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Dokumentenidentifikation DE3940389A1 13.06.1991
Titel Therapeutisches Mittel
Anmelder Pakdaman, Abolghassem, Prof. Dr.med., 4000 Düsseldorf, DE;
Weickert, Hans-Joachim, Dipl.-Ing., 4005 Meerbusch, DE
Erfinder Pakdaman, Abolghassem, Prof. Dr.med., 4000 Düsseldorf, DE;
Weickert, Hans-Joachim, Dipl.-Ing., 4005 Meerbusch, DE
Vertreter Türk, D., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Gille, C., Dipl.-Ing.; Hrabal, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat., Pat.-Anwälte, 4000 Düsseldorf
DE-Anmeldedatum 06.12.1989
DE-Aktenzeichen 3940389
Offenlegungstag 13.06.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1991
IPC-Hauptklasse A61K 35/08
IPC-Nebenklasse A61K 33/00   
Zusammenfassung Ein therapeutisches Mittel besteht aus einer Gas enthaltenden Flüssigkeit, die physiologisch körperverträglich und mit dem Gas in einer über deren natürlichem Gas-Sättigungsgrad liegenden Konzentration angereichert ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein therapeutisches Mittel, das aus einer Flüssigkeit besteht, die ein Gas enthält.

Es ist bekannt, daß bestimmte Gase wie Sauerstoff und Ozon, besonders bei Krebspatienten, immunstimulierend wirken. Bisher ist es jedoch nicht gelungen, dem menschlichen Körper derartige Gase in einfacher und wirkungsvoller Weise in ausreichender Menge zuzuführen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein therapeutisches Mittel zu schaffen, mit dessen Hilfe dem menschlichen Körper Gase wie Sauerstoff in ausreichender Menge ohne Nebenwirkungen zugeführt werden können.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem therapeutischen Mittel gelöst, das eine physiologisch körperverträgliche Flüssigkeit aufweist, die mit dem zuzuführenden Gas in einer über dem natürlichen Gas- Sättigungsgrad der Flüssigkeit liegenden Konzentration angereichert ist.

Vorzugsweise ist das Gas, mit welchem die Flüssigkeit angereichert ist, Sauerstoff, aber auch Ozon oder ein Edelgas. Als Flüssigkeit kann zweckmäßig übliches Trinkwasser verwendet werden, das mit Sauerstoff angereichert ist.

Die Gaskonzentration in der Flüssigkeit beträgt zweckmäßig bei normalem Druck und Raumtemperatur wenigstens etwa 20 mg/l und vorzugsweise etwa 40 oder sogar 50 mg/l und höher.

Durch die Erfindung wird ein therapeutisches Mittel geschaffen, welches das Blutbild und auch das Immunsystem, besonders bei Krebspatienten, deutlich verbessert und stimuliert.

Die Verbesserung des Blutbildes und Stimulierung des Immunsystems erfolgt bei intravenöser, oraler und auch rektaler Anwendung durch erhöhte Sauerstoffzufuhr zum Blut und durch Resorption über die Magen- und Darmpassage.

Es ist aber auch möglich, das erfindungsgemäße therapeutische Mittel, beispielsweise für Zwecke der Katastrophenmedizin und der Schockbekämpfung, einzusetzen und dem Patienten durch Infusion als Blutersatzmittel und als Sauerstofftransporter zu verabreichen, beispielsweise um Unfallopfer schnell zu beleben.

Schließlich ist es auch möglich, das erfindungsgemäße therapeutische Mittel für Wundspülung oder für Tumor-Infiltration zu verwenden.

Ein wesentlicher Aspekt der vorliegenden Erfindung ist, daß mit dem erfindungsgemäßen therapeutischen Mittel in einfachster Weise dem menschlichen Körper Sauerstoff oder ein anderes Gas, beispielsweise Ozon oder ein Edelgas, in größeren Mengen zugeführt wird.

Es ist bekannt, daß Sauerstoff das als Krebs bezeichnete unkontrollierte Wachstum von Zellen bremst oder gar unterdrückt. Daher kann man mit dem erfindungsgemäßen therapeutischen Mittel Krebskrankheiten wirksam bekämpfen.

Durch kombinierte perorale bzw. Infusions-Sauerstoff-Therapie mit Hyperthermie kann eine Schädigung der Krebszelle sowie eine Stimulierung des Immunsystems erreicht werden.

Der Sauerstoffgehalt von normalem Trinkwasser liegt zwischen 5 und 9,5 mg/l und beträgt vorzugsweise etwa 7 mg/l. Ein derartiger Sauerstoffgehalt reicht aber für den zur Behandlung aller Arten von zellulärem Sauerstoffmangel, besonders bei Krebs-, Herzgefäß- und Lungenkrankheiten, benötigten Sauerstofftransport in den Körper nicht aus. Die Erfindung sieht daher vor, einen wesentlich höheren Gas- und insbesondere Sauerstoffanteil im Wasser, das physiologisch körperverträglich ist, zu erreichen, um einen erhöhten Sauerstofftransport zu verschiedenen Körperbereichen mit positivem Therapieeffekt zu erzielen.

Während der Sättigungsgrad von gelöstem atmosphärischen Sauerstoff in Wasser bei 16°C bei etwa 9,95 mg/l liegt, weist beispielsweise eine erfindungsgemäße isotonische Kochsalzlösung bei 16 °C einen Anteil von mindestens 24 mg/l und bis 40 mg/l Sauerstoff auf.

Auch destilliertes Wasser ist als Flüssigkeit für das erfindungsgemäße therapeutische Mittel geeignet. Eine Untersuchung mit destilliertem Wasser ergab, daß dieses Wasser bei 20°C vor der Sauerstoffanreicherung einen Sauerstoffgehalt von 11,2 mg/l und nach der Sauerstoffanreicherung einen Sauerstoffgehalt von 42,5 mg/l aufwies.

Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung können der Flüssigkeit des therapeutischen Mittels beispielsweise Spurenelemente und/oder Mineralien zugegeben werden. Die therapeutische Wirksamkeit des Mittels wird dadurch weiter verbessert.

Als Spurenelemente sind Selen und Germanium bevorzugt.


Anspruch[de]
  1. 1. Therapeutisches Mittel bestehend aus einer Gas enthaltenden Flüssigkeit dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit physiologisch körperverträglich und mit dem Gas in einer über deren natürlichem Gas-Sättigungsgrad liegenden Konzentration angereichert ist.
  2. 2. Mittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas Luftsauerstoff, Ozon oder ein Edelgas ist.
  3. 3. Mittel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit übliches Trinkwasser und das Gas Luftsauerstoff ist.
  4. 4. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Gas in einer Konzentration von wenigstens etwa 20 mg/l bei normalem Druck und bei Raumtemperatur in der Flüssigkeit enthalten ist.
  5. 5. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit übliches Trinkwasser ist und Sauerstoff in einer Konzentration von wenigstens etwa 40 mg/l und vorzugsweise von etwa 50 mg/l und mehr enthält.
  6. 6. Mittel nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit ihr zugegebene Spurenelemente und Mineralien enthält.
  7. 7. Mittel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Flüssigkeit als Spurenelemente Selen und/oder Germanium enthält.






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