PatentDe  



Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Rundstrickmaschine zur Herstellung von Strumpfware, die mit Steuertrommeln in einzelnen Stricksystemen versehen ist.

Es sind Rundstrickmaschinen (DE-OS 26 42 798) bekannt, bei denen den einzelnen Sricksystemen Steuertrommeln zugeordnet sind, die entweder zentral oder voneinander unabhängig gemäß der Strickforderung und der Bauart der Strickmaschine verschoben werden. Manche Strickmaschinen sind noch mit einer Hauptschalttrommel ausgestattet. Diese bekannten Anordnungen nehmen viel Bauraum auf dem Flansch der Maschine in Anspruch und erhöhen damit erheblich die Verbauung des Raumes rund um den Nadelzylinder.

Die Aufgabe der Erfindung ist es, eine raumsparende Unterbringungsmöglichkeit für Steuertrommeln bei leichter Programmänderungsmöglichkeit zu schaffen.

Die Erfindung besteht darin, daß in jedem Stricksystem mindestens eine Trommel über dem Flansch und mindestens eine Trommel unter dem Flansch der Maschine angeordnet sind.

Der Hauptvorteil der Erfindung besteht darin, daß sie keinen großen Bauraum einnimmt, daß zwischen den Trommeln kein Spiel vorhanden ist und daß man Programme leicht ändern kann.

Das Wesen der Erfindung ist nachstehend anhand eines in der Zeichnung schematisch dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Es zeigt

Fig. 1 einen Teilschnitt der Steuertrommeln und deren Anordnung in einem Stricksystem,

Fig. 2 ein Schema des Trommelantriebes,

Fig. 3 eine axonometrische Darstellung der Verbindung beider Trommeln mittels eines Kupplungszapfens.

Die Rundstrickmaschine zur Herstellung von Strümpfen ist mit einem horizontal angeordneten Flansch 1 versehen, in dem drehbar ein nicht dargestellter Nadelzylinder gelagert ist. In den einzelnen Stricksystemen sind auf dem Flansch 1 Betätigungsmittel angeordnet, die aus folgenden Gliedern bestehen: Im Flansch 1 ist ein Lager 2 befestigt, in dem lose drehbar eine hohle Welle 3 gelagert ist. Auf der hohlen Welle 3 ist mittels einer Feder 4 unter dem Flansch mindestens eine Trommel 5 befestigt, die mit Segmenten 6 versehen ist, auf denen dann Abtasthebel, z. B. Hebel zur Änderung der Maschendichte, aufliegen. Die Trommel 5 ist mit einer Verzahnung versehen, die im Eingriff mit einem koaxial mit dem Nadelzylinder im Flansch angebrachten Zahnkranz 7 steht. Die Trommel 5 ist in ihrem unteren Teil mit einem Ring 8 gesichert, und sie liegt im oberen Teil an dem Lager 2 auf.

Oberhalb der unteren Trommel 5 ist gleichachsig eine obere Trommel 10 angeordnet. In die hohle Welle 3 ist ein Kupplungszapfen 9 eingeschoben, dessen flacher Teil 91 (Fig. 3) in die Nut 31 der hohlen Welle 3 zur Sicherung der Übertragung eines Drehmomentes eingeschoben ist. Auf den Körper des Zapfens 9 ist unter dem Flansch 1 ein Trommelmantel aufgesteckt, dessen Ende mit einer Nut versehen ist, in die ein profiliertes oberes Ende bzw. ein profilierter Absatz 92 des Kupplungszapfens 9 eingreift. Mindestens diese eine Trommel 10 ist hier angeordnet und mit Öffnungen versehen, in denen Stifte 11 angeordnet sind. Auf dem Flansch 1 ist mittels einer Schraube 13 ein Ständer 12 befestigt. Im Ständer 12 sind Abtasthebel 14 gelagert, die vertikal ausschwenkbar sind und die Schloßteile oder Fadenführer betätigen (DE-OS 31 48 835). Ferner ist im Ständer 12 ein Zapfen 15 befestigt, der einen drehbaren Hebel 16 trägt. Auf dem Hebel 16 befindet sich eine Schraube 17, die mittels einer Feder 18 das obere Ende des Kupplungszapfens 9 drückt. Dieser Zapfen drückt dann die Trommel 10 gegen den Flansch 1.

Diese oben beschriebene Anordnung beider Trommeln 5, 10 befindet sich in jedem Stricksystem. Der Antrieb aller Trommeln 5, 10 ist mittels eines Zahnkranzes 7 durchgeführt, wie aus der Fig. 2 ersichtlich ist, wo lediglich zwei Trommeln 5 von zwei Stricksystemen dargestellt sind. Der Antrieb des Zahnkranzes 7 ist dann mittels der Vorschubvorrichtung vom Nadelzylinder abgeleitet. Die Vorschubvorrichtung enthält ein direkt am Umfang des Zahnkranzes 7 ausgebildetes Klinkenrad 21, in das eine Klinke 20 einschnappt. Eine weitere Ausführungsmöglichkeit besteht darin, daß das Klinkenrad 23 auf der Trommel 5 unter dem Flansch angebracht ist, in das eine Klinke 22 einschnappt. Die Trommel 5 ist dabei mit einer Verzahnung versehen, die mit dem Zahnkranz 7 zusammenarbeitet.

Die beschriebene Vorrichtung arbeitet folgendermaßen:

Die Vorschubvorrichtung dreht den Nadelkranz 7 und dieser greift dann in die Trommelverzahnung ein. Die obere Trommel 10 kann leicht ausgewechselt werden, so daß man ein Programm mittels der Stifte 11 außerhalb der Maschine in eine andere Trommel einsetzen kann. Beim Wechsel hebt man dann die Schraube 17 entgegen die Wirkung der Feder an. Gemeinsam mit dem Hebel wird sie um den Zapfen seitlich gedreht. Dann nimmt man den Kupplungszapfen 9 aus der hohlen Welle 3 heraus. Die Trommel 10 kann dann waagerecht entfernt werden. Die Befestigung einer neuen Trommel mit einem neu gesetzten Programm für die Betätigung von Schloßteilen und Fadenführern wird in umgekehrter Reihenfolge durchgeführt. Die Schraube 17 mit der Feder 18 wirkt dabei gleichfalls als Bremse.


Anspruch[de]
  1. 1. Rundstrickmaschine zur Herstellung von Strumpfware, die mit Steuertrommeln in den einzelnen Stricksystemen versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Stricksystem mindestens eine Trommel (10) über dem Flansch (1) und mindestens eine Trommel (5) unter dem Flansch (1) der Maschine angeordnet sind.
  2. 2. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die untere unter dem Flansch (1) angebrachte Trommel (5) mit Segmenten (6) und die obere Trommel (10) mit Stiften (11) versehen sind, wobei beide Trommeln (5, 10) fest miteinander verbunden sind.
  3. 3. Rundstrickmaschine nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die untere Trommel (5) auf einer hohlen drehbar im Flansch (1) gelagerten Welle (3) befestigt ist, wobei in der hohlen Welle (3) ein Kupplungszapfen (9) eingesetzt ist, der die obere Trommel (10) trägt.
  4. 4. Rundstrickmaschine nach den Ansprüchen 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß das obere Ende der auf dem Zapfen (9) angebrachten Trommel (10) mit einer Nut versehen ist, in die ein profilierter Absatz (92) des Kupplungszapfens (9) eingreift, wobei auf den Kupplungszapfen (9) von oben eine abgefederte im horizontal schwenkbaren Hebel (16) angebrachte Schraube (17) aufliegt.
  5. 5. Rundstrickmaschine nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß jede untere Trommel (5) mit einer Verzahnung versehen ist, die einem Zahnkranz (7) zugeordnet ist, der an eine Vorschubvorrichtung angeschlossen ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com