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Dokumentenidentifikation DE4026129A1 21.03.1991
Titel Wandtafelanlage mit höhenverstellbarer Wandtafel
Anmelder Weidmann, Ulrich, Glattbrugg, CH
Erfinder Weidmann, Ulrich, Glattbrugg, CH
Vertreter Zellentin, R., Dipl.-Geologe Dr.rer.nat., 8000 München; Zellentin, W., Dipl.-Ing.; Grußdorf, J., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 6700 Ludwigshafen
DE-Anmeldedatum 17.08.1990
DE-Aktenzeichen 4026129
Offenlegungstag 21.03.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 21.03.1991
IPC-Hauptklasse B43L 1/04
IPC-Nebenklasse A47B 97/06   
Zusammenfassung Am kastenförmigen Profil (P) einer Wandtafelanlage ist in der Führungsschiene (S) ein fester Anschlag (2) als Endanschlag montiert. Dieser wirkt zusammen mit einem Puffer (1), der an der Wandtafel (W) befestigt ist. Der Puffer (1) besteht aus einem U-förmigen Bügel (3) mit einem kurzen Schenkel (30), einem langen federnden Schenkel (31) und einem Verbindungsschenkel (32). Der kurze Schenkel (30) ist zusammen mit einem Winkeleisen (40) mittels Sechskantschrauben (43) auf einer Montageplatte (5) befestigt. Auf dem senkrecht von der Montageplatte (5) abstehenden Schenkel (42) des Winkeleisens (40) ist ein Dämpfer (4) aus gummielastischem Material aufgeschraubt. Der über ihn hinweg sich erstreckende lange Schenkel (31) des U-förmigen Bügels (3), dessen freies Ende sich bis in die Führungsschiene (S) erstreckt, biegt sich unter einer Aufprallkraft (F) federelastisch nach unten und drückt bei einer großen Verformung auf den Dämpfer (4). Der Puffer (1) kann gleichzeitig der Halterung und Führung des Umlaufseiles (U) dienen. Hierzu weisen sowohl der senkrecht von der Montageplatte (5) abstehende Schenkel (42), wie der obere Schenkel (31) des U-förmigen Bügels (3) je eine schlitzförmige Ausnehmung (45), (34) auf.
Die gesamte Konstruktion ist somit einfach montierbar, hat die gewünschte Feder- und Dämpfungscharakteristik eines Puffers und nimmt die Reaktionskräfte in idealer Weise auf. Dies auch dadurch, daß die auf das Umlaufseil (U) auftretenden Kräfte direkt in den Puffer ...

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wandtafelanlage mit höhenverstellbarer Wandtafel, die in seitlichen Führungsschienen geführt ist und einen Lastausgleich über ein Gegengewicht aufweist. Derartige Wandtafelanlagen sollen möglichst einfach in der Montage, leicht und stabil sein und auch von Hand mit geringem Kraftaufwand betätigbar sein. Der Anmelder fertigt derartige Wandtafelanlagen seit mehreren Jahren, die sowohl motorisch angetrieben als auch von Hand betätigbar funktionieren. Dank dem exakten Lastenausgleich, der Leichtläufigkeit der Rollenlagerung und der Präzision der Führung ist es möglich, auch großflächige Wandtafeln mit geringem Kraftaufwand zu betätigen. Allerdings wird häufig vergessen, daß trotz des geringen Kraftaufwandes zur Betätigung die bewegten Massen enorm sind. Wird eine derartige Wandtafel zu schnell bewegt, so schlägt sie ungebremst am oberen oder unteren Anschlag auf. Der dabei erzeugte Impuls ist gewaltig.

Bisher hat man sich begnügt, den Aufprall mit starrem oder gefedertem Anschlag zu bremsen. Bei einem starren Anschlag resultieren gewaltige Reaktionskräfte auf die gesamte Anlage. Hieraus entstanden oftmals Schäden an der Wandtafelanlage. Ist der Anschlag gefedert, so wird die Feder beim Aufprall geladen und entlädt sich anschließend wieder unter Beschleunigung der Wandtafel in die Gegenrichtung. Dies ist unerwünscht, ja in manchen Fällen sogar gefährlich.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Wandtafelanlage der eingangs genannten Art derart zu verbessern, daß die vorgenannten Nachteile vermieden werden können. Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Wandtafelanlage mit den Merkmalen des Patentanspruches 1. Ordnet man den Puffer auf einer Montageplatte an, auf dem auch eine Führungsrolle der Wandtafel federnd gelagert ist, so erhält man einen besonders preiswerten, leicht zu montierenden gedämpften Puffer. Weitere erfindungsgemäße Ausführungsvarianten sind den abhängigen Ansprüchen zu entnehmen, und deren Vorteile sind in der nachfolgenden Beschreibung erläutert.

In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt und an Hand der nachfolgenden Beschreibung erläutert. Es zeigt

Fig. 1 eine Montageplatte mit Führungsrolle und auf der Platte montiertem Puffer;

Fig. 2 einen Teilschnitt durch die erfindungsgemäße Anlage mit einer Aufsicht auf den Puffer in montiertem Zustand;

Fig. 3 eine Ansicht des zum Puffer gehörenden Bügels, in der Ansicht in Richtung des Pfeiles III in Fig. 1;

Fig. 4 einen Schnitt durch die Führungsschiene mit darin fest montiertem Anschlag.

Die an sich bekannte Wandtafelanlage besteht aus zwei in Abstand zueinander, parallel und vertikal aufgestellten säulenartigen Kastenprofilen P, die im Abstand entsprechend der Breite der Wandtafel W von einander angeordnet sind. In der Fig. 2 ist eines der beiden kastenförmigen Profile P im Schnitt ersichtlich. In einer der Seitenflächen des Kastenprofils P ist eine Längsnut geformt, die als Führungsschiene S dient. In der Schiene S laufen die Führungsrollen R der Wandtafel W. Der Lastausgleich der Wandtafel W erfolgt mittels eines Gegengewichtes G, welches im Kastenprofil P gleitend gelagert ist. Die Wandtafel W und das Gegengewicht G sind über ein Umlaufseil U, welches über eine Umlenkrolle am oberen Ende des Kastenprofils P angeordnet ist, miteinander verbunden. Die Umlenkrolle ist in der Zeichnung nicht ersichtlich. Die bisher beschriebenen Teile entsprechen der bisher bekannten Konstruktion einer vom Anmelder selber hergestellten und vertriebenen Wandtafelanlage.

Die beiden Hauptelemente der erfindungsgemäßen Konstruktion sind der in Fig. 1 dargestellte Puffer 1 und der in Fig. 4 dargestellte feste Anschlag 2. Der Puffer 1 wird aus zwei Hauptbestandteilen gebildet, nämlich einem Federelement, welches aus einem elastisch verformbaren, U-förmigen Bügel 3 besteht und einem gummielastischen Dämpfer 4, der im Einfederungsbereich des einen Schenkels des U-förmigen Bügels 3 angeordnet ist. Der eine relativ komplexe Form aufweisende U-förmige Bügel 3 ist in Fig. 1 am deutlichsten erkennbar. Er hat zwei relativ lange freie Schenkel 30 und 31, die über den Verbindungsschenkel 32 einstückig miteinander verbunden sind. Der obere freie Schenkel 31 ist fast doppelt so lang als der untere freie Schenkel 30. Während der obere Schenkel 31 und der Verbindungsschenkel 32 mit ihren Breitflächen senkrecht zur Zeichnungsebene verlaufen, liegt die Breitseite des kürzeren freien Schenkels 30 in der Zeichnungsebene. Folglich läßt sich der längere freie Schenkel 31 in Richtung einer Aufprallkraft F relativ leicht verformen, während der kürzere Schenkel 30 annähernd starr bleibt. Im Bereich des vorderen, freien Endes des langen Schenkels 31 ist unterhalb desselben ein gummielastischer Dämpfer 4 im Federweg des langen Schenkels 31 angeordnet. In der einfachsten Ausführungsform würde es genügen, den U-förmigen Bügel 3 direkt auf der Wandtafel zu befestigen und den gummielastischen Dämpfer 4 ebenfalls mittel- oder unmittelbar im Einfederungsbereich des freien Schenkels 31 an der Wandtafel W zu montieren. Hiermit wäre auch bereits eine Pufferkonstruktion gegeben, die den erwünschten Effekt erzielt.

Im dargestellten Beispiel ist hingegen eine ausgefeilte Konstruktion dargestellt. Der U-förmige Bügel 3 ist hier auf einer Montageplatte 5 mittels Schrauben 43 befestigt. Die Montageplatte 5 besteht aus einem etwa drei bis fünf Millimeter dicken Stahlblech und weist vier Bohrlöcher 7 zur Befestigung auf der Rückseite einer höhenverstellbaren Wandtafel W auf. Auf dieser Platte 5 ist auch die Führungsrolle R mit einem Schwingungsarm 8 federnd gelagert. Ein aus der Montageplatte 5 gestanzter und senkrecht aus dessen Ebene herausgebogener Lappen 9 dient zur Aufhängung einer Zugfeder 10, die am Schwingungsarm 8 angreift. Mittels einer Einstellschraube 11 kann die Federkraft justiert werden.

Der insgesamt mit 1 bezeichnete Puffer ist auf einer aus der Montageplatte herausgedrückten Auflagefläche 51 befestigt. Der kurze, relativ starre Schenkel 30 des U-förmigen Bügels 3 liegt flach auf der Auflagefläche 51 auf. Auf diesem kurzen Schenkel 30 ist ein Winkeleisen 40 angeordnet, dessen einer Schenkel 41 flach auf dem kurzen Schenkel 30 des U-förmigen Bügels 3 aufliegt, während der andere Schenkel 42 senkrecht von der Montageplatte 5 abstehend einen Podest bildet. Das Winkeleisen 40 und der U-förmige Bügel 3 sind gemeinsam mittels Schrauben 43 auf der vorgewölbten Auflagefläche 51 befestigt. Die Oberkante des einen podestbildenden Schenkels 42 des Winkeleisens 40 verläuft etwa parallel auf der Höhe der Oberkante der Montageplatte 5. Auf diesem Schenkel 42 ist der gummielastische Dämpfer 4 festgeschraubt. Der Dämpfer 4 hat die Form eines parabolischen Kegels. Im unbelasteten Zustand des U-förmigen Bügels 3 ist zwischen dem längeren Schenkel 31 und der Spitze des Dämpfers 4 ein gewisser Abstand vorhanden. Dieser Abstand wird dadurch bewirkt, daß die beiden Schenkel 30 und 31 des U-förmigen Bügels 3 nicht exakt parallel verlaufen. Vielmehr schließen die beiden Schenkel einen spitzen Winkel ein. Dieser Winkel wird dadurch erzeugt, daß der Winkel zwischen dem Verbindungsschenkel 32 und dem längeren Schenkel 31 etwas mehr als 90° aufweist, während der Winkel zwischen dem Verbindungsschenkel 32 und dem kürzeren Schenkel 30 ein rechter Winkel ist. Bei einer relativ geringen Aufprallkraft F, bei der das freie Ende des längeren Schenkels 31 auf den festen Anschlag 2 stößt, wirkt somit lediglich die Federkraft des Schenkels 31 des U-förmigen Bügels 3. Erst wenn die Aufprallkraft F größer ist, drückt der freie Schenkel 31 auf den gummielastischen Dämpfer 4 und verformt diesen. Hiermit wird der typische Feder- und Dämpfungscharakter eines Puffers erzeugt. Ein zusätzlicher Stützarm 33, der am Verbindungsschenkel 32 angeordnet ist und auf dem Schenkel 42 des Winkeleisens 40 aufliegt, erhöht die Federkraft des U-förmigen Bügels 3 und versteift diesen.

Dank der stabilen Montageplatte 5 kann hieran auch direkt das Umlaufseil U befestigt werden, an welchem das Gegengewicht G hängt. Am einfachsten erfolgt dies wiederum an den Sechskantschrauben 43. Zur Führung des Umlaufseiles U ist der einen Podest bildende Schenkel 42 des Winkeleisens 40 mit einer Verlängerung 44 versehen, die der Querschnittsform der Führungsschiene S angepaßt ist. Das Umlaufseil U ist in einem von der Spitze her eingefrästen Schlitz 45 zentrisch in der Führungsschiene S geführt. Eine zusätzliche Führung erhält das Umlaufseil U dadurch, daß der lange Schenkel 31 des U-förmigen Bügels 3 gleich wie der verlängerte Schenkel 42 des Winkeleisens 40 gestaltet ist. Auch hier ist wieder ein Führungsschlitz 34 eingefräst.

Schließlich sei noch der feste Anschlag 2, wie er in Fig. 4 ersichtlich ist, näher beschrieben. Er besteht im wesentlichen aus einem Kunststoffblock 20 und entspricht der Querschnittsform der Führungsschiene S. Das etwa fünf Zentimeter lange Kunststoffelement ist mittels Nieten 21 am Kastenprofil P befestigt. Die Stirnflächen des Elementes 20, die die Anschlagflächen 22 bilden, verlaufen zur Schienenlängsrichtung geneigt. Dies führt dazu, daß das freie Ende des freien Schenkels 31 erst nur mit der Spitze und mit zunehmender Verformung stärker auf den Anschlagflächen 22 aufliegt. Sowohl der U-förmige Bügel 3, wie auch der Anschlag 2 sind aus einem festen Kunststoff gefertigt. Hierdurch wird insbesondere eine Schalldämmung erzielt. Der Anschlag 2 kann auch mit einem Längskanal ausgestaltet sein, um darin das Umlaufseil U zu führen.

Während die Führungsrollen R auf der einen Seite der Wandtafel W federnd auf den Montageplatten 5 gelagert sind, sind die gegengleichen Rollen R auf der anderen Seite der Wandtafel fest auf den Montageplatten 5 befestigt. Dies verhindert ein Schwimmen der Wandtafel.


Anspruch[de]
  1. 1. Wandtafelanlage mit höhenverstellbarer Wandtafel (W), die in seitlichen Führungsschienen (S) geführt ist und einen Lastausgleich über ein Gegengewicht (G) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß in den seitlichen Führungsschienen ein Anschlag (2) fest montiert ist und an der beweglichen Wandtafel (W) ein Puffer (1) angebracht ist, der aus einem elastischen verformbaren U-förmigen Bügel (3) besteht, dessen einer Schenkel (30) mit der Wandtafel fest verbunden ist und dessen anderer Schenkel (31) berührungsfrei in die Führungsschiene (S) hineinragt und bei der Einfederung (F) in axialer Richtung auf einem gummielastischen Dämpfer (4) anzuliegen kommt, der auf einem realtiv starren Podest (40) befestigt ist.
  2. 2. Wandtafelanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Puffer (1) auf einer Montageplatte (5) angeordnet ist, auf der auch eine Führungsrolle (R) der Wandtafel (W) gelagert ist.
  3. 3. Wandtafelanlage nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der frei in die Führungsschiene eingreifende Schenkel (31) mit dem fest mit der Wandtafel verbundenen Schenkel (30) einen spitzen Winkel einschließt.
  4. 4. Wandtafelanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der in der Führungsschiene (S) fest montierte Anschlag (2) eine geneigte Anschlagfläche (22) aufweist.
  5. 5. Wandtafelanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Podest, auf dem der gummielastische Dämpfer (4) montiert ist, ein Winkeleisen (40) ist.
  6. 6. Wandtafelanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der U-förmige Bügel (3) mittelbar über die Montageplatte (5) mit der Wandtafel (W) fest verbunden ist, wobei ein Schenkel um seine eigene Achse um 90° verdreht mit der flachen Breitseite an der Montageplatte (5) angeschraubt ist.
  7. 7. Wandtafelanlage nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schenkel (41) des Winkeleisens (40) direkt auf der flachen Breitseite des Schenkels (30) des U-förmigen Bügels (3) aufliegt und mit diesem zusammen auf die Montageplatte (5) geschraubt ist.
  8. 8. Wandtafelanlage nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Umlaufseil (U), an dem das Gegengewicht (G) hängt, am Winkeleisen (40) angehängt ist.
  9. 9. Wandtafelanlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Schenkel (42) des Winkeleisens (40), auf dem der Dämpfer (4) montiert ist, einseitig verlängert ist und berührungsfrei in die Führungsschiene (S) hineingreift und ebenso wie der freie Schenkel (31) des U-förmigen Bügels eine schlitzförmige Ausnehmung (45) aufweist, in der das Umlaufseil (U) geführt ist.
  10. 10. Wandtafelanlage nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß der gummielastische Dämpfer (4) die Form eines Kegels aufweist.






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