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Dokumentenidentifikation DE4014927A1 28.11.1991
Titel Getriebe für einen Zirkelkopf
Anmelder Intertech Zeichengeräte Günther Partes KG, 8535 Emskirchen, DE
Erfinder Partes, Stefan, 8535 Emskirchen, DE
Vertreter Kessel, E., Dipl.-Ing.; Böhme, V., Dipl.-Ing., Pat.-Anwälte, 8500 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 10.05.1990
DE-Aktenzeichen 4014927
Offenlegungstag 28.11.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 28.11.1991
IPC-Hauptklasse B43L 9/16
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Getriebe für einen Zirkelkopf, bei dem jeder der beiden Zirkelschenkel an seinem oberen Ende mit einem Zahnsegment versehen ist, das in einer offenen Ausfräsung gehalten ist und mit seinem gezahnten Bereich daraus vorsteht. Sie will auf kostengünstige Weise eine spielfreie Fixierung des Zahnsegments am Zirkelschenkel schaffen, bei der ein Kontakt zwischen den Zahnsegment-Seitenflächen und den Innenflächen des Zirkelkopfs vermieden wird. Zu diesem Zweck ist die Ausfräsung als durchgehende Schlitzung ausgebildet, wobei das Zahnsegment einen in diese Schlitzung mit Preßsitz einpaßbaren Bereich aufweist, der auf beiden Seiten mit je zwei daraus vorspringenden, ihn seitlich begrenzenden Vertikalflächen versehen ist, die gegen die seitlichen Stirnflächen der die Schlitzung einfassenden Wangen anliegen, wobei die Seitenflächen des Zahnsegments gegenüber den entsprechenden Seitenflächen des Zirkelschenkels geringfügig zurückspringend angeordnet sind.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Getriebe für einen Zirkelkopf, bei dem jeder der beiden Zirkelschenkel an seinem oberen Ende mit einem Zahnsegment versehen ist, das in einer in Richtung der Schenkellängsachse verlaufenden, zur Schenkelinnenseite hin offenen Ausfräsung gehalten ist und mit seinem gezahnten Bereich daraus vorsteht.

Es ist bekannt, das Zahnsegment am Zirkelschenkel anzufräsen. Diese Art der Herstellung ist sehr zeitaufwendig und kostenintensiv. Weiter ist es bekannt, das Zahnsegment als selbständiges Bauteil auszubilden und auf das obere Schenkelende aufzustecken. Dabei hat es sich als nachteilig erwiesen, daß gegen die Innenflächen des Zirkelkopfs nicht Flächen des in sich stabilen Zirkelschenkels, sondern die Wangen des Zahnsegments zur Anlage kommen bzw. als Gleitflächen dienen, was vor allem dann, wenn das Zahnsegment aus Kunststoff besteht, zu einem Nachfedern bzw. instabilen Verhalten der Zirkelschenkel führt.

Bei dem eingangs beschriebenen bekannten Getriebe ist das Zahnsegment üblicherweise mittels einer horizontalen Achse in den die Ausfräsung seitlich begenzenden Wandbereichen gehalten und liegt mit dem ungezahnten Umfangsbereich, der eine geradlinig verlaufende ebene Fläche bildet, gegen den nach außen gerichteten Boden der Ausfräsung an. Bei geringsten Toleranzen des Durchmessers der Bohrungen zur Aufnahme der horizontalen Achse des Zahnsegments und/oder des Abstands zwischen dieser Achse und dem Boden der Ausfräsung kommt es zu einem unerwünschten Spiel des Zahnsegments, was beim Verstellen der Zirkelschenkel einen ruckweisen Bewegungsablauf zur Folge hat.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf kostengünstige Weise eine spielfreie Fixierung des Zahnsegments am Zirkelschenkel zu schaffen, bei der ein Kontakt zwischen den Zahnsegment-Seitenflächen und den Innenflächen des Zirkelkopfs vermieden wird.

Ausgehend von dem eingangs beschriebenen bekannten Getriebe wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Ausfräsung als durchgehende Schlitzung ausgebildet ist und das Zahnsegment einen in diese Schlitzung mit Preßsitz einpaßbaren Bereich aufweist, der auf beiden Seiten mit je zwei daraus vorspringenden, ihn seitlich begrenzenden Vertikalflächen versehen ist, die gegen die seitlichen Stirnflächen der die Schlitzung einfassenden Wangen anliegen, und daß die Seitenflächen des Zahnsegments gegenüber den entsprechenden Seitenflächen des Zirkelschenkels geringfügig zurückspringend angeordnet sind.

Durch die Kombination Schlitzung und darin mit Preßsitz einpaßbaren Bereich des Zahnsegments wird dieses gegen jegliche Verstellung in der zur Schlitzungsebene senkrechten Richtung gesichert. Durch die Kombination Vertikalflächen am Zahnsegment und entsprechende Anlageflächen am Zirkelschenkel wird das Zahnsegment gegen jegliche Verstellung in Richtung der Schlitzungsebene gesichert. Die zurückspringende Anordnung des Zahnsegments gegenüber dem Zirkelschenkel vermeidet den Kontakt zwischen den Seitenflächen des Zahnsegments und den Innenflächen des Zirkelkopfs. Schließlich ist die Schlitzung einfacher als eine dreiseitig umschlossene Ausfräsung herzustellen, wobei die Kontaktflächen zwischen Zahnsegment und Zirkelschenkel nicht besonders hergestellt zu werden brauchen, sondern am Spritzgußteil Zahnsegment ausgebildet bzw. am Profilmaterial Zirkelschenkel vorhanden sind.

In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weisen die die Schlitzung einfassenden Wangen des Zirkelschenkels und der in die Schlitzung einpaßbare Bereich des Zahnsegments eine in der montierten Stellung miteinander fluchtende, quer zur Schlitzungsebene verlaufende Bohrung auf. Diese Bohrung ist zur Aufnahme einer Schraube bestimmt, die von der einen Wange des Zirkelkopfs ausgehend diese Bohrung durchdringt und in die gegenüberliegende Wange des Zirkelkopfs eingreift, so daß die Wangen des Zirkelkopfs auf die die Schlitzung einfassenden Wangen des Zirkelschenkels drücken und damit den Preßsitz des Zahnsegments verstärken.

Gemäß einem weiteren vorteilhaften Merkmal der Erfindung beträgt die Breite des Rücksprungs des Zahnsegments gegenüber dem Zirkelschenkel auf jeder Seite etwa 0,1-0,2 mm. Dieser verhältnismäßig geringe Rücksprung reicht normalerweise aus, um einen Kontakt zwischen der Innenfläche des Zirkelkopfs und den Seitenflächen des Zahnsegments zu verhindern.

Zweckmäßigerweise bildet die obere Verbindung der beiden Vertikalflächen eine Anschlagfläche, die gegen die nach oben gerichtete Stirnfläche der die Schlitzung einfassenden Wangen anliegt. Diese Ausgestaltung erweist sich vor allem als Montagehilfe.

Es hat sich als günstig erwiesen, wenn die Zahnung des Zahnsegments entlang einer Mittelebene geteilt ist und die beiden Zahnungsteile um eine halbe Zahnteilung versetzt zueinander angeordnet sind. Diese Ausführung des Zahnsegments ist für beide Zirkelschenkel verwendbar, so daß nur ein Zirkelschenkeltyp hergestellt zu werden braucht.

In der Zeichnung ist ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigt

Fig. 1 eine perspektivische Ansicht des Zahnsegments und

Fig. 2 eine perspektivische Ansicht des oberen Endes des Zirkelschenkels.

Das in Fig. 1 gezeigte Zahnsegment 1 weist einen gezahnten Umfangsbereich 2 sowie Seitenflächen 3a und 3b auf, die im unteren Bereich je eine rechteckige Vertiefung 4 erkennen lassen. Diese einander genau gegenüberliegenden Vertiefungen 4 werden seitlich von je zwei Vertikalflächen 5a&min;, 5a&min;&min; bzw. 5b&min;, 5b&min;&min; sowie oben von einer Horizontalfläche 5c umgrenzt; zwischen ihnen ist ein stegartiger Bereich 6 belassen, der von einer Bohrung 7 durchdrungen ist. Das Zahnsegment 1 ist ein Kunststoff-Spritzgußteil.

In dem in Fig. 2 dargestellten oberen Ende eines Zirkelschenkels 8 ist eine in Richtung der Schenkellängsachse verlaufende, in der Schwenkebene der Zirkelschenkel liegende Schlitzung 9 vorgesehen, die zur oberen Stirnseite sowie zur Innen- und Außenseite des Schenkels 8 hin offen und von zwei Wangen 10a und 10b begrenzt bzw. eingefaßt ist. Die rechteckigen Wangen 10a und 10b weisen seitliche Stirnflächen 11a&min; und 11a&min;&min; bzw. 11b&min; und 11b&min;&min; sowie je eine nach oben gerichtete Stirnfläche 11c auf.

Die rechteckigen Vertiefungen 4, der stegartige Bereich 6, die Schlitzung 9 sowie die Wangen 10a und 10b sind so aufeinander abgestimmt, daß das Zahnsegment 1 mit Preßsitz in der Schlitzung 9 gehalten ist, wobei die Vertikalflächen 5a&min;, 5a&min;&min; und 5b&min;, 5b&min;&min; sowie die Horizontalfläche 5c gegen die nach oben gerichtete Stirnfläche 11c zur Anlage kommen. In der dann erreichten montierten Stellung fluchtet die Bohrung 7 des stegartigen Bereichs 6 mit Bohrungen 7a und 7b in den Wangen 10a und 10b; durch die Gesamt-Bohrung 7a, 7, 7b kann eine die Wangen des - nicht dargestellten - Zirkelkopfs erfassende Schraube 12 hindurchgeführt werden.

Bezugszeichenliste

1 Zahnsegment

2 gezahnter Umfangsbereich

3a Seitenfläche

3b Seitenfläche

4 rechteckige Vertiefung

5a&min; Vertikalfläche

5a&min;&min; Vertikalfläche

5b&min; Vertikalfläche

5b&min;&min; Vertikalfläche

5c Horizontalflächen

6 stegartiger Bereich

7 Bohrung

7a Bohrung

7b Bohrung

8 Zirkelschenkel

9 Schlitzung

10a Wange

10b Wange

11a&min; seitliche Stirnfläche

11a&min;&min; seitliche Stirnfläche

11b&min; seitliche Stirnfläche

11b&min;&min; seitliche Stirnfläche

11c nach oben gerichtete Stirnflächen

12 Schraube


Anspruch[de]
  1. 1. Getriebe für einen Zirkelkopf, bei dem jeder der beiden Zirkelschenkel an seinem oberen Ende mit einem Zahnsegment versehen ist, das in einer in Richtung der Schenkellängsachse verlaufenden, zur Schenkelinnenseite hin offenen Ausfräsung gehalten ist und mit seinem gezahnten Bereich daraus vorsteht, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausfräsung als durchgehende Schlitzung (9) ausgebildet ist und das Zahnsegment (1) einen in diese Schlitzung (9) mit Preßsitz einpaßbaren Bereich (6) aufweist, der auf beiden Seiten mit je zwei daraus vorspringenden, ihn seitlich begrenzenden Vertikalflächen (5a&min;, 5a&min;&min; bzw. 5b&min;, 5b&min;&min;) versehen ist, die gegen die seitlichen Stirnflächen (11a&min;, 11a&min;&min; bzw. 11b&min;, 11b&min;&min;) der die Schlitzung (9) einfassenden Wangen (10a, 10b) anliegen, und daß die Seitenflächen (3a, 3b) des Zahnsegments (19) gegenüber den entsprechenden Seitenflächen des Zirkelschenkels (8) geringfügig zurückspringend angeordnet sind.
  2. 2. Getriebe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Schlitzung (9) einfassenden Wangen (10a, 10b) des Zirkelschenkels (8) und der in die Schlitzung (9) einpaßbare Bereich (6) des Zahnsegments (1) eine in der montierten Stellung miteinander fluchtende, quer zur Schlitzungsebene verlaufende Bohrung (7a, 7, 7b) aufweisen.
  3. 3. Getriebe nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Breite des Rücksprungs des Zahnsegments (1) gegenüber dem Zirkelschenkel (8) auf jeder Seite etwa 0,1-0,2 mm beträgt.
  4. 4. Getriebe nach den Ansprüchen 1-3, dadurch gekennzeichnet, daß die obere Verbindung (5c) der beiden Vertikalflächen (5a&min;, 5a&min;&min; bzw. 5b&min;, 5b&min;&min;) eine Anschlagfläche bildet, die gegen die nach oben gerichtete Stirnfläche (11c) der die Schlitzung (9) einfassenden Wangen (10a, 10b) anliegt.
  5. 5. Getriebe nach den Ansprüchen 1-4, dadurch gekennzeichnet, daß die Zahnung (2) des Zahnsegments (1) entlang einer Mittelebene geteilt ist und die beiden Zahnungsteile um eine halbe Zahnteilung versetzt zueinander angeordnet sind.






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