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Dokumentenidentifikation DE3526856C2 23.05.1991
Titel Generatorantrieb für Schiffe
Anmelder Renk AG, 8900 Augsburg, DE
Erfinder Hirt, Manfred, Dr.-Ing.;
John, Erich, Dipl.-Ing., 8900 Augsburg, DE
DE-Anmeldedatum 26.07.1985
DE-Aktenzeichen 3526856
Offenlegungstag 05.02.1987
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.1991
IPC-Hauptklasse B63J 3/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Generatorantrieb für Schiffe gemäß dem Oberbegriff von Anspruch 1.

Ein solcher Generatorantrieb ist aus der DE-OS 32 32 356 bekannt.

Für Verbrennungsmotoren sind Abgasturbinen zur Verbesserung von deren Wirkungsgrad allgemein bekannt, beispielsweise auch aus der DE-Zeitschrift Hansa-Schiffahrt-Schiffbau- Hafen, 121. Jahrgang, 1984, Nr. 22, Seiten 2305 bis 2308 und 2330. Diese Schrift gibt für die Nutzung einer Abgasturbine als vorteilhafteste Lösung an, die Leistung der Abgasturbine über eine Fluidkupplung direkt an die Motorwelle anzukuppeln, vgl. Seite 2308, erste Spalte oben.

Die britische Zeitschrift Supplement to "Motor Ship", Januar 1982, Seite 19, zeigt einen Schiffsgenerator, der über eine Dampfturbine angetrieben wird, deren Dampf mittels der Abgasenergie der Hauptmaschine gewonnen wird. überschüssige Energie der Dampfturbine kann auf die Propellerwelle geleitet werden. Aber auch in umgekehrter Richtung kann vom Hauptgetriebe Energie zum Antrieb des Generators abgezweigt werden.

Durch die Erfindung soll die Aufgabe gelöst werden, den Wirkungsgrad des Generatorantriebes und dadurch den Wirkungsgrad des gesamten Schiffsantriebes zu verbessern.

Diese Aufgabe wird gemäß der Erfindung durch die kennzeichnenden Merkmale von Anspruch 1 gelöst.

Die Erfindung wird im folgenden mit Bezug auf die Zeichnung anhand einer Ausführungsform als Beispiel beschrieben. Die Zeichnung zeigt in

Fig. 1 einen Schiffsantrieb nach der Erfindung, und

Fig. 2 eine Teilansicht des Schiffsantriebes längs der Ebene II-II von Fig. 1.

Der Schiffsantrieb enthält einen Dieselmotor als Schiffsantriebsmotor 2, dessen Kurbelwelle 4 einen Schiffspropeller 6 und außerdem über eine elastische Schaltkupplung 8 und eine Getriebeanordnung 10 einen Generator 12 unabhängig von Drehzahlschwankungen des Schiffsantriebsmotors mit konstanter Drehzahl antreibt. Die Drehzahl des Schiffsantriebsmotors 2 ändert sich je nach Fahrgeschwindigkeit des Schiffes. Diese Drehzahländerungen werden von einer Getriebeeinheit 14 der Getriebeanordnung 10 in eine konstante Drehzahl umgewandelt, mit welcher die Getriebeeinheit 14 über eine schaltbare Zahnkupplung 16 den Generator 12 antreibt.

Ein Anschlußgetriebe 18 der Getriebeanordnung 10 ist über eine schaltbare Zahnkupplung 20 mit der Getriebeeinheit 14 verbunden und wird über die elastische Schaltkupplung 8 vom Schiffsantriebsmotor 2 angetrieben. Das Anschlußgetriebe 18 ist eine einfache Räderkette mit Stirnrädern 22, 24, 26. Mit dem mittleren Stirnrad 24 ist ein Stirnrad 28 eines Getriebezweiges 30 in Eingriff, welcher ein dem Stirnrad 28 nachgeordnetes Kegelradgetriebe 32 mit den Kegelrädern 34 und 36 enthält und über eine Überholkupplung 38 mit einer Gasturbine 40 verbunden werden kann. Die Gasturbine 40 ist an eine Abgasleitung 42 des Schiffsantriebsmotors 2 angeschlossen und wird von dessen Abgasen angetrieben. Der Schiffsantriebsmotor ist ein Dieselmotor mit einem von seinen Abgasen angetriebenen Ladegebläse 44, welches stromaufwärts der Gasturbine 40 an die Abgasleitung 42 angeschlossen ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Generatorantrieb für Schiffe zum drehzahlkonstanten Antrieb eines Bordgenerators, mit einer dem Generator (12) vorgeschalteten Getriebeeinheit (14), welche aus einer variablen Eingangsdrehzahl eine konstante Ausgangsdrehzahl erzeugt, und mit einem Anschlußgetriebe (18) zur Verbindung des Eingangs der Getriebeeinheit (14) mit dem Antriebsstrang eines vom Schiffsantriebsmotor (2) angetriebenen Schiffspropellers (6), dadurch gekennzeichnet, daß eine von den Abgasen des Schiffsantriebsmotors (2) antreibbare Gasturbine (40) und eine Überholkupplung (38) vorgesehen sind, und daß über die Überholkupplung (38) eine Abtriebswelle der Gasturbine (40) mit dem Eingang der Getriebeeinheit (14) antriebsmäßig verbindbar ist, wobei die Überholkupplung (38) in der einen Drehmomentrichtung selbsttätig schließt und dabei die Abtriebswelle der Gasturbine (40) antriebsmäßig mit dem Eingang der Getriebeeinheit (14) verbindet, wenn ein Energiefluß von der Gasturbine (40) über die Überholkupplung (38) in Richtung zur Getriebeeinheit (14) stattfindet, während die Überholkupplung (38) in der anderen Drehmomentrichtung selbsttätig öffnet und dabei die Verbindung von der Gasturbine (40) zum Eingang der Getriebeeinheit (14) unterbricht, wenn ein Energiefluß in umgekehrter Richtung über die Überholkupplung (38) zur Gasturbine (40) hin stattfindet.
  2. 2. Generatorantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Überholkupplung (38) über ein Kegelradgetriebe (32) mit dem Anschlußgetriebe (18) und über dieses mit dem Eingang der Getriebeeinheit (14) verbunden ist.
  3. 3. Generatorantrieb nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch eine schaltbare elastische Kupplung (8) zwischen Schiffsantriebsmotor (2) und Anschlußgetriebe (18).
  4. 4. Generatorantrieb nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch eine Schaltkupplung (20) zwischen dem Anschlußgetriebe (18) und der Getriebeeinheit (14).






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