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Dokumentenidentifikation EP0309785 07.11.1991
EP-Veröffentlichungsnummer 0309785
Titel Schleifkörper.
Anmelder Buderus Schleiftechnik GmbH, 6332 Ehringshausen, DE
Erfinder Schreiber, Jürgen, W-6330 Wetzlar, DE
DE-Aktenzeichen 3865284
Vertragsstaaten AT, CH, DE, ES, GB, IT, LI
Sprache des Dokument De
EP-Anmeldetag 07.09.1988
EP-Aktenzeichen 881145767
EP-Offenlegungsdatum 05.04.1989
EP date of grant 02.10.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 07.11.1991
IPC-Hauptklasse B24D 7/02
IPC-Nebenklasse B24B 5/01   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Schleifkörper für eine Schleifmaschine zum gleichzeitigen Innen-, und/oder Planschleifen von Werkstücken.

In der EP-OS 00 51 136 wird eine Schleifmaschine beschrieben, mit welcher gleichzeitig mehrere Schleifvorgänge durchgeführt werden können. Für jeden Schleifvorgang ist aber ein entsprechender Schleifkörper mit zugehöriger Schleifeinheit notwendig. Je mehr unterschiedliche Schleifvorgänge an einem Werkstück durchgeführt werden sollen, um so mehr Schleifeinheiten müssen bei einer solchen Schleifmaschine vorgesehen werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Anzahl der notwendigen Schleifeinheiten beim simultanen Schleifen von Bohrungen und rück- bzw. vorderseitigen Planschleifen eines Werkstückes zu reduzieren.

Zur Lösung dieser Aufgabe werden die im kennzeichnenden Teil des Patentanspruches 1 angegebenen Merkmale vorgeschlagen.

Bei entsprechender Steuerung der Schleifeinheit mit einem solchen Schleifkörper kann in einem einzigen Steuerungsvorgang sowohl Innenrund- als auch plangeschliffen werden.

In der Zeichung sind Ausführungsbeispiele dargestellt. Es zeigen:

  • Fig. 1 den Bereich des zu schleifenden Werkstückes mit dem Schleifkörper in Schleifstellung.
  • Fig. 2 eine andere Schleifkörperanordnung.

Auf dem Schleifdorn 1 ist der pilzförmige Schleifkörper 2 mit seinem Fußteil 3 und seinem Kopfteil 4 befestigt. Mit 5 ist ein Werkstück bezeichnet, dessen Bohrung 6 innenrund geschliffen werden soll und außerdem zu schleifende Planflächen 7, 8 und 9 aufweist. Die Planflächen 7 bzw. 9 werden über die angedeuteten separaten Schleifscheibe 10 geschliffen, wobei die Schleifscheibe 10 auch die Stellung 11 einnimmt. Mit dem pilzförmigen Schleifkörper 2 kann gleichzeitig die Bohrung 6 und die Planfläche 8 geschliffen werden. Während das Werkstück 5 um die Achse 12 rotiert ist die Drehachse 13 des Schleifdorns 1 hierzu etwas schräg gestellt. Gleichzeitig ist das Fußteil kegelförmig verjüngt ausgebildet. Schrägstellung der Drehachse 13 zur Achse 12 und kegelförmige verjüngung des Fußteiles 3 sind so aufeinander abgestimmt, daß die Bohrung 6 innenrund geschliffen werden kann, aber gleichzeitig die Planfläche des Kopfteiles 4 die Planfläche 8 des Werkstückes schleifen kann. Weil die hintere Planfläche des Kopfteiles 4 rechtwinklig zur Schleiffläche des Fußteiles 3 angeorndet ist, erfolgt durch die Schrägstellung des Schleifdornes 1 der Schliff nur an den in der Zeichnung angedeuteten Berühungsstellen.

Fig. 2 zeigt eine andere Anordnung des Schleifkörpers, so daß neben der Bohrung 6 von dem Schleifkörper 2 gleichzeitig die dem Schleifdorn 1 zugewandte Planfläche 9 geschliffen werden kann. In diesem Falle ist der Fußteil 3 zum Kopftteil 4 hin kegelförmig erweitert. Für die Schleifgenauigkeit ist der auf diese Weise für das Planschleifen mögliche stabile und kurze Schleifdorn von großem Vorteil.

Das gleichzeitige Einstechschleifen einer Bohrung mit dazugehöriger rückseitiger Planfläche ist durch den pilzförmigen Schleifkörper mit kegelförmigem Fußteil und gleichzeitiger Schrägstellung des Schleifdornes auch oszillierend möglich.


Anspruch[de]
  • 1. Schleifkörper für Schleifmaschinen zum Innen- zum Planschleifen der Stirnflächen von Werkstücken, insbesondere für oszillierende Bearbeitung,

    dadurch gekennzeichnet, daß der Schleifkörper (2) eine aus Fußteil (3) und Kopfteil (4) bestehende pilzförmige Gestalt aufweist, wobei das Kopfteil (4) einen größeren Durchmesser als das Fußteil (3) hat und eine zum Fußteil (3) weisende rückwärtige Schleiffläche zum Planschleifen besitzt.
  • 2. Schleifkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußteil (3) sich kegelförmig zum Kopfteil (4) hin verjüngt.
  • 3. Schleifkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Fußteil (3) sich kegelförmig zum Kopfteil (4) hin erweitert.
  • 4. Schleifkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die rückwärtige Schleiffläche des Kopfteiles rechtwinklig Schleiffläche des Fußteiles des Schleifkörpers (2) verläuft und nicht zur Rotationsache 13.
  • 5. Verfahren zum Einsatz des Schleifkörpers nach einem der Ansprüche 1 bis 4,

    dadurch gekennzeichnet, daß das kegelförmige Fußteil (3) während des Schleifvorganges mit seiner in Eingriff stehende Schleifflächenseite durch Schrägstellung des Schleifdornes (1) parallel zur Werkstückachse (12) gebracht wird.






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