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Dokumentenidentifikation DE4035101A1 08.05.1991
Titel Verbessertes Bandantriebssystem für den Schußgreifer in einem schützenlosen Webstuhl
Anmelder Nuovopignone - Industrie Meccaniche e Fonderia S.p.A., Florenz/Firenze, IT
Erfinder Cinel, Luciano, San Vito di Leguzzano, IT
Vertreter Zumstein, F., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Klingseisen, F., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 05.11.1990
DE-Aktenzeichen 4035101
Offenlegungstag 08.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.05.1991
IPC-Hauptklasse D03D 47/12
IPC-Nebenklasse D03D 47/27   
Zusammenfassung Ein Bandantriebssystem für einen Schußgreifer eines schützenlosen Webstuhles, der ein plastisch unverformbares Band verwendet, das aus einer Zusammenstellung geschichteter Lagen gebildet ist, die steife Fasern enthalten, das durch ein Zahnrad angetrieben wird, das mit der Perforation, die längs des Bandes vorgesehen ist, in Eingriff tritt, wobei das Ineingrifftreten durch zwei Schulterblöcke sichergestellt ist, und das Band an dem Ende, das den Schußgreifer trägt, mit einem Permanentmagneten versehen ist, der mit einer Metallplatte, die längs der ganzen oder zumindest eines Teils der Wegspur des Bandes führt, zusammenwirkt.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf ein neues Bandantriebssystem für Schußgreifer eines schützenlosen Webstuhls, der außer daß er sehr effizient und konstruktionstechnisch einfach und daher von geringen Kosten auch extrem leichtgewichtig und daher von vernachlässigbarer Trägheit ist, um die hohen von einem Webstuhl geforderten Arbeitsraten zu ermöglichen, damit sie ohne Einbuße der Geradlinigkeit des Bandes und ohne Abnützung durch Gleiten erlangt werden.

Im Stand der Technik wird der Schußgreifer eines schützenlosen Webstuhles im allgemeinen durch ein biegsames Polyesterband angetrieben, das durch ein sich hin- und herbewegendes Zahnrad betrieben wird.

Solch ein biegsames Band würde jedoch im Betrieb eine ständige Verbiegung erfahren, mit der Folge des Verlustes der Geradlinigkeit, die wesentlich ist, um die Möglichkeit eines langsamen Transfers von Schußgarn zwischen den Greifern an der Mitte des Faches aufrechtzuerhalten, und es ist für notwendig erachtet worden, das Band längs seines gesamten Weges durch Führungsblöcke zu führen, die entlang der beiden Seiten des Bandes versetzt angeordnet sind und gegenüberliegende C-förmige Nuten umfassen, in denen das Band gleitet.

Außer, daß sie eine Störung des Kettengarns darstellen, das besonders im Falle eines hochdichten Gewebes beschädigt werden kann, können diese Führungsblöcke alleine durch ihre Anwesenheit die Gefahr des Erscheinens unerwünschter Linien mit Farbnuancen vom Abrieb der Blöcke gegen die Kettgarne auf dem ausgebildeten Textilerzeugnis erhöhen und den weiteren Nachteil eines Bandabriebs durch mechanisches Gleiten zwischen den Nuten in den Blöcken ergeben.

Um diese Gleitblöcke überflüssig zu machen und von nun an diese Nachteile zu beseitigen, ist es notwendig, nicht biegsame Polyesterbänder zu benützen, sondern plastisch unverformbare Bänder, d. h. aus Lagen geschichtete Bänder, die steife Kohlen-, Kevlar-, Glas- oder andere Fasern enthalten, die keine ständige Deformation erfahren können und daher ihre Geradlinigkeit durch wiederholtes Auf- und Abwickeln von dem jeweiligen Zahnrad nicht verlieren.

Ein Bandantriebssystem für einen Schußgreifer in einem schützenlosen Webstuhl, der ein starres Band benützt, ist bereits bekannt.

Dieses bekannte System hat ein ungezahntes Antriebsrad, um das das plastisch unverformbare Band gewunden ist, wobei sein Ende an dem Radumfang fixiert ist. Dieses Band ist zum perfekten Haften am Radumfang so ausgebildet, daß es gegen den Effekt der auftretenden Zentrifugalkraft mittels eines anpressenden Hilfsseils, das um zwei leerlaufende Rollen führt, am Radumfang mit seinen Enden fixiert ist. Obwohl diese Lösung sehr effektiv ist, ist sie jedoch offensichtlich sehr kompliziert im Aufbau und daher teuer und hat zusätzlich durch die bewegten Massen eine gewisse Trägheit, die die maximal erreichbare Arbeitsgeschwindigkeit begrenzt.

Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, die Nachteile zu beseitigen, durch das vorsehen eines Bandantriebssystems für den Schußgreifer eines schützenlosen Webstuhles, der extrem leicht ist und daher eine vernachlässigbare Trägheit hat und zusätzlich konstruktionstechnisch einfach ist und so geringe Kosten verursacht.

Dies wird im wesentlichen durch die Verwendung eines plastisch unverformbaren Bandes erreicht, das aus einer Zusammenstellung von geschichteten Lagen gebildet ist, die steife Fasern aus Kohle, Kevlar, Glas oder einem anderen Material enthalten, und das längs seiner Länge mit einer Perforation zum Zusammenwirken mit den Zähnen eines Antriebsrades versehen ist, wobei das Ineingrifftreten zwischen dem Band und dem Zahnrad durch zwei Schulterblöcke sichergestellt ist, die an diametral gegenüberliegenden Stellen angeordnet sind, an jenen Punkten am Zahnrad, von denen sich das Band horizontal erstreckt.

Alleine die extreme Einfachheit der Anordnung unterstreicht ihre Vorteile, aber zusätzlich, um eine Ablenkung des plastisch unverformbaren Bandes auf seinem Weg zu verhindern, ist gemäß einem weiteren Merkmal der vorliegenden Erfindung auch eine Vorrichtung zum korrekten Anordnen des Bandes längs seiner Wegspur ohne die Hilfe von mechanischen Führungsmitteln vorgesehen, wobei die Vorrichtung aus einer Metallplatte besteht, die sich längs der ganzen oder zumindest eines Teils der Wegspur des Bandes erstreckt, um mit mindestens einem Permantenmagneten zusammenzuwirken, der an dem Ende des Bandes befestigt ist, das den Schußgreifer trägt. Auf diese Weise hält die magnetische Anziehung zwischen dem Magneten und der Metallplatte das Ende des Bandes auf der Platte anliegend, um irgendwelche Krümmungen des Bandes zu verhindern.

Im folgenden wird anhand der zugehörigen Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung näher beschrieben.

In der Zeichnung ist eine perspektivische Teilansicht des Bandantriebssystems für den Schußgreifer eines schützenlosen Webstuhles dargestellt, der gemäß der Erfindung ausgeführt ist. In der Figur zeigt das Bezugszeichen 1 das Gestell des Webstuhles an, auf dem das Antriebszahnrad 3 mittels einer Welle 2 angebracht ist. Das Zahnrad 3, das in einer Hin- und Herbewegung durch in der Figur nicht gezeigte Mittel angetrieben wird, umfaßt Zähne 4, die mit der Perforation 5 in Eingriff treten, die längs des Antriebsbandes 6 für den Schußgreifer 7 vorgesehen sind, der an einem Ende des Bandes angebracht ist. Das Band 6, das mit dem Zahnrad 3 durch die zwei Schulterblöcke 8 bzw. 9 in Eingriff gehalten wird, die an dem Gestell 1 des Webstuhles an diametral gegenüberliegenden Stellen um das Zahnrad 3 angebracht sind, von denen das Band sich horizontal erstreckt, gehalten unten von dem Führungsblock 10 und oben von seiner Führungsschiene 11, ist im wesentlichen ein plastisch unverformbares Band, das aus einer Zusammenstellung geschichteter Lagen 12 gebildet ist, die steife Fasern aus Kohle, Kevlar, Glas oder einem anderen Material enthalten, und das auch an dem Ende das den Greifer 7 hält mit einem Permanentmagneten 13 versehen ist, der mit einer Metallplatte 14 zusammenwirkt, die sich längs der ganzen oder zumindest eines Teils der Führungsschiene 11 erstreckt.


Anspruch[de]
  1. 1. Ein Bandantriebssystem für einen Schußgreifer eines schützenlosen Webstuhles umfassend

    ein Band, an dessen einem Ende der Schußgreifer fixiert ist, und

    ein Antriebszahnrad für das Band, das um das Zahnrad führt, dadurch gekennzeichnet, daß das Band (6) ein plastisch unverformbares Band ist, das aus geschichteten Lagen gebildet ist, die steife Fasern aus Kohle, Kevlar, Glas oder einem anderen Material enthalten, das längs seiner Länge mit einer Perforation (5) versehen ist, die zum Zusammenwirken mit den Zähnen des Antriebszahnrades (3) angeordnet ist, wobei das Ineingrifftreten zwischen dem Zahnrad und dem Band durch zwei Schulterblöcke (8, 9) sichergestellt ist, die an diametral gegenüberliegenden Stellen am Zahnrad angeordnet sind, von denen sich das Band horizontal erstreckt, wobei auch eine Vorrichtung vorgesehen ist, um das Band ohne der Hilfe von mechanischen Führungsmitteln korrekt längs seiner Wegspur anzuordnen.
  2. 2. Bandantriebssystem für den Schußgreifer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung für das korrekte Anordnen des Bandes längs seiner Wegspur ohne der Hilfe der mechanischen Führungsmittel aus einer Metallplatte (14) besteht, die sich längs der ganzen oder zumindest eines Teils der Wegspur erstreckt, um zumindest mit einem Permanentmagneten (13) zusammenzuwirken, der an dem Ende des Bandes angebracht ist, das den Schußgreifer (7) trägt.






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