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Dokumentenidentifikation DE4017737A1 05.12.1991
Titel Sprühzeichengerät - Elektronisches über Infrarotsender gesteuertes Zeichengerät
Anmelder Paech, Gisbert, 5300 Bonn, DE
Erfinder Paech, Gisbert, 5300 Bonn, DE
DE-Anmeldedatum 01.06.1990
DE-Aktenzeichen 4017737
Offenlegungstag 05.12.1991
Veröffentlichungstag im Patentblatt 05.12.1991
IPC-Hauptklasse B43L 13/00
IPC-Nebenklasse B05B 3/00   
Zusammenfassung Das Sprühzeichengerät ist ein Kompaktgerät, das, akkubetrieben, alle figürlichen Darstellungen bis zur Flächenbehandlung sprühend eingesetzt wird.
Der Hand-Infrarotsender gibt die eingetasteten Ausführungsbefehle an die Elektronik des Sprühgerätes weiter, welche als konstante und fließende Ausführungsarten, auch erweiterbar, vorgibt. Zudem ist das Sprühen für Linien, Einfärben von größeren Flächen, Ätzvorgängen, etc. mittels Sensorenkegelsteuerknopfes als Freihandführung gegeben.
Dabei wird der Gerätekörper horizontal um die eigene Achse gedreht und das Teleskop aus- bzw. eingefahren, wobei die überflüssige Flüssigkeitsmenge in den Vorratsbehälter zurückgedrückt wird.
Die Flüssigkeit im Vorratstank wird durch eine Pumpe in das Teleskop bis zum Sprühventil gedrückt. Die Raster-Irislamellen regulieren die Strichbreite. Der Schiebeverschluß sorgt für tropffreies und abruptes Sprühende.

Beschreibung[de]

Zeichengeräte haben die Aufgabe, mittels Zeichenstift oder Tusche, die Unterlage zu beschreiben. Hierfür ist der direkte Kontakt Zeichengerät - Unterlage notwendig.

Gegenstand dieser Erfindung ist es, ein in Kompaktbauweise gefertigtes Tisch-Zeichengerät zu schaffen, das elektronisch arbeitet, mit Infrarotsender ferngesteuert, mittels Sprüheinrichtung in horizontaler Drehbewegung des Gerätekörpers und waagerechtem Teleskopaushubs, alle Sprüh- und Bestäubungstätigkeiten, von der Linienziehung bis zur flächendeckenden Aufgabe (Farbe, Ätzmittel, Klebemittel, Pulver) ausführt und dabei ein optimales, mit größtmöglicher Deckungskraft und Konturenschärfe erzielbares Ergebnis, sowohl in Kleinst- als auch in Großdarstellungen zu erzielen.

Das Gerät besteht aus einem Sockel 2 in dem sich ein 24-V-Akku 4, ein Nährschalter 3 und der Kugellagerkranz 9 befindet. Das obere Ende schließt mit dem Führungskragen 8 ab. Im Mittelpunkt des Sockels 2 befindet sich die Achse 10, die den Sockel mit dem Gerätekörper 1 verbindet. Der Gerätekörper ist kugelförmig ausgebildet. Er ist, wie der Sockel und das Teleskop, aus Hartkunststoff gefertigt.

Auf der Achse 10 sitzt der Sockelmotor 6, der die Drehbewegung des Gerätekörpers 1 bewirkt. Er bewegt das Wälzlager. Der Strom fließt über eine Kontaktscheibe mit Stift aus dem Akku 4. Der Sockelmotor 6 wird durch die Motorelektronik 7 gesteuert.

Der Gerätekörper 1 sitzt auf einem Kugellagerkranz 9 der unterhalb des Führungskragens 8 sitzt. Dieser Führungskragen greift in den Gerätekörper 1.

Alle Teleskopeinschübe werden gleichzeitig durch Motoren 25 bewegt, deren Antriebszahnräder in eine Zahnschiene greifen. Den Strom erhalten die an dem Teleskophub sitzenden Motoren 25 und der Motor mit Schieber und Ventil 27 über zwei Stromschienen 33.

Das Gerät besitzt Betriebsanzeigen, Ladekontrolle, Betriebsbereitschaft für Akku und abgeschlossene Arbeit.

Das Gerät besitzt zwei Auslegungsbereiche mit dem Teleskophub.

  • 1. Beliebige Figuren und Flächen werden mit dem Aushub des Teleskops im Durchmesser der Kreisbewegung des Gerätes bei einer gesamten Teleskopauszugslänge von z. B. 1500 (Radius) einen Kreisdurchmesser von 3000 mm, bearbeitet.
  • 2. Der Teleskopaushub kann im Radius zusätzlich alle eingegebenen Figuren vom 0-Punktkreis bis zum 1500-mm-Kreis, Linien, Rechtecke, Diagonale, etc. mittels Programmierung des Infrarotsenders in Abstimmung mit der Sockelelektronik 7, Pumpenelektronik 11 und der Teleskopelektronik 12 ausführen.


Am hinteren Teleskopende ist die Pumpendüse 23 und der Flüssigkeits-Trockenmittel-Rücklaufkanal 22 als Swingpufferbalgen 21 angebracht, die in die Pumpe 18 führen. Die Behälter oder Patronen 14, 15, 16 werden mit entsprechenden Inhalten gefüllt, über je einen Zuleitungsschlauch 19 und angekoppeltes Stoppventil in die Pumpe 18 geführt. Diese Ventile werden für die Benutzung der entsprechenden Behälter jeweils in eine Richtung geöffnet oder für beide Richtungen geschlossen.

Das Stopventil 34 und der Rücklaufkanal 22 sowie die Rücklaufpumpe sorgen dafür, daß der Druck bei Rücklauf der Teleskoprohre 24 in dem Teleskop konstant bleibt. Dabei wird die nicht benötigte Füllmenge über den Rücklaufkanal 22, durch die Rücklaufpumpe, Stopventil 34, Rückflußschlauch 20, in den Vorratsbehälter 14, 15, 16 bzw. in den Schlauch des Einfülltrichters 17 zurückgedrückt. Alternative: Wird das Teleskop eingefahren, verringert sich die Pumpleistung entsprechend dem Einschub.

Der Einfülltrichter 17 mit Schlauch führt direkt in die Pumpe 18. Diese Vorrichtung wird zur Durchspühlung der Stopventile 34, der Pumpe 18, des Teleskops und des Sprühkopfes 26-32 mit Wasser benutzt; kann jedoch auch mit Arbeitsmitteln zum Sprühen gefüllt werden. Ein Trichteraufsatz vergrößert die Zuführmenge. Die Steuerungselektronik und Dosierautomatik der Pumpe 11 sorgt zudem dafür, daß das Vor- und Rückwärtspumpen keinen Stau (im Rücklaufkanal 22) verursacht.

Die Steuerungselektronik für das Teleskop und die Sprüheinrichtung 12 sitzt über dem Teleskop. Oberhalb dieser Elektronik sitzt der Infrarotempfänger und die Kontrollelektrik 13.

Werden die Teleskopeinsätze gewechselt (Austausch gegen ein Teleskop mit größerer Reichweite), wird der Schnappverschluß 36 drehend entriegelt und die eingesprungene Codierung aufgehoben. Wird das neue Teleskop eingeklinkt, rastet der Schnappverschluß in eine andere Codierung ein.

Das vordere Teleskopende hat einen Schnappverschluß 26 zum Auswechseln des Sprühkopfes, dessen Größe beliebig sein kann, damit Flächensprühungen möglich sind. Der Sprühkopf besteht aus dem Verschlußmotor mit Schieber und Ventil 27, Sprühventil mit Verschluß 28, Schiebeverschluß 29 und Irislamellenring 32.

Der Verschlußmotor des Sprühkopfes 27 gibt das Ventil 28 frei. Das Ventil sprüht den Rohrinhalt auf und durch den Irislamellenring. Dabei gelangt durch die Lochlinie 35 der Irislamelle 32 weniger Flüssigkeit als durch die Irismittelpunktöffnung auf die Vorlage. Die in der Mitte auftreffende größere Flüssigkeitsmenge wird sich anschließend zum Rand des durch die Seitensprühung 35 gebildete leichtere Randsprühung ausdehnen und somit für einen randscharfen und gesättigten Auftrag sorgen. Bei Verwendung von Trockensprühmittel entfällt das Lochnetz. Der Schiebeverschluß 29 schnappt vor den Irislamellenring, sobald der Sprühvorgang beendet ist. Damit wird der Sprühfluß sofort unterbunden und ein Tropfen bzw. Nachsprühen verhindert. Von Vorteil ist es, daß es keine Einschränkung in der Größe des Irislamellenverschlusses und der damit zu erzielenden Strichbreite bzw. Fläche gibt. Die Löcher in dem Irislamellenring 32 sind abgeschrägt, so daß ein eventueller Randsprüheffekt nicht auftreten kann. Die Irislamellenscheibe 32 befindet sich 1-2 mm über der Vorlage 30.

Die Irislamellenöffnung (Strichbreite) 32 öffnet sich innerhalb des Sprühkopfes im Feinsprühbereich von 0,1 bis 1,0 mm mit 10 Einstellungen (Rasten), im Breitstrichbereich von 1,0 bis 5,0 mm mit 50 Einstellungen.

Den Startpunkt findet man, indem der Sockel mit den fadenkreuzähnlichen Justiermarkierungen auf oder an eine bestimmte Stelle der Vorlage gesetzt wird.

Infrarotsender als Sprühbediengerät.

In diesem Gerät werden alle Funktionen programmiert, aktiviert, kontrolliert und gestartet. Die Stationen unterteilen sich in Konstante und Fließfunktionen. Alle Sensoren und Schalter besitzen Leuchtdioden, die die Funktionsbereitschaft und somit die Eingaben bestätigen. Nach Ausführung der eingegebenen Tätigkeit erlischt die Leuchtdiode.

Das Digitalanzeigenfeld zeigt alle aktuellen Fließeingaben an. Die Fließfunktionssensorentasten der Konstanten (keine Umstellung notwendig) läßt das Zahlenfeld im Digitalanzeigenfenster so lange laufen, wie die Taste - nach drücken vorheriger Bereichstasten - gedrückt wird. Angezeigt werden z. B. Größe der Figuren, Längenmaße, Durchmesser, Einteilungen, etc., die wahlweise im Kreisdurchmesser des Gerätes oder im Bereich des Teleskophubes, innerhalb des Kreisradius ausgeführt werden.

Jede Figurenart benötigt eine Sensorentaste. Bevor das Sprühgerät in Tätigkeit treten kann, muß das Gerät, d. h. der Sprühkopf, in Startposition (Nullposition) gebracht werden. Hierfür gibt es zwei Betriebstasten, die das Einnehmen der Nullposition und dann die gewünschte Sprühposition (oder auch nicht) ohne Sprühtätigkeit, veranlassen. Eine Taste für die Kreisbewegung und eine Taste für den Teleskophub. Sie besitzen Dauerfunktion. Anschließend werden die Funktionstasten aktiviert. Es erfolgt ein Kontrollauf mit Benutzung der Kontrolltasten bei reduzierter Leistung. Die Starttaste ist gleich die Wiederholungs- und Bestätigungstaste. Mit ihr setzt sich das Gerät erneut in Tätigkeit. Die Leuchtdiode in der Starttaste erlischt erst in X Sekunden nach Beendigung der ausgeführten Tätigkeit. Ein Sensorenkegelsteuerungsknopf ermöglicht Freihandsprühen.

Funktionstasten: Betriebsanzeige für Ein, Aus, Bereitschaft. Kontrolleuchten

Konstante:

Strichbreite, Sprühstärke, Punktierung (Intervalle), Strichgerade, Einteilungen in cm, Grad, Bogen (Teilkreise), etc.

Figurenkonstante:

Kreis, Rechteck, Quadrat, Ellipse, Fließlinie, etc.

Variante Einstellungen der Konstante, die im Digitalanzeigefeld angezeigt werden:

Strichlänge, -breite, Kreis-, Rechteck-, Quadrat- und Ellipsengröße, cm-Einteilungen, Gradeinteilung, etc.

Die Fließlinie ermöglicht das Freihandzeichnen mit dem Sprühkopf durch Kipp- und Drehbewegung der Sensortaste mit einem Finger (Kugelkopfprinzip).

Umschalttaste für Gerätedurchmesser- oder Radiusfunktion.

Umschalttaste für Teleskoplängenbereich 1, 2, 3, . . .

Bestätigungstaste für richtige und vollständige Eingabe.

Probelauftaste mit reduziertem Sprühen oder ohne Sprühvorgang.

Starttaste

Bezugszeichenliste

1 Körper

2 Sockel

3 Kippsicherung

4 Akku

5 Akkustecker

6 Sockelmotor

7 Steuerungselektronik für Sockelmotor

8 Führungskragen

9 Kugellagerkranz

10 Sockelachse

11 Steuerungselektronik f. Pumpe/Dosierautomatik

12 Steuerungselektronik f. Teleskop

13 Infrarotempfänger, Kontrolleuchten,

Schalterelektrik

14 Farbbehälter, -patrone

15 Abdeck- oder Radiermittelbehälter, -patrone

16 Lösungsmittelbehälter f. Gerätereinigung, -patrone

17 Einfülltrichter

18 Pumpe

19 Zuleitungsschlauch mit Stopventil und Verschluß

(gegen Rückflutung)

20 Rückflußschlauch mit Stopventil (34)

(gegen Ausfluß)

21 Swingungspuffer als Balgen

22 Rücklaufkanal

23 Pumpendüse

24 Teleskop

25 Motoren

26 Auswechsel-Schnappverschluß

27 Verschlußmotor f. Schieber und Ventil

28 Sprühventil mit Verschluß

29 Schiebeverschluß

30 Vorlage

31 Andeutung f. Überbreiten-Ansatz

32 Irislamellen mit Netzrand

33 Stromschienen

34 Stopventil

35 Lochlinie der Irislamellen als Beispielanordnung

36 Teleskop-Verlängerungscodierkerbe mit

Wechselverschluß


Anspruch[de]
  1. 1. Sprühzeichengerät, welches als Tischgerät elektronisch arbeitet und mit einem Infrarotsender, in denen sich alle Bedienelemente programmierbar befinden, ferngesteuert wird, dadurch gekennzeichnet, daß der Gerätekörper 1 auf einem Sockel 2 kugelgelagert 9, motorisch gesteuerte 7, horizontale Kreisbewegungen ausführt und in ihm eingesetzter hohler Teleskoparm 24, mittels Ein- und Aushub senkrecht sprühend, Linien bildet und flächendeckende Arbeiten ausführt.
  2. 2. Sprühzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Sprüheinrichtung vom Vorratsbehälter 14, 15, 16, 17 bis zum Irislamellenring 32 alle Flüssigkeiten und Trockenmittel verarbeitet.
  3. 3. Sprühzeichengerät nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Teleskoparm einen auswechselbaren Sprühkopf besitzt, der mit einem Verschlußmotor 27, einem Sprühventil mit Verschluß 28, einen Schiebeverschluß 29 und einen Irislamellenring 32 besitzt, der mit einem Netzrand versehen ist.
  4. 4. Sprühzeichengerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Hand-Infrarotsender nach Zeichnung III, speziell für dieses Gerät, alle Bedienelemente vorprogrammierbar sind, Kontrollfunktionen, konstante Arbeitsbereiche, fließende Arbeitsfunktionen speichert, diese durch Kontrollschalter und durch einen Probelauf kontrollierbar ist, mit dem Sensor-Kugelsteuerung stufenlos lenken läßt und erst bei "Start" sich das Sprühzeichengerät in Tätigkeit setzt, um die Eingaben auszuführen.






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