PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE4025152C2 10.10.1991
Titel Einrichtung zum Entfernen von fehleingezogenem Schußfaden für eine Luftstrahl-Webmaschine
Anmelder Kabushiki Kaisha Ishikawa Seisakusho, Ltd., Kanazawa, Ishikawa, JP
Erfinder Kano, Yoshio, Ishikawa, JP;
Fujioka, Tetsuya, Komatsu, Ishikawa, JP
Vertreter Moll, W., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat.; Glawe, U., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., 8000 München; Delfs, K., Dipl.-Ing.; Mengdehl, U., Dipl.-Chem. Dr.rer.nat.; Niebuhr, H., Dipl.-Phys. Dr.phil.habil., Pat.-Anwälte, 2000 Hamburg
DE-Anmeldedatum 08.08.1990
DE-Aktenzeichen 4025152
Offenlegungstag 14.02.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 10.10.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 10.10.1991
IPC-Hauptklasse D03D 47/30
IPC-Nebenklasse D03D 51/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zum Entfernen eines fehleingezogenen Schußfadens, wenn der Schußfaden nicht richtig in das offene Kettfadenfach einer Luftstrahlwebmaschine eingesetzt ist.

Eine Einrichtung zum Entfernen eines fehleingezogenen Schußfadens zieht einen im offenen Kettfadenfach befindlichen Schußfaden aus diesem heraus und entfernt den Faden. Weiterhin kann diese Einrichtung feststellen, ob der gesamte oder nur ein Teil des fehleingezogenen Schußfadens entfernt wurde, wobei das abgeschnittene Stück des Schußfadens im offenen Kettfadenfach verbleibt. Wenn die Einrichtung feststellt, daß der ganze Schußfaden entfernt worden ist, kann die Webmaschine danach automatisch zum regulären Betrieb zurückkehren. Andererseits wird, wenn die Einrichtung feststellt, daß sich noch ein abgeschnittenes Stück des Schußfadens in dem offenen Kettfadenfach befindet, dieses durch eine andere Einrichtung entfernt.

Aus US-PS 46 88 606 ist eine Einrichtung zum Entfernen von fehleingezogenem Schußfaden bekannt, bei der ein Schußfadenansaugkasten mit einem Paar darin angeordneter Zuführwalzen vorgesehen ist. Bei dieser Einrichtung wird der Schußfaden, durch Saugen oder Blasen vom regulären Schußeintragweg abgelenkt und zu einer U-förmigen Schlaufe geformt. Dann wird der Schußfaden an einer Stelle in der Nähe der Hauptdüse mittels einer Schneideinrichtung abgeschnitten und das abgeschnittene Fadenstück in den Schußfaden-Ansaugkasten geführt. Das Fadenstück wird von den Zührwalzen weiter gefördert und in den Abscheidekasten transportiert.

Bei dieser Einrichtung wird die Länge des fehleingezogenen Schußfadens, basierend auf der erhaltenen Umdrehungszahl und dem Außendurchmesser der Zuführwalzen, gemessen.

Dabei variiert der Reibungswiderstand am Anfang und Ende des Herausziehens des Schußfadens, insbesondere wenn das Ende des Schußfadens vom äußeren Ende des Kettfadenfachs freigegeben wird, da die Luftansaugkraft (oder Luftblaskraft) auf den Schußfaden unterschiedlich wirkt. Dabei kann das Ende des Schußfadens entweder auf die Zuführwalzen gewickelt werden oder es wird das Ende nachteiligerweise in verheddertem Zustand den Zuführwalzen zugeführt. Wenn der Schußfaden in einem derartigen Zustand dem Abscheidekasten zugeführt wird, kann die Länge des Schußfadens nicht präzise festgestellt werden und die Einrichtung wird irrtümlich entscheiden, daß ein abgeschnittenes Stück des Schußfadens noch im offenen Kettfadenfach zurückgelassen ist, obwohl tatsächlich der ganze Schußfaden herausgezogen wurde.

Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zum Entfernen von fehleingezogenem Schußfaden für eine Luftstahlwebmaschine zu schaffen, mit der die Länge des fehleingezogenen Schußfadens genau gemessen werden kann und die das vollständige Entfernen des Schußfadens zum Zeitpunkt seines Abgebens genau feststellt, und mit der fehleingezogener Schußfaden gleichmäßig entfernt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 beschriebene Erfindung gelöst.

Durch die Einrichtung gemäß der Erfindung wird das Ende des fehleingezogenen Schußfadens gesteuert, so daß der Faden immer, ohne daß er sich verwirrt, langgezogen ist. Weiter wird der Schußfaden, welcher durch die Zuführwalzen korrekt zugeführt worden ist, präzise durch den Detektor überwacht und eine fehlerhafte Entscheidung des Entfernens von fehleingezogenem Schußfaden verhindert und der Schußfaden gleichmäßig gefördert.

Eine Ausführungsform der Erfindung wird anhand der folgenden Figuren im einzelnen beschrieben. Es zeigt:

Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer Ausführungsform einer Einrichtung zum Entfernen eines fehleingezogenen Schußfadens für eine Luftstrahlwebmaschine gemäß der Erfindung;

Fig. 2 einen Längsschnitt der Einrichtung;

Fig. 3 die Einrichtung im Längsschnitt von vorne;

Fig. 4 bis 6 Ansichten zur Erläuterung der Funktionsweise der Einrichtung; und

Fig. 7 ein Blockschaltbild einer Steuerungseinheit der Einrichtung.

Fig. 1 zeigt eine nach unten gerichtete Druckluftdüse 1, die zwischen einer Hauptdüse 2 zum Eintragen des Schußfadens in das Kettfadenfach und einem Ende eines Blattes angeordnet ist. Die Druckluftdüse 1 erzeugt einen Druckluftstrom, der von oben nach unten rechtwinklig zur Laufrichtung des Schußfadens gerichtet ist, um den Schußfaden vom regulären Schußfadenführungsweg abzulenken. Die Bezugsziffer 4 bezeichnet eine Luftführung, die auf einer Lade 5 befestigt ist. Diese verhindert, daß Luft, die aus der nach unten gerichteten Druckluftdüse 1 geblasen wird, gestreut wird. Sie leitet den Luftstrom in einen Ansaugkasten 6. Auf dem Ansaugkasten 6 ist eine Steuerungseinrichtung 7 für das Blasen von Druckluft auf das Ende des fehleingezogenen Schußfadenendes vorgesehen. Innerhalb des Ansaugkastens 6 ist ein Paar Zuführwalzen 8 zum Herausziehen des Schußfadens und eine Detektoreinrichtung 9 für den Schußfaden vorgesehen. Der Ansaugkasten 6 ist unter der Luftführung 4 angeordnet.

Wie in den Fig. 2 und 3 dargestellt, besteht die Steuereinrichtung 7 aus einem trichterförmigen Netz 7b, dessen oberes Ende sich zu einem zylindrischen Teil 7a hin öffnet, und einer Luftstrahldüse 7c zum Blasen von Druckluft in horizontaler Richtung gegen die Oberfläche des Netzes 7b. In der Wand des zylindrischen Teils 7a sind Luftaustrittsöffnungen 7d vorgesehen. Die Zuführwalzen 8 haben eine Antriebswelle 8b, die von einem Motor 8a angetrieben wird und eine getriebene Walze 8d, die mit der treibenden Walze 8b mittels eines Luftzylinders 8c in Andrückkontakt gebracht werden kann, wobei die Walzen 8b und 8d unterhalb der Steuerungseinrichtung 7 angeordnet sind.

Die Detektoreinrichtung 9 besteht aus einer Lichtquelle 9a und einem Lichtempfänger 9b. Sie ist unterhalb der Zuführwalzen 8 angeordnet und elektrisch an eine Steuerungseinrichtung 23 angeschlossen, die die Blaskraft einer Abgabedüse 10 in Übereinstimmung mit einem Eingangssignal von der Detektoreinrichtung 9 steuert.

Die Abgabedüse 10 dient zum Fördern des Schußfadens, welcher über die Zuführwalzen 8 zugeführt worden ist, in einen Abscheidekasten 11. Die Abgabedüse 10 ist unter dem Ansaugkasten 6 angeordnet und so befestigt, daß sie auf ein Rohr 12 ausgerichtet ist, in welchem der Schußfaden weitertransportiert wird.

Eine Schußfadendetektoreinrichtung 13 ist in der Nähe des äußeren Endes des Blattes am Webfachende angeordnet.

Weiterhin bezeichnet die Bezugsziffer 14 eine Schußfaden- Schneideinrichtung und die Nummer 15 eine Führungsplatte zum Führen eines fehleingezogenen Schußfadens zum Zeitpunkt des Entfernens dieses Fadens.

Fig. 7 zeigt die Steuereinrichtung. Die Signale des Detektors 13 und des Detektors 9 werden jeweils in die Steuerungseinrichtung 23 eingegeben. Diese wird durch einen Mikrocomputer gebildet und gibt an einen Hauptmotor 22 die Schußfadenschneideinrichtung 14, die Luftstromdüse 1, den Antriebsmotor 8a, den Luftzylinder 8c und die Luftstrahldüse 7c Steuersignale. Die Steuerungseinrichtung 23 gibt weiterhin Steuersignale an die Abgabedüse 10 und ein Drucksteuerventil 24, um den Luftdruck der Abgabedüse 10 zu steuern. Die Steuereinrichtung 23 umfaßt eine Einrichtung zum Bestimmen des Druckes, um den Strömungsdruck der Abgabedüse 10 in Übereinstimmung mit einem Signal, welches vom Detektor 9 abgegeben wird, zu steuern und eine Einrichtung 23a zum Messen der Länge des Schußfadens gemäß dem Signal des Detektors 9. Die Einrichtung 23b zum Bestimmen des Druckes und das Drucksteuerventil 24 bilden eine Drucksteuerungseinrichtung 25 zum Steuern des Blasdruckes der Abgabedüse 10.

Im folgenden wird die Funktionsweise der erfindungsgemäßen Einrichtung beschrieben. Wenn während des Laufs der Webmaschine ein Schußfadeneintragfehler beispielsweise durch Verwirren eines Schußfadens mit den Kettfäden entsteht, gibt der Detektor 13 ein Signal ab, um den Fehler an die Steuerungseinrichtung 23 zu melden. Bei Erhalt des Signals gibt die Steuerungseinrichtung 23 ein Signal an den Hauptmotor 22, um die Webmaschine zu stoppen. Gleichzeitig mit diesem Signal wird ein Signal zum Stillsetzen der Schneideinrichtung 14, ein Signal für die Luftstrahldüse 1 und ein Signal für die Abgabedüse 10 an der Steuerungseinrichtung 23 abgegeben. Dabei läuft die Webmaschine weiter und macht etwa eine Umdrehung. Sie wird somit weich gebremst. Während des Weiterlaufens der Webmaschine zieht die Hauptdüse 2eine vorbestimmte Länge eines Schußfadens fortlaufend von der Vorratsspule ab.

Der Schußfaden 21 wird durch die Luftstrahldüse 1 nach unten geblasen und bildet zwischen der Hauptdüse 2 und den Randkettfäden 20 eine U-förmige Schlaufe 21a (Fig. 4). Gleichzeitig mit der Luftstrahldüse 1 bläst auch die Abgabedüse 10, dabei entsteht im Inneren des Ansaugkastens 6 ein Unterdruck.

Durch den entstehenden Luftstrom wird die U-förmige Schlaufe 21a durch den Ansaugkasten 6 zum Abscheidekasten 11 geführt. Dabei detektiert die Detektoreinrichtung 9, die unterhalb der Zuführwalzen 8 angeordnet ist, den Durchgang des unteren Endes der U-förmigen Schlaufe 21a und gibt ein Signal an die Steuerungseinrichtung 23. Die Steuerungseinrichtung 23 gibt ein Signal ab, um die Schneideinrichtung 14 und die Zuführwalzen 8 zu betätigen. Gleichzeitig gibt sie ein Signal, um die Luftstrahldüse 1 zu stoppen, und ein Signal zum Ändern des Blasdruckes der Abgabedüse 10 auf das Drucksteuerventil 24. Als erstes schneidet somit die Schneideinrichtung 14 die Schlaufe 21a des fehleingezogenen Schußfadens 21 in der Nähe der Hauptdüse 2 ab. Da der Ansaugkasten 6 unter Unterdruck steht, wird das abgeschnittene Ende der Schlaufe 21a durch den Ansaugkasten 6 zum Abscheidekasten 11 gesaugt.

Das abgeschnittene Ende des Schußfadens 21 gelangt in das Rohr 12, das mit dem Abscheidekasten 11 in Verbindung steht, während das andere Ende in dem offenen Kettfadenfach bleibt.

Dann wird der Luftzylinder 8c betätigt, um die getriebene Walze 8d mit der treibenden Walze 8b in Druckkontakt zu bringen, wobei die Zuführwalzen 8 den Faden 21a fangen.

In diesem Stadium empfängt die Steuerungseinrichtung 23 ein Signal von der Detektoreinrichtung 9. Die Einrichtung 23 gibt ein Signal zur Verringerung des Blasdruckes der Abgabedüse 10. Wenn deren Blasdruck zu hoch ist, würde das Ende des Schußfadens 21 im Ansaugkasten 6 verwirrt und in diesem Zustand angesaugt. Das Absenken des Blasdrucks verhindert dies. Das Absenken wird auch deshalb durchgeführt, um zu verhindern, daß feine Schußfäden 21 durch starken Blasdruck der Düse 10 zerstört werden. Weiterhin wird dadurch Energie gespart.

Dann wird die Luftstrahldüse 7c aktiviert. Dabei passiert der größte Teil des Luftstrahls das trichterförmige Netz 7b und gelangt durch die Öffnungen 7d in der Außenumfangswand des Zylinders 7a nach außen. Der andere Teil des Luftstrahls wird nach oben entlang der geneigten Fläche des Netzes 7b abgelenkt.

Durch Einschalten des Motors 8a werden die Zuführwalzen 8 angetrieben. Durch die Umdrehung der Zuführwalzen 8 wird der Schußfaden 21 aus dem offenen Kettfadenfach herausgezogen und gleichzeitig zu dem Abscheidekasten 11 geführt. Wenn das rückwärtige Ende des Schußfadens aus dem offenen Kettfadenfach herausgezogen ist, und von den Kettfäden 20 frei ist, wird dieses so gesteuert, daß es mit dem Netz 7b mittels des Luftstrahls, der an der Luftstrahldüse 7c abgegeben wird, ausgerichtet ist, wie dies in der Fig. 6 dargestellt ist.

Damit wird verhindert, daß das rückwärtige Ende des Schußfadens 21 verwirrt wird, und einen Knoten bildet. Wenn die Detektoreinrichtung 9 den Durchgang des Endes des Schußfadens detektiert, wird die Zuführwalze 8 gestoppt. Dann wird der Luftzylinder 8c gestoppt, so daß die getriebene Walze 8d in die Warteposition zurückkehrt. Zu diesem Zeitpunkt detektiert die Detektoreinrichtung 9 den Durchgang des Schußfadens und die Einrichtung 23a zum Messen der Schußfadenlänge, vergleicht die Zeit, die für den Durchgang des Schußfadens nötig ist, mit einer vorbestimmten Referenzzeit und entscheidet, daß der Schußfaden vollständig entfernt worden ist, wenn der Vergleichswert innerhalb eines vorbestimmten Bereiches liegt.


Anspruch[de]
  1. 1. Einrichtung zum Entfernen von fehleingezogenem Schußfaden für eine Luftstrahlwebmaschine mit

    einer nach unten gerichteten, rechtwinklig zum Schußeintragweg blasenden Druckluftdüse (1), die zwischen der Schußfadeneintragsdüse (2) und den Randkettfäden angeordnet ist;

    einem unterhalb der Druckluftdüse (1) angeordneten Ansaugkasten (6) zum Ansaugen des fehleingezogenen Schußfadens (21) aus dem offenen Kettfadenfach (20);

    einem Paar in dem Ansaugkasten (6) angeordneter Zuführwalzen (8) zum Fördern des angesaugten Schußfadens in einen Abscheidekasten (11); und

    einer Abgabedüse (10), die den Ansaugkasten (6) unter Unterdruck hält und den Schußfaden (21) zum Abscheidekasten (11) bläst, wobei die Abgabedüse unterhalb der Zuführwalzen (8) im Ansaugkasten (6) angeordnet ist;

    dadurch gekennzeichnet, daß vorgesehen sind

    eine Luftstrom-Steuereinrichtung (7), die in Ansaugrichtung unmittelbar vor dem Ansaugkasten (6) angeordnet ist

    und einen lagestabilisierenden Luftstrom gegen das Ende des Schußfadens (21) bläst;

    einen Schußfaden-Detektor (9), der in Förderrichtung hinter den Zuführwalzen (8) angeordnet ist;

    eine auf ein Signal des Detektors (9) ansprechende Längenmeßeinrichtung (23a); und

    einer Abgabedüsen-Drucksteuerung (25) zum Steuern des Blasdruckes der Abgabedüse (10).
  2. 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Luftstrom-Steuereinrichtung (7) einen vertikalen Zylinder (7a), ein trichterförmiges Netz (7b), dessen Außenumfang durch den Zylinder (7a) getragen wird, eine Luftstrahldüse (7c) zum Blasen von Druckluft im wesentlichen in horizontaler Richtung gegen und durch das trichterförmige Netz (7b) und in dem Zylinder (7a) vorgesehene Luftaustrittsöffnungen (7d) aufweist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com