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Dokumentenidentifikation DE3938350A1 23.05.1991
Titel Flachstrickmaschine
Anmelder Universal Maschinenfabrik Dr. Rudolf Schieber GmbH & Co KG, 7084 Westhausen, DE
Erfinder Schimko, Reinhold, 7080 Aalen, DE
DE-Anmeldedatum 17.11.1989
DE-Aktenzeichen 3938350
Offenlegungstag 23.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.1991
IPC-Hauptklasse D04B 15/36
IPC-Nebenklasse D04B 15/70   
Zusammenfassung Die Flachstrickmaschine weist Hebe-Schiebeplatinen zum Anheben und Absenken der Federschäfte von Federschaftnadeln und zum kombinierten Verschieben der Federschaftnadeln auf. Aufgrund der kombinierten Möglichkeit, mittels Hebe-Schiebeplatinen sowohl das In- und Außerfunktionsetzen von Nadelfüßen als auch das Verschieben der Federschaftnadeln kombiniert zu bewirken, ergibt sich eine sehr große Vielfalt sowohl für die Strick- als auch für die Umhänge-Steuervorgänge bei einfachem Schloßaufbau mit einer geringen Anzahl insbesondere an beweglichen Schloßteilen. In Zusammenhang mit der Erfindung sind verschiedene Schloßausbildungen angegeben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Flachstrickmaschine mit Nadelkanälen aufweisenden Nadelbetten, in den Nadelkanälen eingelegten Federschaftnadeln und wenigstens einem Strickund/oder Umhängeschloß.

Flachstrickmaschinen dieser Art sind beispielsweise aus den DE-OSen 35 23 989 und 37 15 212, die auf denselben Erfinder zurückgehen, bekannt. Bei diesen Flachstrickmaschinen wird der Federschaft von Federschaftnadeln durch Schiebeplatinen, die mittels eines Schloßteils in Austriebsrichtung wahlweise verschoben werden können, in eine angehobene Stellung gebracht, in der der sonst unterhalb der Nadelbettoberfläche liegende hintere Nadelfuß oder Federschaftfuß über die Nadelbettoberfläche herausragt und von entsprechenden Schloßteilen des Strickschlosses erfaßt werden kann. Durch Verwendung dieser herkömmlichen Anordnung mit einer Schiebeplatine ist es also möglich, einen Nadelfuß wahlweise in und außer Funktion zu bringen, je nachdem, ob die Schieberplatine den hinteren Nadelfuß in die angehobene Arbeitsstellung bringt oder nicht. Diese bekannte Anordnung weist zwar insofern Vorteile gegenüber früheren Anordnungen auf, als die Nadelkanaltiefe über die gesamte Bettbreite hinweg konstant und damit der Fräsvorgang während der Fertigung einfach gestaltet werden und darüber hinaus das Strickschloß einen einfacheren Aufbau haben kann. Dennoch bleiben die Strickschlösser bei derartigen Flachstrickmaschinen relativ aufwendig und weisen eine relativ große Anzahl an beweglichen Schloßteilen auf.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Flachstrickmaschine zu schaffen, bei der die Strickschlösser trotz erweiterter Strick- und Umhänge-Möglichkeiten noch einfacher sind und insbesondere mit noch weniger beweglichen Schloßteilen auskommen.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Hebe- Schiebeplatinen zum Anheben und Absenken der Federschäfte und zum Verschieben der Federschaftnadeln vorgesehen sind.

Während bei den herkömmlichen Flachstrickmaschinen der eingangs genannten Art die Federschäfte mittels Hebeplatinen nur angehoben oder abgesenkt werden und damit die Federschaftfüße in und außer Funktion für entsprechende Schloßteile gebracht werden, ist es gemäß der vorliegenden Erfindung möglich, neben dieser bereits bekannten Funktion des Federschaft-Anhebens eine zusätzliche Funktion des Verschiebens der Federschaftnadeln durch die erfindungsgemäße Hebe-Schiebeplatine vorzusehen. Dadurch ist es möglich, nicht nur den Federschaftfuß anzuheben oder abzusenken und damit diesen in oder außer Funktion zu bringen, sondern es ist alternativ oder zusätzlich möglich, die Federschaftnadel zu verschieben und damit wenigstens den Federschaft-Nadelfuß wahlweise in einen anderen Schloßbereich zu bringen, so daß dadurch die Auswahl- und Funktionsvielfalt noch weiter erhöht wird. Insbesondere ist es mit der erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine möglich, das Anheben und Absenken des Federschafts der Federschaftnadeln selektiv mit einem Verschieben der Federschaftnadel in Austriebsrichtung zu kombinieren, so daß eine große Vielfalt an Kombinationsmöglichkeiten sowohl für die Strick- als auch die Umhängevorgänge insbesondere für die Dreiwege-Stricktechnik erreicht wird. Trotz der wesentlich größeren Vielfalt und Variationsmöglichkeiten für den Strickvorgang bleibt das Strick- und/oder Umhängeschloß dennoch einfach im Aufbau und kommt insbesondere mit sehr wenigen beweglichen Schloßteilen aus.

Dadurch ergibt sich ein robustes, auch über lange Zeiträume einwandfrei funktionierendes Strickschloß, das darüber hinaus einfach ist und schnell gefertigt bzw. montiert und gewartet werden kann.

Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform der Erfindung weist die Hebe-Schiebeplatine einen Anschlag auf, an dem sich das dem Nadelbettkamm abgewandte Ende des angehobenen Federschafts beim Verschieben abstützt. Nach Aufgleiten des Federschafts auf die Hebe-Schiebeplatine wird bei einer weiteren Verschiebung der Hebe-Schiebeplatine in Austriebsrichtung die Federschaftnadel ebenfalls in Austriebsrichtung verschoben, so daß der Fuß der Federschaftnadel in andere Schloßbereiche und damit unterschiedliche Funktionsstellungen mit einer einzigen Verschiebung der Hebe-Schiebeplatine gebracht werden können. Die Hebe-Schiebeplatine zeichnet sich dabei durch einen sehr einfachen Aufbau aus.

Vorteilhaft ist es weiterhin, wenn die Hebe-Schiebeplatine eine Ausnehmung aufweist, in der ein am Federschaft vorgesehener Vorsprung nach dem Hebevorgang eingreift. Auf diese Weise ist auch bei Verschieben der Hebe-Schiebeplatine in Abzugsrichtung eine Mitnahme der Federschaftnadel möglich, falls dies gewünscht wird.

Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung weist die Hebe-Schiebeplatine wenigstens zwei Hebestellungen auf.

In Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine ist vorzugsweise vorgesehen, daß das Strick- und/oder Umhängeschloß ein Schloßteil aufweist, das die Federschaftnadel am Austreiben hindert, wenn die Hebe- Schiebeplatine den Federschaft der Federschaftnadel anhebt.

Die Erfindung wird nachstehend anhand der Zeichnungen beispielsweise näher erläutert. Es zeigen:

Fig. 1 die schematische Darstellung durch ein Nadelbett mit Jacquardplatine, Hebe- und Verschiebeplatine und Federschaftnadel;

Fig. 2 ein Ausführungsbeispiel für ein vorderes Schloß, anhand dessen die Funktionsweise der Erfindung in Zusammenhang mit der sogenannten Dreiwege-Stricktechnik erläutert werden soll;

Fig. 3 eine Übersicht über die Fig. 2 und 4 bis 9 und deren Zuordnung zueinander;

Fig. 4 bis 9 Ausführungsbeispiele für verschiedene Nadelauswahl und Umhängevorgänge gemäß der Erfindung.

Wie Fig. 1 zeigt, liegt im Nadelkanal eines Nadelbetts 1 eine Hebe-Schiebeplatine 2, die einen Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 aufweist. Im Nadelbettkanal des Nadelbetts 1 befindet sich auf der einem Nadelbettkamm 4 abgewandten Seite der Hebe-Schiebeplatine 2 eine Jacquardplatine 5 mit Auswahlfüßen 6, einem hinteren Jacquardplatinenfuß 7 und einem vorderen Jacquardplatinenfuß 8. Das der Hebe-Schiebeplatine 2 zugewandte Ende der Jacquardplatine 5 liegt an einem Jacquardplatinenanschlag 9 der Hebe-Schiebeplatine 2 an.

Auf der dem Nadelbettkamm 4 zugewandten Seite der Hebe- Schiebeplatine 2 befindet sich im Nadelkanal des Nadelbetts 1 eine Federschaftnadel 10 mit einem Federschaft 11, sowie einem hinteren Nadelfuß oder Federschaftfuß 12 und einem vorderen Nadelfuß 13. In Fig. 1 befindet sich das hintere Ende des Federschafts 11 auf einem Hebeteil 14 der Hebe- Schiebeplatine 2. Das Hebeteil 14 weist eine Auflauffläche 17 auf, auf die ein dem Nadelkanal zugewandter Vorsprung 16 des Federschafts 11 aufgleiten kann. Das dem Nadelbettkamm 4 abgewandte Ende der Federschaftnadel 10 liegt an einem Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 an. Die einzelnen Bereiche, in denen sich die jeweiligen Füße in Austriebs- bzw. Abzugsrichtung verschieben bzw. verschieben lassen, sind durch den Bereich I für den hinteren Jacquardplatinenfuß 7, den Bereich II für den vorderen Jacquardplatinenfuß 8, den Bereich III für den Hebe-Schiebeplatinenfuß 3, den Bereich IV für den Federschaftfuß 12 und den Bereich V für den vorderen Nadelfuß 13 angedeutet.

Fig. 2 zeigt einen Teil des vorderen Strick- und Umhängeschlosses einer Ausführungsform der Erfindung für eine Platinen- und Nadelanordnung gemäß Fig. 1, und zwar am Beispiel der Dreiwege-Stricktechnik.

In Fig. 2 sind die jeweiligen Bewegungsbereiche für die einzelnen Füße in entsprechender Weise wie in Fig. 1 angedeutet. Es handelt sich bei diesem Ausführungsbeispiel jeweils um zweisystemige Schlösser mit jeweils zwei Strickschloßbereichen, und links und rechts vorgesehenen Umhängeschloßbereichen. In den einzelnen Figuren ist jeweils nur ein Schloßabschnitt mit einem Strick- und einem Umhängeschloßbereich dargestellt. In Fig. 2 und sämtlichen weiteren Figuren ist die Blickrichtung von oben auf das Strickschloß und das Nadelbett in der Weise, als ob das Strickschloß durchsichtig ist.

Die Funktionsweise des in Fig. 2 dargestellten Schlosses in Kombination mit der in Fig. 1 dargestellten Platinen- und Nadelanordnung wird nachfolgend zur Erläuterung der Erfindung beschrieben.

Das in Fig. 2 dargestellte Schloß bewegt sich - wie durch einen Pfeil angedeutet - von rechts nach links. In der üblichen Weise werden die Jacquardplatinen 5 an der Selektionsstelle A durch entsprechende Steuerung der Selektionsklappen 19 ausgewählt. Die ausgewählte Jacquardplatine 5, die in der Schlittenposition 1 in Grundstellung steht, wird vom schwenkbaren Schloßteil 21 am hinteren Jacquardplatinenfuß 7 (vgl. Fig. 1 und Fig. 2) erfaßt und bis zur Schlittenposition 2 ausgetrieben. Da das dem Nadelbettkamm 4 zugewandte Ende der Jacquardplatine 5 am Jacquardplatinenanschlag 9 der Hebe-Schiebeplatine 2 anliegt (vgl. Fig. 1), wird letztere im Nadelkanal so weit nach oben geschoben, bis der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 von einem Schloßteil 22 erfaßt wird (vgl. Fig. 2).

Bei weiterem Schlittenlauf nach links wird die Hebe-Schiebeplatine 2 bis zur Schlittenposition 3 so weit ausgetrieben, daß die Auflaufschräge 17 des Hebeteils 14 an den Vorsprung 16 des Federschafts 11 anstößt und dieser auf den Hebeteil 14 angehoben wird. Ein Schloßteil 23 hält dabei die Federschaftnadel 10 zwischen den Schlittenpositionen 2 und 3 kurzzeitig fest, so daß die Federschaftnadel 10 nicht ausgetrieben werden kann. Dadurch kann der Vorsprung 16 der Federschaftnadel 10 auf den Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgleiten (vgl. Fig. 1). Der Federschaftfuß 12 der Federschaftnadel 10 wird dadurch aus dem Nadelbett 1 gehoben und befindet sich in Arbeitsstellung.

Ein Schloßteil 24 bewirkt, daß die Jacquardplatine 5 zwischen den Schlittenpositionen 2 und 3 wieder abgezogen und schließlich in ihre Ausgangsstellung gebracht wird.

In der Schlittenposition 3 liegt das dem Nadelbettkamm 4 abgewandte Ende der Federschaftnadel 10 am Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 an, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Bei der weiteren Schlittenbewegung nach links, während der die Hebe-Schiebeplatine 2 aufgrund des am Schloßteil 22 aufgleitenden Hebe-Schiebeplatinenfußes 3 ausgetrieben wird, erfolgt daher auch der Austrieb der Federschaftnadel 10 bis zur Schlittenposition 4. Zwischen der Schlittenposition 4 und 5 erfolgt ein Abzug der Federschaftnadel 10 und damit auch der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgrund des Schloßteils 25 bis zu einer Schlittenposition 5. Sowohl die Hebe-Schiebeplatine 2 als auch die Federschaftnadel 10 werden zwischen den Schlittenpositionen 5 und 6 weder ausgetrieben noch abgezogen. Erst ab der Schlittenposition 6 erfolgt wiederum ein Austrieb der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgrund des an einem Schloßteil 26 aufgleitenden Hebe-Schiebeplatinenfußes 3. Die Federschaftnadel 10 wird entsprechend bis zur Schlittenposition 7 mit ausgetrieben. Ab dieser Schlittenposition 7 wird die Federschaftnadel 10 von einem Schloßteil 27 erfaßt und bis zur Schlittenposition 8 in Endstellung der Nadel, nämlich in die Maschenaustriebshöhe, ausgetrieben.

Ein Schloßteil 28 zieht die Hebe-Schiebeplatine 2 zwischen den Schlittenpositionen 7 und 8 wieder ab. Die Abzugsbewegung der Hebe-Schiebeplatine 2 wird dann zwischen der Schlittenposition 8 und 9 aufgrund des Schloßteils 29 fortgesetzt, so daß der Vorsprung 16 und damit der Federschaftfuß 12 der Federschaftnadel 10 vom Hebeteil 14 der Hebe- Schiebeplatine 2 wieder abgleitet. Der Federschaftfuß 12 senkt sich aufgrund seiner Eigenfederwirkung ab und wird außer Tätigkeit gebracht.

In der Schlittenposition 10 wird die Hebe-Schiebeplatine 2 durch ein Schloßteil 30 daran gehindert, in Abzugsrichtung zu gleiten, so daß beim Abzug der Federschaftnadel 10 aufgrund eines Schloßteils 18 der Vorsprung 16 des Federschaftes 11 wieder auf den Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 gleitet und der Federschaftfuß 12 wieder über die Nadelbettoberfläche angehoben und in Arbeitsstellung gebracht wird. Dadurch kann der Federschaftfuß 12 der Federschaftnadel 10 zwischen den Schlittenpositionen 11 und 12 von einem Nadelsenker 31 erfaßt und abgezogen werden. Ab der Schlittenposition 11 wird also die Maschenbildung durch die Steuerung des Federschaftfußes 12 bestimmt. Nach Erreichen des gewünschten Federschaftnadel-Abzugs in der Schlittenposition 12 wird die Hebe-Schiebeplatine 2 von den Schloßteilen 32 und 33 wieder in die Grundstellung abgezogen, während die Federschaftnadel 10 durch Aufgleiten des vorderen Nadelfußes 13 an einem Schloßteil 34 in die Grundstellung gebracht wird, die in der Schlittenposition 13 erreicht ist.

Die in Fig. 2 strichliniert dargestellten Schloßteile, insbesondere die Schloßteile 26, 32 und Teile der Schloßteile 33 und 39 stehen bis zur Nadelbettoberfläche vor, während die ausgezogenen Teile der Schloßteile 35, 36 halbhoch abgesetzt sind. Die Schloßteile 35 und 36 dienen dabei als Nadelweichen und sind schwenkbar.

Ebenso wie die Nadelweichen 35 bzw. 36 wird auch das schwenkbare Schloßteil 21 je nach der Schlittenlaufrichtung einmal in die eine und das andere Mal in die andere Stellung geschwenkt.

Die vorausgegangene Beschreibung von Fig. 2 betraf das Maschenbilden bzw. den Strickvorgang. Nachfolgend soll ebenfalls anhand von Fig. 2 das Fangstricken erläutert werden.

Von den an der Selektionsstelle B befindlichen Selektionsklappen 38 werden bestimmte Jacquardplatinen 5 und damit Federschaftnadeln 10 für das Fangstricken ausgewählt. Die ausgewählte Jacquardplatine 5 wird über ihren hinteren Jacquardplatinenfuß 7 von einem weiteren schwenkbaren Schloßteil 37 bis zur Schlittenposition 20 ausgetrieben. Gleichzeitig wird auch die Hebe-Schiebeplatine 2 entsprechend ausgetrieben, so daß der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 in den Bereich eines Schloßteils 41 kommt, an dem der Hebe- Schiebeplatinenfuß 3 ab der Schlittenposition 21 bis zur Schlittenposition 22 aufgleitet, an der der vordere Nadelfuß 13 durch ein Schloßteil 42, und damit die Federschaftnadel 10 am Austreiben gehindert wird. Der Vorsprung 16 der Federschaftnadel 10 kann daher auf das Hebeteil 14 der Hebe- Schiebeplatine 2 aufgleiten, so daß der Federschaftfuß 12 in Arbeitsstellung gebracht ist und an dem dem Nadelbettkamm abgewandten Ende der Federschaftnadel 10 am Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 anliegt.

Ab der Schlittenposition 23 wird die Federschaftnadel 10 über die Hebe-Schiebeplatine 2 vom Schloßteil 41 bis zur Schlittenposition 24 in Fanghöhe ausgetrieben. Die Federschaftnadel 10 bleibt dann bis zur Schlittenposition 26 aufgrund des Schloßteils 43 in Fangstellung, obgleich der Hebe- Schiebeplatinenfuß 3 am Schloßteil 29 abgleitet und der Hebeteil 14 dadurch vom Vorsprung 16 des Federschafts 11 freikommt. Der weitere Verlauf nach Position 26 entspricht dem bereits in Zusammenhang mit dem Maschenbilden erläuterten Vorgang.

Die Jacquardplatine 5 wird zwischen der Schloßschlittenposition 20 und 22 mit einem Schloßteil 44 wieder in die Ausgangslage abgezogen.

Wie anhand der Erläuterungen in Zusammenhang mit bevorzugten Ausführungsform der Erfindung deutlich wird, ist es mit der erfindungsgemäßen Flachstrickmaschine, die eine Hebe- Schiebeplatine 2 zum wahlweisen Anheben oder Absenken und zusätzlichen Verschieben des Federschaftes 11 der Federschaftnadel 10 aufweist, möglich, eine große Variations- und Kombinationspalette zu schaffen, so daß trotz der höchst aufwendigen Stricktechnik ein einfaches Schloß mit wenig beweglichen Schloßteilen verwendet werden kann. Dabei ist insbesondere hervorzuheben, daß die Vielfalt und Variationsbreite sowohl für den Vorgang des Maschenbildens als auch für die Umhängevorgänge und entsprechende Kombinationen daraus erreicht wird.

Nachdem zuvor ein Ausführungsbeispiel für das Maschenbilden bzw. den eigentlichen Strickvorgang in Zusammenhang mit einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung beschrieben wurde, sollen nachfolgend anhand der Fig. 3 bis 9 die Umhängevorgänge anhand bevorzugter Ausführungsformen von Strick- und Umhängeschlössern erläutert werden.

Eine schematische Übersicht über die nachfolgend beschriebenen Vorgänge für das Umhängen und die Zuordnung der einzelnen Vorgänge zu den jeweiligen Fig. 2 bis 9 ist in Fig. 3 wiedergegeben. Der eigentliche Strick- bzw. Maschenbildungsvorgang wurde bereits anhand von Fig. 2 erläutert. Die Fig. 4H und 4V - der Buchstabe H steht für hinten und der Buchstabe V für vorn - zeigen die Nadelauswahl für den eigentlichen, nachfolgenden Umhängevorgang bei einem Schlittenlauf von rechts nach links und nachlaufender Nadelauswahl. Das Symbol für die Nadelauswahl ist in Fig. 3 ein aufrechtes Rechteck mit einem auf der Kathete stehenden, gleichschenkligen spitzen Dreieck. Die Schlittenlaufrichtung ist jeweils durch einen waagrechten Pfeil angedeutet. Die senkrechte strickpunktierte Linie zeigt schematisch die Mittellinie des Schlosses, um einen vorlaufenden oder nachlaufenden Nadelauswahl- und/oder Umhängvorgang symbolisch darzustellen. Die senkrechten Pfeile in Fig. 3 sollen das Umhängen von hinten nach vorn bzw. von vorn nach hinten symbolisieren. Bei der Bezifferung der Figuren bedeutet der Buchstabe H jeweils das hintere Schloß und der Buchstabe V jeweils das vordere Schloß.

Die Fig. 4H und 4V zeigen die Nadelauswahl nachlaufend bei einem Schlittenlauf von rechts nach links. Nach dieser Nadelauswahl erfolgt das Umhängen bei einem nachfolgenden Schlittenlauf von links nach rechts vorlaufend, wie dies anhand der Fig. 5H und 5V erläutert wird.

Die Fig. 6H und 6V zeigen den kombinierten Nadelauswahl- und Umhängevorgang während eines Schlittenhubs nachlaufend während des Schlittenlaufs von links nach rechts.

Bei einem Schlittenlauf von links nach rechts wird anhand der Fig. 7H und 7V die Nadelauswahl nachlaufend erläutert, während die Fig. 8H und 8V das nachfolgende Umhängen der Maschen vorlaufend bei einem Schlittenlauf von rechts nach links wiedergeben. Schließlich wird anhand der Fig. 9H und 9V die während eines Schlittenhubs gleichzeitig durchgeführte Nadelauswahl und der Umhängevorgang nachlaufend bei einem Schlittenlauf von rechts nach links erläutert.

Gemäß dem dargestellten Ausführungsbeispiel eines Schlosses nach der Erfindung erfolgt der Maschenumhängevorgang in einem festgelegten Zyklus, und zwar bei einem Schlittenlauf von links nach rechts vorlaufend von hinten nach vorn (Fig. 4H, 4V sowie 5H, 5V, sowie nachlaufend von vorn nach hinten gemäß Fig. 6H, 6V). Bei einem Schlittenlauf von rechts nach links erfolgt die Nadelauswahl vorlaufend von hinten nach vorn gemäß Fig. 7H, 7V bzw. 8H, 8V und nachlaufend von vorn nach hinten gemäß Fig. 9H und 9V.

Anhand von Fig. 4V wird nachfolgend erläutert, wie mit dem vorderen Schloß gemäß der Erfindung die Nadelauswahl vorgenommen wird, um danach in einem nachfolgenden Schlittenhub das Umhängen ausgewählter Maschen durchführen zu können.

An der Selektionsstelle F des vorderen Schloßes (Fig. 4V) werden diejenigen Nadeln ausgewählt, die Maschen vom hinteren Nadelbett übernehmen sollen. Die von der Selektionsstelle F ausgewählte Jacquardplatine 5 (vgl. Fig. 1) wird vom schwenkbaren Schloßteil 51 aus der Grundstellung an der Schlittenposition 31 bis zur Schlittenposition 32 ausgetrieben. Die im selben Nadelkanal liegende Hebe- Schiebeplatine 2 wird dadurch ebenfalls ausgetrieben, so daß der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 in einen von den Schloßteilen 52 und 53 gebildeten Schloßkanal gelangt. Ab der Schlittenposition 33 wird die Jacquardplatine 5 von einem Schloßteil 54 wieder in die Grundstellung abgezogen. Ab der Schlittenposition 34 gleitet der Schiebeplatinenfuß 3 am Schloßteil 52 nach oben, so daß der Hebeteil 14 der Hebe- Schiebeplatine 2 unter den Federschaft 11 der Federschaftnadel 10 und dadurch der Federschaftfuß 12 angehoben und in Tätigkeit gebracht wird. Dieser Vorgang ist an der Schlittenposition 35 beendet. In dieser Stellung verbleibt die Federschaftnadel 10, die Hebe-Schiebeplatine 2 sowie die Jacquardplatine 5 bis zum Schlittenhub in entgegengesetzter Richtung, während dem das eigentliche Umhängen erfolgt.

Entsprechende Vorgänge im hinteren Schloß zur Auswahl der Federschaftnadeln 10, die ihre Maschen an die Federschaftnadeln 10 des vorderen Schlosses übergeben sollen, werden anhand von Fig. 4H nachfolgend erläutert. An der Selektionsstelle G werden die entsprechenden Nadeln für die Maschenübergabe ausgewählt. Die entsprechende Jacquardplatine 5 wird wiederum von einem schwenkbaren Schloßteil 55 zwischen den Schlittenpositionen 36 und 37 aus der Grundstellung ausgetrieben. Die entsprechende Hebe-Schiebeplatine 2 wird ebenfalls ausgetrieben, so daß der Hebe-Schiebeplatinefuß 3 über das Schloßteil 56 gelangt und auf diesem parallel zur Schlittenlaufrichtung bis zur Schlittenposition 39 geführt wird. Die Jacquardplatine 5 wird mittels eines Schloßteils 57 in entsprechender Weise wieder in die Grundstellung gebracht.

Zwischen den Schlittenpositionen 39 und 40 wird die Hebe- Schiebeplatine 2 aufgrund des Schloßteils 56 weiter ausgetrieben und das Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 hebt dabei den Federschaft 11 der Federschaftnadel 10 an, so daß der Federschaftfuß 12 aus dem Nadelbett herausragt und in Tätigkeit gebracht ist. In dieser Stellung verbleibt die Federschaftnadel, die Hebe-Schiebeplatine 2 sowie die Jacquardplatine 5 bis der eigentliche Umhängvorgang im nachfolgenden entgegengesetzten Schlittenhub auftritt, d. h. bis diese nach der Schlittenumkehr, also bei einem Schlittenlauf von links nach rechts vorlaufend von den entsprechenden Schloßteilen erfaßt werden, wie dies nachfolgend anhand der Fig. 5H, 5V erläutert wird. Die Nadelauswahl im vorderen und im hinteren Schloß ist damit beeendet.

Der nachfolgende Umhängevorgang wird anhand der Fig. 5V und 5H im weiteren erläutert. Die Hebe-Schiebeplatine 2 der zuvor ausgewählten Federschaftnadel 10 steht mit ihrem Nadelanschlag 15 an dem dem Nadelbettkamm 4 abgewandten Ende der Federschaftnadel 10 an, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist. Da im Bereich des Federschaftfußes 12 gemäß Fig. 5V keine Schloßteile vorhanden sind, die die Federschaftfüße 12 erfassen könnten, wird die Federschaftnadel 10 von der Hebe- Schiebeplatine 2 ausgetrieben, und zwar von einem Schloßteil 58 im vorderen Schloß (Fig. 5V) und von einem Schloßteil 59 im hinteren Schloß (Fig. 5H).

Im hinteren Schloß gelangt dadurch der vordere Nadelfuß 13 von der Schlittenposition 51 an die Auflaufschräge eines Schloßteils 60, so daß die ausgewählte Federschaftnadel 10 ausgetrieben und in Übergabestellung gebracht wird. Währenddessen wird die Hebe-Schiebeplatine 2 von einem Schloßteil 61 in die Grundstellung abgezogen. Im Nadelfußkanal zwischen den Schloßteilen 60 und 62 erfolgt die Steuerung der Federschaftnadel 10 zur Maschenübergabe. In der Schlittenposition 52 sind dann sowohl die Federschaftnadeln 10 als auch die Hebe-Schiebeplatinen 2 und die Jacquardplatinen 5 wieder in der Ausgangsstellung für den nächsten Selektionsvorgang.

Anhand der Fig. 6V und 6H wird nachfolgend ein Vorgang zum Auswählen und Umhängen der Maschen während eines Schlittenhubs erläutert. Sollen bei einem Schlittenlauf von links nach rechts nachlaufend ausgewählte Maschen von vorn nach hinten umgehängt werden, werden die gewünschten Federschaftnadeln 10 zum Umhängen im vorderen Schloß an der Selektionsstelle B und im hinteren Schloß an der Selektionsstelle L ausgewählt. Der Jacquardplatinenfuß 7 der ausgewählten Jacquardplatine 5 gleitet an einem schwenkbaren Schloßteil 64 im vorderen Schloß bzw. an einem schwenkbaren Schloßteil 65 im hinteren Schloß nach oben, so daß die dieser Jacquardplatine 5 zugeordnete Hebe-Schiebeplatine 2 in den Austriebsbereichs eines Schloßteils 66 im vorderen Schloß bzw. eines Schloßteils 68 im hinteren Schloß gelangt. Im vorderen Schloß wird die Hebe-Schiebeplatine 2 durch das Schloßteil 66 soweit ausgetrieben, daß der Vorsprung 16 des Federschafts 11 der Federschaftnadel 10 auf den Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgleitet, so daß der Federschaftfuß 12 angehoben und in Tätigkeit gebracht wird. Bei weiterem Austrieb zwischen den Schlittenpositionen 61 und 62 treibt die Hebe-Schiebeplatine 2 die Federschaftnadel 10 aus, da das dem Nadelbettkamm 4 abgewandte Ende der Federschaftnadel 10 am Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 anliegt, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. In der Schlittenposition 62 des vorderen Strickschlosses (Fig. 6V) befindet sich der vordere Nadelfuß 13 im Austriebsbereich eines Schloßteiles 67, der im weiteren Schlittenlauf für die Steuerung der Federschaftnadeln 10 sorgt, so daß diese die für das Übergeben der Maschen erforderlichen Austriebs- und Abzugsbewegungen durchführt.

Wie aus Fig. 6H ersichtlich ist, werden im hinteren Schloß die zuvor ausgewählten Hebe-Schiebeplatinen 5 mit einem Schloßteil 71 so weit ausgetrieben, bis der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 in einem Kanal zwischen den Schloßteilen 68 und 69 von der Schlittenposition 63 an gesteuert verläuft. Da die Federschaftnadel 10 mit ihrem dem Nadelbettkamm 4 abgewandten Ende am Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 anliegt, wird die Federschaftnadel 10 entsprechend ausgetrieben, so daß diese die Maschenübernahmebewegung ausführen kann.

Ein Schloßteil 72 bewirkt den Abzug der Federschaftnadel 10. Die Hebe-Schiebeplatine 2 wird vom Schloßteil 69 in die Ausgangsstellung gebracht.

Die Jacquardplatine 5 ist bereits zuvor von einem Schloßteil 70 im vorderen Schloß und von einem Schloßteil 71 im hinteren Schloß in ihre jeweilige Grundstellung abgezogen worden.

Anhand der Fig. 7V, 7H soll nachfolgend die Nadelauswahl bei einem Schlittenlauf von links nach rechts nachlaufend erläutert werden, wobei die eigentliche Maschenumhängung im nachfolgenden Schlittenhub vorlaufend von hinten nach vorn erfolgt, wie dies in Fig. 8V, 8H wiedergegeben ist.

Wie aus Fig. 7V ersichtlich ist, werden an der Selektionsstelle A des vorderen Strickschlosses diejenigen Nadeln ausgewählt, die die Maschen übernehmen sollen. Die ausgewählte Jacquardplatine 5 wird vom dem jetzt umgelegten schwenkbaren Schloßteil 21 (vgl. hierzu auch Fig. 2) aus der Grundstellung in der Schlittenposition 64 bis Schlittenposition 65 ausgetrieben. Entsprechend wird die Hebe-Schiebeplatine 2 ebenfalls ausgetrieben und der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 gelangt in einen Schloßkanal zwischen den Schloßteilen 73 und 74. Ab der Schlittenposition 67 wird die Hebe-Schiebeplatine 2 vom Schloßteil 74 soweit ausgetrieben, bis der Vorsprung 16 des Federschafts 11 der Federschaftnadel 10 auf das Hebeteil 14 aufgeglitten ist, so daß der Federschaftfuß 12 in der Schlittenposition 68 angehoben und in Tätigkeit ist. In dieser Stellung verbleiben die Federschaftnadel 10, die Hebe-Schiebeplatine 2 sowie die Jacquardplatine 5 bis zum eigentlichen Vorgang des Maschenübernehmens im nachfolgenden Schlittenhub.

Fig. 7H zeigt das hintere Schloß, an dessen Selektionsstelle M diejenige Jacquardplatinen 5 bzw. deren zugeordnete Federschaftnadeln 10 ausgewählt werden, die ihre Maschen übergeben sollen. Der hintere Jacquardplatinenfuß 7 der Jacquardplatine 5 gleitet an einem schwenkbaren Schloßteil 78 aus der Schlittenposition 69 bis zur Schlittenposition 70 auf, so daß die Jacquardplatine 5 ausgetrieben wird und dabei die Hebe-Schiebeplatine 2 ebenfalls austreibt, wodurch der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 über ein Schloßteil 75 gelangt. Zwischen der Schlittenposition 72 und 73 wird die Hebe-Schiebeplatine 2 aufgrund des Schloßteils 75 weiter ausgetrieben, bis der Vorsprung 16 des Federschafts 11 der Federschaftnadel 10 auf das Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgleitet. Der Federschaftfuß 12 der Federschaftnadel 10 wird daher angehoben und in Tätigkeit versetzt. Bereits vorher wurde die Jacquardplatine 5 mittels eines Schloßteils 76 im vorderen Schloß bzw. mittels eines Schloßteils 77 im hinteren Schloß wieder in die Grundstellung abgezogen.

In den zuletzt genannten Stellungen verbleiben die Federschaftnadel 10, die Hebe-Schiebeplatine 2 sowie die Jacquardplatine 5 bis nach der Schlittenumkehr, also bis zu einem Schlittenlauf von rechts nach links vorlaufend entsprechend den Fig. 8V und 8H, während dem der eigentliche nachfolgend erläuterte Umhängvorgang abläuft. Die Nadelauswahl für das vordere und hintere Schloß ist damit beendet.

Der Vorgang des Maschenübertragens nach Abschluß der Nadelauswahl wird nachfolgend anhand der Fig. 8V, 8H erläutert.

Das dem Nadelbettkamm 4 abgewandte Ende der ausgewählten Federschaftnadel 10 steht am Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 an, wie dies in Fig. 1 dargestellt ist. Wie aus den Fig. 8V, 8H ersichtlich ist, befinden sich im Bereich der Nadelfüße der Federschaftnadel 10 keine Schloßteile, die die Nadelfüße erfassen könnten. Die Federschaftnadel 10 wird daher durch die Hebe-Schiebeplatine 2 weiter ausgetrieben, und zwar im vorderen Schloß von einem Schloßteil 81 in die Übernahmestellung und im hinteren Schloß von einem Schloßteil 82 in eine Stellung, bei der der vordere Nadelfuß 13 der Federschaftnadel 10 in der Schlittenposition 70 von einem Schloßteil 83 erfaßt wird. Der vordere Nadelfuß 13 der Federschaftnadel 10 wird in einem Kanal zwischen dem Schloßteil 83 und einem Schloßteil 84 gesteuert geführt, so daß die Federschaftnadel 10 in die Übergabestellung gebracht wird bzw. die Übergabebewegung ausführt.

Bereits zuvor wurde die Hebe-Schiebeplatine 2 durch ein Schloßteil 85 im vorderen Schloß (Fig. 8V) bzw. durch ein Schloßteil 86 im hinteren Schloß (Fig. 8H) wieder in die Ausgangsstellung gebracht.

Die Fig. 9V, 9H zeigen Vorgänge, mit denen während eines einzigen Schlittenhubs mit Schlittenlauf von rechts nach links nachlaufend Nadeln ausgewählt und die Maschen der ausgewählten Nadeln von vorn nach hinten umgehängt werden.

Im vorderen Schloß erfolgt die Auswahl an der Selektionsstelle E und im hinteren Schloß erfolgt die Auswahl durch die Selektionsstelle H. Beim vorderen Schloß wird die Jacquardplatine 5 aufgrund eines schwenkbaren Schloßteils 91 und damit auch die Hebe-Schiebeplatine 2 soweit ausgetrieben, daß der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 von einem Schloßteil 92 erfaßt und die Hebe-Schiebeplatine 2 dadurch weiter ausgetrieben wird, bis das dem Nadelbettkamm 4 abgewandte Ende der Federschaftnadel 10 mit seinem Vorsprung 16 auf den Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgleitet und am Nadelanschlag 15 der Hebe-Schiebeplatine 2 anliegt (vgl. Fig. 1). Dadurch wird die Federschaftnadel 10 bei weiterem Austrieb der Hebe-Schiebeplatine 2 mit ausgetrieben, so daß der vordere Nadelfuß 13 der Federschaftnadel 10 ab der Schlittenposition 72 in eine Stellung gelangt, in der er in einem Nadelfußkanal zwischen einem Schloßteil 93 und einem Schloßteil 94 gesteuert verläuft und die erforderlichen Austriebs- und Abzugsbewegungen für das Übergeben der Maschen ausführt.

Im hinteren Schloß (vgl. Fig. 9H) wird die an der Selektionsstelle H ausgewählte Jacquardplatine 5 aufgrund des schwenkbaren Schloßteils 95 und damit die zugehörige Hebe- Schiebeplatine 2 so weit ausgetrieben, daß der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 von einem Schloßteil 96 erfaßt wird. Die Hebe- Schiebeplatine 2 wird dabei so weit ausgetrieben, daß der Vorsprung 16 an dem dem Nadelbettkamm 4 abgewandten Ende der Federschaftnadel 10 auf den Hebeteil 14 der Hebe-Schiebeplatine 2 aufgleitet und am Nadelanschlag 15 der Hebe- Schiebeplatine 2 anliegt, wie dies aus Fig. 1 ersichtlich ist. Dadurch wird der Federschaftfuß 12 angehoben und in Tätigkeit gebracht. Ab der Schlittenposition 73 wird der Hebe-Schiebeplatinenfuß 3 von einem Schloßteil 97 erfaßt, der die Hebe-Schiebeplatine 2 und damit auch die Federschaftnadel 10 für die Maschenübernahme austreibt. Ein Schloßteil 98 bewirkt den Abzug der Federschaftnadel 10. Die Hebe-Schiebeplatine 2 wird von einem Schloßteil 100 in die Ausgangsstellung gebracht. Bereits zuvor wurde die Jacquardplatine 5 durch das Abgleiten des vorderen Jacquardplatinenfußes 8 an einem Schloßteil 99 in die Grundstellung abgezogen.

Die vorliegende Erfindung wurde anhand bevorzugter Ausführungsbeispiele erläutert. Dem Fachmann sind jedoch zahlreiche Ausgestaltungen und Abwandlungen möglich, ohne daß dadurch der Erfindungsgedanke verlassen wird. Während im vorliegenden Fall die Strick- und Umhängebereiche in einem Schloß untergebracht sind, ist es gegebenenfalls auch möglich, hierfür getrennte Schlösser bzw. Schloßbereiche vorzusehen.


Anspruch[de]
  1. 1. Flachstrickmaschine mit Nadelkanälen aufweisenden Nadelbetten, in den Nadelkanälen eingelegten Federschaftnadeln und wenigstens einem Strick- und/oder Umhängeschloß, dadurch gekennzeichnet, daß Hebe-Schiebeplatinen (2) zum Anheben und Absenken der Federschäfte (11) und zum Verschieben der Federschaftnadeln (10) vorgesehen sind.
  2. 2. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebe-Schiebeplatinen (2) einen Nadelanschlag (15) aufweisen, an dem sich das dem Nadelbettkamm (7) abgewandte Ende des angehobenen Federschaftes (11) beim Verschieben abstützt.
  3. 3. Flachstrickmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebe-Schiebeplatine (2) eine Ausnehmung aufweist, in der ein am Federschaft (11) vorgesehener Vorsprung (16) nach dem Hebevorgang eingreift.
  4. 4. Flachstrickmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Hebe-Schiebeplatine (2) wenigstens zwei Hebestellungen aufweist.
  5. 5. Flachstrickmaschine nach einem der vorgehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Strick- und/oder Umhängeschloß ein Schloßteil aufweist, das die Federschaftnadel am Austreiben hindert, wenn die Hebe- Schiebeplatine (2) den Federschaft (11) der Federschaftnadel (10) anhebt.






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