von der Flüssigkeitsmenge in einem von drei Registern. Dadurch erhält man eine Information über die Gesamtzahl der ausgegebenen Getränke, aufgeteilt nach drei Größenklassen. Daraus kann dann der für die Getränke zu zahlende Preis errechnet werden. Diese Informationen reichen jedoch nicht aus, um die Entwicklung des Getränkeabsatzes im Verlauf eines Tages vorherzusehen und die Betriebsorganisation darauf einzustellen. Gleiches gilt für die Vorausplanung innerhalb einer Woche oder anderer Zeitspannen.

Bei einem aus der US 44 87 333 bekannten Getränkeautomaten liefert ein Mikroprozessor fortlaufend Daten über den Inhalt verschiedener Register, in denen nach Größe geordnet die Gesamtzahl der von den einzelnen Ventilanordnungen ausgegebenen Getränke, die Mischungsverhältnisse von Sirup und Wasser, das Gesamtvolumen, die Sirupviskosität, Portionsgrößen, Sirupkennzahl und Siruptemperatur gespeichert sind. Auch mit diesen Informationen ist es jedoch nicht möglich, den Verlauf des Getränkeabsatzes innerhalb eines Tages, einer Woche oder einer anderen Zeitspanne vorauszuplanen.

Bei einem aus der WO 83/04 447 A1 bekannten Getränkeautomat ist eine Tageszeituhr vorgesehen, die zur Steuerung eines Selbstreinigungsverfahrens und zum An- und Abschalten der Heizeinrichtung verwendet wird. Eine Zuordnung der Tageszeitsignale zu den die einzelnen ausgegebenen Getränke betreffenden Informationen findet nicht statt.

Bei einem in der DE 38 16 479 (Stand der Technik gemäß Patentgesetz § 3, Absatz 2) vorgeschlagenen Getränkeautomaten werden die Daten über die ausgegebenen Getränke zusammen mit den Tageszeitsignalen kontinuierlich aufgezeichnet. Dies erfordert eine sehr große Speicherkapazität.

Der im Patentanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Getränkeautomaten zu schaffen, der nicht nur die Anzahl der verschiedenen ausgegebenen Getränke angibt, sondern die Ausgabevorgänge auch bestimmten Zeiträumen zuordnet.

Dieses Problem wird mit den Maßnahmen des Anspruchs 1 gelöst.

Die durch die Erfindung erzielbaren Vorteile liegen insbesondere darin, daß herkömmliche Getränkeautomaten mit Datenerfassungssystemen ohne Schwierigkeiten so umgebaut werden können, daß die Daten den Tageszeitsignalen zugeordnet werden. Gegenüber einem Getränkeautomaten mit kontinuierlicher Aufzeichnung der Daten wird die erforderliche Speicherkapazität verringert, so daß während längerer Zeitspannen anfallende Daten aufgezeichnet werden können.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Fig. 1 bis 9 erläutert. Es zeigt

Fig. 1 in einer perspektivischen Darstellung und schematisiert einen Getränkeautomaten,

Fig. 2 in einem Blockschaltbild das Datensammelsystem eines Getränkeautomaten nach dem Stand der Technik,

Fig. 3 in einem Blockschaltbild die Verbindung der einzelnen Komponenten des Getränkeautomaten,

Fig. 4 ein Blockschaltbild ähnlich dem von Fig. 3, wobei jedoch ein Telefon-Modem zur Übertragung der Daten eingesetzt wird, und

Fig. 5 bis 9 Ablaufpläne des Datenverarbeitungsprogrammes des Datensammelsystems.

Das nachfolgend beschriebene Ausführungsbeispiel lehnt sich weitgehend an den Getränkeautomaten an, der in US 44 87 333 beschrieben wird. Dieser Getränkeautomat dient der Ausgabe von nachgemischten Getränken mit genauen Mischungsverhältnissen von kohlensäurehaltigem Wasser und Sirup für alkoholfreie Getränke. Getrennte Ventile für Sirup und Wasser werden steuerbar, unabhängig voneinander in vorgeschriebenen Arbeitszyklen geöffnet und geschlossen, um ein vorgeschriebenes Mischungsverhältnis herzustellen, und Mengenmesser für Sirup und Wasser überwachen die Augenblickswerte des Durchflusses von Wasser und Sirup, um die Wirkungen von Druckänderungen in den Ausgangsleitungen für Sirup und Wasser möglichst gering zu halten. Der Getränkeautomat wird abgeändert zur Verwendung bei unterschiedlichen Getränkesiruparten, wobei ein besonderer, austauschbarer Personality-Modul für jeden Sirup verwendet wird, der sein vorgeschriebenes Mischungsverhältnis und seine Viskosität kennzeichnet.

Der Getränkeautomat 11 weist ein Sirupventil 13 zum Anschließen und Abschalten einer Sirupzuleitung und ein Wasserventil 15 zum Anschließen und Abschalten einer Wasserzuleitung auf. Ferner weist die Vorrichtung einen Sirupmengenmesser 17 oberhalb des Sirupventils 13 zum Messen des Sirupdurchsatzes und einen Wassermengenmesser 19 oberhalb des Wasserventils 15 zum Messen des Wasserdurchsatzes auf. Von den beiden Ventilen 13, 15 durchgelassener Sirup bzw. durchgelassenes Wasser werden in einer Mischkammeranordnung 21 miteinander vermischt und durch einen Stutzen 23 in einen Trinkbecher 25 ausgibt. Der Getränkeautomat 11 weist außerdem einen Mikroprozessor 27 zum gesteuerten Öffnen und Schließen sowohl des Sirupventils 13 als auch des Wasserventils 15 in vorgeschriebenen Arbeitszyklen auf, so daß Sirup für alkoholfreie Getränke und Wasser in einem vorgeschriebenen Mischungsverhältnis abgegeben werden. Die beiden Ventile 13, 15 werden zyklisch gleichzeitig geöffnet, wobei das Sirupventil 13 offen bleibt, bis es ungefähr 4,2 g (0,15 Unzen) Sirup ausgegeben hat, und das Wasserventil 15 so lange offen bleibt, wie es durch das vorgeschriebene Mischungsverhältnis gerade gefordert wird. Dieses Verhältnis liegt üblicherweise zwischen etwa 3,5 : 1 und 6,0 : 1, je nachdem gerade ausgegebenen Sirup. Die Spitzendurchflußgeschwindigkeit des Wassers ist höher als diejenige des Sirups, damit der Unterschied zwischen den zugehörigen Arbeitszyklen verringert wird. Sobald die beiden Ventile 13, 15 die richtigen Flüssigkeitsmengen ausgegeben haben, wird der Zyklus durch gleichzeitiges Wiederöffnen des Wasser- und des Sirupventils 13, 15 wiederholt. Dieser zyklische Vorgang wird fortgesetzt, bis ein vorgeschriebenes Volumen in den Becher 25 abgegeben worden ist.

Im einzelnen (und unter Bezugnahme auf Fig. 2) handelt es sich sowohl bei dem Sirupmengenmesser 17 als auch bei dem Wassermengenmesser 19 um Schaufelraddurchflußmesser, die Geschwindigkeitssignale in Form von Impulsserien abgeben, deren Frequenzen den Durchsatzgrößen der sie durchfließenden Flüssigkeiten proportional sind. Das von dem Sirupmengenmesser 17 abgegebene Impulsfolgesignal wird über die Leitung 29 einem Trennverstärker 31 zur Umwandlung in geeignete logische Pegel und weiter über die Leitung 38 dem Mikroprozessor 27 zugeführt. In entsprechender Weise wird das von dem Wassermengenmesser 19 abgegebene Impulsfolgesignal über die Leitung 35 einem Trennverstärker 37 und weiter über die Leitung 39 dem Mikroprozessor 27 zugeführt.

Der Mikroprozessor 27 verarbeitet die von den Sirup- bzw. Wassermengenmessern 17 bzw. 19 aufgenommenen Sirup- bzw. Wasser-Impulsfolgesignale und erzeugt Sirup- bzw. Wasser-Antriebssignale, die an das Sirupventil 13 bzw. das Wasserventil 15 geführt werden, um diese im geeigneten Zeitpunkt zu öffnen und zu schließne. Das Sirupantriebssignal wird über die Leitung 41 einem Opto-Trennglied 43 und weiter über die Leitung 45 einem Triac 47 zugeführt, welches zwei entsprechende Antriebssignale abgibt, die über Leitungen 49a und 49b dem Sirupventil 13 zugeleitet werden, um das Ventil entsprechend zu öffnen oder zu schließen. In vergleichbarer Weise wird das Wasserantriebssignal über eine Leitung 51 einem Opto-Trennglied 53 und weiter über eine Leitung 55 einem Wasser-Triac 57 zugeführt, welches zwei entsprechende Antriebssignale abgibt, die über die Leitungen 59a und 59b dem Wasserventil 15 zugeleitet werden, um es entsprechend zu öffnen und zu schließen.

Aus Fig. 1 ergibt sich, daß der Getränkeautomat 11 außerdem vier Drucktastenschalter 61 für die Wahl einer von vier unterschiedlichen Größen der Getränkeportion aufweist, einer kleinen, einer mittleren, einer großen und einer extragroßen Portion. Das Gerät besitzt ferner einen Drucktastenschalter 63 für Eingießen/Aufhören, der entweder die Getränkeabgabe beendet, sofern zuvor eine der vier Portionsgrößen-Tasten gedrückt worden ist (d. h. Aufhören), oder, falls nicht gedrückt, die Abgabe so lange fortsetzt, wie er gedrückt bleibt (d. h. Eingießen). Der Mikroprozessor überwacht diese verschiedenen Schalter in üblicher Weise unter Benutzung der Adreßleitung 65 und der Datenleitung 67. Der Mikroprozessor öffnet und schließt das Sirupventil 13 bzw. das Wasserventil 15 in geregelter Weise und in der obenerwähnten Art, unabhängig davon, welcher dieser speziellen Schalter gedrückt worden ist. Der einzige kennzeichnende Unterschied der Arbeitsweise betrifft die Zahl der Zyklen, die für die vollständige Abgabe des gewählten Getränks erforderlich ist. Jedem der vier Portionsgrößen- Drucktastenschalter 61 ist ein besonderes Potentiometer zugeordnet, von denen das eine Potentiometer 69 in Fig. 2 gezeichnet ist. Diese Potentiometer 69 liegen zwischen Plusspannung und Erde und werden zum manuellen Einstellen der Getränkemenge benutzt, die nach dem Drücken des entsprechenden Drucktastenschalters 61abgegeben wird. Der Mikroprozessor 27 überwacht periodisch die an den Kontaktarmen der vier Portionsgröße-Potentiometer 69 anliegenden Spannungen in üblicher Weise unter Anwendung eines Multiplexers 71 und eines Analog-Digital-Umsetzers 73. Im einzelnen sind die Potentiometer über eine Leitung 75 mit vier unterschiedlichen Eingängen des Multiplexers 71 verbunden, und der Mikroprozessor 27 gibt geeignete Adreßsignale, die dem Multiplexer über Leitungen 77 zugeführt werden, um einen speziellen auszuwählen. Die Spannung an dem ausgewählten Potentiometer 69 wird dann über Leitungen 79 von dem Multiplexer 71 dem A/D-Umsetzer 73 zugeführt, der unter der Kontrolle von vier Steuerungs- Mikroprozessoren die Spannung in ein entsprechendes 8-Bit-Digitalsignal umwandelt. Das Digitalsignal wird seinerseits über Leitungen 83 von dem A/D-Umsetzer dem Mikroprozessor 27 zugeführt.

Der Getränkeautomat 11 weist außerdem einen Sirup-Temperaturfühler 85 auf, der eine genaue Anzeige der Augenblickstemperatur und damit der Viskosität des den Sirupmengenmesser 17 durchfließenden Sirups liefert. Der Mikroprozessor 27 überwacht periodisch die von dem Temperaturfühler 85 abgegebene Ausgangsspannung unter Verwendung des gleichen Multiplexers 71 und A/D- Umsetzers 73, die für die Überwachung der vier Potentiometer 69 zur Portionseinstellung eingesetzt werden.

Nachdem der Getränkeautomat 11 die Ausgabe eines Getränks abgeschlossen hat, gibt der Mikroprozessor 27 ein serielles Datensignal ab, das den Inhalt seiner verschiedenen internen Register darstellt und das von einem Bestandskontrollsystem, etwa dem nachstehend beschriebenen Datenerfassungs- und -verarbeitungssystem, benutzt werden kann. Diese Register speichern Daten, die z. B. die Menge von gerade ausgegebenem Sirup und Wasser, die Siruptemperatur, die Durchsatzraten von Sirup und Wasser, die gesamten Getränke in ihrer Größe, die Mischungsverhältnisse und die Sirupkennzahl angeben. Das serielle Datensignal wird über die Leitung 87 von dem Mikroprozessor einem Trennverstärker 89 zugeleitet und auf der Leitung 91 ausgegeben. Der serielle Datenausgang auf Leitung 91 wird dann entweder der Interface-Haupteinheit 14 oder einer der Interface-Nebeneinheiten 18 zugeführt, die im einzelnen später in Verbindung mit den Fig. 3 und 4 beschrieben werden.

Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Mikroprozessor 27 ein INTEL 8049.

In den Fig. 3 und 4 ist schematisch ein nachmischender Getränkeautomat dargestellt, wie er in Schnellgaststätten aufgestellt werden könnte. Das System umfaßt eine Mehrzahl von Ausschanktürmen (drei Stück in dem dargestellten Beispiel), von denen jeder acht Ausgabeeinheiten nach Art der oben in Verbindung mit den Fig. 1 und 2 beschriebenen enthält. Das heißt, jeder der mit "Ventil 1" usw. beschrifteten Abschnitte der Türme entspricht einer einzelnen Ausgabeeinheit.

Der serielle Datenausgang auf der von dem Mikroprozessor 27 nach Fig. 2 abgehenden Leitung 91 wird über die Leitung 10 oder 12 geführt, bei der es sich um eine RS-232C-Serienleitung handelt. Die über die Leitung 10 geführten Daten gelangen in die Interface-Haupteinheit 14, und die über andere Leitungen, etwa 12, geführten Daten gelangen in zugeordnete Interface-Nebeneinheiten 18, die mit der Haupteinheit 14 über eine Datenschleife verbunden sind, bei der es sich vorzugsweise um einer HPIL-Datenschleife handelt.

Die Haupteinheit 14 enthält einen HP71B-Computer der Hewlett Packard Corporation, der die entweder von der Leitung oder von der HPIL-Schleifenleitung 16 zugeführten Daten liest und verarbeitet. Bei der Ausführung nach Fig. 3 sind die Daten aus der Haupteinheit auf der Leitung 20 über eine weitere RS- 232C-Serienleitung auf einen Computer 22, etwa einen IBM PC/AT, übertragbar. Bei der Ausführung nach Fig. 4 werden die Daten von der Haupteinheit 14 auf Anforderung auf einen Zentralcomputer 30, etwa einen IBM PC, über Modems 24 und 28 auf einer Fernsprechleitung 26 übertragen. Die Art und Weise, in der die Daten verarbeitet und übertragen werden, wird weiter unten unter Bezugnahme auf die Ablaufpläne der in den Fig. 5 bis 9 gezeigten Software beschrieben.

In einer typischen Anlage für eine Schnellgaststätte übertragen die "Smart Valves" und das zugehörige Datenerfassungs- und -verarbeitungssystem nach den Fig. 3 und 4 Daten entweder unmittelbar auf einen Computer (Fig. 3) oder über eine Fernsprechleitung an einen Zentralpunkt (Fig. 4). Die von dem System erhältliche Information umfaßt die Getränke nach ihrer Größe, Mischungsverhältnisse, Gesamtvolumina von Sirup und Wasser, Sirupviskosität, Portionsgrößen, Sirupkennzahl und Siruptemperatur. Außerdem kann aus dem Sirup- und Wasservolumen und der Gesamtzahl der Getränke nach ihrer Größe das Ausbringen je Volumeneinheit (Gallone) Sirup berechnet werden.

Die Interface-Einheiten 14 und 18 können 5 V- Logikpegel-Ausgangsgrößen des INTEL 8049-Mikroprozessors 27 aufnehmen, der in jeder Ausgabeeinheit zum Übertragen von Registerdaten von dem Ventil zu den Interfaces eingebaut ist. Für zuverlässigen Datenempfang ist nötigenfalls eine Eingangssignalformung vorgesehen. Die Interfaces können außerdem Daten von mindestens drei Ausschanktürmen T1 bis T3 sammeln, die in einer bevorzugten Ausführungsform maximal jeweils acht Ausgabeeinheiten enthalten, d. h. 24 Eingangskanäle für serielle Daten. Nötigenfalls können aber natürlich weitere Türme und Ausgabeeinheiten vorgesehen werden.

Die Interfaces können ferner von jeder Ausgabeeinheit Daten mit einer Geschwindigkeit von 9600 Baud aufnehmen und jeden der 24 Eingangskanäle auf einen Synchronisierungsimpuls hin überwachen, der anzeigt, daß gültige Daten anstehen. Es können DIP-Schalter vorgesehen werden, um etwaige unbenutzte Serieneingangskanäle zu überbrücken und die Ausführung zu beschleunigen, falls die Verarbeitungszeit eine Rolle spielt.

Zusätzlich zu den 24 Serieneingabekanälen kann eine asynchrone Gegenschreib-RS-423A/RS-2323C-Anschlußstelle mit "Handshake"- Leitungen für Zweirichtungs-Verständigung mit dem PC/AT-Computer 22 vorgesehen werden. Diese Anschlußstelle kann durch DIP-Schalter wählbare Datengeschwindigkeiten von 1200, 2400, 4800 und 9600 Baud haben. Eine Standard-Steckbuchse DB-25 kann an dem Interfacegehäuse als Zugang zu der Anschlußstelle vorgesehen werden.

Die Interfaces 14 und 18 nehmen registrierte Daten von jeder Ausgabeeinheit in Datenpaketen an und kennzeichnen jedes Paket mit Codebytes, die das spezielle Ausschankventil und den speziellen Turm, die die Daten liefern, identifizieren. Die Pakete von registrierten Daten und ihre identifizierenden Codebytes werden in den Interfaces speicherbelegt, um freien Zugang zu Ventil/Turm-Daten durch den PC/AT 22 oder den PC 30 aus Fig. 4 zu ermöglichen.

Nach Fig. 3 gibt es drei mögliche Arbeitsweisen:

  • 1. Der PC/AT 22 kann "Handshake"-Leitungen benutzen, z. B. Sendeanforderung und Sendefreigabe, um die Datenübertragung einzuleiten. Datenpakete werden sequentiell übertragen und enthalten noch die Ventil/Türme-Kennzeichnungs-Codebytes, die zunächst übertragen werden;
  • 2. der PC/AT 22 fordert ein bestimmtes Datenpaket an durch Senden der entsprechenden Ventil/Türme-Kennzeichnungs- Codebytes an das Interface in Bitserienformat. Das Interface antwortet, indem zunächst die Ventil- und Turm-Kennzeichnungs- Codebytes übertragen werden, denen das Registerdatenpaket folgt, oder
  • 3. das Interface führt die gesamte Datenverarbeitung aus, so daß der PC/AT die Ergiebigkeit allein, die Summe der Getränke oder alle beliebigen anderen Registerinformationsdaten, die von der Haupteinheit, einschließlich HP71B-Computer, gewünscht werden, anfordern kann.


Zusammengefaßt überträgt das Datenerfassungs- und -verarbeitungssystem Daten von den Ausgabeeinheiten in den jeweiligen Türmen des Systems zu entfernten Punkten, z. B. den Computer 22 und den Computer 30. Die erhältliche Information ist die Gesamtzahl der ausgegebenen Getränke nach der Getränkegröße, Sirup- und Wasservolumen, Siruptemperatur, Sirupviskosität, Portionsgröße, Mischungsverhältnisse und Sirupkennzahl. Bei einer Ausführung werden die Daten in Abständen von fünfzehn Minuten durch die Haupteinheit 14, einschließlich HP71B-Computer, gesammelt und alle dreißig Minuten an den Computer 22 oder 30 abgeworfen.

Die Information kann in verschiedener Weise verarbeitet werden, durch Anwendung des von einem in dem HP71B verfügbaren Zeitgebers gelieferten Zeitstempels können Spitzenverbrauchszeiten bestimmt werden. Für die Marktforschung kann diese Information verwendet werden um zu erkennen, wie ein neues Produkt sich verkauft. Es können auch spezielle Daten über die Ventilbenutzung gesammelt werden, um augenblickliche Spezifikationen über die Betriebsdaten zu überprüfen. Die Gesamtzahl der je Volumeneinheit (Gallone) Sirup ausgegebenen Getränke kann errechnet werden, um die Schnellgaststätte mit Informationen über die Ergiebigkeit je Volumeneinheit (Gallone) Sirup zu versorgen. Auch die Größe und die Art des vom Käufer bevorzugten Getränks kann bestimmt werden.

Die Arbeitsweise des Datensystems nach den Fig. 3 und 4 wird verständlicher bei Betrachtung der Ablaufpläne gemäß Fig. 5 bis 9, welche die System-Software für den HP71B- Computer erklären. Da das System nach Fig. 4 praktisch vollständig übereinstimmt mit dem System nach Fig. 3, abgesehen von den Modems und der Fernsprechleitung, soll die Software anhand des umfangreicheren Systems nach Fig. 4 mit den Modems und dem Zentralcomputer (PC) 30 beschrieben werden. Natürlich würde aber die Software für den Betrieb des Systems nach Fig. 3 vergleichbar sein mit der Software nach den Fig. 2 bis 5, würde aber nicht das "Fernsprechverbindungshandhabungs"- Unterprogramm umfassen, das in Fig. 6 gezeichnet ist.

In Fig. 5 ist ein Ablaufplan gezeichnet, der die Wechselwirkung aller Unterprogramme erläutert, die in ihren Einzelheiten in den Ablaufplänen nach Fig. 6 bis 9 wiedergegeben sind. Der Ablaufplan nach Fig. 5 beginnt mit dem Schritt 100 "starten", wenn das System erstmalig eingeschaltet wird. Dann wird das System initialisiert, Schritt 101, durch eine Folge von in dem Unterprogramm Fig. 6 dargestellten Schritten, und das Programm schreitet fort nach Schritt A. Dann wird das System in Schritt 103 unterwiesen, den Zeitgeber zu Unterbrechungen in 15-Minuten-Intervallen zu programmieren (Unterprogramm Fig. 7) und die von den jeweiligen Ventilen und den jeweiligen Türmen des Ausschanksystems verfügbaren Werte zu lesen. Dann schreitet das Programm fort zu Schritt B. Anschließend wird das Programm "Taste in der Tastatur gedrückt?" von Schritt 105 entsprechend dem in Fig. 8 gezeichneten Unterprogramm durchgeführt. Der nächste Schritt 107 in dem Hauptprogramm bezüglich des Systems nach Fig. 4 bestimmt, ob ein "Fernsprech-Ruf" auf der Fernsprechleitung 26 über die Modems 24 und 28 vorliegt. Dieses Unterprogramm ist in Fig. 9 dargestellt. Liegt kein Fernsprech-Ruf vor, testet das Programm in Schritt 109, ob die HPIL-Schleife im Ausfallzustand ist. Ist die Schleife nicht im Ausfallzustand, kehrt das System zu Schritt B zurück. Ist das System im Ausfallzustand, wird ein Zeitgeber in dem Computer programmiert, um das System in fünf Minuten durch Schritt 110 zu wecken, damit etwaige Probleme beseitigt werden können. Während dieser Fünf-Minuten-Periode wird der Computer HP71B bei Schritt 111 abgeschaltet, bis der Zeitgeber die HPIL-Schleife bei Schritt 112 weckt. Wenn die HPIL-Schleife weiter im Ausfallzustand ist, führt der Merker 113 das Programm zu dem Block "Programmieren eines Zeitgebers zum Wecken in fünf Minuten". Ist die HPIL-Schleife nicht im Ausfallzustand, schreitet das Programm zu Schritt 114 fort, um die Ereignisse aufzuzeichnen, die von den jeweiligen Ventilen abgelesen worden sind.

In Fig. 6 ist das Unterprogramm 101 "Initialisierung" dargestellt. Im ersten Schritt dieses Unterprogramms fordert der Computer den Benutzer auf, ein Datum und eine Zeit festzusetzen. Dann wird der Datenspeicher durch Schritt 116 gelöscht, und wenn ein Modem vorhanden ist, wird dieses Modem initialisiert und programmiert, die Anrufe auf der Fernsprechleitung 28 in Schritt 117 zu beantworten. Das System tastet dann ab, um zu bestimmen, wieviele Interface-Haupteinheiten 14 in dem System in Schritt 118 sind. Dann führt das System einen Test an jedem Ventil und jedem der entsprechenden Türme des Getränkeautomaten in Schritt 119 durch. Die aktiven Ventile des Systems werden dann in Schritt 120 aufgezeichnet. Der nächste Initialisierungs-Schritt 121 programmiert eine Zeitendatei, um alle dreißig Minuten verarbeitete Daten im Computer 30 aufzuzeichnen. Man beachte, daß die Daten nur alle dreißig Minuten aufgezeichnet werden, obwohl sie alle fünfzehn Minuten gelesen werden, so daß der Speicher in den Computern 22 und 30 nicht überlastet wird. Die Initialisierung ist nun vollzogen, und das System kehrt zu Schritt A des Hauptprogramms in Fig. 5 zurück.

Fig. 7 stellt das "Zeitgeber-Weck"-Programm 103 dar, welches das Hauptprogramm der Systemsoftware für Datensammeln oder Datenlesen ist. Im ersten Schritt 122 dieses Programms liest das System die 101 Datenbytes von jeder einzelnen Ausgabeeinheit jedes einzelnen Turms des Getränkeautomaten. Diese Daten werden in Schritt 123 von Binärdaten in Dezimaldaten umgewandelt. Diese Daten werden dann in Schritt 124 analysiert, um die Getränkezählungen während der letzten fünfzehn Minuten gesammelter Daten zu berechnen. Die Getränkezählungen werden auch aktualisiert, um eine Getränke-Gesamtzahl für die Aufzeichnungsperiode zu liefern. Dann wird die letzte Getränkezählung aktualisiert. Dann werden die Daten analysiert, um das tatsächliche Volumen von Sirup und Wasser von jeder einzelnen Ausgabeeinheit für das letzte Fünfzehn-Minuten- Intervall in Schritt 125 zu berechnen. Dann aktualisiert das System das Gesamtvolumen für diese Aufzeichnungsperiode und aktualisiert die letzte Volumenzählung. Dann werden die Daten in Schritt 126 analysiert, um die Siruptemperaturen des jeweiligen Ventils aufzuzeichnen, und das System wird in Schritt 127 auf etwaige Netzunterbrechungen getestet. Dann prüft das System die Zeitendatei in Schritt 128, um festzustellen, ob es der richtige Zeitpunkt für das Registrieren der gelesenen Werte ist, was, wie oben erwähnt, alle dreißig Minuten stattfindet. Wenn der Zeitpunkt zum Registrieren der Daten erreicht ist, werden die Daten in Schritt 129 als Getränkezählungen, Gesamtvolumina und Temperaturen in einer "B"-Datei aufgezeichnet. Wenn aber der Zeitpunkt zum Registrieren von Daten nicht erreicht ist, kehrt das System zum Schritt A des Hauptprogramms nach Fig. 5 zurück. Im Anschluß an das Registrieren der Daten am Ende eines vorgegebenen Tages, registriert das System die Nummern der aktiven Ventile, Becherpreis, Mischungsverhältnis und Mengeneinstellungen jedes einzelnen Ventils und registriert dieses in der Datei "A" (Schritt 132). Wenn das Ende des Tages noch nicht erreicht ist, kehrt das System zu Schritt A des Hauptprogramms zurück, ohne die Funktion im letzten Block in Fig. 7 auszuführen.

Das Unterprogramm 106 nach Fig. 8, "Handhaben von Tastatur- Funktionen", dient in erster Linie der Benutzersicherheit, und der erste Schritt 133 ist die Aufforderung an den Benutzer, das Kennwort zu nennen. Ist das Kennwort richtig, geht das Programm über zu einem wahlweise ablaufenden Programm 135, das dem Benutzer die Ausübung der folgenden Funktionen 136 erlaubt:

Datum und Zeit festsetzen

Ventile zuteilen

Becherpeise festsetzen

Modem initialisieren

Zeitendatei editieren

Interfaces initialisieren

Kennwort ändern

Änderung bei den bevollmächtigten Benutzern

Programmablauf anhalten.

Normalerweise müßte der Benutzer diese Funktionen nicht ausüben, es könnte aber wünschenswert sein, das zu tun, z. B. wenn ein weiterer Turm in ein bestehendes Systems eingebaut wird oder wenn sonstige Änderungen an dem System vorgenommen worden sind, seit es zum letzten Mal benutzt worden ist.

Das verbleibende Unterprogramm 108 "Fernsprechverkehr abwickeln" nach Fig. 9 bezieht sich nur auf das System nach Fig. 4. Im ersten Schritt 137 dieses Unterprogramms fordert der Computer 30 das Kennwort des Anrufers an, und wenn das Kennwort richtig ist, ermöglicht er dem Anrufer durch den Merker 138 und den Schritt 139, einen der nachstehend genannten Befehle 140 auszuüben:

Getränkezählung in Volumendatei übertragen

Mischungsverhältnis- und Portionseinstellungsdatei übertragen

Zeitendatei übertragen

Benutzerprotokolldatei übertragen

Datei der aktiven Ventile übertragen

augenblickliches Datum und Zeit senden

Datum und Zeit einstellen

Zeitendatei empfangen

Kennwörter ändern

Liste bevollmächtigter Benutzer empfangen

Verkehrsende.


Anspruch[de]
  1. 1. Getränkeautomat mit einer Vielzahl von Ventilanordnungen für die Abgabe von Getränken jeweils zugeordneter Geschmacksrichtung in Behälter unterschiedlicher Größe, wobei die genannten Getränke aus Sirup und Wasser in vorbestimmtem Verhältnis gemischt sind und ein gefüllter Behälter als ein Getränk definiert wird, mit einem Datensammelsystem (27) zum Abtasten und Speichern von Informationen über Getränke, die von der jeweiligen Ventilanordnung abgegeben werden, gekennzeichnet durch

    eine Einrichtung (14, 18) zum periodischen, in regelmäßigen Zeitabständen erfolgenden Zählen der Anzahl von Getränken für jede einzelne Ventilanordnung;

    eine Einrichtung (14, 18) zum periodischen, in den regelmäßigen Zeitabständen erfolgenden Bestimmen des von jeder einzelnen Ventilanordnung abgegebenen Volumens von Sirup und Wasser;

    einen Zeitgeber für die fortlaufende Erzeugung von Tageszeitsignalen und

    eine Einrichtung (22, 30) zum Zuordnen der Tageszeitsignale zu den regelmäßigen Zeitabständen;

    wodurch die Zahl der Getränke und das für jedes einzelne Ventil abgegebene Sirupvolumen und Wasservolumen für ausgewählte Tageszeiten bestimmt werden können.
  2. 2. Getränkeautomat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Berechnen der Anzahl Getränke je Volumeneinheit (Gallone) Sirup, die von jeder einzelnen zugeordneten Ventilanordnung abgegeben wird.
  3. 3. Getränkeautomat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Bestimmen der Temperatur des von jeder einzelnen zugeordneten Ventilanordnung abgegebenen Sirups.
  4. 4. Getränkeautomat nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine Einrichtung zum Übertragen der gewonnenen Daten über eine Fernsprechleitung an einen entfernten Punkt.






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