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Dokumentenidentifikation DE3621381C2 05.09.1991
Titel Zweireihige Kegelrollenlagereinheit
Anmelder SKF GmbH, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Kruk, Stanislaw, Västra Frölunda, SE
DE-Anmeldedatum 26.06.1986
DE-Aktenzeichen 3621381
Offenlegungstag 28.01.1988
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 05.09.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.09.1991
IPC-Hauptklasse F16C 19/38

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine zweireihige Kegelrollenlagereinheit nach dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Eine Wälzlagereinheit dieser Art ist durch die GB-PS 6 40 329 bekannt. Sie besteht u. a. aus einem einteiligen Außenring, einem geteilten Innenring und einem dazwischen eingesetzten Distanzring. Um eine nicht auseinanderfallende Einheit für Transportzwecke zu schaffen, sind in die Hälften des Innenringes Nuten eingearbeitet, in die Halteringe eingeschnappt sind. Dadurch erfordern die Innenringhälften eine spezielle Bearbeitung und können, obwohl es die sonstigen Abmessungen und Funktionsmerkmale zulassen würden, nicht der Normreihe entnommen werden. Weiterhin ist der Außenring einteilig ausgeführt und deshalb ebenfalls ein speziell angefertigtes Werkstück. Die bekannte Ausführung ist daher nur mit erhöhtem Aufwand herzustellen.

Eine weitere Wälzlagereinheit ist durch die DE-PS 3 71 438 bekannt. Sie ist im wesentlichen aus Laufringen mit jeweils einer Laufbahn zusammengefügt und mit Befestigungsringen am Mantel und in der Bohrung zusammengehalten. Bei einem Ausführungsbeispiel der bekannten Wälzlagereinheit ist zwischen den benachbarten inneren Laufringen ein Distanzring vorgesehen. Durch diesen Aufbau ist es möglich, die Laufringe separat zu fertigen, was insbesondere bei großen Abmessungen Vorteile bringt. Befestigungsringe und Distanzringe sind erforderlich, um eine einbaufertige Wälzlagereinheit zu schaffen, die darüber hinaus ein kompaktes Transportgut bildet. Um die genannten Vorteile zu nutzen, sind bei der bekannten Ausführung viele Zusatzteile und entsprechender Aufwand beim Zusammenbau erforderlich. Weiterhin bildet die zweiteilige, am Mantel aufgezogene Befestigungshülse ein zusätzliches toleranzbehaftetes Bauteil, das mit erhöhter Präzision hergestellt werden muß, um die nötigen Voraussetzungen für den Einbau der bekannten Wälzlagereinheit in eine vorgefertigte Sitzbohrung zu schaffen. Weiterhin bilden die dabei entstehenden zwei bis drei radial aufeinander folgenden Sitzflächen im Mantelbereich die Grundlage für einen fehlerhaften Einbau bzw. für Veränderungen des Sitzes während des Betriebes.

Durch die DE-PS 3 31 985 ist eine zweireihige Wälzlagereinheit bekannt, die bei den Beispielen mit getrennten Laufringen einen an der Mantelfläche der Innenringe angeordneten Befestigungsring aufweist. Alternativ sind an der Befestigungsstelle auch Distanzringe einbaubar. Um die Einheit zusammen zu bauen, muß eine relativ dünne, aufweitbare Hülse als Befestigungsring vorgesehen werden, die einen oft nicht ausreichenden axialen Halt mit extrem geringem Formschlußanteil gewährleistet. Der Befestigungsring ist deshalb für einen problemlosen Ein- bzw. Ausbau der bekannten Wälzlagereinheit nicht geeignet. Eine Intensivierung der Befestigung ist nicht möglich, da der Befestigungsring von außen nicht zugänglich ist.

Bei einer durch die US-PS 19 08 474 bekannten Ausführung werden für ein zweireihiges Kugellager einzelne Laufringe verwendet. Die inneren Laufringe werden dabei von einem als Schnappring ausgeführten Befestigungsring zusammengehalten. Ein Distanzring ist nicht vorgesehen, so daß diese Lösung nicht für spezielle Anforderungen mit hohen Kippmomenten vorgesehen werden kann.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine zweireihige Wälzlagereinheit der eingangs genannten Art zu schaffen, die aus getrennten Laufringen möglichst aus der Normreihe zusammengebaut ist, und die mit wenigen Zusatzbauteilen eine kompakt und sicher zusammenhaltende Einheit bildet.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, daß der Distanzring zwischen einem geteilten Außenring und der Befestigungsring zwischen dem geteilten Innenring an dessen Bohrungsfläche vorgesehen ist.

Die Kegelrollenlagereinheit besteht aus getrennt hergestellten Laufringen, die unter Verwendung von mindestens einem Befestigungsring und einem Distanzring zu einer zweireihigen Ausführung zusammengebaut werden. Während der Befestigungsring den inneren geteilten Laufring zusammenhält, ist der Distanzring am äußeren, geteilten Laufring angeordnet. Diese Aufteilung bildet die grundsätzliche Lösung bei der erfindungsgemäßen Wälzlagereinheit. Darüber hinaus können sowohl ein zweiter Befestigungsring als auch ein weiterer Distanzring ergänzend verwendet werden. Die erfindungsgemäße Lösung ist besonders für zweireihige Schräglager in O-Anordnung anwendbar.

Der Befestigungsring ist im Bereich der Bohrungsfläche der Kegelrollenlagereinheit angeordnet, wobei entsprechende ringförmige Ausnehmungen vorgesehen sind, um den Befestigungsring von der Sitzfläche fernzuhalten. Der Distanzring ist mit axialen Vorsprüngen versehen, die mit den abgerundeten Kanten der Laufringe zusammenarbeiten und somit eine radiale Fixierung bewirken. Die erfindungsgemäße Ausführung erfordert vorteilhafterweise nur zwei zusätzliche Bauteile, um aus getrennt hergestellten Laufringen und Wälzkörpern eine zweireihige, nicht auseinanderfallende Kegelrollenlagereinheit zusammenbauen zu können.

Die Erfindung wird im folgenden an dem in der Zeichnung dargestellten Beispiel beschrieben.

Die einzige Figur zeigt den teilweisen Längsschnitt einer zweireihigen Kegelrollenlagereinheit in O-Anordnung mit einem T- profilierten Distanzring.

Die dargestellte Kegelrollenlagereinheit besteht aus getrennt gefertigten Laufringen 1, 2, 3, 4 mit jeweils einer Laufbahn für Kegelrollen 5. Je eine Reihe dieser Kegelrollen 5 enthält einen Käfig 6. Es handelt sich um eine O-Anordnung, wobei die Laufbahnen bei diesen Lagerausführungen zueinander nach radial innen geneigt sind. Die entsprechenden äußeren Laufringe 1, 2 werden bei diesen Anordnungen über die Kegelrollen 5 formschlüssig daran gehindert, sich jeweils axial nach außen zu verschieben. Ein Distanzring 7 ist deshalb zwischen den äußeren Laufringen 1, 2 angeordnet, der diese in ihrer Betriebsposition fixiert.

Die entsprechenden inneren Laufringe 3, 4 haben ohne geeignete Verbindung die Möglichkeit, sich jeweils axial nach außen zu verschieben. Sie sind deshalb von der Bohrungsseite her mit einem U-förmig profilierten Befestigungsring 8 miteinander verbunden. Der Bohrungsdurchmesser dieses Befestigungsringes 8 ist geringfügig größer als die Bohrung der inneren Laufringe 3, 4, wodurch diese unmittelbar auf eine geeignete, nicht dargestellte Sitzfläche aufgezogen werden können. Eine entsprechende Ausdrehung an den aneinander liegenden Enden der inneren Laufringe 3, 4 schafft diese Möglichkeit.

Bei der Kegelrollenlagereinheit ist ein T-förmig profilierter Distanzring 7 verwendet, wobei dessen axial verlaufende Profilabschnitte 11 die radiale Fixierung übernehmen.

Der Distanzring 7 ist in der dargestellten Form vorgefertigt und wird beim Zusammenbau zwischen die betreffenden Laufringe 1, 2 geführt. Danach werden beide Rollenreihen 5 eingeführt und die noch nicht verbundenen weiteren Laufringe 3, 4 axial von beiden Seiten zugefügt.

Das Anbringen des Befestigungsringes 8 bildet die letzte Operation beim Zusammenbau.


Anspruch[de]
  1. Zweireihige Kegelrollenlagereinheit in O-Anordnung mit mindestens einem axial geteilten Laufring, zwischen dem ein Distanzring (7) angeordnet ist, der unmittelbar in den Sitz der Laufringe (1, 2) eingesetzt ist und beiderseits axial gerichtete, mit den betreffenden Laufringen (1, 2) zusammenwirkende, ausschließlich radial formschlüssig wirkende Vorsprünge (9, 11, 13) aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß der Distanzring (7) zwischen einem geteilten Außenring (1, 2) und der Befestigungsring (8) zwischen dem geteilten Innenring (3, 4) an dessen Bohrungsfläche vorgesehen ist.






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