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Dokumentenidentifikation DE3932586A1 29.05.1991
Titel Spitzer
Anmelder Möbius & Ruppert, 8520 Erlangen, DE
Erfinder Fischer, Ernst, 8521 Bräuningshof, DE
Vertreter Louis, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., 8183 Rottach-Egern; Pöhlau, C., Dipl.-Phys., 8500 Nürnberg; Lohrentz, F., Dipl.-Ing., 8130 Starnberg; Segeth, W., Dipl.-Phys., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 29.09.1989
DE-Aktenzeichen 3932586
Offenlegungstag 29.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.05.1991
IPC-Hauptklasse B43L 23/00
Zusammenfassung Es wird ein Spitzer (10) mit einem Gehäuse (16) und einem Schneidmesser (20) beschrieben, wobei das Messer (20) in einer im Gehäuse (16) vorgesehenen Ausnehmung (32) zwischen einer Auflagefläche (24) und einem Widerlager (26, 30) angeordnet und festgeklemmt ist. Das Gehäuse (16) ist mit einer Kernöffnung (46) ausgebildet, das in die Auflagefläche (24) des Gehäuses (16) einmündet. Das Widerlager (26, 30) ist über der Kernöffnung (46) vorgesehen und weist in Projektion auf die Kernöffnung (46) eine Grundflächengestalt auf, die kleiner ist als die Querschnittsform der Kernöffnung (46).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Spitzer mit einem eine kegelförmige Einführöffnung für einen zu spitzenden Stift aufweisenden Gehäuse und mit einem an der Einführöffnung angeordneten Messer, das in einer im Gehäuse vorgesehenen Ausnehmung zwischen einer Auflagefläche und einem Widerlager angeordnet ist, wobei das Messer zwischen der Auflagefläche und dem Widerlager festgeklemmt ist und das Widerlager im Vergleich zur Auflagefläche eine kleine Anlagefläche aufweist, das Widerlager in der Nachbarschaft der Messerschneide des Schneidmessers am Schneidmesser anliegt, das Widerlager mittels eines Verbindungsabschnittes auf der von der Messerschneide abgewandten Seite mit der Auflagefläche einstückig verbunden ist, und der Verbindungsabschnitt vom Schneidmesser einen Abstand aufweist, nach Patent 38 12 252.

Zur Herstellung des Gehäuses dieses bekannten Spitzers sind bei einem Formwerkzeug Kerne erforderlich, wobei insbes. der zur Ausbildung der Ausnehmung für das Schneidmesser bzw. zur Ausbildung des Innenraumes des Verbindungsabschnittes erforderliche Kerne relativ kleine Querschnittsabmessungen aufweist. Die Herstellung dieses Spitzers kann bezüglich Takt- bzw. Ausstoßzeit noch Wünsche offen lassen.

Deshalb liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Spitzer der oben genannten Art so zu verbessern, daß das zu seiner Herstellung zur Anwendung gelangende Formwerkzeug vergleichsweise einfach und mit vergleichsweise kompakten bzw. formstabilen Kernen ausgebildet sein kann, so daß eine Spitzerherstellung innerhalb kurzer Taktzeiten realisierbar ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Gehäuse des Spitzers mit einer Kernöffnung ausgebildet ist, das in die Auflagefläche einmündet, und daß das Widerlager über der Kernöffnung vorgesehen ist und in Projektion auf der Kernöffnung eine Grundflächengestalt aufweist, die kleiner ist als die Querschnittsform der Kernöffnung. Durch eine solche Ausbildung des Spitzers bzw. seines Gehäuses ist es einfach möglich, das am Gehäuse zum Festklemmen eines Schneidmessers ausgebildete Widerlager mit im Formwerkzeug vorgesehenen Kernen zu realisieren, die mit einem relativ großen Querschnitt und somit vergleichsweise stabil ausgebildet sein können. Mit einem der Kerne des Formwerkzeugs wird das in die Auflagefläche für das Schneidmesser einmündende Kernöffnung hergestellt. Der diesem ersten Kern axial gegenüberliegende zweite Kern dient zur Ausbildung der der Kernöffnung gegenüberliegenden Oberseite des Widerlagers. Dadurch, daß die Querschnittsform der Kernöffnung größer ist als die Grundflächengestalt des Widerlagers, ist es möglich, daß die beiden Kerne in der Spritzstellung des Formwerkzeugs zur Herstellung des Spitzergehäuses entlang eines Flächenabschnittes eng aneinander anliegen, der der Differenz zwischen der Querschnittsform der Kernöffnung und der Grundflächengestalt des Widerlagers entspricht. Infolge eines solchermaßen ausgebildeten Formwerkzeugs ist es möglich, den erfindungsgemäßen Spitzer innerhalb vergleichsweise kurzer Taktzeiten mit wunschgemäß kleinen Abmessungstoleranzen herzustellen, wobei der Produktionsausschuß vernachlässigbar gering ist. Gleichzeitig ergibt sich auf diese Weise ein Spitzergehäuse, in dessen Ausnehmung, d. h. zwischen dessen Auflagefläche und Widerlager ein Schneidmesser sicher festklemmbar ist, auch wenn das Schneidmesser gewisse Abmessungstoleranzen besitzt.

Als zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Querschnittsform der Kernöffnung und die Grundflächengestalt des Widerlagers aneinander mindestens annähernd konform angepaßt sind, wobei in Projektion auf die Kernöffnung zwischen dem Widerlager und dem Rand der Kernöffnung ein Spalt gegeben ist. Die Kernöffnung weist vorzugsweise eine trapezförmige Querschnittsform und das Widerlager weist vorzugsweise eine ähnlich trapezförmige Grundflächengestalt auf. Selbstverständlich wäre es auch möglich, die Kernöffnung mit einer beliebigen anderen Querschnittsform, z. B. mit einer dreieckigen, halbkreisförmigen oder beliebig anders geformten Querschnittsgestalt und das Widerlager mit einer entsprechend konformen Grundflächengestalt etwas kleinerer Abmessungen zu realisieren.

Um auch bei größeren Abmessungstoleranzen eines Fertigungsloses an Schneidmessern eine sichere Festklemmung eines Schneidmessers in der Ausnehmung des Spitzergehäuses zu gewährleisten, ist es vorteilhaft, wenn die Auflagefläche auf der von der Messerschneide abgewandten Rückseite durch einen Vorsprung begrenzt ist, der durch die Kernöffnung in zwei Teilvorsprünge unterteilt ist, an denen das Messer mit seiner von der Messerschneide abgewandten Rückenschmalfläche anliegt. Durch eine solche Ausbildung ergibt sich eine Anlage des Schneidmessers mit seiner Unterseite an der Auflagefläche, mit seiner Rückenschmalfläche am Vorsprung bzw. an den beiden Teilvorsprüngen, sowie mit seiner Oberseite an der im Vergleich zur Auflagefläche kleinen Anlagefläche des Widerlagers, wobei das Schneidmesser zwischen der Auflagefläche und der Anlagefläche festgeklemmt wird.

Die Anlagefläche des Widerlagers ist vorzugsweise an dem der Messerschneide zugewandten vorderen Endabschnitt des Widerlagers ausgebildet. Sie ist mit Hilfe des weiter oben erwähnten ersten Kerns des Formwerkzeugs zur Herstellung des erfindungsgemäßen Spitzergehäuses problemlos realisierbar.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines in der Zeichnung in einem stark vergrößerten Maßstab dargestellten Ausführungsbeispieles des erfindungsgemäßen Spitzers. Es zeigt:

Fig. 1 eine Ansicht des Spitzers von oben, und

Fig. 2 einen Schnitt entlang der Schnittlinie II-II in Fig. 1.

Die Figuren zeigen einen Spitzer 10 mit einem Gehäuse 16 und einem Schneidmesser 20, das in einer dafür vorgesehenen Ausnehmung 32 des Gehäuses 16 festgelegt ist. Zu diesem Zweck ist das Gehäuse 16 mit einer Auflagefläche 24 ausgebildet, an der das Schneidmesser 20 mit seiner Unterseite 44 anliegt. Das Gehäuse 16 ist mit einem Verbindungsabschnitt 26 ausgebildet, der vom Schneidmesser 20 bzw. seiner Oberseite 41 beabstandet ist und der mit einer Anlagefläche 30 versehen ist, mit der der Verbindungsabschnitt 26 gegen das Schneidmesser 20 bzw. seine Oberseite 41 gedrückt wird.

Das Gehäuse 16 des Spitzers 10 ist mit einer Kernöffnung 46 ausgebildet, das in die Auflagefläche 24 einmündet. Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, weist das Widerlager 26, das über der Kernöffnung 46 ausgebildet ist, in Projektion auf der Kernöffnung 46 eine Grundflächengestalt auf, die kleiner ist als die Querschnittsform der Kernöffnung, so daß sich zwischen dem Rand 48 des Widerlagers 26 und dem Rand 50 der Kernöffnung 46 ein Spalt 52 ergibt.

Die Auflagefläche 24 des Spitzergehäuses 16 ist auf der von der Messerschneide 34 des Schneidmessers 20 abgewandten Rückseite durch einen Vorsprung 40 begrenzt, an dem das Schneidmesser 20 mit seiner von der Messerschneide 34 abgewandten Rückenschmalfläche 36 anliegt. Der Vorsprung 40 wird durch die Kernöffnung 46 in zwei Teilvorsprünge 54 unterteilt. Das Widerlager 26 ist demnach freikragend ausgebildet, so daß es auch bei infolge verschiedener Abmessungstoleranzen unterschiedlich dicken Schneidmessern 20 zu einer sicheren Festklemmung des Schneidmessers 20 zwischen der Auflagefläche 24 und der Anlagefläche 30 des Widerlagers 26 kommt.

Mit der Bezugsziffer 18 ist die kegelförmige Einführöffnung bezeichnet, die im Gehäuse 16 des Spitzers 10 ausgebildet ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Spitzer mit einem eine kegelförmige Einführöffnung (18) für einen zu spitzenden Stift aufweisenden Gehäuse (16), und mit einem an der Einführöffnung (18) angeordneten Messer (20), das in einer im Gehäuse (16) vorgesehenen Ausnehmung (32) zwischen einer Auflagefläche (24) und einem Widerlager (26, 30) angeordnet ist, wobei das Messer (20) zwischen der Auflagefläche (24) und dem Widerlager festgeklemmt ist und das Widerlager im Vergleich zur Auflagefläche (24) eine kleine Anlagefläche (30) aufweist, das Widerlager in der Nachbarschaft der Messerschneide (34) des Schneidmessers (20) am Schneidmesser (20) anliegt, das Widerlager mittels eines Verbindungsabschnittes (26) auf der von der Messerschneide (34) abgewandten Seite mit der Auflagefläche (24) einstückig verbunden ist, und der Verbindungsabschnitt (26) vom Schneidmesser (20) einen Abstand aufweist, nach Patent 38 12 252, dadurch gekennzeichnet, daß das Gehäuse (16) mit mindestens einer Kernöffnung (46) ausgebildet ist, das in die Auflagefläche (24) einmündet, und daß das Widerlager (26, 30) über der Kernöffnung (46) vorgesehen ist und in Projektion auf die Kernöffnung (46) eine Grundflächengestalt aufweist, die kleiner ist als die Querschnittsform der Kernöffnung (46).
  2. 2. Spitzer nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Querschnittsform der Kernöffnung (46) und die Grundflächengestalt des Widerlagers (26, 30) aneinander mindestens annähernd konform angepaßt sind, wobei in Projektion auf die Kernöffnung (46) zwischen dem Widerlager und dem Rand (50) der Kernöffnung (46) ein Spalt (52) gegeben ist.
  3. 3. Spitzer nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Kernöffnung (46) eine trapezförmige Querschnittsform und das Widerlager eine ähnlich trapezförmige Grundflächengestalt aufweisen.
  4. 4. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Auflagefläche (24) auf der von der Messerschneide (34) abgewandten Rückseite durch einen Vorsprung (40) begrenzt ist, der durch die Kernöffnung (46) in zwei Teilvorsprünge (54) unterteilt ist, an denen das Messer (20) mit seiner von der Messerschneide (34) abgewandten Rückenschmalfläche (36) anliegt.
  5. 5. Spitzer nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Anlagefläche (30) des Widerlagers an dem der Messerschneide (34) zugewandten vorderen Endabschnitt des Widerlagers bzw. Verbindungsabschnittes (26) ausgebildet ist.






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