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Dokumentenidentifikation DE3609889C2 18.04.1991
Titel Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere PCM-Fernsprechvermittlungsanlagen mit Konzentratoren
Anmelder Siemens AG, 1000 Berlin und 8000 München, DE
Erfinder Hilliges, Friedrich, Dipl.-Ing., 8031 Eichenau, DE;
Renz, Gerhard, Dipl.-Ing. (FH), 8033 Martinsried, DE
DE-Anmeldedatum 24.03.1986
DE-Aktenzeichen 3609889
Offenlegungstag 08.10.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 18.04.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 18.04.1991
IPC-Hauptklasse H04Q 3/60
IPC-Nebenklasse H04M 7/14   H04Q 11/04   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit an sie angeschlossenen Konzentratoren, an die außer Teilnehmerstationen Durchwahlamtsleitungen zu Durchwahlnebenstellenvermittlungsanlagen anschließbar sind, und die bei einem Betriebsausfall der übergeordneten Vermittlungsstelle und/oder der den betreffenden Konzentrator mit dieser übergeordneten Vermittlungsstelle verbindenden Konzentrationshauptleitungen, insbesondere eines diese realisierenden PCM-Übertragungssystems, vom Normalbetrieb auf einen Not-Vermittlungsbetrieb umschaltbar sind, wobei Verbindungen im betreffenden Konzentrator zwischen den an ihn angeschlossenen Konzentratorteilnehmerstellen und/oder Durchwahlamtsleitungen konzentratorintern herstellbar sind.

Merkmale der zuvor angegebenen Schaltungsanordnung trägt die in der DE 32 24 459 A1 beschriebene Anordnung. Ferner sei auf die Zeitschrift "telcom report" Vol. 5 (1982), No. 4 (englischsprachige Ausgabe) Seite 262 ff hingewiesen. Für Konzentratoren der bekannten Art ist es wesentlich, daß an sie nicht nur normale Teilnehmerstationen (Konzentratorteilnehmerstellen), sondern auch Durchwahlamtsleitungen von Fernsprechnebenstellen-Vermittlungsanlagen mit Durchwahlmöglichkeit anschließbar sind. Denn Fernsprechnebenstellen-Vermittlungsanlagen mit Durchwahlmöglichkeit müssen überall anschließbar sein. Dies gilt insbesondere für den Fall, daß eine räumlich von einer Vermittlungsstelle weiter entfernt liegende Gruppe von Teilnehmerstellen anzuschließen ist, und daß unter den Teilnehmern an dem betreffenden weiter entfernt gelegenen Ort auch solche sind, die eine Fernsprechnebenstellen-Vermittlungsanlage mit Durchwahlmöglichkeit unterhalten. Es wäre unvorteilhaft, für solche Teilnehmer besondere Verbindungswege vorsehen zu müssen, die von der durch den betreffenden Konzentrator grundsätzlich gegebenen Anschaltemöglichkeit keinen Gebrauch machen. Aus diesem Grunde sind Konzentratoren in der Regel außer für einen Anschluß von normalen Teilnehmerstationen auch für einen Anschluß von Durchwahlamtsleitungen für Fernsprechnebenstellen-Vermittlungsanlagen mit Durchwahlmöglichkeit eingerichtet. Die Erfindung geht deshalb hiervon aus.

Bei Konzentratoren kann es nun vorkommen, daß sämtliche Konzentratorhauptleitungen jeweils eines Konzentrators zugleich störungsbedingt ausfallen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Konzentratorhauptleitungen mit Hilfe eines PCM-Übertragungssystems realisiert sind. Fällt nämlich in einem solchen Fall des PCM-Übertragungssystem aus, so fallen zugleich sämtliche Verbindungsmöglichkeiten von und zu der übergeordneten Vermittlungsstelle aus. Aus diesem Grunde ist auch schon vorgesehen worden, einen Konzentrator über die Kanäle zweier verschiedener, voneinander unabhängig arbeitender PCM-Übertragungssysteme an eine übergeordnete Vermittlungsstelle anzuschließen. Sind in einer solchen übergeordneten Vermittlungsstelle Anschlußgruppen vorgesehen (vergleiche "telcom report" Beiheft 1981), so ist auch schon vorgesehen worden, die zwei pro Konzentrator vorgesehenen PCM-Übertragungssysteme an zwei verschiedene Anschlußgruppen der übergeordneten Vermittlungsstelle anzuschließen. Durch diese Maßnahmen wird die Betriebssicherheit von Konzentratoren wesentlich erhöht.

Darüber hinaus kann es vorkommen, daß nicht nur die genannten beiden voneinander unabhängig arbeitenden PCM- Übertragungssysteme ausfallen, sondern es kann auch vorkommen, daß die übergeordnete Vermittlungsstelle selber störungsbedingt vorübergehend funktionsunfähig wird, zum Beispiel im Katastrophenfall. Es ist die Situation denkbar, daß eine einer größeren Anzahl von an der Peripherie gelegenen Konzentratoren gemeinsam übergeordnete Vermittlungsstelle katastrophenbedingt funktionsunfähig wird, einschließlich einer großen Anzahl der unmittelbar an sie angeschlossenen Teilnehmerstellen und Fernsprechnebenstellenvermittlungsanlagen, daß jedoch die naturgemäß weiter entfernt gelegenen Konzentratoren von der jeweiligen Katastrophensituation nicht betroffen werden. Sind nun diese Konzentratoren in der eingangs angegebenen Weise mit Umschaltbarkeit auf einen Inselamts-Notvermittlungsbetrieb ausgebildet, so ermöglichen sie auch unter den zuvor beschriebenen außergewöhnlichen Betriebsverhältnissen noch einen Internverkehr im Sinne des Inselamts-Notvermittlungsbetriebs.

Für die Erfindung besteht die Aufgabe, in einer Schaltungsanordnung der eingangs angegebenen Art die Notbetriebsbedingungen noch zu verbessern und weiter auszugestalten.

Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe dadurch, daß außer den Durchwahlamtsleitungen gleichartige Notbetriebs-Durchwahlleitungen zu einer anderen als der übergeordneten Vermittlungsstelle geführt und hier an entsprechende Vermittlungseinrichtungen zum Beispiel Wähler, Koppelfeldein- und -ausgänge angeschlossen sind, und daß diese Notbetriebs-Durchwahlleitungen im Normalbetrieb gesperrt und nur bei Umschaltung auf Notbetrieb erreichbar sind.

Durch die Erfindung wird die Möglichkeit geschaffen, daß von Konzentratorteilnehmerstellen aus auch bei einem Ausfall sämtlicher Konzentratorhauptleitungen, zum Beispiel der genannten beiden PCM-Übertragungssysteme, über die der betreffende Konzentrator mit der übergeordneten Vermittlungsstelle verbunden ist, im Inselamts-Notvermittlungsbetrieb auch einige Externverbindungen in Durchwahl hergestellt werden können, was besondere Bedeutung für insbesondere katastrophenbedingte Notrufe und dergleichen hat. Die Tatsache, daß die genannten Notbetriebs-Durchwahlleitungen nur bei Umschaltung auf Notbetrieb erreichbar sind, dagegen im Normalbetrieb gesperrt sind, gewährleistet die Beibehaltung eines hinsichtlich der durch die gegebene Netzhierarchie ermöglichten Numerierungs- Systematik unangetasteten Numerierungs-Schemas für die Organisation und Struktur des vorhandenen Vermittlungsnetzes im Hinblick auf seine Normal-Betriebsweise, einschließlich der Regeln für die Weggesuche im Koppelfeld, die Leitweglenkung bezüglich des Gesamt-Netzes und dergleichen.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung nur in wesentlich zu ihrem Verständnis beitragenden Bestandteilen dargestellt, worauf dieselbe jedoch keineswegs beschränkt ist. An eine zentralgesteuerte Vermittlungsstelle M ist ein digitaler Konzentrator K über zwei PCM-Übertragungssysteme PCM 1 und PCM 2 angeschlossen. Die zentralgesteuerte Vermittlungsstelle M ist in Digitaltechnik aufgebaut (siehe hierzu "telcom report", Beiheft 1981 "Digitalvermittlungssystem EWSD"). Das Koppelfeld Sn sowie die an dasselbe angeschlossenen Anschlußgruppen LTG 1 bis LTGx werden also zeitmultiplex betrieben. Gruppensteuerwerke dieser Anschlußgruppen stehen über eine Puffereinrichtung Mb mit einem zentralen Prozessor ZP in Verbindung. Jede dieser Verbindungen ist ebenfalls über das Koppelfeld Sn durchgeschaltet. Das Koppelfeld wird mit Hilfe einer Koppelfeldeinstelleinrichtung KE gesteuert, das heißt die erforderlichen Verbindungen werden mit deren Hilfe durchgeschaltet. An die Anschlußgruppen LTG 1 bis LTGx sind unter anderem Teilnehmerstationen Tml bis Tmm angeschlossen, die also zum unmittelbaren Anschlußbereich der Vermittlungsstelle M gehören.

Der Konzentrator K steht mit der Vermittlungsstelle M in an sich bekannter Weise über die PCM-Übertragungssysteme PCM 1 und PCM 2 in Verbindung. Diese Übertragungssysteme sind in der Vermittlungsstelle M an zwei verschiedene Anschlußgruppen LTG 1 und LTG 2 angeschlossen. Der Konzentrator K weist unter anderem zwei digitale Leitungseinheiten DLU 1 und DLU 2 auf, mit deren Hilfe die Übertragungsvorgänge im Zeitmultiplex über die genannten beiden Übertragungssysteme abgewickelt werden. Je einer der Kanäle jedes der beiden Übertragungssysteme dient in an sich bekannter Weise als Signalisierungskanal (vergleiche DE 30 16 536 A1. Diese Signalisierungskanäle führen von den beiden digitalen Leitungseinheiten einzeln weiter zu zwei parallel arbeitenden Konzentratorprozessoren KP 1 und KP 2.

Von den beiden digitalen Leitungseinheiten DLU 1 und DLU 2 führt außerdem eine interne PCM-Leitung DL zu jeder von einer Mehrzahl von Anschlußeinheiten Ae 1 bis Aeh. Diese Anschlußeinheiten sind Mehrfachteilnehmeranschlußschaltungen, die zugleich auch als Anschlußschaltungen für Durchwahlamtsleitungen D zu Durchwahl-Nebenstellenvermittlungsanlagen N verwendbar sind. Diese Anschlußeinrichtungen können also so aufgebaut sein, daß sie wahlweise für den einen oder den anderen Zweck verwendbar sind, oder sie können auch so aufgebaut sein, daß sie speziell für den einen Zweck oder speziell für den anderen Zweck verwendbar sind, das heißt also dementsprechend spezifisch ausgestattet sind.

Die über die PCM-Übertragungssysteme PCM 1 und PCM 2 geführten Zeitmultiplexkanäle sind pro Verbindung belegbar. Diese verbindungsindividuell belegbaren Kanäle werden mit Hilfe der digitalen Leitungseinheiten DLU 1 und DLU 2 auf die interne Digitalleitung DL zusammengeführt, also in ein Zeitmultiplex, in welchem pro Pulsrahmen die Zeitlagen sämtlicher dieser Kanäle zeitlich aneinandergereiht sind.

Die Durchwahl-Amtsleitungen D zum Anschluß der Nebenstellen-Vermittlungsanlage N können Analogleitungen sein, können aber auch mit Hilfe eines PCM-Übertragungssystems realisiert sein, das zum Beispiel acht Kanalpaare umfaßt. Dabei umfaßt ein Kanalpaar in bekannter Weise immer einen Kanal in der einen Übertragungsrichtung und einen Kanal in der anderen Übertragungsrichtung, weswegen pro durchzuschaltende Verbindung immer ein Kanalpaar zu belegen ist. Die Fernsprechnebenstellenvermittlungsanlage N kann in Analogtechnik, kann jedoch aber auch in Digitaltechnik aufgebaut sein. An sie sind Teilnehmerstellen Tn 1 bis Tnx angeschlossen.

Die Arbeitsweise eines Konzentrators der hier auszugsweise beschriebenen Art, sowie dessen Zusammenarbeit mit einer übergeordneten Zeitmultiplex-Fernsprechvermittlungsanlage M ist an sich bekannt, wozu auf die DE 30 16 546 A1, 32 24 459 A1, DE 35 12 273 A1, EP 01 97 312 A1 hinzuweisen ist, sowie auf die betreffenden Ausgaben der bereits genannten Zeitschrift "telcom report".

Wie in der einschlägigen Literatur (siehe oben) ebenfalls ausführlich behandelt ist, wird bei Ausfall eines PCM- Übertragungssystems zwischen einem Konzentrator und seiner übergeordneten Vermittlungsstelle dessen Betrieb teilweise oder ganz auf einen Inselamts-Notvermittlungsbetrieb umgestellt. Fallen also beide einen Konzentrator mit seiner übergeordneten Vermittlungsstelle verbindenden PCM- Übertragungssysteme störungsbedingt aus, so können in dem betreffenden Konzentrator Internverbindungen weiterhin intern hergestellt werden. Fällt nur eines der beiden PCM- Übertragungssysteme aus, so kann bei entsprechender Ausbildung des Konzentrators K (vgl. DE 32 24 459 A1) der Vermittlungsbetrieb über das noch intakte PCM-Übertragungssystem weitergeführt werden, wobei der Aufbau jeglicher Internverbindungen innerhalb des Konzentrators von demjenigen Konzentratorprozessor bewerkstelligt wird, dessen zugeordnetes PCM-Übertragungssystem funktionsgestört ist. Der andere Konzentrationsprozessor wickelt alle übrigen Verbindungsherstellungsvorgänge ab, das heißt also für Verbindungen, die abgehend oder ankommend über jeweils einen Kanal des noch intakten PCM-Übertragungssystems und über die vorgeordnete Vermittlungsstelle M hergestellt werden müssen.

Für den Fall, daß beide PCM-Übertragungssysteme PCM 1 und PCM 2 störungsbedingt ausfallen, wird im Konzentrator K ein Inselamts-Notvermittlungsbetrieb abgewickelt. Dies bedeutet, daß Verbindungen nur zwischen Teilnehmeranschlußleitungen bzw. Durchwahlamtsleitungen hergestellt werden, die an der Eingangsseite des Konzentrators K angeschlossen sind. Erfindungsgemäß ist nun aber vorgesehen, daß den Durchwahlamtsleitungen D gleichartige Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk zu einer anderen als der übergeordneten Vermittlungsstelle geführt und hier an nicht gezeigte entsprechende Vermittlungseinheiten, zum Beispiel Wähler, Koppelfeldein- und -ausgänge angeschlossen sind. Bei dieser anderen Vermittlungsstelle möge es sich um die Vermittlungsstelle R handeln. An diese sind im übrigen Teilnehmerstationen Tr und Verbindungsleitungen rpr angeschlossen, wie es bei Vermittlungsstellen üblich ist. Bei den Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk kann es sich um Analogleitungen handeln, jedoch ebenso gut auch um Kanalpaare eines PCM-Übertragungssystems relativ kleiner Kanalanzahl. Die Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk mögen zu einem PCM-Übertragungssystem mit vier oder mit acht Kanalpaaren gehören.

Die Vermittlungsstellen in einem landesweiten Fernsprechvermittlungssystem sind in der Regel hierarchisch angeordnet (vergleiche deutsche Offenlegungsschrift 33 18 544 A1). In diesem Sinne mögen die Fernsprechvermittlungsstellen M, P und R über Bündel von Verbindungsleitungen mpm und rpr miteinander verbunden sein. Diese Bündel von Verbindungsleitungen können selbstverständlich auch Kanäle entsprechender Übertragungssysteme sein. Diese Bündel sind also Bestandteil eines hierarchisch aufgebauten Fernsprechfernvermittlungsnetzes oder eines entsprechenden Fernsprechortsvermittlungsnetzes. Die beiden Vermittlungsstellen R, M mögen hierarchisch der übergeordneten Vermittlungsstelle P zugeordnet sein.

Die Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk führen nun also im Hinblick auf die zuvor angesprochene Netzhierarchie zu einer anderen als der dem Konzentrator K übergeordneten Vermittlungsstelle. Fallen nun beide PCM-Übertragungssysteme PCM 1 und PCM 2 störungsbedingt aus, oder fällt die ganze Vermittlungsstelle M störungsbedingt, zum Beispiel katastrophenbedingt aus, so können von den an den Konzentrator K angeschlossenen Teilnehmerstellen T 1 bis Ty sowie von den an die Nebenstellenvermittlungsanlage mit Durchwahlmöglichkeit N angeschlossenen Teilnehmerstellen Tn 1 bis Tnx Verbindungen in Durchwahl auch über Leitungen bzw. Kanäle des Bündels krk hergestellt werden. Ebenso können auch Verbindungen in umgekehrter Richtung zu den zuvor genannten Teilnehmestellen hin aufgebaut werden. Es ist vorgesehen, daß diese Notbetriebs- Durchwahlleitungen krk im Normalbetrieb gesperrt sind und nur bei Umschaltung auf Notbetrieb erreichbar sind.

Dies gilt für beide Verbindungsherstellungsrichtungen auf diesen Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk. Auf diese Weise wird sichergestellt, daß im Normalbetrieb jegliche Verbindungen nach Maßgabe der bestehenden Netzhierarchie und nach Maßgabe des dementsprechenden Nummernsystems des landesweiten Fernsprechvermittlungssystems hergestellt werden können. Nur für den Fall, daß eine Verkehrsbeziehung völlig ausfällt, zum Beispiel durch störungsbedingten Ausfall beider PCM-Übertragungssysteme PCM 1 und PCM 2 bzw. durch einen katastrophenbedingten Betriebsausfall der Fernsprechvermittlungsstelle M, wird die Notbetriebs-Verbindungsmöglichkeit über die Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk eröffnet.

Es kann vorgesehen werden, daß die Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk in der anderen Vermittlungsstelle R einzeln mit je einer Weichen-Übertragung W verbunden sind, und daß jede derselben einseitig mit einem Ausgang wa an je einen Eingang und andererseits mit je einem Eingang we an je einen Ausgang von Vermittlungseinrichtungen, z. B. Wählereingang bzw. Wählerausgang oder Koppelfeldeingang bzw. Koppelfeldausgang oder dergleichen, dieser Vermittlungsstelle angeschlossen sind. Diese Vermittlungseinrichtungen sind als bekannt vorauszusetzen und werden deshalb hier im einzelnen nicht dargestellt. - Ferner kann vorgesehen werden, daß die jeweils andere Vermittlungsstelle ebenfalls ein Konzentrator, insbesondere ein an dieselbe übergeordnete Vermittlungsstelle M angeschlossener Konzentrator ist. Dies bedeutet praktisch, daß die in größerer Anzahl an die übergeordnete Vermittlungsstelle M angeschlossenen Konzentratoren über Notbetriebs-Durchwahlleitungen untereinander in Verbindung stehen, wobei die betreffenden Konzentratoren über diese Notbetriebs-Durchwahlleitungen wechselseitig und ringförmig miteinander verbunden sein können oder aber auch zusätzlich leicht vermascht.

Die zuletzt beschriebenen Ausführungsvarianten der Erfindung schaffen die Möglichkeit, daß bei einem katastrophenbedingten Totalausfall einer übergeordneten Vermittlungsstelle M die naturgemäß gegenüber den direkt angeschlossenen Teilnehmerstellen Tm 1 bis Tmm etwas weiter entfernt gelegenen Konzentratoren weiterhin einen Notbetrieb aufrechterhalten können, in welchem auf der Basis des Inselamts-Notvermittlungsbetriebs auch Verbindungen hergestellt werden können, die über den Bereich des jeweiligen Konzentrators hinausgehen. Es ist zweckmäßig, die Anzahl der Notbetriebs-Durchwahlleitungen krk gering zu halten und demgemäß bei Umschaltung auf Inselamts-Notvermittlungsbetrieb eines Konzentrators eine Herstellung von Verbindungen über diese Notbetriebs- Durchwahlleitungen zu beschränken. Eine Herstellung von Verbindungen im Inselamts-Notvermittlungsbetrieb über diese Notbetriebs-Durchwahlleitungen kann zum Beispiel von hierfür vorgesehenen besonderen Berechtigungen bestimmter Teilnehmerstellen abhängig gemacht sein. Eine Herstellung solcher Verbindungen kann auch beschränkt werden auf bestimmte Verbindungsziele, zum Beispiel zu Polizei, Feuerwehr und ähnlichen Dienststellen. - Um zu gewährleisten, daß die Notbetriebs-Durchwahlleitungen im Normalbetrieb gesperrt und nur bei Umschaltung auf Notbetrieb erreichbar sind, sind in den betreffenden Konzentratoren entsprechende Vorkehrungen getroffen, zum Beispiel in den betreffenden Konzentratorprozessoren, die primär von dieser Umschaltung von Normalbetrieb auf Notbetrieb hinsichtlich ihrer Funktionsabläufe betroffen sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Schaltungsanordnung für Fernmeldevermittlungsanlagen, insbesondere Fernsprechvermittlungsanlagen, mit an sie angeschlossenen Konzentratoren, an die außer Teilnehmerstationen Durchwahlamtsleitungen zu Durchwahlnebenstellenvermittlungsanlagen anschließbar sind, und die bei einem Betriebsausfall der übergeordneten Vermittlungsstelle und/oder der den betreffenden Konzentrator mit dieser übergeordneten Vermittlungsstelle verbindenden Konzentratorhauptleitungen, insbesondere eines diese realisierenden PCM-Übertragungssystems, vom Normalbetrieb auf einen Not-Vermittlungsbetrieb umschaltbar sind, wobei Verbindungen im betreffenden Konzentrator zwischen den an ihn angeschlossenen Konzentratorteilnehmerstellen und/oder Durchwahlamtsleitungen konzentratorintern herstellbar sind, dadurch gekennzeichnet, daß den Durchwahlamtsleitungen (D) gleichartige Notbetriebs-Durchwahlleitungen (Krk) zu einer anderen (R) als der übergeordneten Vermittlungsstelle (K) geführt und hier an entsprechende Vermittlungseinrichtungen, zum Beispiel Wähler, Koppelfeldein- und -ausgänge angeschlossen sind, und daß diese Notbetriebs-Durchwahlleitungen (Krk) im Normalbetrieb gesperrt und nur bei Umschaltung auf Notbetrieb erreichbar sind.
  2. 2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Notbetriebs-Durchwahlleitungen (Krk) als Kanalpaare eines PCM-Übertragungssystems ausgebildet sind.
  3. 3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Notbetriebs-Durchwahlleitungen (Krk) für eine Verbindungsherstellung in der einen wie in der anderen Richtung belegbar sind.
  4. 4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Notbetriebs-Durchwahlleitungen (Krk) in der anderen Vermittlungsstelle (R) einzeln mit je einer Weichen-Übertragung (W) verbunden sind und daß jede derselben einerseits mit einem Ausgang (Wa) an je einen Eingang (We) und andererseits mit je einem Eingang (We) an je einen Ausgang (Wa) von Vermittlungseinrichtungen, zum Beispiel Wählereingang bzw. Wählerausgang oder Koppelfeldeingang bzw. Koppelfeldausgang oder dergleichen dieser Vermittlungsstelle (R) angeschlossen sind.
  5. 5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die andere Vermittlungsstelle (R) ein Konzentrator (K), insbesondere ein an dieselbe übergeordnete Vermittlungsstelle (M) angeschlossener Konzentrator (K) ist.






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