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Dokumentenidentifikation DE4020157A1 02.01.1992
Titel Kontrollanordnung für eine bogenbe- oder -verarbeitende Maschine
Anmelder Kolbus GmbH & Co KG, 4993 Rahden, DE
Erfinder Schütte, Wilhelm, 4993 Rahden, DE
DE-Anmeldedatum 25.06.1990
DE-Aktenzeichen 4020157
Offenlegungstag 02.01.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 02.01.1992
IPC-Hauptklasse B65H 7/12
IPC-Nebenklasse G01V 3/00   
Zusammenfassung Bei einer Kontrollanordnung für eine bogenbe- oder -verarbeitende Maschine zum Erkennen einer fehlenden, mehrfachen oder fehlerhaften Druckbogeneinheit mit einer den Meßwert aufnehmenden Meßeinrichtung und mit einer dieser zugeordneten Auswerteeinrichtung ist vorgesehen, daß die Meßeinrichtung aus einem in einem Hubsauger (3) angeordneten Kapazitiv-Sensor (2) mit einer aktiven Sensorfläche (2a) besteht, mit der ein von einem Bogenstapel (1) aufgenommener Bogen (1a) durch Beaufschlagung des Hubsaugers (3) mit Unterdruck in Wirkverbindung gebracht wird.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Kontrollanordnung für eine bogenbe- oder -verarbeitende Maschine zum Erkennen einer fehlenden, mehrfachen oder fehlerhaften Druckbogeneinheit mit einer den Meßwert aufnehmenden Meßeinrichtung und mit einer dieser zugeordneten Auswerteeinrichtung.

Es sind Bogenkontroll- und Schaltvorrichtungen an mit Zuführzangen ausgerüsteten bogenverarbeitenden Maschinen bekannt mit einem Kontakthebel in einer Zangenhälfte, mit einstellbaren Kontaktpaaren für die Doppel- und Fehlbogenkontrolle und mit einem taktgesteuerten Stromgeber. Dabei wird der Antrieb der Maschine außer Betrieb gesetzt, sobald die Zangen im Arbeitstakt keinen Bogen oder einen Doppelbogen erfassen.

Je dünner die abzufragenden Bogen werden, desto eher gelangt man an die Grenzen einer mechanischen Meßwerterfassung. Zudem lassen sich Beschädigungen der Bogenoberfläche beim Greifen von empfindlichen Materialien wie Kunstdruckpapieren nicht ausschließen.

Zum Einsatz gelangen ferner mit einer Vergleichskapazität arbeitende Anordnungen zur Kontrolle von Fehl- und/oder Mehrfachbogen an Buchbinderei- und Druckmaschinen mit einer kapazitiven Meßbrücke, bestehend aus einem kapazitiven Meßwertgeber, einem Vergleichsgeber und aus einer Auswerteschaltung.

Nachteilig bei Kapazitäts-Meßeinrichtungen ist, daß auftretende Aufwerfungen der Bogen und mechanische Schwingungen in das Meßergebnis eingehen, was zu Fehlinformationen führt.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Kontrollanordnung der gattungsgemäßen Art zu schaffen, die unter Vermeidung der aufgeführten Nachteile bekannter Einrichtungen eine funktionssichere Kontrolle aller anfallenden Materialien sicherstellt. Darüber hinaus soll die Kontrollanordnung einfach im Aufbau sein, niedrige Anforderungen an Wartung benötigen sowie sich mit geringstmöglichem Aufwand auf andere Bogenstärken und Bogenformate umstellen lassen.

Zur Lösung der Aufgabe werden die kennzeichnenden Merkmale des Hauptanspruchs vorgeschlagen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Die Erfindung wird im folgenden anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel dargestellt ist, näher erläutert.

In der erfindungsgemäßen Kontrollanordnung zum Erkennen einer fehlenden, mehrfachen oder fehlerhaften Druckbogeneinheit findet ein Kapazitiv-Sensor 2 mit Analogausgang und mit einer aktiven Sensorfläche 2a Verwendung, der in einem Hubsauger 3 angeordnet ist. Vorzugsweise liegen die aktive Fläche 2a des Sensors 2 und die Saugfläche des Hubsaugers 3 auf gleichem Niveau, so daß bei Beaufschlagung des Hubsaugers 3 mit Unterdruck ein von einem Bogenstapel 1 aufgenommener Bogen 1a an der aktiven Sensorfläche 2a in Anlage gelangt.

Der Hubsauger 3 besteht aus einem Saugnapf 3a und aus einem Saugrohr 3b, die den Kapazitiv-Sensor 2 unter Bildung eines umlaufenden Strömungskanals 4 umschließen, der wiederum in eine Leitung 5 einer nicht dargestellten Unterdruckquelle einmündet.

Die Kontrollanordnung ist für einen Bogenanleger vorgesehen, wobei sich der Hubsauger 3 mit dem Kapazitiv-Sensor 2 auf einer Hubstange 6 befindet zusammen mit weiteren auf beiden Seiten des Hubsaugers 3 angeordneten auf gleichem Niveau liegenden Hubsaugern 7, die ebenfalls an die Unterdruckquelle angeschlossen sind.

Die Hubstange 6 mit den Hubsaugern 3 und 7 wird über nicht dargestellte Antriebsmittel zwischen einer unteren Stellung zur Aufnahme eines Bogens 1a vom Bogenstapel 1 und einer oberen Stellung zur Abgabe des Bogens verfahren.

Der Kapazitiv-Sensor 2 mit Analogausgang gibt proportional zur Bogenstärke einen bestimmten Strom ab. Entscheidend dabei ist, daß die zu bestimmenden Bogen im Meßzeitpunkt stets exakt den gleichen Abstand zur Sensorfläche 2a haben. Optimal ist, wenn die Bogen unmittelbar an der Sensorfläche 2a anliegen, was erfindungsgemäß durch den Hubsauger 3 erreicht wird. Den seitlich angeordneten Hubsaugern 7 kommt dabei die Aufgabe zu, die eigentliche Kraft zum Anheben des Bogens 1a aufzubringen.

Zur Messung der Bogenstärke ist das Einhalten eines Mindestabstandes zwischen Sensorfläche 2a und dem Bogenstapel 1 zwingend erforderlich, um eine Fremdbedämpfung des Sensors 2 auszuschließen.

Sobald die Hubstange 6 mit dem Hubsauger 3 und dem von diesem eingeschlossenen Kapazitiv-Sensor 2 eine definierte Position erreicht, wird ein Sensor 8 aktiviert, der über eine Auswerteeinheit 9 den Zeitpunkt der Analogwertabfrage am Ausgang des Kapazitiv-Sensors 2 bestimmt.

Zur Inbetriebnahme der Kontrollanordnung wird ein Referenzwert eines ordnungsgemäßen Bogens mit Hilfe einer Memory-Funktion in einem Analogwertspeicher 10 abgelegt. Jeder folgende zu vereinzelnde Bogen 1a wird nun in dem definierten Zeitpunkt abgefragt und der Kapazitiv- Sensor 2 gibt entsprechende Analogwerte ab, die mit dem abgespeicherten Wert in einem bestimmten Toleranzbereich im Analogwertspeicher 10 verglichen werden und bei Abweichen vom Sollwert erfolgt ein Steuerimpuls zum Stillsetzen der Maschine.

Das Umstellen der Kontrollanordnung auf andere Bogenstärken läßt sich einfach mit Hilfe der Memory-Funktion durchführen. Ebenso ermöglicht die Anordnung ein einfaches Einstellen auf andere Bogenformate durch Positionsveränderung des Hubsaugers 3 mit dem Sensor 2 auf der Tragstange 6.

Die erfindungsgemäße Meßeinrichtung zum Erkennen einer fehlenden, mehrfachen oder fehlerhaften Druckbogeneinheit läßt sich für alle anfallenden Materialien bei hoher Taktzahl einsetzen. Sie ist kostengünstig zu erstellen und gewährleistet eine schonende Handhabung der zu kontrollierenden Bogen.


Anspruch[de]
  1. 1. Kontrollanordnung für eine bogenbe- oder -verarbeitende Maschine zum Erkennen einer fehlenden, mehrfachen oder fehlerhaften Druckbogeneinheit mit einer den Meßwert aufnehmenden Meßeinrichtung und mit einer dieser zugeordneten Auswerteeinrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß die Meßeinrichtung aus einem in einem Hubsauger (3) angeordneten Kapazitiv-Sensor (2) mit einer aktiven Sensorfläche (2a) besteht, mit der ein von einem Bogenstapel (1) aufgenommener Bogen (1a) durch Beaufschlagung des Hubsaugers (3) mit Unterdruck in Wirkverbindung gebracht wird.
  2. 2. Kontrollanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aktive Fläche (2a) des Kapazitiv-Sensors (2) und die Saugfläche des Hubsaugers (3) auf gleichem Niveau liegen und der Bogen (1a) an der aktiven Fläche (2a) des Kapazitiv-Sensors (2) in Anlage gebracht wird.
  3. 3. Kontrollanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Hubsauger (3) aus einem Saugnapf (3a) und aus einem Saugrohr (3b) besteht, die den Kapazitiv-Sensor (2) unter Bildung eines in eine Unterdruckleitung (5) einmündenden Strömungskanals umschließen.
  4. 4. Kontrollanordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Hubsauger (3) mit weiteren Saugern (7) zum Aufnehmen eines Bogens (1a) von dem Bogenstapel (1) niveaugleich auf einer gemeinsamen Tragstange (6) befindet, die über Antriebsmittel zwischen einer unteren und einer oberen Umkehrstellung verfahrbar ist.
  5. 5. Kontrollanordnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß ein Kapazitiv-Sensor (2) mit Analogausgang Verwendung findet.






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