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Dokumentenidentifikation DE4034067A1 23.05.1991
Titel Spinn- oder Zwirnspindel
Anmelder Stahlecker, Fritz, 7347 Bad Überkingen, DE;
Stahlecker, Hans, 7334 Süßen, DE
Erfinder Stahlecker, Gerd, 7322 Eislingen, DE;
Braxmeier, Hans, 7334 Süßen, DE
Vertreter Wilhelm, H., Dr.-Ing.; Dauster, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 26.10.1990
DE-Aktenzeichen 4034067
Offenlegungstag 23.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.05.1991
IPC-Hauptklasse D01H 7/10
Zusammenfassung Bei einer Spinn- oder Zwirnspindel mit einem Spindelschaft, der mittels eines Halslagers und eines Fußlagers in einem Spindellagergehäuse gelagert ist, wird vorgesehen, daß zwischen dem Spindellagergehäuse und einem das Spindellagergehäuse mit Abstand umgebenden Gehäuse ein Verbindungselement im Bereich des Fußlagers angeordnet ist, das als eine Diskontinuitätsstelle für einen Körperschallfluß ausgebildet ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spinn- oder Zwirnspindel mit einem Spindelschaft, der mittels eines Halslagers und eines Fußlagers in einem Spindellagergehäuse gelagert ist, für das eine im Bereich des Fußlagers angreifende, im wesentlichen radial zur Spindelachse federelastisch nachgiebige Halterung vorgesehen ist.

Bei einer bekannten Spinn- oder Zwirnspindel der eingangs genannten Art (EP-A 02 09 799) besteht die Halterung aus einer an dem Spindellagergehäuse im Bereich des Fußlagers angebrachten Hülse und einer in axialem Abstand dazu angeordneten, das Spindellagergehäuse mit Abstand umgebenden Hülse, die zur Befestigung an einer Spindelbank dient. Zwischen den beiden Hülsen ist ein Kranz von axial verlaufenden, in gleichmäßigem Abstand angeordneten Biegefederstäben vorgesehen. Dadurch soll erreicht werden, daß sich das Spindellagergehäuse bezüglich der Spindelachse nur radial auslenken läßt.

Um die Laufgeräusche von Spinn- oder Zwirnspindeln zu verringern, ist es auch bekannt (DE-A 36 20 497), das Spindellagergehäuse mittels gummielastischer Dämpfungselemente an einer Spindelbank anzubringen. Damit läßt sich zwar eine Verringerung der Geräuschbildung erreichen, jedoch ist dies mit anderen, funktionellen Nachteilen verbunden. Ein wesentlicher Nachteil besteht darin, daß die Gefahr besteht, daß das gummielastische Dämpfungselement bei einseitiger Belastung, wie sie insbesondere bei einem Tangentialriementrieb für die Spindeln vorhanden ist, mit der Zeit mehr und mehr nachgibt, so daß sich die Spindel schief stellt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spinn- oder Zwirnspindel der eingangs genannten Art so auszubilden, daß eine deutliche Verringerung der Laufgeräusche erhalten wird.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß zwischen dem Spindellagergehäuse und einem das Spindellagergehäuse mit Abstand umgebenden Gehäuse ein Verbindungselement angeordnet ist, das als eine Diskontinuitätsstelle für einen Körperschallfluß ausgebildet ist.

Die Erfindung geht dabei zunächst von der Erkenntnis aus, daß die wesentliche Ursache für die Laufgeräusche in dem üblicherweise Wälzkörper enthaltenden Halslager liegt. Auch wenn das Halslager eine hohe Formgenauigkeit aufweist und nur ein geringes Spiel im Bereich des Halslagers eingehalten wird, lassen sich kleine Abweichungen der Lauffläche nicht vermeiden, die dazu führen, daß die Wälzkörper und damit auch das Spindellagergehäuse in Schwingungen versetzt werden. Diese Schwingungen werden dann in einem sogenannten Körperschallfluß auf andere Maschinenelemente übertragen, die größere schwingfähige Oberflächen aufweisen und entsprechend die Geräuschbildung erhöhen. Durch die Diskontinuitätsstelle wird erreicht, daß der Körperschallfluß wesentlich reduziert wird, so daß Schwingungen des Spindellagergehäuses nur in wesentlich reduziertem Maße auf andere Maschinenelemente und insbesondere die Spindelbank übertragen werden. Die Laufgeräusche werden somit im wesentlichen auf das Spindellagergehäuse als Geräuschquelle reduziert. Darüber hinaus wirkt das Gehäuse, das das Spindellagergehäuse mit Abstand umgibt, als eine Geräusch-Abschirmung. Auf diese Weise läßt sich eine wirksame Geräuschverminderung erzielen, ohne daß gummielastische Elemente als Halterungen zwischen dem Spindellagergehäuse und der Spindelbank vorgesehen werden müssen. Derartige Dämpfungsmittel, die zusätzlich vorgesehen werden können, können daher ausschließlich für ihre Funktion der Dämpfung ausgelegt werden, ohne daß sie Haltekräfte ausüben müssen, um die Spindel in ihrer Position zu halten.

Bei einer bekannten Bauart (DE-C 27 49 389) ist ein Lagergehäuse vorgesehen, das ein Halslager und ein vollständiges Fußlager (sowohl ein radiales Lagerelement als auch ein axiales Lagerelement) aufnimmt und somit die gesamte Spindel auch in axialer Richtung hält. Das Lagergehäuse ist bei dieser Bauart dicht unterhalb des Halslagers an dem oberen Ende eines Zwischenrohres angebracht, das das Lagergehäuse in dem übrigen Bereich mit Abstand umgibt. Das Zwischenrohr ist unterhalb des Fußlagers mit seinem unteren Ende über ein Verbindungselement mit dem unteren Ende eines äußeren Lagergehäuses verbunden, das mit Mitteln zum Befestigen an einer Spindelbank versehen ist und das das Zwischenrohr mit Abstand umgibt. Bei einem Ausführungsbeispiel weist das Bodenteil eine Einschnürung auf, um einen auf Biegen federelastischen Bereich zu schaffen. Die Zwischenräume zwischen Lagergehäuse und Zwischenrohr einerseits sowie zwischen dem Zwischenrohr und dem äußeren Lagergehäuse stehen über Öffnungen miteinander in Verbindung und sind mit Öl gefüllt, dessen Niveau sich über die halbe Höhe des äußeren Lagergehäuses erstreckt. Mit Hilfe dieses Öls sollen Schwingungen der Spindel gedämpft werden, so daß die Laufqualität der Spindel verbessert werden soll. Maßnahmen zur Schallreduzierung sind bei dieser Spindel nicht vorgesehen. Die vorhandene Einschnürung in dem Verbindungselement wirkt nicht als eine Diskontinuitätsstelle, durch die die Körperschallübertragung in nennenswerten Umfang eingeschränkt wird. Dies liegt darin begründet, daß der Zwischenraum zwischen dem Zwischenrohr und dem Außenrohr auch im Bereich der Einschnürung durch Öl ausgefüllt ist, so daß über dieses Öl eine Körperschallübertragung erfolgt.

Bei einer ersten Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Verbindungselement einen Materialquerschnitt aufweist, der von dem Materialquerschnitt des Spindellagergehäuses verschieden ist. Dieser Unterschied in dem Materialquerschnitt hemmt den Körperschallfluß. Dabei ist die hemmende Wirkung um so größer, je größer der Unterschied ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Verbindungselement aus einem Material hergestellt ist, dessen Elastizitätsmodul von dem Elastizitätsmodul des Materials des Spindellagergehäuses und/oder des umgebenden Gehäuses verschieden ist. Auch dieser Unterschied bezüglich des Elastizitätsmoduls der beiden Materialien führt zu einer Behinderung des Körperschallflusses, wobei auch hier die Behinderung um so größer ist, je größer der Unterschied ist.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Verbindungselement ein in axialer Verlängerung des Spindellagergehäuses angeordnetes, im wesentlichen radial zur Spindelachse nachgiebiges Federelement enthält. Dieses Federelement kann als Diskontinuitätsstelle wirken, wobei es einerseits im Verhältnis zum Spindellagergehäuse einen geringen Materialquerschnitt und andererseits einen deutlich erhöhten Elastizitätsmodul aufweisen kann, so daß eine besonders wirksame Diskontinuitätsstelle geschaffen wird.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das Verbindungselement ein in axialer Verlängerung des Spindellagergehäuses angeordneter Bolzen ist, der mit dem Spindellagergehäuse und dem umgebenden Gehäuse verbunden ist und eine zwischen den Verbindungsstellen befindliche freie Länge besitzt. Ein derartiger Bolzen kann in relativ einfacher Weise so bemessen werden, daß er mit Sicherheit die auftretenden Kräfte aufnehmen kann, während er andererseits eine sehr wirksame Diskontinuitätsstelle bildet.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß das umgebende Gehäuse eine hülsenartige Gestalt aufweist und mit Mitteln zum Befestigen an einer Spindelbank versehen ist. Jedes Spindellagergehäuse ist bei dieser Ausgestaltung mit einem eigenen Gehäuse umgeben.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgesehen, daß mehrere in einer Reihe angeordnete Spindellagergehäuse innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses untergebracht sind. Bei einer vorteilhaften Ausgestaltung dieser Weiterbildung wird vorgesehen, daß das gemeinsame Gehäuse die Spindelbank ist. Dadurch läßt sich der Aufwand etwas reduzieren, da als umgebendes Gehäuse ein in der Regel ohnehin vorhandenes Bauteil mit verwendet werden kann.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsformen und den Unteransprüchen.

Fig. 1 zeigt einen Axialschnitt durch eine erfindungsgemäße Spinn- oder Zwirnspindel, deren Spindellagergehäuse über ein sich in seiner axialen Verlängerung erstreckendes Verbindungselement mit einem umgebenden Gehäuse verbunden ist,

Fig. 2 einen Teilschnitt durch eine Spinn- oder Zwirnspindel ähnlich Fig. 1 mit einer abweichenden Ausführungsform für das Verbindungselement,

Fig. 3 einen Teilschnitt ähnlich Fig. 2 mit einer weiteren Ausführungsform für das Verbindungselement,

Fig. 4 einen Axialschnitt durch eine weitere Ausführungsform, bei welcher zusätzlich zwischen dem Spindellagergehäuse und dem umgebenden Gehäuse ein Dämpfungselement angeordnet ist,

Fig. 5 einen Axialschnitt durch eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Spinn- oder Zwirnspindel und

Fig. 6 einen Schnitt durch eine Spindelbank, bei welcher die Spindelbank als ein mehrere Spindellagergehäuse umgebendes Gehäuse dient.

Die in Fig. 1 dargestellte Spinn- oder Zwirnspindel (1), die in üblicher Weise vertikal angeordnet wird, besitzt einen Spindelschaft (2), der in einem Spindellagergehäuse (3) mittels eines Halslagers (4) und eines Fußlagers (5) gelagert ist. Halslager (4) und Fußlager (5) sind in bekannter Weise ausgebildet. Das Halslager (4) ist als ein Rollenlager ausgeführt, dessen Rollen innen unmittelbar auf den Spindelschaft (2) und außen auf einem Lageraußenring laufen, der in das Spindellagergehäuse (3) eingesetzt ist. Das Fußlager (5) ist zweiteilig ausgebildet. Es besitzt eine zur Radiallagerung dienende Lagerbüchse, die in nicht näher dargestellter Weise von einer im Inneren des Lagergehäuses (6) untergebrachten Zentrierhülse gehalten ist. Das Ende des Spindelschaftes stützt sich in axialer Richtung auf einem Spurlager ab, der beispielsweise von dem Boden (7) des Lagergerhäuses (3) gebildet wird. Dieser Boden (7) ist einstückig mit dem Lagergehäuse (3) ausgebildet. Es kann jedoch auch ein in das Lagergehäuse (3) eingesetzter Einsatz sein.

In axialer Verlängerung des Spindellagergehäuses (3) ist in den mit einer Axialbohrung versehenen Boden (7) ein Bolzen (8) eingepreßt. Der Bolzen (8) dient als ein Verbindungselement zwischen dem Spindellagergehäuse (3) und einem Gehäuse (9), das das Spindellagergehäuse (3) mit Abstand umgibt, so daß eine umlaufende Ringkammer (11) belassen ist. Der Bolzen (8) ist mit seinem dem Boden (7) des Spindellagergehäuses (3) abgewandten Ende in den Boden (10) des Gehäuses (9) eingepreßt. Dabei ist zwischen dem Spindellagergehäuse (3), d. h. ihrem Boden (7), und dem umgebenden Gehäuse (9), d. h. dessen Boden (10), eine freie Länge (a) des Bolzens (8) vorhanden.

Das das Spindellagergehäuse (3) umgebende Gehäuse (9) ist im Bereich seines oberen Endes, d. h. im Bereich des Halslagers (4), an einer Spindelbank (12) befestigt. Zwischen einer auf ein Außengewinde des Gehäuses (9) aufgeschraubten Mutter (13) und einem Ringbund sind zwei Ringscheiben (14, 15) angeordnet, die die Spindelbank (12) zwischen sich aufnehmen. Die einander zugewandten Stirnflächen der Ringscheiben (14, 15) weisen eine Abweichung um einen kleinen Winkel zur Radialen zur Spindelachse auf. Dadurch ist es möglich, die gesamte Spinn- oder Zwirnspindel (1) durch gegenseitiges Verdrehen der Ringscheiben (14, 15) in der Neigung zur Lotrechten zu justieren. An dem Spindellagergehäuse (3) ist ein Deckel (16) befestigt, der das obere Ende des Gehäuses (9) umgreift und der den direkten Schallaustritt vom Bereich des Halslagers (4) nach oben abschirmt. In einer Ringnut des Gehäuses (9) ist ein Dichtungsring (17), beispielsweise O-Ring eingesetzt, der die Ringkammer (11) nach außen abdichtet. An dem Spindelschaft (2) ist in bekannter Weise ein Antriebswirtel befestigt, gegen den ein den Spindelschaft antreibender Tangentialriemen anläuft. Bei einer gegenüber Fig. 1 abgewandelten Ausführungsform ist vorgesehen, daß der mit dem Spindelschaft drehfest verbundene Antriebswirtel das Halslager (4) umgreift. In diesem Fall ist vorgesehen, daß das Gehäuse (9) in seiner Höhe verkürzt ist, so daß der Bereich des Halslagers (4) oberhalb der Spindelbank (12) zu liegen kommt.

Wie aus Fig. 1 zu ersehen ist, ist das Spindellagergehäuse (3) gegenüber der Spindelbank (12) ausschließlich über den in seinen Boden (7) eingesetzten Bolzen (8) und über diesen mittels des geschlossenen, das Spindellagergehäuse (3) umgebenden Gehäuses (9) an der Spindelbank (12) befestigt. Wie schon erwähnt wurde, ist das Halslager (4) die wesentliche Quelle für Laufgeräusche einer derartigen Spinn- oder Zwirnspindel. Die Abrollbewegungen des Halslagers (4) führen Schwingungen des Lagergehäuses (3), die eine Geräuschbildung verursachen. Aufgrund des umgebenden Gehäuses (9) werden diese Geräusche, die von dem Lagergehäuse (3) sonst abgestrahlt würden, weitgehend abgeschirmt.

Um das Abstrahlen der Geräusche vom Spindellagergehäuse (3) weiter zu reduzieren und sein Eigenschwingverhalten zu beeinflussen, ist dieses außen mit Kunststoff beschichtet. Des weiteren wird die Übertragung der Schwingungen des Spindellagergehäuses (3) auf das Gehäuse (9) und die Spindelbank (12) weitgehend reduziert, so daß die Geräuschbildung insgesamt wesentlich eingeschränkt wird. Versuche haben ergeben, daß bei einer Gruppe von Spindeln eine Geräuschreduzierung von 5 bis 6 db (A) erreicht werden konnte. Der Körperschallfluß von dem Spindellagergehäuse (3) zur Spindelbank (12) wird dadurch verringert, daß eine Diskontinuitätsstelle (19) im Bereich des Bolzens (8) vorgesehen wird. Diese Diskontinuitätsstelle (19) im Bereich der freien Länge (a) des Bolzens (8) hat eine erste Diskontinuität im Bereich des Übergangs vom Boden (7) des Spindellagergehäuses (3) zu dem Bolzen (8) und eine zweite Diskontinuität im Bereich des Übergangs von dem Bolzen (8) zu dem Boden (10) des umgebenden Gehäuses (9). Die erste Diskontinuität wird im wesentlichen durch unterschiedliche Materialquerschnitte zwischen dem Boden (7) und dem Bolzen (8) erhalten, wobei der Materialquerschnitt des Bolzens (8) etwa in der Größenordnung von der Hälfte des Materialquerschnittes des Bodens (7) liegen sollte. Die zweite Diskontinuität wird zum einen ebenfalls durch unterschiedliche Materialquerschnitte erhalten, d. h. durch Unterschiede in den Materialquerschnitten des Bolzens (8) und des Bodens (10), wobei der Boden (10) des Gehäuses (9) einen Materialquerschnitt aufweist, der das 2- oder Mehrfache desjenigen des Bolzens (8) besitzt. Darüber hinaus wird diese Diskontinuität dadurch verbessert, daß das Gehäuse (9) und der Bolzen (8) aus Materialien mit sehr unterschiedlichem Elastizitätsmodul hergestellt sind. Der Bolzen (8) besteht aus einem hochfesten Federstahl mit einem entsprechend hohen Elastizitätsmodul. Das Gehäuse (9) wird dagegen bevorzugt aus Grauguß hergestellt und hat daher einen wesentlich niedrigeren Elastizitätsmodul. Bei den erwähnten praktischen Versuchen wurden die guten Ergebnisse mit einem Bolzen (8) erzielt, der eine freie Länge (a) von 2 bis 8 mm und einen Durchmesser von 6 mm aufwies. Dabei ist es auch vorteilhaft, daß die Wandstärke des Gehäuses (9) gegenüber der Stärke der Wandung (6) des Lagergehäuses (3) ein Vielfaches beträgt, bei dem Ausführungsbeispiel etwa das 4- bis 5fache.

Insgesamt kann die Spindelbank (12) um einen kleinen Winkel (α) zur Bedienungsseite hin schiefgestellt sein, um elastische Verformungen der Spindel aufgrund des Riemendruckes zu kompensieren. Zweckmäßigerweise wird die Spindelbank (12) derart im Maschinengestell gehalten, daß die Schiefstellung einstellbar ist.

Die Ausführungsform nach Fig. 2 ist im Prinzip entsprechend der Ausführungsform nach Fig. 1 aufgebaut. In den Boden (7) des nicht dargestellten Spindellagergehäuses ist ein Bolzen (22) eingepreßt, der mit einer freien Länge aus dem Boden (7) herausragt und anschließend mit einem Flansch (23) versehen ist. Mit diesem Flansch (23) ist der Bolzen (22) in das Gehäuse (20) eingepreßt, das hülsenartig das nicht dargestellte Spindellagergehäuse umgibt. Das Gehäuse (20) ist nach unten durch einen Boden (21) verschlossen, der an das Gehäuse (20) angeschraubt oder angeschweißt ist.

Auch die Ausführungsform nach Fig. 3 entspricht im Prinzip der Ausführungsform nach Fig. 1. Bei dieser Ausführungsform wird die Diskontinuitätsstelle (19) von einem bolzenartigen Teil (25) gebildet, der einteilig an den Boden (24) des Spindellagergehäuses (3) angeformt ist, der seinerseits einteilig mit dem darüber befindlichen hülsenförmigen Teil hergestellt ist. Als Material wird zweckmäßig ein hochfester Automatenstahl vorgesehen. Der bolzenförmige Teil (25) geht in einen in das Ende des Gehäuses (20) eingepreßten Flansch über. Bei dem Ausführungsbeispiel ist der Flansch auch einteilig noch mit einem Boden (26) ausgebildet ist, der das Gehäuse (20) verschließt. Der Boden (26) ist mit dem Gehäuse (20) verschweißt.

Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 4 ist das Spindellagergehäuse (35) über einen eine Diskontinuitätsstelle (19) bildenden Bolzen (8) an dem Boden eines das Spindellagergehäuse (35) umgebenden Gehäuses (28) befestigt. Zwischen dem Spindellagergehäuse (35) und der Innenwandung des umgebenden Gehäuses (28) ist eine Dämpfungsspirale (37) angeordnet. Bei dieser Ausführungsform wird als Dämpfungsmaterial ein Fett (31) zwischen das umgebende Gehäuse (28) und das Spindellagergehäuse (35) eingefüllt.

Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 5 ist zwischen einem Spindellagergehäuse (3) und einem es mit einem Abstand unter Belassung einer Ringkammer umgebenden Gehäuse (38) eine Diskontinuitätsstelle (19) vorgesehen. Diese Diskontinuitätsstelle (19) befindet sich zwischen dem unteren Ende des Spindellagergehäuses (3) und dem unteren Ende des Gehäuses (38). Die Verbindung zwischen dem Spindellagergehäuse (3) und dem umgebenden Gehäuse (38) erfolgt über ein topfförmiges Federelement (40) , das in einem mittleren, flachen Bereich mit einer Schraube (41) an dem Boden des Spindellagergehäuses (3) angebracht ist. Dieser mittlere Bereich wird von einem ringwulstartigen Bereich umgeben, der in einen Flanschbereich übergeht, der mit seinen Rändern den unteren Rand des Gehäuses (38) umgreift. Der flanschartige Bereich ist mit einer Überwurfmutter (42) an dem unteren Ende des Gehäuses (38) befestigt. Das Federelement (40) bildet somit den Boden des hülsenförmigen Gehäuses (38). Das Gehäuse (38) ist von unten durch eine Spindelbank (12) hindurchgesteckt und mittels einer auf ein Außengewinde des Gehäuses (38) aufgeschraubten Mutter (39) gesichert. Nach oben wird das Gehäuse (38) durch einen Deckel (32) abgedeckt, der an dem Spindellagergehäuse (3) befestigt ist.

Auch bei der Ausführungsform nach Fig. 6 ist vorgesehen, daß das Spindellagergehäuse (3) über eine Diskontinuitätsstelle (19), die im wesentlichen von einem Bolzen (8) gebildet ist, an einer Spindelbank (44) befestigt ist. Die Spindelbank (44) besitzt ein rohrförmiges Profil, so daß sie in der Art eines Kanals mehrere in einer Reihe hintereinander angeordnete Lagergehäuse von Spinn- oder Zwirnspindeln umgibt. Der an dem Boden des Spindellagergehäuses (3) in bereits geschilderter Weise, beispielsweise entsprechend Fig. 1, angebrachte Bolzen (8) ist an dem Boden (46) der Spindelbank (44) befestigt. Das Spindellagergehäuse (3) ragt durch eine Bohrung (43) der Oberseite nach außen heraus, die einen ausreichenden radialen Abstand zu dem Spindellagergehäuse (3) einhält. Diese Bohrung (43) ist durch einen an dem Spindellagergehäuse (3) angebrachten Deckel (32) abgedeckt.

Es wird noch einmal darauf aufmerksam gemacht, daß bei allen praktischen Ausführungsformen, bei denen ein Antrieb mittels eines Riemen vorgesehen wird, das Spindellagergehäuse (3, 35) über das umgebende Gehäuse (9, 20, 28, 38, 44) herausragt, so daß das Halslager (4) außerhalb des Gehäuses liegt. In dem Bereich des Halslagers (4) befindet sich dann in der Regel ein Antriebswirtel, der das Spindellagergehäuse umgreift und der mit dem Spindelschaft (2) drehfest verbunden ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Spinn- oder Zwirnspindel mit einem Spindelschaft, der mittels eines Halslagers und eines Fußlagers in einem Spindellagergehäuse gelagert ist, für das eine im Bereich des Fußlagers angreifende, im wesentlichen radial zur Spindelachse federelastisch nachgiebige Halterung vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Spindellagergehäuse (3, 35) und einem dieses Spindellagergehäuse mit Abstand umgebenden Gehäuse (9, 20, 28, 38, 44) ein Verbindungselement (8; 22, 23; 24, 25, 26; 40) angeordnet ist, das als eine Diskontinuitätsstelle (19) für einen Körperschallfluß ausgebildet ist.
  2. 2. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (8; 22, 23; 24, 25, 26) einen Materialquerschnitt aufweist, der von dem Materialquerschnitt des Spindellagergehäuses (3, 35) und/oder des umgebenden Gehäuses (9, 20, 28, 38, 44) verschieden ist.
  3. 3. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (8; 22, 23; 24, 25, 26) aus einem Material hergestellt ist, dessen Elastizitätsmodul von dem Elastizitätsmodul des Materials des Spindellagergehäuses (3, 35) und/oder des umgebenden Gehäuses (9, 20, 28, 38, 44) verschieden ist.
  4. 4. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (8; 22, 23; 24, 25; 40) ein in axialer Verlängerung des Spindellagergehäuses (3, 35) angeordnetes, im wesentlichen radial zur Spindelachse nachgiebiges Federelement enthält.
  5. 5. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement ein in axialer Verlängerung des Spindellagergehäuses (3, 35) angegeordneter Bolzen (8, 22, 25) ist, der mit dem Spindellagergehäuse und dem umgebenden Gehäuse (9, 20, 28, 44) verbunden ist und eine zwischen den Verbindungsstellen befindliche freie Länge (a) besitzt.
  6. 6. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (25) einteilig an das Spindellagergehäuse (3) angeformt ist.
  7. 7. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Bolzen (8, 22, 25) eine freie Länge (a) von etwa 2 mm bis 8 mm und einen Durchmesser von etwa 6 mm aufweist.
  8. 8. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Verbindungselement ein topfartiges Federelement (40) enthält, das als Verschluß für den Boden des umgebenden Gehäuses (38) dient.
  9. 9. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das umgebende Gehäuse (9, 20, 28, 38) eine hülsenartige Gestalt aufweist und mit Mitteln zum Befestigen an einer Spindelbank (12) versehen ist.
  10. 10. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel (13, 14, 15; 29, 33; 39) in der Nähe des Halslagers (4) an dem Gehäuse (9, 28, 38) angeordnet sind.
  11. 11. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Spindellagergehäuse (3, 35) eine Abdeckung (16, 32, 34) für das Gehäuse (9, 28, 38, 44) angebracht ist.
  12. 12. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in der Nähe des Halslagers (4) zwischen dem Spindellagergehäuse (3) und dem umgebenden Gehäuse (9) ein elastisches Dichtungselement (17) angeordnet ist.
  13. 13. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Spindellagergehäuse (35) und dem umgebenden Gehäuse (28) ein Dämpfungselement (37) angeordnet ist.
  14. 14. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere in einer Reihe angeordnete Spindellagergehäuse (3) innerhalb eines gemeinsamen Gehäuses (44) untergebracht sind.
  15. 15. Spinn- oder Zwirnspindel nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß das gemeinsame Gehäuse eine Spindelbank (44) ist.
  16. 16. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß das ein oder mehrere Spindellagergehäuse (3, 35) umgebende Gehäuse (9, 20, 28, 38, 44) eine Wandstärke aufweist, die ein Mehrfaches der Wandstärke des Spindellagergehäuses (3, 35) aufweist.
  17. 17. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß das Spindellagergehäuse (3) außen mit Kunststoff beschichtet ist.
  18. 18. Spinn- oder Zwirnspindel nach einem der Ansprüche 1 bis 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Spindelbank (12) gegenüber der Horizontalen geringfügig schiefgestellt ist.






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