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Dokumentenidentifikation DE3936467A1 08.05.1991
Titel Industrieofen
Anmelder Eisenmann Maschinenbau KG (Komplementär: Eisenmann-Stiftung), 7030 Böblingen, DE
Vertreter Seemann, N., Dipl.-Ing., 7320 Göppingen
DE-Anmeldedatum 02.11.1989
DE-Aktenzeichen 3936467
Offenlegungstag 08.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.1991
IPC-Hauptklasse F27D 1/00
Zusammenfassung Ein Industrieofen, insbesondere zum Brennen, Glühen, Sintern o. ä. Behandeln von unterschiedlichen Materialien ist aus einer Vielzahl vorgefertigter und miteinander verbundener Module (M1, M2, M3...) zusammengesetzt. Die einzelnen Module (M1, M2, M3...) bestehen hierbei aus einer vorzugsweise metallischen Grundplatte (1), die zugleich die Außenhaut und das tragende Gerüst (2) des Ofens darstellt und auf der die Isoliermaterialien (3, 4) aufgebaut sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 auf einen insbesondere zum Brennen, Glühen, Sintern o. ä. Behandeln von unterschiedlichen Materialien geeigneten Industrieofen.

Bislang wurden derartige Öfen zumeist einstückig erstellt und unter oft schwierigen und räumlich beengten Bedingungen auf der jeweiligen Baustelle mit den entsprechenden Isolierauskleidungen in Form von Mauerwerk, Matten, Folienbahnen u. dgl. versehen. Ebenso umständlich waren dann auch Reparaturarbeiten bei Beschädigung oder Verbrauch der Isolierungen.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht deshalb auch darin, zur Vermeidung der zuvor aufgeführten Nachteile bekannter Öfen eine neue Konstruktion zu schaffen, die in einer Art Serienherstellung die industrielle Vorfertigung der notwendigen Ofenbauteile unter idealen Werkstattbedingungen erlaubt und somit die Montage am späteren Einsatzort ganz erheblich vereinfacht und somit verbilligt.

Gelöst wird diese Aufgabe im wesentlichen durch die im Patentanspruch 1 angegebenen baulichen Mittel und Maßnahmen. Die Unteransprüche beinhalten sinnvolle Detailausgestaltungen der technischen Lehre.

Die Zeichnung zeigt weitestgehend schematisch einen Ofenaufbau nach der Erfindung.

Wichtigste bauliche Merkmale sind hierbei einmal, daß der Ofen aus einer Vielzahl vorgefertigter und miteinander verbundener Module M1, M2 M3 . . . zusammengesetzt ist, wobei die einzelnen Module M1, M2 M3 . . . aus einer vorzugsweise metallischen Grundplatte 1 bestehen, die zugleich die Außenhaut und das tragende Gerüst 2 des Ofens darstellt und auf der die Isoliermaterialien 3, 4 aufgebaut sind. Besonders wichtig ist hierbei, daß die Isoliermaterialien 3, 4 über nicht wärmeleitende Klammern, Verankerungen o. dgl. mit der Modulgrundplatte 1 verbunden sind und das zum Ofeninnenraum "R" hin liegende Deckelement 4 der Isolierung 3 einzeln austauschbar ausgebildet ist. Diese Maßnahme verbessert, verbilligt und vereinfacht somit ganz erheblich eventuelle Reparaturarbeiten bei Beschädigung der Deckelemente 4, oder eine Ofenumrüstung für andere Einsatzzwecke.

In spezieller Weise ist zudem noch vorgesehen, daß die Isoliermaterialien 3 ein- oder mehrlagig auf der Grundplatte 1 aufgebracht sind und das austauschbare Deckelement 4 entsprechend der Ofeneinsatzart und der Einsatztemperaturen aus Edelstahl oder einer stabilen, beispielsweise vakuumgeformten, hochverschleiß- sowie hoch temperaturbeständigen Faser- oder Keramikplatte besteht.

Vervollständigt wird die gesamte Ofenkonstruktion letztlich noch dadurch, daß zur Wärmeabdichtung der Modulstöße "ST" flexible 5 oder als Labyrinth-Dichtung 6 ausgebildete Zwischenstücke aus vorgefertigten, z. B. gepreßten, hoch hitzebeständigen Faserstücken o. dgl. eingesetzt sind und das tragende Ofengerüst 2 durch flanschartige Ausbildung der Modulgrundplatten 1 und deren gegenseitige Verschraubung 7, Verklammerung o. dgl. gebildet ist.

Bezugsziffernverzeichnis

1, 1&min; Grundplatte

2, 2&min; Ofengerüst

3, 3&min; Isoliermaterial

4, 4&min; Deckelement

5 flexible Dichtung

6 Labyrinth-Dichtung

7 Verschraubung

M&sub1;, M&sub2;, M&sub3; . . . Ofenmodule

R Ofeninneraum

ST Modulstoß


Anspruch[de]
  1. 1. Industrieofen, insbesondere zum Brennen, Glühen, Sintern o. ä. Behandeln von unterschiedlichen Materialien, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a. Der Ofen ist aus einer Vielzahl vorgefertigter und miteinander verbundener Module ( M1, M2, M3 . . .) zusammengesetzt.
    2. b. Die einzelnen Module ( M1, M2, M3 . . .) bestehen aus einer vorzugsweise metallischen Grundplatte (1), die zugleich die Außenhaut und das tragende Gerüst (2) des Ofens darstellt und auf der die Isoliermaterialien (3, 4) aufgebaut sind.
  2. 2. Industrieofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Isoliermaterialien (3, 4) über nicht wärmeleitende Klammern, Verankerungen o. dgl. mit der Modulgrundplatte (1) verbunden sind und das zum Ofeninnenraum (R) hin liegende Deckelement (4) der Isolierung (3) einzeln austauschbar ausgebildet ist.
  3. 3. Industrieofen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Isoliermaterialien (3) ein- oder mehrlagig auf der Grundplatte (1) aufgebracht sind und das austauschbare Deckelement (4) entsprechend der Ofeneinsatzart und der Einsatztemperaturen aus Edelstahl oder einer stabilen, beispielsweise vakuumgeformten, hochverschleiß- sowie hoch temperaturbeständigen Faser- oder Keramikplatte besteht.
  4. 4. Industrieofen nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zur Wärmeabdichtung der Modulstöße (ST) flexible (5) oder als Labyrinth-Dichtung (6) ausgebildete Zwischenstücke aus vorgefertigten, z. B. gepreßten, hoch hitzebeständigen Faserstücken o. dgl. eingesetzt sind.
  5. 5. Industrieofen nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das tragende Ofengerüst (2) durch flanschartige Ausbildung der Modulgrundplatten (1) und deren gegenseitige Verschraubung (7), Verklammerung o. dgl. gebildet ist.






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