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Dokumentenidentifikation DE3912449C2 16.01.1992
Titel Verfahren zum Zusammenbau eines vorgespannten zweireihigen Schräglagers
Anmelder SKF GmbH, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Winter, Heinrich;
Hoch, Paul-Gerhard, Dr., 8720 Schweinfurt, DE;
Kaschube, Karl-Friedrich, 8721 Niederwerrn, DE
DE-Anmeldedatum 15.04.1989
DE-Aktenzeichen 3912449
Offenlegungstag 18.10.1990
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 16.01.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 16.01.1992
IPC-Hauptklasse F16C 19/38
IPC-Nebenklasse F16C 19/54   F16C 33/58   F16C 43/08   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Zusammenbau eines vorgespannten zweireihigen Schräglagers, bestehend aus einstückig ausgeführten Lagerringen und dazwischen vorgesehenen Wälzkörpern, die an Borden mindestens eines Lagerringes anliegend angeordnet sind und bei dem die Wandstärke des einen Lagerringes gegenüber seinem Außendurchmesser so klein ist, daß sie eine elastische Verformung in radialer Richtung zuläßt, wobei die Wälzkörper der einen Reihe auf der Lauffläche des einen Lagerringes angeordnet werden, der andere Lagerring bis zur Anlage seiner Lauffläche an den Wälzkörpern aufgeschoben wird und die Wälzkörper der zweiten Reihe eingesetzt werden.

Ein derartig zusammengesetztes Lager ist beispielsweise durch die DE-OS 36 43 278 bekannt. Bei diesem bekannten Lager ist der Innenring an einem Ende mit einem im Durchmesser gegenüber der Laufbahn kleineren Absatz versehen, in den eine Ringnut eingearbeitet ist. In der Ringnut befindet sich ein Ring mit einem Außengewinde, auf dem eine Nutmutter aufgeschraubt ist, mit der das Lagerspiel eingestellt werden kann. Die Herstellung dieses bekannten Lagers ist verhältnismäßig teuer, weil besondere Gewinderinge und Nutmuttern benötigt werden.

Ferner ist durch die CH-PS 2 55 789 ein Verfahren zur Herstellung eines zweireihigen Rollenlagers bekannt, bei dem der Innenring exzentrisch in den Außenring eingebracht und darauf das äußere Lagerelement elastisch verformt wird, so daß die Rollen in den Zwischenraum zwischen den beiden Elementen eingeführt werden können. Bei diesem bekannten Verfahren sind besondere Mittel zum Aufweiten des Außenringes erforderlich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zum Zusammenbau eines zweireihigen Schräglagers aufzuzeigen, bei dem die Vorspannung auf einfache Weise eingestellt werden kann.

Diese Aufgabe wird nach der vorliegenden Erfindung dadurch gelöst, daß der eine Lagerring axial gegen die Wälzkörper der einen Reihe verschoben und durch die an der Lauffläche anliegenden Wälzkörper so weit im elastischen Bereich aufgeweitet wird, bis die Öffnung zwischen den Lagerringen ein Einsetzen der Wälzkörper der zweiten Reihe gestattet und der axiale Druck zur Erzielung der Verschiebung erst weggenommen wird, wenn ein Bord auf die Mantelfläche des anderen Lagerringes aufgeschoben und durch einen Sicherungsring in seiner Lage fixiert ist. Die erforderliche Vorspannung im Lager kann so leicht durch den aufgeschobenen, mit entsprechenden axialen Abmessungen versehenen Bord eingestellt werden.

Die Erfindung wird nachstehend anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert.

Das in der Figur dargestellte Dreiringlager besteht aus einem einteiligen Außenring 1, einem Zwischenring 2, einem zweiteiligen Innenring 3, 4 und den zwischen den Lagerringen in O-Anordnung vorgesehenen Zylinderrollen 5, 6 bzw. Kegelrollen 7, 8, die zwischen den Borden 9, 10, 11, 12 des Innenringes 3, 4 und des Zwischenringes 2 angeordnet sind, wobei die Bohrungsfläche 13 des Zwischenringes 2 exzentrisch zu seiner Mantelfläche 14 ausgeführt ist. Beim Zusammenbau des äußeren, den Gegenstand der Erfindung bildenden Lagers werden zuerst die Zylinderrollen 5 der einen Reihe auf die Lauffläche 16 des Zwischenringes 2 aufgesetzt und dann der Außenring 1 auf den Zwischenring 2 aufgeschoben, so daß die Lauffläche 15 an den Zylinderrollen 5 anliegt. Sodann wird der Außenring 1 gegenüber dem Zwischenring 2 axial verschoben und durch die an der Lauffläche 15 anliegenden Zylinderrollen 5 bis in den elastischen Bereich so weit aufgeweitet, bis die Einfüllöffnung A zwischen dem Außenring 1 und dem Zwischenring 2 so groß ist, daß die Zylinderrollen 6 der zweiten Reihe problemlos zwischen die Laufbahnen 17, 18 eingesetzt werden können. Die Aufweitung wird durch die verhältnismäßig dünne Wandstärke des Außenringes 1 und durch den kleinen Berührungswinkel α möglich. Der Berührungswinkel α zwischen den Wirkungslinien der Wälzkörperbelastungen und einer zur Lagerachse senkrechten Ebene sollte vorzugsweise nicht größer als 15° sein, damit die radiale Kraftkomponente zur Aufweitung bei axialer Verschiebung möglichst groß ist. Der axiale Druck zur Erzielung der Verschiebung wird erst weggenommen, wenn der Bord 10 auf die Mantelfläche des Zwischenringes aufgeschoben und durch einen Sicherungsring 10a in seiner Lage fixiert ist. Die axialen Abmessungen des Bordringes 10 werden entsprechend der erforderlichen Vorspannung im Lager festgelegt. Anschließend werden die Teile des Innenringes 3, 4 mit den in einem Käfig 19 angeordneten Kegelrollen 7, 8 in die Bohrung des Zwischenringes 2 eingeschoben und die Innenringteile 3, 4 durch einen U-förmigen Befestigungsring 20, der mit abgewinkelten Schenkeln in Ringnuten der Innenringteile 3, 4 eingreift, miteinander verbunden.

Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. So ist die Erfindung nicht auf ein Dreiringlager beschränkt. Sie kann für alle zweireihigen Schräglager, z. B. Schrägkugellager, Kegelrollenlager, Schrägzylinderrollenlager und dgl., verwendet werden.


Anspruch[de]
  1. Verfahren zum Zusammenbau eines vorgespannten zweireihigen Schräglagers, bestehend aus einstückig ausgeführten Lagerringen und dazwischen vorgesehenen Wälzkörpern, die an Borden mindestens eines Lagerringes anliegend angeordnet sind und bei dem die Wandstärke des einen Lagerringes gegenüber seinem Außendurchmesser so klein ist, daß sie eine elastische Verformung in radialer Richtung zuläßt, wobei die Wälzkörper der einen Reihe auf der Lauffläche des einen Lagerringes angeordnet werden, der andere Lagerring bis zur Anlage seiner Lauffläche an den Wälzkörpern aufgeschoben wird und die Wälzkörper der zweiten Reihe eingesetzt werden, dadurch gekennzeichnet, daß der andere Lagerring (1) axial gegen die Wälzkörper (5) verschoben und durch die an der Lauffläche (15) anliegenden Wälzkörper (5) so weit im elastischen Bereich aufgeweitet wird, bis die Öffnung A zwischen den Lagerringen (1, 2) ein Einsetzen der Wälzkörper (6) der zweiten Reihe gestattet und der axiale Druck zur Erzielung der Verschiebung erst weggenommen wird, wenn der Bord (10) auf die Mantelfläche des Lagerringes (2) aufgeschoben und durch einen Sicherungsring (10a) in seiner Lage fixiert ist.






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