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Dokumentenidentifikation DE4002115A1 01.08.1991
Titel Zirkel
Anmelder J. S. Staedtler GmbH & Co, 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Brunner, Engelbert, 8502 Zirndorf, DE
Vertreter Charrier, R., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 8900 Augsburg
DE-Anmeldedatum 25.01.1990
DE-Aktenzeichen 4002115
Offenlegungstag 01.08.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 01.08.1991
IPC-Hauptklasse B43L 9/24
IPC-Nebenklasse B43L 9/14   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zirkel nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bei einem bekannten Zirkel dieser Art weist die eine Aufnahmevorrichtung des einen Schenkels eine Nadel auf. Beim anderen Schenkel lagert das Drehgelenk eine Klemmvorrichtung, in welche eine weitere Aufnahmevorrichtung einsteckbar und festklemmbar ist. In die weitere Aufnahmevorrichtung ist einsteckbar und festklemmbar eine Mine. Soll dieser Zirkel als Stechzirkel verwendet werden, dann ist in die andere Aufnahmevorrichtung eine weitere Nadel einsteck- und festklemmbar. Soll der Zirkel als Tuschezirkel verwendet werden, dann wird in die Klemmvorrichtung eine Aufnahmevorrichtung eingesteckt und festgeklemmt, die an ihrem Ende eine Tuschefeder aufweist.

Bei diesem bekannten Zirkel dienen die Drehgelenke dazu, bei großen Öffnungsweiten des Zirkels die Aufnahmevorrichtungen so gegenüber den Schenkeln schwenken zu können, daß die Spitzen an den Aufnahmevorrichtungen etwa senkrecht zur Zeichenebene verlaufen.

Bei den bekannten Zirkeln sind bei Nichtgebrauch die Spitzen ungeschützt. Hierbei besteht die Gefahr, daß die Spitzen, insbesondere die Nadel- und Tuschefederspitzen Verletzungen hervorrufen und die Gefahr besteht, daß die ungeschützte Mine bricht. Diese Bruchgefahr und auch die Gefahr der Deformation der Nadel- und der Tuschefederspitzen besteht insbesondere, wenn der Zirkel mit seinen Spitzen nach unten fällt.

Es besteht die Aufgabe, den Zirkel so weiterzubilden, daß bei Nichtgebrauch seine Spitzen geschützt sind.

Gelöst wird diese Aufgabe mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruches 1. Vorteilhafte Ausgestaltungen sind den Unteransprüchen entnehmbar.

Auführungsbeispiele werden nachfolgend anhand der Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:.

Fig. 1 Eine Seitenansicht des Zirkels bei geschlossenen Schenkeln;

Fig. 2 eine in Bezug auf Fig. 1 um 90° gedrehte Seitenansicht des Zirkels;

Fig. 3 eine der Fig. 1 entsprechende Seitenansicht bei geöffneten Schenkeln;

Fig. 4 einen Vertikalschnitt durch die Schenkelenden;

Fig. 5 einen Schnitt längs der Linie V-V in Fig. 4 und

Fig. 6 einen Vertikalschnitt durch den Kopf des Zirkels.

Der Zirkel weist einen U-förmigen Zirkelkopf 1 auf, in welchem die beiden Schenkel 2, 3 jeweils über eine Achse 4, 5 drehbar gelagert sind. Die kopfseitigen Enden der Zirkelschenkel 2, 3 stehen in bekannter Weise über eine Verzahnung miteinander in Eingriff. Um die Gängigkeit der Schenkel 2, 3 einstellen zu können, ist eine Einstellschraube 6 vorgesehen, die in den einen Seitenschenkel des Zirkelkopfes eingeschraubt ist und deren Kopf gegen die Außenseite des anderen Seitenschenkels des Kopfes 1 zur Anlage kommt. Je mehr diese Einstellschraube angezogen wird, um so schwergängiger lassen sich die Schenkel 2, 3 verschwenken.

Der linke Schenkel 3 stellt den Nadelschenkel dar, während der rechte Schenkel 2 im gezeigten Ausführungsbeispiel der Bleistiftminenschenkel ist.

Am vorderen Ende 7 des Schenkels 3 ist ein Schlitz 8 vorgesehen. Die Ebene dieses Schlitzes 8 liegt in der gemeinsamen von den beiden Schenkeln 2, 3 gebildeten Ebene. Rechtwinklig zu dieser Ebene verläuft eine Klemmschraube 9, die mit der Schlitzwandung 10 verschraubt ist und deren Kopf sich an der Außenseite der Schlitzwandung 17 abstützt. Diese Klemmschraube 9 dient zur Lagerung und zur Klemmung einer Aufnahmevorrichtung 12. In dieser Aufnahmevorrichtung 12 ist klemmend eingesteckt eine Nadel 13. Damit diese Nadel festgehalten wird, ist der der Nadelspitze abgewandte Teil der Aufnahmevorrichtung geschlitzt ausgeführt. Die Aufnahmevorrichtung 12 ist als Flachteil ausgebildet und weist eine Dicke auf, die der Breite des Schlitzes 8 entspricht. Die Aufnahmevorrichtung 12 erstreckt sich beidseits der Klemmschraube 9 und weist an dem der Nadelspitze abgewandten Seite einen Anschlag 14 auf. In der gezeigten Gebrauchslage kommt der Anschlag 14 zur Anlage an die Außenseite des Schenkels 3. Die Aufnahmevorrichtung 12 ist weiterhin mit einem Steg 15 versehen, der in Richtung der Spitze 16 der Nadel 13 verläuft.

Der Schenkel 2 weist an seinem vorderen Ende eine Bohrung 17 auf, in welchen ein Zapfen 18 eines Bleimineneinsatzes 19 eingesteckt ist, der von einer Klemmschraube 20 festgehalten wird. Dieser Bleimineneinsatz ist ebenfalls mit einem Schlitz 8 versehen, dessen Schlitzwände wie vorbeschrieben über eine Klemmschraube 9A miteinander verbunden sind, die zur Lagerung und zum Festklemmen einer weiteren Aufnahmevorrichtung 12A dient. In diese Aufnahmevorrichtung 12A ist eine Bleimine 21 eingesetzt. Diese Bleimine 21 wird wie anhand der Nadel 13 beschrieben von der Aufnahmevorrichtung 12A festgehalten. An der der Minenspitze 22 abgewandten Seite ist die Aufnahmevorrichtung 12A ebenfalls mit einem Anschlag 14 versehen.

Wie die Fig. 4 zeigt, weisen beide Aufnahmevorrichtungen 12, 12A eine keilförmig sich verjüngende und an ihrer Spitze sich erweiternde Klemmausnehmung 23 auf, bei der die Erweiterung kreisförmig ausgebildet ist und einen den Klemmschrauben 9, 9A angepassten Durchmesser aufweist. Über diese Klemmausnehmungen 23 können die Aufnahmevorrichtungen 12, 12A auf die jeweilige Klemmschraube 9, 9A aufgeklippt werden.

Anstelle des Bleimineneinsatzes 19 können auch andere Einsätze mit ihrem Zapfen 18 in die Bohrung 17 eingesetzt werden, wie beispielsweise ein Einsatz mit einer Tuschefeder. Wird der Zirkel als Stechzirkel verwendet, findet ein Einsatz Verwendung, der eine Aufnahmevorrichtung 12 mit einer Nadel 13 aufweist. Anstelle des Bleimineneinsatzes 19 kann auch eine Verlängerungsstange am Schenkel 2 angebracht werden. Anstelle der Aufnahmevorrichtung 12 kann von der Klemmschraube 9 ebenfalls eine Verlängerungsstange festgehalten werden. Besteht die Aufnahmevorrichtung 12 aus Metall, dann ist es möglich, an dieser direkt die Nadel 13 anzuformen.

Im geschlossenen Zustand nach Fig. 1 und in Gebrauchslage nach Fig. 3 enden die Schenkel 2, 3 jeweils in den Spitzen 16, 22. Durch Anziehen der Klemmschrauben 9, 9A werden die Aufnahmevorrichtungen 12, 12A festgehalten. Die Aufnahmevorrichtungen 12, 12A können relativ zu den Schenkeln 2, 3 geschwenkt und festgeklemmt werden, wie dies beim Schenkel 2 bezüglich der Aufnahmevorrichtung 12A gezeigt ist. Dieses Schwenken ist vorteilhaft bei großen Öffnungsweiten des Zirkels.

Beim Nichtgebrauch des Zirkels werden die Klemmschrauben 9, 9A gelöst und sodann die Aufnahmevorrichtung 12A im Uhrzeigersinn und die Aufnahme 12 im Gegenuhrzeigersinn um 180° so gedreht, daß die Mine 21 mit ihrer Spitze 22 und die Nadel 13 mit ihrer Spitze 16 in den oberen Bereich der Schlitze 9 eingeschwenkt und damit gegen Berührung gesichert sind. In der eingeschwenkten Stellung liegen die Anschläge 14 gegeneinander an. In Gebrauchslage bietet der Steg 15 einen zusätzlichen Schutz, der ein tiefes Eindringen der Nadel 13 in die Haut oder einen Gegenstand verhindert.

Damit ein Verkanten der beiden Schenkel 2, 3 relativ zueinander bei kleinen Öffnungsweiten des Zirkels verhindert wird, ist der Schenkel 3 mit einem Schlitz 24 versehen, in den eine Nase 25 des Schenkels 2 eingreift.

Mit Ausnahme der Klemmschrauben 6, 9, 9A und 20 sowie der Nadel 13 und der Mine 21 können die Teile des Zirkels aus Kunststoff gefertigt sein. Um dessen Gewicht zu erhöhen, können die Schenkel 2, 3 mit längsverlaufenden Ausnehmungen 26 versehen sein, in welche jeweils ein stangenförmiges Metallteil 27 eingesetzt ist, die durch an den Schenkelinnenseiten angeformten Nasen vor dem Herausfallen gesichert werden.

In einer einfachen Version kann der Bleimineneinsatz 19 einstückig zum Schenkel 2 ausgebildet sein.

Unter Schenkelenden 7 im vorstehenden Sinn sind auch die dem Zirkelkopf abgewandten Enden von Verlängerungsstangen zu verstehen, an denen die vorbeschriebenen Ausnehmungen und die vorbeschriebenen Aufnahmevorrichtungen 12, 12A angeordnet sind.


Anspruch[de]
  1. 1. Zirkel mit zwei in einem Zirkelkopf drehbar gelagerten Schenkeln, deren Enden über ein Drehgelenk jeweils eine Aufnahmevorrichtung lagern, die relativ zu den Schenkeln in einer durch die Schenkel gebildeten Ebene schwenkbar sind und die je eine Spitze aufweisen, die einerseits von einer Nadel und andererseits von einer Zeichenspitze oder einer Nadel gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkelenden (7) jeweils eine vom Drehgelenk in Richtung des Zirkelkopfes (1) verlaufende Ausnehmung aufweisen und die Aufnahmevorrichtungen (12, 12A) mit ihren Spitzen (16, 22) aus ihrer Gebrauchslage in diese Ausnehmungen schwenkbar sind.
  2. 2. Zirkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen an den einander zugewandten Seiten der Schenkel (2, 3) vorgesehen sind.
  3. 3. Zirkel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen Schlitze (8) sind, die in der von den Schenkeln (2, 3) gebildeten Ebene verlaufen und die Aufnahmevorrichtungen 12, 12A aus Flachteilen bestehen, die mit ihren Spitzen (16, 22) in diese Schlitze (8) einschwenkbar sind.
  4. 4. Zirkel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die als Flachteile ausgebildeten Aufnahmevorrichtungen (12, 12A) beidseits ihrer Drehgelenkachse sich erstrecken und die den Spitzen (16, 22) abgewandten Seiten der Flachteile jeweils einen quer zu ihnen verlaufenden Anschlag (14) aufweisen, der in Gebrauchslage der Spitzen (16, 22) zur Anlage an den jeweiligen Schenkel (2, 3) kommen.
  5. 5. Zirkel nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die als Flachteile ausgebildeten Aufnahmevorrichtungen (12, 12A) jeweils eine keilförmig sich verjüngende und an ihrer Spitze sich erweiternde Klemmausnehmung (23) aufweisen, die auf einem die Drehgelenkachse bildenden Zapfen im Schlitz (8) aufsteckbar ist.
  6. 6. Zirkel nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Aufnahmevorrichtungen (12, 12A) geschlitzte Klemmaufnahmevorrichtungen sind, in welche Nadeln (13) und Minen (22) einsteckbar sind, die jeweils um eine quer zur Schlitzebene verlaufende Klemmschraube (9, 9A) drehbar sind, die mit der einen Schlitzwandung (10) verschraubbar ist und deren Kopf gegen die Außenseite der anderen Schlitzwandung (11) zur Anlage kommt.
  7. 7. Zirkel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Köpfe an einander gegenüberliegenden Außenseiten der Schenkel (2, 3) zur Anlage kommen.
  8. 8. Zirkel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Anschläge (14) an die Außenseiten der Schenkel (2, 3) zur Anlage kommen, die quer zu den von den Schenkeln gebildeten Ebene verlaufen.






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