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Dokumentenidentifikation DE4029673A1 11.04.1991
Titel Automatische Zeichenmaschine mit Papierdurchzug
Anmelder Mutoh Industries Ltd., Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Matsushima, Toshiaki;
Shirosaki, Akimitsu, Tokio/Tokyo, JP
Vertreter Gesthuysen, H., Dipl.-Ing.; von Rohr, H., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 4300 Essen
DE-Anmeldedatum 19.09.1990
DE-Aktenzeichen 4029673
Offenlegungstag 11.04.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.04.1991
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
Zusammenfassung Verfahren zur Steuerung einer automatischen Zeichenmaschine mit Papierdurchzug, wobei die Zeichenmaschine mit Schreibinstrumenten Tintenzeichnungen erstellt. An dem Rahmen der Zeichenmaschine sind Mittel vorgesehen, um eine Wartezeit zum Trocknen der Tinte vorzugeben. Nach dem Durchführen einer Zeichnung wird die Zeichenmaschine für die vorgegebene Wartezeit in einen Wartezustand versetzt, in dem das Papier der Zeichenmaschine nicht aufgewickelt wird. Die jeweils noch verbleibende Wartezeit zum Trocknen der Tinte wird angezeigt, so daß der Bediener diese Zeit effektiv nutzen kann.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Steuerung einer automatischen Zeichenmaschine mit Papierdurchzug nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Mit automatischen Zeichenmaschinen der in Rede stehenden Art werden im allgemeinen Tinten- bzw. Tuschezeichnungen angefertigt. Nach dem Ausführen einer solchen Zeichnung ist es notwendig, die Zeichenmaschine für eine gewisse Zeit in einen Wartezustand zu versetzen, in dem die Tinte trocknen kann und in dem das Papier nicht aufgewickelt wird. Dazu ist im allgemeinen eine externe Steuerung über einen Host-Computer vorgesehen, über den die Wartezeit gesteuert wird.

Nachteilig an der zuvor beschriebenen Anordnung ist, daß der Host-Computer während der Wartezeit keine Zeichendaten an die Steuerung der Zeichenmaschine übermitteln kann und es entsprechend zu relativ langen Stillstandszeiten der Zeichenmaschine kommt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine automatische Zeichenmaschine der gattungsgemäßen Art zu schaffen, bei der die zuvor erläuterten Probleme bzw. Nachteile gelöst sind.

Die zuvor aufgezeigte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Patentanspruchs 1 gelöst.

Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeichnung erläutert. In der Zeichnung zeigt

Fig. 1 ein Flußdiagramm für das Vorgeben der Wartezeit,

Fig. 2 ein Flußdiagramm ähnlich dem in Fig. 1,

Fig. 3 ein Flußdiagramm eines weiteren bevorzugten Ausführungsbeispiels der vorliegenden Erfindung,

Fig. 4 eine perspektivische Ansicht der erfindungsgemäßen automatischen Zeichenmaschine und

Fig. 5 eine skizzenmäßige Schnittansicht der erfindungsgemäßen Zeichenmaschine.

Der Aufbau der automatischen Zeichenmaschine gemäß der vorliegenden Erfindung wird im folgenden anhand der Fig. 4 und 5 erläutert.

Eine Platte 2 ist an einem Maschinenrahmen 4 der automatischen Zeichenmaschine befestigt und weist in Längsrichtung der Platte 2 parallele Aussparungen auf. In Fig. 5 ist besonders gut erkennbar, daß eine Zeichenrolle 6 drehbar in einer der Aussparungen und koaxial hierzu eine Antriebsrolle 8 auf ähnliche Art und Weise in einer weiteren Aussparung angeordnet sind. Die Zeichenrolle 6 und die Antriebsrolle 8 sind drehbar an Stützen des Maschinenrahmens 4 angeordnet und werden gemeinsam in gleicher Richtung und mit gleicher Umfangsgeschwindigkeit mit Hilfe eines Motors gedreht. Eine Anpreßrolle 10 wird mit Hilfe einer Feder (nicht gezeigt) gegen die Antriebsrolle 8 gedrückt. Wie in Fig. 5 gezeigt ist, ist an dem Maschinenrahmen 4 eine Führungsschiene 12 zwischen den beiden Stützen des Maschinenrahmens 4 befestigt. An der Führungsschiene 12 ist ein Stiftkopf 14 verschiebbar angeordnet. Ein Stifthalter 16 wirkt zusammen mit einem Hebemechanismus, der in dem Stiftkopf 14 angeordnet ist. Der Stifthalter 16 trägt ein Schreibinstrument 18 eines Tintenstiftes. Der Stiftkopf 14 wird in seiner Bewegung entlang der Führungsschiene 12 gesteuert. An dem Maschinenrahmen 4 sind weiterhin eine Versorgungswelle 20 und eine Aufnahmewelle 22 drehbar angeordnet, die gemeinsam mit dem Motor angetrieben werden.

Die Versorgungswelle 20 trägt eine Rolle 24a von Papier 24. Von hier aus läuft das Papier 24 über die Platte 2 hin zur Aufnahmewelle 22, wo es aufgewickelt wird. An dem Maschinenrahmen 4 ist eine Steuerung mit einem Computer vorgesehen. Mit der Steuerung werden die Motoren für die Zeichenrolle 6 bzw. die Antriebsrolle 8, für den Stiftkopf 14, für den Hebemechanismus des Stiftkopfes 14 und für die Versorgungswelle 20 bzw. die Aufnahmewelle 22 gesteuert.

An dem Maschinenrahmen 4 ist ein Bedienungsfeld 26 mit einer Anzeige 27 vorgesehen, das funktionell mit der Steuerung verbunden ist. Über das Bedienungsfeld 26 wird mit Hilfe eines Eingabeschlüssels die Wartezeit zum Trocknen der Tinte in die Steuerung eingegeben. Die Fig. 4 zeigt einen Host-Computer 28, der die Steuerung der Zeichenmaschine mit Zeichendaten und verschiedenen Zeichenbefehlen versorgt. An dem Maschinenrahmen 4 ist weiterhin ein herkömmlicher schwenkbarer Werkzeugspeicher (Revolverkopf) vorgesehen (hier nicht gezeigt), der die verschiedenen Schreibinstrumente der Tintenstifte hält. Jeder der Stifthalter in dem Speicher kann automatisch mit dem Stifthalter 16 am Stiftkopf 14 ausgetauscht werden. Der Mechanismus zum automatischen Austausch der Schreibinstrumente ist hinlänglich bekannt und bedarf deshalb hier keiner weiteren Erläuterung.

Die Arbeitsweisen der Ausführungsbeispiele gemäß der vorliegenden Erfindung werden im folgenden im Detail anhand der Fig. 1 und 2 erläutert.

Fig. 2 zeigt das Programm zum Eingeben bzw. Festlegen einer Wartezeit zum Trocknen der Tinte, welches in einem ersten Schritt beginnt (1). Ein Bediener gibt über einen bestimmten Eingabeschlüssel über das Bedienungsfeld 26 die Wartezeit, die von der Art der verwendeten Tinte abhängt, in die Steuerung ein (2). Die Steuerung speichert den Wert der Wartezeit und gibt sie weiterhin an einen Back-up-Speicher weiter (3). Damit ist das Programm zum Festlegen der Wartezeit beendet (4).

Um eine Zeichnung auszuführen, wird zunächst der abgewickelte Teil des Papiers 24 auf der Platte 2 plaziert und zwischen die Antriebsrolle 8 und die Anpreßrolle 10 geschoben. Durch den Anpreßdruck der Feder wird das Papier 24 von den Rollen 8 und 10 gehalten. Nachdem der abgewickelte Teil des Papiers 24 auf der Platte 2 plaziert ist, startet der Zeichenvorgang der automatischen Zeichenmaschine. Jetzt steuert die Steuerung der Zeichenmaschine die Bewegungen der Antriebsrollen 8 und der Zeichenrolle 6, die Bewegung des Stiftkopfes 14 entlang der Führungsschiene 12 und die Hebebewegungen des Schreibinstruments 18. Als Ergebnis wird der abgewickelte Teil des Papiers 24 auf der Platte 2 von vorne nach hinten und umgekehrt gezogen und der Stiftkopf 14 senkrecht zur Bewegungsrichtung des abgewickelten Teils des Papiers 24 bewegt, so daß ein Bild oder eine Zeichnung einer bestimmten Größe, im folgenden Rahmenabschnitt genannt, auf das Papier 24 gezeichnet wird.

Ist der Zeichenvorgang beendet, startet die Steuerung ein Tintentrocknungsprogramm (vgl. Fig. 1) und beginnt eine Zählprozedur eines Zählers, um die vorgegebene Wartezeit zu messen (1). In einem nächsten Schritt wird geprüft, ob das Papier 24 für die Zeichnung verwendet worden ist oder nicht (2). Falls es gebraucht worden ist, wird überprüft, ob der Host-Computer 28 ein Signal zum Aufrollen des Papiers 24 übermittelt (3). Ist dies der Fall, so wird geprüft, ob eine Wartezeit zum Trocknen der Tinte vorgegeben ist (4). Wenn eine Wartezeit vorgegeben ist, stellt die Steuerung fest, ob die vorgegebene Wartezeit zum Trocknen der Tinte schon abgelaufen ist (5). Wenn sie noch nicht abgelaufen ist, zeigt die Steuerung die noch verbleibende Wartezeit an der Anzeige 27 an (6).

Es ist möglich, die noch verbleibende Wartezeit allein oder die bereits abgelaufene Zeit nach Beendigung der Zeichnung eines Rahmenabschnitts zusammen mit der noch verbleibenden Zeit anzuzeigen. In diesem Fall ist es möglich, die noch verbleibende Zeit durch Subtraktion der bereits abgelaufenen Zeit von der vorgegebenen Wartezeit zu ermitteln.

In einem nächsten Schritt stellt die Steuerung fest, ob über das Bedienungsfeld 26 ein Befehl zum Zurückstellen des Zählers eingegeben worden ist (7). Ist dies nicht geschehen, so werden weitere Prozeduren - falls diese vorgesehen sein sollten - ausgeführt (8), bevor wieder zurückgesprungen und festgestellt wird, ob die vorgegebene Wartezeit bereits abgelaufen ist (5 in Fig. 1). Wird hingegen festgestellt, daß ein Befehl zum Zurückstellen des Zählers gegeben worden ist (7), so stellt die Steuerung die verbleibende Wartezeit auf der Anzeige 27 zurück (9).

Anschließend betätigt die Steuerung den Motor für die Versorgungswelle 20 und die Aufnahmewelle 22, um den Rahmenabschnitt des Papiers 24 auf die Aufnahmewelle 22 aufzuwickeln (10). Dadurch wird ein Aufwickelvorgang beendet. Anschließend wird die Zeichnung eines nächsten Rahmenabschnitts ausgeführt.

Wird festgestellt (vgl. Fig. 1), daß das Papier 24 nicht benutzt worden ist (2) bzw. daß kein Befehl vom Host-Computer 28 zum Aufwickeln des Papiers 24 vorliegt (3), so wird das Papier 24 direkt auf die Aufnahmewelle 22 aufgewickelt (10). Gleiches gilt, wenn die vorgegebene Wartezeit abgelaufen ist (5).

Wenn das Papier 24 auf der Aufnahmewelle 22 aufgewickelt ist (vgl. Fig. 5), hängt ein Teil des Papiers 24 von der Versorgungswelle 20 und der Aufnahmewelle 22 herunter. Dadurch wird die Bewegung des Papiers 24 während des Zeichenvorgangs erleichtert und es wird verhindert, daß das Papier 24 durch die Bewegungen unnötigen Spannungen ausgesetzt wird.

Im folgenden wird eine weitere Ausgestaltung des Tintentrocknungsprogramms anhand des Flußdiagramms in Fig. 3 erläutert.

Das Programm wird in einem ersten Schritt gestartet (1). Es wird festgestellt, ob für die Zeichnung das Papier 24 verwendet worden ist (2). Ist dies der Fall, so überprüft die Steuerung, ob vom Host-Computer 28 ein Befehl übermittelt wird, das Papier 24 aufzurollen (3). Ist dies der Fall, so stellt die Steuerung fest, ob eine Wartezeit vorgegeben ist (4). Ist dies der Fall, so wird die automatische Zeichenmaschine für die vorgegebene Wartezeit in einen Wartezustand versetzt (5). Während dieser Wartezeit können andere Prozesse ausgeführt werden. Ist die Wartezeit abgelaufen, so betätigt die Steuerung den Motor für die Versorgungswelle 20 und die Aufnahmewelle 22 und ein Rahmenabschnitt des Papiers 24 wird auf die Aufnahmewelle 22 aufgewickelt. Im letzten Schritt des Programmes wird der Aufwickelvorgang beendet (6). Anschließend wechselt die Steuerung zum Zeichenprogramm, um einen nächsten Rahmen zu zeichnen. In diesem Ausführungsbeispiel wird die verbleibende Wartezeit nicht angezeigt.

Wie zuvor erläutert worden ist, ist es möglich, die Wartezeit zum Trocknen der Tinte, die von der Art der verwendeten Tinte und des verwendeten Tintenschreibers abhängt, vorzugeben. Die Wartezeit wird direkt in die Steuerung der Maschine eingegeben, so daß es möglich ist, während der Wartezeit Daten vom Host-Computer an die Steuerung zu übermitteln. Somit ist es möglich, die gesamte Zeichenzeit zu verkürzen, insbesondere, wenn kontinuierlich gezeichnet wird. Da der Bediener die verbleibende Trocknungszeit ablesen kann, weiß er stets, wieviel Zeit ihm noch verbleibt, um Nebentätigkeiten wie z. B. Wartung und Versorgung der Schreibinstrumente oder ähnliches auszuführen. Dadurch kann die Wartezeit effektiv genutzt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Verfahren zur Steuerung einer automatischen Zeichenmaschine mit Papierdurchzug, wobei zu der automatischen Zeichenmaschine eine Platte (2), ein Maschinenrahmen (4), eine Antriebsrolle (8), ein Stiftkopf (14), ein Schreibinstrument (18) und eine Versorgungswelle (20) gehören, wobei von der Versorgungswelle (20) kommendes Papier (24) von der Antriebsrolle (8) in eine vorgegebene Richtung bewegt wird und wobei gleichzeitig der Stiftkopf (14) mit dem Schreibinstrument (18) senkrecht zur Bewegungsrichtung des Papiers (24) bewegt wird, wodurch eine Tintenzeichnung auf dem auf der Platte (2) aufliegenden Papier (24) entsteht, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Maschinenrahmen (4) eine Steuerung vorgesehen ist, daß durch die Steuerung die automatische Zeichenmaschine nach Beendigung einer Zeichnung zum Abtrocknen der Tinte für eine vorgegebene Wartezeit in einen Wartezustand versetzt wird und daß während der Wartezeit das Papier (24) nicht aufgewickelt wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die jeweils verbleibende Wartezeit angezeigt wird.






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