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Dokumentenidentifikation DE3701931C2 08.05.1991
Titel Förderergestütztes Transportsystem
Anmelder Gerber Garment Technology, Inc., Tolland, Conn., US
Erfinder Weiselfish, Jacob, Hartford, Conn., US;
Collins, George, Sommers, Conn., US
Vertreter Wey, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8000 München
DE-Anmeldedatum 21.01.1987
DE-Aktenzeichen 3701931
Offenlegungstag 23.07.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.1991
IPC-Hauptklasse B65G 47/49

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein förderergestütztes Transportsystem der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Art.

Bei einem derartigen, aus der DE-OS 17 81 310 bekannten förderergestützten Transportsystem ist jeweils ein Sensor zum Erfassen eines maschinenlesbaren Codes, mit welchem die Laufkatzen versehen sind, am Eintritt einer Nebenschienenschleife angeordnet, welche von den Laufkatzen in derselben Richtung durchlaufen wird wie die Hauptschiene. Nachteilig an dieser Anordnung ist es, daß dann, wenn in einer Nebenschienenschleife die Laufkatzen unbeabsichtigt herabfallen oder diese aus einem anderen Grunde abhängig werden, dieser Tatbestand nicht bemerkt wird, weil eine Informationserfassung über diese Laufkatzen ausschließlich am Eintrittsende der Nebenschienenschleife erfolgt ist. Grundsätzlich könnte dieses Problem dadurch beseitig werden, daß auch am Austrittsende jeder Nebenschienenschleife ein Sensor angeordnet wird. Eine derartige Lösung wäre jedoch wegen der Duplizierung der Sensoren ausgesprochen kostenungünstig.

Aus der US-PS 36 36 883 ist ein schienengestütztes Transportsystem bekannt, bei dem Weichenfunktionen von einem Schienensegment übernommen werden, das entweder innerhalb eines Hauptschienenstrangs angeordnet ist oder wahlweise aus dem Hauptschienenstrang heraus in einen Nebenschienenstrang überführbar ist.

Aus der CH-Z: Transport-, Förder- und Lagertechnik, 1980, Nr. 3, S. 22 und 23, ist eine elektronische Zielsteuerung von Förderanlagen bekannt, bei welcher Fördergut mit einer Codierung versehen ist, welche von einem Sensor ausgelesen wird. Aus dieser Druckschrift ist es auch bekannt, Fördergüter aus einem Kreislauf heraus auf eine Speicherstrecke umzuleiten, wobei in diesem Fall der Sensor am Ausgang der Speicherstrecke angeordnet ist, welche in derselben Laufrichtung von den Fördergütern durchlaufen wird wie auch dem Hauptkreislauf. Sollten Fördergüter auf der Speicherstrecke entnommen werden oder von dieser herabfallen, so ist auch diese Anordnung nicht dazu geeignet, den Verlust des Fördergutes mittels des Sensors festzustellen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein förderergestütztes Transportsystem der in Rede stehenden Art zu schaffen, bei welchem ein einziger Sensor dazu ausreicht, Informationen von den Laufkatzen nicht nur beim Eintritt in die Nebenschienenschleifen zu erfassen, sondern auch den Verlust von Laufkatzen innerhalb der Nebenschienenschleifen zuverlässig festzustellen.

Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.

Erfindungsgemäß ist also in den Nebenschienenschleifen ein Laufkatzenumlauf gegensinnig zur Laufrichtung der Katzen auf den Hauptschienen vorgesehen, so daß für jede Nebenschienenschleife oder für jedes Nebenschienenschleifenpaar ein einziger Sensor hinreicht, um auch einen Verlust von Laufkatzen in den Nebenschienenschleifen zu erfassen, weil jede Laufkatze den Sensor sowohl beim Eintritt in die Nebenschienenschleife als auch beim Verlassen derselben erfaßt.

Nachfolgend soll die Erfindung anhand der Zeichnungen näher erläutert werden; in dieser zeigt

Fig. 1 eine schematische Draufsicht auf ein förderergestütztes Transportsystem gemäß der vorliegenden Erfindung;

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht eines Streckenabschnitts der Hauptschiene und der Antriebslaufschiene des förderergestützten Transportsystems in Fig. 1 zuzüglich zweier gegenüberliegend angeordneter Nebenschienenschleifen, zugeordneter Arbeitsstationen und einer Weiche;

Fig. 3 eine Draufsicht auf den Abschnitt des förderergestützten Transportsystems in Fig. 2, die drei Stellungen der Weiche sowie eines Sensors zur Erfassung eines maschinenlesbaren Codes an den Laufkatzen des Systems veranschaulicht;

Fig. 4 eine Vorderansicht der Überführungsweiche und des Sensors in vergrößertem Maßstab auf der Linie 4-4 in Fig. 3, die drei mögliche Stellungen der Weiche veranschaulicht;

Fig. 5 eine Seitenansicht der Weiche und des Sensors in vergrößertem Maßstab auf der Linie 5-5 in Fig. 4;

Fig. 6 eine Seitenansicht einer Laufkatze des Transportsystems in Fig. 1, die einen von dem Sensor erfaßbaren Strichcode auf der Katze veranschaulicht;

Fig. 7 eine Draufsicht auf den Sensor in Fig. 4 auf der Linie 7-7;

Fig. 8 eine schematische Draufsicht auf eine andere Ausführungsform des förderergestützten Transportsystems gemäß der Erfindung.

Fig. 1 zeigt ein allgemein mit 2 bezeichnetes, förderergestütztes Transportsystem gemäß der Erfindung. Das System 2 schließt einen Master-Computer 8, eine Antriebslaufschiene 10 mit breiten Schiebern 15, 15 (Fig. 2), die sich von derselben nach unten erstrecken, eine Antriebseinheit 3 für die Antriebslaufschiene 10, eine Hauptschiene 12, die unter der Antriebslaufschiene 10 liegt, Laufkatzen 14, 14 (Fig. 2), die auf der Schiene 12 fahren und von den Schiebern 15, 15 im Uhrzeigersinn vorwärtsgetrieben werden, längs der Hauptschiene angeordnete Nebenschienenschleifen 16, 16 und 32, 32, von denen einige paarweise zusammengefaßt sind, und ein Spurfolgesystem 17 für die Laufkatzen ein. Jede Nebenscheinenschleife führt zu einer Arbeitsstation 4, 33, 35 und von dieser weg. Das förderergestützte Transportsystem schließt des weiteren Weichen 25, 25 mit drei Stellungen ein, um die Laufkatzen zwischen der Hauptschiene und jedem Paar von Nebenschienenschleifen oder direkt zwischen den Nebenschienenschleifen eines gegebenen Paares zu leiten und um die Katzen je nach Bedarf innerhalb einer Hilfsschleife erneut umlaufen zu lassen. Darüber hinaus sind Weichen 27, 27 mit zwei Stellungen vorgesehen, um die Laufkatzen zwischen der Hauptschiene und jeder nicht gepaarten Nebenschienenschleife oder einer Umlenkschiene 31 zu leiten und um die Katzen innerhalb einer Nebenschienenschleife erneut umlaufen zu lassen.

Fig. 2 zeigt einen Ausschnitt des computergesteuerten, förderergestützten Transportsystems im Fig. 1 in dem Bereich der Hauptschiene 12 über einem Schienensegment 24 der Weiche 25sowie ein Paar der Nebenschienenschleifen 16 und 32. Eine der Laufkatzen 14 - nämlich die Katze 14a - läuft auf der Hauptschiene 12 und wird von einem der Schieber 15 - nämlich dem Schieber 15a - vorwärtsgetrieben. Der Schieber 15a wird von einer endlosen, sich bewegenden Kette angetrieben, die sich innerhalb der Antriebslauf-Oberschiene 10 befindet, und in Fig. 1 ist gezeigt, wie der Schieber die Katze 14a auf die Nebenschienenschleife 16 zu bewegt. Die Nebenschienenschleife 16 enthält einen Schienenstrang 28, einen Anschlag 38 und einen Höhenförderer 54, und die gegenüberliegend angeordnete Nebenschienenschleife 32 ist ein Spiegelbild der Schleife 16. Die Hauptschiene 12, das Weichenschienensegment 24 und die Schienenstränge 28 und 30 sind vorzugsweise aus Rohren hergestellt.

Die Hauptschiene 12, die Nebenschienenschleife 16 und die Nebenschienenschleife 32 weisen jeweils einen Spalt auf, der mit dem Spalt der anderen Schleife fluchtet, und die Weiche 25 umfaßt neben dem geraden Schienensegment 24 eine Betätigungseinrichtung 18, die unter Computersteuerung steht. Die Betätigungseinrichtung 18 kann das Schienensegment 24 seitlich zwischen einer ersten (dargestellten) Stellung, in der es den Spalt in der Nebenschienenschleife 16 überbrückt, einer zweiten Stellung, in der es den Spalt 29 in der Hauptschiene 12 überbrückt, und einer dritten Stellung, in der es einen (nicht dargestellten) Spalt in der Nebenschienenschleife 32 überbrückt, bewegen. Während das Schienensegment 24 sich zwischen seinen drei Stellungen bewegt, kann es eine Katze 14 von der Hauptschiene 12 auf irgendeine Nebenschienenschleife oder von der Nebenschienenschleife 16 auf die gegenüberliegende Nebenschienenschleife 32 oder umgekehrt überführen. Während die Katze sich auf dem Schienensegment 24 befindet, fährt ein Schieber 15 mit dem Angreifen der Katze und dem Ausüben einer zwangsläufigen Antriebskraft auf dieselbe fort, da der Schieber breit genug ist, um die Katze unabhängig von der jeweiligen Position des Schienensegments zu erreichen. Wenn das Schienensegment 24 sich im Spalt der Nebenschienenschleife 16 befindet, wird der Schieber mit dem Bewegen der Katze fortfahren, bis die Katze das Schienensegment 24 überfahren hat und sich jenseits der Eintrittsstelle 36 der Nebenschienenschleife befindet.

Sobald die Laufkatze den Schleifen-Schienenstrang 28 erreicht hat, führt die Betätigungseinrichtung das Schienensegment 24 zur Hauptschiene 12 zurück, so daß andere Katzen weiter die Hauptschiene hinunterfahren oder vom Schienensegment 24 verschoben werden können.

Der Schienenstrang 28 der Nebenschienenschleife 16 fällt, ausgehend von seiner Eintrittsstelle 36, nach unten ab; das ist der Punkt, an dem Katzen vom Schienensegment 24 aus in Empfang genommen und darauf festgelegt werden, innerhalb der Nebenschienenschleife 16 umzulaufen, so daß eine Katze entlang derselben unter Schwerkraft rollen kann. Ungefähr in der Mitte längs des Schienenstrangs 28 befindet sich der Anschlag 38 der ein oberes Tor und ein unteres Tor in seinem Inneren aufweist (beide Tore nicht dargestellt). In Fig. 2 ist gezeigt, wie der Anschlag 38 Katzen 14b bis d an seinem oberen Tor stapelt, wobei die Katze 14b die erste in dem Stapel ist. Die Katzen 14b bis d warten dort, bis ein Operator 42 für eine Bearbeitung der an den Katzen hängenden Arbeitsstücke bereit ist und einen Knopf auf dem Schaltkasten 50 drückt, um das stromaufwärts liegende Tor des Anschlags 38 zu öffnen und es der Katze 14b zu gestatten, zu dem stromabwärts liegenden Tor zu rollen, das sich an der Basis des Anschlags 38 befindet, wie dies die Katze 14e vorher gemacht hat.

Nachdem eine Laufkatze am stromabwärts liegenden Tor des Anschlags 38 isoliert ist, kann ein Operator wie 42 einen Arbeitsvorgang wie Nähen mit der Nähmaschine 45 ausführen. Fig. 2 zeigt ein Arbeitsstück 46, das vom Aufhänger 48 an der Katze 14e getragen wird. Wenn der Operator 42 den Arbeitsvorgang auf einigen oder allen vom Aufhänger 48 herunterhängenden Arbeitsstücken abgeschlossen hat, kann er einen Knopf auf dem Schaltkasten 50 drücken, um das stromabwärts liegende Tor des Anschlags 38 zu verlassen, sich zu öffnen und es der Katze 14e zu gestatten, unter Schwerkraft die abfallende Schiene 28 hinab in Richtung des Höhenförderers 54 zu rollen.

An der Basis des Höhenförderers 54 befindet sich ein weiterer Anschlag (s. Fig. 2), um Laufkatzen zu sammeln, während sie darauf warten, bis sie an der Reihe sind, von neuem auf die Hauptschiene 12 geladen zu werden. Wenn der Master-Computer eine Unterbrechung in einem Vorbeizug von Katzen auf der Hauptschiene 12 genau stromaufwärts von dem Weichenschienensegment 24 und ein Nichtvorhandensein von Katzen auf dem Schienensegment 24 erfühlt, weist der Computer die Betätigungseinrichtung 18 an, das Schienensegment 24 zur Nebenschienenschleife 16 zu bewegen, und instruiert den Höhenförderer 54, eine Laufkatze in die Höhe zu befördern, wie er dies mit der in Fig. 1 dargestellten Katze 14f gemacht hat. Die Katze 14f hängt von einem Förderwagen herab, der ein geschlitztes Laufschienensegment 57 umfaßt, das die Katze aufnimmt.

Nachdem eine Laufkatze oben am Höhenförderer 54 angelangt und der nächste Schieber von der Antriebslaufschiene 10 her angekommen ist, wird der Schieber die Katze von dem geschlitzten Laufschienensegment 57 des Höhenförderers auf das Schienensegment 24 schieben, das an die geschlitzte Laufschiene 57 stößt. Der obere Teil des Höhenförderers 54 ist das Abgabeende der Nebenschienenschleife 16. In einem Betriebsmodus weist der Computer die Betätigungseinrichtung 18 an, das Schienensegment 24 in Stellung an der Nebenschienenschleife 16 zu belassen, bis die Katze zum Anfang der Schleife 16 zurückgeschoben ist, um innerhalb der gleichen Nebenschienenschleife von neuem umzulaufen. Die Auswahl des Modus wird üblicherweise über ein Leitprogramm des Master-Computers vorgenommen, doch kann dieser erste Modus auch über einen Schalter auf dem Schaltkasten 50 manuell ausgewählt werden.

In einem zweiten Betriebsmodus weist der Computer, nachdem das Schienensegment 24 die Katze aufgenommen hat, die Betätigungseinrichtung 18 an, das Schienensegment 24 zurück in Übereinstimmung mit der Hauptschiene 12 zu ziehen, und nach noch ein paar Momenten des Geschobenwerdens wird sich die Katze wieder auf der Hauptschiene 12 befinden und stromabwärts im Lauf fortfahren, üblicherweise zu einer anderen Nebenschienenschleife und einer zugeordneten Arbeitsstation.

In einem dritten Betriebsmodus weist der Computer, nachdem das Weichenschienensegment 24 die Katze aufgenommen hat, die Betätigungseinrichtung 18 an, das Schienensegment 24 weiter quer über die Reihe von Spalten in Übereinstimmung mit dem Schienensegment 30 zu bewegen, um die Katze auf die Nebenschienenschleife 32 zu überführen. Nach erfolgtem Umlaufen durch die Nebenschienenschleife 32 kann die Katze in Übereinstimmung mit irgendeinem vorstehend beschriebenen Betriebsmodus zur Hauptschiene oder einer anderen Schleife überführt werden. Für den ersten und den dritten Betriebsmodus ist es wichtig, daß die Eintritsstelle jeder Nebenschienenschleife stromabwärts von ihrer Austrittsstelle relativ zur allgemeinen Richtung der Katzenbewegung auf der Hauptschiene 12 liegt.

Fig. 3 veranschaulicht die drei Weichenstellungen des Schienensegments 24. Die Vollstrichlinien zeigen eine mit 241 bezeichnete Stellung, in der sich das Segment 24 in Übereinstimmung mit der Nebenschienenschleife 16 befindet. Die Strichpunkt-Linien zeigen die anderen beiden mit 242 und 243 bezeichneten Stellungen, in denen das Segment 24 sich in Übereinstimmung mit der Hauptschiene (Stellung 242) oder in Übereinstimmung mit der Nebenschienenschleife 32 (Stellung 243) befindet. Fig. 3 zeigt auch den Schieber 15b, der die Form eines umgekehrten T's hat und einen Scheitel 66 der Katze 14g zum Schieben derselben angreift.

Fig. 4 zeigt eine Vorderansicht der Betätigungseinrichtung 18 für das Schienensegment 24 und eines Spurfolgesensors 160, von dem nachstehend die Rede sein wird. Die Betätigungseinrichtung umfaßt eine L-förmige Lagerkonsole 100, die das Schienensegment 24 lagert, eine erste Kolben- und Zylinder-Anordnung 102 mit einer einstückig verbundenen Kolbenstange 104 und eine zweite Kolben-und-Zylinder-Anordnung 108 mit einer einstückig verbundenen Kolbenstange 110. Beide Kolben-und-Zylinder-Anordnungen halten und bewegen die Konsole 100 und das Schienensegment 24. Die Betätigungseinrichtung schließt auch eine Konsole 112 ein, die beide Kolben-und-Zylinder-Anordnungen an der Laufschiene 10 befestigt.

Wenn beide Kolbenstangen 104 und 110, wie in Fig. 4 gezeigt ist, sich in ihren ausgefahrenen Stellungen befinden, ist das Schienensegment 24 in Übereinstimmung mit dem Schienenstrang 28, wie in Fig. 3 gezeigt, positioniert, um den Spalt in der Nebenschienenschleife 16 zu überbrücken. Wenn eine Kolbenstange ausgefahren und die andere eingefahren ist, ist das Schienensegment 24 in eine Mittelstellung bewegt, in der es den Spalt in der Hauptschiene 12 überbrückt, und wenn beide Kolbenstangen eingefahren sind, ist das Schienensegment 24 in Übereinstimmung mit dem Schienenstrang 30 positioniert, um den Spalt in der Hilfsschleife 32 zu überbrücken.

Wenn eine sich neben der Hauptschiene befindliche Nebenschienenschleife nicht mit einer anderen, direkt quer über die Hauptschiene hinweg liegenden Nebenschienenschleife paarweise zusammengefaßt ist oder wenn es eine weitere Schiene wie 31 (dargestellt in Fig. 1) gibt, die neben der Hauptschiene liegt und zum Umlenken einer Katze zu einem anderen Platz in einer Fabrik verwendet wird, brauchen die betreffenden Weichen nur zwei Weichenstellungen vorzusehen. Folglich umfaßt die Betätigungseinrichtung für diese Zwei-Stellungs-Weiche nur eine einzige Kolben-und-Zylinder-Anordnung wie 102. Fig. 5 zeigt eine Seitenansicht der Betätigungseinrichtung 18, deren Sensor 160 nachstehend besprochen wird, und der L-förmigen Konsole 100, die mit dem Schienensegment 24 verschweißt ist und dieses trägt.

Fig. 6 zeigt eine der Laufkatzen 14e. Ein Strichcode-Etikett 150 ist an einem Hals der Katze 14e befestigt und identifiziert die Katze mit einer Nummer. Der Strichcode ist beispielsweise von der bekannten "Zwei-aus-Fünf"-Art. Es können jedoch auch beliebige andere Code-Arten verwendet werden.

Um die Katze 14e auf das System 2 zu laden, wird die Katze 14e anfangs auf den Schienenstrang 30 der Nebenschienenschleife 32a (Fig. 1) direkt oberhalb des Tores 38 plaziert. Falls erwünscht, kann ein Operator dann einen Sensor 152 mit Handlesekopf über den Strichcode 150 der Katze 14e zum Lesen der Codenummer und Weitergeben der Information an den Master-Computer 8 streichen. Die der Nebenschienenschleife 32a zugeordneten Sensoren 160 können aber auch zum Lesen des Codes auf der Katze 14e verwendet werden, wenn die Katze zuerst auf das System 2 geladen wird. Folglich erfährt der Master-Computer von der Existenz der Katze 14e im System 2 und ihren genauen Lageort. Als Nächstes kann der Operator in einen Mikrocomputer 5 an der Arbeitsstation 4 innerhalb der Nebenschienenschleife 32a eingeben, die die Art von Kleidungsstücken oder anderen Arbeitsstücken, die von der Katze 14e getragen werden, bezeichnen und den Strichcode zu dem zugeordneten Arbeitsstück in Wechselbeziehung setzen.

Wenn der Master-Computer erfühlt, daß einer der Schieber 15, der sich der Nebenschienenschleife 32a nähert, zum Angreifen einer Katze zur Verfügung steht, öffnet der Computer das Tor 38, aktiviert den Höhenförderer 60 und aktiviert die zugeordnete Weichenstelleinrichtung 18, um die Katze 14e auf die Hauptschiene zu überführen. Anschließend lenkt der Master- Computer die Bewegung der Katze 14e zu einer zweckentsprechenden Nebenschienenschleife und der zugeordneten Arbeitsstation.

Jedem der Schieber 15, 15 wird vom Master-Computer 8 eine Laufnummer zugeteilt, und der Master-Computer 8 hält die Spur des Lageortes der Schieber 15, 15, indem er die Bewegung einer die Schieber 15, 15 antreibenden Kette 154 (Fig. 3) verfolgt. Da der Computer die Bewegung der Kette 154 und die Weichenstelleinrichtung 18, 18 steuert, die Tore 38, 38 entweder steuert oder überwacht und die Höhenförderer 54, 54 und 60, 60 steuert, ist der Master-Computer gewöhnlich in der Lage, den Lageort jeder Katze und der Arbeitsstücke, die sie trägt, zu bestimmen. Wenn die Katze sich auf der Hauptschiene befindet, weiß der Master-Computer üblicherweise, welcher Schieber augenblicklich die Katze bewegt, und wenn die Katze sich gerade in einer der Nebenschienenschleifen befindet, weiß der Computer, welche das ist und welche Katzen, falls überhaupt welche da sind, sich oberhalb oder unterhalb der vorerwähnten Katze innerhalb der Nebenschienenschleife befinden.

Dann und wann fällt jedoch, wie vorstehend bewegt, eine Katze von der Hauptschiene oder einer Nebenschleifenschiene herunter oder wird von diesen abgenommen oder wird von einem Platz auf der Hauptschiene oder einer Nebenschienenschleife zu einem anderen Platz bewegt, der für den Master-Computer unerwartet kommt. Probleme dieser Art können in den Hilfsschleifen öfters auftreten, weil es dort zu einem großen Ausmaß auf körperlichen Kontakt mit den Operators kommt. Unter diesen Bedingungen kann der Master-Computer andere Katzen innerhalb der Hilfsschleifenschiene mit der falsch plazierten oder abwesenden verwechseln und Leitfehler verursachen.

Fig. 4 zeigt einen optischen Sensor 160, der von einer von der Konsole 100 der Weichenstelleinrichtung 18 ausgehenden Befestigungslasche 161 gehalten wird und der Teil des Spurfolgesystems 17 ist. Der Sensor 160 bewegt sich mit dem Schienensegment 24. Ein identischer Sensor 160 wird von jeder der anderen Weichenstelleinrichtungen 18, 18 als zusätzliche Bauelemente des Spurfolgesystems 17 gehalten. Der Sensor 160 kann ein optischer Abtaster der einen ortsfesten oder sich bewegenden Strahl aufweisenden Art sein oder zu einer anderen geeigneten Art gehören. Der Sensor 160 umfaßt eine Lichtquelle 162, einen Linsenaufbau 194, der die Lichtquelle 162 durch eine Öffnung 164 eines Sensorgehäuses 166, durch eine Öffnung 167 in einer Führung 169 und auf den Strichcode 150 fokussiert, wenn die Katze 14e sich auf zweckgemäße Weise auf dem Schienensegment 24 befindet. Der Sensor 160 schließt des weiteren eine ladungsgekoppelte Einrichtung 168 zum Lesen des Strichcodes 150 ein. Die ladungsgekoppelte Einrichtung 168 umfaßt eine sich senkrecht erstreckende Reihe von dicht gepackten lichtempfindlichen Elementen, die den Code 150 durch den Linsenaufbau 194 sehen. Die lichtempfindlichen Elemente, die auf einen Strich fokussieren, erfassen den einen Binärpegel, weil die Striche nichtreflektierend sind, und die lichtempfindlichen Elemente, die auf einen hellen Bereich zwischen den Strichen fokussieren, erhalten den anderen Binärpegel, weil die hellen Bereiche Licht reflektieren. Die ladungsgekoppelten Einrichtungen können vom Computer periodisch aktiviert und gelesen werden, nachdem ein an der Führung 169 angebrachter und die Form eines Schalters aufweisender Positionssensor 170 in der Bahn der Katzen aktiviert ist. Der Sensor 160 kann jedoch, falls dies erwünscht ist, kontinuierlich betrieben werden, ohne daß der Positionssensor benötigt wird, wobei die Ankunft eines Strichcode vor dem Sensor den Sensor auf diesen aufmerksam macht. Die wenigen oberen Striche des Codes 150 enthalten keine Daten; stattdessen zeigen sie aber die Präsenz des Codes an, und wenn der Sensor 160 die Präsenz des Codes ermittelt, sperrt der Sensor 160 den Ausgang der ladungsgekoppelten Einrichtungen zum Bilden eines oder mehrerer "Schnappschüsse" des Strichcodes 150, wobei der Sensor 160 als Kamera wirkt. Der Sensor 160 kann die Schnappschüsse untereinander vergleichen, um Lesefehler zu korrigieren. Der Sensor 160, der nur eine Einrichtung zum Lesen des Strichcodes 150 ist, kann gegebenenfalls gegen andere Arten von Abtastern ausgewechselt werden kann. Auch können für andere Codearten, gegen die der Strichcode 150 ausgewechselt werden kann, entsprechende Arten von Sensoren vorgesehen werden.

Die Führung 169 dient zum Stabilisieren der Katze 14e (zum Dämpfen des Schwankens), während die Katze auf das Überführungsschienensegment 24 fährt, um das Erfühlen des Strichcodes 150 zuverlässiger zu gestalten. Wie in Fig. 7 gezeigt ist, schließt die Führung 169 einen bogenförmigen Abschnitt 180 ein, der die Katze 14e erfaßt und allmählich jede Schwankung, die sie zur Schau stellt, begrenzt, während die Katze 14e in der durch einen Pfeil 182 angedeuteten Richtung auf den Sensor 160 zu weiterfährt.

Wie in Fig. 5 gezeigt ist, wird der Sensor 160 in der Nähe des stromaufwärts liegenden Endes des Schienensegments 24 gehalten, so daß der Strichcode 150 bald, nachdem die Katze 14e auf das Schienensegment 24 geschoben ist, gelesen wird. Dadurch ergibt sich Zeit, um das Schienensegment 24 und die Katze 14e in die korrekte Position in irgendeiner benachbarten Nebenschienenschleife oder, je nachdem, in den Spalt in der Hauptschiene zu bewegen. Es sei bemerkt, daß der Computer in der Lage ist, augenblicklich den Code zu lesen und die Information zu verarbeiten, nachdem der Strichcode vor dem Sensor 160 positioniert ist.

Da der Sensor 160 sich neben dem Überführungsschienensegment 24 befindet und da die Katze 14e auf das Schienensegment 24 fährt, ehe sie entweder in die Nebenschienenschleife 16 oder in die Nebenschienenschleife 32 von der Hauptschiene 12 aus eintritt, ehe sie in eine Nebenschienenschleife von der gegenüberliegenden Nebenschienenschleife aus eintritt und ehe sie innerhalb einer Schleife erneut umläuft, ist der Sensor 160 in der Lage, den Strichcode 150 zu lesen, kurz bevor die Katze entweder in die Nebenschienenschleife 16 oder in die Nebenschienenschleife 32 eintritt und unmittelbar nachdem die Katze 14e entweder aus der Nebenschienenschleife 16 oder aus der Nebenschienenschleife 32 ausgetreten ist, selbst wenn die Katze 14e innerhalb einer der Nebenschienenschleifen erneut umlaufen oder unmittelbar quer zu der gegenüberliegend angeordneten Nebenschienenschleife überführt werden sollte. Der Sensor kann den Strichcode 150 auch dann lesen, wenn die Katze 14e ununterbrochen entlang der Hauptschiene 12 an einem Paar von Nebenschienenschleifen vorbeiläuft. Zur Lieferung häufiger Spurfolgeinformationsaktualisierung dient ein einziger Sensor 160 auch im Fall einander paarweise gegenüberliegenden der Nebenschienenschleifen.

Um den Betrieb des Spurfolgesystems 17 unter den Umständen zu veranschaulichen, unter denen einer Laufkatze ein derartiger Zeitplan verliehen ist, daß sie zuerst durch die Nebenschienenschleife 16 und dann durch die Nebenschienenschleife 32 weiterfährt, wenn die Katze 14e von der Hauptschiene 12 aus auf das Weichenschienensegment 24 bewegt ist, liest der Sensor 160 den Strichcode 150. Dann liest, nachdem die Katze 14e durch die Nebenschienenschleife 16 umgelaufen und vom Schienensegment 24 aufgenommen ist, der Sensor 160 wiederum den Strichcode 150. Als Nächstes wird die Katze 14e durch die Nebenschienenschleife 32 umlaufen gelassen, und nachdem die Katze 14e erneut vom Schienensegment 24 aufgenommen ist, liest der Sensor 160 wiederum den Strichcode 150. Dann wird die Katze 14e stromabwärts von den Nebenschienenschleifen 16 und 32 weiterbewegt.

Fig. 8 zeigt ein anderes, allgemein mit 200 bezeichnetes Ausführungsbeispiel eines förderergestütztes Transportsystem. Das Sytem 200 umfaßt eine Hauptschiene 212 und eine Nebenschienenschleife 216, die einen Nebenschienen-Strang 228 und eine Arbeitsstation 233 einschließt. Wie durch die Pfeile 240, 240 angedeutet, bewegen sich Laufkatzen 242 von links nach rechts, gemäß der Orientierung der Fig. 8, die Hauptschiene 212 entlang. Wie durch einen Pfeil 246 angedeutet, läuft die Laufkatze 242 durch die Nebenschienenschleife 216 im Uhrzeigersinn um.

Das System 200 schließt eine Weiche mit einem Schienensegment 213 und schwenkbaren Endabschnitten 248 und 250 ein, so daß Laufkatzen 242 entweder die Hauptschiene 212 entlang oder auf die Nebenschienenschleife 216 und von dieser herunter leiten. Nicht dargestellte Antriebseinrichtungen treiben die Katzen 242 die Hauptschiene entlang und um die Nebenschienenschleife 28 herum in den vorerwähnten Richtungen an. Neben dem Schienensegment 213 ist im Bereich des Hauptschienenstrangs ein Spurfolgesensor 260 angeordnet. Der Sensor 260 kann zu einer der vorerwähnten optischen Arten oder zu einer mechanischen Art gehören und ist in der Lage, auf den Katzen 242, 242 vorgesehene Codes zu lesen. Da der Sensor 260 sich zwichen den beiden Schwenkweichenabschnitten 248 und 250 befindet und da die Laufkatzen 242, 242 durch die Nebenschienenschleife 216 im Uhrzeigersinn umlaufen, steht der Sensor 260 zum Lesen des Codes auf jeder Laufkatze zur Verfügung, kurz bevor diese in die Nebenschienenschleife 216 eintritt und kurz nachdem die Katze aus der Nebenschienenschleife 216 ausgetreten ist.

Der Abtastbereich des Sensors 160 oder 260 ist nicht auf sichtbares Licht beschränkt; vielmehr können auch andere, nichtsichtbare Frequenzbereiche elektromagnetischer Strahlung für das Auslesen des Codes 150 herausgezogen werden. Alternativ kann ein gestanzter Code und ein geeigneter mechanischer Abtaster verwendet werden.


Anspruch[de]
  1. 1. Förderergestütztes Transportsystem zum Transportieren von an Laufkatzen gehalterten Arbeitsstücken zu einer Vielzahl von Arbeitsstationen, mit
    1. - einem die Arbeitsstationen verbindenden Schienensystem, das eine Hauptschiene und eine Mehrzahl von Nebenschienen umfaßt, die mittels Weichen von der Hauptschiene schleifenartig abgezweigt sind, und
    2. - im Bereich der Weichen an der Hauptschiene angeordneten Sensoren zum Erfassen eines maschinenlesbaren Codes, mit welchen die Laufkatzen versehen sind,
  2. dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß jede Weiche (25; 248, 250) ein Schienensegment (24; 213, 248, 250) umfaßt, das zwischen einer Position innerhalb der Hauptschiene (10, 212) in Positionen am Eintrittsende sowie am Austrittsende der Nebenschienenschleifen (16, 32; 216) verstellbar ist,
    2. - daß das Eintrittsende der Nebenschienenschleifen (16, 32; 216) mit Bezug auf die Laufrichtung der Laufkatzen (14; 242) auf der Hauptschiene (10, 212) dem Austrittsende der Nebenschienenschleifen (16, 32, 216) nachgeordnet ist, und
    3. - daß jedem Schienensegment (24; 213) ein Sensor (160, 260) derart zugeordnet ist, daß der Code (150) sowohl beim Eintritt der Laufkatzen in die Nebenschienenschleifen als auch beim Wiedereintritt in die Hauptschiene erfaßt wird.
  3. 2. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schienensegment (24) als Ganzes verschiebbar ist.
  4. 3. Transportsystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Schienensegment (213, 248, 250) schwenkbare Endabschnitte (248, 250) umfaßt, welchen die Funktion einer Weiche zukommt.
  5. 4. Transportsystem nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beidseitig der Hauptschiene zwei Nebenschienenschleifen (16, 32) angeordnet sind, und daß das Schienensegment (24) aus einer mittleren Stellung in der Hauptschiene zur einen Seite in die Stellung der einen Nebenschienenschleife (16) und zur anderen Seite in die Stellung der anderen Nebenschienenschleife (32) verschiebbar ist.
  6. 5. Transportsystem nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (60) in einem Gehäuse (160) angeordnet ist, das eine mit den vorbeilaufenden Laufkatzen in mechanischen Kontakt tretende Führung (169) aufweist.
  7. 6. Transportsystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß an der Führung (169) ein Schalter (170) zum Einschalten des Sensors (60) bei Anwesenheit einer Laufkatze (14) vorhanden ist.
  8. 7. Transportsystem nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Sensor (60) eine optische Einrichtung (194) mit einer Lichtquelle (162) zum Abtasten des Codes (150) an den Laufkatzen (14) umfaßt.






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