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Dokumentenidentifikation DE3942523C2 24.10.1991
Titel Zirkelkopf
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Günther, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 22.12.1989
DE-Aktenzeichen 3942523
Offenlegungstag 27.06.1991
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 24.10.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 24.10.1991
IPC-Hauptklasse B43L 9/02

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Zirkelkopf, bestehend aus einem Griffstück und einem Kopfstück zum Aufnehmen einer die Zirkelschenkel haltenden Klemmeinrichtung, wobei Kopfstück und Griffstück ein einstückiges Kunststoffteil mit nach unten offener Aufnahme für die Klemmeinrichtung bilden.

Ein solcher Zirkelkopf ist aus der US-PS 41 56 313 bekannt. Bei diesem bekannten Zirkelkopf besitzt das Kopfstück zwei schildartige Seitenwangen, die oben durch einen Steg mit dem darauf aufsitzenden Griffstück und unten durch die Schwenkachse der Zirkelschenkel verbunden sind; es umschließt gleich einer Attrappe einen Raum, der die die Zirkelschenkel haltende Klemmeinrichtung aufnimmt. Diese Klemmeinrichtung ist als Federbügel ausgebildet, der randseitig mit einer Führungsnut versehen ist, in die eine auf der Innenseite einer Seitenwange aufgebrachte, in den Raum vorstehende Rippe eingreift, die sich lotrecht zur Schwenkachse der Zirkelschenkel erstreckt. Als Werkstoff ist für diesen Zirkelkopf u. a. auch Kunststoff vorgesehen.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, diesen bekannten Zirkelkopf dahin zu verbessern, daß er im Wegen der automatischen Fertigung hergestellt und mit den Zirkelschenkeln auf einfache Weise montiert werden kann sowie dauerhaft haltbar ist. Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß

  • - das Kopfstück des einstückigen Kunststoffteils als massiver Block ausgebildet ist,
  • - die nach unten offene Aufnahme durch zwei sich im Kopfstück vertikal erstreckende Einstecköffnungen gebildet ist,
  • - die Klemmeinrichtung aus zwei einzelnen, hakenförmigen Halteteilen besteht, deren jeweils eines in eine der Einstecköffnungen einsetzbar ist.


Der Wegfall des Federbügels ermöglicht die automatische Fertigung des gesamten Zirkelkopfs und erleichtert auch das Einführen der oberen Enden der Zirkelschenkel in das Kopfstück, weil es dabei nicht mehr erforderlich ist, einen fast geschlossenen, in dem vom Kopfstück umschlossenen Raum befindlichen Federbügel mit Hilfe eines Werkzeugs aufspreizen zu müssen. Die Ausgestaltung des Kopfstücks als massiver Block schafft die Voraussetzung dafür, dort Einstecköffnungen für die Halteteile ausbilden zu können, die deren stets sichere und stabile Lagerung mittels einfacher Befestigungstechniken wie Einstecken, Einschrauben, Einkleben usw. gewährleisten. Schließlich brauchen die Halteteile auch keine schwächende Nut od. dgl. aufzuweisen, was ihre Haltbarkeit verbessert.

Das Kopfstück weist bei einer ersten Ausführungsform der Erfindung eine etwa halbkreisförmige Frontfläche auf, deren seitliche Endbereiche unter Bildung vertikaler Seitenflächenbereiche eingezogen sind, denen die sich dazu parallel erstreckenden Einstecköffnungen benachbart sind, während es bei einer zweiten Ausführungsform der Erfindung eine mondsichelförmige Frontfläche aufweist, deren nach unten gerichtete Endbereiche unter Bildung horizontaler Abschlußflächen eingezogen sind, in denen die Einstecköffnungen münden. Aufgrund dieser Ausgestaltung sind die Einstecköffnungen von ausreichend Kunststoffmaterial umgeben, so daß auch bei erheblicher Aufspreizung der Halteteile durch die Zirkelschenkel eine sichere Beherrschung der dabei auftretenden Kräfte gewährleistet ist.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung sind die Halteteile in den Einstecköffnungen mit Preßsitz gehalten. Als besonders zweckmäßig hat es sich erwiesen, wenn die Halteteile aus Federblech bestehen und ihre freien Enden unter Belassung eines Spalts nach innen gebogen sind.

In der Zeichnung ist die Erfindung anhand von zwei bevorzugten Ausführungsformen beispielhaft erläutert. Es zeigen

Fig. 1a und 1b eine erste Ausführungsform in Front- und Seitenansicht sowie

Fig. 2 eine zweite Ausführungsform in Frontansicht.

Bei der Ausführungsform der Fig. 1 bildet der aus einem Kopfstück 1 und einem Griffstück 2 bestehende Zirkelkopf ein einstückiges Kunststoffteil in Form eines massiven Blocks. Das Kopfstück 1 läßt in Fig. 1a eine Frontfläche 1a erkennen, die aus einem Rechteck mit aufsitzendem Kreissegment oder aus einem Halbkreis mit vertikal abgetrennten seitlichen Endbereichen besteht, so daß die in Fig. 1b sichtbare Seitenfläche des Kopfstücks 1 einen unteren vertikalen Bereich 1b aufweist. Parallel zu diesen beiden vertikalen Seitenflächenbereichen 1b ist je eine Einstecköffnung 3a, 3b in dem Kunststoffteil des Kopfstücks 1 angeordnet, in die je ein hakenförmiges Halteteil 4a, 4b aus Federblech eingesteckt ist. Das freie Ende der Halteteile 4a, 4b ist rechtwinklig nach innen gebogen, wobei zwischen diesen freien Enden ein die - nicht dargestellten - Zirkelschenkel aufnehmender Spalt 5 verbleibt.

Bei der Ausführungsform der Fig. 2 sind gleiche Bauteile mit gleichen Bezugszeichen versehen. Im Vergleich zu der in den Fig. 1a und 1b dargestellten Ausführungsform sind folgende Unterschiede vorhanden: Die Frontfläche 1a des Kopfstücks 1 besitzt die Form einer Mondsichel, deren nach unten gerichtete Spitzen abgetrennt sind, so daß horizontale Abschlußflächen 1c, 1d vorhanden sind; die hakenförmigen Halteteile 4a, 4b sind von ihrem Austritt aus diesen Abschlußflächen 1c, 1d an kontinuierlich einwärts gebogen und bilden - unter Belassung des Spalts 5 - je einen Viertelkreis.

Die vertikale Erstreckung der Einstecköffnungen 3a, 3b vereinfacht die Herstellung des einstückigen Kunststoffteils als Spritzgußteil.

Bezugszeichenliste

1 Kopfstück

1a Frontfläche

1b vertikale Seitenflächenbereiche

1c, 1d horizontale Abschlußflächen

2 Griffstück

3a, 3b Einstecköffnungen

4a, 4b hakenförmige Halteteile

5 Spalt


Anspruch[de]
  1. 1. Zirkelkopf, bestehend aus einem Griffstück und einem Kopfstück zum Aufnehmen einer die Zirkelschenkel haltenden Klemmeinrichtung, wobei Kopfstück und Griffstück ein einstückiges Kunststoffteil mit nach unten offener Aufnahme für die Klemmeinrichtung bilden, dadurch gekennzeichnet, daß
    1. - das Kopfstück (1) des einstückigen Kunststoffteils als massiver Block ausgebildet ist,
    2. - die nach unten offene Aufnahme durch zwei sich im Kopfstück (1) vertikal erstreckende Einstecköffnungen (3a, 3b) gebildet ist,
    3. - die Klemmeinrichtung aus zwei einzelnen, hakenförmigen Halteteilen (4a, 4b) besteht, deren jeweils eines in eine der Einstecköffnungen (3a, 3b) einsetzbar ist.
  2. 2. Zirkelkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfstück (1) eine etwa halbkreisförmige Frontfläche (1a) aufweist, deren seitliche Endbereiche unter Bildung vertikaler Seitenflächenbereiche (1b) eingezogen sind, denen die sich dazu parallel erstreckenden Einstecköffnungen (3a, 3b) benachbart sind.
  3. 3. Zirkelkopf nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Kopfstück (1) eine mondsichelförmige Frontfläche (1a) aufweist, deren nach unten gerichtete Endbereiche unter Bildung horizontaler Abschlußflächen (1c, 1d) eingezogen sind, in denen die Einstecköffnungen (3a, 3b) münden.
  4. 4. Zirkelkopf nach Anspruch 1 und einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile (4a, 4b) in den Einstecköffnungen (3a, 3b) mit Preßsitz gehalten sind.
  5. 5. Zirkelkopf nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile (4a, 4b) aus Federblech bestehen.
  6. 6. Zirkelkopf nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Halteteile (4a, 4b) unter Belassung eines Spalts (5) nach innen gebogen sind.






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