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Dokumentenidentifikation DE4022047C1 14.08.1991
Titel Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung für Brennöfen
Anmelder Bohn, Paul, Dipl.-Ing., 8500 Nürnberg, DE
Erfinder Bohn, Paul, Dipl.-Ing., 8500 Nürnberg, DE
Vertreter Merten, F., Pat.-Ing. Ziv.-Ing., 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 11.07.1990
DE-Aktenzeichen 4022047
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 14.08.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 14.08.1991
IPC-Hauptklasse F27D 1/00
IPC-Nebenklasse C04B 35/68   
Zusammenfassung Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung für Brennöfen, bestehend aus einem Gehäuse, einer innen an diesem Gehäuse befestigten Schicht aus feuerfestem Material, wobei diese Schicht aus Platten besteht, welche mittels Halterohren gehalten werden, und wobei diese Halterohre mit der einen Seite an dem Gehäuse befestigt sind und an ihrer anderen Seite mit Flanschen versehen sind, welche durch passende Ausnehmungen der Platten greifen und diese halten, wobei zwischen den Platten (5, 6, 7) T-Profile (12, 13), mit Quer- (10) und Längsstegen (11) angeordnet sind und wobei die Querstege (10) nach innen gerichtet sind und jeweils zwei Platten (5, 6, 7) übergreifen, und wobei die Längsstege (11) zwischen die Platten (5, 6, 7) nach außen greifen, und endseitig mit Ausnehmungen (14) versehen sind, wobei die Flansche (21) der Halterohre (20) in die Ausnehmungen (14) der Längsstege (11) greifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung für Brennöfen, bestehend aus einem Stahlgehäuse, einer innen an diesem Gehäuse befestigten Schicht aus feuerfestem Material, wobei diese Schicht aus Platten besteht, welche mittels Halterohren gehalten werden, und wobei diese Halterohre mit der einen Seite an dem Gehäuse befestigt sind und an ihrer anderen Seite mit Flanschen versehen sind, welche durch passende Ausnehmungen der Platten greifen und diese halten.

Derartige Wand- und Deckenauskleidungen sind bekannt. Die DE-AS 28 32 079 offenbart zum Beispiel eine keramische Deckenauskleidung aus Schamotte-Platten, die mittels Halterohren an der Wand befestigt sind. Die Halterohre sind mit Flanschen versehen, die bei der Montage in halbkreisförmige Ausschnitte jeweils mehrere Schamotte-Platten geschoben werden, oder durch Bohrungen in den Platten nach innen greifen. Zwischen der Außenblechwand, in der die Halterohre befestigt sind, und den Schamotte-Platten wird eine Isolierung eingebracht. Diese Isolierung besteht vorzugsweise aus Keramikfaser- oder Mineralfasermaterial in Mattenform oder in Stopfqualität. Da durch die thermisch bedingte Ausdehnung der Schamotte-Platten das Halterohr nicht fest z. B. eingemörtelt werden darf, besteht die Gefahr, daß die Platten in die Isolierung der Wandauskleidung gedrückt werden können, da sie direkt auf dieser aufliegen. Die Halterohre selbst, die zum Feuerraum hin offen sind, müssen innen mit z. B. Keramikfaserwolle abgedichtet werden. Durch die später einsetzende Schwindung der Fasern muß öfters nachgestopft werden. Die Dichtung fällt überdies auch leicht ganz heraus, insbesondere bei Deckenauskleidungen und tragen dadurch zu einem unnötigen Wärmeverlust bei. Aus der DE-OS 20 52 942 ist eine feuerfeste Decken- und Wandkonstruktion bekannt, bei der Platten zwischen Ankersteinen befestigt, bzw. aufgehängt werden. Auch hier besteht die Gefahr des Eindrückens der Platten und auch hier müssen Fugen vermörtelt, bzw. mit Keramikfasermaterial ausgestopft werden.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, eine Wand- oder Deckenauskleidung zu schaffen, bei der die Platten die offenen Flanschlöcher der Halterohre abdecken und bei der gleichzeitig ein Eindrücken der Platten in die Isolierung ausgeschlossen ist. Darüber hinaus soll eine Wand- oder Deckenauskleidung geschaffen werden, die aus leicht auswechselbaren Teilen besteht und die eine glatte Oberfläche ermöglichen.

Diese Aufgabe wird mit den im kennzeichnenden Teil des Hauptanspruchs genannten Mitteln gelöst.

Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen umfaßt.

Im folgenden wird die Erfindung anhand von Zeichnungen näher beschrieben. Dabei zeigt

Fig. 1 eine Draufsicht auf eine erfindungsgemäße Wand- oder Deckenauskleidung;

Fig. 2 und Fig. 3 Schnitte durch die Wand- oder Deckenauskleidung in Fig. 1;

Fig. 4 eine Draufsicht auf eine weitere Ausführung einer erfindungsgemäßen Wand- oder Deckenauskleidung;

Fig. 5 und Fig. 6 Schnitte durch die Wand- oder Deckenauskleidung gemäß Fig. 4;

Fig. 7 einen Schnitt durch ein erfindungsgemäßes Halterohr;

Fig. 8 eine Draufsicht auf das erfindungsgemäße Halterohr gemäß Fig. 6;

Fig. 9 eine Seitenansicht des erfindungsgemäßen Halterohrs gemäß Fig. 6;

Fig. 10, 11, 12 verschiedene Darstellungen der erfindungsgemäß verwendeten T-Profile;

Fig. 13 einen Schnitt entlang der Linie A-A gemäß Fig. 11;

Fig. 14 bis 20 verschiedene, erfindungsgemäß verwendete Platten mit Drauf- und Seitenansichten.

Die Wand- oder Deckenauskleidung gemäß Fig. 1 bis 3 zeigt Platten 7 die rundum mit Randstreifenvertiefungen versehen sind, in welche die Querstange 10 von T-Profilen 12 eingreifen. Die Längsstege 11 der T-Profile 12 ragen zwischen den Platten 7 nach außen in Richtung auf das Ofengehäuse. An den Enden der T-Profile sind die Längsstege mit Ausnehmungen versehen, in die Halterohre 20 mit ihren Flanschen 21 eingreifen. Auf diese Art bietet die so ausgekleidete Wand oder Decke eine nach innen vollständig geschlossene Fläche. Zwischen die T-Profile 12 und die Platten 7 kann zum Ausgleich des für die Wärmeausdehnung nötigen Spiels Keramikfaserpapier eingelegt werden. Damit ist diese Fläche auch dicht.

Fig. 4 bis 6 zeigen eine weitere Ausführung der Erfindung. Im Unterschied zu der vorher beschriebenen Ausführung sind die Platten 6 hier lediglich an zwei gegenüberliegenden Seiten mittels T-Profilen 13 und Halterohren 20 befestigt. Der nach innen dichte Abschluß wird an den anderen beiden Seiten dadurch erreicht, daß sich die Platten 6 stufenförmig überlappen. Die Platten 6 weisen dafür ineinanderpassende Randstreifenvertiefungen auf. Auch hier ist es vorteilhaft, Keramikfaserpapier zum Ausgleich des u. a. durch Wärmeausdehnung erzeugten Spiels einzulegen.

In Fig. 7 bis 9 wird die erfindungsgemäße Verbindung zwischen Halterohr 20, T-Profilen 12, 13 und Platten 5, 60 gezeigt. Das Halterohr 20 ist vorzugsweise eine konische, sich nach innen erweiternde Hülse aus keramischem Material. Sie ist nach außen im Ofengehäuse 1 verschraubt, wobei sie an ihrem Kopf vorzugsweise in einer am Gehäuse angeschweißten Zentrierhülse 25 mit einem festen Isolierkern 26 aus Mineralfaser geführt ist. Das Halterohr 20 ist oben geschlossen und weist eine axiale Bohrung 24 für eine Befestigungsschraube 27, sowie eine Ausnehmung 23 für den Kopf dieser Schraube 27, in der dieser formschlüssig geführt wird, auf. Die Schraube 27 ist durch die Bohrung 24 weiter durch eine Bohrung im Gehäuse 1 nach außen geführt und dort mit einer Mutter befestigt. Endseitig hat die Schraube 27 eine z. B. Zwei- oder Vierkantverlängerung, wodurch die Schraube und mit ihr, durch den Schraubenkopf zwangsgeführt, das Halterohr 20 verdreht werden kann. Zwischen Isolierkern 26 und Bohrung 24 des Halterohrs 20 kann um die Schraube 27 ein Sicherungsring angeordnet sein, damit ein loses Herausfallen der Schraube verhindert wird.

Das Halterohr 20 weist an seinem nach innen gerichteten unteren Ende einen ringförmigen Flansch 21 mit zwei oder mehreren Ausnehmungen 22 auf. Der Flansch 21 rastet in entsprechende endseitige Ausnehmungen 14 in den Längsstegen der T-Profile 12, 13 ein, wobei diese Ausnehmungen 14 derart gestaltet sind, daß sie das untere Ende des Halterohrs 20 aufnehmen können, wobei die T-Profile 12, 13 im Bereich der Querstange 10, sowie im unteren Bereich der Längsstege 11 stirnseitig aneinanderliegen. Die Ausnehmungen 14 in den Längsstegen 11 der T-Profile 12, 13 werden nach außen von Nasen 15 übergriffen, wobei diese Nasen 15 so bemessen sind, daß das Halterohr 20 dann über sie geschoben werden kann, wenn es so gedreht wird, daß die Ausnehmungen 22 des Flanschs 21 über die Nasen 15 zu liegen kommen. Ist das Halterohr 20 über die Nasen 15 geschoben, bzw. sind die T-Profile 12, 13 mit ihren Längsstegen 11 in die Ausnehmungen 14 eingebracht, so genügt eine Drehung des Halterohrs 20 um die Nasen 15 außer Eingriff mit den Ausnehmungen 22 zu bringen und eine feste Verbindung zwischen Halterohr 20 und T-Profilen 12, 13 zu ermöglichen. Das Auswechseln der Platten geschieht in einfacher Weise auf dem umgekehrten Weg. Es handelt sich hier um eine Art Bajonettverschluß.

Diese feste Verbindung wird dann erzielt, wenn mehrere Halterohre 20 mit mehreren T-Profilen 12, 13 mehrere Platten 5, 6, 7 fachwerkförmige einfassen. Die Platten werden dabei mit ihren Randstreifenvertiefungen, oder, falls einfache, ebene Platten verwendet werden, an ihren Kanten zwischen den Querstegen 10 der T-Profile 12, 13 und der unteren Fläche der Halterohre 20 gehalten. Es ist vorteilhaft, dabei Dichtstreifen 16 aus Keramikfaserpapier einzulegen. In Fig. 9 ist dargestellt, wie ein Halterohr 20 an der Gehäusewand 1 in der Zentrierhülse 25 befestigt ist und an seinem anderen Ende mittels eines T-Profils Platten 5, 6 hält, wobei hier sowohl die Ausführung einer überlappenden Platte 6 mit Randstreifenvertiefungen, wie auch einer ebenen Platte 5 gezeigt ist. Zwischen den Platten 5, 6 und der Gehäusewand 1 ist eine Isolierung aus Keramik- 2, bzw. Mineralfasermaterial 3, eingebracht.

Die Fig. 10 bis 13 stellen zwei verschiedene T-Profile 12, 13 dar. Die erste Ausführung eines T-Profils 12 ist endseitig angewinkelt zugeschnitten, damit ein sternförmiger Aufbau der T-Profile, wie in Fig. 1 verdeutlicht, ermöglicht wird. Laufen die T-Profile 35 spitz zu, so ist die gebildete Fläche in sich geschlossen. Das T-Profil 13 zeigt die Variante für den Aufbau gemäß Fig. 4, wo die T-Profile nur an zwei Plattenseiten angebracht sind. In der Seitenansicht sind die endseitigen Ausnehmungen 14, sowie die diese übergreifenden Nasen 15 dargestellt. Fig. 13 zeigt einen Schnitt durch ein T-Profil 13 mit den zu haltenden Platten 5, 7 wobei die eine Platte 7 mit Randstreifenvertiefung und die Platte 5 als ebene Platte ausgeführt sind.

Fig. 14 bis 20 zeigen schließlich verschiedene Platten 5, 6, 7 die erfindungsgemäß eingesetzt werden können. Die Platte 5 ist als einfache, eben Platte aufgeführt. Die Platten 6 und 7 weisen Randstreifenvertiefungen auf. Die Platte 7 ist zusätzlich mit üblichen Spiegeln 8 versehen.

Als Material für die Platten ist grundsätzlich hochwertiges keramisches Material, sogenannte Ingenieurkeramik, am Besten geeignet. Sämtliche T-Profile, Platten und Halterohre sind aus dünner, 10 bis 20 mm starker hochwertiger Keramik für einen Temperaturbereich von über 1000°C. Dadurch, daß die Platten zwischen T-Profilen und Halterohren fest gehalten werden, wird erreicht, daß ein Eindrücken der Wandverkleidung in die Isolierung ausgeschlossen ist. Sämtliche Elemente können ohne Mörtel verlegt werden. Als Dichtmaterial ist Keramikfaserpapier oder -matte völlig ausreichend.

Positionsliste:

1 Stahlgehäuse;

2 Keramikfasermaterial;

3 Mineralfasermaterial;

5 einfache flache Platte;

6 stufenförmig überlappende Platte;

7 Platte mit Randstreifenvertiefungen;

8 Spiegel;

10 Querstege;

11 Längsstege;

12 angewinkeltes T-Profil;

13 stumpfes T-Profil;

14 Ausnehmungen in den T-Profilen;

15 Nasen;

16 Dichtstreifen;

20 Halterohr;

21 Flansch;

22 Ausnehmung im Flansch;

23 Ausnehmung zur Aufnahme des Kopfes von Schrauben 27;

24 Bohrung;

25 Zentrierhülse;

26 Isolierkern;

27 Schraube;

28 Zweikant- oder Vierkantverlängerung;

29 Sicherungsring


Anspruch[de]
  1. 1. Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung für Brennöfen, bestehend aus

    einem Gehäuse,

    einer innen an diesem Gehäuse befestigten Schicht aus feuerfestem Material,

    wobei diese Schicht aus Platten besteht, welche mittels Halterohren gehalten werden, und

    wobei diese Halterohre mit der einen Seite an dem Gehäuse befestigt sind und an ihrer anderen Seite mit Flanschen versehen sind, welche durch passende Ausnehmungen der Platten greifen und diese halten,

    dadurch gekennzeichnet,

    daß zwischen den Platten (5, 6, 7) T-Profile (12, 13), mit Quer- (10) und Längsstegen (11) angeordnet sind,

    daß die Querstege (10) nach innen gerichtet sind und jeweils zwei Platten (5, 6, 7) übergreifen,

    daß die Längsstege (11) zwischen die Platten (5, 6, 7) nach außen greifen, und

    daß die Längsstege (11) endseitig mit Ausnehmungen (14) versehen sind,

    wobei die Flansche (21) der Halterohre (20) in die Ausnehmungen (14) der Längsstege (11) greifen.
  2. 2. Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Ausnehmungen (14) der Längsstege (11) der T-Profile (12, 13) von Nasen (15) übergriffen werden,

    daß die Flansche (21) der Halterohre (20) mindestens zwei Ausnehmungen (22) aufweisen,

    und daß die Halterohre (20) und die Längsstege (11) nach der Art eines Bajonettverschlusses miteinander in Eingriff zu bringen sind.
  3. 3. Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Platten (5, 7) rechteckig sind an allen vier Seiten von T-Profilen (12) eingefaßt werden.
  4. 4. Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,

    daß die Platten (6) rechteckig sind und an zwei Seiten von T-Profilen (13) eingefaßt werden,

    und daß die Platten (6) an den beiden anderen Seiten stufenförmig übereinanderlappen.
  5. 5. Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterohre (20) in Zentrierhülsen (25), die an der Wand des Gehäuses (1) befestigt sind, geführt werden.
  6. 6. Feuerfeste Wand- und Deckenauskleidung nach Anspruch 1 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterohre (20) mit Mitteln (27, 28, 29) versehen sind, mit welchen eine Verdrehung derselben von außerhalb des Gehäuses (1) durchgeführt werden kann.






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