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Dokumentenidentifikation DE3726629C2 23.01.1992
Titel Hochgenaue, zweireihige Kugellagerung
Anmelder FAG Kugelfischer Georg Schäfer KGaA, 8720 Schweinfurt, DE
Erfinder Braune, Gerhard, 8721 Euerbach, DE;
Hock, Reinhard, 8721 Dittelbrunn, DE
DE-Anmeldedatum 11.08.1987
DE-Aktenzeichen 3726629
Offenlegungstag 23.02.1989
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 23.01.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.1992
IPC-Hauptklasse F16C 35/07

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Kugellagerung nach dem Oberbegriff des Anspruchs.

Eine Kugellagerung der beschriebenen Art wird in der FR 22 09 423 dargestellt. Hier handelt es sich um eine kompakte Ausführung in O-Anordnung, denn zwischen den Außenringen ist eine Distanzbüchse und eine Axialfeder angeordnet. Die zusätzliche Feder erschwert aber die Montage. Außerdem läßt die Elastizität der Feder eine höhere Genauigkeit der Lagerung nicht zu. Durch den Axialschlitz in der Distanzbüchse ergibt sich weiterhin insbesondere bei höheren Drehzahlen eine Unwucht, die die Genauigkeit der Lagerung negativ beeinflußt.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung die Lagerung nach dem Oberbegriff des Anspruchs so weiter zu verbessern, daß die obengenannten Nachteile nicht eintreten und sich insbesondere eine einfache, leicht montierbare Lagerung mit höchster Genauigkeit ergibt, die auch bei hoher Drehzahl der Außenringe keine Unwuchtkräfte erzeugt.

Diese Aufgabe wird durch die im kennzeichnenden Teil des Anspruchs angeführten Merkmale gelöst.

Die Distanzbüchse besteht nur aus einem einzigen Teil. Dadurch ergibt sich eine relativ einfache Herstellung mit hoher Genauigkeit. Aus Montagegründen besitzt die Distanzbüchse einen Axialschlitz. Damit diese nach dem Anordnen der Außenringe mit den Kugeln auf der Welle nachträglich radial leicht eingebaut werden kann, ist die Breite des Schlitzes etwa gleich dem Wellendurchmesser. Bei den in der Praxis häufig auftretenden Betriebsbedingungen mit sich drehenden Außenringen würde bei einer konzentrischen Distanzbüchse wegen des Schlitzes eine Unwucht entstehen. Um dies zu vermeiden, ist der Mittelpunkt des Bohrungsdurchmessers der Distanzbüchse gegenüber dem Mittelpunkt des Manteldurchmessers der Distanzbüchse entgegengesetzt zum Schlitz versetzt. Als Gegenmaßnahme gegen den materialfreien Raum im Schlitzbereich ergibt sich dadurch in dessen Nachbarabschnitt eine große Wanddicke der Distanzbüchse. Diese nimmt mit größer werdenden Abstand von Schlitz immer mehr ab. Diese Verhältnisse können rechnerisch ermittelt und so optimiert werden, daß der Schwerpunkt der Büchse auf die Lagerdrehachse fällt, wodurch keine Unwucht mehr eintritt. Insbesondere die Breite der Distanzbüchse läßt sich sehr genau herstellen. Dadurch können die Außenringe auch beim Einpressen in ein Gehäuse ohne Axialverkippung eingebracht werden. Die Lagerung besitzt daher eine optimale Genauigkeit und kann daher auch bei sehr hohen Anforderungen an die Laufqualität und bei hohen Drehzahlen eingesetzt werden.

Von Bedeutung ist hier noch, daß die Lagerung vor dem endgültigen Einbau leicht getestet werden kann. Erforderlichenfalls werden bei unbefriedigtem Testlauf fehlerhafte Teile ohne Verlust guter Teile ausgewechselt. Danach kann dann die Befestigung im Gehäuse z. B. durch Einkleben oder Einpressen erfolgen.

Die Erfindung wird anhand eines Beispiels bestehend aus zwei Figuren näher erläutert.

Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Kugellagerung.

Fig. 2 zeigt einen Querschnitt durch die Lagerung im Bereich der Distanzbüchse.

Gemäß Fig. 1 besteht die Kugellagerung aus der Welle 1, in die die inneren Laufbahnen 2 der beiden Kugelreihen 3 eingearbeitet sind, den Außenringen 4 und der Distanzbüche 5. Um eine Baueinheit zu erreichen, sind diese bisher angegebenen Teile in einer Gehäusebüchse 6 angeordnet.

Die Distanzbüchse 5 besteht aus einem Teil und ist, wie insbesondere Fig. 2 zeigt, mit einem Axialschlitz 7 versehen. Dessen Breite entspricht etwa dem Durchmesser der Welle 1, so daß die Büchse 5 nach dem Zusammenbau der beiden Außenringe 4 und der Kugelreihen 3 mit der Welle 1 leicht radial in den Freiraum zwischen den Außenringen 4 eingeschoben werden kann. Damit sich im eingebauten Zustand der Büchse 5 keine exzentrische Massenverteilung ergibt, ist der Mittelpunkt 8 des Bohrungsdurchmessers der Büchse 5 gegenüber dem Mittelpunkt 9 des Manteldurchmessers der Büchse 5 entgegengesetzt zum Schlitz 7 angeordnet. Dadurch ergeben sich unterschiedliche Wandstärken der Büchse 5, mit deren Hilfe die fehlende Masse im Schlitz 7 ausgeglichen wird. Auch bei hohen Drehzahlen ist dadurch ein ruhiger und betriebssicherer Lauf der Lagerung sichergestellt.


Anspruch[de]
  1. Hochgenaue, zweireihige Kugellagerung in O-Anordnung, wobei die inneren Laufbahnen der beiden Kugelreihen in die Welle eingearbeitet sind und zwischen den Außenringen der in Abstand angeordneten Lager eine Distanzbüchse vorgesehen ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
    1. a) die Distanzbüchse (5) besteht aus einem Teil
    2. b) die Distanzbüchse (5) besitzt einen Axialschlitz (7)
    3. c) die Breite des Schlitzes (7) ist etwa gleich dem Durchmesser der Welle (1)
    4. d) der Mittelpunkt (8) des Bohrungsdurchmessers der Distanzbüchse (5) ist gegenüber dem Mittelpunkt (9) des Manteldurchmessers der Distanzbüchse (5) entgegengesetzt zum Schlitz (7) versetzt.






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