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Dokumentenidentifikation DE3939004A1 29.05.1991
Titel Luftgelagerte Verlegerolle
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Dinnebier, Franz, 8721 Niederwerrn, DE;
Hermanns, Hans, 8783 Hammelburg, DE
DE-Anmeldedatum 25.11.1989
DE-Aktenzeichen 3939004
Offenlegungstag 29.05.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.05.1991
IPC-Hauptklasse B65H 57/14
IPC-Nebenklasse B65H 51/06   F16C 32/06   F16C 13/00   D02J 1/22   
Zusammenfassung Es wird eine Verlegerolle für textile Garne dargestellt, die über eine zentrale Luftversorgung (12) zwei voneinander getrennte Luftkanäle (13, 17) mit Luft speist und über zwei, ebenfalls voneinander getrennten porösen Lagerbüchsen (2, 3) Luft zuführt und so zu einem Laufmantel (1) ein Luftpolster (8) aufbaut.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine luftgelagerte Verlegerolle, die von einer zentralen Luftversorgung über die Achse gespeist wird und über poröse Lagerbüchsen ein Luftkissen erhält.

Es sind eine Reihe derartiger Verlegerollen bekanntgeworden.

In der DE-OS 21 34 247 wird eine Verlegerolle gezeigt, bei der die Luftversorgung über die im Laufmantelbereich verstärkte Achse erfolgt. Radiale Bohrungen in der Achse sorgen für den Luftaustritt zum Innendurchmesser des Laufmantels. Zur axialen Stabilisierung sind stirnseitig in der Achse ebenfalls Bohrungen eingebracht, die Luft austreten lassen, die gegen, im Laufmantel eingepreßte, schaufelradartige Scheiben gedrückt wird.

Die vier örtlichen Luftaustritte lassen kein ausgewogenes Luftkissen zu, da die Luft unkontrolliert entweichen kann.

Hierzu trägt auch die Vielzahl der radial eingebrachten Bohrungen nicht bei. Ein weiterer Nachteil ist der große Druckraum, in dem sich die Luft komprimieren muß. Erfahrung haben gezeigt, daß an der hinteren Reihe der Luftaustrittsbohrungen ein Druckabfall auftritt. Die Folge hiervon ist metallische Berührung und damit Ausfall der Verlegerolle.

In der DE-OS 20 03 345 wird eine keramische Luftlagerung in Form einer Verlegerolle dargestellt. Hier soll sich über die Relativ-Geschwindigkeit des Laufmantels zum stehenden Keramikteil ein Luftkissen bilden.

Auf Fremdluft wird hier verzichtet. Die axiale Stabilisierung erfolgt über Magnetplättchen. Die Gefahr der Berührung Keramik-Laufmantel ist hier noch eher gegeben als in der oben beschriebenen Ausführung.

Vor allen Dingen beim An- und Auslauf der Rolle wird sich ein Berühren nicht vermeiden lassen. Auch hier ist ein Ausfall nach kurzer Laufzeit vorprogrammiert.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine funktionstüchtige, luftgelagerte Verlegerolle mit gleichmäßigem, ausgewogenem Luftkissen, sowie einer zentralen Luftzuführung aufzuzeigen.

Die Lösung dieser Aufgabe ist dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 1 zu entnehmen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen enthalten die Ansprüche 2 bis 6.

Bei der erfindungsgemäßen Verlegerolle wird eine gleichmäßige Luftverteilung über zwei, in einem bestimmten Abstand zueinander angebrachten, porösen Lagerbüchsen erreicht. Die Lagerbüchsen befinden sich im vorderen und hinteren Drittel der Verlegerolle. Beide Lagerbüchsen sind durch eine nichtferritische Distanzbüchse voneinander getrennt und mit dieser über die Achse verbunden. Jede Lagerbüchse besitzt einen eigenen Luftzuführungskanal. Radiale Bohrungen in derAchse, die mittig zur Lagerbüchse eingebracht sind, dienen zum Luftaustritt. Hierdurch wird ein gleichmäßiger Druck auf jede Lagerbüchse ausgeübt. Die Luft verteilt sich sodann gleichmäßig nach allen Richtungen und bildet so das Luftkissen. Die vorteilhafte Ausgestaltung, der mittig zwischen den beiden porösen Lagerbüchsen eine Stabilisierungszone aufweist, bringt durch das hierdurch entstehende Luftpolster eine axiale Stabilisierung. Unterstützt wird diese noch durch eine Luftrückführung, die am Anfang und Ende über Begrenzungsscheiben für Luftpolster sorgen.

Die Erfindung soll anhand eines Beispiels noch näher erklärt werden. Es zeigt

Fig. 1 die erfindungsgemäße Verlegerolle im Schnitt,

Fig. 2 einen Querschnitt durch die Verlegerolle bei der Schnittlinie I-I,

Fig. 3 einen Querschnitt durch die Verlegerolle bei der Schnittlinie II-II.

In Fig. 1 wird die erfindungsgemäße Verlegerolle im Schnitt dargestellt. In der Achse 5 ist die zentrale Luftzuführung 12 sowie die Luftzuführungen für die hintere Lagerbüchse 3 mit der Ziffer 13 und für die vordere Lagerbüchse 2 mit der Ziffer 17, eingebracht.

Auf der mehrfach abgesetzten Achse 5 sind die porösen Lagerbüchsen 2 und 3 mit der nichtferritischen Distanzbüchse 4 fest verbunden. Das Luftpolster 8 befindet sich zwischen dem Laufmantel 1 und den Büchsen 2, 3 und 4. Bei 9 ist die axiale Stabilisierungszone erkennbar. Die Luftpolster 10 und 11 zwischen den Begrenzungsscheiben 6 und 7 dienen ebenfalls zur axialen Stabilisierung und werden über den Luftrücklauf 15 und 16 gespeist.

Fig. 2 zeigt im Schnitt I-I den radialen Luftaustritt 14 bei der hinteren Lagerbüchse 2 über den Luftkanal 13. Bei 17 ist der Luftkanal für die vordere Lagerbüchse 3 sichtbar. Das Schiebestück 19 in der Bohrung 21 der Achse 5 bildet den Luftkanal 13.

Fig. 3 zeigt ebenfalls einen Schnitt durch die Verlegerolle bei der Schnittlinie II-II. Es wird die radiale Abstützung des Schiebestückes 20 in der Bohrung 21 der Achse 5 dargestellt, so wie das Verschließen des Luftkanals.


Anspruch[de]
  1. 1. Luftgelagerte Verlegerolle für textile Garne mit einer zentralen Luftzufuhr, die über eine poröse Lagerbüchse zu einem Laufmantel ein Luftpolster bildet, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils axial im vorderen und hinteren Bereich des Laufmantels (1) der Verlegerolle je eine poröse Lagerbüchse (2, 3) mit der Achse (5) fest verbunden ist, über die eine zentrale Luftversorgung getrennt Luftkanäle (13, 17) die Lagerbüchsen (2, 3) über gegeneinander um 180° versetzte radiale Luftaustritte (14, 18) mit Luft versorgen, so daß sich zwischen Laufmantel (1) und den Lagerbüchsen (2, 3) ein Luftpolster (8) bildet.
  2. 2. Luftgelagerte Verlegerolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den beiden Lagerbüchsen (2, 3) eine axiale Stabilisierungszone (9) angeordnet ist.
  3. 3. Luftgelagerte Verlegerolle nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Stabilisierungszone (9) eine ebenfalls mit der Achse (5) festverbundene nicht-ferritische Distanzbüchse angeordnet ist.
  4. 4. Luftgelagerte Verlegerolle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur weiteren axialen Stabilisierung ein Luftrücklauf (15, 16) vorgesehen ist, der zwischen den Stirnseiten der Laufbüchsen (2, 3) und den Begrenzungsscheiben (6, 7), die im Laufmantel (1) fest eingebracht sind, ein Luftpolster (10, 11) aufbaut.
  5. 5. Luftgelagerte Verlegerolle nach Anspruch 1 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß die getrennten Luftkanäle (13, 17) durch zwei Schiebestücke (19, 20) gebildet werden, die sich in der Bohrung (22) der Achse (5) abstützen und die Luftkanäle (13, 17) radial, halbseitig hinter den radialen Luftaustritten (14, 18), verschließen.
  6. 6. Luftgelagerte Verlegerolle nach Anspruch 1, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Schiebestücke (19, 20) baugleich sind.






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