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Dokumentenidentifikation DE4032094A1 02.05.1991
Titel Linearzirkel
Anmelder Schifferdecker, Mathias, 6967 Buchen, DE
Erfinder Schifferdecker, Mathias, 6967 Buchen, DE
Vertreter Stark, W., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 4150 Krefeld
DE-Anmeldedatum 10.10.1990
DE-Aktenzeichen 4032094
Offenlegungstag 02.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.05.1991
IPC-Hauptklasse B43L 9/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Linearzirkel mit einem langgestreckten Zirkelkorpus, der an einem Ende drehbar auf einem Stützteller gelagert ist und eine Schlitzführung für einen längs des Zirkelkorpus verschiebbaren, ein Zeichengerät tragenden Schlitten aufweist. Um die Einstellbarkeit eines Linearzirkels zu verbessern, soll der Schlitten als drehfeste Spindelmutter für eine sich längs des Schlittens erstreckende Spindel ausgebildet sein, drehbar im Zirkelkorpus gelagert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Linearzirkel mit einem langgestreckten Zirkelkorpus, der an einem Ende drehbar auf einem Stützteller gelagert ist und eine Schlitzführung für einen längs des Zirkelkorpus verschiebbaren, ein Zeichengerät tragenden Schlitten aufweist.

Bei herkömmlichen Gelenkzirkeln, die zwei Spreizschenkel aufweisen, befindet sich der Drehpunkt des Gelenkzirkels bei manueller Bedienung nicht ständig exakt über dem vom Benutzer gewählten Kreismittelpunkt. Das führt zu kaum zu verhindernden, mehr oder minder stark ausgeprägten Abweichungen der Kreisform. Diese Nachteile werden bei Einsatz eines Linearzirkels vermieden, bei dem der Stützteller im Kreismittelpunkt aufgesetzt wird und der Zirkelkorpus mit dem das Zeichengerät tragenden Schlitten um den Drehpunkt herumgeführt wird. Zur Einstellung des Radius weist der Zirkelkorpus eines Linearzirkels auf seiner Oberseite auf den Drehpunkt bezogene Markierungen auf, mit deren Hilfe der Schlitten eingestellt wird. Bei einer bekannten Ausführung der eingangs beschriebenen Gattung (DE-AS 12 14 417) muß der Schlitten direkt von Hand längs des Schlitzes verstellt bzw. eingestellt werden. Er wird dann mit einer Schraube festgelegt. Die Genauigkeit der Einstellung hängt von verschiedenen Faktoren, unter anderem auch von der Gängigkeit des Schlittens in seiner Schlitzführung ab.

Aufgabe der Erfindung ist es, die Einstellbarkeit eines Linearzirkels zu verbessern.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Schlitten als drehfeste Spindelmutter für eine sich längs des Schlittens erstreckende Spindel ausgebildet ist, die drehbar im Zirkelkorpus gelagert ist. Durch Verdrehen der Spindel kann der Schlitten sehr exakt eingestellt werden. Wenn die Spindel selbsthemmend ist, kann auf eine zusätzliche Feststellschraube verzichtet werden.

Die Spindel kann einen Verstellrand aufweisen, mit dem sie gedreht wird. Zweckmäßig ist das Verstellrad auf einem sich über das freie Ende des Zirkelkorpus erstreckenden Zapfen der Spindel angeordnet. Zur besseren Kontrolle der Übereinstimmung des durch den Stützteller definierten Drehpunktes mit dem gewünschten Kreismittelpunkt kann auf der Oberseite des Zirkelkorpus im Bereich des vom Stützteller definierten Drehpunktes ein Sichtfenster angeordnet sein, wobei der Stützteller wenigstens im Bereich des Drehpunktes aus durchsichtigem Material besteht. Dabei versteht es sich, daß der durchsichtige Bereich des Stütztellers oder der durchsichtige Stützteller eine Markierung für den Drehpunkt des Linearzirkels besitzt. Wenn das Sichtfenster nicht in der Achse des Drehpunktes angeordnet wird, kann zwischen dem Sichtfenster und dem Stützteller ein Glasfase lichtleitstab angeordnet sein.

Außerdem kann auf der Oberseite des Zirkelkorpus über dem Drehpunkt eine drehbare Andruckplatte angeordnet sein, mit der der Linearzirkel während der Zeichenarbeit gehalten wird.

Im folgenden wird ein in der Zeichnung dargestelltes Ausführungsbeispiel der Erfindung erläutert; es zeigen:

Fig. 1 eine Draufsicht auf einen Linearzirkel,

Fig. 2 eine Seitenansicht des Gegenstandes nach Fig. 1.

Der in der Zeichnung dargestellte Linearzirkel besitzt einen langgestreckten Zirkelkorpus, der an einem Ende drehbar auf einem vertikalen Zapfen 2 eines Stütztellers 3 gelagert ist. Der Zirkelkorpus 1 weist einen von vier Rahmenstäben 4 begrenzten Schlitz 5 auf, in dem ein Schlitten 6 geführt ist. Die Rahmenstäbe 4 dienen als Gleitschienen für den Schlitten 6. Der Schlitten 6 trägt an seiner Unterseite ein in vertikaler Richtung abgefedertes Zeichengerät 7, das bei der dargestellten Ausführung aus einer Aufnahme mit Bleistiftmine besteht.

Der Schlitten 6 ist drehfest im Schlitz 5 angeordnet und als Spindelmutter für eine Spindel 8 ausgebildet, die sich im Schlitz 5 erstreckt und die an beiden Enden im Zirkelkorpus 1 gelagert ist. Die Spindel 8 besitzt ein selbsthemmendes Gewinde. Über das freie Ende des Zirkelkorpus 1 erstreckt sich ein mit der Spindel 8 verbundener Zapfen 9, der ein Verstellrad trägt, über das die Spindel 8 gedreht werden kann.

Durch Verdrehen der Spindel 8 verschiebt sich der Schlitten 6 im Schlitz 5. Es versteht sich, daß auf der Oberseite des Zirkelkorpus 1 auf den im Stützteller 3definierten Drehpunkt bezogene Markierungen angeordnet sind und daß auch der Schlitten 6 an seiner Oberseite eine Markierung aufweist, die an einem Vorsprung 10 angeordnet ist.

Der Stützteller 3 des Linearzirkels besitzt einen Außendurchmesser, der größer ist als die Breite des Zirkelkorpus 1. An der Unterseite des Stütztellers 3 können nicht dargestellte, rutschhemmende Noppen angeordnet sein. Der Stützteller 3 besteht aus Acrylglas und besitzt eine nicht dargestellte Markierung für den Drehpunkt.

An der Oberseite des Zirkelkorpus 1 befindet sich ein Sichtfenster 11, zwischen dem und dem Drehpunktbereich des Stütztellers 3 sich ein Glasfaserlichtleitstab 12 erstreckt. Das Sichtfenster 11 kann auch an anderer Stelle, z. B. direkt oberhalb des Drehpunktes angeordnet sein.

Bei der dargestellten Ausführung ist direkt oberhalb des Drehpunktes eine auf dem Zirkelkorpus drehbar gelagerte Andruckplatte 13 vorgesehen, mit der der Linearzirkel während der Zeichenarbeit gehalten wird.

Der Stützteller 3 kann zusätzliche Winkelmarkierungen sowie außerdem farbliche Markierungen zur Parallelverschiebung des Kreismittelpunktes aufweisen. Außerdem kann der Stützteller 3 mit Bohrungen auf bestimmten Teilkreisdurchmessern versehen sein, damit auch Kreise gezeichnet werden können, die kleiner als der Durchmesser des Stütztellers 3 sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Linearzirkel mit einem langgestreckten Zirkelkorpus, der an einem Ende drehbar auf einem Stützteller gelagert ist und eine Schlitzführung für einen längs des Zirkelkorpus verschiebbaren, ein Zeichengerät tragenden Schlitten aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Schlitten (6) als drehfeste Spindelmutter für eine sich längs des Schlittens (5) erstreckende Spindel (8) ausgebildet ist, die drehbar im Zirkelkorpus (1) gelagert ist.
  2. 2. Linearzirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (8) selbsthemmend ist.
  3. 3. Linearzirkel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindel (8) ein Verstellrad (14) aufweist.
  4. 4. Linearzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verstellrad (14) auf einem sich über das freie Ende des Zirkelkorpus (1) erstreckenden Zapfen (9) der Spindel (8) angeordnet ist.
  5. 5. Linearzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Zirkelkorpus (1) im Bereich des am Stützteller (3) definierten Drehpunktes ein Sichtfenster (11) angeordnet ist und daß der Stützteller (3) wenigstens im Bereich des Drehpunktes aus durchsichtigem Material besteht.
  6. 6. Linearzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Sichtfenster (11) und dem Stützteller (3) ein Glasfaserlichtleitstab (12) angeordnet ist.
  7. 7. Linearzirkel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Oberseite des Zirkelkorpus (1) über dem Drehpunkt eine drehbare Andruckplatte (13) angeordnet ist.






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