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Dokumentenidentifikation DE4005751A1 29.08.1991
Titel Seersucker-Einrichtung
Anmelder Lindauer Dornier GmbH, 8990 Lindau, DE
Erfinder Dütsch, Hans;
Geiger, Hans, 8990 Lindau, DE
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 8990 Lindau
DE-Anmeldedatum 23.02.1990
DE-Aktenzeichen 4005751
Offenlegungstag 29.08.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 29.08.1991
IPC-Hauptklasse D03D 27/06
Zusammenfassung Beschrieben wird eine Vorrichtung zur Herstellung eines Seersuckergewebes mit Hilfe einer Webmaschine, wobei eine den Überschuß der Polkettfäden des Gewebes bewirkende Einrichtung ausgangseitig der eigentlichen Webmaschine angeordnet ist und gleichzeitig dafür gesorgt wird, daß einlaufseitig der Webmaschine die Polkettfadenschar zugentlastet wird, derart, daß sie zum Polkettbaum hin möglichst nicht zurückweicht.
Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung wird ein Überschuß von 41% und mehr erzielt, verglichen mit Überschüssen beim Stand der Technik im Bereich von 30 bis 32%, und zwar bei einem fehlerfreien, sehr gleichmäßigen Seersuckergewebe.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zur Herstellung eines Seersuckergewebes mit Hilfe einer Webmaschine, wobei eine Einrichtung vorgesehen ist, die mit Hilfe einer oszillierenden Bewegung den Polkettfäden des Gewebes, verglichen mit den Grundfäden des Gewebes, einen Überschuß mitteilt, und mit einem eingangseitig der Webmaschine vorgesehenen Polkettbaum mit einem Lenkerarm, mit einer Umlenkwelle, über die die Polkettfadenschar geführt ist.

Bei den bisher verwendeten derartigen Vorrichtungen wird die notwendige Differenzbewegung zwischen der Grundkettfadenschar und der Polkettfadenschar so erreicht, daß durch die naturgemäß unterschiedlichen Spannungen (Spannungsdifferenz zwischen der Polkettfadenschar und der Grundkettfadenschar) der Überschuß erreicht wurde. Diese unterschiedlichen Spannungen werden beim Stand der Technik durch einen unterschiedlichen Antrieb des Polkettbaumes im Vergleich zum Grundkettbaum der Webmaschine erreicht. Damit kann aber nur mehr oder weniger zufällig der beabsichtigte Überschuß erreicht werden. Es ist also hierbei nur eine Einstellung des Überschusses mit relativ großen Streuungen möglich. Bisher werden beim Anschlagen des Schußfadens die etwas leichtgängiger eingestellten Polkettfäden stärker mitgenommen als die Grundkettfäden, wodurch es zu dem gewünschtem Überschuß kommt. Dies ist aber nur mit großen Streuungen reproduzierbar, so daß das Gewebe, hergestellt mit einer derartigen bekannten Vorrichtung, in sich sehr ungleichmäßig ist, insbesondere wenn ein hoher Überschuß gefordert wurde. Mit diesen bekannten Vorrichtungen lassen sich Überschüsse bis etwa 30 bis 32% erzielen.

Hier setzt die Erfindung ein, der die Aufgabe zugrunde liegt, eine Vorrichtung mit den eingangs genannten Merkmalen vorzuschlagen, mit der Gewebe mit fühlbar größeren Überschüssen hergestellt werden können, die sich außerdem durch eine ganz wesentliche Vergleichmäßigung der Gewebestruktur auszeichnen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist die Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß die den Überschuß bewirkende Einrichtung ausgangseitig der Webmaschine hinter dem Bindepunkt des Gewebes angeordnet ist und dem fertigem Gewebe eine Oszillationsbewegung in Richtung des Kettfadenverlaufes des Gewebes mitteilt, wobei einlaufseitig der Webmaschine die Polkettfadenschar zugentlastet wird derart, daß sie zum Polkettbaum hin möglichst nicht zurückweicht.

Durch diese Maßnahmen wird die Erfindungsaufgabe gelöst. Es ist jetzt möglich, bei absolut präziser gleichmäßiger Verarbeitung des Gewebes einen wesentlich höheren Überschuß zu erzielen, der im Bereich von 41% oder auch darüber liegt. Wesentlich ist es also, daß dem bereits fertigem Gewebe die oszillierende Bewegung mitgeteilt wird, wobei gleichzeitig dafür gesorgt wird, daß die Polkettfadenschar einlaufseitig der eigentlichen Webmaschine bei dieser oszillierenden Bewegung zum Polkettbaum nicht zurückweicht. Dies wird durch eine besonders leichtgängige Führung der Polkettfäden an der Einlaufseite erreicht.

Das Erzeugen der Oszillationsbewegung kann auf mehrere Arten erfolgen. Die Patentansprüche 5 bis 7 geben hierfür bevorzugte Ausführungsformen an. Die Erfindung ist aber nicht darauf beschränkt. Es ist beispielsweise auch denkbar, zwei gegeneinander verschiebbare Walzen hierzu vorzusehen, die jeweils auf das Gewebe zustellbar sind, wobei die Walzen dann nach Art eines Schereffektes das Gewebe zwischen sich aufnehmen und im rechten Winkel zur Gewebeebene verschwenkbar angeordnet sind, so daß dadurch ebenfalls eine Gewebeverkürzung und Gewebeverlängerung erreicht wird.

Beim Stand der Technik ist es zwar auch bekannt, den Lenkarm oszillierend anzutreiben, jedoch wird hierdurch alleine nicht die geforderte Gleichmäßigkeit des Gewebes erreicht, weil sich aufgrund der Reibverluste im Fach der Webmaschine und aufgrund der Länge und großen Dehnung des Garnes, die bis zum Bindepunkt des Gewebes stattfinden, nicht die gleichmäßige Verarbeitung des Gewebes erreicht werden kann.

Die Erfindung beschreitet in diesem Zusammenhang also einen vollständig neuen Weg, indem sie erstmals vorschlägt, die Oszillationsbewegung erst auslaufseitig der Webmaschine und somit am fertigen Gewebe vorzunehmen, das heißt also hinter und möglichst nahe dem Bindepunkt des Gewebes, was entscheidend ist.

Um die Polkettfadenschar einlaufseitig der Webmaschine zugzuentlasten wird es bevorzugt, wenn der hinter dem Polkettbaum angeordnete, schwenkbare Lenkerarm mit der Umlenkwelle möglichst massearm ausgebildet ist. Die Umlenkwelle wird man als Hohlwelle ausbilden und den Lenkerarm mit samt seiner Umlenkwelle wird man aus Leichtmetall (Leichtmaterial) fertigen.

Außerdem ist es hierfür wichtig, daß der Polkettbaum über einen in der Drehzahl und im Drehmoment möglichst genau steuerbaren Motor angetrieben ist.

In diesem Zusammenhang ist es auch wichtig, wenn der Schwenkwinkel des Lenkarmes einstellbar ist und die jeweils getroffene Einstellung genau überwacht werden kann.

Die Erfindung wird im folgenden anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert, aus dem sich weitere wichtige Merkmale ergeben. Es zeigt:

Fig. 1 eine Seitenansicht einer erfindungsgemäß ausgebildeten Webmaschine mit ausgangseitig angeordneter Zusatzeinrichtung mit der dem Gewebe die geforderte oszillierende Bewegung mitgeteilt wird;

Fig. 2 in gegenüber Fig. 1 vergrößertem Maßstab, die Vorrichtung, mit dem Gewebe die oszillierende Bewegung mitgeteilt wird.

Es ist eine herkömmliche Webmaschine vorgesehen, die einlaufseitig noch modifiziert wird, wie dies weiter unten noch näher erläutert wird. Auslaufseitig ist eine erfindungsgemäße Zusatzeinrichtung 1 vorgesehen, die in der Nähe der Einziehwalze 2 der Webmaschine angeordnet ist und über die das Gewebe 3 läuft (vergl. Fig. 1).

Vom Auslauf eines Polkettbaumes 15 aus laufen Polkettfäden 14 in ein Webfach 4 hinein, wobei in herkömmlicher Weise ein Bindepunkt 5 definiert ist.

Es sind Schäfte 6 vorhanden. Im Bereich der Schäfte ist also das Fach 4 als Vorderfach angeordnet, während jenseits der Schäfte das Hinterfach 7 angeordnet ist.

Es sind zwei Gruppen 8, 9 von Kettfadenwächtern 10 vorhanden, welche den Fadeneinlauf überwachen, wobei die Gruppen 8 der Fadenwächter 10 für die Polkettfäden 14 und die Gruppe 9 der Fadenwächter 10 der Grundkettenfäden 24 zur Überwachung verwendet wird.

Es ist ferner an einer Oberbaukonsole 25 der Maschine eine leichtgängige, massearme, leicht verschwenkbare Fühlwelle 11 vorhanden, die an einem Schwenkarm 12 gelagert ist.

Eine Umlenkwelle 13 ist außerdem fest an der Oberbaukonsole 25 angeordnet und dient zur Umlenkung der Polkettfäden 14, die von dem Polkettbaum 15 abgezogen werden.

Der Schwenkarm 12 ist schwenkbar gelagert, wobei sein Schwenkpunkt 16 in den Pfeilrichtungen 17 einstellbar ausgebildet ist. Damit ist es möglich, das Hinterfach 7 in der Höhenlage zu beeinflussen.

Die Fühlwelle 11 hat die Aufgabe, gleichzeitig als Streichwalze und als Tänzerwalze zu fungieren. Hierbei ist wesentlich, daß die Polkettfädenschar 14 durch den Arm 12 selbst nicht geteilt wird, weil die Schar über die Fühlwelle 11 jenseits des Armes 12 umgelenkt wird.

Wichtig ist nun, daß die Polkettfadenschar 14 mit geringstem Reibwiderstand und unter geringstmöglicher Zugspannung in das Webfach 7 eingebracht wird, um einen möglichst gleichmäßigen Überschuß zu erzeugen. Es ist hiermit ein Überschuß von Polkettfäden 14 im Vergleich zur Länge der Grundkettfäden 24 gemeint.

Hierbei ist wesentlich, daß der Polkettbaum 15 durch einen nicht näher dargestellten Antrieb über einen in der Drehzahl und im Drehmoment genau geregelten Motor motorisch angetrieben ist, um einen spannungsarmen Abzug der Polkettfäden 14 zu gewährleisten.

Der Schwenkarm 12 wird in Pfeilrichtung 18 von einer nicht näher dargestellten Federanordnung beaufschlagt, so daß er in Pfeilrichtung 18 eine gewisse Vorspannung erhält, um die Polkettfadenschar 14 mit einer Vorspannung, die allerdings sehr gering ist, zu belasten.

Die Fühlwelle 11 schwenkt also in den eingezeichneten Pfeilrichtungen 18, 19 um den Schwenkpunkt 16 aus.

Der Schwenkarm 12 dient als Fühlarm. Das heißt etwa bei Position 20 ist ein maschinenfester Nährungsschalter angeordnet, dem ein entsprechendes Betätigungselement 21 am Fühlarm 12 zugeordnet ist.

Der Abstand 22 zwischen diesen beiden Elementen wird von einer Steuerungselektronik genau überwacht. Dieser Abstand 22 wird als Regelgröße für die Regelung der Drehzahl für den Antrieb des Polkettbaumes 15 verwendet. Damit wird sichergestellt, daß die Polkettfädenschar 14 stets mit einer gleichbleibenden Spannung vom Polkettbaum 15 abgezogen wird.

Wichtig ist, daß der Lenkarm 12 möglichst massearm ausgebildet ist, um ein schnelles Reagieren zu gewährleisten. Um einen trägheitsarmen Lenkerarm 12 zu erreichen, wird die Fühlwelle 11 aus einem dünnwandigen, hohlen Material ausgebildet; ferner wird der Schwenkarm 12 möglichst klein dimensioniert und aus einem leichten Metallmaterial, z. B. Aluminium oder dergleichen gefertigt.

Das Drehlager im Schwenkpunkt 16 wird möglichst leichtgängig ausgestaltet z. B. als Kugellager ausgebildet.

Wichtig ist es auch, daß zur Steuerung der Polkettfädenschar 14 insgesamt vier derartige Arme 12 parallel und im gegenseitigen Abstand voneinander angeordnet sind, daß aber die Fühlanordnung bezüglich der Positionen 20, 21, 22 nur an einem einzigen Arm 12 angeordnet ist. Dies ist auch nur erforderlich, weil die Spannung der Fadenschar 14 nur an einem Schwenkarm 12 erfaßt zu werden braucht.

Die mehreren Schwenkarme 12 sind auf einer gemeinsamen Welle d.h. also auf einem gemeinsamen Schwenkpunkt 16 gelagert, welches - wie vorhin ausgeführt - in den Pfeilrichtungen 17 vertikal verstellbar ist.

Vom Polkettbaum 15 ausgehend wird also die Polkettfadenschar 14 in Pfeilrichtung 23 abgewickelt.

Mit der erfindungsgemäßen Zusatzeinrichtung 1 läßt man das Gewebe 3 jenseits des Bindepunktes 5 oszillieren, um den gewünschten hohen Überschuß von Polkettfäden zu den Grundkettfäden zu erreichen.

In Fig. 2 ist diese Vorrichtung in zwei verschiedenen Schwenkpositionen dargestellt.

Die Vorrichtung besteht im einzelnen aus einem Drehlager 44 auf dem zwei Exzenterscheiben 45 auf einer Welle drehfest in gegenseitigem Abstand an den vertikalen Seitenwänden des Webmaschinengehäuses 46 gelagert sind. Diese Welle zusammen mit der Welle 36 erstrecken sich genau über die gesamte Webmaschinenbreite. In der Darstellung der Fig. 2 ist lediglich die eine rechte Exzenterscheibe 45 dargestellt, während auf der gegenüberliegenden Seite der Maschine 46 eine gleichartige, identische Exzenterscheibe angeordnet ist.

Die Exzenterscheibe 45 ist also exzentrische zum Drehlager 44 angeordnet. Auf der Lagerplatte 26 ist ein Rollenhebel 27 in einem Schwenklager 28 schwenkbar gelagert, wobei eine Rolle 29 auf dem Exzenter 45 abläuft.

Die Rolle 29 wird hierbei über eine Koppel 30 gegen die Exzenterscheibe 45 gepreßt, wobei die Koppel 30 im einzelnen aus zwei Gelenkstangenköpfen 31 und 32 besteht, wobei der Gelenkstangenkopf 31 in ein Langloch 33 eingreift und dort stufenlos verschiebbar ist.

Der andere Gelenkkopf 32 ist schwenkbar an einem Klemmhalter 34 ansetzend oder angelenkt, welcher Klemmhalter 34 in einem Schwenklager 35 an der Lagerplatte 26 schwenkbar gelagert ist. Der Klemmhalter 34 klemmt eine Welle 36 ein, wobei der Klemmhalter in zwei verschiedenen Schwenkpositionen gezeigt ist. Die andere Schwenkposition ist dabei mit Position 34&min; bezeichnet.

Die Funktion der Vorrichtung ist wie folgt: Das Gewebe 3 kommt bei der gestrichelten Linie 37 von Fig. 2 in die Vorrichtung 1 hinein und wird über die Welle 36 nach unten umgelenkt.

Die Welle 36 ist jedoch oszillierend in den Pfeilrichtungen 38 um das Schwenklager 35 herum angetrieben. Der Antrieb erfolgt hierbei über die Exzenterscheibe 45, die kraftschlüssig an der Rolle 29 anliegt. Dadurch wird die Rolle 29 um das Schwenklager 28 herum ausgelenkt und über die stufenlos verstellbare Koppel 30 wird damit der Klemmhalter 34 in den Pfeilrichtungen 38 um das Lager 35 herum schwenkbar angetrieben. Es kommt also zu einer oszillierenden Bewegung, deren Frequenz von der Drehzahl der Exzenterscheiben 45 abhängt. Pro Schuß erfolgt eine Umdrehung der Exzenterscheiben 45, so daß eine oszillierende Bewegung pro Schuß, d. h. also in der Maschinenfrequenz, stattfindet.

Aus Fig. 2 ergibt sich ferner, wie der Gelenkkopf 31 im Bereich von Rasten 39 in dem Langloch 33 verstellt werden kann und dann festgestellt wird.

Damit können reproduzierbar bereits vorher schon vorgenommene Einstellungen, die nachfolgend verändert werden, wieder eingestellt werden.

Es handelt sich also um einen Maßstab, um eine reproduzierbare Einstellung der Polkettverarbeitung zu erreichen.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung nach den Fig. 1 und 2 wird also dem gesamten Gewebe 3 eine oszillierende Bewegung in den Pfeilrichtungen 40, 41 mitgeteilt. Damit wird erreicht, daß die Polkettschar 14 und die Grundkettschar 24 in Pfeilrichtung 41 nach vorne mitgenommen wird, jedoch beim Zurückgehen in Pfeilrichtung 40 sorgt der leichtgängige schwenkbare Lenker 12 für ein Verharren der Polkettschar 14, während die Grundkettschar 24, die unter höherer Spannung steht, aufgrund ihrer Federbelastung und somit höheren Spannung, entlastet wird und damit zurückgeht. Die Federbelastung wird hierbei in an sich bekannter Weise durch den Grundstreichbaum 42 erreicht, der federbelastet in Pfeilrichtung 40 bewegbar ist und damit die Grundkettschar in Pfeilrichtung 40 verspannt.

Damit wird also die Grundkettschar 24 bei der Zurückbewegung (der Vorrichtung 1) in Pfeilrichtung 40 nach hinten gehen (ebenfalls in Pfeilrichtung 40) und einen größeren Weg ausführen, während die Polkettschar 14 nicht in Pfeilrichtung 40 bewegt wird und verharrt.

Somit ist eine Differenz geschaffen zwischen der Bewegung der Grundkettschar 24 und der Polkettschar 14, die dafür sorgt, daß am Bindepunkt 5 die Polkette unter Bildung von einer Wellenform sich aufstellt und damit den gewünscht hohen Überschuß von über 33% (bis über 41%) im Vergleich zur Länge der Grundkette erreicht.

Die Größe des gewünschten Überschusses kann an der Koppel 30 eingestellt werden. Es könnte damit in relativ weiten Grenzen ein hoher Überschuß eingestellt werden, weil dies nur von der Einstellung dieser Vorrichtung 1 abhängt.

Versuche des Anmelders haben ergeben, daß ein Überschuß von mehr als 41% leicht zu erreichen ist. Die maximale Obergrenze wird wohl durch die Gewebeeigenschaft begrenzt.

Zeichnungs-Legende

01 Zusatzeinrichtung

02 Einziehwalze

03 Gewebe

04 Webfach

05 Bindepunkt

06 Schaft

07 Hinterfach

08 Gruppe (Polkettfäden)

09 Gruppe (Grundkettfäden)

10 Kettenfadenwächter

11 Fühlwell

12 Schwenkarm

13 Umlenkrolle

14 Polkettfaden

15 Polkettbaum

16 Schwenkpunkt

17 Pfeilrichtung

18 Pfeilrichtung

19 Pfeilrichtung

20 Position

21 Position

22 Abstand

23 Pfeilrichtung

24 Grundkettfaden

25 Oberbaukonsole

26 Lagerplatte

27 Rollenhebel

28 Schwenklager

29 Rolle

30 Koppel

31 Gelenkstangenkopf 1

32 Gelenkstangenkopf 2

33 Langloch

34 Klemmhalter

35 Schwenklager

36 Welle

37 Linie

38 Pfeilrichtung

39 Raste (Skalenmarkierungen

40 Pfeilrichtung

41 Pfeilrichtung

42 Grundstreichbaum

43

44 Drehlager

45 Exzenterscheibe

46 Webmaschinengehäusewand

47 Grundkettbaum


Anspruch[de]
  1. 1. Vorrichtung zur Herstellung eines Seersuckergewebes mit Hilfe einer Webmaschine, wobei eine Einrichtung vorgesehen ist, die mit Hilfe einer oszillierenden Bewegung der Polkettfäden des Gewebes, verglichen mit den Grundkettfäden des Gewebes, einen Überschuß mitteilt, und mit einem eingangsseitig der Webmaschine vorgesehenen Polkettbaum mit einem Lenkerarm mit einer Umlenkwelle, über die Polkettfadenschar geführt ist, dadurch gekennzeichnet, daß die den Überschuß bewirkende Einrichtung (1) ausgangsseitig der Webmaschine hinter dem Bindepunkt (5) des Gewebes angeordnet ist und dem fertigen Gewebe eine Oszillationsbewegung (40, 41) in Richtung des Kettfadenverlaufes (37) des Gewebes mitteilt, wobei einlaufseitig der Webmaschine die Polkettfadenschar (14) zugentlastet wird derart, daß sie zum Polkettbaum (15) hin möglichst nicht zurückweicht.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der hinter dem Polkettbaum (15) angeordnete, schwenkbare Lenkerarm (12) mit der Umlenkwelle (11) massearm ausgebildet ist.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Polkettbaum (15) über einen in der Drehzahl und im Drehmoment steuerbaren Motor angetrieben ist.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel (19) des Lenkerarmes (12) einstellbar ist.
  5. 5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewebe über eine oszillierend angetriebene Welle (36) geführt ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Schwenkwinkel (38) der Welle (36) verstellbar ist.
  7. 7. Vorrichtung nach Anspruch 5 oder Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Antrieb (45) der Welle (36) dieser pro Schuß der Webmaschine eine Hin- und Herbewegung mitteilt.






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