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Dokumentenidentifikation DE4106324A1 26.09.1991
Titel Webstuhl mit Steigekästen
Anmelder Emil Jäger GmbH & Co KG, 4400 Münster, DE
Erfinder Hambrock, Dieter, 4404 Telgte, DE;
Hundertmark, Axel, 4400 Münster, DE
Vertreter Habbel, H., Dipl.-Ing.; Habbel, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 4400 Münster
DE-Anmeldedatum 28.02.1991
DE-Aktenzeichen 4106324
Offenlegungstag 26.09.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 26.09.1991
IPC-Hauptklasse D03D 43/02
IPC-Nebenklasse D03D 49/54   D03D 51/40   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Webstuhl mit Steigekastenanordnung, wobei jedem Kasten eine eigene Bremseinrichtung zugeordnet ist und zusätzlich zu dieser als Hauptbremseinrichtung zu bezeichnenden Anordnung eine Zusatzbremseinrichtung im Bereich der Weblade vor der Steigekastenanordnung vorgesehen ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Webstuhl mit Steigekästen gemäß dem Oberbegriff des Hauptanspruches.

Bei den bekannten Einrichtungen dieser Art erfolgt das Abbremsen des mit großer Geschwindigkeit einlaufenden Webschützen mittels entsprechender Bremseinrichtung. Bei den heute immer höheren Geschwindigkeiten der Webschützen werden damit erhebliche Anforderungen an die Bremseinrichtung gestellt.

Es tritt das Problem auf, daß der Webschützen eine relativ große Garnspule trägt, d. h. die Masse des abzubremsenden Webschützen ist hoch, und bei dem plötzlichen Abbremsen des Webschützen tritt dabei das Problem auf, daß sich die Garnlagen "abschlingen" können, d. h. die stoßartige Abbremsung des Schützen bewirkt ein Verschieben der Garnlagen, wodurch beim nächsten Schützenlauf Schwierigkeiten hinsichtlich eines einwandfreien Garnabzuges auftreten können.

Aus der DE-AS-27 40 881 ist eine Fangvorrichtung für das Schützeneintragsorgan einer Webmaschine bekanntgeworden, bei welchem in einem Gehäuse der Fangvorrichtung eine Hauptbremse und eine Zusatzbremse untergebracht sind. Diese bekannte Einrichtung arbeitet mit einem Eintragsorgan, das nicht als Webschützen ausgebildet ist und weist außerdem keine Steigekästen auf.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die durch die Abbremsung auftretenden Nachteile zu vermeiden.

Diese der Erfindung zugrundeliegende Aufgabe wird durch die Lehre des Hauptanspruches gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen erläutert.

Mit anderen Worten ausgedrückt wird vorgeschlagen, daß - wie im Stand der Technik - bei sogenannten Webstühlen mit Steigekastenanordnung jedem einzelnen Steigekasten eine eigene Bremseinrichtung zugeordnet ist. Zusätzlich zu dieser als Hauptbremseinrichtung zu bezeichnenden Einrichtung ist im Bereich der Weblade vor dem Steigekasten eine Hilfsbremse vorgesehen, die bei der erfindungsgemäßen Anordnung wiederum auch doppelt ausgebildet sein kann, d. h. von oben und von der Seite auf den Schützen einwirkt, so daß ein sicheres Führen des Schützen in die Steigekastenanordnung erreicht wird. Durch diese erfindungsgemäße Anordnung erfolgt also das Abbremsen des Webschützen schon vor der Hauptbremseinrichtung und die erzielte Verzögerung kann insgesamt gesehen kleiner sein, so daß dadurch das "Abschlingen" der Garnspulen vermieden wird.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung erläutert. Die Zeichnung zeigt in

Fig. 1 relativ schematisch eine Ansicht auf eine Steigekastenanordnung und in

Fig. 2 einen Schnitt gemäß der Linie 2-2 in Fig. 1.

In der Zeichnung ist mit 1 eine Steigekastenanordnung bezeichnet, die auf zwei Führungen 2 und 3 aufruht und von einer Hubvorrichtung 4 hinsichtlich einer auf- und abgehenden Bewegung betätigt werden kann. In dieser Steigekastenanordnung 1 sind bei dem dargestellten Ausführungsbeispiel vier Kästen vorgesehen, wobei jedem Kasten eine Bremse 6 und eine Betätigungsvorrichtung 5 für jede Bremse zugeordnet ist.

Vor der Steigekastenanordnung 1 ist eine Weblade 10 erkennbar, und im Bereich dieser Weblade sind bei dem in Fig. 1 dargestellten Ausführungsbeispiel zwei Bremseinrichtungen vorgesehen, wobei für die von oben wirkende Bremsanordnung die Bremse 7 und die Betätigungsvorrichtung 8 erkennbar ist, während für die von der Seite her auf den einlaufenden Webschützen einwirkende Bremse die Betätigungsvorrichtung 9 erkennbar ist.


Anspruch[de]
  1. 1. Webstuhl mit Steigekästen und Webschützen als Schußeintragsorgan, wobei jedem Steigkasten eine Bremseinrichtung für den einlaufenden Schützen zugeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich der Weblade (10) vor der Steigekastenanordnung (1) eine Zusatzbremseinrichtung vorgesehen ist.
  2. 2. Webstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzbremseinrichtung aus zwei Bremsvorrichtungen gebildet ist, von denen die eine von oben auf den Webschützen und die andere von der Seite auf den Webschützen wirkt.
  3. 3. Webstuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Bremseinrichtung im Bereich des Steigekastens unabhängig von der Bremseinrichtung vor dem Steigekasten im Bereich der Weblade arbeitet.
  4. 4. Webstuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Zusatzbremseinrichtung im Bereich der Weblade in Abhängigkeit von der Betätigung der Bremseinrichtung im Bereich des Steigkastens arbeitet.
  5. 5. Webstuhl nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die wirksame Länge der zusätzlichen Bremseinrichtung vor der Steigekastenanordnung im wesentlichen gleich der wirksamen Länge der Bremseinrichtung im Steigekasten ist.






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