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Dokumentenidentifikation EP0293558 12.09.1991
EP-Veröffentlichungsnummer 0293558
Titel Schussfaden-Auswählvorrichtung für eine Webmaschine.
Anmelder Gebrüder Sulzer AG, Winterthur, CH
Erfinder Zollinger, Hans;
Oderbolz, Fredi, CH-8630 Tann-Rüti, CH
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Aktenzeichen 3864082
Vertragsstaaten BE, CH, DE, FR, GB, IT, LI
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 05.03.1988
EP-Aktenzeichen 881034367
EP-Offenlegungsdatum 07.12.1988
EP date of grant 07.08.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 12.09.1991
IPC-Hauptklasse D03D 47/38

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schussfaden-Auswählvorrichtung für eine Webmaschine mit ausserhalb des Webfaches angeordneten Schussfaden-Vorratsspulen, mit einer Anzahl je zur Führung eines Schussfadens bestimmten Fadenzubringern, die wahlweise je über einen Antriebsteil, welcher mittels einer zugeordneten Stelleinrichtung mit einem im Rhythmus der Schusseintragsfrequenz oszillierend angetriebenen Mitnehmer koppelbar und von diesem entkoppelbar ist, zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Uebergabestellung hin und zurück verstellbar sind, wobei in der Uebergabestellung der betreffende Schussfaden jeweils einem in das Webfach einführbaren Schusseintragsorgan für einen folgenden Schusseintrag dargeboten wird.

Bei bisherigen Auswählvorrichtungen der genannten Art wird jeder Fadenzubringer nach der Fadenübergabe an das Schusseintragsorgan aus der Uebergabestellung in die Bereitsschaftsstellung zurückbewegt und in dieser Stellung für einen weiteren Schusseintrag bereitgehalten, für den der durch den betreffenden Fadenzubringer geführte Schussfaden dem Schusseintragsorgan dargeboten werden soll. Bei einer aus der DE-PS 32 14 800 bekannten Auswählvorrichtung dieser Art sind die Fadenzubringer je an einem ortsfest gelagerten Schwingarm angelenkt, der über einen an ihm angeordneten Magnetanker mit einem Elektromagneten koppelbar ist, welcher auf einem im Rhythmus der Schusseintragsfrequenz schwingenden, ortsfest gelagerten Mitnehmerträger angeordnet ist. Der Mitnehmerträger ist über einen Nockenantrieb zwischen einer der Bereitschaftsstellung der Fadenzubringer entsprechenden Ruhestellung und einer der Uebergabestellung der Fadenzubringer entsprechenden Arbeitsstellung verschwenkbar und weist einen Quersteg auf, der alle den Schwingarmen zugeordneten Elektromagnete trägt. Entsprechend dem die Schussfadenauswahl steuernden Programm wird jeweils einer der Schwingarme über den zugeordneten, erregten Elektromagneten mit dem Mitnehmerträger gekoppelt und zusammen mit dem zugehörigen Fadenzubringer aus der Bereitschaftsstellung in die Uebergabestellung geführt. Nach jedem Schusseintrag wird der Fadenzubringer aus der Uebergabestellung gegen die Bereitschaftsstellung zurückgeführt, und zwar auch dann, wenn der gleiche Schussfaden auch für den unmittelbar folgenden Schussfadeneintrag vorgesehen ist und der betreffende Fadenzubringer für diesen bzw. jeden weiteren unmittelbar folgenden Schusseintrag erneut aus der eben erreichten Bereitschaftsstellung in die Uebergabestellung bewegt wird. Durch die in diesen Fällen unnötigen Rückstell- und Vorwärtsbewegungen des Fadenzubringers sowie die entsprechenden Auslenk- und Zuführbewegungen des Schussfadens werden die zusammenwirkenden Teile der Schussfaden-Auswählvorrichtung und die Schussfäden unnötigerweise beansprucht, wobei insbesondere eine nachteilige Verringerung der betriebsmässig vorbestimmten Spannung des jeweils zwischen einer gestreckten Lage und einer ausgelenkten Lage hin und her bewegten Schussfadens auftreten kann.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine insbesondere in dieser Hinsicht verbesserte Schussfaden-Auswählvorrichtung zu schaffen, welche eine Beschränkung der Anzahl der Verstellbewegungen der Fadenzubringer und der damit zusammenwirkenden Antriebsteile auf ein jeweils allein durch das vorgegebene Programm der Schussfadenfolge bestimmtes Minimum ermöglicht und damit eine entsprechende Verringerung der Beanspruchung der zusammenwirkenden Teile der Vorrichtung sowie eine gegenüber bisherigen Ausführungen entsprechend ruhigere, schonendere Führung der Schussfäden gewährleistet.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss dadurch gelöst, dass der Antriebsteil mit einem Stellelement der Stelleinrichtung über einen ortsfest gelagerten, gegen den Bewegungsbereich des Mitnehmers hin und zurück bewegbaren Führungsteil gekoppelt ist und eine bei aktiver Stelleinrichtung in den Bewegungsbereich des Mitnehmers einrückbare und bei passiver Stelleinrichtung ausrückbare Anschlagpartie aufweist, und dass dem Antriebsteil ein über die Stelleinrichtung steuerbares Blockierelement zugeordnet ist, welches zwischen einer bei passiver Stelleinrichtung einnehmbaren, Relativbewegungen des Antriebsteils zulassenden Freigabestellung und einer bei aktiver Stelleinrichtung einnehmbaren Sperrstellung verstellbar ist und über welches der Antriebsteil in einer der Uebergabestellung des Fadenzubringers entsprechenden Arbeitsstellung bei aktiver Stelleinrichtung blockierbar ist.

Die erfindungsgemässe Ausbildung der Schussfaden-Auswählvorrichtung gestattet eine zeitweise Entkoppelung des jeweils in der Uebergabestellung befindlichen Fadenzubringers und der damit zusammenwirkenden Antriebsteile von dem im Takt der Schusseintragsfrequenz zwangläufig angetriebenen Mitnehmer, sofern die dem betreffenden Fadenzubringer zugeordnete Stelleinrichtung - dem jeweiligen Schussfaden-Auswählprogramm entsprechend - für den Schusseintrag des gleichen Schussfadens im jeweils folgenden Webzyklus aktiviert bleibt. Wenn für den folgenden Webzyklus ein anderer Schussfaden für den Schusseintrag vorgesehen ist, wird durch das bei passiver Stelleinrichtung entsprechend in die Freigabestellung verstellte Blockierelement der Antriebsteil freigegeben und in eine der Bereitschaftsstellung des Fadenzubringers entsprechende Ruhestellung zurückgeführt.

Aus der DE-PS 26 44 648 ist zwar eine Schussfaden-Auswählvorrichtung der eingangs genannten Art bekannt, bei der jedem der Fadenzubringer ein mit einem Steuermagneten verbundener Sperrhaken zugeordnet ist, durch den bei erregtem Magneten ein Ende eines mit dem Fadenzubringer verbundenen schwenkbaren Antriebshebels festgehalten wird. Durch den Sperrhaken dieser bekannten Vorrichtung wird jedoch lediglich die Anlenkstelle des Antriebshebels beim Verschwenken des Fadenzubringers bestimmt. Durch die jeweils am Sperrhaken wahlweise anlenkbaren Antriebshebel werden auch bei dieser Anordnung die Fadenzubringer nach jeder Fadenübergabe aus der Uebergabestellung in die Bereitschaftsstellung zurückgeführt. Eine Blockierung der Fadenzubringer in der Uebergabestellung ist bei dieser bekannten Vorrichtung nicht vorgesehen und auch nicht möglich.

Ausgestaltungen des Erfindungsgegenstandes sind in den abhängigen Patentansprüchen angegeben.

Die im Anspruch 2 hervorgehobene Ausführungsform, bei der sowohl der Antrieb als auch die Blockierung des Fadenzubringers über den gleichen, an den Mitnehmer unmittelbar anschliessenden Antriebsteil erfolgt, ergibt eine besonders kompakte und betriebssichere Konstruktion der Vorrichtung, welche insbesondere geringe Verstellwege der dabei zusammenwirkenden Teile erfordert.

Die Ausführungsform nach Anspruch 7 gestattet die Verwendung von Stelleinrichtungen mit kleinen Stellkräften, da diese Stelleinrichtungen nur für die Uebertragung der Schaltinformation an die Betätigungseinrichtung vorgesehen sind, während das Blockieren und Freigeben des mit dem betreffenden Fadenzubringer verbundenen Antriebsteils jeweils über die mit dem Maschinenantrieb gekoppelte Betätigungseinrichtung erfolgt.

Die Ausführungsform nach Anspruch 9 gestattet innerhalb bestimmter, konstruktiv gegebener Grenzen eine von der betriebsmässig gegebenen Anordnung der Fadenzubringer weitgehend unabhängige Anordnung der mit dem Mitnehmer zusammenwirkenden Antriebs-, Blockier- und Steuerteile. Insbesondere erfordert etwa die Einstellung der Webmaschine auf unterschiedliche Webbreiten jeweils lediglich eine entsprechende Verstellung der Fadenzubringer, während die mit dem Mitnehmer zusammenwirkenden Antriebsteile in ihrer durch die Verbindung mit dem Maschinenantrieb gegebenen Position verbleiben können.

Weitere Einzelheiten ergeben sich aus der folgenden Beschreibung von in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung in Verbindung mit den Ansprüchen. In der Zeichnung zeigen:

  • Fig. 1 Teile einer erfindungsgemäss ausgebildeten Schussfaden-Auswählvorrichtung mit einem in Bereitschaftsstellung gehaltenen Fadenzubringer;
  • Fig. 2 die Vorrichtung nach Fig. 1 mit in Uebergabestellung gehaltenem Fadenzubringer;
  • Fig. 3 Teile einer erfindungsgemäss ausgebildeten Schussfaden-Auswählvorrichtung in einer abgewandelten Ausführungsform, mit einer zugeordneten Betätigungseinrichtung und mit einem in Bereitschaftsstellung gehaltenen Fadenzubringer;
  • Fig. 4 die Vorrichtung nach Fig. 3 mit in Uebergabestellung gehaltenem Fadenzubringer;
  • Fig. 5 und 6 die Vorrichtung nach Fig.3 mit in Bereitschaftsstellung gehaltenem Fadenzubringer, bei unterschiedlichen Betriebsstellungen der Betätigungseinrichtung;
  • Fig. 7 Teile einer erfindungsgemäss ausgebildeten Schussfaden-Auswählvorrichtung in einer weiteren abgewandelten Ausführungsform.

In den Figuren 1 und 2 sind ein durch Kettfäden 1 gebildetes Webfach 2 und Schussfäden 3, 3a einer Greiferwebmaschine 4 angedeutet. Die Kettfäden 1 sind von einem nicht dargestellten Kettbaum über Webschäfte 5 gegen einen nicht dargestellten Warenbaum geführt, der das in der Spitze des Webfachs 2 gebildete Gewebe 6 aufnimmt. Mehrere, z.B. verschiedenfarbige, Schussfäden 3, 3a sind in an sich bekannter Weise je von einer ausserhalb des Webfachs 2 angeordneten, nicht dargestellten Schussfaden-Vorratsspule durch eine Führungsöse 7 eines zugeordneten, stangenförmigen Fadenzubringers 8 bzw. 8a zum Rand 10 des Gewebes 6 geführt. Die Fadenzubringer 8, 8a sind Teile der an der Schusseintragsseite der Webmaschine 4 angeordneten Schussfaden-Auswählvorrichtung, welche eine entsprechende Anzahl, z.B. acht derartige Fadenzubringer 8, 8a enthalten kann. In der Fig. 2 sind zwei dieser Fadenzubringer 8 und 8a dargestellt, durch welche auf noch zu beschreibende Weise jeweils einer der Schussfäden 3 bzw. 3a einem in das Webfach 2 einführbaren Schusseintragsorgan, beim dargestellten Beispiel einem Greiferkopf 11, für einen folgenden Schusseintrag dargeboten. Der betreffende Schussfaden 3 bzw. 3a wird durch den Greiferkopf 11, der in bekannter Weise z.B. auf einem nicht dargestellten, flexiblen Schusseintragsband angeordnet sein kann, in das Webfach 2 eingetragen und durch ein nicht dargestelltes Webeblatt in der Spitze des Webfachs 2 an das Gewebe 6 angeschlagen.

Die Fadenzubringer 8, 8a sind je an einem ersten Arm 13 eines darstellungsgemäss als Winkelhebel ausgebildeten zweiarmigen Hebels 14 bzw. 14a ausgebildet, dessen zweiter Arm 15 mit einem als Schubstange 16 bzw. 16a ausgebildeten Antriebsteil gelenkig verbunden ist. Die Hebel 14 und 14a, von denen in der Figur 1 nur der Hebel 14 sichtbar ist, können darstellungsgemäss nebeneinander, je für sich schwenkbar auf einer gegebenenfalls gemeinsamen, ortsfest angeordneten Achse 17 gelagert sein, welche am nicht dargestellten Gestell der Webmaschine 4 angebracht ist. Die Hebel 14, 14a sind je unter der Wirkung einer am Maschinengestell befestigten Rückstellfeder 18 gegen einen ortsfesten Anschlagsteil 20 verspannbar, der sich über die Arme 13 aller Hebel 14, 14a erstreckt. Durch den Anschlagteil 20 werden die Hebel 14, 14a jeweils in der in Figur 1 dargestellten Ruhestellung gehalten, in welcher der betreffende Fadenzubringer 8 bzw. 8a eine entsprechende Bereitschaftsstellung einnimmt, in der der Schussfaden 3 bzw. 3a aus dem Bewegungsbereich des Greiferkopfs 11 ausgelenkt ist.

Die Schubstangen 16, 16a sind je durch eine am zweiten Arm 15 des Hebels 14 bzw. 14a befestigte zweite Rückstellfeder 21 gegen einen in Form eines zweiarmigen Klinkenhebels 22 ausgebildeten Führungsteil verspannbar, der einen mit der zugehörigen Schubstange 16 bzw. 16a zusammenführbaren ersten Arm 23 und einen mit einer ortsfest angebrachten Stelleinrichtung, darstellungsgemäss einem Elektromagneten 25, zusammenführbaren zweiten Arm 24 aufweist. In den Fig. 1 und 2 ist nur der mit der vorderen Schubstange 16 zusammenwirkende Klinkenhebel 22 dargestellt. Die Klinkenhebel 22 können darstellungsgemäss nebeneinander auf einer gemeinsamen Achse 26 je für sich schwenkbar gelagert sein. Jeder der Klinkenhebel 22 ist mit seinem Arm 24 - unter der Wirkung der Rückstellfeder 21 und einer zwischen dem Arm 24 und dem Elektromagneten 25 angeordneten Druckfeder 27 - gegen eine über alle Arme 24 sich erstreckende gemeinsame Anschlagstange 28 abstützbar, durch welche der betreffende Arm 24 bei passivem, stromlosem zugehörigem Elektromagneten 25 in einem geringen Abstand vom Elektromagneten 25 gehalten wird.

In dieser in der Figur 1 dargestellten Freigabestellung des Klinkenhebels 22 ist die Schubstange 16 mit einer Gleitfläche 30 auf einer Stützpartie 31 des Hebelarmes 23 abgestützt. Dabei ist die Schubstange 16 in einer Ruhestellung in einem geringen Abstand unterhalb des Bewegungsbereiches eines Mitnehmers 32 gehalten, der auf einer Welle 33 befestigt ist. Die Welle 33 ist auf nicht dargestellte Weise, z.B. über eine bekannte Nockenanordnung, mit dem Antrieb der Webmaschine 4 gekoppelt. Ueber die Welle 33 wird der Mitnehmer 32 im Rhythmus der Schusseintragsfrequenz zwangläufig - zwischen der in der Figur 1 dargestellten, mit vollen Linien gezeichneten hinteren Endstellung 32&min; und einer mit strichpunktierten Linien gezeichneten vorderen Endstellung 32&sec; oszillierend - angetrieben. Der Mitnehmer 32 weist eine quer über alle Schubstangen 16, 16a verlaufende Leistenpartie 34 auf, die zum Zusammenführen mit an jeder der Schubstangen 16, 16a ausgebildeten, entsprechend entgegengerichteten Anschlagpartien 35 bestimmt ist. Die Anschlagpartien 35 sind je an einem abgesetzten Endabschnitt 36 der dem Mitnehmer 32 zugekehrten Fläche jeder Schubstange 16, 16a ausgebildet. Der Endabschnitt 36 ist so bemessen, dass die Anschlagpartie 35, wenn der zugeordnete Elektromagnet 25 aktiviert wird, jeweils aus der in Figur 1 dargestellten Ruhestellung vor die Leistenpartie 34 des in der hinteren Endstellung 32&min; befindlichen Mitnehmers 32 und damit in dessen Bewegungsbereich eingerückt werden kann.

An einem von der Gleitfläche 30 abgesetzten Endabschnitt 37 der dem Klinkenhebel 22 zugekehrten Fläche jeder Schubstange 16 bzw. 16a ist eine zweite Anschlagpartie 38 ausgebildet, die zum Zusammenführen mit einer am Ende des Armes 23 des Klinkenhebels 22 ausgebildeten Blockierpartie 40 bestimmt ist.

Die Elektromagnete 25 werden jeweils in Abhängigkeit von einer nicht dargestellten Steuereinrichtung entsprechend einem vorbestimmten Schussfaden-Auswählprogramm beeinflusst. Wenn der der Schubstange 16 zugeordnete Elektromagnet 25 erregt wird, wird der Arm 24 des Klinkenhebels 22 gegen die Wirkung der Druckfeder 27 angezogen, wobei die Schubstange 16 durch den Arm 23 angehoben und die Anschlagpartie 35 mit der Leistenpartie 34 des Mitnehmers 32 zusammengeführt wird. Durch den Mitnehmer 32 wird die Schubstange 16 entlang der Stützpartie 31 des Klinkenhebels 22 aus der Ruhestellung nach Figur 1 gegen die in der Fig. 2 dargestellte Arbeitsstellung geführt, während die Schubstange 16a durch den ihr zugeordneten, nicht dargestellten, stromlosen Elektromagneten in ihrer in der Fig. 2 angedeuteten Ruhestellung ausserhalb des Bewegungsbereiches des Mitnehmers 32 gehalten wird. Entsprechend wird der Hebel 14 mit dem Fadenzubringer 8, gegen die Wirkung der Rückstellfeder 18, aus der Ruhestellung nach Figur 1 in die Uebergabestellung nach Figur 2 verschwenkt, wobei der Schussfaden 3 dem Greiferkopf 11 für den nächsten Schusseintrag dargeboten wird, während der Hebel 14a seine Ruhestellung beibehält und der Schussfaden 3a, ebenso wie die übrigen, nicht dargestellten Schussfäden, in seiner aus dem Bewegungsbereich des Greiferkopfs 11 ausgelenkten Lage verbleibt.

Die Lage der die Gleitfläche 30 begrenzenden Anschlagpartie 38 jeder Schubstange 16 bzw. 16a ist so gewählt, dass in der in Figur 2 dargestellten Arbeitsstellung der Schubstange 16 die Anschlagpartie 38 vor das Ende des Armes 23 des Klinkenhebels 22 zu liegen kommt. Entsprechend wird die Schubstange 16, unter der Wirkung der Rückstellfeder 21, mit dem abgestuften Endabschnitt 37 auf das Ende des Armes 23 aufgesetzt und durch den in die vordere Endstellung 32&sec; bewegten Mitnehmer 32 in eine entsprechende Betriebsstellung verstellt, in welcher die Anschlagpartie 38 eine von der Blockierpartie 40 um ein geringes Mass entfernte Lösestellung 38&sec; einnimmt, welche ein ungehindertes Ausrücken des Klinkenhebels 22 aus dem Endabschnitt 37 gestattet.

Wenn der gleiche Schussfaden 3 auch für den nächsten Schusseintrag vorgesehen ist, bleibt der Elektromagnet 25 erregt, so dass der Klinkenhebel 22 seine Sperrstellung nach Fig. 2 beibehält. Entsprechend wird die dem Mitnehmer 32 unter der Wirkung der Rückstellfeder 18 folgende Schubstange 16 mit der Anschlagpartie 38 an die Blockierpartie 40 des Klinkenhebels 22 angedrückt und verbleibt in der Arbeitsstellung nach Fig. 2. Entsprechend wird der gleiche Schussfaden 3 dem Greiferkopf 11 für den folgenden Schusseintrag dargeboten, wobei der Mitnehmer 32 in dem diesem folgenden Schusseintrag entsprechenden Antriebszyklus bei seiner Bewegung von der hinteren Endstellung 32&min; gegen die in der Figur 2 mit vollen Linien gezeichnete Stellung einen Leerhub ausführt und erst in dieser Stellung mit der Anschlagpartie 35 zusammengeführt wird, die dabei in eine der vorderen Endstellung 32&sec; des Mitnehmers 32 entsprechende Stellung 35&sec; gelangt. Falls der gleiche Schussfaden 3 auch für den folgenden Schusseintrag vorgesehen ist, wiederholen sich die beschriebenen Vorgänge.

Falls für den nächsten Schusseintrag ein anderer Schussfaden vorgesehen ist, wird nach der Uebergabe des Schussfadens 3 an den Greiferkopf 11 die Stromzufuhr zum Elektromagneten 25 unterbrochen, wobei der Klinkenhebel 22 unter der Wirkung der Druckfeder 27 gegen die Freigabestellung nach Fig. 1 zurückgeschwenkt wird. Entsprechend wird die dem Klinkenhebel 22 unter der Wirkung der Rückstellfeder 21 folgende Schubstange 16 von dem gegen seine hintere Endstellung 32&min; zurückbewegten Mitnehmer 32 freigestellt und unter der Wirkung der Rückstellfeder 18 entlang der Stützpartie 31 des Klinkenhebels 22 gegen die Stellung nach Figur 1 zurückgeführt.

Wenn der Mitnehmer 32 seine hintere Endstellung 32&min; erreicht hat, wird - entsprechend dem vorbestimmten Schussfaden-Auswählprogramm - eine der anderen Schubstangen, z.B. die Schubstange 16a, durch den ihr zugeordneten Elektromagneten in den Bewegungsbereich des Mitnehmers 32 eingerückt, von diesem in beschriebener Weise in die der Uebergabestellung des betreffenden Fadenzubringers 8a entsprechende vordere Endstellung verschoben, wobei der Schussfaden 3a dem Greiferkopf 11 zum Schusseintrag dargeboten wird. Entsprechend dem Schussfaden-Auswählprogramm kann auch der Fadenzubringer 8a, ebenso wie die anderen, nicht dargestellten Fadenzubringer, durch den zugeordneten Klinkenhebel in der Fadenübergabestellung blockiert oder zur Rückführung in die Bereitschaftsstellung freigegeben werden.

Durch die beschriebene Anordnung wird bei jedem Schussfadenwechsel ein Kreuzen des jeweils aus der Bereitschaftsstellung gegen die Uebergabestellung bewegten Schussfadens mit dem nach dem vorangegangenen Schusseintrag gegen die Bereitschaftsstellung zurückbewegten Schussfadens vermieden, da die dem jeweils einzutragenden Schussfaden entsprechende Schubstange erst dann in den Bewegungsbereich des Mitnehmers 32 eingerückt werden kann, wenn dieser seine hintere Endstellung 32&min; einnimmt und alle übrigen Schubstangen dementsprechend ihre Ruhestellungen einnehmen.

In den Figuren 3 bis 7 sind entsprechende Teile mit gleichen Bezugszeichen versehen.

Die Schussfaden-Auswählvorrichtung nach den Figuren 3-6 enthält ebenfalls mehrere Fadenzubringer, von denen nur der Fadenzubringer 8, zusammen mit den ihm zugeordneten Teilen der Vorrichtung, dargestellt ist. Bei dieser Vorrichtung sind die Klinkenhebel 22 je mit dem zugeordneten Elektromagneten 25 über eine Betätigungseinrichtung 43 verbunden. Die Betätigungseinrichtung 43 enthält einen mittels eines ortsfest gelagerten Zapfens 44 schwenkbaren Steuerhebel 45 mit Hebelarmen 46 und 47, eine Anzahl je einem der Klinkenhebel 22 zugeordnete Tasthebel 48 mit Hebelarmen 50 und 51 und eine entsprechende Anzahl je zwischen einem der Klinkenhebel 22 und dem zugehörigen Elektromagneten 25 angeordnete Stellhebel 53 mit Hebelarmen 54 und 55 sowie eine mit dem Antrieb der Webmaschine 4 gekoppelte Steuerwelle 56. Die Tasthebel 48 sind je für sich schwenkbar auf einer gemeinsamen Achse 49 gelagert, die am Hebelarm 46 des Steuerhebels 45 befestigt ist. Es können auch zwei entsprechende Steuerhebel 45 vorgesehen sein, die durch die Achse 49 verbunden sind. Die Stellhebel 53 sind je für sich schwenkbar auf einer gemeinsamen, ortsfesten Achse 52 gelagert.

Die als Nockenwelle ausgebildete Steuerwelle 56 wirkt mit den als Magnetanker ausgebildeten Hebelarmen 54 aller Stellhebel 53 zusammen. Entsprechend ist jeder der Stellhebel 53 jeweils im Rhythmus der Schusseintragsfrequenz zwischen einer in den Figuren 3 und 6 mit vollen Linien dargestellten, vom Elektromagneten 25 und vom Schwenkbereich des Hebelarmes 50 des Tasthebels 48 entfernten Ruhestellung und einer in der Figur 5 mit vollen Linien dargestellten Sperrstellung verstellbar, in der der Hebelarm 54 an den zugehörigen Elektromagneten 25 angelegt oder zumindest nahe an diesen herangeführt wird und der Hebelarm 55 in den Schwenkbereich des Hebelarmes 50 des Tasthebels 48 ragt. Bei passivem, d.h. stromlosem Elektromagneten 25 wird der Stellhebel 53 jeweils durch die Druckfeder 27 aus der Sperrstellung in die Ruhestellung nach den Fig. 3 und 6 zurückgeführt. Entsprechend der Darstellung nach Figur 4 wird der Stellhebel 53 bei aktivem, d.h. erregtem Elektromagneten 25 in der Sperrstellung festgehalten.

Der Steuerhebel 45 ist durch eine an seinem Arm 47 angelenkte Stange 57, z.B. über eine nicht dargestellte Nokkenanordnung, mit dem Antrieb der Webmaschine 4 gekoppelt und wird zwangläufig zwischen einer in der Figur 3 mit vollen Linien dargestellten Ruhestellung und einer in dieser Figur strichpunktiert bzw. in den Figuren 4, 5 und 6 mit vollen Linien dargestellten Arbeitsstellung 45&min; oszillierend angetrieben. Die im Steuerhebel 45 über die Achse 49 angelenkten Tasthebel 48 weisen je am einen Hebelarm 50 eine mit dem Ende des Hebelarmes 55 des benachbarten Stellhebels 53 zusammenführbare Endpartie 58 auf und sind je über eine am anderen Hebelarm 51 beweglich angebrachte Führungsstange 60 und eine vorgespannte Druckfeder 61 mit dem zugehörigen, beim dargestellten Beispiel als Winkelhebel ausgeführten Klinkenhebel 22 gekoppelt. Die Führungsstange 60 ist mit dem einen Ende an dem die Blockierpartie 40 enthaltenden Arm 23 des Klinkenhebels 22 schwenkbar angelenkt und mit dem anderem Ende in einem am Hebelarm 51 drehbar gelagerten Gleitstein 62 in Richtung ihrer Längsachse verschiebbar geführt. Darstellungsgemäss kann die Führungsstange 60 von der Druckfeder 61 umgeben sein, die sich einerseits gegen einen Bund der Führungsstange 60 und andererseits gegen den Gleitstein 62 abstützt. Die in den Figuren 3 und 6 mit vollen Linien dargestellte, vom Sperrhebel 53 entfernte Ruhestellung des Tasthebels 48 ist durch die Stellung einer am freien Ende der Führungsstange 60 verstellbar angeordneten Schraubenmutter 63 bestimmt, an die der Gleitstein 62 durch die Druckfeder 61 angepresst wird.

Der die Schubstange 16 stützende Arm 23 des Klinkenhebels 22 wird in der der Ruhestellung der Schubstange 16 entsprechenden Stellung nach den Figuren 3 und 6 jeweils unter der Wirkung einer vorgespannten Druckfeder 64 an einen über die Arme 23 aller Klinkenhebel 22 sich erstreckenden Stützträger 65 angedrückt. Die Druckfeder 64 kann darstellungsgemäss zwischen dem Stützträger 65 und dem zweiten Arm 24 des Klinkenhebels 22 angeordnet sein.

In der Figur 3 sind die Schubstange 16, der Steuerhebel 45, der Tasthebel 48 und der Stellhebel 53 in ihren Ruhestellungen dargestellt, die sie - bei stromlosem Elektromagneten 25 und bei der dargestellten Winkelstellung der Steuerwelle 52 sowie bei in seiner hinteren Stellung 32&min; befindlichem Mitnehmer 32 - jeweils am Ende eines Webzyklus einnehmen können.

Bei jedem Webzyklus wird der Steuerhebel 45 über die Stange 57 zwangläufig aus der Ruhestellung nach Figur 3 in die Arbeitsstellung 45&min; nach den Figuren 4, 5 und 6 und wieder zurück in die Ruhestellung nach Figur 3 verstellt. Durch die gemäss Pfeil 66 zwangläufig angetriebene Steuerwelle 56 werden zugleich alle Stellhebel 53 aus der Ruhestellung nach Figur 3 in die in den Figuren 4 und 5 dargestellte Sperrstellung 53&min; verstellt, in welcher der dem jeweils ausgewählten Fadenzubringer 8 entsprechende Stellhebel 53 durch den entsprechend dem vorbestimmten Auswählprogramm erregten Elektromagneten 25 festgehalten wird. Die auf der gleichen Achse 52 angeordneten, nicht dargestellten übrigen Stellhebel 53 werden dabei je unter der Wirkung der Druckfeder 27 vom zugeordneten, entsprechend stromlosen Elektromagneten 25 abgehoben und in die Ruhestellung gemäss Figur 3 zurückgeführt. Der durch den erregten Elektromagneten 25 in der Sperrstellung 53&min; gehaltene Stellhebel 53 ragt mit seinem Arm 55 in den Schwenkbereich des Hebelarms 50 des zugeordneten Tasthebels 48 und bildet somit einen Anschlag für dessen Endpartie 58. Entsprechend wird beim gleichzeitigen Verschwenken des Steuerhebels 45 in seine Arbeitsstellung 45&min; der Tasthebel 48 gemäss Figur 3 im Uhrzeigersinn um seine Achse 49 verschwenkt, wobei sein Arm 51 gegen die Wirkung der Druckfeder 61 gegen den Hebelarm 23 des Klinkenhebels 22 gedrückt, der Gleitstein 62 von der Schraubenmutter 63 abgehoben und die Schubstange 16 aus ihrer Ruhestellung nach Figur 3 gegen den Mitnehmer 32 in die in Figur 4 mit strichpunktierten Linien dargestellte Stellung 16&min; gedrückt wird.

Entsprechend der Darstellung nach Figur 4 wird dabei in bereits beschriebener Weise die Anschlagpartie 35 der Schubstange 16 vor den in seiner hinteren Endstellung 32&min; befindlichen Mitnehmer 32 eingeführt, so dass die Schubstange 16 anschliessend in die in Figur 4 mit vollen Linien dargestellte Arbeitssteilung verschoben, der Fadenzubringer 8 in die dargestellte Uebergabestellung geschwenkt und der Schussfaden 3 dem Greiferkopf 11 zum Schusseintrag dargeboten wird. Wenn für den folgenden Schusseintrag der gleiche Schussfaden 3 vorgesehen ist, bleibt der Elektromagnet 25 erregt, und die Schubstange 16 wird in bereits beschriebener Weise durch die in den abgestuften Endabschnitt 37 eingreifende Blockierpartie 40 des Klinkenhebels 22 in der Arbeitsstellung nach Figur 4 gehalten. Wenn für den folgenden Schusseintrag ein anderer als der dargestellte Schussfaden 3 vorgesehen ist, wird die Stromzufuhr zum Elektromagneten 25 unterbrochen, so dass der Tasthebel 48 durch den entsprechend in seine Ruhestellung zurückgeschwenkten Stellhebel 53 freigegeben, der Klinkenhebel 22 unter der Wirkung der Druckfeder 64 aus dem Endabschnitt 37 ausgerückt und die Schubstange 16 in ihre Ruhestellung nach Figur 3 zurückgeführt wird.

In der Figur 5 ist die Betriebsstellung der Vorrichtung in einem Webzyklus dargestellt, in dem ein anderer als der dargestellte Schussfaden 3 für den Schusseintrag vorgesehen ist und dementsprechend der dargestellte Fadenzubringer 8, zusammen mit den übrigen nicht ausgewählten, nicht dargestellten Fadenzubringern, bei stromlosem Elektromagneten 25 in Bereitschaftsstellung gehalten wird. Entsprechend dieser Darstellung ist der Stellhebel 53 in der lediglich durch die Form und die Winkelstellung der Steuerwelle 56 bestimmten Sperrstellung 53&min; gehalten, in der sein Arm 55 einen Anschlag für den Arm 50 des zugeordneten Tasthebels 48 bildet, welcher in beschriebener Weise - über die Druckfeder 61 und den Arm 23 des Klinkenhebels 22 - gegen die Schubstange 16 drückt. Dabei sind Verlauf und Dauer der Bewegungszyklen des Mitnehmers 32, der Steuerwelle 56 und des Steuerhebels 45 so aufeinander abgestimmt, dass die durch die Winkelstellung der Steuerwelle 56 bestimmte Sperrstellung 53&min; der Stellhebel 53 jeweils erst erreicht wird, wenn sich die Leistenpartie 34 des Mitnehmers 32 bereits über die in der Ruhestellung der Schubstange 16 sich einstellende Position der mit der Leistenpartie 34 zusammenführbaren Anschlagpartie 35 hinaus bewegt hat. Entsprechend wird die Schubstange 16 durch den Arm 23 des Klinkenhebels 23 zwar an den Mitnehmer 32 angedrückt, jedoch mit diesem nicht gekoppelt.

Entsprechend der Darstellung nach Figur 6 wird nach einer durch die Form der Steuerkurve der Steuerwelle 56 bestimmten, kurzen Zeitspanne der Stellhebel 53 unter der Wirkung der Druckfeder 27 in seine Ruhestellung zurückgestellt, so dass der Tasthebel 48 freigegeben, der Klinkenhebel 22 gegen seinen Stützträger 65 zurückgeführt und die Schubstange 16 vom Mitnehmer 32 entfernt wird.

Durch dass zyklische Heranführen der Hebelarme 54 aller Stellhebel 53 an die zugeordneten Elektromagnete 25 können Magnete mit geringer Magnetkraft verwendet werden, da die zum Koppeln und Entkoppeln der zusammenwirkenden Teile der Vorrichtung erforderlichen Kräfte jeweils im wesentlichen durch die Federn 61 und 64 aufgebracht werden.

Die Figur 7 zeigt den Fadenzubringer 8 in der Fadenübergabestellung und zwei weitere Fadenzubringer 8a, 8b mit Schussfäden 3a, 3b in ihrer Bereitsschaftsstellung.

Diese Fadenzubringer 8, 8a, 8b sind je auf einer Achse 67 schwenkbar angelenkt und je mit dem zugehörigen Hebel 14 über einen flexiblen Uebertragungsteil, bei der dargestellten Ausführung eine Bowdenverbindung 68, gekoppelt. Entsprechend sind die Fadenzubringer 8, 8a und 8b innerhalb der durch die Abmessungen der Webmaschine gegebenen konstruktiven Grenzen, unabhängig von der Anordnung der damit zusammenwirkenden Antriebsteile - Hebel 14, Schubstangen 16 und Mitnehmer 32 - einstellbar. Die Anordnung der Fadenzubringer 8, 8a, 8b kann daher relativ zu diesen Antriebsteilen verstellt und beispielsweise auf unterschiedliche Webbreiten der Webmaschine eingerichtet werden.

Wie aus der Fig. 7 weiter hervorgeht, kann die dem Mitnehmer 32 zugekehrte Fläche der Schubstange 16 einen konkaven Endabschnitt 36a aufweisen, welcher mit einem Krümmungsradius R ausgeführt ist, der dem Radius des Schwenkbereichs der Leistenpartie 34 entspricht. Eine entsprechende, an diesen Schwenkbereich angepasste konkave Flächenpartie 39 kann auch in dem an die Anschlagpartie 35 anschliessenden mittleren Längenabschnitt der Schubstange 16 vorgesehen sein. Dadurch kann die Schubstange 16 sowohl in der blockierten Betriebsstellung gemäss Fig. 7 als auch in der ausgerückten Ruhestellung im wesentlichen feststehend nahe dem Mitnehmer 32 oder an diesen anliegend gehalten werden, so dass das Ein- und Ausrücken der Schubstange 16 jeweils entsprechend kleine Verstellwege des Klinkenhebels 22 erfordert. Zur Begrenzung des Schwenkbereichs der Verstellhebel 22 können den Hebelarmen 24 darstellungsgemäss auch je eine Stellschraube 28a zugeordnet sein.

Die oder einige der Kontaktflächen der Anschlagpartien 35 und 38, der Leistenpartie 34 und der Blockierpartie 40 sowie weitere, entsprechend zusammenwirkende Kontaktflächen der beschriebenen Vorrichtungen können je mit einem verschleissfesten Material, z.B. Hartmetall, beschichtet oder an einem Einsatzstück aus entsprechendem Material ausgebildet sein.

Anstelle von Elektromagneten 25 können auch andere äquivalente, z.B. pneumatische, Stelleinrichtungen vorgesehen sein. Die erfindungsgemässe Auswählvorrichtung kann auch an Webmaschinen mit anderen Schusseintragsmitteln, z.B. Greiferstangen, Schleppschützen oder dgl., angewendet werden. Auch für Eintragssysteme mit einem fluiden Eintragsmittel ist die Anwendung einer entsprechenden Anordnung denkbar.


Anspruch[de]
  • 1. Schussfaden-Auswählvorrichtung für eine Webmaschine mit ausserhalb des Webfaches (2) angeordneten Schussfaden-Vorratsspulen, mit einer Anzahl je zur Führung eines Schussfadens (3, 3a, 3b) bestimmten Fadenzubringern (8, 8a, 8b), die wahlweise je über einen Antriebsteil (Schubstange 16, 16a), welcher mittels einer zugeordneten Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) mit einem im Rhythmus der Schusseintragsfrequenz oszillierend angetriebenen Mitnehmer (32) koppelbar und von diesem entkoppelbar ist, zwischen einer Bereitschaftsstellung und einer Uebergabestellung hin und zurück verstellbar sind, wobei in der Uebergabestellung der betreffende Schussfaden (3, 3a, 3b) jeweils einem in das Webfach (2) einführbaren Schusseintragsorgan (Greiferkopf 11) für einen folgenden Schusseintrag dargeboten wird, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsteil (Schubstange 16, 16a) mit einem Stellelement (Arm 24, Stellhebel 53) der Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) über einen ortsfest gelagerten, gegen den Bewegungsbereich des Mitnehmers (32) hin und zurück bewegbaren Führungsteil (Klinkenhebel 22) gekoppelt ist und eine bei aktiver Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) in den Bewegungsbereich des Mitnehmers (32) einrückbare und bei passiver Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) ausrückbare Anschlagpartie (35) aufweist, und dass dem Antriebsteil (Schubstange 16, 16a) ein über die Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) steuerbares Blockierelement (Hebelarm 23) zugeordnet ist, welches zwischen einer bei passiver Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) einnehmbaren, Relativbewegungen des Antriebsteils (Schubstange 16, 16a,) zulassenden Freigabestellung und einer bei aktiver Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) einnehmbaren Sperrstellung verstellbar ist und über welches der Antriebsteil (Schubstange 16, 16a) in einer der Uebergabestellung des Fadenzubringers (8, 8a, 8b) entsprechenden Arbeitsstellung bei aktiver Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) blockierbar ist.
  • 2. Auswählvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsteil (Schubstange 16,16a) eine in seiner Arbeitsstellung an eine Blockierpartie (40) des Blockierelementes (Hebelarm 23) anlegbare, quer zur Bewegungsrichtung des Antriebsteiles (Schubstange 16, 16a) gestellte zweite Anschlagpartie (38) aufweist.
  • 3. Auswählvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsteil (Schubstange 16, 16a) über die der Sperrstellung des Blockierelementes (Hebelarm 23) entsprechende Arbeitsstellung hinaus in eine einer Endstellung (32&sec;) des Mitnehmers (32) entsprechende Betriebsstellung verstellbar ist, in der die zweite Anschlagpartie (38) eine von der Blockierpartie (40) entfernte, das Blockierelement (Hebelarm 23) entlastende Lösestellung (38&sec;) einnimmt.
  • 4. Auswählvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,, dass mindestens eine der zusammenführbaren Partien (35 und 34 bzw. 38 und 40) des Antriebsteils (Schubstange 16, 16a) und des zugeordneten Teils (Mitnehmer 32 bzw. Hebelarm 23) der Vorrichtung zumindest im Kontaktbereich aus einem verschleissfesten Material, z.B. Hartmetall, besteht.
  • 5. Auswählvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blockierelement (Hebelarm 23) an dem zum Ein- und Ausrücken des Antriebsteiles (Schubstange 16,16a) in den bzw. aus dem Bewegungsbereich des Mitnehmers (32) bestimmten Führungsteil (Klinkenhebel 22) ausgebildet ist.
  • 6. Auswählvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (Klinkenhebel 22) mit dem Stellelement (Arm 25) der Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) starr verbunden ist.
  • 7. Auswählvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Führungsteil (Klinkenhebel 22) mit dem Stellelement (Stellhebel 53) der Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) über eine Betätigungseinrichtung (43) verbunden ist, welche einen ortsfest gelagerten, im Rhythmus der Schusseintragsfrequenz oszillierend angetriebenen Steuerhebel (45) und einen an diesem angelenkten Tasthebel (48) enthält, der einen mit dem Stellelement (Stellhebel 53) in einer Sperrstellung zusammenführbaren Anschlagteil (Hebelarm 50) und einen bei aktiver Stelleinrichtung (Elektromagnet 25) gegen den Führungsteil (Klinkenhebel 22) verspannbaren Andrückteil (Hebelarm 51) aufweist.
  • 8. Auswählvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Antriebsteil (Schubstange 16, 16a) in mindestens einem Längenabschnitt, der an die dem Mitnehmer (32) zugeordnete Anschlagpartie (35) anschliesst, eine mit dem Mitnehmer (32) zusammenführbare konkave Flächenpartie (36a, 39) aufweist, die mit einem dem Bewegungsbereich des Mitnehmers (32) entsprechenden Krümmungsradius (R) ausgeführt ist.
  • 9. Auswählvorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwischen dem Antriebsteil (Schubstange 16) und dem Fadenzubringer (8, 8a, 8b) einen flexiblen Uebertragungsteil, z.B. eine Bowdenverbindung (68), enthält.






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