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Dokumentenidentifikation DE4030722A1 11.04.1991
Titel Einstellungsanordnung für Schützenkästen
Anmelder Älmhults Bruk AB, Älmhult, SE
Erfinder Johansson, Hans;
Ähman, Roger, Älmhult, SE
Vertreter Richter, J., Dipl.-Ing., 1000 Berlin; Gerbaulet, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 28.09.1990
DE-Aktenzeichen 4030722
Offenlegungstag 11.04.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 11.04.1991
IPC-Hauptklasse D03D 43/04
Zusammenfassung Um eine Anordnung zum Erzeugen einer schnellen und genauen Verstellbarkeit in verschiedene Lagen eines zu einem Schützenantrieb gehörigen Schützenkastens (1), die eine die Verstellungskraft erzeugende Einrichtung aufweist, die den Schützenkasten über eine Kraftübertragungseinrichtung betätigt, zu verbessern, wird vorgeschlagen, daß die die Verstellungskraft bewirkende Einrichtung aus einem Wechselstrom-Servomotor (7; 7'; 7'') besteht, der mittels Signalen (i1) von einer zum Webeautomaten gehörenden Steuereinheit (6) steuerbar ist, daß die Steuereinheit zum Erzeugen eines Kommandosignals (i1) für die entsprechende Verlagerung des Schützenkastens zwischen den Lagen geeignet ausgebildet und angeordnet ist, daß das Kommandosignal eine die Verlagerung bewirkende Drehbewegung des Wechselstrom-Servomotors (7; 7'; 7'') steuert, der sich mit Hilfe eines durch den dem Motor zugeordneten Geber (7a) hervorgerufenen Rückkopplungssignals (i2) genau auf den kommandierten Wert einstellt und daß die Kraftübertragungseinrichtung die Drehbewegung des Wechselstrom-Servomotors in eine im wesentlichen lineare Bewegung des Schützenkastens umwandelt.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Anordnung zum Bewirken einer schnellen und genauen Verstellbarkeit in unterschiedliche Positionen eines an einem Schützenantrieb angebrachten Schützenkastens. Die Anordnung weist eine die Verstellungskraft ausübende Einrichtung auf, die den Schützenkasten über eine Kraftübertragungseinrichtung betätigt.

Es ist schon bekannt, die Verstellungen des Schützenkastens auf hydraulischem Weg durchzuführen. Ein hydraulischer Zylinder ist dabei unter dem Schützenkasten angeordnet, der aufgrund von Ansteuerungen vom hydraulischen Zylinder angehoben und abgesenkt wird. Es ist auch schon bekannt, andere Arten von Antriebsorganen für die verschiedenen Einstellungen des Schützenkastens vorzusehen.

Es ist wichtig, daß eine gute Wiederholbarkeit bei der Verstellung von Schützenkastenpositionen bei gleichbleibend hoher Genauigkeit gegeben ist. Soll die Anzahl der Fächer im Schützenkasten erhöht werden, wird eine hydraulische Lösung verhältnismäßig kompliziert, da eindeutige Zwischenpositionen im hydraulischen Zylinder oder mit Hilfe von mehr als einem hydraulischen Zylinder vorgesehen werden müssen.

Außerdem besteht ein sehr großes Bedürfnis nach einem einfachen mechanischen Aufbau, der leicht zu warten ist. Der Schützenkasten bildet einen Bauteil im Webeautomaten, der mit hoher Geschwindigkeit/Frequenz über lange Arbeitszeiten in Betrieb ist.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einstellanordnung der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, daß die voranstehend erläuterten Ziele erreicht und die bisherigen Nachteile vermieden werden.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Einstellanordnung vorgeschlagen, die durch die im Patentanspruch 1 angegebenen Merkmale gekennzeichnet ist.

Mit der vorliegenden Erfindung wird eine Anordnung vorgeschlagen, die unter anderem diese Probleme löst und was dabei hauptsächlich als kennzeichnend für die Anordnung angesehen werden kann, ist, daß die die Verstellungskraft ausübende Einrichtung aus einem Wechselstrom- Servomotor besteht, der mittels Signalen von einer zum Webeautomaten gehörenden Steuereinheit steuerbar ist und daß die Steuereinheit so ausgebildet und angeordnet ist, daß sie für die entsprechende Verschiebung des Schützenkastens zwischen den Positionen ein Befehlssignal abgibt, das am Wechselstrom-Servomotor eine die Verschiebung zustande bringende Drehbewegung bewirkt, die sich mit Hilfe eines mit einem dem Motor zugeordneten Geber erzeugten Rückkopplungssignals genau auf den vorgegebenen Wert einstellt. Darüber hinaus ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß das Kraftübertragungsorgan die Drehbewegung des Wechselstrom-Servomotors in eine im wesentlichen lineare Bewegung für den Schützenkasten umwandelt.

Weiterentwicklungen des Erfindungsgedankens ergeben sich aus dem Aufbau unter anderem der Kraftübertragungseinrichtung.

Diese kann eine Gewindestange und eine auf dieser angeordnete mutterförmige Einrichtung umfassen. Die Stange bzw. das mutterförmige Organ sind vorzugsweise als Kugelschraube bzw. Kugelmutter ausgeführt. In einer Ausführungsform kann die Stange an ihren beiden Enden gelagert sein und mittels Wechselstrom-Servomotor über Zahnrad und Zahnriemen antreibbar sein. In diesem Fall ist die Mutter so über ein jochförmiges Betätigungsorgan mit dem Schützenkasten verbunden, daß die Kugelmutter und das jochförmige Organ und damit der Schützkasten bei Drehung der Kugelschraube mittels des Wechselstrom-Servomotors relativ zur Kugelschraube verschoben werden.

In einer weiteren Ausführungsform wird eine Stange ohne Gewinde benutzt, die fest am Schützenkasten angeordnet ist. Die Stange ist mit einem Zahnriemen verbunden und wird mit Hilfe einer seitlich der Stange angeordneten Führungseinrichtung angesteuert, von denen das eine mit Hilfe des Wechselstrom-Servomotors angetrieben wird.

In einer weiteren Ausführungsform ist der Wechselstrom- Servomotor über eine Axelverbindung (Wellenkupplung) direkt mit der besagten Kugelschraube für deren Drehung im Uhrzeigersinn und gegen den Uhrzeigersinn verbunden.

Die Kraftübertragungseinrichtung ist vorzugsweise so unter dem Schützenkasten angeordnet, daß dieser in vertikaler Richtung angehoben bzw. abgesenkt wird. Dabei ist der Wechselstrom-Servomotor mit einem Bremsorgan versehen oder verbunden, das nach jeder Verstellung des Schützenkastens in Funktion tritt und auf diese Weise bei Abschalten des elektrischen Stromes die Beeinflussung der entsprechenden mit dem Wechselstrommotor erreichten Positionseinstellung aufgrund der Masse/Last des Schützenkastens verhindert.

In einer Ausführungsform ist an der Kraftübertragungseinrichtung ein Teil zur Betätigung der Gebereinrichtungen für die entsprechende Schützenkastenposition angeordnet. Es ist wesentlich für die Gesamtsteuerung des Webeautomaten, daß die entsprechende Position des Schützenkastens mit hoher Genauigkeit eingestellt und ggf. angezeigt werden kann.

Bei der voranstehend vorgeschlagenen Anordnung kann ein Wechselstrom-Servomotor bekannter Art benutzt werden. Diese Art Servomotor ist für seine gute Wiederholbarkeit der eingestellten Position und seine hohe Genauigkeit bekannt. Mit der Erfindung kann auch eine sog. Zahnriemenübertragung benutzt werden, die einen Zahnriemen und Zahnrad umfaßt, die an die entsprechenden beweglichen Teile angelegt werden.

Durch die exakte und genaue Einstellung des Schützenkastens kann im Webeautomaten ein sehr gutes Webeergebnis erhalten werden. Die in Verbindung mit dem entsprechenden Schützenkasten benutzte Schlaganordnung kann ihre Schlaggabe mit Schützen bewirken, die von einem Mal zum anderen in genauen Positionen liegen. Es ist dabei zu bemerken, daß sehr kleine Veränderungen in der Schützenkastenposition das Schlagergebnis der benutzten Schlaganordnung verstellen können.

Nachstehend wird unter gleichzeitiger Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen eine hier vorgeschlagene Ausführungsform einer Anordnung beschrieben, die die für die Erfindung signifikanten Kennzeichen aufweist. Es zeigen

Fig. 1 in Form eines Prinzipschemas die Position eines Schützenkastens an einer Schlaganordnung und Webekante in einem Webeautomaten, wobei eine kraftausübende Einrichtung von der Art eines Wechselstrom-Servomotors und eine Kraftübertragungseinrichtung, die die Motorbewegung zum Schützenkasten überträgt, für den Schützenkasten angeordnet sind,

Fig. 2 in Form eines Prinzipschemas eine zweite Ausführungsform des Kraftübertragungsorgans und die Verkupplung des Wechselstrom-Servomotors mit demselben, und

Fig. 3 und 4 in unterschiedlichen Ansichten und im Prinzip eine dritte Ausführungsform der Kraftübertragungseinrichtung und seine Verbindung mit dem Wechselstrom-Servomotor.

In Fig. 1 wird der Webeautomat mittels eines Schützenkastens 1, einer Schlaganordnung 2 und einem Webeautomatenteil 3 mit einer Schützenbahn 3a, auf der ein Schütze 4 betätigt wird, symbolisch dargestellt. Der Schützenkasten ist mehrfächrig oder vielfächrig, und im gezeigten Ausführungsbeispiel ist der Schützenkasten mit vier Fächern 1a, 1b, 1c und 1d ausgebildet. Mehrfächrig bedeutet hier Schützenkästen mit vier oder mehr Fächern. Der Schützenkasten nimmt verschiedene Lagen im Verhältnis zur Schützenbahn 3a und dem Schlagteil 2a der Schlaganordnung ein. In der Figur steht Fach 1a dem Schlagteil 2a und der Schützenbahn 3a gegenüber. Der Schütze 4 kann als aus dem Fach 1a ausgeschossen angesehen werden und ist auf dem Weg zur anderen Seite des Gewebes in Richtung des Pfeils 5. Alternativ kann er gerade im Begriff sein, in das besagte Fach 1a einzutreten.

In Abhängigkeit von dem mit der im Webeautomaten getroffenen Einstellung zu webenden Muster wird der Schützenkasten eine vom Webemuster/Webeprogramm abhängige Lage einnehmen können. So wird der Schützenkasten z. B. von der gezeigten Lage auf eine Lage wechseln können, in der das Fach 1d in der Mitte der Schlaganordnung 2a und Schützenbahn 3a zu liegen kommt. Alternativ wird der Wechsel so stattfinden können, daß das Fach 1b in die Lage des Faches 1a nach der Figur zu liegen kommt, usw. Die Versetzung zwischen verschiedenen Lagen ist damit wahlfrei und von dem besagten Webeprogramm abhängig. In einer Ausführungsform kann der Verlauf von der Steuereinheit 6 des Webeautomaten gesteuert werden, bei der es sich beispielsweise um einen Computer handeln kann. Es wird vorausgesetzt, daß diese Steuerung vorbekannt ist und wird hier nicht näher beschrieben.

Zur Einstellung des Schützenkastens in die anderen Lagen wird ein kraftausübendes Organ in der Form eines Wechselstrom-Servomotors bekannter Art benutzt. So kann beispielsweise ein Motor des Herstellers Baumüller, Nürnberg, BRD mit Typenbezeichnung DSG56-M benutzt werden, der im Handel erhältlich ist. Die Drehbewegung des Motors wird mit Hilfe von Zahnriementrieb 8 und einer Kugelschraubenanordnung 9 zum Schützenkasten übertragen.

Die Schraube 9a ist drehbar mit ihren Enden in festen Lagern 10 und 11 gelagert. Diese Lager können Kugellager umfassen. Das Zahnriemenorgan umfaßt einen Zahnriemen 8a und ein erstes Zahnrad 8b, das an der abgehenden Antriebsachse des Wechselstrom-Servomotors angeordnet ist, und ein zweites Zahnrad 8c, das drehfest an der Schraube 9a der Kugelschraubenanordnung angeordnet ist. Wenn der Wechselstrom-Servomotor angesteuert ist, wird die Schraube 9a im entsprechenden Winkel im oder gegen den Uhrzeigersinn gedreht. An der Schraube ist eine Mutter 9b angeordnet, die den Schützenkasten 1 über eine Betätigungseinrichtung 9c betätigt, das im Ausführungsbeispiel jochförmig ist. Die Mutter wird damit in einer in die Betätigungseinrichtung eingehenden horizontalen Einrichtung 9d gehaltert, an der zwei oder mehr vertikal angeordnete Einrichtungen 9e fest angeordnet sind. Die zuletzt erwähnten Einrichtungen sind in einem Unterteil 1e im Schützenkastenrahmen verankert.

Durch die beschriebene Anordnung wird die Drehbewegung des Motors zur Schraube übertragen, und mit deren Umdrehung wird die Mutter 9b auf der in senkrechter Richtung fest angeordneten Schraube längsverschoben. Diese Höhenverschiebungsbewegung wird zum Schützenkasten übertragen.

Die Steuereinheit 6 bewirkt ein Befehlssignal i1 zum Wechselstrom-Servomotor 7. Dieser ist mit einem Geber (Impulsgeber) 7a versehen. Der Geber zählt die Anzahl "Schritte" der vom elektronischen Steuersystem 6 mittels des Signals i1 (das aus einem Pulszug bestehen kann) kommandierten Versetzungsbewegungen des Motors. Das Rückkopplungssignal des Impulsgebers wird als i2 gezeigt.

Die Anordnung ist gekennzeichnet durch sehr hohe Genauigkeit in bezug auf Einstellung der entsprechenden Lage des Schützenkastens. Der Wechselstrom-Servomotor ist außerdem mit einer nicht gezeigten eingebauten Scheibenbremse versehen, die verhindert, daß der Schützenkasten durch sein Eigengewicht die vom Motor eingestellte Position verändert, wenn das Kommandosignal i1 aufhört bzw. wenn der elektrische Strom abgekoppelt wird (beispielsweise am Ende der Arbeitsschicht). Es ist klar, daß das Kraftübertragungsorgan die Bewegung des Drehmotors spielfrei übertragen können muß. Das Kraftübertragungsorgan muß dauerhaft so angeordnet sein, daß es über lange Zeiträume (Jahre) ohne Spieltendenzen arbeiten kann.

Die Steuereinheit 6 bewirkt auf an sich bekannte Weise auch Steuersignale i3 zur Schlaganordnung 2. Die Schlaganordnung umfaßt neben dem besagten Schlagteil 2a mit zugehörigem Zylinder 2d eine elektrische Steuereinheit 2b und einen Akkumulator 2c. Es ist auch wesentlich, daß die entsprechende Lage des Faches 1a-1d mit hoher Genauigkeit zur Steuereinheit 6 zurückgekoppelt werden kann. Dafür ist das Kraftübertragungsorgan mit einem Teil 9f versehen, das in einer entsprechenden Lage der dem Geberorgan 12, 13, 14 bzw. 15 zugeteilten Lage gegenübergestellt wird. Der Geber 12 ist dem Fach 1a zugeordnet. Geber 13 ist dem Fach 1b zugeordnet usw. Das von den Gebern erzeugte Signal wird mit i4 bezeichnet. Das besagte Teil 9f ist in einer Ausführungsform am horizontalen Teil 9d angeordnet. Die Betätigung des entsprechenden Gebers kann mittels Magnetismus, Photodioden usw. geschehen.

Fig. 2 zeigt eine Ausführungsform, in der das Zahnriemengetriebe 8 im Prinzip durch eine Direktkupplung 16 zwischen dem Motor 7&min; und der Kugelschraube 9a&min; ersetzt wird. Die Wellenkupplung ist an und für sich bekannt und umfaßt zwei Kupplungshälften 16a und 16b, die mit der abgehenden Motorwelle bzw. dem Ende an Kugelschraube 9a&min; verkoppelt sind. Die Lagerung der Kugelschraube 9a&min; geschieht folglich in diesem Fall mit Hilfe von in der Fig. 2 nicht im einzelnen dargestellten Lagern des Wechselstrom-Servomotors 7&min;. Im übrigen funktioniert die Ausführungsform 2 wie die Ausführungsform nach Fig. 1.

Fig. 3 und 4 zeigen ein weiteres Beispiel des Kraftübertragungsorgans. In diesem Fall wird ein lineares Riementriebsystem benutzt, das an und für sich bekannt sein kann. So kann beispielsweise ein handelsübliches Riementriebsystem des Herstellers BREC-flex Zahnriemen, BRD, benutzt werden. Das Riementriebsystem ist mit der Bezeichnung 17 versehen und umfaßt einen auf zwei Zahnrädern 17b und 17c angeordneten Zahnriemen 17a. Der Wechselstrom-Servomotor 7&min;&min; ist über eine Wellenkupplung 18 in an sich bekannter Art mit dem einen Zahnrad 17b verkuppelt, wobei die Kupplungshälften 18a und 18b an der Motorwelle bzw. der Welle des Zahnrades 17b befestigt sind. Die Zahnräder 17c und 17b sind drehbar in festen Lagern gelagert, die aus Deutlichkeitsgründen in den Fig. 3 und 4 nicht dargestellt sind. Diese Lager können in an und für sich bekannter Weise ausgeführt sein, z. B. entsprechend den Lagern für die Kugelschraube 9a in Fig. 1. Die Lagerwellen der Zahnräder sind mit 17b&min; bzw. 17c&min; bezeichnet.

Neben dem linearen Riemenantriebssystem ist auch ein langgestrecktes Element/Stange 19 enthalten, die sich im wesentlichen vertikal erstreckt. Das untere Ende der Stange ist mittels eines Organs 20, das die Stange und den Zahnriemen 18a mechanisch verbindet, am Zahnriemen gehaltert. Die Bewegung wird von einem fest seitlich an der Stange 19 angeordneten Führungsorgan 21 gesteuert. Die feste Anordnung des Führungsorgans ist in den Fig. 3 und 4 nicht näher dargestellt und kann in an und für sich bekannter Weise ausgeführt sein. Das besagte Organ 20, das die Stange und den Zahnriemen verbindet, ist mit einem Steuerteil 20a versehen, das mit dem Führungsorgan 21 so zusammenwirkt, daß die erforderliche Ansteuerung des Schützenkastens und Zahnriemens erhalten wird. Die Stange 19 ist mit ihrem oberen Ende 19a im Teil 1e&min; am Schützenkastenrahmen gehaltert. Die Aussteuerung des Motors bringt es mit sich, daß die Bewegung zum Zahnrad 17b übertragen wird, was wiederum die lineare Bewegung im Zahnriemen 17a bewirkt. Die Stange 19 wird wiederum vom Zahnriemen betätigt, und die Ansteuerung geschieht mit Hilfe des Führungsorgans 21. Im übrigen funktioniert auch diese Ausführungsform wie die Ausführungsform nach Fig. 1. In anderen alternativen Ausführungsformen kann die Übertragung der Drehbewegung des Motors zum Schützenkasten mittels einer geraden Zahnstange geschehen, die mittels eines mit dem Wechselstrom-Servomotor verkuppelten bzw. von diesem betätigbaren Zahnrad längsverschieblich ist.

Die Funktionsweise der Anordnung ist folgendermaßen anzugeben. Die Anordnung wird dazu benutzt, eine schnelle und genaue Verstellbarkeit in unterschiedliche Lagen eines Schützenkastens zu erzielen. Die Anordnung weist eine die Verstellungskraft bewirkende Einrichtung in Form eines Wechselstrom-Servomotors 7 auf. Dieser ist mittels Befehlssignalen i1 steuerbar, die jeweils eine eine entsprechende Verlagerung des Schützenkastens hervorrufende Drehbewegung des Wechselstrom-Servomotors bewirken. Der Wechselstrom-Servomotor stellt sich genau mit Hilfe eines mit einem dem Motor zugeordneten Geber 7a erzeugten Rückkopplungssignals i2 auf den entsprechenden Befehlswert ein. Die Drehbewegung des Motors wird über ein Kraftübertragungsorgan 8, 9, das die Drehbewegung des Motors in eine im wesentlichen lineare Bewegung des Schützenkastens umwandelt, zum Schützenkasten übertragen.

Die Anordnung arbeitet mit der großen Genauigkeit von 0,05 mm in jeder erreichten Position, das bedeutet, daß das Verfahren des Schützenkastens, das in einem Genauigkeitsbereich von 0,1-0,01 mm erfolgen soll, bevorzugterweise auf 0,05 mm genau erfolgt. Dabei wird der Schützenkasten sehr schnell bewegt, und zwar beispielsweise mit 222 mm/0,25 sek. Die Positionsverschiebungen erfolgen mit großer Genauigkeit, und der Schützenkasten ist sehr stark in den Maschinenbetrieb eingebunden und kann bei jedem zweiten Webzyklus betätigt werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Anordnung zum Erzeugen einer schnellen und genauen Verstellbarkeit in verschiedene Lagen eines zu einem Schützenantrieb gehörigen Schützenkastens (1), die eine die Verstellungskraft erzeugende Einrichtung aufweist, die den Schützenkasten über eine Kraftübertragungseinrichtung betätigt, dadurch gekennzeichnet, daß die die Verstellungskraft bewirkende Einrichtung aus einem Wechselstrom-Servomotor (7; 7&min;; 7&min;&min;) besteht, der mittels Signalen (i1) von einer zum Webeautomaten gehörenden Steuereinheit (6) steuerbar ist, daß die Steuereinheit zum Erzeugen eines Kommandosignals (i1) für die entsprechende Verlagerung des Schützenkastens zwischen den Lagen geeignet ausgebildet und angeordnet ist, daß das Kommandosignal eine die Verlagerung bewirkende Drehbewegung des Wechselstrom- Servomotors (7; 7&min;; 7&min;&min;) steuert, der sich mit Hilfe eines durch den dem Motor zugeordneten Geber (7a) hervorgerufenen Rückkopplungssignals (i2) genau auf den kommandierten Wert einstellt und daß die Kraftübertragungseinrichtung die Drehbewegung des Wechselstrom-Servomotors in eine im wesentlichen lineare Bewegung des Schützenkastens umwandelt.
  2. 2. Anordnung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragungseinrichtung eine Gewindestange (9a) und ein auf der Stange angeordnetes mutterförmiges Teil (9b) umfaßt und daß die Stange oder die Mutter mit dem Motor drehbar angeordnet sind, zum Erreichen der gegenseitigen Verschiebungsbewegung zwischen der Stange und dem mutterförmigen Teil, wobei die Verschiebungsbewegung die lineare Bewegung des Schützenkastens bildet.
  3. 3. Anordnung nach Patentanspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindestange aus einer vorzugsweise an ihren beiden Enden drehbar gelagerten Schraube besteht und daß die Schraube mittels des Motors über eine bewegungsübertragende Einrichtung, beispielsweise in der Form eines Zahnriemens (8a) oder einer Wellenkupplung (16) drehbar ist.
  4. 4. Anordnung nach Patentanspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gewindestange/Schraube mit einem mittels der Stange/Schraube fest angeordneten Zahnrad bzw. einem fest angeordneten Wellenkupplungsteil (16a) versehen ist.
  5. 5. Anordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das mutterförmige Teil (9b) mit dem Schützenkasten, vorzugsweise dessen Unterseite, über ein Betätigungsorgan (9c) verbunden ist, das der Bewegung des mutterförmigen Teils (9b) im Verhältnis zur Schraube (9a) folgt.
  6. 6. Anordnung nach Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Kraftübertragungseinrichtung ein langgestrecktes Element (19), z. B. eine Stange umfaßt, das im Schützenkasten vorzugsweise an dessen Unterteil gehaltert ist, daß die Kraftübertragungseinrichtung eine seitlich des langgestreckten Elements (19) angeordnete Führungseinrichtung (21) umfaßt, und daß die Kraftübertragungseinrichtung einen vom Motor antreibbaren Zahnriemen (17a) umfaßt, der über einen Teil (20) fest mit dem langgestreckten Element (19) vereinigt ist, das mit einem Teil (21) zusammenwirkt, das zur gleichen Zeit wie das führungsförmige Organ den Schützenkasten und Zahnriemen steuert.
  7. 7. Anordnung nach Patentanspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Zahnriemen auf zwei oder mehr Zahnrädern (17b, 17c) gelagert ist und daß das erste Zahnrad mittels des Motors, z. B. über eine Wellenkupplung (18), antreibbar ist.
  8. 8. Anordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Betätigungsorgan bzw. ein Halteorgan, das das besagte langgestreckte Element und den besagten Zahnriemen vereinigt, so angeordnet ist, daß es die Betätigung einer entsprechenden Einstellungslage des dem Schützenkasten zugeordneten Geberorgans (12, 13, 14, 15) bewirkt.
  9. 9. Anordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Schützenkasten zwischen einer Schlageinheit (2) und einer Schützenbahn (3a) an einem Rand des Gewebes angeordnet ist und daß das entsprechende Fach (1a, 1b, 1c, 1d) im Schützenkasten mit der kraftausübenden Einrichtung und der Kraftübertragungseinrichtung anhebbar oder absenkbar angeordnet ist, die dabei in ihrer bewegungsbewirkenden Funktion unten am Schützenkasten angreifen.
  10. 10. Anordnung nach einem der vorhergehenden Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Wechselstrom-Servomotor mit einem Bremsorgan angeordnet ist, das nach jeder Verstellung des Schützenkastens oder Abkopplung des Speisestromes in Funktion tritt und damit die Beeinflussung der entsprechenden mittels des Wechselstrom-Servomotors erreichten Lageeinstellung aufgrund der Eigenmasse/des Eigengewichtes des Schützenkastens verhindert.






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