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Dokumentenidentifikation DE3940923A1 13.06.1991
Titel Spinnereimaschine mit bei Auftreten von Fehlern Fehlersignale abgebenden Signalgebern
Anmelder Zinser Textilmaschinen GmbH, 7333 Ebersbach, DE
Erfinder Reyer, Herbert, Dipl.-Ing., 7333 Ebersbach, DE;
Peter, Thomas, Dipl.-Ing. (FH), 7300 Esslingen, DE;
Hungerbühler, Ulrich, Dipl.-Ing. (FH), 7333 Ebersbach, DE
Vertreter Wilhelm, H., Dr.-Ing.; Dauster, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 7000 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 12.12.1989
DE-Aktenzeichen 3940923
Offenlegungstag 13.06.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 13.06.1991
IPC-Hauptklasse D01H 13/14
IPC-Nebenklasse G08B 23/00   D01H 13/26   
Zusammenfassung Bei einer Spinnereimaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen und Arbeitselementen, denen wenigstens zum Teil bei Auftreten von Fehlern Fehlersignale abgebende Signalgeber zugeordnet sind, wird vorgesehen, daß die Maschinensteuerung eine verstellbare Fehlersignal-Bewertungseinrichtung enthält, an die die Signalgeber angeschlossen sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Spinnereimaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen und Arbeitselementen, denen wenigstens zum Teil bei Auftreten von Fehlern Fehlersignale abgebende Signalgeber zugeordnet sind, die an eine Maschinensteuerung angeschlossen sind, die abhängig von einem erhaltenen Fehlersignal Steuervorgänge, wie Abschalten nach einem Abschaltprogramm, Abschalten nach einem Not-Abschaltprogramm, Aktivieren einer Wiedereinschaltsperre und/oder Anzeigen eines Fehlers an einer Anzeigeeinrichtung, veranlaßt.

Während des Betriebes von Spinnereimaschinen können Fehler auftreten, die zu sehr unterschiedlichen Folgen Anlaß sind. Es können Fehler auftreten, die schwerwiegende Schäden an der Spinnereimaschine verursachen können, so daß bei deren Auftreten ein sofortiges Stillsetzen der Maschine nach einem Not-Abschaltprogramm zweckmäßig ist. Bei Auftreten von anderen Fehlern kann es ausreichend sein, die Maschine nach einem normalen Abschaltprogramm stillzusetzen. Des weiteren können Fehler auftreten, bei denen es ausreichend ist, sie nur anzuzeigen, so daß die Bedienungsperson der Spinnereimaschine die Möglichkeit hat, sie zu gegebener Zeit zu beheben. Es ist bekannt, die auftretenden Fehler mittels Signalgebern zu erfassen, die dann dem Fehler entsprechende Fehlersignale abgeben. Diese sind an die Maschinensteuerung derart angeschlossen, daß bei Auftreten dieses Fehlers ein bestimmter Schaltvorgang oder Steuervorgang veranlaßt wird.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Spinnereimaschine der eingangs genannten Art so auszubilden, daß die Betriebssicherheit erhöht wird.

Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Maschinensteuerung eine verstellbare Fehlersignal-Bewertungseinrichtung enthält, an die die Signalgeber angeschlossen sind.

Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß vielfach erst nach einem praktischen Betrieb einer Spinnereimaschine festgestellt wird, daß die ursprüngliche Bewertung der Fehler, d. h. die ihnen zugeordneten Steuervorgänge nicht ganz zutreffend war. Es kann der Fall eintreten, daß zunächst als wenig schwerwiegende Fehler bewertete Fehler unterbewertet wurden, d. h. daß diese Fehler entgegen der ursprünglichen Annahme zu schwerwiegenden Maschinenschädigungen führen können. Ebenso kann es vorkommen, daß andere Fehler zu hoch bewertet wurden, d. h. daß ihnen beispielsweise ein Not-Abschaltprogramm zugeordnet wurde, obwohl sich in der Praxis herausstellt, daß ein normales Abschaltprogramm bei gleichzeitigem Aktivieren einer Wiedereinschaltsperre durchaus ausreichend wäre. Es kann somit der Fall auftreten, daß entweder die Spinnereimaschine nicht betriebssicher genug ist, oder daß sie zu häufig abschaltet, so daß die Produktionsleistung unnötig reduziert ist. Ausgehend von dieser Erkenntnis sieht die Erfindung deshalb vor, daß Mittel vorhanden sind, mit denen die Bewertung oder Klassifizierung der Fehler einfach und schnell verändert und an die tatsächlich in der Praxis festgestellten Gegebenheiten angepaßt werden kann.

Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung der in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispiele.

Fig. 1 zeigt eine Darstellung einer Maschinensteuerung mit einem Verknüpfungsglied, das eine Vielzahl von Eingängen entsprechend der Anzahl der Signalgeber aufweist, die mittels einer Eingabeeinrichtung mit drei Ausgängen verknüpfbar sind, die zu Signalauslösern für entsprechende Schaltvorgänge führen,

Fig. 2 eine Darstellung einer Ausführungsform, bei welcher den Fehlersignalen Zusatzinformationen zugegeben werden, wobei dann die Fehlersignale entsprechend der Zusatzinformationen zu Signalauslösern weitergeführt werden und

Fig. 3 ein Diagramm einer Ausführungsform ähnlich Fig. 2.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 1 enthält die Maschinensteuerung (10) zunächst eine Anzeigeeinrichtung (12), der alle Fehlersignale (11) der nicht dargestellten Arbeitsstellen und/oder Arbeitselementen zugeordneten Signalgeber zugeführt werden. Bei Auftreten eines Fehlersignals (11) wird dieses von der Anzeigeeinrichtung (12) zur Anzeige gebracht. Die Fehlersignale (11) werden durch die Anzeigeeinrichtung (12) hindurch weiter zu einem Verknüpfungsglied (13) geführt, das mit einer Anzahl von Eingängen versehen ist, die der Anzahl der Signalgeber entspricht. Innerhalb des Verknüpfungsgliedes (13) werden die Eingänge mit den (bei dem Ausführungsbeispiel drei) Ausgängen des Verknüpfungsgliedes (13) verknüpft, die mit Signalauslösern (14, 15, 16) verbunden sind. Der Signalauslöser (14) löst beispielsweise ein Not-Abschalt-Programm veranlassendes Signal aus. Der Signalgeber (15) löst beispielsweise ein ein normales Abschaltprogramm veranlassendes Signal aus. Der Signalauslöser (16) löst beispielsweise ein Signal aus, das eine Wiedereinschaltsperre aktiviert.

Das Verknüpfungsglied (13) ist an eine Eingabeeinheit (17) angeschlossen, über die die Verknüpfung zwischen den Eingängen und den Ausgängen des Verknüpfungsgliedes (13) festgelegt wird, d. h. mit dem die Fehlersignale (11) derart bewertet werden, daß sie entsprechend dieser Bewertung den Signalauslösern (14, 15, 16) zugeführt werden. Über die Eingabeeinheit (17) kann bei Bedarf ohne weiteres die Verknüpfung zwischen den Eingängen und den Ausgängen des Verknüpfungsgliedes (13) und somit die Bewertung der Fehlersignale verändert werden. Aus Darstellungsgründen ist nur angezeigt, daß die Eingänge des Verknüpfungsgliedes (13) nur jeweils mit einem Ausgang verknüpft sind. Selbstverständlich ist es auch möglich, die Eingänge mit mehr als einem dieser Ausgänge zu verknüpfen. Beispielsweise ist es zweckmäßig, bei Auftreten eines Signals, das dem Signalauslöser (14) für das Not-Abschaltprogramm zugeführt wird, dieses auch dem Signalauslöser (16) zuzuführen, der die Wiedereinschaltsperre aktiviert.

Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 enthält die Maschinensteuerung (23) einen Eingang für die Fehlersignale (18) aller Signalgeber. Bei dieser Ausführungsform sind die Fehlersignale (18) codiert, d. h. sie enthalten eine Information darüber, von welchem der Vielzahl der Signalgeber sie erzeugt wurden. Diese somit ursprungs-codierten Fehlersignale werden alle einer Anzeigeeinrichtung (19) zugeführt, die das Fehlersignal (18) in eine entsprechende Anzeige umwandelt.

Die ursprungs-codierten Fehlersignale (18) werden außerdem einer Einrichtung (20) zugeführt, die mit Mitteln zum Erkennen der Ursprungs-Codierung ausgerüstet ist und die entsprechend dieser Ursprungs-Codierung ein Signal mit einer Zusatzinformation (a, b, c) auslöst. Die ursprünglichen Signale (18) und die Zusatzsignale (a, b, c) werden einer Einrichtung (21) zugeführt, die die Signale miteinander verbindet. Das kombinierte Signal wird dann einer Weiche (22) zugeführt, die den Zusatzsignalen (a, b, c) zugeordnete Wege (a&min;, b&min;, c&min;) für die Fehlersignale (18) freigibt, die jeweils mit einem Signalauslöser (14, 15, 16) verbunden sind, die ein Not-Abschaltprogramm, ein normales Abschaltprogramm und das Aktivieren einer Wiedereinschaltsperre auslösen.

Mittels einer an die Einrichtung (20) angeschlossenen Eingabeeinrichtung ist es möglich, die Zusatzsignale (a, b, c), die als Richtungssignale dienen, bei Bedarf in veränderter Weise dem ursprungs-codierten Signal (18) zuzuordnen, beispielsweise um eine spätere Anpassung an praktische Bedürfnisse vorzunehmen.

Bei der Ausführungsform der Fig. 3 werden die Fehlersignale (25) der entsprechenden Signalgeber Eingängen einer Eingabeeinheit (26) zugeführt. Die Eingabeeinheit (26) fügt den erhaltenen Fehlersignalen (25) eine Zusatzinformation bei, wonach das in der Eingabeeinheit (26) kreierte Signal einer Verknüpfungseinrichtung (27) zugeführt wird. Diese Verknüpfungseinrichtung (27) fügt ein oder mehrere weitere Zusatzsignale zu, die mit den Pfeilen (28) angedeutet sind. Diese Zusatzsignale bestimmen die Klassifizierung des Fehlersignals, d. h. ob es nur zur Anzeige gebracht und/oder ein normales Abschaltprogramm auslöst oder ein Not-Abschaltprogramm auslöst und/oder eine Einschaltsperre aktiviert.

Wird dem von der Eingabeeinheit (26) kreierten Signal nur ein Anzeigesignal zugeordnet, so wird das ursprüngliche Fehlersignal nur in der Anzeigeeinrichtung (29) zur Anzeige gebracht. Wird dem Signal ein weiteres Signal zugeführt, so wird in einer der Anzeigeeinrichtung (29) nachgeschalteten Auswertestufe (30) zunächst geprüft, ob dies ein Not-Aus-Signal ist. Wird das Not- Aus-Signal festgestellt, so wird es an einen entsprechenden Signalauslöser (14) weitergeleitet. Ist kein Not-Aus-Signal vorhanden, so läuft das Signal zu einer weiteren Auswerteeinrichtung (31) weiter, die prüft, ob ein normales Aus-Signal zugegeben wurde. Wird das normale Aus-Signal festgestellt, so wird es zu einem entsprechenden Signalauslöser (15) weitergeleitet. Fehlt dieses Signal, so läuft das verbleibende Signal direkt weiter zu einem Signalauslöser (16), der eine Wiedereinschaltsperre aktiviert.


Anspruch[de]
  1. 1. Spinnereimaschine mit einer Vielzahl von Arbeitsstellen und Arbeitselementen, denen wenigstens zum Teil bei Auftreten von Fehlern Fehlersignale abgebende Signalgeber zugeordnet sind, die an eine Maschinensteuerung angeschlossen sind, die abhängig von einem erhaltenen Fehlersignal Steuervorgänge, wie Abschalten nach einem Abschaltprogramm, Abschalten nach einem Not-Abschaltprogramm, Aktivieren einer Wiedereinschaltsperre und/oder Anzeigen eines Fehlers an einer Anzeigeeinrichtung veranlaßt, dadurch gekennzeichnet, daß die Maschinensteuerung (10, 23) eine verstellbare Fehlersignal-Bewertungseinrichtung (17, 13; 17, 20, 21, 22; 26, 27, 29, 30, 31) enthält, an die die Signalgeber angeschlossen sind.
  2. 2. Spinnereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlersignal-Bewertungseinrichtung ein Verknüpfungsglied (13) enthält, an dessen Eingänge die Signalgeber angeschlossen sind, und daß verstellbare Mittel (17) zum wahlweisen Verbinden der Eingänge des Verknüpfungsgliedes (13) mit wenigstens einem von mehreren Ausgängen des Verknüpfungsgliedes (13) vorgesehen sind.
  3. 3. Spinnereimaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Fehlersignal-Bewertungseinrichtung eine Einrichtung (20, 26), an die alle Signalgeber angeschlossen sind, zum Erkennen eines Fehlersignals eines bestimmten Signalgebers und verstellbare Mittel zum Zuordnen einer Zusatzinformation zu einem erhaltenen Fehlersignal enthält, die an die Zusatzinformation erkennende und das Fehlersignal entsprechend der Zusatzinformation an wenigstens einen von mehreren ein Steuersignal auslösende Signale (14, 15, 16) weiterführende Mittel (22; 30, 31) angeschlossen ist.






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