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Dokumentenidentifikation DE4023305A1 23.01.1992
Titel Klappe in einem Luftführungskanal
Anmelder Bayerische Motoren Werke AG, 8000 München, DE
Erfinder Kazenwadel, Horst, 8000 München, DE
DE-Anmeldedatum 21.07.1990
DE-Aktenzeichen 4023305
Offenlegungstag 23.01.1992
Veröffentlichungstag im Patentblatt 23.01.1992
IPC-Hauptklasse F24F 13/10
IPC-Nebenklasse F16K 3/04   B60H 1/00   
Zusammenfassung Eine Umschaltklappe für Frischluftansaugung bzw. Umluftansaugung einer Fahrzeug-Belüftungsanlage besteht aus zwei Wänden, die stumpfwinkelig zueinander angeordnet sind. Die erste Wand ist in ihrem Querschnitt einem Luftführungskanal angepaßt, die zweite Wand kann die Mündungsöffnung eines Seitenkanals, der in den Luftführungskanal mündet, abdecken. Die Klappe ist um eine durch die erste Wand verlaufende Achse verdrehbar. Durch Betätigung einer einzigen Klappe ist somit eine einfache Umschaltung von Frischluft- auf Umluftansaugung möglich. Aufgrund der stumpfwinkeligen Anordnung der zweiten Wand wird die Beanspruchung der vorhandenen Dichtflächen geringgehalten.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Klappe in einem Luftführungskanal insbesondere einer Fahrzeug-Belüftungsanlage, mit einer im wesentlichen dem Kanalquerschnitt angepaßten ersten Wand und einer winkelig dazu angeordneten zweiten Wand, die der Mündung eines zweiten, im Luftführungskanal mündenden Seitenkanales angepaßt ist, wobei die Klappe um eine durch die erste Wand verlaufende Achse verdrehbar ist. Eine derartige Anordnung ist aus der deutschen Auslegeschrift 20 07 226 bekannt.

Einsatz finden kann eine derartige Klappe beispielsweise bei der Umschaltung von Frischluftbetrieb auf Umluftbetrieb einer Fahrzeug-Belüftungsanlage. Üblich ist es bislang, hierfür zwei verschiedene Klappen vorzusehen, wobei eine erste Klappe einen Ansaugkanal für Frischluft öffnet oder verschließt und eine zweite Klappe hierzu gegensinnig einen Ansaugkanal für Umluft verschließt oder öffnet. Der hiermit verbundene Bau- und Steuerungsaufwand läßt sich verringern, wenn man auf eine Klappe nach dem aus der DE-AS 20 07 226 bekannten Prinzip zurückgreift. Mit einer einzigen Drehbewegung kann hiermit ein erster Kanal versperrt und gleichzeitig ein zweiter Kanal geöffnet werden.

Da jedoch eine sichere Abdichtung bei der bekannten Klappenanordnung kaum erzielbar ist, hat sich die Erfindung die Aufgabe gestellt, hierfür Verbesserungen aufzuzeigen.

Zur Lösung dieser Aufgabe ist vorgesehen, daß die zweite Wand (der Klappe) in Schließstellung der Seitenkanal-Mündung am Mündungs-Umfang anliegt. Hierdurch ist gewährleistet, daß der Seitenkanal sicher abgeschlossen wird, wenn dies gewünscht ist. Ein sicheres Verschließen des ersten Luftführungskanales hingegen ist durch die erste Klappenwand gewährleistet, die wie üblich um eine Achse verdrehbar ist, die durch die erste Klappenwand verläuft.

Zur Unterstützung der Dichtwirkung insbesondere zwischen der zweiten Wand sowie der Seitenkanal-Mündung können dabei entsprechend ausgebildete Dichtelemente vorgesehen sein. Um diese Dichtelemente jedoch im Verlauf der Klappenbewegung nur minimal zu beanspruchen, wird vorgeschlagen, daß die zweite Klappen-Wand mit der ersten Klappen- Wand entweder einen spitzen oder einen stumpfen, jedoch keinen rechten Winkel einschließt. Ist dabei der Mündungsbereich entsprechend angepaßt, so werden die eventuell vorhandenen Dichtungen lediglich dann kurzfristig auf Scherung beansprucht, wenn sich die zweite Klappenwand in bzw. nahe ihrer Schließstellung befindet.

Ein lediglich schematisch dargestelltes, bevorzugtes Ausführungsbeispiel dient der näheren Erläuterung der Erfindung. Es zeigt

Fig. 1 einen Schnitt durch einen Luftführungskanal mit erfindungsgemäßer Klappe, wobei die Mündungsöffnung des Seitenkanales verschlossen ist,

Fig. 2 den Schnitt A-A aus Fig. 1, sowie

Fig. 3 eine Darstellung entsprechend Fig. 1 bei geöffnetem Seitenkanal.

Ein Luftführungskanal 1 erstreckt sich von einer Frischluft-Ansaugöffnung 2 zu einer Fahrzeug-Belüftungsanlage 3. Alternativ kann der Fahrzeug-Belüftungsanlage 3 Umluft aus dem Fahrzeug-Innenraum zugeführt werden; hierzu mündet in den Luftführungskanal 1 ein (zweiter) Seitenkanal. Wie gezeigt, ist die Mündung 4 des Seitenkanales im Luftführungskanal 1 etwa halbkreisförmig.

Innerhalb des Luftführungskanales 1 ist im Bereich der Mündung 4 eine Klappe 5 angeordnet. Diese Klappe 5 besteht aus einer ersten Wand 6, die im wesentlichen senkrecht zum Luftführungskanal 1 angeordnet und im wesentlichen dem Querschnitt des Luftführungskanales angepaßt ist, sowie aus einer zweiten Wand 7, die der Mündung 4 des Seitenkanales angepaßt ist. Die Klappe ist um eine durch die erste Wand 6 verlaufende Achse 8 verdrehbar. Fig. 1 zeigt die Klappe 5 in einer die Mündung 4 verschließenden und den Weg zur Frischluft-Ansaugöffnung 2 freigebenden Position. Um in dieser Position den Seitenkanal sicher und dicht abzusperren, liegt die zweite Wand 7 der Klappe 5 am Umfang der Mündung 4 auf der Kanalwand 9 des Luftführungskanales 1 auf. Wie Fig. 2 zeigt, sind dabei an der der Kanalwand 9 zugewandten Seite der zweiten Wand 7 entsprechend angepaßte Dichtelemente 10 vorgesehen.

Fig. 2 läßt ebenfalls erkennen, daß die zweite Wand 7 der Klappe 5 mit der ersten Wand 6 einen von 90° verschiedenen Winkel einschließt. Diese Maßnahme dient dazu, die Scherbeanspruchung der Dichtelemente 10 möglichst gering zu halten. Wird nämlich die Klappe 5 gemäß Pfeilrichtung 11 verdreht, so gelangen die Dichtelemente 10 lediglich nahe der in Fig. 1 dargestellten Schließstellung der zweiten Wand 7 in Berührung mit der Kanalwand 9 des Luftführungskanales 1. Dabei ist selbstverständlich die Kanalwand 9 im Bereich der Mündung 4 in an die winkelige Ausrichtung der zweiten Wand 7 angepaßt.

Soll der Weg zur Frischluft-Ansaugöffnung 2 abgesperrt und dafür der Weg zum Seitenkanal freigegeben werden, so wird die Klappe 5 gemäß Pfeilrichtung 11 in die in Fig. 3 dargestellte Position bewegt. Hier verschließt die erste Wand 6, die an den Querschnitt des Luftführungskanales 1 angepaßt ist, den Weg zur Frischluft-Ansaugöffnung 2. Dafür ist die in der Fig. 3 gezeigte linke Hälfte der Mündung 4 des Seitenkanales (Umluft-Ansaugkanal) vollständig geöffnet. Daneben kann auch aus der rechten Hälfte der Mündung 4 Umluft in den Luftführungskanal 1 gelangen, da sich die zweite Wand 7 aufgrund ihrer Neigung gegenüber der Drehachse 8 mit der Verdrehung von der Kanalwand 9 wegbewegt hat. In diesem Stadium liegen somit auch die Dichtelemente 10 nicht mehr an der Kanalwand 9 an.

Mit der gezeigten Klappenausbildung, die in konstruktiven Ausarbeitungen selbstverständlich auch von den gezeigten Prinzipskizzen abweichen kann, ist es sicher und auf einfache Weise möglich, beispielsweise eine Fahrzeug-Belüftungsanlage entweder mit einer Frischluft-Ansaugöffnung oder mit einer Umluft-Ansaugöffnung (über einen Seitenkanal) zu verbinden. Da bei einem Umschaltvorgang lediglich eine einzige Klappe betätigt werden muß, sind darüber hinaus die erforderlichen Betätigungskräfte gering.


Anspruch[de]
  1. 1. Klappe in einem Luftführungskanal (1) insbesondere einer Fahrzeug-Belüftungsanlage, mit einer im wesentlichen dem Kanalquerschnitt angepaßten ersten Wand (6) und einer winkelig dazu angeordneten zweiten Wand (7), die der Mündung (4) eines zweiten, im Luftführungskanal (1) mündenden Seitenkanales angepaßt ist, wobei die Klappe (5) um eine durch die erste Wand (6) verlaufende Achse (8) verdrehbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wand (7) in Schließstellung der Seitenkanal-Mündung (4) am Mündungsumfang (Kanalwand 9) anliegt.
  2. 2. Klappe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der zweiten Wand (7) und/oder an einer Kanalwand (9) des Luftführungskanales (1) im Mündungsbereich des Seitenkanales im wesentlichen der Mündung (4) angepaßte Dichtelemente (10) vorgesehen sind.
  3. 3. Klappe nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Wand (7) mit der ersten Wand (6) einen von 90° verschiedenen Winkel einschließt.






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