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Dokumentenidentifikation DE3730438C2 04.07.1991
Titel Strahlpumpe
Anmelder Deutsche Gesellschaft für Wiederaufarbeitung von Kernbrennstoffen mbH, 3000 Hannover, DE
Erfinder Meyer, Hans, 7517 Waldbronn, DE;
Steegmanns, Manfred, 3008 Garbsen, DE
Vertreter von Samson-Himmelstjerna, F., Dipl.-Phys.; von Bülow, T., Dipl.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing.Dr.rer.pol., Pat.-Anwälte, 8000 München
DE-Anmeldedatum 10.09.1987
DE-Aktenzeichen 3730438
Offenlegungstag 23.03.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 04.07.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 04.07.1991
IPC-Hauptklasse F04F 5/00

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Strahlpumpe gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Für Aufgaben des Förderns, Verdichtens oder Mischens in solchen Räumen, die infolge der dort herrschenden Strahlenbelatung oder sonstiger schädlicher Einflüsse für Menschen nicht mehr betretbar sind, etwa sog. "heißen Zellen", verwendet man Strahlpumpen, da diese in der Regel nur aus zwei Bauteilen bestehen, nämlich dem einen Kopf und einen Diffusor bildenden Gehäuse sowie einer im Gehäuse angebrachten Treibdüse. Der besondere Vorteil solcher Strahlpumpen liegt darin, daß sie keinerlei mechanisch bewegte Teile aufweisen und somit einem nur verhältnismäßig geringen mechanischen Verschleiß ausgesetzt sind.

Bei einer solchen Strahlpumpe wird durch die Treibdüse ein Treibmittel durch den Innenraum des Kopfes in den Diffusor geblasen, der einen langen, sich anfangs verengenden und dann wieder erweiternden Kanal bildet, wobei ein fließfähiges Gut durch einen Sauganschluß in den Kopf gesaugt und durch den Diffusor mitgerissen wird.

Das bevorzugte Treibmittel ist Dampf mit einer solchen Beschaffenheit, daß im Diffusor dessen Kondensation eintritt, wodurch die durch die Strahlpumpe erzielbare Leistung und Saughöhe vergrößert wird.

Bei im wesentlichen gleichbleibenden Randbedingungen bestimmt die Dimensionierung der Bohrung der Treibdüse in erster Linie die Saugleistung und Fördermenge, die mit einer solchen Strahlpumpe erreichbar sind. Zum Ändern dieser Eigenschaften muß daher die Treibdüse durch eine andere mit einer anderen Dimensionierung ersetzt werden.

Ferner unterliegt die Bohrung der Treibdüse im Laufe der Zeit einem gewissen Verschleiß, so daß es zweckmäßig ist, sie durch eine neue zu ersetzen.

Die bei einer Strahlpumpe hauptsächlich auftretende Störung liegt aber in einem Zusetzen der Strahldüse, wobei hauptsächlich die Bohrung des Diffusors verstopft ist.

In für Menschen unzugänglichen Räumen hat man bisher mittels Manipulation beim Auftreten von Störungen an einer Strahlpumpe dann, wenn diese Störung nicht mehr hinnehmbar war, die gesamte Strahlpumpe ausbauen müssen. Die Strahlpumpe wurde dann durch eine neue ersetzt oder gegebenenfalls außerhalb der heißen Zelle wieder instandgesetzt.

Ein solcher Vorgang ist natürlich äußerst schwierig und zeitraubend.

Um diesem Nachteil abzuhelfen, wurde bereits vorgeschlagen (DE-OS 28 10 767), die Treibdüse einer solchen Strahlpumpe an ihrem vom Diffusor abgewandten Ende durch einen Stab zu verlängern, der durch die Wand der heißen Zelle hindurchgeführt ist.

Da das Treibmittel nicht mehr, wie sonst üblich, durch das Rückende der Treibdüse zugeführt werden kann, weist die Treibdüse eine Treibmittelkammer auf, die eine radiale Öffnung aufweist, welche in einen Treibmittelraum an der Rückseite des den Diffusor bildenden Gehäuses einmündet. Der Treibmittelraum ist gegenüber dem Kopf, also jenem Raum, in welchem die Mündung der Treibdüse liegt, abgedichtet. Eine weitere Abdichtung nach hinten in Richtung des die Treibdüse verlängernden Stabes liegt ebenfalls vor.

Die Strahlpumpe weist koaxial zum Inneren des Gehäuses eine zylindrische Hülse oder eine Verbreiterung auf. Beidseitig der Hülse bzw. einseitig der Verbreiterung sind Radialdichtungen eingesetzt, die die Innenfläche des Gehäuses und ein Rohr zur Dampfkanalisierung berühren.

Der die Verlängerung der Treibdüse bildende Staub kann beim Auftreten einer Verstopfung des Diffusors in Richtung zum Inneren des Gehäuses verschoben werden, wodurch die Spitze der Treibdüse bis in die Mündung des Diffusors hineingeschoben wird, wo sie mit ihrer konischen Außenwand an dessen Einlauf dichtend anliegt. Es ist somit möglich, durch einen scharfen, energiereichen Treibmittelstrahl den Diffusor freizublasen. Gleichzeitig ist der Diffusor in dieser Stellung zum Sauganschluß hin abgesperrt; es ist daher möglich, durch einen dem Sauganschluß gegenüberliegenden, in das Gehäuse einmündenden Reinigungsanschluß den Kopfraum mit einem Reinigungsmittel freizuspülen, ohne daß dieses Reinigungsmittel in den Diffusor und somit in den Druckauslaß der Strahlpumpe gelangt.

So ist es beispielsweise möglich, Korrosionen und Anlagerungen durch entsprechende Chemikalien zu beseitigen und somit die Strahlpumpe wieder zu reinigen.

Um eine solche Strahlpumpe in wandfernen Innenbereichen einer heißen Zelle einzusetzen, wäre es erforderlich, zum Verschieben der Treibdüse bis gegen den Diffusor und zum Zurückfahren der Treibdüse in ihre Arbeitslage entweder einen fernsteuerbaren Antrieb oder eine durch einen Manipulator betätigbare Antriebseinrichtung vorzusehen. In jedem Fall würde sich eine baulich sehr aufwendige Konstruktion ergeben, die entsprechend anfällig wäre und somit gerade ungeeignet zur Aufstellung in einer heißen Zelle wäre. Andererseits ist die durch die bekannte Strahlpumpe erreichbare Reinigungswirkung verhältnismäßig gering; so ist es z. B. möglich, daß sich nicht nur die engste Stelle der Diffusorbohrung zusetzt, sondern sich zusätzlich im Einlaufbereich der Diffusorbohrung sowie im Innenraum des Kopfbereiches Ablagerungen bilden. Beim Vorliegen solcher Ablagerungen kann aber die Treibdüse nicht mehr in ihre Reinigungsstellung gefahren werden.

Aus der GB-PS 15 72 990 ist eine Strahlpumpe bekannt, bei der die Treibdüse in Axialrichtung aus dem Gehäuse der Pumpe herausgezogen werden kann. Die Treibdküse ist in ein hülsenartiges Teil eingeschraubt, welches mit einem Flanschabschnitt aus dem Gehäuse herausragt und dort mit einem Flansch des Gehäuses zusammenwirkt. Das vordere Ende der Treibdüse besitzt einen Konus, der das Einsetzen erleichtert. Das axiale Ende der Treibdüse ist durch einen Deckel verschlossen.

Da die Treibdüse beim Einsetzen leicht verkanten kann, sind eine fernhantierte Wartung und ein Auswechseln der Treibdüse nur unter erschwerten Bedingungen möglich.

Die DE-OS 35 20 541 zeigt ein Ventil mit einem an einem Gleitschuh befestigten Ventilkörper. Der Gleitschuh ist an einer Schiene geführt und längs dieser verschiebbar. Das Ventilgehäuse ist ortsfest an die Gleitschiene angeschraubt. Der Ventilkörper kann über eine Abzieheinrichtung mittels eines Manipulators ausgewechselt werden.

Ausgehend von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, die eingangs genannte, bekannte Strahlpumpe dahingehend weiterzubilden, daß sie durch Manipulatorbedienung problemlos gereinigt werden kann und insbesondere ihre Treibdüse präzise ein- und ausgebaut werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des Anspruchses 1 gelöst.

Hierbei ist der die Verlängerung der Treibdüse bildende Flansch als Deckplatte ausgebildet und am von der Diffusorbohrung abgewandten Ende des Gehäuses ist eine zu diesem achsparallele Längsführung bzw. Schiene angeordnet, auf dem die Deckplatte mittels eines Schlitten verschiebbar ist.

Die Ausßenwand der Treibdüse weist einen speziell ausgestalteten Zentrierkonkus auf und die Abdichtung zwischen dem Gehäuse und der Treibdüse erfolgt durch einen axial zur Treibdüse angeordneten Dichtring.

Ferner weist die Treibdüse an ihrem Flansch, und zwar bevorzugt an dessen vom Diffusor abgewandter Seite, eine von einem Manipulator ergreifbare Abziehvorrichtung bzw. Handhabe auf, mittels welcher der Flansch mit Treibdüse aus dem Gehäuse herausgezogen bzw. in das Gehäuse wieder eingesetzt werden kann.

Da der Treibmittelanschluß sowohl bei der gattungsbildenden als auch bei der erfindungsgemäßen Strahlpumpe seitlich am Gehäuse sitzt und nicht etwa, wie sonst bei Strahlpumpen üblich, am Ende des Gehäuses, ist das Ende des Gehäuses für den Zugang von Manipulatoren völlig frei. Es ist daher möglich, mittels Manipulatoren die Halte- bzw. Spannschrauben der Flansche zu lösen und dann die mit ihrer Zentrierung dann noch im Gehäuse sitzende Treibdüse axial aus dem Gehäuse nach hinten herauszuziehen.

Je nach Art der Störung, die beseitig werden soll, oder Umrüstung, die vorgenommen werden soll, kann nun ein Reinigungsgerät, etwa eine rotierende Bürste, eine Druckluftdüse oder dgl., in das Gehäuse eingeführt werden, bis dieses gereinigt bzw. die Verstopfung beseitigt ist. Es kann auch eine Hülse in das Gehäuse eingeführt werden, die den Treibmittelanschluß, den Sauganschluß und die Diffusorbohrung dichtend abdeckt und mit einem Ätz- bzw. Reinigungsmittel das Innere des Gehäuses von Anlagerungen, Korrosion und dgl. reinigt, ohne daß die Gefahr besteht, daß dieses Reinigungsmittel in das an die Strahlpumpe angeschlossene Leitungssystem gelangt.

Es ist aber auch möglich, die Treibdüse durch eine andere zu ersetzen, so daß die vorhandene Strahlpumpe, ohne ausgebaut werden zu müssen, so umgerüstet werden kann, daß sie entweder an geänderte Randbedingungen angepaßt wird oder bei gleichbleibenden Randbedingungen unterschiedliche Leistung aufweist.

Es wäre sogar denkbar, die Diffusorbohrung mittels einer von einem Manipulator gehaltenen Bohrvorrichtung auszureiben, soweit die anfallenden Späne, die in das Leitungssystem gelangen können, dort nicht schädlich sind.

Es ist ohne weiteres ersichtlich, daß das Lösen weniger, und zwar vorzugsweise nur dreier, Flanschschrauben und das Abziehen der Treibdüse mittels vorhandener Manipulatoren rasch und mühelos erledigt werden kann. Hierbei läßt sich die Treibdüse in jedem Fall, auch wenn sie festsitzen sollte, aus dem Gehäuse entfernen, da sich die Ablagerungen aus dem zu pumpenden Strömungsmittel stets vor der Treibdüse bilden und Ablagerungen im Bereich des Treibmittelanschlusses durch Verwendung eines entsprechend sauberen Treibmittels stets vermeidbar sind.

Wegen der freien Zugänglichkeit des Gehäuses nach Entfernung der Treibdüse ist es auch möglich, das Gehäuse durch eine Fernsehkamera oder eine Lichtleiteroptik vor der Aufnahme der Reinigungstätigkeit zu inspizieren, so daß vermieden wird, daß entweder unwirksame oder schädigende Reinigungsmethoden angewandt werden.

Werden programmgesteuerte Manipulatoren verwendet, so kann, das einmal programmierte Abziehen bzw. Einfahren der Treibdüse aus dem Gehäuse bzw. in dieses bei bestimmten Randbedingungen ohne Beschädigungsgefahr erfolgen. In großtechnischen Anlagen lassen sich diese Randbedingungen jedoch nicht oder nur unter extrem hohem Aufwand realisieren. Deshalb werden Manipulatoren bevorzugt, die von Menschen ferngesteuert werden, wobei die Sichtkontrolle über Fernsehkameras erfolgt. Besonders bei den letztgenannten Manipulatoren, ist die an der Rückseite des Gehäuses von diesem wegführend angebrachte Längsführung von Vorteil, auf welcher das am Flansch der Treibdüse angebrachte Schiebeglied aufschiebbar oder aufsetzbar und längs dieser Längsführung verschieblich getragen ist. Das Aufsetzen bzw. Aufschieben des Schiebegliedes auf die Längsführung kann dabei durch geeignete Schrägflächen u. dgl. erleichtert werden. Sollte es hierbei zu einem fehlerhaften Ansteuern kommen, so führt der gegenseitige Anschlag von Längsführung und Schiebeglied durchaus nicht zu einer ernsthaften Beschädigung dieser Elemente; ist es aber gelungen, das Schiebeglied ordnungsgemäß auf die Längsführung aufzubringen, so kann es längs dieser gemeinsam mit der Treibdüse verschoben werden, wobei keinerlei Gefahr besteht, daß die empfindliche und in der Regel hochgenau geschliffene Außenoberfläche der Treibdüse gegen ein Gehäuseteil anschlägt.

Es ist grundsätzlich möglich, die Längsführung mit einem Endanschlag zu versehen und so lang auszubilden, daß nach voll ausgefahrener Treibdüse zwischen dieser und dem Gehäuse genügend Platz verbleibt, um mittels Manipulatoren Reinigungsgeräte in das Gehäuse einzubringen. Bevorzugt ist aber die Länge der Längsführung nur so bemessen, daß während des Aufbringens des Schiebegliedes auf die Längsführung keine Kollisionsgefahr zwischen Gehäuse und Treibdüse besteht.

Hierbei ist das Schiebeglied abnehmbar und wiederaufsetzbar; gemäß einer weiteren, bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung ist eine Räumeinrichtung vorgesehen, die ebenfalls ein Schiebeglied aufweist, das auf die Längsführung aufbringbar ist, so daß auch die Räumeinrichtung mühelos und ohne eine Beschädigung zu verursachen in das Gehäuse eingeführt werden kann.

Da die Treibdüse selbst innerhalb des Gehäuses zentriert ist, erübrigt sich grundsätzlich eine zusätzliche, gegenseitige Zentrierung der Flansche. Um die Zentrierungen zwischen Treibdüse und Gehäuse zu entlasten, ist aber gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung im Bereich der Flansche eine zusätzliche Zentrierung angebracht, und zwar bevorzugt in Form von Zentrierstiften, die wiederum bevorzugt am Flansch der Treibdüse angebracht sind und in Zentrierbohrungen des Gehäuseflansches einführbar sind.

Es ist grundsätzlich möglich, für die gleichzeitige Zentrierung und Abdichtung zwischen Kreiszylinderabschnitten der Treibdüse und des Gehäuses eine Kolben-Kolbenring-Anordnung vorzusehen, wie dies auch bei der eingangs genannten, gattungsbildenden Strahlpumpe der Fall ist. Der Nachteil einer solchen Ausgestaltung liegt jedoch darin, daß die geringere Korrosion bereits außerordentlich hohe Axialkräfte erforderlich macht, um Treibdüse und Gehäuse axial voneinander zu trennen.

Daher ist die konische Außenfläche der Treibdüse bis zu einer Ringwulst verbreitert, die in einer kreiszylindrischen Innenbohrung theoretisch mit Linienberührung aufsitzt und die Zentrierung bildet. Da die theoretisch linienförmige, tatsächliche aber flächige Berührungszone eine nur sehr geringe Fläche aufweist, in der ein Festkleben oder Verbacken der Berührungsflächen stattfinden kann, sind nur verhältnismäßig geringe Kräfte erforderlich, um die Treibdüse trotz völlig ausreichender Zentrierung aus dem Gehäuse auszuziehen.

Die Abdichtung zwischen dem Treibmittelraum und dem Kopfraum des Gehäuses ist besonders wesentlich, um zu verhindern, daß sich eine außermittige, Treibmittelströmung einstellt, die die Wirkungsweise der Strahlpumpe beeinträchtigen könnte. Auch in diesem Fall wäre es möglich, eine Radialdichtung zwischen der Außenseite der Treibdüse und der Innenseite des Gehäuses herzustellen. Da ein Dichtungsring einer solchen Radialdichtung jedoch dann, wenn er nach längerem Betrieb festkleben sollte, beim Ausziehen der Treibdüse Schaden nehmen könnte, so daß etwa vor dem erneuten Einbau der Treibdüse der Dichtungsring ersetzt werden müßte bzw. Reste des Dichtungsrings aus dem Gehäuse entfernt werden müßten, wird gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung vorgeschlagen, daß an Treibdüse und Gehäuse einander gegenüberliegend ein radialer Absatz bzw. ein radialer Sitz ausgebildet ist, zwischen denen eine Axial-Ringdichtung angeordnet ist, die, um ihr Auswechseln zu erleichtern, bevorzugt an der Treibdüse befestigt ist. Sollte diese Axial-Ringdichtung festkleben, dann wird sie beim Aufziehen der Treibdüse lediglich von der Verklebung abgezogen und nicht, wie im Fall einer Radialdichtung, abgeschert.

Der Gegenstand der Erfindung wird anhand der schematischen Zeichnung beispielsweise noch näher erläutert.

In deren einziger Figur ist die erfindungsgemäße Strahlpumpe im Längsschnitt gezeigt.

Diese Strahlpumpe weist ein Gehäuse 1 auf, das, etwa mit einem Sockel 7, ortsfest an einer Unterlage anbringbar bzw. abstützbar ist.

Das Gehäuse 1 weist in seinem rechtsgelegenen, vorderen Teil eine Diffusorbohrung 3, in der Zeichnung links von dieser eine erweiterte Kopfkammer 4 und in der Zeichnung noch weiter links von dieser einen stark erweiterten, im wesentlichen kreiszylindrischen Treibmittelraum 5 auf.

An der linken Seite des Treibmittelraums 5 liegt ein erweiterter Raum vor, der nach außen mündet. Dieser erweiterte Raum, der Treibmittelraum 5, die Kopfkammer 4 und die Diffusorbohrung 3 liegen auf einer gemeinsamen Achse 6.

Das linke, offene Ende des Gehäuses 1 erweitert sich in Form eines Gehäuseflansches 7, der sich im wesentlichen radial zur Achse 6 erstreckt und an seiner von der Diffusorbohrung 1 abgewandten Seite eine radiale Sitzfläche aufweist.

In die Kopfkammer 4 mündet ein Sauganschluß 8 radial ein; in den Treibmittelraum 5 mündet ebenfalls radial und beim gezeigten Ausführungsbeispiel dem Sauganschluß 8 gegenüberliegend ein Treibmittelanschluß 9 ein, der als Rohrstutzen ausgebildet ist, der an seinem freien Ende einen Befestigungsflansch 10 trägt, mittels welchem der Treibmittelanschluß 9 an eine Dampf-Druckleitung druckdicht anschließbar ist.

An der Unterseite des Gehäuseflansches 7 erstreckt sich eine gerade Führungsschiene 11, die parallel zur Achse 6 angeordnet ist. Die Führungsschiene weist den Querschnitt eines aufrechten, schmalen Rechteckes auf und ist so bemessen, daß sie ohne merkliche Verbiegung an ihrem freien Ende das Gewicht der nachfolgend beschriebenen Treibdüse zu tragen imstande ist.

Auf der Führungsschiene 11 sitzt verschieblich ein Schlitten 12, der mit einem im wesentlichen U-förmigen Querschnitt unter Bildung einer Gleitpassung die Oberseite und die Seitenflanken der Führungsschiene umgreift und die Unterseite der Führungsschiene 11 beiderseits um ein geringes Maß untergreift.

Der Schlitten 12 ist nach links in der Zeichnung von der Führungsschiene 11 abzielbar und auf diese wieder aufschiebbar.

Am Schlitten 12 ist ein Treibdüsenflansch 13 befestigt, der sich koaxial zur Achse 6 im wesentlichen radial erstreckt und eine radiale Sitzfläche aufweist, mit welcher er gegen den Gehäuseflansch 7 passend anlegbar ist.

Mit dem Treibdüsenflansch 13 ist auf seiner der Diffusorbohrung zugewandten Seite einstückig eine Treibdüse 14 verbunden, die als ein hohler, zur Achse 6 koaxialer Rotationskörper ausgebildet ist. Die Treibdüse 14 weist eine Treibmittelkammer 15 auf, die durch eine Anzahl von Radialbohrungen 16 mit dem Treibmittelraum 5 des Gehäuses 1 in Verbindung steht. Hierbei ist der Außenumfang der Treibdüse 14 im Bereich der Treibmittelkammer 15 so bemessen, daß zwischen deren Außenwand und der gegenüberliegenden Wand des Gehäuses 1 ein Ringraum gebildet ist, in welchen der Treibmittelanschluß 9 einmündet.

Das in der Zeichnung rechte, der Diffusorbohrung 3 zugewandte Ende der Treibdüse 14 verjüngt sich an der Außenseite konisch und weist im konischen Abschnitt eine Düsenbohrung 18 auf, die der Diffusorbohrung 3 gegenüberliegend in die Kopfkammer 4 einmündet.

Die konische Außenoberfläche verbreitert sich von der Seite der Diffusorbohrung 3 ausgehend zur Seite des Treibdüsenflansches 13 hin konisch und bildet einen Zentrierwulst 19, hinter welchem der Außendurchmesser der Treibdüse 14 ein wenig zurückgesetzt ist. Die Zentrierwulst 19 liegt gegen die Innenwand einer kreiszylindrischen Bohrung des Gehäuses 1 an, die die Kopfkammer 4 begrenzt.

Diese Gehäusebohrung erweitert sich unter Bildung eines radialen Sitzes 20 abrupt zu jenem Gehäuseabschnitt, der den Treibmittelraum 5 bildet. Dem Sitz 20 gegenüberliegend weist die Treibdüse 14 einen radialen Absatz 21 auf.

Zwischen dem Sitz 20 und dem gegenüberliegenden Absatz 21 ist ein zur Achse 6 konzentrischer Dichtungsring 22 angebracht, der bei Anlage des Treibmittelflansches 13 gegen den Gehäuseflansch 7 so zusammengedrückt wird, daß er den Austritt von Treibmittel aus dem Treibmittelraum 5 in die Kopfkammer 10 wirksam verhindert. Die Dichtungswirkung wird durch die Anlage zwischen dem Zentrierwulst 19 und der Innenwand der Kopfkammer 4 noch weiter unterstützt.

Der Gehäuseflansch 7 und der Treibdüsenflansch 13 weisen drei um jeweils 120° zueinander versetzte, miteinander fluchtende Bohrungen auf, die jeweils von einer Spannschraube 23 durchdrungen sind, deren Kopf 24 auf der von der Diffusorbohrung 3 abgewandten Seite des Treibdüsenflansches 13 liegt.

Das freie Ende der Spannschrauben 23 weist einen verdickten Gewindeabschnitt auf, der mit einer Mutter 25 in Eingriff steht. Die Treibmuttern 25 sind durch einen bajonettartig am Gehäuseflansch 7 befestigten Außenring 26 miteinander verbunden und in ihrer Lage gegenüber den Flanschbohrungen gehalten.

In dem zur Außenseite weisenden Ende der Bohrungen im Treibdüsenflansch 13 ist jeweils eine Schraubensicherung 27 angeordnet, welche verhindert, daß der verdickte Gewindeabschnitt der Spannschrauben 23 aus der genannten Bohrung herausrutschen kann, so daß die Spannschraube 23 unverlierbar am Treibdüsenflansch 13 angebracht ist.

Der Kopf 24 der Spannschrauben 23 stützt sich über eine von der Außenseite des Treibdüsenflansches 13 abragende Druckhülse 28 an diesem ab. Wie erkennbar, ist der Kopf 24 als Sechskantkopf mit einem sich zu dessen freien Seite hin verjüngenden konischen Führungsansatz ausgebildet, der das Aufschienen eines manipulatorseitigen Innensechskants auf den Schraubenkopf 24 erleichtert.

Ferner ist erkennbar, daß die Köpfe 24 der Spannschrauben 23 so weit von benachbarten Teilen abstehen, daß sie durch einen Manipulator mühelos ergriffen und gedreht werden können.

Der Treibdüsenflansch 13 weist an seiner Außenseite eine mittige Handhabe 29 auf, die mittels einer zur Achse 6 koaxialen Zugschraube 30 mit Abstand zum Treibdüsenflansch 13 an diesen befestigt ist. Die Handhabe 29 ist in Form einer Traverse ausgebildet, die mittig von der Zugschraube 30 durchsetzt ist und an deren beiden Enden (in der Zeichnung nicht gezeigte) Zentrierstifte angeordnet sind, welche Paßbohrungen im Treibdüsenflansch 13 durchsetzen und in Zentrier-Sackbohrungen im Gehäuseflansch 7 aufgenommen sind.

Die gezeigte Strahlpumpe ist bestimmt zur Montage in einer heißen Zelle oder einem sonstigen, von Menschen nicht betretbaren Raum, in welchem Handreichungen durch Manipulatoren durchgeführt werden müssen.

Ist die gezeigte Strahlpumpe verstopft oder sind sonstige Reinigungs- und Wartungsarbeiten erforderlich oder soll die Treibdüse 14 durch eine andere ersetzt werden, dann werden durch Manipulatoren aufeinanderfolgend die Köpfe 24 der drei Spanschrauben 23 ergriffen und die Spannschrauben gelöst. Anschließend wird die Handhabe 29 mit einem Manipulator ergriffen, und die Treibdüse 14 wird zusammen mit dem Treibdüsenflansch 13, der mit dem Schlitten 12 auf der Führungsschiene 11 geführt ist, längs dieser aus dem Gehäuse 1 herausgezogen, das seinerseits durch den Sockel 2 und den Befestigungsflansch 10 ortsfest gehalten ist.

Nun kann ein manipulatorbetätigtes Reinigungsgerät, das bevorzugt ebenfalls einen dem Schlitten 12 ähnlichen Schlitten aufweist, in das Gehäuse 1 eingeführt werden, um dort die erforderlichen Reinigungsarbeiten durchzuführen, z. B. die Kopfkammer 4 auszuschaben und nachzureiben, die Diffusorbohrung durchzuräumen u. dgl. Anschließend wird die Treibdüse 14 mit ihrem Schlitten 12 längs der Führungsschiene 11 wieder in das Gehäuse 1 eingeschoben bzw. eine andere Treibdüse 14 wird mit ihrem Schlitten 12 auf die Führungsschiene 11 aufgeschoben und dann in das Gehäuse 1 eingeschoben. Nach dem Festziehen der drei Spannschrauben 23 mittels eines Manipulators ist die Strahlpumpe wieder betriebsbereit.


Anspruch[de]
  1. 1. Strahlpumpe mit einem Pumpengehäuse, das an seinem einen axialen Ende eine Diffusorbohrung und an seinem anderen axialen Ende eine Öffnung zum Einführen einer Treibdüse aufweist, sowie in Axialrichtung hintereinander versetzt angeordnete radiale Treibmittel- und Sauganschlüsse, wobei die Treibdüse mindestens eine mit dem Treibmittelanschluß in Strömungsverbindung stehende radiale Durchgangsöffnung aufweist sowie eine fest mit ihr verbundene in Axialrichtung abgeschlossene Verlängerung, die aus der Öffnung des Gehäuses herausragt, wobei die Verlängerung der Treibdüse als Flansch ausgebildet ist, der mit einem am Gehäuse angebrachten Gegenflansch verschraubt ist, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß der an der Verlängerung der Treibdüse (14) angebrachte Flansch als Deckplatte (13) ausgebildet ist,
    2. - daß am von der Diffusorbohrung (3) abgewandten Ende des Gehäuses (1) eine zu diesem achsparallele Längsführung bzw. Schiene (11) angeordnet ist,
    3. - daß die Deckplatte (13) mittels eines Schlittens (12) auf der Schiene (11) verschieblich geführt und gehalten ist,
    4. - daß die Außenwand der Treibdüse (14) am diffusorseitigen Ende einen Zentrierkonus aufweist, an den sich ein Zylinderabschnitt mit gegenüber dem maximalen Konusdurchmesser (19) verringertem Außendurchmesser anschließt,
    5. - daß im Gehäuse (1) eine Zylinderbohrung zur passenden Anlage gegen den maximalen Konusdurchmesser (19) ausgebildet ist,
    6. - daß die Außenkontur der Treibdüse (14) anschließend an den Zylinderabschnitt eine Stufe aufweist, so daß eine ringförmige Dichtfläche (21) gebildet ist, deren Normale parallel zur Mittelachse (6) der Strahlpumpe verläuft, und das Gehäuse (1) gegenüberliegend zur der Dichtfläche (21) eine korrespondierende Dichtfläche (20) aufweist und zwischen den beiden Dichtflächen (20, 21) ein Dichtring (22) angeordnet ist.
  2. 2. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß eine Abziehvorrichtung (29, 30) vorgesehen ist, die eine an der Deckplatte (13) angreifende Schraube (30) aufweist, welche von einem Manipulator zum Abziehen der Treibdüse (14) aus dem Gehäuse (1) ergreifbar ist.
  3. 3. Strahlpumpe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß der Schlitten (12) von der Längsführung (11) abnehmbar und wieder auf diese aufsetzbar bzw. aufschiebbar ist.
  4. 4. Strahlpumpe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
    1. - daß der Dichtring (22) an der Treibdüse (14) befestigt ist.






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