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Dokumentenidentifikation DE3942523A1 27.06.1991
Titel Zirkelkopf
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Günther, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 22.12.1989
DE-Aktenzeichen 3942523
Offenlegungstag 27.06.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 27.06.1991
IPC-Hauptklasse B43L 9/02
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Zirkelkopf mit Griffstück und die Zirkelschenkel haltenden Klemmelementen. Sie will einen solchen Zirkelkopf einfach und billig herstellbar sowie dauerhaft haltbar machen. Zu diesem Zweck ist erfindungsgemäß vorgesehen, Zirkelkopf und Griffstück als einstückiges Massiv-Kunststoffteil auszubilden, das mit nach unten offenen Aufnahmen für die Klemmelemente versehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zirkelkopf mit Griffstück und die Zirkelschenkel haltenden Klemmelementen.

Es sind Zirkelköpfe bekannt, die aus einem ringförmigen Bügel aus Federstahl bestehen, zwischen dessen Enden die Zirkelschenkel klemmend gehalten sind; diametral gegenüberliegend befindet sich eine Durchgangsöffnung für das Griffstück. Diese bekannten Zirkelköpfe bereiten jedoch Schwierigkeiten bei der Herstellung. So erweist sich vor allem die im Zuge des Poliervorgangs erfolgende Entzunderung des eingerollten Federbügels auf seiner Innenseite als problematisch; dort verbleibender Zunder führt zum Abplatzen der Beschichtung und zum Auftreten von Rost. Außerdem hat sich in der Praxis gezeigt, daß die Durchgangsöffnung für das Griffstück eine Schwachstelle hat, die zum Zerspringen des Federbügels führen kann.

Weiter sind Zirkelköpfe bekannt, die aus einem ringförmigen Bügel aus federelastischem Kunststoff bestehen, Zwar treten bei einem solchen Federbügel aus Kunststoff die vorstehend in Verbindung mit einem Federstahlbügel geschilderten Nachteile nicht auf, doch bedarf es wegen der Materialermüdung bzw. des verhältnismäßig raschen Nachlassens der Elastizität beim Kunststoff einer Zwangskupplung zwischen Federbügel und Zirkelschenkeln, was zusätzlichen Aufwand bedeutet.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Zirkelkopf zu schaffen, der einfach und billig herzustellen sowie dauerhaft haltbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß Zirkelkopf und Griffstück als einstückiges Massiv- Kunststoffteil ausgebildet sind, das mit nach unten offenen Aufnahmen für die Klemmelemente versehen ist.

Die Zusammenfassung von Zirkelkopf und Griffstück vermindert die Zahl der Bauteile und vereinfacht so die Lagerhaltung und die Montage; außerdem macht sie die Durchgangsöffnung im Federbügel als Schwachstelle bei Biegebeanspruchungen, die bei Verschwenkungen der Zirkelschenkel auftreten, entbehrlich. Die Verwendung von Kunststoff vereinfacht die Herstellung des einstückigen Bauteils, senkt die Materialkosten und erhöht die Lebensdauer des Zirkelkopfs. Schließlich ermöglicht die Halterung der Klemmelemente in im Massivkörper des Zirkelkopfs vorgesehen Aufnahmen die Anwendung einfacher Befestigungstechniken wie Einstecken, Einschrauben, Einkleben usw. sowie eine stabile Lagerung.

Das Massiv-Kunststoffteil weist bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung eine etwa halbkreisförmige Frontfläche auf, deren seitliche Endbereiche unter Bildung vertikaler Seitenflächenbereiche eingezogen sind, denen die sich dazu parallel erstreckenden Aufnahmen benachbart sind, während es bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung eine mondsichelförmige Frontfläche aufweist, deren nach unten gerichtete Endbereiche unter Bildung horizontaler Abschlußflächen eingezogen sind, in denen die Aufnahmen münden. Aufgrund dieser Ausgestaltung sind die Aufnahmen von ausreichend Kunststoffmaterial umgeben, so daß auch bei erheblicher Aufspreizung der Klemmelemente durch die Zirkelschenkel eine sichere Beherrschung der dabei auftretenden Kräfte gewährleistet ist.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung sind die Aufnahmen im Massiv-Kunststoffteil als sich vertikal erstreckende Einstecköffnungen ausgebildet, in denen die Klemmelemente mit Preßsitz gehalten sind. Die vertikale Erstreckung der Aufnahmen vereinfacht die Herstellung des Massiv- Kunststoffteils als Spritzgußteil.

Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Klemmelemente aus Federblech bestehen und ihre freien Enden unter Belassung eines Spalts nach innen gebogen sind.

In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von zwei bevorzugten Ausführungsformen beispielhaft erläutert.

Es zeigen

Fig. 1a und 1b eine erste Ausführungsform in Front- und Seitenansicht sowie

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform in Frontansicht.

Bei der Ausführungsform der Fig. 1 bildet ein Zirkelkopf 1 mit einem Griffstück 2 ein einstückiges Massiv-Kunststoffteil. Der Zirkelkopf 1 läßt in Fig. 1a eine Frontfläche 1a erkennen, die aus einem Rechteck mit aufsitzendem Kreissegment oder aus einem Halbkreis mit vertikal abgetrennten seitlichen Endbereichen besteht, so daß die in Fig. 1b sichtbare Seitenfläche des Zirkelkopfs 1 einen unteren vertikalen Bereich 1b aufweist. Parallel zu diesen beiden vertikalen Seitenflächenbereichen 1b ist je eine Aufnahme 3a, 3b in dem Massiv-Kunststoffteil des Zirkelkopfs 1 angeordnet, in die je ein Klemmelement 4a, 4b aus Federblech eingesteckt ist. Das freie Ende der Klemmelemente 4a, 4b ist rechtwinklig nach innen gebogen, wobei zwischen diesen freien Enden ein die - nicht dargestellten - Zirkelschenkel aufnehmender Spalt 5 verbleibt.

Bei der Ausführungsform der Fig. 2 sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Im Vergleich zu der in den Fig. 1a und 1b dargestellten Ausführungsform sind folgende Unterschiede vorhanden: Die Frontflächen 1a des Zirkelkopfs 1 besitzt die Form einer Mondsichel, deren nach unten gerichtete Spitzen abgetrennt sind, so daß horizontale Abschlußflächen 1c, 1d vorhanden sind; die Klemmelemente 4a, 4b sind von ihrem Austritt aus diesen Abschlußflächen 1c, 1d an kontinuierlich einwärts gebogen und bilden - unter Belassung des Spalts 5 - je einen Viertelkreis.

Bezugszeichenliste

1 Zirkelkopf

1a Frontfläche

1b vertikale Seitenflächenbereiche

1c, 1d horizontale Abschlußflächen

2 Griffstück

3a, 3b Aufnahmen

4a, 4b Klemmelemente

5 Spalt


Anspruch[de]
  1. 1. Zirkelkopf mit Griffstück und Zirkelschenkel haltenden Klemmelementen, dadurch gekennzeichnet, daß Zirkelkopf (1) und Griffstück (2) als einstückiges Massiv-Kunststoffteil ausgebildet sind, das mit nach unten offenen Aufnahmen (3a, 3b) für die Klemmelemente (4a, 4b) versehen ist.
  2. 2. Zirkelkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Massiv-Kunststoffteil eine etwa halbkreisförmige Frontfläche (1a) aufweist, deren seitliche Endbereiche unter Bildung vertikaler Seitenflächenbereiche (1b) eingezogen sind, denen die sich dazu parallel erstreckenden Aufnahmen (3a, 3b) benachbart sind.
  3. 3. Zirkelkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Massiv-Kunststoffteil eine mondsichelförmige Frontfläche (1a) aufweist deren nach unten gerichtete Endbereiche unter Bildung horizontaler Abschlußflächen (1c, 1d) eingezogen sind, in denen die Aufnahmen (3a, 3b) münden.
  4. 4. Zirkelkopf nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmen (3a, 3b) im Massiv-Kunststoffteil als vertikal erstreckende Einstecköffnungen ausgebildet sind.
  5. 5. Zirkelkopf nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmelemente (4a, 4b) in den Einstecköffnungen (3a, 3b) mit Preßsitz gehalten sind.
  6. 6. Zirkelkopf nach den Ansprüchen 1-5, dadurch gekennzeichnet, daß die Klemmelemente (4a, 4b) aus Federblech bestehen.
  7. 7. Zirkelkopf nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die freien Enden der Klemmelemente (4a, 4b) unter Belassung eines Spalts (5) nach innen gebogen sind.






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